Nachrichten aus der Sportwelt am Sonntag

Der deutsche Formel-1-Pilot Sebastian Vettel vom Aston Martin Cognizant F1 Team. Foto: epa/Florion Goga
Der deutsche Formel-1-Pilot Sebastian Vettel vom Aston Martin Cognizant F1 Team. Foto: epa/Florion Goga

Disqualifiziert: Vettel verliert zweiten Platz

BUDAPEST: Sebastian Vettel ist beim Großen Preis von Ungarn nachträglich disqualifiziert worden. Das teilten die Formel-1-Rennkommissare am Sonntag auf dem Hungaroring mit. Im Tank von Vettels Aston Martin wurden bei einer Untersuchung nur noch 0,3 Liter Treibstoff festgestellt. Vorgeschrieben ist aber mindestens ein Liter nach dem Ende des Rennens. Vettel verlor damit seinen zweiten Platz hinter Sensationssieger Esteban Ocon im Alpine.

Auf Platz zwei rückte Lewis Hamilton im Mercedes vor. Der siebenmalige Weltmeister bekam somit 18 statt 15 Punkte und konnte seinen Vorsprung im WM-Klassement auf Max Verstappen im Red Bull um zwei weitere Zähler auf acht Punkte ausbauen. Der Niederländer hatte in einem turbulenten und ereignisreichen Rennen bei Budapest zunächst den zehnten Platz (1 Punkt) belegt, kletterte aber durch die Vettel-Disqualifikation auch einen Rang nach oben, für den es zwei Zähler gab.


Vettel-Platzierung in Gefahr: Zu wenig Rest-Treibstoff im Tank

BUDAPEST: Sebastian Vettel muss um seinen zweiten Platz beim Großen Preis von Ungarn fürchten. Der Grund: Zu wenig Treibstoff im Tank. Vorgeschrieben ist mindestens ein Liter, nachdem die Autos nach dem Rennende abgestellt werden. Vettel war mit seinem Aston Martin am Sonntag aber schon gar nicht bis in den sogenannten Parc fermé gekommen. Wie sich bei der nachfolgenden Kontrolle herausstellte, befanden sich nur noch 0,3 Liter im Tank.

Der Technische Delegierte meldete dies den Rennkommissaren, die nun entscheiden müssen. Vettel droht somit sogar die Disqualifikation. Der 34 Jahre alte gebürtige Heppenheimer war nur von Esteban Ocon im Alpine geschlagen worden. Auf Rang drei war Titelverteidiger Lewis Hamilton im Mercedes auf dem Hungaroring gekommen.


Medien: Arsenal-Trainer Arteta geht von Xhaka-Verbleib aus

LONDON: Der Schweizer Fußball-Nationalspieler Granit Xhaka bleibt nach Aussage seines Club-Trainers beim FC Arsenal in der englischen Premier League.

Dies habe Arsenal-Coach Mikel Arteta am Sonntag nach der 1:2-Testspiel-Niederlage gegen den FC Chelsea bei Sky Sports gesagt, berichteten mehrere Medien. Über die Zukunft des 28 Jahre alten früheren Bundesliga-Profis war zuletzt spekuliert worden. Am Sonntag traf er im Test gegen die Blues, für die Tammy Abraham und der deutsche Nationalspieler Kai Havertz erfolgreich waren.


Ukrainischer Fußball-Nationaltrainer Schewtschenko hört auf

KIEW: Der frühere Weltklassestürmer Andrej Schewtschenko hat seinen Vertrag als Trainer der ukrainischen Nationalmannschaft auslaufen lassen. Der Ex-Stürmerstar der Ukraine hatte die Mannschaft etwas mehr als fünf Jahre trainiert. Medienberichten zufolge wurden Verband und Schewtschenko (44) sich finanziell nicht einig. Wer sein Nachfolger wird, ist bisher nicht bekannt.


