Nachrichten aus der Wirtschaft

Studie: Deutschland unter den Top-Industriestandorten weltweit

MÜNCHEN (dpa) - Deutschland ist laut einer Untersuchung des bayerischen Unternehmerverbands vbw eines der Länder mit den besten Bedingungen für Industrieunternehmen weltweit.

Platz eins des Staatenrankings belegen die USA, auf Platz zwei folgt die Schweiz, auf Platz drei Schweden. Hinter Deutschland kommen die Niederlande (Rang fünf), Dänemark und Australien. In diesen Ländern siedeln sich Industrieunternehmen besonders gern an oder investieren dort. Der vbw - der Dachverband der Bayerischen Wirtschaft - bewertet regelmäßig die industrielle Standortqualität von 45 Staaten weltweit im Vergleich zu Bayern. Die Staaten sind die 45 größten Konkurrenten des Bundeslandes. Anhand von 61 Kriterien bewertet der Verband die Bedingungen für Industrieunternehmen vor Ort. Im Ranking aller 46 Standorte - also der Staaten sowie Bayern - landet das Bundesland auf Platz zwei. Deutschland liegt dann auf Platz fünf.


China kündigt im Handelsstreit mit den USA neue Vergeltungszölle an

PEKING (dpa) - China hat im Handelsstreit mit den USA neue Vergeltungszölle angekündigt.

Die Führung in Peking wolle zusätzliche Zölle in Höhe von fünf bis zehn Prozent auf Waren mit einem Volumen von 75 Milliarden US-Dollar (67,74 Mrd Euro) erheben, teilte das chinesische Handelsministerium am Freitag mit. Die Zölle sollen in zwei Schritten am 1. September und 15. Dezember angehoben werden. So soll auf Sojabohnen und Erdölimporte von September an ein Zusatzzoll von fünf Prozent erhoben werden. Autozölle in Höhe von 25 Prozent sollen am 15. Dezember wieder aufgenommen werden.


Streit um Bierkistenpfand - Verband fordert bundesweit 5 Euro

NÜRNBERG (dpa) - Der Bundesverband privater Brauereien fordert eine deutschlandweit einheitliche Pfanderhöhung für leere Bierkisten auf mindestens 5 Euro.

Das sagte Roland Demleitner, Geschäftsführer des Verbands, der Deutschen Presse-Agentur am Freitag. Derzeit liegt das Pfand für leere Bierkisten in der Regel bei 1,50 Euro. Wenn es bis Ende des Jahres keine bundesweite Einigung gebe, werde das deutsche Pfandsystem zersplittern, warnte Demleitner. «Das Pfand wurde bestimmt seit 40 Jahren nicht mehr erhöht.» Hintergrund der Diskussion: Für das Geld lohne es sich für Viele nicht, die Kisten wieder an die Brauereien zurückzugeben, so der Verbandschef.


Wirtschaftsverbände irritiert über Pläne zu Unternehmenssanktionen

BERLIN (dpa) - Wirtschaftsverbände lehnen die Pläne von Justizministerin Christine Lambrecht (SPD) für höhere Strafen für kriminelle Unternehmen ab.

«Das Vorhaben des Bundesjustizministeriums löst in weiten Teilen der Wirtschaft das Gefühl aus, unter einen generellen Verdacht gestellt zu werden», sagte der Hauptgeschäftsführer des Deutschen Industrie- und Handelskammertags (DIHK), Martin Wansleben, der Deutschen Presse-Agentur. Auch der BDI zeigte sich irritiert. «Vor diesem Hintergrund sollte die Politik dringend hinterfragen, ob sie künftig die Auflösung von Unternehmen ermöglichen und so auch Unschuldige und Unbeteiligte auf allen betrieblichen Ebenen ihrer Existenzgrundlage berauben will», sagte Wansleben. Gerade die Rechtssicherheit sei eine Stärke des Wirtschaftsstandorts Deutschland. Aus der Union kam ebenfalls Kritik.


Fahrspaß automatisch? Immer weniger Autofahrer schalten selbst

BERLIN (dpa) - Einfach das Auto machen lassen: Fahrer in Deutschland sind immer häufiger mit Automatikgetriebe unterwegs.

Nach Herstellerdaten der Deutschen Automobil Treuhand (DAT) lief im vergangenen Jahr mit 47,5 Prozent knapp jeder zweite Neuwagen mit Automatik vom Band. Vor acht Jahren waren es noch 27,4 Prozent, im Jahr 2000 rund 19,6 Prozent. «Wir gehen davon aus, dass die Anzahl der mit Automatikgetriebe ausgestatteten Fahrzeuge weiter steigen wird», sagte ein Sprecher des Marktbeobachtungsunternehmens der Deutschen Presse-Agentur. Im Bestand hat schon knapp jeder dritte Wagen (31 Prozent) kein Schaltgetriebe, wie aus einer jährlichen repräsentativen Umfrage für den DAT-Report hervorgeht. Vor zehn Jahren war es noch etwa jedes sechste Auto (17 Prozent).


Wieder bessere Ernte nach Dürrekrise - Aber regionale Sorgen

BERLIN (dpa) - Die deutschen Bauern haben nach der extremen Dürre 2018 wieder eine etwas bessere Ernte eingefahren - vor allem im Osten gab es aber erneute Einbußen wegen Trockenheit.

Insgesamt fällt die Getreideernte mit 45 Millionen Tonnen «leicht unterdurchschnittlich» aus, wie Bauernpräsident Joachim Rukwied am Freitag in Berlin sagte. Das war mehr als bei der regelrechten «Missernte» von 38 Millionen Tonnen im vergangenen Jahr, lag aber unter dem Schnitt der Jahre 2013 bis 2017 von rund 48 Millionen Tonnen. Zu schaffen machen vielen Betrieben nun auch noch knappes Grasfutter und niedrigere Preise. Was die Mähdrescher hereinbringen, unterscheidet sich erneut stark regional. So sieht es im Süden besser aus, wo Bauern etwa in Bayern und Baden-Württemberg auf Durchschnittserträge kommen dürften.


China-Vergeltungszölle auf US-Waren drücken Dax ins Minus

FRANKFURT/MAIN (dpa) - Neue Vergeltungszölle Chinas auf US-Waren haben am Freitagnachmittag die Anleger aus dem Aktienmarkt getrieben und die Indizes ins Minus gedrückt.

Der Dax verlor zuletzt 0,59 Prozent auf 11.677,36 Punkte. Der MDax der mittelgroßen Unternehmen sank zuletzt um 0,23 Prozent auf 25.188,61 Zähler. Für den EuroStoxx 50 als Leitindex der Eurozone ging es um 0,48 Prozent nach unten. Am Rentenmarkt stieg die Umlaufrendite von minus 0,66 Prozent am Vortag auf minus 0,62 Prozent. Der Euro kostete zuletzt 1,1066 US-Dollar.Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs zuletzt am Mittwoch auf 1,1104 Dollar festgesetzt.

Überzeugen Sie sich von unserem Online-Abo:
Die Druckausgabe als vollfarbiges PDF-Magazin weltweit herunterladen, alle Artikel vollständig lesen, im Archiv stöbern und tagesaktuelle Nachrichten per E-Mail erhalten.
Pflichtfelder

Es sind keine Kommentare zum Artikel vorhanden, bitte schreiben Sie doch den ersten Kommentar.