Nachrichten aus der Wirtschaft am Freitag

Die mobile Anwendung des Ride-Hailing-Riesen Didi Chuxing ist auf einem Smartphone in Shanghai zu sehen. Foto: epa/Alex Plavevski
Die mobile Anwendung des Ride-Hailing-Riesen Didi Chuxing ist auf einem Smartphone in Shanghai zu sehen. Foto: epa/Alex Plavevski

Chinas Uber-Rivale Didi plant Rückzug von New Yorker Börse

PEKING: Der durch Chinas Regulatoren unter Druck geratene Uber-Rivale Didi Chuxing hat Schritte für einen Rückzug von der Börse in New York angekündigt. Der Vorstand habe das Unternehmen autorisiert, das Verfahren einzuleiten, teilte das Unternehmen mit.


Bankenaufsicht EBA mahnt weiter zur Zurückhaltung bei Dividenden

PARIS/FRANKFURT: Die europäische Bankenaufsicht EBA mahnt Geldhäuser trotz gestärkter Krisenpuffer weiterhin zur Zurückhaltung bei der Ausschüttung von Gewinnen. «Obwohl die aufsichtlichen Empfehlungen zur Kapitalausschüttung ausgelaufen sind, sollten Banken keine allzu großzügige Dividenden- und Aktienrückkaufpolitik verfolgen», mahnte die European Banking Authority (EBA) am Freitag. Nach Ansicht der Aufseher sollte sich die Branche für den Fall vorbereiten, dass sich die Wirtschaftsaussichten verschlechtern oder der Inflationsdruck zu steigenden Zinsen führt.

Angesichts des angespannten wirtschaftlichen Umfelds in Folge der Corona-Pandemie hatte Bankenaufseher die Geldhäuser aufgefordert, vorübergehend keine Dividenden auszuschütten und auf Aktienrückkäufe zu verzichten. Viele Banken haben die Krise aber besser überstanden als erwartet und verbuchten zuletzt steigende Gewinne.

Die Kapital- und Liquiditätslage der Institute habe sich weiter verbessert, bilanzierte die EBA anhand einer Risikobewertung von 120 Banken aus 25 europäischen Staaten. Die durchschnittliche harte Kernkapitalquote unter Berücksichtigung aller Auflagen («CET1 fully loaded») sei aufgrund guter Geschäftsergebnisse zum Ende des zweiten Quartals 2021 auf 15,5 (Vorjahreszeitraum: 14,7) Prozent gestiegen. Kernkapital gilt als Puffer für Krisenzeiten.

Die EBA warnte zugleich vor steigenden Kreditrisiken. Zwar sei die Quote von Krediten, die nicht mehr bedient werden («Non-performing loans»/NPL) im laufenden Jahr weiter auf 2,3 Prozent gesunken. In Sektoren, die besonders von der Pandemie betroffen sind, sei die NPL-Quote jedoch im Aufwärtstrend. Die Aufseher warnten zudem: «Der sich beschleunigende Anstieg der Immobilienpreise und die jüngste Konzentration der Banken auf Hypothekenkredite kann in Zukunft zu einer Quelle der Anfälligkeit werden.»


Eurokurs gefallen - EZB-Referenzkurs: 1,1291

FRANKFURT/MAIN: Der Euro-Kurs ist am Freitag gefallen. Die Europäische Zentralbank setzte den Referenzkurs auf 1,1291 (Donnerstag: 1,1339) Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,8857 (0,8819) Euro.

Zu anderen wichtigen Währungen legte die EZB die Referenzkurse für einen Euro auf 0,85048 (0,85135) britische Pfund, 127,97 (127,94) japanische Yen und 1,0387 (1,0414) Schweizer Franken fest.


Dax reagiert kaum auf durchwachsenen US-Arbeitsmarktbericht

FRANKFURT/MAIN: Der Dax hat zunächst kaum auf den US-Arbeitsmarktbericht reagiert. Nach einem richtungslosen Handel gewann der Leitindex zuletzt 0,26 Prozent auf 15.302,85 Punkte. Für den MDax der mittelgroßen Unternehmen ging es um 0,76 Prozent auf 34.031,41 Punkte hoch.


Musk verkauft weitere Tesla-Aktien für eine Milliarde Dollar

NEW YORK: Tesla-Chef Elon Musk hat erneut Aktien seines Konzerns versilbert. Der Unternehmer veräußerte rund 934.000 Papiere für etwa eine Milliarde Dollar, wie aus Pflichtmitteilungen hervorging.


