Nachrichten aus der Wirtschaft

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Deutsche Bahn verfehlt erneut ihr Pünktlichkeitsziel

BERLIN (dpa) - Die Deutsche Bahn wird ihr Pünktlichkeitsziel auch in diesem Jahr verfehlen. Man werde etwa ein Prozentpunkt besser sein als im Vorjahr, sagte Vorstand Ronald Pofalla. Das Ziel, 1,5 bis 1,6 Punkte besser zu sein, werde aber nicht erreicht. 2018 waren 74,9 Prozent der Fernzüge pünktlich. Das heißt in der Definition der Bahn: Sie kamen weniger als sechs Minuten zu spät. Für dieses Jahr hatte sich die Bahn 76,5 Prozent vorgenommen. Mit «Plankorridoren» will der Staatskonzern Zugverspätungen auf mehr Strecken eindämmen. Auf überlasteten Strecken sollen Mitarbeiter verschiedener DB-Sparten sowie anderer Eisenbahn-Unternehmen die Zugfahrten gemeinsam regeln.


Metro will Real an X-Bricks-Konsortium verkaufen

DÜSSELDORF (dpa) - Beim geplanten Verkauf seiner Supermarktkette Real ist der Handelskonzern Metro umgeschwenkt. Nach langer Hängepartie will das Unternehmen die schwächelnde Sparte nicht mehr an ein Konsortium um den Immobilienkonzern Redos verkaufen. Stattdessen hat Metro eine Absichtserklärung mit dem zweiten Interessenten, einem Konsortium um den Investor X-Bricks abgeschlossen, wie Metro am mitteilte. Die Verhandlungen mit Redos wurden beendet. Das Konzept sieht einen Verkauf von Real als Ganzes vor. Ein Kern von Real-Märkten solle weiter betrieben werden. Der Großteil der Standorte solle an andere Händler abgegeben werden.


Fisch in der EU immer beliebter - Deutschland weit abgeschlagen

HAMBURG (dpa) - Verbraucher in der EU geben mehr Geld für Fisch und Meeresfrüchte aus. Die Ausgaben erhöhten sich im vergangenen Jahr um drei Prozent auf 59,3 Milliarden Euro und damit stärker als für Fleisch oder Lebensmittel insgesamt, teilte der Deutsche Fischerei-Verband unter Berufung auf den Fischmarktbericht der EU am Donnerstag in Hamburg mit. Der Fischverbrauch pro Kopf liege in der EU bei 25 Kilogramm pro Jahr, in Deutschland bei nur 14 Kilogramm. Am meisten Fisch wird EU-weit in Portugal und Spanien konsumiert.


Deutsche Industrie erhält weniger Aufträge

WIESBADEN (dpa) - Die Schwäche der deutschen Industrie hält an. Im Oktober mussten die Industrieunternehmen beim Auftragseingang einen Dämpfer einstecken. Im Monatsvergleich sei die Zahl der neuen Aufträge um 0,4 Prozent gesunken, teilte das Statistische Bundesamt am Donnerstag in Wiesbaden mit. Im Jahresvergleich sanken die Aufträge im Oktober um 5,5 Prozent. Auch in dieser Abgrenzung fiel der Auftragseingang enttäuschend aus. Ausschlaggebend war der Orderrückgang aus dem Inland im Monatsvergleich um 3,2 Prozent.


Japan will 215 Milliarden Euro großes Konjunkturprogramm auflegen

TOKIO (dpa) - Japan will ein umfassendes Programm zur Stützung der Konjunktur auflegen. Der Gesamtstimulus solle sich auf 26 Billionen Yen (215 Milliarden Euro) belaufen, heißt es in einer am Donnerstag veröffentlichten Mitteilung der Regierung des japanischen Premierministers Shinzo Abe. Den Angaben zufolge soll der Wachstumseffekt bei 1,4 Prozentpunkten liegen. Es ist das erste Konjunkturpaket in Japan seit August 2016. Die Regierung begründete die Maßnahmen mit der schleppenden Nachfrage nach einer jüngsten Steuererhöhung sowie einem langsamen Wirtschaftswachstum.


