Nachrichten aus der Wirtschaft am Freitag

Foto: Freepik/Anne-leven
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Deutsches Nein zur Atomkraft gegenüber EU

BERLIN: Die Bundesregierung wendet sich bei der EU-Kommission klar gegen die Einstufung von Atomkraft als nachhaltig, unterstützt aber eine entsprechende Einstufung von Gas als Brückenlösung. Das geht aus der deutschen Stellungnahme zur sogenannten Taxonomie hervor, die der Deutschen Presse-Agentur vorliegt und die am Freitagabend nach Brüssel übermittelt wurde.

«Aus Sicht der Bundesregierung ist Atomenergie nicht nachhaltig», heißt es in dem Schreiben. Für die nach Ansicht der Bundesregierung wichtige Brückentechnologie Erdgas müssten realistische Werte angesetzt werden, damit der Ausbau eines mittel- bis langfristig auf erneuerbaren Energieträgern beruhenden Gasenergiesystems nicht behindert werde.

Der Vorschlag der EU-Kommission sieht vor, dass Gas- und Atomkraftwerke unter bestimmten Voraussetzungen als «grüne» Investitionen eingestuft werden. Die «Taxonomie» definiert, welche Bereiche der Wirtschaft als klimafreundlich gelten. Bis zu diesem Freitag um Mitternacht konnten Deutschland und die 26 weiteren EU-Mitgliedstaaten zum Vorschlag der Kommission Stellung beziehen. Im Anschluss will die Kommission aus dem Entwurf einen offiziellen sogenannten delegierten Rechtsakt machen - und so den nächsten Schritt zur Umsetzung einleiten.


Bundesregierung will Wachstumsprognose senken

BERLIN: Die Bundesregierung rechnet in diesem Jahr mit einem schwächeren Wirtschaftswachstum in Deutschland als bisher erwartet. Wie die Deutsche Presse-Agentur am Freitag aus Regierungskreisen erfuhr, soll die Konjunkturprognose gesenkt werden. Für 2022 erwartet die Regierung nun noch ein Wachstum des Bruttoinlandsprodukts von 3,6 Prozent. Zuerst hatten der «Spiegel» und das «Handelsblatt» darüber berichtet. Die Vorgängerregierung war im Herbst noch von 4,1 Prozent Wachstum in diesem Jahr ausgegangen.

Die geringeren Wachstumserwartungen dürften begründet sein mit den Folgen der Corona-Pandemie sowie anhaltenden Lieferengpässen. Die Prognose ist Teil des Jahreswirtschaftsberichts, der am Mittwoch im Kabinett beschlossen werden soll.


Eurokurs gestiegen - EZB-Referenzkurs: 1,1348

FRANKFURT/MAIN: Der Euro-Kurs ist am Freitag gestiegen. Die Europäische Zentralbank setzte den Referenzkurs auf 1,1348 (Donnerstag: 1,1338) Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,8812 (0,7474) Euro.

Zu anderen wichtigen Währungen legte die EZB die Referenzkurse für einen Euro auf 0,83633 (0,83265) britische Pfund, 129,14 (129,53) japanische Yen und 1,0353 (1,0382) Schweizer Franken fest.


Inflations- und Zinssorgen ziehen Dax nach unten

FRANKFURT/MAIN: Aktienanleger bleiben angesichts der erwarteten geldpolitischen Straffungen in den USA sehr nervös. Nach der jüngsten Stabilisierung gab es am Freitag für den Dax wieder kräftige Verluste, der deutsche Leitindex weitete sein Minus bis zum Nachmittag auf 2,18 Prozent aus. Mit aktuell 15.564,71 Punkten hat er in der Wochenbilanz fast zwei Prozent an Wert eingebüßt. Der MDax verlor am Freitag 2,05 Prozent auf 33.634,77 Zähler. Der Euro machte seine Vortagesverluste größtenteils wett. Die Gemeinschaftswährung kostete zuletzt 1,1345 US-Dollar. Die Europäische Zentralbank hatte den Referenzkurs am Vortag auf 1,1338 Dollar festgesetzt.