Verjährung von Zinsansprüchen aus Prämiensparverträgen droht

FRANKFURT/MAIN: Im Streit über die Verzinsung alter Prämiensparverträge drohen die Ansprüchen zahlreicher Kunden zum Jahresende zu verjähren. Nach Einschätzung von Verbraucherschützer Andreas Eichhorn dürfte es im Schnitt um mehrere tausend Euro pro Person gehen.


Umsätze übertreffen Vorkrisenniveau - Luxus läuft wieder

MÜNCHEN: Luxusgüter verkaufen sich wieder so gut wie vor der Pandemie. Der weltweite Markt wird im laufenden Jahr einer Studie zufolge auf 283 Milliarden Euro wachsen - das wäre ein Prozent mehr als der Vorkrisenwert des Jahres 2019, wie die Unternehmensberatung Bain mitteilte.


Tischler rechnen auch im nächsten Jahr mit erhöhten Holzpreisen

BERLIN: Die Lieferengpässe bei Holz lösen sich nach Einschätzung der Tischler allmählich auf. Eine Rückkehr zu alten Preisen ist demnach aber nicht in Sicht. «Ich gehe von drei bis vier Monaten aus, bis die Lieferprobleme behoben sind», sagte Verbandschef Thomas Radermacher der «Deutschen Handwerks-Zeitung».


US-Regierung klagt gegen Kauf des Chipdesigners Arm durch Nvidia

WASHINGTON: Die US-Regierung will einen Milliardendeal um den Chipdesigner Arm verhindern, dessen Technik in praktisch allen Smartphones steckt. Die geplante Übernahme der britischen Firma durch den Grafikkarten-Spezialisten Nvidia könne Innovationen bremsen, begründete die Handelsbehörde FTC ihre Klage.


Verfassungsbeschwerden in Cum-Ex-Affäre gescheitert

KARLSRUHE: In der Cum-Ex-Affäre um Steuerhinterziehung hat das Bundesverfassungsgericht Beschwerden zweier Anteilseigner der Warburg-Bank abgewiesen. Die beiden Männer sehen ihre Persönlichkeitsrechte verletzt, weil das Bonner Landgericht und der Bundesgerichtshof Urteile zu den Aktiengeschäften veröffentlicht hatten.


Umfrage: Homeoffice hat sich als Schutzmaßnahme bewährt

NÜRNBERG: Die pandemiebedingte Umstellung auf die Arbeit zu Hause hat sich einer Untersuchung des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung zufolge bewährt. Bei den meisten Betrieben sei die Produktivität nicht herabgesetzt worden.


Kupferkonzern Aurubis setzt auf Recycling - Batterien im Visier

HAMBURG: Mit Rekordergebnissen im Rücken will Europas größte Kupferhütte Aurubis das Recyclinggeschäft ausbauen und auch in der Wiederverwertung von Batterien kräftig mitmischen. Das im November angekündigte neue Werk im US-Staat Georgia werde die Weichen für die «Expansion im Recycling» stellen, sagte Aurubis-Finanzvorstand Rainer Verhoeven.


Allianz peilt profitables Wachstum und höhere Dividenden an

MÜNCHEN: Der Versicherungskonzern Allianz will das Wachstum in den kommenden Jahren etwas beschleunigen. Da der Konzern zudem höhere Margen erzielen und Aktien zurückkaufen will, soll der Gewinn je Anteil stärker als der Umsatz zulegen.


Volkswagen senkt Absatzziel für ID-Elektromodelle in China

WOLFSBURG: Der Volkswagen-Konzern verfehlt in diesem Jahr seine Verkaufsziele für die wichtigen ID-Elektromodelle in China. Eigentlich hatte VW in der Volksrepublik einen Absatz von 80.000 bis 100.000 Autos der vollelektrischen Reihe angepeilt, nun dürften es nur noch zwischen 70.000 und 80.000 Pkw werden.


Chipmangel belastet Autobranche weiter - Rückgang bei Neuzulassungen

FLENSBURG: Die Lieferengpässe bei Halbleitern machen der Autoindustrie weiter zu schaffen. Im November kamen 198.258 Pkw neu auf die Straßen und damit rund ein Drittel weniger als im November 2020.


US-Arbeitsmarkt liefert durchwachsenes Bild

WASHINGTON: Der US-Arbeitsmarkt hat im November kein eindeutiges Bild abgegeben. Zwar schuf die Wirtschaft erneut zusätzliche Stellen, allerdings viel weniger als von Experten erwartet. Dagegen überraschte die Arbeitslosigkeit mit einem deutlichen Rückgang.


