Nachrichten aus der Wirtschaft am Donnerstag

eine Frau kauft in einem Supermarkt in Buenos Aires ein. Foto: epa/Juan Ignacio Roncoroni
eine Frau kauft in einem Supermarkt in Buenos Aires ein. Foto: epa/Juan Ignacio Roncoroni

Inflationsrate in Argentinien steigt auf 50,9 Prozent

BUENOS AIRES: Nach einer Entspannung im ersten Jahr der Corona-Krise hat die Inflation in Argentinien wieder kräftig angezogen. Die Teuerungsrate in dem südamerikanischen Land stieg 2021 im Vergleich zum Vorjahr um 14,8 Prozentpunkte auf 50,9 Prozent, wie die Statistikbehörde (Indec) am Donnerstag mitteilte. Argentinien hat eine der höchsten Inflationsraten der Welt. Obwohl die Regierung die Preise für zahlreiche Produkte und Dienstleistungen eingefroren hat, war die Teuerungsrate 2021 die zweithöchste der vergangenen 30 Jahre.

Das Land steckt in einer schweren Wirtschafts- und Finanzkrise. Argentinien leidet unter einem aufgeblähten Staatsapparat, geringer Produktivität der Industrie und einer großen Schattenwirtschaft, die dem Staat viele Steuereinnahmen entzieht. Die Landeswährung Peso wertet gegenüber dem US-Dollar immer weiter ab, der Schuldenberg wächst ständig. Derzeit verhandelt die Regierung mit dem Internationalen Währungsfonds (IWF) über ein neues Kreditabkommen.


UN-Chef: Afghanistan braucht Zugang zu eingefrorenen Geldern

NEW YORK: Angesichts der schweren humanitären Krise nach der Machtübernahme der militant-islamistischen Taliban in Afghanistan fordern die UN einen Plan für den Zugang des Landes zu eingefrorenen Geldern. «Die Funktion der afghanischen Zentralbank muss erhalten und unterstützt werden, und es muss ein Weg für die bedingte Freigabe afghanischer Devisenreserven aufgezeigt werden», sagte UN-Generalsekretär António Guterres am Donnerstag in New York.

Dies sei unerlässlich, um einen wirtschaftlichen Zusammenbruch zu vermeiden und humanitäre Einsätze zu ermöglichen. Viele der Gelder seien in den Vereinigten Staaten eingefroren, weshalb dem Land eine wichtige Rolle zukomme. Gleichzeitig forderte Guterres die Taliban dazu auf, die Rechte von Frauen und Mädchen zu achten und sie nicht vom Arbeitsmarkt oder vom Schulunterricht auszuschließen.

Hilfsorganisationen haben massive Schwierigkeiten, Geld nach Afghanistan zu bringen. Mit der Taliban-Machtübernahme wurden internationale Überweisungen in das Land über das Swift-System ausgesetzt. Auch im Ausland geparkte Reserven der afghanischen Zentralbank in Milliardenhöhe wurden eingefroren und somit regelmäßige Bargeldlieferungen in das Land eingestellt. Bargeldbehebungen wurden in der Folge massiv eingeschränkt. Ende Dezember beschlossen die UN und die USA angesichts der sich zuspitzenden humanitären Krise Ausnahmen vom Sanktionsregime.

Die UN-Hilfe für Afghanistan und Nachbarländer mit afghanischen Flüchtlingen kostet in diesem Jahr mindestens 4,5 Milliarden Euro. Dies ist der größte humanitäre Spendenaufruf, den die Vereinten Nationen je für ein Land verfasst hätten. So viel Geld brauchen die Vereinten Nationen, um mehr als 27 Millionen Menschen zu helfen. Nach UN-Angaben dürften in diesem Jahr 4,7 Millionen Menschen in Afghanistan an schwerer Unterernährung leiden, davon 3,9 Millionen Kinder. 131.000 Kindern drohe ohne zusätzliche Hilfe der Hungertod.


Trockenheit lässt Argentiniens Bauern um die Ernte fürchten

ROSARIO: Wegen der großen Trockenheit im Sommer auf der Südhalbkugel bangen die Landwirte in Argentinien um die Ernte. Der Ertrag an Weizen und Soja dürfte um rund 15 Prozent hinter den Erwartungen zurückbleiben, hieß es am Donnerstag in einer Analyse der Getreidebörse in Rosario. Statt 56 Millionen Tonnen dürften die Bauern in dieser Saison demnach nur 48 Millionen Tonnen Mais einfahren. Die Soja-Ernte dürfte den Schätzungen zufolge von 48 Millionen Tonnen auf 40 Millionen Tonnen sinken.