Arnautovic verlässt China und unterschreibt beim FC Bologna

BOLOGNA: Der österreichische Fußball-Nationalspieler Marko Arnautovic kehrt nach zwei Jahren beim chinesischen Club Shanghai Port nach Europa zurück. Der 32-Jährige unterschrieb am Sonntag beim FC Bologna in Italien einen Vertrag, über die genaue Laufzeit machte der Serie-A-Club zunächst keine Angaben. Die Ablösesumme soll drei Millionen Euro betragen.


3. Liga: Braunschweig kassiert deutliche Heimniederlage

BERLIN: Aufstiegsfavorit Eintracht Braunschweig hat am 2. Spieltag der 3. Fußball-Liga eine überraschende Heimniederlage kassiert. Der Zweitliga-Absteiger unterlag dem Liga-Neuling Viktoria Berlin am Sonntag mit 0:4 (0:2). Mit nur einem Punkt stehen die Niedersachsen vorerst auf Abstiegsplatz 17, die Berliner übernahmen als einziges Team mit sechs Punkten die Tabellenführung. Der Hallesche FC erkämpfte sich trotz zweimaligen Rückstands bei Türkgücü München ein 2:2 (0:1) und liegt mit vier Zählern auf Platz zwei.


Schalke siegt dank Terodde in Kiel - HSV nur 1:1 gegen Dresden

DÜSSELDORF: Schalke 04 hat dank Torjäger Simon Terodde den ersten Saisonsieg in der 2. Fußball-Bundesliga gefeiert. Der Bundesliga-Absteiger gewann nach dem Fehlstart im Eröffnungsspiel gegen den Hamburger SV am Sonntag bei Holstein Kiel mit 3:0 (2:0). Terodde erzielte die ersten beiden Treffer (2. und 21. Minute). Neuzugang Marius Bülter traf zum 3:0 (68.). Der HSV musste nach dem 3:1 auf Schalke im ersten Heimspiel beim 1:1 (1:0) gegen Aufsteiger Dynamo Dresden einen Dämpfer hinnehmen. Erzgebirge Aue und der FC St. Pauli trennten sich im dritten Sonntagspiel torlos.


Vettel bekommt Verwarnung für Regenbogen-T-Shirt bei Hymne

BUDAPEST: Sebastian Vettel hat beim Großen Preis von Ungarn verbal und auch äußerlich Zeichen für Toleranz und Menschenrechte gesetzt. Dass er unmittelbar vor dem Rennen bei der ungarischen Hymne ein T-Shirt trug mit der Aufschrift «Same Love», hat Konsequenzen. Er bekam eine Verwarnung abseits der Strecke, die zusammen mit zwei weiteren Verwarnungen für Fehlverhalten auf der Strecke auch zu einer Startplatzstrafe führen kann.

Rennleiter Michael Masi erklärte am Abend im Fahrerlager auf dem Hungaroring, dass den Piloten die Möglichkeit gegeben sei, vor dem Start die Unterstützung für die offizielle Formel-1-Kampagne «We race as one» zu zeigen. Die Hymne des Gastgeberlandes solle aber respektiert werden, indem die Fahrer ihre Rennanzüge tragen würden, betonte Masi. «Das war schon bei einer Reihe von Events so. Und es ist nun das erste Mal, dass es passiert ist. Sebastian war auch nicht der Einzige.»

Es sei ein kleines Zeichen der Unterstützung, hatte Vettel betont und zunächst sogar mit einer Geldstrafe gerechnet. Schade sei es, dass es nach wie vor Problem damit gebe, hatte er dem Sender Sky gesagt. Der 34-Jährige gebürtige Heppenheimer hatte wie auch Superstar Lewis Hamilton (36) bereits Tage zuvor zu dem geplanten Referendum gegen Rechte nicht-heterosexueller Menschen (LGBT) in Ungarn deutlich Stellung bezogen.