IG Metall: 14.000 Beschäftigte an Warnstreiks bei Airbus beteiligt

HAMBURG: An den Warnstreiks bei Airbus haben sich nach Angaben der IG Metall bislang mehr als 14.000 Beschäftigte an sechs deutschen Standorten des Flugzeugbauers beteiligt. Der Protest richtet sich gegen die im April veröffentlichten Pläne, die zivile Flugzeugfertigung neu aufzustellen.


Ifo geht von wieder steigender Kurzarbeiter-Zahl aus

MÜNCHEN: Das Ifo-Institut geht für den November von einer steigenden Kurzarbeiterzahl aus. Davor war die Zahl nach Schätzungen der Münchner Wirtschaftsforscher und Hochrechnungen der Bundesagentur für Arbeit seit Februar zurückgegangen.


Handelsverband: 2G-Regel wird E-Commerce zusätzlichen Schub geben

BERLIN: Der Handelsverband Deutschland erwartet durch die Einführung der 2G-Regel in weiten Teilen des stationären Einzelhandels einen zusätzlichen Schub für den Onlinehandel. Dies werde wohl schon am zweiten Adventswochenende sichtbar werden.


IWF rät US-Notenbank wegen hoher Inflation zu strafferer Geldpolitik

WASHINGTON: Angesichts der wirtschaftlichen Erholung von der Corona-Krise und der hohen Inflationsrate in den USA empfiehlt der Internationale Währungsfonds (IWF) eine Straffung der lockeren Geldpolitik. Es wäre für die US-Notenbank Federal Reserve (Fed) «angemessen», ihre Anleihekäufe schneller zu drosseln und den Weg dafür zu ebnen, den Leitzins früher als bislang geplant zu erhöhen, erklärten Chefvolkswirtin Gita Gopinath und Kapitalmarktexperte Tobias Adrian am Freitag in einem IWF-Blogeintrag.

Die US-Notenbank müsse der Gefahr hoher Inflation angesichts des raschen Wirtschaftswachstums und der zunehmend angespannten Lage am Arbeitsmarkt ein «größeres Gewicht» verleihen als manche andere Industriestaaten inklusive der Eurozone, erklärten sie. In anderen Staaten wie Deutschland sei die Kerninflation - also die Teuerung ohne Betrachtung von Energie- und Lebensmittelpreisen - weniger stark angestiegen und zudem von Einmaleffekten wie der Rücknahme der Mehrwertsteuersenkung beeinflusst, hieß es weiter. Unterschiedliche Messarten der Inflation zeigten, dass der Anstieg in den USA im Vergleich zu den übrigen G7-Industriestaaten am höchsten sei.

Die IWF-Experten rechnen im kommenden Jahr insgesamt mit geringerem Preisdruck, weil sich das Wirtschaftsgeschehen nach der Corona-Krise wieder normalisieren sollte. Allerdings warnten sie auch, die Inflation werde angesichts einer hohen Nachfrage und Problemen globaler Lieferketten auch künftig «wohl für längere Zeit als zuvor angenommen höher sein». Für Staaten, in denen die wirtschaftliche Erholung weiter fortgeschritten sei, «wäre es daher angemessen, eine Normalisierung der Geldpolitik zu beschleunigen», schrieben sie.

In den USA hat die Fed bereits eine Drosselung ihrer Anleihekäufe angekündigt. Notenbankchef Jerome Powell deutete diese Woche an, dass schon bei der nächsten Sitzung des Zentralbankrats Mitte Dezember eine beschleunigte Drosselung beschlossen werden könnte. Mit dem Programm pumpt die Fed zusätzliches Geld in die Finanzmärkte, um die Kreditzinsen niedrig zu halten und die Wirtschaft anzukurbeln.


Arbeitslosigkeit in USA geht weiter zurück

WASHINGTON: In den USA ist die Arbeitslosigkeit im November überraschend stark zurückgegangen. Die Quote fiel gegenüber dem Vormonat um 0,4 Punkte auf 4,2 Prozent, wie das Arbeitsministerium am Freitag mitteilte. Es ist der fünfte Rückgang der Quote in Folge. Experten hatten im Schnitt mit einem Rückgang auf 4,5 Prozent gerechnet.