Studie: Internet verkraftet Wachstum des Datenverkehrs in Pandemie

FRANKFURT/MAIN: Der Internetverkehr hat im zweiten Corona-Jahr weiter zugenommen. Der weltweit führende Internetknoten-Betreiber DE-CIX verzeichnete 2021 einen deutlichen Anstieg des Datenverkehrs. An den Internetknoten wurden in diesem Zeitraum insgesamt über 38 Exabyte Daten ausgetauscht. Das entspricht der Speicherkapazität von mehr als 300 Millionen Smartphones mit jeweils 128 GB Speicherplatz. Im Vergleich zum Vorjahr und dem Beginn der Corona-Pandemie hat sich der Datenverkehr um rund 20 Prozent gesteigert. 2020 lag der gesamte Datendurchsatz noch bei 32 Exabyte. «Das zeigt, dass sich Konzepte wie Homeoffice mit Videokonferenzen oder Home Entertainment mit Videostreaming und Gaming im Alltag etabliert haben und das Wachstum weiter anhalten wird, sagte Christoph Dietzel, Global Head of Products & Research bei DE-CIX.


Google legt Einspruch gegen 2,42-Milliarden-Strafe beim EuGH ein

BRÜSSEL: Der Rechtsstreit um eine Wettbewerbsstrafe in Höhe von 2,42 Milliarden Euro gegen Google kommt vor das höchste Gericht der Europäischen Union. Der Tech-Gigant hat eigenen Angaben zufolge beim EuGH Einspruch gegen ein vorheriges Urteil der Vorinstanz eingelegt, wie das Unternehmen am Freitag auf Nachfrage bestätigte. Nach einer sorgfältigen Überlegung habe man beschlossen, gegen die Entscheidung des EU-Gerichts vorzugehen, so eine Sprecherin. Das Gericht der Europäischen Union hatte im November geurteilt, dass Google mit seinem Preisvergleichsdienst Google Shopping vorsätzlich Konkurrenten benachteiligte und eine deswegen von der EU-Kommission verhängte Strafe rechtens sei.


Zinsangst drückt Bitcoin unter 40.000 US-Dollar

FRANKFURT/MAIN: Die Aussicht auf eine deutlich straffere Geldpolitik in den USA lastet zunehmend auf Digitalwährungen wie Bitcoin. Am Freitag fiel der Kurs der ältesten und nach Marktwert größten Kryptoanlage auf den tiefsten Stand seit vergangenen August. Zwischenzeitlich wurden auf der Handelsplattform Bitstamp 38.259 US-Dollar markiert. Am Vortag hatte der Kurs noch deutlich über 43.000 Dollar gelegen. Auch andere Digitalwerte gaben zum Teil kräftig nach. Die nach Marktwert zweitgrößte Kryptowährung Ether fiel um etwa acht Prozent und notierte deutlich unter der Marke von 3000 Dollar. Der Wert aller rund 17.000 Kryptowährungen beträgt gegenwärtig etwa 1,8 Billionen Dollar. Das ist gut eine Billion weniger als noch vor zwei Monaten.


Keine Einigung bei Tarifverhandlungen für öffentliche Banken

FRANKFURT/MAIN: Auch ein Verhandlungsmarathon hat in der fünften Tarifrunde für die öffentlichen Banken keinen Durchbruch gebracht. Arbeitgeber und Gewerkschaften wollen ihre Gespräche aber fortsetzen, wie beide Seiten am Freitag versicherten. Ein neuer Termin wurde zunächst nicht mitgeteilt. Die Gewerkschaft Verdi will mit weiteren Warnstreiks Druck machen. Verdi fordert für 60.000 Beschäftigte von Landes- und Förderbanken sowie mehreren Sparkassen 4,5 Prozent mehr Geld bei einer Laufzeit von zwölf Monaten, mindestens jedoch 150 Euro mehr pro Monat. Der Deutsche Bankangestellten-Verband (DBV) will ein Plus von 4,8 Prozent sowie die Verkürzung der Wochenarbeitszeit um eine Stunde auf 38 Stunden durchsetzen.