Wegen der schlechten Ernte dürften den Landwirten damit Einnahmen von etwa 5,2 Milliarden US-Dollar entgehen. Mais und Soja-Produkte sind die wichtigsten Exportgüter Argentiniens. Da der Staat hohe Ausfuhrzölle auf landwirtschaftliche Erzeugnisse erhebt, wird die schlechte Ernte auch eine Lücke in den Haushalt reißen. Derzeit verhandelt die Regierung des hoch verschuldeten Landes mit dem Internationalen Währungsfonds (IWF) über ein neues Kreditabkommen.


UN: Weltwirtschaft mit großen Herausforderungen - weniger Wachstum

NEW YORK: Die Vereinten Nationen rechnen mit einer Verlangsamung des globalen Wirtschaftswachstums angesichts anhaltender Herausforderungen im Zuge der Corona-Krise. Problematische Verhältnisse am Arbeitsmarkt, bei den internationalen Lieferketten sowie steigender Inflationsdruck führten 2022 voraussichtlich zu einem verringerten Wachstum von 4 Prozent, für 2023 gehen die UN sogar nur von 3,5 Prozent aus. Das geht aus einem am Donnerstag in New York vorgestellten Bericht der Welt-Organisation zur globalen wirtschaftlichen Lage hervor.

Damit liegt die Prognose deutlich unter der Zahl des vergangenen Jahres, als die Weltwirtschaft den Angaben zufolge um 5,5 Prozent wuchs - angetrieben von höheren Ausgaben von Verbraucherinnen und Verbrauchern. Die Verlangsamung gehe dabei vor allem auf die Lage in den USA, China und der EU zurück, wo die Wirtschaft schon Ende 2021 an Fahrt verlor. Das führen die Vereinten Nationen auch auf ein Nachlassen der positiven Effekte von Konjunkturpaketen zurück. Es brauche nun «gezieltere und koordiniertere politische und finanzielle Maßnahmen auf nationaler und internationaler Ebene», verlangte UN-Generalsekretär António Guterres.


Deutsche Wirtschaft in der Corona-Krise: Bundesamt bilanziert 2021

WIESBADEN: Der Aufschwung der deutschen Wirtschaft aus dem Corona-Tief dauert länger als erhofft. Die Pandemie hält sich hartnäckig, weltweite Lieferengpässe bremsen Europas größte Volkswirtschaft. Dennoch: Nach dem Absturz der Wirtschaftsleistung um 4,9 Prozent im Jahr 2020 stehen die Zeichen wieder auf Wachstum. Im vergangenen Jahr dürfte die deutsche Wirtschaftsleistung Prognosen zufolge um etwa 2,5 Prozent zugelegt haben. Eine erste amtliche Schätzung zum Bruttoinlandsprodukt (BIP) 2021 gibt es an diesem Freitag (10.00 Uhr) vom Statistischen Bundesamt in Wiesbaden.

Volkswirte rechnen allerdings mit einer deutlichen Abkühlung der Konjunktur in den nächsten Monaten. Der Kampf gegen das weiter grassierende Coronavirus inklusive erneuter Einschränkungen etwa im Einzelhandel dürften nach ihrer Einschätzung unter anderem den privaten Konsum als wichtige Konjunkturstütze schwächen.

Ab dem Frühjahr 2022 sollte der Aufschwung an Fahrt gewinnen - angeschoben vor allem von der Kauflust der Verbraucher. Unter anderem die Bundesbank geht davon aus, dass die Menschen in Deutschland eine Zeit lang mehr Geld ausgeben werden als in Vor-Pandemie-Zeiten. Die Kassen vieler Haushalte sind gut gefüllt, etwa weil Reisen gestrichen werden mussten und Freizeitaktivitäten zeitweise eingeschränkt waren.

Ökonomen gehen zudem davon aus, dass Unternehmen ab dem Frühjahr wieder mehr investieren werden, wenn es weniger Unsicherheit bezüglich des weiteren Verlaufs der Pandemie gibt. 2022 trauen Volkswirte der deutschen Wirtschaft ein vergleichsweise kräftiges Wachstum zwischen 3,5 Prozent und gut 4 Prozent zu.


Umweltaktivisten protestieren gegen grünes EU-Label für Atom und Gas

BRÜSSEL: Umweltschützer haben in Brüssel gegen die umstrittenen Pläne der EU-Kommission protestiert, Gas und Atomkraft als umweltfreundlich einzustufen. «Das ist Greenwashing vom Feinsten», sagte die Aktivistin Luisa Neubauer von Fridays for Future am Donnerstag bei einer Kundgebung vor der EU-Kommission. Gas produziere zwar weniger Kohlendioxid (CO2) als Kohle, dafür aber klimaschädliches Methan. Bei der «Hochrisikotechnologie» Atomkraft sei die Endlagerung ungeklärt. Daher würde ein umweltfreundliches Label die Technologien «grünwaschen».