Allerdings schuf die US-Wirtschaft im November wesentlich weniger Arbeitsplätze als erwartet. Außerhalb der Landwirtschaft seien 210.000 Stellen hinzugekommen. Analysten hatten im Schnitt mit einem Zuwachs von 550.000 Stellen gerechnet.

In der Corona-Krise war der Arbeitsmarkt eingebrochen. Mittlerweile hat er sich zwar erholt. Von Vollbeschäftigung, wie vor Ausbruch der Krise, ist der Jobmarkt aber noch weit entfernt.


Einzelhandel in Eurozone weitet Umsatz leicht aus

LUXEMBURG: Die Einzelhändler der Eurozone haben ihre Umsätze im Oktober leicht ausgeweitet. Verglichen mit dem Vormonat erhöhten sie sich um 0,2 Prozent, wie das Statistikamt Eurostat am Freitag in Luxemburg mitteilte. Der Rückgang im September fiel mit 0,4 Prozent etwas stärker aus als bisher bekannt. Im Jahresvergleich erhöhten sich die Erlöse im Oktober um 1,4 Prozent.

Besonders deutlich stiegen die Umsätze in Slowenien und Portugal. In Lettland, Österreich und Estland gingen sie dagegen am deutlichsten zurück. In Deutschland gab es einen Rückgang um 0,3 Prozent. Der Online- und Versandhandel im Euroraum konnte im Oktober wieder spürbar zulegen, nachdem er im Vormonat noch deutlich an Umsatz eingebüßt hatte.


Shell zieht sich aus Entwicklung von Ölfeld in Nordatlantik zurück

LONDON: Der Energieriese Shell zieht sich von seiner 30-Prozent-Beteiligung aus der Entwicklung eines umstrittenen Ölfelds im nördlichen Atlantik zurück. Die wirtschaftlichen Argumente für die Investition seien nicht stark genug, hieß es in einer Mitteilung des Konzerns am Donnerstagabend. Das als Cambo bezeichnete Projekt zur Erschließung eines Ölfelds am Meeresgrund westlich der Shetland-Inseln wird von Umweltschutzorganisationen seit langem heftig kritisiert.

Der Mehrheitsgesellschafter Siccar Point Energy zeigte sich enttäuscht, kündigte aber an, an dem Projekt festzuhalten. Man werde weiterhin mit den Anteilseignern und der Regierung zusammenarbeiten. Die Umweltschutzorganisation Greenpeace und die Labour-Opposition begrüßten den Rückzug von Shell hingegen. Das Projekt habe «ökologisch keinen Sinn und Shell akzeptiert nun, dass es auch ökonomisch keinen Sinn hat», sagte der umweltpolitische Sprecher von Labour, Ed Miliband.


Türkische Inflationsrate steigt klar über 20 Prozent

ANKARA: In der Türkei ist die Inflationsrate deutlich über die Marke von 20 Prozent geklettert. Mit dem vierten Anstieg in Folge erreichte die Teuerungsrate im November 21,3 Prozent, wie das türkische Statistikamt am Freitag in Ankara mitteilte. Zuletzt hatte die Inflationsrate Anfang 2019 über der Marke von 20 Prozent gelegen. Analysten wurden von der Stärke der Teuerung im November überrascht. Im Vormonat hatte die Inflationsrate 19,9 Prozent betragen. Die Opposition und unabhängige Beobachter zweifeln an der Glaubwürdigkeit der Zahlen. Sie gehen von einer wesentlich höheren Inflation aus.

Getrieben wurde der Anstieg der Kosten für die Lebenshaltung vor allem durch höhere Preise für Lebensmittel. Diese waren im November in der Türkei etwa 27 Prozent teurer als vor einem Jahr. Die Erzeugerpreise legten im November sogar um 54,6 Prozent zu. Die Preise, die Produzenten für ihre Waren verlangen, dürften mit einiger Verzögerung zumindest teilweise auf die allgemeinen Verbraucherpreise durchschlagen.

Der türkische Oppositionsführer Kemal Kilicdaroglu zog am Freitag vor das Gebäude der Statistikbehörde und warf der Einrichtung vor, die Zahlen zu manipulieren: «Ihr macht die Zahlen kleiner!», sagte er. Die Zahlen seien nicht vertrauenswürdig und die Behörde zu einer «Palast-Einrichtung» geworden. Unabhängige Beobachter wie die Enagrup etwa schätzen die Inflation deutlich höher, im November etwa auf über 58 Prozent.

Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan hatte sich in den vergangenen Monaten immer wieder in die Geldpolitik der Notenbank eingemischt. Entgegen gängiger Expertenmeinung vertritt Erdogan die Ansicht, hohe Zinsen förderten die Inflation. Viele Notenbanker, die sich mehr oder weniger gegen Erdogans Ansichten stellten, mussten bereits ihren Hut nehmen. Erst jüngst hatte die türkische Zentralbank die Leitzinsen auf 15 Prozent gesenkt - entgegen der Praxis, einer hohen Inflation mit einer Anhebung des Leitzinses zu begegnen.


Ungar gewinnt Eis-Weltmeisterschaft

BOLOGNA: Das beste Eis der Welt kommt laut der Jury der Gelato Festival World Masters aus Ungarn. Bei der Weltmeisterschaft in der italienischen Stadt Bologna vergaben elf Experten Gold für die Kreation «Pistachio Fruit» (Pistazie Frucht) von Adam Fazekas aus Budapest. Der Ungar habe die Jury mit Geschmack und seinem Präsentationsvideo «davon geweht», schrieben die Organisatoren des Wettbewerbs. Die Entscheidung fiel in der Nacht zu Freitag. Deutschland ging bei der Eis-WM leer aus. Die Beiträge aus Rastatt in Baden-Württemberg und Wernigerode in Sachsen-Anhalt schafften es nicht auf das Podium.

Der zweite Platz ging an Carlo Guerriero aus der spanischen Hafenstadt Cádiz mit seinem knallig-bunten Eis «Cremoso al Vino Oloroso» (Creme auf Oloroso-Wein). Bronze holte der Italiener Marco Venturino aus dem norditalienischen Küstenort Varazze mit seiner etwas schlichter aussehenden Eis-Darbietung «Bocca di Rosa» (Rosenmund).

32 internationale Eis-Macher traten zu dem Wettstreit an. Die Organisatoren hatten nach eigenen Angaben vier Jahre lang weltweit in Hunderten Events aus rund 3500 Kandidaten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer ausgewählt, die in Bologna um den Titel kämpfen durften.


Ölpreise legen nach Beschlüssen der Opec+ zu

SINGAPUR: Die Ölpreise sind am Freitag gestiegen. Am Morgen kostete ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent 70,80 US-Dollar. Das waren 1,13 Dollar mehr als am Vortag. Der Preis für ein Fass der amerikanischen Sorte West Texas Intermediate (WTI) stieg um 1,15 Dollar auf 67,65 Dollar.

In den ersten Handelstagen im Dezember zeigten sich am Ölmarkt starke Preisschwankungen im Zusammenhang mit einem Treffen des Ölverbunds Opec+. Die von Saudi-Arabien und Russland angeführte Allianz von Ölstaaten hat zwar beschlossen, trotz globaler Sorgen um die neue Variante des Coronavirus Omikron an ihrer geplanten Produktionserhöhung festzuhalten. Die Minister der Opec+ versicherten aber, dass sie die globale Corona-Entwicklung genau im Blick behalten «und falls nötig schnelle Anpassungen vornehmen werden».

Am Markt wurde der aktuelle Anstieg der Ölpreise mit der Versicherung der Opec+ erklärt, falls notwendig auf eine Zuspitzung der Corona-Krise zu reagieren. Ende November hatte das Auftauchen der als besorgniserregend eingestuften Variante eine rasante Talfahrt der Ölpreise ausgelöst.


Eurokurs vor US-Arbeitsmarktdaten wenig verändert

FRANKFURT/MAIN: Der Kurs des Euro hat sich am Freitag vor der Veröffentlichung wichtiger US-Konjunkturdaten kaum verändert. Am Morgen wurde die Gemeinschaftswährung bei 1,13 US-Dollar gehandelt und damit etwa auf dem gleichen Niveau wie am Vorabend. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs zuletzt am Donnerstagnachmittag etwas höher auf 1,1339 Dollar festgesetzt.

Anleger warten auf die Veröffentlichung des Arbeitsmarktberichts der US-Regierung für November, der am Nachmittag auf dem Programm steht. Analysten gehen von einem weiter starken Anstieg der Beschäftigung und einem Rückgang der Arbeitslosenquote aus. Eine positive Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt dürfte die US-Notenbank Fed bestärken, ihre extrem lockere Geldpolitik etwas zu straffen.

Vor dem US-Arbeitsmarktbericht werden zudem neue Daten zur Stimmung der Einkaufsmanager in der Eurozone erwartet, die am Vormittag für Impulse am Devisenmarkt sorgen könnten.

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