Börse straft Siemens Energy nach Problemen mit Windkraft-Tochter ab

MÜNCHEN: Die Probleme beim Windkraftunternehmen Siemens Gamesa reißen nicht ab und belasten auch den Mehrheitseigner Siemens Energy. Die Münchner mussten zum wiederholten Male wegen der spanischen Tochter ihre Ziele nach unten schrauben. An der Börse wurde Energy am Freitag abgestraft, die Aktie fiel um zeitweise mehr als 10 Prozent und war damit der mit Abstand größte Verlierer im Dax. Siemens Energy hatte am Donnerstagabend auch erste vorläufige Zahlen für das erste Quartal seines Geschäftsjahres genannt. Der Umsatz fiel demnach um 11,4 Prozent auf knapp 6 Milliarden Euro, das angepasste operative Ergebnis rutschte mit einem Verlust von 57 Millionen Euro wieder in die roten Zahlen. Nur der Auftragseingang glänzte mit einem Plus von gut 10 Prozent auf 8,3 Milliarden Euro.


Netflix schockiert Anleger mit düsteren Geschäftsprognosen

LOS GATOS: In der Corona-Pandemie gehörte Netflix bislang zu den Krisengewinnern. Der Zulauf war so groß, dass der Streaming-Marktführer in den USA und Kanada seit dem Ausbruch der Pandemie gleich zweimal die Preise erhöhen und trotzdem die Nutzerzahlen signifikant erhöhen konnte. Doch nun zeichnet sich ab, dass sich Netflix von den paradiesischen Zuwachsraten verabschieden muss. Am Donnerstag nach US-Börsenschluss erschreckte der Unterhaltungskonzern seine Investoren mit einem düsteren Ausblick. Für das laufende Quartal erwartet Netflix lediglich 2,5 Millionen neue Kunden. Auch andere Zahlen bereiten den Investoren Kopfschmerzen. Der starke US-Dollar drückt die Einnahmen aus dem Rest der Welt. Betriebs- und Reingewinn werden laut der Prognose des Managements zurückgehen.


Tschechien gehen EU-Pläne für Atomkraft nicht weit genug

PRAG: Tschechien gehen die Pläne der EU-Kommission zur Einstufung von Atomkraft und Erdgas als klimafreundlich einem Bericht zufolge nicht weit genug. Die liberalkonservative Regierung in Prag unter Ministerpräsident Petr Fiala habe mehrere Änderungsvorschläge an Brüssel übermittelt, berichtete die tschechische Wirtschaftszeitung «Hospodarske noviny» (Freitag).

Demnach fordert Prag, dass Atomkraft nicht als Übergangstechnologie eingestuft werden dürfe. Bisher ist vorgesehen, dass nur bis 2045 erteilte Genehmigungen für neue Atomkraftwerke unter die sogenannte Taxonomieverordnung fallen.

Auf Ablehnung sei zudem die Forderung gestoßen, dass Endlager für den hoch radioaktiven Müll bis 2050 betriebsbereit sein sollen. In Tschechien läuft noch die Suche nach einem geeigneten Standort, wobei auch Lokalitäten unweit der bayerischen Landesgrenze in Betracht gezogen werden.

Auf Kritik stießen zudem die geplanten jährlichen Grenzwerte für den Kohlendioxid-Ausstoß von Gaskraftwerken. Das deutsche Nachbarland will den Anteil der Atomkraft am Strommix bis 2040 auf mehr als die Hälfte erhöhen und bis 2033 aus der Kohle aussteigen. Das AKW Temelin - neben dem AKW Dukovany einer von zwei Standorten - ist nur knapp 60 Kilometer von der bayerischen Landesgrenze entfernt.


Total und Chevron ziehen sich nach Militärputsch aus Myanmar zurück

PARIS/SAN RAMON: Die Energiekonzerne Total und Chevron ziehen sich ein Jahr nach dem Militärputsch in Myanmar komplett aus dem südostasiatischen Land zurück. Die sich weiter verschlechternde Menschenrechtssituation und generelle Lage habe zu der Entscheidung geführt, sich nach Aufgabe laufender Projekte auch aus der Gasförderung im Yadana-Feld zurückzuziehen, teilte Totalenergies am Freitag in Paris mit. Mit dem Schritt werde auch auf die Forderung von Menschenrechtsorganisationen und Anteilseignern eingegangen, die verhindert sehen wollten, dass Erträge aus der Gasförderung den Machthabern in Myanmar zugute kommen. Dazu habe Total am Ende keine andere Möglichkeit als den kompletten Rückzug gesehen.