Mit der Taxonomie will die Kommission festlegen, welche Geldanlagen als klimafreundlich gelten sollen, um die Klimawende voranzubringen. Die Kommission hat in einem Entwurf vorgeschlagen, dass Investitionen in neue Atomkraftwerke als grün klassifiziert werden können, wenn sie neuesten Standards entsprechen und ein konkreter Plan für die Lagerung radioaktiver Abfälle bis 2050 vorgelegt wird. Investitionen in neue Gaskraftwerke sollen unter bestimmten Auflagen ebenfalls übergangsweise als grün eingestuft werden können.

«Für den Finanzmarkt wird es praktisch unmöglich werden, klar zu wissen, was ist jetzt Greenwashing, was ist nicht Greenwashing», sagte Neubauer der Deutschen Presse-Agentur. Außerdem fehle das in Gas und Atomkraft investierte Geld dann beim Ausbau erneuerbarer Energien. Die italienische Aktivistin Martina Comparelli warnte bei der Kundgebung, die Investitionen in Gas und Atom würden das Ziel aufhalten, die Klimaerwärmung bei 1,5 Grad Celsius zu stoppen.

Neubauer warf Bundeskanzler Olaf Scholz vor, zusammen mit dem französischen Präsidenten Emmanuel Macron den Kommissionsvorschlag ermöglicht zu haben. «Die beiden haben natürlich eine ungeheure Macht in der EU und haben es bisher geschafft, erfolgreich diese Taxonomie im Sinne von Gas und Atomkraft zu verteidigen», sagte sie der dpa. «Wir werden da nicht mitmachen.»


Exportorganisation: Deutsche Agrarausfuhren nehmen zu

BERLIN: Die deutschen Agrarausfuhren haben im vergangenen Jahr laut einer Prognose der Exportorganisation Gefa zugenommen. Demnach verkauften Produzenten aus Deutschland Agrarprodukte, Lebensmittel und Landtechnik im Wert von 83,9 Milliarden Euro ins Ausland, wie die German Export Association for Food and Agriproducts (Gefa) am Donnerstag mitteilte. Das waren 4,7 Prozent mehr als 2020. Insbesondere bei der Landtechnik (plus 18 Prozent) und den pflanzlichen Nahrungsmitteln (plus 4,9 Prozent) sei die Exportmenge im Vergleich zu 2020 gestiegen, sagte Gefa-Sprecher Hartmut Kretschmer.

Bei anderen Produkten sah es hingegen schlechter aus. In den ersten zehn Monaten des vergangenen Jahres nahm laut Gefa etwa die Ausfuhr von Fleisch und Fleischwaren um 5,6 Prozent im Vergleich zu den ersten zehn Monaten des Jahres 2020 ab. Grund dafür war insbesondere die Corona-Pandemie, durch die Restaurants oder Kantinen im Ausland weniger einkauften. Für diese Produktgruppen lagen der Gefa nur Zahlen für die ersten zehn Monate des vergangenen Jahres vor.

Trotz der Zunahme bei den Ausfuhren wies die Handelsbilanz der Branche ein Defizit von 16,5 Milliarden Euro auf. Das bedeutet, dass Deutschland deutlich mehr Agrarprodukte und Lebensmittel aus anderen Ländern importierte, als es exportierte.

Nach Angaben des Sprechers machten der Branche neben der Corona-Pandemie die Auswirkungen des Brexits zu schaffen und der Ausbruch der Afrikanischen Schweinepest in Deutschland. Auch Lieferkettenprobleme erschwerten das Geschäft.


Eurokurs gestiegen - EZB-Referenzkurs: 1,1463

FRANKFURT/MAIN: Der Euro-Kurs ist am Donnerstag gestiegen. Die Europäische Zentralbank setzte den Referenzkurs auf 1,1463 (Mittwoch: 1,1370) Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,8724 (0,8795) Euro.

Zu anderen wichtigen Währungen legte die EZB die Referenzkurse für einen Euro auf 0,83545 (0,83338) britische Pfund, 130,98 (131,19) japanische Yen und 1,0453 (1,0486) Schweizer Franken fest.


Dax legt zu - 16.000-Punkte-Marke bleibt umkämpft

FRANKFURT/MAIN: Nach zwei freundlichen Handelstagen ist der Dax am Donnerstag auf der Stelle getreten. Am Nachmittag legte der deutsche Leitindex um 0,12 Prozent auf 16.029,79 Punkte zu. Der MDax kam mit plus 0,12 Prozent auf 34.926,38 Zähler ebenfalls kaum vom Fleck, auch beim Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 tat sich nicht viel. Am Rentenmarkt fiel die Umlaufrendite von minus 0,17 Prozent am Vortag auf minus 0,18 Prozent. Der Rentenindex Rex sank um 0,01 Prozent auf 143,45 Punkte. Der Bund-Future stieg um 0,06 Prozent auf 170,32 Zähler. Der Euro wurde am Nachmittag mit 1,1465 US-Dollar gehandelt. Die Europäische Zentralbank hatte den Referenzkurs am Mittwoch auf 1,1370 (Dienstag: 1,1336) Dollar festgesetzt.