Dax tritt auf der Stelle

FRANKFURT/MAIN (dpa) - Der deutsche Aktienhandel ist am Donnerstag bisher schleppend verlaufen. Der Dax als Leitindex pendelte bis zum Nachmittag um den Schlusskurs vom Vortag. Zuletzt trat der Dax mit 13 137,98 Punkte quasi auf der Stelle. Der MDax der mittelgroßen Börsentitel lag mit 0,26 Prozent auf 27 311,83 Punkte im Plus. Der EuroStoxx 50 als Leitindex der Eurozone legte noch etwas stärker zu. Am Rentenmarkt stieg die Umlaufrendite von minus 0,34 Prozent am Vortag auf minus 0,32 Prozent. Der Euro wurde zuletzt mit 1,1093 US-Dollar etwas höher gehandelt.


Eurokurs etwas gestiegen

Frankfurt/Main (dpa) - Der Kurs des Euro ist am Donnerstag in einem ruhigen Handel gestiegen. Die europäische Gemeinschaftswährung kostete am Nachmittag 1,1096 US-Dollar. Am Morgen hatte der Euro noch etwas niedriger notiert. Die Europäische Zentralbank (EZB) setzte den Referenzkurs auf 1,1094 (Mittwoch: 1,1071) Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,9140 (0,9024) Euro. Nach den positiven Äußerungen zu einer möglichen Annäherung der USA und China im Handelskonflikt wird am Devisenmarkt nach wie vor auf eine baldige Einigung gehofft. «Dieser Optimismus ist zweifellos bewundernswert angesichts der bekanntlich volatilen Natur des US-Präsidenten», kommentierte Devisenexpertin Thu Lan Nguyen von der Commerzbank. Der Markt sei in den vergangenen Monaten schon einmal von Trumps Zollpolitik «überraschend und entsprechend schmerzlich getroffen worden». Am Donnerstag gab es hingegen keine neuen Nachrichten.


Opec-Gremium empfiehlt weitere Kürzung der Öl-Förderlimits

Wien (dpa) - Die Opec und die zehn mit ihr kooperierenden Staaten steuern auf eine weitere Förderbeschränkung zu. Das «Opec+»-Gremium zur Überwachung des Ölmarktes hat den Verhandlern am Donnerstag eine erneute Kürzung der Produktion um 500 000 Barrel (159 Liter) pro Tag empfohlen. Das erklärte der russische Energieminister Alexander Nowak nach den Beratungen des Gremiums. Der Schritt sei nötig, weil unter anderem im ersten Quartal 2020 eine geringere Nachfrage zu erwarten sei. Nennenswerte Auswirkungen auf den Ölpreis muss der Schritt nicht haben, da die 24 Staaten schon jetzt weniger Öl produzieren, als bisher vereinbart war.


Mehrheit in Deutschland hält China für führende Wirtschaftsmacht

Washington (dpa) - China hat die USA nach Ansicht einer Mehrheit der Menschen in Deutschland als führende Wirtschaftsmacht der Welt abgelöst. Das zumindest ist das Ergebnis einer Umfrage. 53 Prozent der Teilnehmer hätten auf eine entsprechende Frage China genannt, hieß es in einer am Donnerstag vom Pew-Forschungszentrum in Washington vorgestellten Studie. 24 Prozent hätten die USA angegeben, 14 Prozent die EU, 6 Prozent Japan. Zugleich gaben allerdings 56 Prozent der Befragten an, eine negative Meinung über China zu haben, 34 Prozent äußerten sich positiv. Befragt wurden zwischen dem 31. Mai und dem 25. Juli insgesamt 2015 Erwachsene in Deutschland.


US-Handelsbilanzdefizit verringert sich stärker als erwartet

Washington (dpa) - Das Handelsbilanzdefizit der USA hat sich im Oktober stärker als erwartet verringert. Das Defizit fiel saisonbereinigt um 3,9 Milliarden auf 47,2 Milliarden US-Dollar (42,6 Mrd. Euro), wie das amerikanische Handelsministerium am Donnerstag in Washington mitteilte. Die Exporte sanken im Vergleich zum Vormonat um 0,2 Prozent, während die Importe um 1,7 Prozent sanken. Auch das Defizit im Handel mit China verringerte sich. Es erreichte mit 27,8 Milliarden Dollar den niedrigsten Stand seit sieben Monaten. Allerdings ging angesichts des Handelskonfliktes zwischen beiden Ländern das Handelsvolumen insgesamt zurück. Dabei sanken die Einfuhren aus China im Vergleich zum Vormonat um 4,8 Prozent. Die Exporte der USA nach China fielen um 17,0 Prozent.

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