Die Gasförderung unter der Regie von Total werde innerhalb der vertraglichen Kündigungsfrist von sechs Monaten auslaufen, während der das Unternehmen die Energieversorgung weiterhin verlässlich sicherstellen will. Eine finanzielle Kompensation für Total werde es nicht geben.

In Myanmar hatte die Armee vor einem Jahr die Macht übernommen. Das Militär hatte die faktische Regierungschefin Aung San Suu Kyi entmachtet. Jeder Widerstand wird mit brutaler Härte unterdrückt. In vielen Teilen des Landes haben sich lokale bewaffnete Einheiten gebildet, um Widerstand gegen die Junta zu leisten.

Der US-Öl- und Gasmulti Chevron gab am Freitag ebenfalls bekannt, sich aus Myanmar zurückzuziehen. Dabei schlossen sich die Amerikaner der Entscheidung von Total an. Chevron sei kein Betreiber des Gasprojekts im Yadana-Feld und habe dort selbst nur einen Minderheitsanteil, erklärte ein Sprecher. Genaue Angaben zum Zeitplan machte das Unternehmen nicht. Der Rückzug solle geplant und geordnet erfolgen, hieß es in einem Statement.


Habeck: Gut gefüllte Gasspeicher sind politische Aufgabe

BERLIN: Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck will mehr Kontrolle des Staates über die Erdgasreserven in Deutschland. Zurzeit seien die Möglichkeiten auf diesem Gebiet noch sehr begrenzt, sagte der Grünen-Politiker dem Nachrichtenmagazin «Spiegel» laut Vorabmeldung vom Freitag. Der Winter habe gezeigt, dass Deutschland mit reduzierten Beständen anfälliger für Preisschwankungen und geopolitische Spannungen sei. «Deshalb müssen wir die Möglichkeiten verbessern, für den nächsten Winter vorzusorgen, damit die Gasspeicher gut gefüllt sind», sagte Habeck. Gasspeicher gleichen Schwankungen beim Gasverbrauch aus und bilden damit eine Art Puffersystem für den Markt. Zurzeit sind die Speicher deutlich leerer als sonst im Januar. Größter Gaslieferant Deutschlands ist Russland.


Ölpreise geben nach

SINGAPUR: Der jüngste Höhenflug der Ölpreise hat am Freitag einen Dämpfer erhalten. Im frühen Handel gaben die beiden wichtigsten Rohölsorten Brent und WTI nach. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent kostete am Morgen 86,88 Dollar. Das waren 1,50 Dollar weniger als am Vortag. Der Preis für ein Fass der US-Sorte WTI fiel um 1,66 Dollar auf 83,89 Dollar.

Druck auf die Erdölpreise übte die trübe Börsenstimmung aus. Rohöl gilt als riskante Anlageklasse, die durch fallende Aktienkurse häufig in Mitleidenschaft gezogen wird. Zudem verwiesen Beobachter auf US-Lagerdaten vom Vortag. Das amerikanische Energieministerium hatte einen deutlichen Aufbau der landesweiten Ölvorräte gemeldet.

Trotz der Abschläge halten sich die Ölpreise in Reichweite ihrer in dieser Woche erzielen mehrjährigen Höchststände. Für Auftrieb sorgen ein knappes Angebot bei einer zugleich soliden Nachfrage. Die derzeitige Corona-Welle scheint den Bedarf an Erdöl weniger stark zu beeinflussen als vorherige Wellen.


Euro legt zum Dollar zu

FRANKFURT/MAIN: Der Euro hat am Freitag im frühen Handel zugelegt. Am Morgen kostete die Gemeinschaftswährung 1,1330 Dollar und damit etwas mehr als am Vorabend. Die Europäische Zentralbank hatte den Referenzkurs am Donnerstagnachmittag auf 1,1338 Dollar festgesetzt.