100 unnötige Flüge am Tag - Lufthansa und EU streiten weiter um Slots

BRÜSSEL/FRANKFURT: Im Konflikt um den Erhalt von Start- und Landerechten während der Corona-Flaute fordert der Lufthansa-Konzern weiterhin Lockerungen durch die EU-Kommission. Diese hatte am Donnerstag erneut Vorwürfe zurückgewiesen, dass sie mit bürokratischen Vorschriften zu diesen sogenannten Slots die Fluggesellschaften zu umweltschädlichen Leer- oder Geisterflügen zwinge. Auch die Lufthansa profitiere von zahlreichen Ausnahmeregeln, die vom deutschen Slot-Koordinator zugelassen worden seien, teilte die EU-Kommission in Brüssel mit.


Aufspaltung der Energietarife: Grundversorger abgemahnt

DÜSSELDORF: Die Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen hat drei Grundversorger wegen einer Aufspaltung der Energietarife für Neu- und Bestandskunden abgemahnt. Die Verbraucherschützer forderten die Unternehmen Rheinenergie, Stadtwerke Gütersloh und die Wuppertaler WSW Energie & Wasser auf, die Neukundentarife zurückzunehmen. Ansonsten behält sich die Verbraucherzentrale eine Klage vor. Wegen der zuletzt stark gestiegenen Strom- und Gaspreise nahmen zahlreiche Anbieter von ihren neuen Kunden mehr Geld als von den alten.


Start-ups erleben Finanzierungsboom - Berlin und Bayern vorn

FRANKFURT/MAIN: Start-ups in Deutschland haben im vergangenen Jahr so viel Geld eingeworben wie nie zuvor. Junge Firmen erhielten laut einer neuen Studie die Rekordsumme von fast 17,4 Milliarden Euro Risikokapital von Investoren - mehr als dreimal so viel wie im Corona-Krisenjahr 2020 (5,3 Mrd). Die Zahl der Finanzierungsrunden stieg kräftig um 56 Prozent auf 1160, wie die Beratungsgesellschaft EY am Donnerstag mitteilte. Dabei sammelten Gründer in Berlin das mit Abstand meiste Geld ein, gefolgt von Bayern.


Windbranche mahnt zur Eile beim Ausbau der Windkraft auf See

BERLIN/HAMBURG: Die deutsche Windbranche mahnt beim Ausbau der Windkraft in Nord- und Ostsee zur Eile. Die deutlich ehrgeizigeren Zielvorgaben der neuen Bundesregierung sind aus Sicht der Unternehmen zwar richtig und bieten eine «positive Perspektive für die gesamte Wertschöpfungskette». Allerdings müssten Ausschreibungen, Planungs- und Genehmigungsverfahren für neue Anlagen nun umgehend forciert werden, «um weitere Zeitverluste zu vermeiden», hieß es am Donnerstag im gemeinsamen Jahresbericht mehrerer Branchenverbände.


Werftenkrise: Genting-Aktie sackt ab - Lohnzahlung spätestens Montag

HONGKONG: Nach der Insolvenz der MV Werften ist die Aktie des asiatischen Eigentümers Genting Hongkong bei der Wiederaufnahme des Handels am Donnerstag eingebrochen. Bis zum Handelsschluss am Aktienmarkt in Hongkong erreichte der Kursverlust 56 Prozent. In einer Mitteilung an seine Investoren betonte der Konzern am Donnerstag erneut, dass nicht garantiert sei, dass Genting seine Finanzverbindlichkeiten bedienen können wird. Für die rund 1900 Mitarbeiter der MV Werften ist das drängendste Problem derweil gelöst: Sie sollen spätestens am Montag ihre Dezemberlöhne ausgezahlt bekommen. Das kündigte der vorläufige Insolvenzverwalter Christoph Morgen am Donnerstag auf einer Belegschaftsversammlung in Wismar an.


Handelsketten wollen auch bei Milch mehr auf Tierwohl setzen

ESSEN/MÜLHEIM: Immer mehr große Handelsketten in Deutschland wollen schrittweise Milch aus wenig tiergerechter Haltung aus ihren Kühlregalen verbannen. Nach dem Edeka-Verbund kündigten am Donnerstag auch die Discounter Aldi Nord und Aldi Süd an, in absehbarer Zeit bei ihren Eigenmarken vollständig auf Milch verzichten zu wollen, bei deren Herstellung nur die gesetzlichen Mindestanforderungen an die Tierhaltung erfüllt werden. Die Umstellung soll bis 2024 erfolgen. Deutschlands größter Lebensmittelhändler Edeka und dessen Discountkette Netto wollen diesen Schritt sogar noch im laufenden Jahr gehen.


