Nachrichten aus der Wirtschaft

Foto: epa/Focke Strangmann
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Galeria-Kaufhof-Chef verlässt Konzern mit weiteren Vorständen

DÜSSELDORF/BERLIN (dpa) - Der Warenhauskonzern Karstadt greift nach dem Zusammenschluss mit dem Konkurrenten Galeria Kaufhof im Top-Management durch.

Nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur müssen alle Vorstände ihren Hut nehmen - mit einer Ausnahme. Die operative Führung des fusionierten Unternehmens wird Karstadt-Chef Stephan Fanderl übernehmen. Die freiwerdenden Posten im Top-Management bei Galeria Kaufhof sollen Karstadt-Leute besetzen. Für den Chef von Galeria Kaufhof, Roland Neuwald, gibt es im Konzern keine Zukunft mehr, genauso wie für die Geschäftsführer Edo Beukema, Klaus Hellmich und Peter Herlitzius. Einzig Finanzchef Guido Mager bleibe auf seiner Position, hieß es im Umfeld des Unternehmens.

Geldwäsche-Razzia bei der Deutschen Bank fortgesetzt

FRANKFURT/MAIN (dpa) - Die Durchsuchungen bei der Deutschen Bank wegen des Verdachts der Geldwäsche dauern an.

Die Razzia sei am Freitag fortgesetzt worden, um weiteres Material zu sichten, erklärte eine Sprecherin der Staatsanwaltschaft Frankfurt. Es geht um umfangreiche Unterlagen auch zu bislang unbekannten Verdächtigen. Bereits am Donnerstag hatten rund 170 Beamte der Staatsanwaltschaft, des Bundeskriminalamts, der Steuerfahndung und der Bundespolizei unter anderem die Zentrale der Deutschen Bank in Frankfurt durchleuchtet und dabei auch Vorstandsbüros ins Visier genommen. Es besteht der Verdacht, dass Mitarbeiter des Geldhauses halfen, sogenannte Off-Shore-Gesellschaften in Steuerparadiesen zu gründen und Gelder aus Straftaten zu waschen.

Über 28 000 Dieselfahrer schließen sich Klage gegen VW an

BERLIN (dpa) - In weniger als einer Woche haben sich bereits mehr als 28.000 Dieselfahrer der Verbraucherklage gegen Volkswagen angeschlossen.

Damit kann die Klage vor Gericht verhandelt werden. Denn die Verhandlung kann nur beginnen, wenn sich in zwei Monaten mindestens 50 Betroffene in das Register eintragen. «Diese hohe Beteiligung in den ersten Tagen nach Eröffnung des Registers zeigt, wie hoch das Interesse an der Klage ist», erklärte der Vorstand des Verbraucherzentrale Bundesverbands, Klaus Müller, am Freitag. Der Verband zieht stellvertretend für die vom Abgasskandal betroffenen VW-Kunden vor Gericht und will erreichen, dass sie von Volkswagen Schadenersatz bekommen.

Arbeitnehmer machten mehr als 2,1 Milliarden Überstunden

BERLIN (dpa) - Die Arbeitnehmer in Deutschland haben in den vergangenen Jahren immer mehr Überstunden geleistet.

So stieg die Zahl der Überstunden pro Arbeitnehmer im Schnitt von 48 im Jahr 2016 auf 53,2 im vergangenen Jahr. Das geht aus der Antwort der Bundesregierung auf eine Anfrage der Linken im Bundestag hervor, die der Deutschen Presse-Agentur am Freitag in Berlin vorlag. 2015 waren es 47,3 Überstunden pro Arbeitnehmer, in den Jahren davor 46,9 beziehungsweise 47,3. Bezahlt waren im vergangenen Jahr im Schnitt 26,7 Überstunden pro Arbeitnehmer, unbezahlt 26,5. Insgesamt häuften die beschäftigen Arbeitnehmer 2017 rund 2,13 Milliarden Überstunden an. Die Zahl schwankte seit 2007 zwischen dem damaligen Wert von 2,13 Milliarden und knapp 1,79 Milliarden Überstunden 2013.

Hacker stehlen Daten von einer halben Milliarde Starwood-Hotelgästen

BETHESDA (dpa) - Der Hotelkette Marriott sind Daten von bis zu einer halben Milliarde Gästen der Tochtermarke Starwood gestohlen worden.

Im Fall von 327 Millionen Hotelgästen gehe es um Informationen wie Namen, E-Mail-Adressen, Anschriften, Passnummern, Geburtsdatum sowie den Aufenthaltszeitraum, teilte das Unternehmen am Freitag mit. Bei einigen Gästen seien auch verschlüsselte Kreditkarten-Daten erbeutet worden. Dabei könne Marriott bisher nicht ausschließen, dass auch die zur Entschlüsselung nötigen Dateien gestohlen worden seien. Zu den Starwood-Häusern gehören unter anderem Westin, Sheraton, Le Méridien, St. Regis und W Hotels. Marriott hatte Starwood 2016 für 13,6 Milliarden Dollar gekauft - und damit offensichtlich auch die Sicherheitslücke gleich mit.

4,4 Millionen Bahnfahrer auf Neubaustrecke München-Berlin

BERLIN (dpa) - Reisende zwischen den Metropolen Berlin und München sind wegen der neuen Bahn-Schnellfahrstrecke in großer Zahl auf den Zug umgestiegen.

Im ersten Jahr zählte die Deutsche Bahn 4,4 Millionen Fahrten ihrer Kunden auf der ICE-Verbindung über den neuen Knotenpunkt Erfurt, wie das Unternehmen am Freitag mitteilte. Das sind mehr als doppelt so viele wie in der Vorjahresperiode. Der Linienverkehr über die neue Trasse wurde am 10. Dezember 2017 aufgenommen. Nach einer Marktstudie der Bahn nutzten damit zwischen München und Berlin 46 Prozent aller Reisenden die Bahn, 30 Prozent das Flugzeug und 24 Prozent das Auto oder den Bus. Vor der Eröffnung der Schnellfahrstrecke habe das Flugzeug mit 48 Prozent Anteil vor Auto/Bus mit 29 Prozent und der Bahn mit 23 Prozent gelegen.

Dax bleibt vor dem G20-Gipfel im Minus

FRANKFURT/MAIN (dpa) - Die Anleger sind vor dem G20-Gipfel an diesem Wochenende kein Risiko eingegangen.

Der Dax sank am Freitag bis zum Nachmittag um 0,36 Prozent auf 11.257,27 Punkte. Zeitweise fiel er mit 11.208 Punkten sogar auf den tiefsten Stand der Woche zurück. Auch im MDax zeigte sich die abwartende Haltung der Anleger: Der Index mittelgroßer Unternehmen verlor 0,92 Prozent auf 23.416,25 Punkte. Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 büßte lediglich 0,1 Prozent ein. Neben dem Handelskonflikt zwischen den USA und China sorgten der Haushaltsstreit in Italien, der Brexit und nun auch das wieder aufgeflammte Thema Ukraine für Verunsicherung. Am Rentenmarkt sank die Umlaufrendite von 0,18 Prozent am Vortag auf 0,17 Prozent.

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