Nachrichten aus der Wirtschaft

Foto: epa/Nicolas Armer
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Dax weiter im Plus

FRANKFURT/MAIN (dpa) - Der deutsche Aktienmarkt bleibt im Plus. Der Dax übersprang am Mittwoch allerdings nur kurz die Marke von 11.200 Punkten.

Am Nachmittag stand der Leitindex noch mit plus 0,27 Prozent auf 11.156,59 Punkten. Der MDax für die mittelgroßen Unternehmen legte um 0,78 Prozent auf 23.887,20 Punkte zu, der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 um 0,32 Prozent. Positive Signale aus den USA, die auf einen sich abschwächenden Handelskonflikt mit China und eine Vermeidung eines Regierungsstillstands schließen ließen, hatten den Börsen rund um den Globus Auftrieb gegeben.

EU-Einigung auf Regeln für Nord Stream 2 - Kommission zufrieden

STRAßBURG (dpa) - Im Streit über neue Vorschriften für Pipelineprojekte wie Nord Stream 2 haben EU-Unterhändler einen Kompromiss erzielt.

Dies teilte die EU-Kommission in der Nacht zum Mittwoch mit und begrüßte die Einigung mit den EU-Ländern und dem Europaparlament. Der Betreiber der neuen Gasleitung von Russland nach Deutschland durch die Ostsee muss sich auf zusätzliche Auflagen gefasst machen. Doch wird das Vorhaben des russischen Staatskonzerns Gazprom damit wohl nicht ausgebremst. Deutschland wollte die neuen Vorschriften verhindern, weil sie Nord Stream 2 unwirtschaftlich zu machen drohten. Letztlich akzeptierte die Bundesregierung nach Streit mit Frankreich den Grundsatz - allerdings mit einigen Sonderregeln.

Wirecard sieht keine Grundlage für Sammelklagen in den USA

ASCHHEIM (dpa) - Der Zahlungsdienstleister Wirecard blickt nach eigenen Angaben gelassen auf in den USA eingereichte Sammelklagen im Zusammenhang mit Berichten über mögliche Bilanzierungsverstöße.

«Da die Vorwürfe keine Grundlage haben, gibt es auch keine Grundlage für potenzielle Klagen in dieser Angelegenheit», sagte ein Sprecher am Mittwoch der Deutschen Presse-Agentur. Berichte der «Financial Times» über Vorwürfe wegen angeblicher Kontomanipulationen und Dokumentenfälschungen gegen einen Wirecard-Mitarbeiter in Singapur hatten die Aktie zuletzt wiederholt kräftig unter Druck gebracht. Wirecard weist die Vorwürfe zurück. Die Staatsanwaltschaft München ermittelt wegen mutmaßlicher Kursmanipulation gegen unbekannt.

Ikea erwägt Verkauf über Amazon und andere Onlinehändler

DELFT (dpa) - Der Möbelhändler Ikea prüft den Verkauf von Produkten bei anderen Onlinehändlern wie Amazon oder Alibaba.

Das sagte der Chef der niederländischen Holdinggesellschaft Inter Ikea, Torbjörn Lööf, der Zeitung «Financial Times» (Mittwoch). Nachdem die Planungen länger gedauert hätten, stehe der erste Testverkauf nun bevor. Zudem könne man sich den Aufbau einer branchenweiten Online-Plattform vorstellen. Ikea steckt mitten in einem umfassenden Konzernumbau.

Verkehrsbetriebe: Busse und Bahnen in Städten überfüllt

BERLIN (dpa) - In immer mehr deutschen Großstädten gehören überfüllte Busse und Bahnen zum Alltag.

«Wir brauchen dringend den Kapazitätsausbau», forderte der Präsident des Verbands Deutscher Verkehrsunternehmen, Ingo Wortmann, am Mittwoch in Berlin. Für neue Strecken, Haltestellen und Bahnhöfe fehlten fünf Milliarden Euro. Im vergangenen Jahr seien die Bundesbürger 10,4 Milliarden mal mit Bussen und Bahnen im Nahverkehr gefahren. Das war ein Zuwachs von 0,6 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Für Fahrgäste sollen die Preise nur «maßvoll» steigen. 2018 wurden Tickets im Schnitt 1,4 Prozent teurer.

Bundesregierung erwägt Verlängerung der Prämie für Kauf von E-Autos

BERLIN (dpa) - Autofahrer können sich auf eine Verlängerung der staatlichen Prämie für den Kauf von Elektroautos einstellen.

Wie die Deutsche Presse-Agentur aus Regierungskreisen erfuhr, wird «ernsthaft erwogen», die Prämie über den Sommer hinaus zu verlängern. Im Topf für den sogenannten Umweltbonus liegen insgesamt 600 Millionen Euro an Bundesmitteln. Bisher seien aber erst 134 Millionen Euro ausgezahlt worden, hieß es. Rund 100.000 Anträge gingen bisher ein. Die Prämie soll nach bisherigen Plänen eigentlich Ende Juni auslaufen. Es kämen nun aber zunehmend mehr E-Autos auf den Markt, auch die Ladesäulen-Infrastruktur verbessere sich, hieß es.

Anwälte von inhaftiertem Automanager Ghosn hören auf

TOKIO (dpa) - Der in Japan inhaftierte Automanager Carlos Ghosn muss sich wohl neue Verteidiger suchen.

Motonari Otsuru, ein früherer Staatsanwalt, und sein Kollege Masato Oshikubo reichten am Mittwoch beim Bezirksgericht in Tokio ihren Rücktritt als Ghosns Anwälte ein. Ob sie von sich aus ihre Aufgaben niederlegten oder von Ghosn entlassen worden waren, blieb unklar. Ghosn war vor drei Monaten in Tokio wegen Verstoßes gegen Börsenauflagen festgenommen und angeklagt worden. Zudem soll der 64-Jährige laut Staatsanwaltschaft private Investitionsverluste auf den Nissan-Konzern übertragen haben.

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