Nachrichten aus der Wirtschaft

Foto: epa/Oliver Berg
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Fahrplanwechsel: Bahn verjüngt Flotte und erhöht Preise

BERLIN (dpa) - Die Fahrgäste der Deutschen Bahn sollen mit dem Fahrplanwechsel an diesem Sonntag auf wichtigen Verbindungen ein größeres Sitzangebot bekommen.

Zugleich müssen sie fürs Zugfahren im ICE und IC etwas tiefer in die Tasche greifen. Im Fernverkehr werden Fahrscheine zum vollen Preis (Flexpreis) im Durchschnitt um 1,9 Prozent teurer, wie die Bahn mitteilte. Weil es viele Sonderangebote und Rabatte gibt, steigt das Preisniveau nach Berechnungen des Konzerns aber lediglich um 0,9 Prozent. Wer seine Reise bis zum Samstag bucht, fährt noch zu den alten Preisen. Bahnfahrten im Regionalverkehr über Grenzen von Verkehrsverbünden hinweg werden im Durchschnitt 1,5 Prozent teurer. Für die anderen gelten die Tarife der Verkehrsverbünde. In vielen von ihnen ändern sich die Fahrpreise für Busse und Bahnen zum Jahreswechsel nicht.

Maschinenbauer Krauss Maffei wird Opfer von Cyberattacke

MÜNCHEN/BERLIN (dpa) - Der Münchner Maschinenbaukonzern Krauss Maffei ist von einem Cyberangriff schwer getroffen worden.

Nach der Attacke vor gut zwei Wochen habe das Unternehmen an einigen Standorten nur mit gedrosselter Leistung produziert, da viele Rechner aufgrund einer Trojaner-Attacke lahmgelegt worden seien, bestätigte ein Sprecher. Noch immer spüre der Konzern die Auswirkungen. Inzwischen sei man auf dem «Weg zum Normalzustand», die Fertigung werde hochgefahren. Wichtige Dateien würden zum Laufen gebracht. Die große Mehrzahl der Standorte sei nicht betroffen gewesen. Nach aktuellem Stand gebe des zudem keine Kenntnis darüber, dass auch Kunden oder Zulieferer Opfer des Angriffs geworden seien, sagte der Sprecher am Freitag. Mehrere Sicherheitsbehörden seien sofort nach der Attacke in der Nacht zum 21. November informiert worden, hieß es am Vorabend. Zuvor hatte die «Frankfurter Allgemeine Zeitung» (Freitag) darüber berichtet.

Volkswagen ruft Autos mit fehlerhaften Dokumenten zurück

WOLFSBURG (dpa) - Volkswagen ruft in Deutschland nach Angaben des Kraftfahrt-Bundesamtes (KBA) rund 4.000 Autos wegen fehlerhafter Dokumente zurück.

Die Rückrufaktion werde überwacht, da ein ernstes Risiko nicht ausgeschlossen werden könne, teilte die Flensburger Behörde am Freitag mit. Ein Sprecher des Unternehmens sagte, dass es sich zumeist um sogenannte Vorserienfahrzeuge handele, die zu Testzwecken gebaut würden. «Es wurde versäumt, zu dokumentieren, was an den betroffenen Fahrzeugen nicht seriengemäß ist», erklärte er als Reaktion auf einen Bericht des «Spiegel». Zuvor hatte «auto-motor-und-sport.de» über den Rückruf berichtet.

5G-Mobilfunk: Netzagentur warnt Bundesministerien vor Roaming-Pflicht

BERLIN (dpa) - Die Frequenzauktion für das schnelle mobile Internet 5G im Frühjahr 2019 ist nach Einschätzung der Bundesnetzagentur in Gefahr.

Grund hierfür sei das Vorhaben der Bundesregierung, mit der Änderung des Telekommunikationsgesetzes lokales Roaming zu erzwingen. Dies geht aus einem Brief einer Fachabteilung der Bonner Behörde an die Bundesministerien für Verkehr und Wirtschaft hervor. Eine solche Änderung noch vor der 5G-Auktion würde «erhebliche Rechtsunsicherheiten verursachen und das Auktionsverfahren gefährden», warnen die Autoren. Das Schreiben liegt der Deutschen Presse-Agentur vor. Zuvor hatte die «Frankfurter Allgemeine Zeitung» darüber berichtet. Beim lokalen Roaming würden Handynutzer in einem Funkloch automatisch und kostenlos mit dem Netz eines anderen Telekommunikationskonzerns verbunden werden.

