Nachrichten aus der Wirtschaft

Lufthansa nach Streikbeginn zu Schlichtung mit Flugbegleitern bereit

FRANKFURT/MAIN (dpa) - Im Tarifkonflikt mit den Flugbegleitern ist die Lufthansa nun doch zu einer Schlichtung bereit. Nach monatelanger Pause erklärte Vorstandschef Carsten Spohr am Donnerstag, dass man nun auch wieder das Gespräch mit der Kabinengewerkschaft Ufo suche. Ufo stimmte dem Vorschlag zu. Der am Donnerstag begonnene 48-stündige Streik bei der Lufthansa soll aber wie geplant fortgesetzt werden. Rund 1300 Flüge wurden insgesamt abgesagt. Die Lufthansa will derweil trotz des Streiks und des Preiskampfes im Europaverkehr keine weiteren Abstriche bei ihrem Gewinnziel machen. Der operative Gewinn (bereinigtes Ebit) soll in diesem Jahr wie geplant 2,0 bis 2,4 Milliarden Euro erreichen, teilte die Airline am Donnerstag mit.


Bahn will Konzerntochter Arriva vorerst nicht verkaufen

BERLIN (dpa) - Die Deutsche Bahn stoppt nach dpa-Informationen vorerst den geplanten milliardenschweren Verkauf ihrer Auslandsverkehrstochter DB Arriva. Die zu erwartenden Erlöse lägen erheblich unter dem Buchwert, hieß es am Donnerstag im Umfeld des Konzerns. Aufsichtsrat und Vorstand wollten am Nachmittag bei einer Sondersitzung des Kontrollgremiums darüber beraten. Der Verkauf sollte eigentlich zusätzliche Milliarden für die Eisenbahn in Deutschland bringen. Der Konzern hatte monatelang einen Käufer gesucht und parallel auch einen Börsengang als Plan B vorbereitet.


Brüssel senkt Wachstumsprognose - Europa steht Durststrecke bevor

BRÜSSEL (dpa) - Nach Jahren soliden Wachstums steuert Europas Wirtschaft nach Einschätzung der EU-Kommission auf eine Schwächeperiode zu. Die Behörde korrigierte ihre Wachstumsprognose für die 19 Staaten des gemeinsamen Währungsgebiets erneut nach unten. Es könnten schwierigere Zeiten anbrechen, sagte EU-Finanzkommissar Valdis Dombrovskis am Donnerstag in Brüssel. Für das laufende Jahr erwartet die EU-Kommission in der Eurozone im laufenden Jahr nun einen Anstieg des Bruttoinlandsprodukts (BIP) um 1,1 Prozent, 2020 ein Wachstum von 1,2 Prozent. Im Sommer war sie noch von 1,2 beziehungsweise 1,4 Prozent ausgegangen. Für die gesamte EU rechnet sie für 2019 und für 2020 mit einem Wachstum von 1,4 Prozent. Hier hatte sie im Sommer noch 1,6 erwartet. Davor hatte sie teilweise noch optimistischere Annahmen.


Handwerk floriert weiter - Geschäftsaussichten schwächer

BERLIN (dpa) - Der Boom im Handwerk hält an - Kunden müssen deswegen lange auf einen Handwerker warten. Allerdings rechnet die Branche für das kommende Jahr mit einer schwächeren Handwerkskonjunktur. Im Vergleich zu anderen Wirtschaftszweigen werden aber immer noch gute Geschäfte erwartet. Das sind Kernergebnisse des am Donnerstag vorgelegten aktuellen Konjunkturberichts. Für das Gesamtjahr 2019 geht der Zentralverband des Deutschen Handwerks (ZDH) von einem Umsatzplus im Handwerk von etwa 4 Prozent aus. Die Zahl der Beschäftigten steigt laut Prognose um 40 000. Das Handwerk würde gerne mehr einstellen - für viele Betriebe aber sei die Suche nach Fachkräften und Auszubildenden «äußerst schwierig und häufig erfolglos».


Siemens trotzt Konjunktur-Gegenwind - vorsichtige Prognose

MÜNCHEN (dpa) - Mit einem starken vierten Quartal hat sich Siemens gegen die weltweite Konjunkturflaute gestemmt. Der Konzern, der sich in einer der größten Umbruchphasen seiner Geschichte befindet, steigerte Umsatz und operatives Ergebnis im Geschäftsjahr 2019, wie aus den am Donnerstag in München vorgelegten Zahlen hervorgeht. Vor allem das bereits teilweise an die Börse gebrachte Medizintechnikgeschäft Healthineers und die Digitalisierungssparte Digital Industries liefen zuletzt gut.


Commerzbank kassiert Gewinnziel: Sinkender Überschuss 2019

FRANKFURT/MAIN (dpa) - Die Commerzbank glaubt nicht mehr an eine Gewinnsteigerung in diesem Jahr - trotz eines überraschend guten dritten Quartals. Der Frankfurter MDax-Konzern kassierte am Donnerstag das Ziel, den Konzernüberschuss 2019 leicht zu steigern. Der Vorstand erwartet nun, dass der Überschuss unter den 865 Millionen Euro aus dem vergangenen Jahr landen wird.


China deutet Fortschritte im Handelskrieg mit USA an

PEKING (dpa) - Im Handelskrieg zwischen den USA und China zeichnen sich nach Angaben Pekings Fortschritte ab. Nach «ernsthaften und konstruktiven» Gesprächen zwischen führenden Regierungsvertretern beider Länder hätte man sich darauf verständigt, die Strafzölle bei Fortschritten in den Verhandlungen schrittweise zurückzunehmen, zitierten chinesische Medien den Sprecher des Handelsministeriums Gao Feng auf einer Pressekonferenz am Donnerstag.


Fortschritte im Handelsstreit zwischen USA und China beflügeln Dax

FRANKFURT/MAIN (dpa) - Ein möglicher Etappenerfolg im Handelskonflikt zwischen den USA und China hat dem Dax am Donnerstag neues Leben eingehaucht. Der deutsche Leitindex gewann bis zum Nachmittag 0,75 Prozent auf 13.279,34 Punkte. Bis zum Rekord von 13.596 Punkten aus dem Januar 2018 fehlen dem Dax weniger als zweieinhalb Prozent. Der MDax der mittelgroßen Werte gewann am Donnerstag 0,44 Prozent auf 27.080,16 Punkte, womit er erstmals seit August 2018 wieder über 27.000 Punkten notierte. Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 stieg um 0,32 Prozent auf 3.700,39 Zähler. Am deutschen Rentenmarkt stagnierte die Umlaufrendite bei 0,32 Prozent. Der Rentenindex Rex zeigte sich ebenfalls unverändert bei 144,36 Punkten. Der Bund-Future verlor 0,56 Prozent auf 169,93 Punkte. Der Euro kostete zuletzt 1,1075 US-Dollar.

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