Nachrichten aus der Wirtschaft

Foto: epa/Ronald Wittek
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Pilotenstreik trifft Ryanair - Deutschland mit meisten Flugausfällen

FRANKFURT/MAIN (dpa) - Mit einem abgestimmten Streik in fünf europäischen Ländern haben Piloten am Freitag den Billigflieger Ryanair empfindlich getroffen.

Mitten in der Urlaubszeit mussten die Iren jeden sechsten Flug ihres europaweiten Tagesprogramms absagen und damit rund 55 000 Passagiere enttäuschen. Auf Deutschland entfielen 250 von 400 gestrichenen Verbindungen, so dass am Morgen an den Ryanair-Schaltern auf vielen deutschen Flughäfen nahezu gespenstische Ruhe herrschte. Ein Chaos in den Terminals blieb aus, weil das Unternehmen bereits am Mittwoch nach der Streikankündigung betroffene Passagiere informiert hatte.

Türkische Lira im freien Fall - Neuer Druck aus den USA

ISTANBUL (dpa) - Nach einer neuen Eskalation zwischen der Türkei und den USA hat sich der Verfall der türkischen Landeswährung Lira rasant beschleunigt.

Der Dollar stieg am Freitagnachmittag auf ein neues Rekordhoch - für einen Dollar wurden 6,87 Lira fällig. Ein von Finanzminister Berat Albayrak vorgestelltes Maßnahmenpaket für die angeschlagene türkische Wirtschaft hatte Investoren nicht überzeugt und die Verunsicherung beschleunigt. Noch während Albayraks Rede kündigte US-Präsident Donald Trump zudem einen schärferen Kurs. Trump teilte auf Twitter mit: «Ich habe gerade eine Verdoppelung der Zölle auf Stahl und Aluminium hinsichtlich der Türkei bewilligt.» Die Beziehungen zur Türkei seien nicht gut.

Nach Musk-Tweet: US-Kanzleien prüfen Sammelklagen gegen Tesla

NEW YORK (dpa) - US-Anwälte nehmen Tesla-Chef Elon Musk ins Visier: Mindestens zwei Kanzleien prüfen, ob der Starunternehmer mit seinem überraschenden Tweet zu einem Börsenrückzug von Tesla gegen Wertpapiergesetze verstoßen hat und trommeln Mandanten für mögliche Sammelklagen zusammen.

Einem Medienbericht zufolge will der Verwaltungsrat von Tesla die Idee des Firmenchefs allerdings rasch vorantreiben. Die Räte wollten sich in der kommenden Woche mit Beratern treffen, um Möglichkeiten zur Privatisierung der Firma auszuloten, berichtete der Sender CNBC unter Berufung auf Insider. Die New Yorker Anwaltsfirmen Scott+Scott und Kaplan Fox & Kilsheimer haben Aufrufe an Investoren veröffentlicht, die kürzlich Tesla-Aktien gekauft oder verkauft haben. Man wolle untersuchen, ob Tesla gegen die Offenlegungsvorschriften der Wertpapiergesetze verstoßen habe.

Neuer Unitymedia-Chef: Kaum Fluktuation bei den Mitarbeitern

KÖLN (dpa) - Trotz der geplanten Übernahme durch Vodafone ist die Stimmung unter den Mitarbeitern beim Netzbetreiber Unitymedia dem neuen Chef in spe zufolge gut. «Ich bin stolz darauf, wie unsere Mitarbeiterschaft derzeit agiert», sagte Winfried Rapp der Deutschen Presse-Agentur in Köln.

«Wir erkennen keine Anzeichen von weniger Engagement oder höherer Fluktuation. Es herrscht der gleiche Pulsschlag auf den Fluren wie vor der Ankündigung.» Wie es für die Mitarbeiter nach der geplanten Übergabe weitergeht, blieb indes unklar. Konkrete Pläne seien noch nicht bekannt, sagte Rapp. Vodafone und die Unitymedia-Mutter Liberty Global hatten sich im Mai auf die Übernahme mit einem Kaufpreis von 18,4 Milliarden Euro geeinigt.

Rekordsommer für Klimageräte-Hersteller

BERLIN (dpa) - Der Hitzesommer hat in Deutschland den Verkauf von Klimageräten und Ventilatoren mächtig angekurbelt: Die Branche rechnet mit einem Rekordverkaufsjahr.

Der Fachverband Gebäude-Klima geht bundesweit von mehr als 200.000 verkauften Klimageräten aus. Damit sind Geräte gemeint, die Fachleute ins Gebäude einbauen müssen, etwa in Privathäuser, Geschäfte oder Unternehmen. Normalerweise verkauft die Branche laut dem Verband rund 150 000 bis 160.000 solcher Klimageräte. Zusätzlich meldet der Bundesverband Technik des Einzelhandels, dass bereits im ersten Halbjahr mehr als 70.000 Ventilatoren und mobile Klimageräte im Einzelhandel verkauft wurden.

Türkei-Krise erfasst Dax

FRANKFURT/MAIN (dpa) - Die Türkei-Krise hat am Freitag den Aktienmarkt erfasst und drückt die Kurse im Dax immer tiefer.

Zuletzt stand der deutsche Leitindex 1,86 Prozent niedriger bei 12.440,23 Punkten. Für den MDax der mittelgroßen deutschen Unternehmen ging es um 1,17 Prozent abwärts auf 26 667,87 Punkte. Der Technologiewerte-Index TecDax sank um 1,31 Prozent auf 2.909,30 Punkte. Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 verlor 1,69 Prozent auf 3435,13 Punkte. Am Rentenmarkt fiel die Umlaufrendite von 0,21 Prozent am Vortag auf 0,16 Prozent. Den Euro belastete der Kursverfall der türkischen Lira. Die Gemeinschaftswährung rutschte unter 1,15 US-Dollar und kostete zuletzt 1,1448 Dollar. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs am Donnerstagnachmittag deutlich höher auf 1,1593 (Mittwoch: 1,1589) Dollar festgesetzt.

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