Nachrichten aus der Wirtschaft

Foto: epa/Martial Trezzini
Foto: epa/Martial Trezzini

Audi stoppt Auslieferung von A6- und A7-Modellen

INGOLSTADT (dpa) - Audi hat dem Kraftfahrtbundesamt nach eigenen Angaben «Auffälligkeiten» bei der Dieselmotorsoftware von 60.000 Audi A6 und A7 gemeldet und die Auslieferung gestoppt.

Vorstandschef Rupert Stadler sagte am Dienstag in Ingolstadt, sein Unternehmen untersuche systematisch alle Motoren. Der jüngste Fund sei vergangene Woche an das KBA in Flensburg gemeldet worden. Das KBA hatte seit Aufdeckung des Dieselskandals im Herbst 2015 bereits für mehr als 150.000 Audis Rückrufe angeordnet. Für mehrere 10.000 Fahrzeuge standen zuletzt noch Prüfungen oder Bescheide aus.

Schließung von Siemens-Standort in Görlitz vom Tisch

MÜNCHEN/GÖRLITZ (dpa) - Die umstrittenen Schließungspläne für den Siemens-Standort im sächsischen Görlitz sind endgültig vom Tisch.

In der Nacht einigten sich Unternehmensführung, Gesamtbetriebsrat und IG Metall auf einen Zukunftspakt für die schwächelnde Kraftwerks- und für die Antriebssparte, wie Siemens am Dienstag in München mitteilte. Dieser bilde die Grundlage für die Verhandlungen über einen Interessenausgleich und Sozialplan, die nun beginnen und noch im laufenden Geschäftsjahr (30. September) abgeschlossen werden sollten.

Ölpreise geben vor Trumps Iran-Entscheidung nach

FRANKFURT/SINGAPUR (dpa) - Die Ölpreise sind am Dienstag vor der mit Spannung erwarteten Entscheidung von US-Präsident Donald Trump zum Atomabkommen mit Iran gefallen.

Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Lieferung im Juli kostete am Morgen 75,40 US-Dollar. Das waren 77 Cent weniger als am Montag. Der Preis für ein Barrel der US-Sorte West Texas Intermediate zur Lieferung im Juni fiel um 85 Cent auf 69,88 Dollar. Steigen die USA aus dem Abkommen mit dem Iran aus, hätte das vermutlich Wirtschaftssanktionen gegen den Iran zur Folge. Das ohnehin knappe Rohölangebot drohte damit, weiter zu fallen. Das könnte steigende Rohölpreise nach sich ziehen.

Commerzbank sieht sich auf gutem Weg zu Gewinnplus und Dividende 2018

FRANKFURT/MAIN (dpa) - Die Commerzbank sieht sich auf Kurs zu einem Gewinnplus 2018.

«Wir haben unseren Wachstumskurs auch im ersten Quartal fortgesetzt», sagte Konzernchef Martin Zielke bei der Hauptversammlung des teilverstaatlichten Dax-Konzerns am Dienstag in Frankfurt. Die Erträge seien trotz harten Preiskampfes im Markt im Vergleich zum Vorquartal stabil geblieben. 2017 hatte das Institut unter dem Strich nur 156 Millionen Euro verdient. Negativ zu Buche schlugen Kosten für den Abbau Tausender Stellen. Bis 2020 soll die Zahl der Vollzeitstellen um netto 7300 auf 36 000 schrumpfen.

Lufthansa-Chef: Airlines stoßen an Wachstumsgrenzen

FRANKFURT/MAIN (dpa) - Die internationalen Fluggesellschaften stoßen nach Auffassung des Lufthansa-Chefs immer deutlicher an ihre Wachstumsgrenzen.

Die Gesellschaften hätten zunehmend mit knappen Ressourcen beispielsweise beim Personal, bei Ersatzteilen und Flugzeugen zu kämpfen, sagte Carsten Spohr am Dienstag am Rande der Hauptversammlung seines Unternehmens in Frankfurt. «Wir können nicht so stark wachsen, wie wir wollen», sagte ert. Der Lufthansa-Konzern hat seine Kapazitätsplanungen für das laufende Jahr bereits mehrfach zusammengestrichen. Auch die Infrastruktur am Boden reiche nicht aus.

Post leidet unter Grippewelle und Panne um fehlende Hähnchen

BONN/LONDON (dpa) - Die Grippewelle und ein Desaster um fehlende Hähnchen bei der Fastfood-Kette KFC haben der Deutschen Post den Start ins Jahr vermiest.

Vorstandschef Frank Appel sieht den Logistikkonzern zwar auf Kurs für das laufende Jahr, auch weil der boomende Online-Handel das Paketgeschäft antreibt. Allerdings liege «noch viel Arbeit vor uns», räumte er am Dienstag ein. Von Januar bis März erzielte die Post einen Umsatz von 14,75 Milliarden Euro und damit knapp ein Prozent weniger als ein Jahr zuvor. Der Gewinn sank überraschend um fünf Prozent auf 600 Millionen Euro.

Dax sinkt vor Entscheidung zu Atomabkommen

FRANKFURT/MAIN (dpa) - Der Dax hat am Dienstag die Marke von 13.000 Punkten wieder aus den Augen verloren.

Die bevorstehende Entscheidung von US-Präsident Donald Trump zum Atomabkommen mit dem Iran sorgte für Unsicherheit. Mit minus 0,67 Prozent auf 12.862,02 Punkte stand der deutsche Leitindex am Nachmittag weiter unter der am Vortag noch deutlich übersprungenen Marke von 12.900 Punkten. Der MDax gab am Dienstagnachmittag um 0,23 Prozent auf 26.621,58 Punkte nach. Für das Technologiewerte-Barometer TecDax ging es um 0,76 Prozent runter auf 2.733,38 Punkte. Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 notierte 0,49 Prozent schwächer bei 3.546,66 Punkten.

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