Industrie nur mit verhaltener Zuversicht - kein «Post-Corona-Boom»

BERLIN: Der wirtschaftliche Aufschwung in Deutschland kommt aus Sicht der Industrie nicht richtig in Fahrt. Industriepräsident Siegfried Russwurm sagte am Donnerstag in Berlin, zwar seien die Auftragsbücher voll. Die Produktion halte jedoch nicht mit der Nachfrage Schritt. Pandemiebedingte Einschränkungen und Lieferengpässe beeinträchtigten große Teile der Wirtschaft. Der Wirtschaft drohe ein weiteres «Stop-and-Go-Jahr».


Verbraucherschützer fordern 500 Euro Heizkostenzuschuss pro Haushalt

BERLIN: Der Verbraucherzentrale Bundesverband fordert wegen der hohen Energiepreise einen deutlich höheren Heizkostenzuschuss für Wohngeldempfänger als von der Bundesregierung geplant. Pro Haushalt solle es mindestens 500 Euro geben. Außerdem müsse die Bundesregierung Strom- und Gassperren für private Haushalte mit geringen Einkommen bis Ende April aussetzen, erklärte der Verband am Donnerstag.

Nach den Plänen der Bauministerin Klara Geywitz (SPD) sollen Wohngeldempfänger, die alleine leben, im Sommer einen Zuschuss von 135 Euro bekommen. Für Zwei-Personen-Haushalte sind 175 Euro vorgesehen, für jeden weiteren Mitbewohner noch einmal 35 Euro mehr. So soll etwas abgefedert werden, dass viele Haushalte im Sommer hohe Nebenkostenrechnungen bekommen werden. Denn die Preise für Strom, Heizöl und Erdgas zum Heizen waren zuletzt in die Höhe geschossen.

Verbraucherinnen und Verbraucher mit geringen Einkommen treffe der Preisschock am Energiemarkt hart, argumentierten die Verbraucherschützer. Es sei gut, dass die Bundesregierung hier helfen wolle. «Allerdings plant die Ampel-Koalition die Hilfe zu niedrig.»


EU-Kommission verbietet Zusammenschluss südkoreanischer Schiffbauer

BRÜSSEL: Die Wettbewerbshüter der EU untersagen die Übernahme des südkoreanischen Schiffbauers Daewoo (DSME) durch den ebenfalls aus Südkorea stammenden Wettbewerber Hyundai Heavy Industries (HHIH). «Der Zusammenschluss von HHIH und DSME hätte zu einer beherrschenden Stellung auf dem Weltmarkt für den Bau großer Flüssigerdgastanker geführt, auf die europäische Transportunternehmen angewiesen sind», teilte die zuständige EU-Kommissarin Margrethe Vestager am Donnerstag mit.

Pläne für die Übernahme sind bereits seit 2019 bekannt. Wegen der Auswirkung auf den globalen Markt müssen nicht nur die südkoreanische Regierung, sondern auch Wettbewerbsbehörden der EU und anderer Länder den Deal bewilligen.

Da die Unternehmen mit Blick auf die Bedenken keine Abhilfemaßnahmen vorgelegt hätten, würde der Zusammenschluss zu höheren Preisen und weniger Wettbewerb im Markt für große Flüssigerdgastanker führen, sagte Vestager. «Deshalb haben wir den Zusammenschluss untersagt.» Letztlich könne der Zusammenschluss auch zu höheren Preisen für Energieverbraucher führen, hieß es in einer Kommissionsmitteilung.

Die beiden Unternehmen sind den Angaben zufolge zwei der drei weltweiten größten Akteure auf dem Markt für den Bau großer Flüssigerdgastanker. Bereits 2019 meldete die Kommission Bedenken gegen die Übernahme an, damals auch in Bezug auf den Bau von Öltankern, LPG-Tankern, Containerschiffen sowie kleiner LNG-Tanker. Der Beschluss beziehe sich nun allein auf den Markt für große LNG-Tanker. Laut Vestager ist das Verbot des Zusammenschlusses lediglich das Zehnte innerhalb der vergangenen zehn Jahre.


Landesweite Streiks im Libanon gegen Wirtschaftskrise

BEIRUT: Im Libanon haben landesweit Menschen gegen die schwere Wirtschaftskrise gestreikt. Unter anderem Straßenkreuzungen wurden von Bussen blockiert, der Verkehr kam in weiten Landesteilen zum erliegen. «Wir leben in der Hölle und sterben langsam», klagte ein Taxifahrer im Gespräch mit der Deutschen Presse-Agentur in Beirut.

