Nachrichten aus der Wirtschaft

Foto: epa/Mauritz Antin
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Tesla will rund neun Prozent seiner Mitarbeiter kündigen

PALO ALTO (dpa) - Der Elektroautopionier Tesla will in großem Stil Stellen streichen.

«Wir müssen eine schwierige Entscheidung treffen und etwa neun Prozent unserer Kollegen über das gesamte Unternehmen hinweg gehen lassen», heißt es in einer E-Mail an die Mitarbeiter, die Tesla-Chef Elon Musk am Dienstag bei Twitter teilte. Durch die Kündigungen sollten die Kosten gesenkt werden, um dem Ziel der Profitabilität näher zu kommen, so Musk weiter. «Da Tesla in den fast 15 Jahren seines Bestehens noch keinen Jahresgewinn gemacht hat, ist unsere Motivation offensichtlich nicht der Profit», begründete der Tesla-Chef die Entscheidung. Musk machte allerdings klar, dass der Jobabbau keine Stellen in der Produktion betreffe.

BGH urteilt zu Lebensversicherungen - Tendenz erkennbar

KARLSRUHE (dpa) - Lebensversicherer zahlen ausscheidenden Kunden in der historischen Niedrigzinsphase wohl zu Recht weniger Geld aus den sogenannten Bewertungsreserven aus.

Dabei handelt es sich vereinfacht gesagt um Gewinne, die Versicherer erwirtschaften, indem sie Kundengelder am Kapitalmarkt anlegen. Die Versicherten sind daran am Laufzeit-Ende zu beteiligen. Um die unter der Zinsflaute leidende Branche zu stabilisieren, darf diese Summe seit 2014 nur noch so hoch sein, dass die Garantiezusagen für alle anderen Versicherten langfristig nicht gefährdet sind. Die obersten Zivilrichter am Bundesgerichtshof (BGH) halten die entsprechende Neuregelung tendenziell für verfassungsgemäß, wie sich am Mittwoch in der Verhandlung in Karlsruhe abzeichnete. Das Urteil wird am 27. Juni verkündet.

US-Gericht genehmigt Time-Warner-Übernahme durch AT&T

WASHINGTON (dpa) - Die Übernahme des Medienkonzerns Time Warner durch den Telekomriesen AT&T ist trotz Widerstands der US-Regierung genehmigt worden.

Der zuständige Richter Richard Leon entschied am Dienstag in Washington, dass der rund 85 Milliarden Dollar (73 Mrd Euro) schwere Mega-Deal nicht gegen US-Wettbewerbsrecht verstoße. Für die Regierung von US-Präsident Donald Trump ist dies eine krachende Niederlage - sie hatte gegen den Zusammenschluss geklagt. Die Kartellwächter des Justizministeriums hätten keinen ausreichenden Nachweis dafür erbracht, dass die Fusion dem Wettbewerb schade, befand Richter Leon. Trump hatte sich persönlich gegen die Übernahme von Time Warner ausgesprochen, dessen Nachrichten-Flaggschiff CNN häufig kritisch über ihn berichtet.

Bierkartell: Carlsberg und ehemaliger Manager äußern sich nicht

DÜSSELDORF (dpa) - Zum Prozessauftakt um das sogenannte Bierkartell vor dem Oberlandesgericht in Düsseldorf haben sich die Betroffenen am Mittwoch nicht zu den Vorwürfen geäußert.

Sowohl der ehemalige Deutschland-Chef der Carlsberg-Brauerei, Wolfgang Burgard, als auch die heutige Geschäftsführung schwiegen am Mittwoch. Das Bundeskartellamt hatte 2014 elf Unternehmen, einem Verband und Managern aus der Bierbranche Bußgeldbescheide über insgesamt 338 Millionen zugestellt. Der Vorwurf: Unerlaubte Preisabsprachen zum Nachteil der Verbraucher bei Fass- und Flaschenbier. Der größte Teil der Bußgeldbescheide - 222 Millionen Euro - entfiel dabei auf die zu Dr. Oetker gehörende Radeberger-Gruppe und Carlsberg Deutschland. Bis September sind 20 Verhandlungstage angesetzt.

EU-Kommission protestiert gegen geplante US-Zölle auf Oliven

BRÜSSEL (dpa) - Geplante US-Strafzölle auf spanische Oliven haben bei der EU-Kommission scharfen Protest ausgelöst.

Die anvisierten Anti-Dumping-Zölle seien in der Höhe völlig ungerechtfertigt, protektionistisch und inakzeptabel, sagte ein Kommissionssprecher am Mittwoch in Brüssel. Sollten die Maßnahmen im Juli tatsächlich bestätigt werden, werde die EU entsprechend handeln. Das US-Handelsministerium hatte am Dienstag spanischen Exporteuren und der spanischen Regierung vorgeworfen, reife Oliven zu unfairen Dumpingpreisen in die USA zu exportieren. Sie würden bis zu 25,5 Prozent unter ihrem Wert verkauft.

Siemens baut trotz Bahn-Ehe mit Alstom neuen Hochgeschwindigkeitszug

KREFELD (dpa) - Siemens hält trotz der beschlossenen Bahn-Ehe mit dem französischen Konkurrenten Alstom am Bau eines neuen Hochgeschwindigkeitszuges fest.

Das Projekt sei für die Marktabdeckung sehr sinnvoll, sagte die Leiterin der Siemens-Mobilitätssparte, Sabrina Soussan, am Mittwoch in Krefeld. Außerdem seien Siemens und Alstom bis zur Fusion Wettwerber. Die beiden Konzerne wollen ihre Bahnsparten bis Ende des Jahres zusammenlegen.

Dax leicht im Aufwind vor wichtigen Zentralbanksitzungen

FRANKFURT/MAIN (dpa) - Der Dax ist am Mittwoch zwischen moderaten Gewinnen und Verlusten gependelt und zuletzt wieder leicht ins Plus gedreht.

Am Nachmittag stieg der deutsche Leitindex um 0,25 Prozent auf 12.874,88 Punkte. Besser als der Dax schlugen sich die Nebenwerte-Indizes. So rückte der MDax der mittelgroßen Unternehmen um 0,54 Prozent vor auf 26.923,08 Punkte. Der Technologiewerte-Index TecDax kletterte mit plus 1,35 Prozent auf 2.904,65 Zähler auf den höchsten Stand seit Anfang 2001. Der SDax der kleineren Werte erreichte erneut ein Rekordhoch. Der Euro wurde am Nachmittag zu 1,1760 US-Dollar gehandelt. Die EZB hatte den Referenzkurs am Dienstag auf 1,1788 Dollar festgesetzt.

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