Konflikt zwischen China und USA nach Festnahme von Huawei-Managerin

MONTREAL/PEKING (dpa) - Die Festnahme der Finanzchefin des chinesischen Technologie-Konzerns Huawei in Kanada droht den Handelskonflikt zwischen den USA und China wieder anzuheizen.

Am Freitag ist beim British Columbia Supreme Court in Vancouver für 10.00 Uhr (Ortszeit/19.00 Uhr MEZ) eine Kautionsanhörung für die Top-Managerin Meng Wanzhou angesetzt. Die USA drängen auf Mengs Auslieferung, wie ein Sprecher des kanadischen Justizministeriums bestätigte. China fordert die sofortige Freilassung. Der Konflikt schickte die Börsen am Donnerstag auf Talfahrt. Die kanadische Regierung hat nach Angaben von Premierminister Justin Trudeau vom Donnerstag (Ortszeit) keinen Einfluss auf die Festnahme Mengs genommen. «Ich kann allen versichern, dass wir ein Land mit einer unabhängigen Justiz sind», sagte Trudeau vor Reportern in Montreal.

Ölländer loten Kürzungen aus - Was sagt Nicht-Opec-Mitglied Russland?

WIEN (dpa) - Die Spekulationen an den Ölmärkten gehen in eine neue Runde: Nachdem die im Ölkartell Opec organisierten Länder über die Ergebnisse ihrer Beratungen geschwiegen haben, sind am Freitag alle Augen auf das Treffen mit den kooperierenden Nicht-Opec-Staaten wie Russland («Opec+») in Wien gerichtet.

Es gilt weiter als offen, ob es zu den von allen Experten erwarteten Förderkürzungen kommt. Durch ein Produktionslimit soll der zuletzt stark gefallene Ölpreis wieder stabilisiert werden. Entscheidend wird vor allem sein, ob Russland einer gedrosselten Ölförderung bereit ist. Die Opec ist zuletzt unter Druck geraten, weil der Ölpreis von Anfang Oktober bis Anfang Dezember von mehr als 85 US-Dollar pro Barrel (159 Liter) auf weniger als 60 Dollar abgestürzt ist. Experten waren daher vor dem Ministertreffen am Donnerstag davon ausgegangen, dass sich die 15 Opec-Staaten auf eine kräftige Produktionskürzung von einer Million Barrel Öl am Tag und mehr verständigen würden.

Deutsche Handelsflotte schrumpft weiter - Reeder unter Druck

HAMBURG (dpa) - Die deutsche Handelsflotte ist mit der Dauerkrise der vergangenen Jahre stark geschrumpft.

Im November waren noch 2.359 Schiffe mit deutschen Eignern auf den Weltmeeren unterwegs, teilte der Verband Deutscher Reeder (VDR) in Hamburg mit. Das ist mehr als ein Drittel weniger als der Höchststand mit 3.784 Schiffen im Jahr 2011. «Wir verlieren an vielen Schiffen das Eigentum, weil die Banken Schiffe teilweise unter Verkehrswert verkaufen, um ihre Bilanzen zu bereinigen», sagte VDR-Präsident Alfred Hartmann am Donnerstagabend anlässlich der Mitgliederversammlung des Verbands. «In vielen Fällen lassen die neuen Eigentümer die Bereederung der Schiffe zunächst in unseren Händen. Es ist anerkannt, dass wir das vorzüglich beherrschen», erklärte der Verbandspräsident.

Dax steuert trotz Gewinnen auf deutlichen Wochenverlust zu

FRANKFURT/MAIN (dpa) - Für den deutschen Aktienmarkt läuft es am Freitag auf ein versöhnliches Ende einer verlustreichen Woche hinaus.

Der Dax notierte am Nachmittag 0,93 Prozent höher bei 10.911,62 Punkten. Auf die Bekanntgabe aktueller US-Arbeitsmarktdaten reagierte der deutsche Leitindex positiv. Dennoch deutete sich für den Dax ein Wochenminus von rund 3 Prozent an. Der MDax gewann am Freitag zuletzt 1,64 Prozent auf 22.815,65 Zähler. Am Rentenmarkt verharrte die Umlaufrendite bei 0,11 Prozent. Der Rentenindex Rex sank um 0,03 Prozent auf 141,80 Punkte. Der Euro notierte zuletzt bei 1,1398 US-Dollar. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs am Vortag auf 1,1351 Dollar festgesetzt.

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