Gewerkschaften der Verkehrsbetriebe hatten zu den Protesten aufgerufen. Geschäfte und Banken blieben geschlossen. Die Armee war im Einsatz, um die Straßenblockaden aufzulösen.

Bereits am Mittwochabend hatten Regierungsgegner vor der Zentralbank in Beirut demonstriert und Mülltonnen angezündet. Die Polizei trieb die Demonstranten mit Tränengas auseinander.

Das Land am Mittelmeer steckt in der schlimmsten Wirtschaftskrise seiner Geschichte. Drei Viertel aller Einwohner leben mittlerweile unter der Armutsgrenze. Wegen Treibstoffmangels haben viele Haushalte kaum noch Strom und im Land fehlt es an lebenswichtigen Medikamenten. Seit der Explosionskatastrophe im Hafen von Beirut im August 2020 ist die Regierung weitestgehend gelähmt. Viele Libanesen werfen der politischen Elite Korruption vor.


Leichter Rückgang der Ölpreise nach jüngstem Höhenflug

SINGAPUR: Die Ölpreise haben nach ihrer zweitägigen Rally zunächst eine Verschnaufpause eingelegt. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent kostete am Donnerstagmorgen 84,42 US-Dollar. Das waren 25 Cent weniger als am Mittwoch. Der Preis für ein Fass der amerikanischen Sorte West Texas Intermediate (WTI) gab um 24 Cent auf 82,40 Dollar nach.

Die Ölpreise hatten zuletzt durch die wieder gestiegene Risikofreude an den Kapitalmärkten Auftrieb erhalten. Anlegern setzten darauf, dass die geldpolitischen Maßnahmen der US-Notenbank zur Bekämpfung der Inflation den Aufschwung der Weltwirtschaft nicht gefährden. An diesem Donnerstag jedoch rückte wieder die Frage in den Vordergrund, inwieweit die weiterhin grassierende Corona-Pandemie insbesondere die Öl-Nachfrage in Asien dämpfen könnte.


Euro kaum bewegt nach deutlichen Vortagesgewinnen

FRANKFURT/MAIN: Der Euro hat sich am Donnerstag klar über 1,14 US-Dollar behauptet. Am Morgen wurde die Gemeinschaftswährung zu 1,1442 Dollar gehandelt und damit auf dem Niveau vom Mittwochabend. Die Europäische Zentralbank hatte den Referenzkurs zuletzt auf 1,1370 (Dienstag: 1,1336) Dollar festgesetzt.

Der Euro war am Mittwochnachmittag über 1,14 Dollar gestiegen und damit auf den höchsten Stand seit Mitte November gesprungen. Der Dollar war nach erwartungsgemäß ausgefallenen Inflationsdaten aus den USA zu wichtigen Währungen unter Druck geraten. Die Verbraucherpreise waren im Dezember nicht stärker als gedacht gestiegen, so dass von dieser Seite aus kein zusätzlicher Druck auf die US-Notenbank kam, die Zinsen noch schneller als gedacht anzuheben.

Im Tagesverlauf richtet sich der Fokus auf Daten zur italienischen Industrieproduktion im November. Diese dürfte Analysten zufolge angezogen haben.


Werftenkrise: Aktie von Eigentümer Genting sackt um 56 Prozent ab

HONGKONG: Nach der Insolvenz der MV Werften ist die Aktie des asiatischen Eigentümers Genting Hongkong bei der Wiederaufnahme des Handels am Donnerstag eingebrochen. Bis zum Handelsschluss am Aktienmarkt in Hongkong erreichte der Kursverlust 56 Prozent. Der Handel war am vergangenen Freitag vor dem Hintergrund des Tauziehens um die Zukunft der MV Werften in Mecklenburg-Vorpommern und Bremerhaven ausgesetzt worden.

Der asiatische Tourismuskonzern Genting Hongkong hatte die Werften 2016 gekauft, um Kreuzfahrtschiffe für den eigenen Bedarf zu bauen. Er betreibt Schiffe unter den Marken Star Cruises, Dream Cruises und Crystal Cruises sowie die Resorts World Manila (RWM). Die Corona-Pandemie hatte das Geschäft aber in Schwierigkeiten gebracht. Hinter dem Unternehmen steht ein Konglomerat des malaysischen Casino-Magnaten und Milliardärs Lim Kok Thay.

Für acht Gesellschaften der MV Werften waren am Montag beim Amtsgericht Schwerin Insolvenzanträge gestellt worden. Zum Genting-Konzern gehört auch die Bremerhavener Lloyd-Werft, die ebenfalls in die Insolvenz ging.


