Nachrichten aus der Wirtschaft

Foto: epa/Christoph Schmidt
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Dax macht kräftig Boden gut

FRANKFURT/MAIN (dpa) - Ein «Waffenstillstand» im US-Handelskonflikt mit China hat den Dax am Montag deutlich beflügelt.

Am Nachmittag notierte der Leitindex 2,03 Prozent höher bei 11 485,73 Punkten. Der MDax, der die Aktien mittelgroßer Unternehmen repräsentiert, gewann 1,51 Prozent auf 23 806,69 Punkte. Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 legte um rund 1,4 Prozent zu. Die USA und China haben eine weitere Eskalation im Handelsstreit vorerst abgewendet. Neue Verhandlungen würden aufgenommen, um eine Lösung zu finden, hatten beide Seiten nach einem Treffen von US-Präsident Donald Trump mit Chinas Staats- und Parteichef Xi Jinping erklärt.

Bund gibt fast eine Milliarde zusätzlich für Diesel-Maßnahmen

BERLIN (dpa) - Die Bundesregierung stellt fast eine Milliarde Euro zusätzlich für den Kampf gegen Luftverschmutzung und Diesel-Fahrverbote zur Verfügung.

Das «Sofortprogramm Saubere Luft» zur Unterstützung der Kommunen werde von bisher einer Milliarde auf 1,5 Milliarden Euro aufgestockt, sagte Kanzlerin Angela Merkel (CDU) am Montag nach einem Treffen mit Vertretern von Städten mit besonders großer Stickoxid-Belastung. Hinzu kämen 432 Millionen Euro, mit denen die Hardware-Nachrüstung von Kleinlastern in Städten gefördert werde.

Österreich kritisiert deutsch-französischen Finanzsteuer-Vorschlag

BRÜSSEL (dpa) - Österreichs Finanzminister Hartwig Löger hat den neuen deutsch-französischen Vorstoß zur Einführung einer Finanztransaktionssteuer in Europa kritisiert.

«Der Vorschlag von Deutschland und Frankreich - für mich persönlich gesprochen - hat nicht mehr den Anspruch einer Finanztransaktionssteuer, so wie wir ihn seit Jahren jetzt diskutieren», sagte Löger am Montag beim Treffen der Euro-Finanzminister in Brüssel. Dabei sei es ursprünglich um eine breite Bemessungsgrundlage bei der Besteuerung von Finanzgeschäften gegangen. «Dieser Vorschlag erfüllt diesen Anspruch nicht mehr», sagte Löger. Er sei nur noch eine Steuer auf Aktienhandel. Einige Länder stünden dem Vorstoß jedoch positiv gegenüber. Auf der Grundlage des deutsch-französischen Vorschlags könne auch im neuen Jahr weiter diskutiert werden. Über die Steuer auf Börsengeschäfte wird seit der jüngsten Finanzkrise debattiert. Eine globale Einführung gelang bisher nicht. Auch europaweit ist keine Mehrheit abzusehen. Eine Reihe von EU-Staaten versucht daher, die Abgabe in einer sogenannten vertieften Zusammenarbeit einzuführen. Österreich führte lange die Arbeiten in dieser Gruppe von knapp einem Dutzend EU-Staaten an. Fortschritte gab es aber auch dort kaum.

Trump: China kommt USA bei Autozöllen entgegen

WASHINGTON/PEKING (dpa) - Im Handelsstreit mit den Vereinigten Staaten hat sich China nach den Worten von US-Präsident Donald Trump zu einem Entgegenkommen bei Autozöllen bereiterklärt.

Peking wollte dies zunächst nicht bestätigen, dementierte die Darstellung Trumps aber auch nicht. Die Volksrepublik habe eingewilligt, Zölle auf Autoimporte aus den USA zu senken und zu beseitigen, erklärte der US-Präsident auf Twitter. China hatte vor Monaten die Zölle für die Einfuhr ausländischer Autos von 25 Prozent auf 15 Prozent gesenkt. Als Reaktion auf den eskalierenden Handelsstreit mit den USA wurden die Abgaben für US-Autobauer jedoch später auf 40 Prozent erhöht.

Lebensversicherer Allianz hält seine Zinsen weiter stabil

STUTTGART (dpa) - Trotz der anhaltenden Zinsflaute an den Kapitalmärkten hält Deutschlands größter Lebensversicherer Allianz die Zinsen für seine Verträge ein weiteres Jahr stabil.

Bei der klassischen Lebens- und Rentenversicherung liegt die laufende Verzinsung 2018 erneut bei 2,8 Prozent, wie die Allianz Deutschland am Montag in Stuttgart mitteilte. Der Wert setzt sich bei dieser Art von Verträgen aus dem Garantiezins von aktuell 0,9 Prozent sowie einer Überschussbeteiligung zusammen. Für die neueren Versicherungen ohne Garantiezins bleibt die Allianz weiterhin bei einer etwas höheren laufenden Verzinsung von 2,9 Prozent.

Katar tritt aus der Opec aus - Streit mit Saudi-Arabien eskaliert

DOHA (dpa) - Katar wird zu Jahresbeginn 2019 aus dem Ölkartell Opec austreten. Das kündigte Energieminister Saad Sherida al-Kaabi am Montag an.

Der Rückzug spiegele den Wunsch Katars wider, sich auf die Steigerung der Gasproduktion zu konzentrieren, hieß es. Das Land ist der elftgrößte Erdölproduzent der Opec und bereits jetzt der größte Flüssiggasproduzent der Welt. Saudi-Arabien sowie seine Verbündeten Bahrain und die Vereinigten Arabischen Emirate hatten im vergangenen Jahr eine Blockade über Katar verhängt. Sie werfen dem Land die Förderung von Terrorismus vor sowie zu enge Kontakte zu Iran.

Scholz rechnet mit Durchbruch bei Euro-Reformen

BRÜSSEL (dpa) - Bundesfinanzminister Olaf Scholz (SPD) rechnet bei den Debatten um Währungsreformen in Europa mit einem Durchbruch.

«Ich glaube, dass wir sehr große Fortschritte erreichen können in Fragen, die wir seit vielen Jahren miteinander besprechen und verhandeln», sagte Scholz vor dem Treffen der Euro-Finanzminister am Montag in Brüssel. «Dort werden wir uns - wenn alles so läuft wie ich das erhoffe - heute irgendwann in der Nacht vermutlich mal verständigen.» Im Zentrum steht unter anderem der Ausbau des Euro-Rettungsschirms ESM. Auch die Stärkung des Bankensektors in Europa steht im Fokus.

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