Kursgewinne verzeichnete am Morgen auch der japanische Yen. Händler nannten die trübe Börsenstimmung als Grund. Auslöser waren erneut Ängste vor einer deutlich strafferen Geldpolitik in den USA infolge der gestiegenen Inflation. Spürbare Verluste musste im frühen Handel der australische Dollar verkraften. Die Währung gilt bei schlechter Stimmung auf den Finanzmärkten als besonders anfällig.

Vor dem Wochenende stehen nur wenige Konjunkturdaten auf dem Programm. In Europa veröffentlicht die EU-Kommission ihr monatliches Konsumklima. In den USA wird ein Sammelindex aus mehreren Frühindikatoren erwartet. Beide Veröffentlichungen bewegen die Märkte in aller Regel kaum. Aus den Reihen der EZB will sich Präsidentin Christine Lagarde zu Wort melden.


Experte: Gazprom-Verhalten ein Hauptgrund für niedrige Speicherstände

BERLIN/ESSEN: Der Gasmarktexperte Fabian Huneke sieht im Verhalten des russischen Staatskonzerns Gazprom einen Hauptgrund für den aktuell niedrigen Gesamtfüllstand der deutschen Gasspeicher. «Die Gasflüsse über die deutschen Grenzen sind unüblich niedrig für diese Jahreszeit - mit Ausnahme von Nord Stream 1, die sind konstant hoch», sagte der Energiemarktexperte vom Beratungsunternehmen Energy Brainpool der Deutschen Presse-Agentur.

Es sei verwunderlich, dass vor dem Hintergrund der hohen Preise und der hohen Nachfrage die Gaslieferkapazitäten Richtung Europa so wenig genutzt würden. «Wenn Gazprom sich marktrational verhalten würde, würden sie die Gaslieferungen nach Europa auch durch die Pipelines, die durch Belarus und die Ukraine führen, verstärken.» Den Grund für dieses Verhalten sieht Huneke in der Ukraine-Krise.

Am Dienstag waren die Erdgasspeicher in Deutschland nur noch zu knapp 45 Prozent gefüllt, wie aus einer Übersicht der europäischen Speicherunternehmen hervorgeht. Seit Aufzeichnungsbeginn 2011 gab es keinen 18. Januar mit einem niedrigeren Prozentwert.

Der Branchenverband der Speicherunternehmen in Deutschland, die Initiative Energien Speichern (INES), nennt andere Gründe für den aktuellen Füllstand. So sei der April 2021 ungewöhnlich kalt gewesen, so dass zu Beginn der Auffüllsaison noch einmal viel Gas entnommen wurde, sagte INES-Geschäftsführer Sebastian Bleschke. Anschließend seien, anders als in den Vorjahren, im Sommer die Preise gestiegen. Der Gasmarkt habe deshalb verhalten reagiert und nicht so viel eingespeichert.


Ukrainischer Botschafter fordert: Russland aus Swift ausschließen

BERLIN: Der ukrainische Botschafter in Deutschland, Andrij Melnyk, hat einen Ausschluss Russlands aus dem Zahlungssystem Swift gefordert. «Die Ukrainer fordern daher die Ampel-Regierung auf, alle Bedenken beiseitezulegen und Russland von Swift abzukoppeln», sagte Melnyk den Zeitungen der Funke Mediengruppe (Freitag). Diese harte Strafmaßnahme müsse «im Werkzeugkasten von höllischen Sanktionen als effiziente Abschreckung gegenüber Putin unbedingt bleiben».

Können Banken das internationale Banken-Kommunikationsnetzwerk Swift nicht mehr nutzen, kann das weitreichende Folgen für ihre Geschäfte haben. Denn die Institute sind dann quasi von internationalen Geldströmen ausgeschlossen. Geld aus dem Ausland in ein Land zu transferieren wird dann schwieriger, umgekehrt genauso. Ein möglicher Ausschluss Russlands aus Swift wird als Sanktion gegen das Land im angespannten Ukraine-Konflikt intensiv diskutiert.

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