Handelskammern: Rekordanteil britischer Firmen sucht Mitarbeiter

LONDON: Der Brexit und die Corona-Pandemie sorgen in Großbritannien weiterhin für einen eklatanten Mangel an Arbeitskräften. Im vierten Quartal 2021 hätten 79 Prozent der Firmen Probleme gehabt, Beschäftigte zu finden - das sei ein historischer Höchstwert, teilte der Verband der britischen Handelskammern (BCC) in der Nacht zum Donnerstag mit. Vor allem Bauwesen und Gastronomie seien betroffen. In diesen Branchen arbeiteten traditionell besonders viele EU-Bürgerinnen und -Bürger. Seit dem Brexit sind schärfere Einwanderungsregeln in Kraft, die den Zuzug ausländischer Fachkräfte erschweren.

Die wenigsten Schwierigkeiten hätten Marketingfirmen und Medienunternehmen. Allerdings liege die Nachfrage in diesen Bereichen ebenfalls auf einem Höchstwert, teilte der Verbund British Chambers of Commerce (BCC) weiter mit. Laut offiziellen Angaben sind derzeit weit mehr als eine Million Arbeitsstellen nicht besetzt.

Die Ergebnisse zeigten das Risiko für die wirtschaftliche Erholung der britischen Konjunktur von der Pandemie, sagte BCC-Expertin Jane Gratton. Wegen des Fachkräftemangels hätten Unternehmen Probleme, die Nachfrage zu bedienen. Dies erhöhe den Druck auf die Lieferketten, sagte Gratton. Sie forderte die Regierung auf, mehr in die Ausbildung heimischer Spezialisten zu investieren und vorübergehende Visa für ausländische Fachkräfte zu ermöglichen.


Nachrichten aus der Wirtschaft am Donnerstag

gestrichen im 2. US-Notenbankerin: Bekämpfung der Inflation ist «wichtigste Aufgabe»

WASHINGTON: Die «zu hohe» Inflationsrate wieder unter Kontrolle zu bringen, ist nach Ansicht eines führenden Mitglieds des US-Zentralbankrats aktuell die «wichtigste Aufgabe» der Notenbank. Viele Menschen im Land seien wegen der schwindenden Kaufkraft besorgt, erklärte Lael Brainard, die im November von US-Präsident Joe Biden für das Amt der Vizechefin der Notenbank Federal Reserve (Fed) nominiert worden war.

«Unsere Geldpolitik konzentriert sich darauf, die Inflation wieder auf zwei Prozent herunterzubekommen und gleichzeitig einen Aufschwung zu erhalten, von dem alle profitieren», sagte Brainard einem am Mittwoch von der Notenbank vorab verbreiteten Redetext zufolge. «Das ist unsere wichtigste Aufgabe.» Sie wollte ihr Statement demnach an diesem Donnerstag zu Beginn einer Anhörung zu ihrer Nominierung im US-Senat vortragen. Brainard ist bereits seit 2014 Mitglied des bis zu siebenköpfigen Direktoriums der Fed.

Die Verbraucherpreise in der weltgrößten Volkswirtschaft steigen seit Monaten rasant an. Im Dezember betrug die Inflationsrate im Vergleich zum Vorjahresmonat 7,0 Prozent, wie Daten vom Mittwoch zeigten. Das ist die höchste Teuerungsrate seit dem Jahr 1982.

Die Fed hatte Konjunktur und Märkte wegen der Corona-Krise seit 2020 mit massiven Hilfsprogrammen gestützt. Nach Ansicht vieler Analysten könnte die Zentralbank nun aber angesichts der guten Entwicklung von Arbeitsmarkt und Wachstum ihren Leitzins bereits im März wieder erhöhen. Damit kann die Fed die Inflation bremsen, gleichzeitig wird aber auch die Konjunktur unter der strafferen Geldpolitik leiden. Der Prognose der US-Notenbank vom Dezember zufolge könnte es 2022 bis zu drei Zinsschritte geben. Derzeit befindet sich der Leitzins noch in der extrem niedrigen Spanne von 0,0 bis 0,25 Prozent.


US-Senat vor Abstimmung über schärfere Nord-Stream-2-Sanktionen

WASHINGTON: Der US-Senat soll an diesem Donnerstag über ein Gesetzesvorhaben zu schärferen Sanktionen gegen die deutsch-russische Gaspipeline Nord Stream 2 abstimmen. Für einen Erfolg bräuchte das von den Republikanern eingebrachte Vorhaben in der Kongresskammer 60 der 100 Stimmen. Die Republikaner selbst kontrollieren aber nur 50 Stimmen. Das von Senator Ted Cruz lancierte Vorhaben hat unter anderem zum Ziel, US-Präsident Joe Biden die Möglichkeit zu nehmen, bei den US-Sanktionen wegen Nord Stream 2 aus Gründen der nationalen Sicherheit eigenmächtig Ausnahmen zu verfügen.


