Nachrichten aus der Wirtschaft am Freitag

Fotomontage: DER FARANG
Fotomontage: DER FARANG

EU-Wettbewerbshüter billigen von Alstom geplante Bahnfusion

BRÜSSEL: Der französische Bahntechnik-Konzern Alstom hat von den EU-Wettbewerbshütern die Erlaubnis zur Übernahme der Zugsparte des kanadischen Unternehmens Bombardier erhalten. Eine Auflage ist aber, dass Alstom eingegangene Verpflichtungen uneingeschränkt erfüllt, wie die Europäische Kommission am Freitag mitteilte. Betroffen sind auch Tausende Beschäftigte in Deutschland. Um Bedenken der EU-Kommission gegen die Übernahme auszuräumen, hatten Alstom und Bombardier angekündigt, Bombardier-Produktionsanlagen am Standort Hennigsdorf bei Berlin zu verkaufen. Zudem will Bombardier Transportation unter anderem seinen Projektanteil an der Kooperation für den Hochgeschwindigkeitszug V300Zefiro abgeben.


Thyssenkrupp: Verkauf von Aufzugssparte abgeschlossen

ESSEN: Der Essener Stahl- und Industriekonzern Thyssenkrupp hat sich von seiner ertragsstarken Aufzugssparte getrennt. Der Verkauf an ein Konsortium sei abgeschlossen, teilte das Unternehmen am Freitag mit. Thyssenkrupp hat für den bisher wertvollsten Geschäftszweig einen Kaufpreis von 17,2 Milliarden Euro erhalten. Mit den Einnahmen will der angeschlagene Konzern Schulden abbauen, Pensionsverpflichtungen absichern und in den Umbau investieren.


Kreise: Möglicher Maulwurf in Abhöraffäre bei Volkswagen enttarnt

WOLFSBURG: In der Abhöraffäre um mitgeschnittene Gespräche einer VW-internen Arbeitsgruppe ist der mutmaßliche Maulwurf bei Volkswagen enttarnt. Ein Mitarbeiter des Konzerns wurde nach Informationen der Nachrichtenagentur dpa-AFX vom Freitag freigestellt. Das Online-Wirtschaftsmagazin «Business Insider» hatte zuvor darüber berichtet. Ein VW-Sprecher wollte sich nicht zu den Informationen äußern. Der Konzern hatte Strafanzeige gegen Unbekannt gestellt, nachdem der Vorgang zunächst intern untersucht worden war.


Tech-Riesen trotzen der Corona-Krise mit Milliardengewinnen

SAN FRANCISCO: Das Geschäft der großen Tech-Konzerne beweist enorme Widerstandskraft in der Corona-Krise. Amazon profitierte im vergangenen Quartal vom Shopping-Boom im Internet, Apple überraschte mit einem Plus im iPhone-Geschäft. Bei Online-Werbung läuft es zwar weniger rosig: Google verzeichnete erstmals einen Umsatzrückgang, und Facebook wuchs deutlich langsamer . Doch alle vier Branchenriesen erzielten Milliardengewinne und übertrafen die Erwartungen.


British-Airways-Mutter IAG erleidet wegen Corona Milliardenverlust

LONDON: Der Zusammenbruch des Luftverkehrs in der Corona-Krise hat auch der British-Airways-Mutter IAG im zweiten Quartal einen Milliardenverlust eingebrockt. Unter dem Strich stand ein Verlust von 2,1 Milliarden Euro nach einem Gewinn von 736 Millionen ein Jahr zuvor, wie der Konzern, zu dem auch die Fluggesellschaften Iberia, Vueling, Aer Lingus und Level gehören, am Freitag mitteilte. Nachdem der Umsatz um 89 Prozent auf 741 Millionen Euro einbrach, zogen Abschreibungen auf ältere Flugzeuge und Zubehör in Höhe von mehr als 700 Millionen Euro das Ergebnis zusätzlich in den Keller.


Dax legt zu

FRANKFURT/MAIN: Anleger am deutschen Aktienmarkt haben am Freitag den Kursrutsch vom Vortag zum Einstieg genutzt. Der Dax stieg zeitweise auf über 12.500 Punkte und gewann am Nachmittag noch 0,68 Prozent auf 12.463,77 Punkte. Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 gewann am Freitag ein knappes halbes Prozent. Für den MDax der mittelgroßen deutschen Werte ging es um 0,93 Prozent auf 26.509,99 Punkte hoch. Am Rentenmarkt sank die Umlaufrendite von minus 0,55 Prozent am Vortag auf minus 0,57 Prozent. Der Rentenindex Rex stieg um 0,10 Prozent auf 145,85 Punkte. Der Bund-Future gewann 0,11 Prozent auf 177,91 Punkte. Der Euro kletterte vorübergehend über 1,19 US-Dollar auf den höchsten Stand seit Mai 2018. Am Nachmittag kostete die Gemeinschaftswährung 1,1842 Dollar.

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