Nachrichten aus der Wirtschaft

Deutscher Wirtschaft geht Ende 2019 die Puste aus

WIESBADEN (dpa) - Die Ausbreitung des neuartigen Coronavirus trifft die deutsche Wirtschaft in einer Schwächephase. Zum Ende des Jahres 2019 ging Europas größter Volkswirtschaft die Puste aus. Im vierten Quartal stagnierte das Bruttoinlandsprodukt gegenüber dem Vorquartal. Das Statistische Bundesamt bestätigte am Dienstag vorläufige Angaben. Im Gesamtjahr wuchs die deutsche Wirtschaft demnach um 0,6 Prozent. Das war deutlich weniger als jeweils in den beiden Vorjahren. Ähnlich schwach wie 2019 war das Wachstum zuletzt 2013. Trotz der Konjunkturabkühlung erzielten die öffentlichen Kassen einen Überschuss von insgesamt 49,8 Milliarden Euro (Vorjahr: 62,4 Mrd.). In diesem Jahr könnte die Ausbreitung des Virus nach Einschätzung von Volkswirten die erhoffte Konjunkturerholung in verzögern.


Bahn beschleunigt ihre neuen ICE - Ziel mehr Pünktlichkeit

BERLIN (dpa) - Für mehr Pünktlichkeit sollen die neuen ICE4-Züge der Deutschen Bahn künftig schneller unterwegs sein. «Die Höchstgeschwindigkeit wird von derzeit 249 auf 265 Kilometer pro Stunde gesteigert», kündigte Vorstandsmitglied Berthold Huber in der «Westfalenpost» (Dienstag) an. Der neue Vorzeigezug ist langsamer als die älteren ICE, die mit bis zu 300 beziehungsweise 320 Stundenkilometern unterwegs sind. Weil solche Geschwindigkeiten aber nur auf wenigen Stellen im Netz möglich sind und Züge dafür deutlich mehr Energie brauchen, hatte sich die Bahn bei der neuesten Generation für weniger Tempo entschieden.


Bauindustrie geht mit vollen Auftragsbüchern ins Jahr 2020

WIESBADEN/BERLIN (dpa) - Die Bauindustrie in Deutschland erwartet nach einem starken Jahr auch 2020 steigende Umsätze. «Für dieses Jahr gehen wir nach wie vor von einem nominalen Umsatzwachstum von 5,5 Prozent aus», sagte der Hauptgeschäftsführer des Hauptverbandes der Deutschen Bauindustrie, Dieter Babiel, am Dienstag. Bereinigt um Preissteigerungen (real) rechnet die Branche mit 1,4 Prozent Plus. Die Auftragsbücher der Betriebe sind nach wie vor prall gefüllt. Nach Berechnungen des Statistischen Bundesamtes lagen die Bestellungen im Gesamtjahr 2019 mit 86,1 Milliarden Euro nominal um 8,2 Prozent über dem Vorjahreswert. Das war nach Angaben der Wiesbadener Statistiker vom Dienstag der höchste jemals gemessene Jahreswert.


Indien und USA wollen umfassendes Handelsabkommen abschließen

NEU DELHI (dpa) - US-Präsident Donald Trump und Indiens Premierminister Narendra Modi haben sich für den Abschluss eines umfassenden Handelsabkommens ausgesprochen. Die Unterhändler hätten gute Fortschritte gemacht, um ein faires und auf Gegenseitigkeit beruhendes Abkommen auf den Weg zu bringen, sagte Trump am Dienstag nach einem Treffen mit Modi in Neu Delhi. Ursprünglich hatten beide Seiten gehofft, schon anlässlich Trumps zweitägigen Staatsbesuchs in Indien zumindest ein begrenztes Handelsabkommen abzuschließen. Modis Regierung hält an Handelsbarrieren fest. 2018 betrug das bilaterale Handelsvolumen der USA mit Indien nur rund 140 Milliarden US-Dollar.


Corona-Sorgen jagen Dax auf tiefstes Niveau seit Oktober

FRANKFURT/MAIN (dpa) - Mit 12.877 Punkten ist der Dax am Dienstag auf das tiefste Niveau seit Ende Oktober vergangenen Jahres abgesackt. Zwar erholte sich der Dax am Morgen unmittelbar bis auf 13.132 Punkte, es fehlten dann jedoch die Anschlusskäufe, und es ging schnell wieder abwärts. Am frühen Nachmittag notierte der deutsche Leitindex zuletzt 0,28 Prozent im Minus bei 12.999,00 Punkten. Der MDax drehte von seinem tiefsten Niveau seit Dezember bei 27.556 Punkten zurück ins Plus. Er legte um 0,07 Prozent zu auf 27.904,91 Punkte, während der EuroStoxx 50 als Leitbarometer der Eurozone ein Drittelprozent abgab.«Die Anleger machen sich weiter Sorgen, dass aus der Coronavirus-Epidemie noch eine ausgewachsene Pandemie wird», erklärte Marktanalyst Craig Erlam vom Broker Oanda.

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