London: EU muss zu Lösung von Nordirland-Frage beitragen

LONDON: Im Streit um Brexit-Sonderregeln für Nordirland hat die britische Außenministerin Liz Truss die EU in die Pflicht genommen. «Die EU trägt eine eindeutige Verantwortung, bei der Lösung der unzähligen Probleme zu helfen, die durch das (Nordirland-) Protokoll verursacht wurden», sagte Truss vor dem ersten persönlichen Treffen mit dem EU-Brexit-Beauftragten Maros Sefcovic am Donnerstag. Zudem müsse das Karfreitagsabkommen geschützt werden, das den Frieden in der früheren Bürgerkriegsregion sicherstellt, betonte Truss.

Die Ministerin kündigte «praktische, vernünftige Lösungen» an, die auf den gemeinsamen Werten von Freiheit und Demokratie beruhten. «Wir brauchen ein Abkommen, das den Frieden in Nordirland schützt, unsere Union verteidigt und die Integrität des Vereinigten Königreichs sowie der EU aufrechterhält», sagte sie. «Dies erfordert jedoch einen pragmatischen Ansatz der EU.» Truss ist erst seit Kurzem für die Beziehung Großbritanniens zur EU zuständig.

Mit dem sogenannten Nordirland-Protokoll als Teil des Brexit-Vertrags gibt es eigentlich eine Vereinbarung zum Status der britischen Provinz. Es regelt, dass Nordirland weiterhin den Regeln des EU-Binnenmarkts und der Zollunion folgt. Damit wird eine harte Grenze zum EU-Mitglied Republik Irland vermieden, durch die es zu neuen Spannungen im früheren Bürgerkriegsgebiet käme. Allerdings ist dadurch eine Warengrenze zum Rest des Vereinigten Königreichs entstanden, es kommt zu Einschränkungen im innerbritischen Handel. Deshalb will die britische Regierung das Abkommen neu verhandeln. Die EU pocht aber darauf, dass Lösungen im Rahmen der bestehenden Vereinbarung möglich sind.

Truss und Sefcovic treffen sich im Chevening House, dem offiziellen Landsitz der Außenministerin in der südostenglischen Grafschaft Kent. Zum Auftakt ist am Donnerstag ein Abendessen geplant, bei dem schottischer Lachs, walisisches Lamm und Apfelkuchen aus Kent auf dem Menü stehen. Insgesamt sind bis zum Freitag drei Hauptrunden angesetzt.


US-Notenbankerin: Bekämpfung der Inflation ist «wichtigste Aufgabe»

WASHINGTON: Die «zu hohe» Inflationsrate wieder unter Kontrolle zu bringen, ist nach Ansicht eines führenden Mitglieds des US-Zentralbankrats aktuell die «wichtigste Aufgabe» der Notenbank. Viele Menschen im Land seien wegen der schwindenden Kaufkraft besorgt, erklärte Lael Brainard, die im November von US-Präsident Joe Biden für das Amt der Vizechefin der Notenbank Federal Reserve (Fed) nominiert worden war.

«Unsere Geldpolitik konzentriert sich darauf, die Inflation wieder auf zwei Prozent herunterzubekommen und gleichzeitig einen Aufschwung zu erhalten, von dem alle profitieren», sagte Brainard am Mittwoch einem am Mittwoch von der Notenbank vorab verbreiteten Redetext zufolge. «Das ist unsere wichtigste Aufgabe.» Sie wollte ihr Statement demnach an diesem Donnerstag zu Beginn einer Anhörung zu ihrer Nominierung im US-Senat vortragen. Brainard ist bereits seit 2014 Mitglied des bis zu siebenköpfigen Direktoriums der Fed.

Die Verbraucherpreise in der weltgrößten Volkswirtschaft steigen seit Monaten rasant an. Im Dezember betrug die Inflationsrate im Vergleich zum Vorjahresmonat 7,0 Prozent, wie Daten vom Mittwoch zeigten. Das ist die höchste Teuerungsrate seit dem Jahr 1982.

Die Fed hatte Konjunktur und Märkte wegen der Corona-Krise seit 2020 mit massiven Hilfsprogrammen gestützt. Nach Ansicht vieler Analysten könnte die Zentralbank nun aber angesichts der guten Entwicklung von Arbeitsmarkt und Wachstum ihren Leitzins bereits im März wieder erhöhen. Damit kann die Fed die Inflation bremsen, gleichzeitig wird aber auch die Konjunktur unter der strafferen Geldpolitik leiden. Der Prognose der US-Notenbank vom Dezember zufolge könnte es 2022 bis zu drei Zinsschritte geben. Derzeit befindet sich der Leitzins noch in der extrem niedrigen Spanne von 0,0 bis 0,25 Prozent.

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