«Es ist beschämend für das Land», hatte Vettel am Donnerstag bei einer Pressekonferenz gesagt. Er könne nicht verstehen, warum die Regierung so damit kämpfe, dass die Menschen einfach frei leben könnten, wie sie wollten. Die Prognose, «dass wir alle den Planeten irgendwann verlassen müssen», sei eine gute, befand Vettel am Sonntag mit Blick auf den Argwohn gegen seine T-Shirt-Aktion.


Start in die zweite Olympia-Woche: Deutsches Team mit guten Chancen

TOKIO: Das deutsche Team hat zum Auftakt der zweiten und letzten Woche bei den Olympischen Spiele in Tokio mehrere Chancen, seine Medaillenbilanz zu verbessern. Im Ringen kämpft Aline Rotter-Focken am Montag in der Klasse bis 76 Kilogramm gegen die Weltmeisterin Adeline Gray um Gold.

Aussichtsreich liegt auch Reiterin Julia Krajewski vor dem abschließenden Springen in der Vielseitigkeit im Klassement. Mit ihrer Stute Amande ist die Warendorferin Gesamtzweite und könnte die Nachfolge ihres Teamkollegens und zweimaligen Einzel-Olympiasiegers Michael Jung antreten. Die deutsche Equipe ist Sechste nach der Dressur und dem Geländeritt. Rio-Olympiasieger Christian Reitz hat beste Chancen auf Finale mit der Schnellfeuerpistole. Zum Auftakt der Bahnrad-Wettbewerbe zählen Emma Hinze und Lea Sophie Friedrich zu den Favoritinnen im Teamsprint der Frauen.

Vor Enoshima sind die deutschen Segler-Crews ebenfalls auf Kurs Edelmetall. Tina Lutz und Susann Beucke können vor dem Medaillenrennen im 49erFX als Gesamt-Dritte sogar auf Gold schielen. Im 49er hoffen Erik Heil und Thomas Plößel darauf, im Medal Race ihren Erfolg von Rio 2016 mit Bronze zu wiederholen.

Die Hockey-Damen spielen gegen Argentinien zudem um den Einzug in das Halbfinale. Die WM-Zweiten Clemens Wickler und Julius Thole bekommen es im Beachvolleyball-Turnier im Achtelfinale mit dem Amerikanern Jacob Gibb und Tri Bourne.


Franzose Ocon gewinnt Formel-1-Rennen in Ungarn vor Vettel

BUDAPEST: Esteban Ocon hat überraschend das Formel-1-Rennen in Budapest gewonnen. Der Franzose profitierte am Sonntag beim Großen Preis von Ungarn von einem Massencrash gleich nach dem Start und sicherte sich den ersten Grand-Prix-Sieg seiner Karriere. Hinter dem 24 Jahre alten Alpine-Piloten wurde der viermalige Weltmeister Sebastian Vettel im Aston Martin Zweiter vor dem Briten Lewis Hamilton im Mercedes. Für Vettel war es der zweite Podiumsplatz nach dem zweiten Rang Anfang Juni in Baku.


Erneuter Auftaktcrash: Bottas räumt mehrere Autos ab

BUDAPEST: Nach nur zwei Runden ist der Große Preis von Ungarn unterbrochen worden. Grund dafür war ein Unfall mit mehreren Autos unmittelbar nach dem Start am Sonntag auf dem Hungaroring. Dabei krachte Valtteri Bottas zunächst mit seinem Formel-1-Mercedes in den McLaren von Lando Norris. Zudem wurden unter anderem WM-Spitzenreiter Max Verstappen und dessen Red-Bull-Teamkollege Sergio Perez in den Unfall auf nasser Strecke verwickelt.

Für Bottas, der einen schlechten Start von Rang zwei aus hinter Pole-Mann Lewis Hamilton im Silberpfeil erwischt hatte und sich dann beim Anbremsen auf die erste Kurve verschätzte, war das elfte Saisonrennen damit beendet. Ebenso ging es für Charles Leclerc im Ferrari und auch Lance Stroll im Aston Martin nicht mehr weiter.

Auf der Strecke lagen jede Menge Teile, die erstmal aufgesammelt werden mussten. An den teilweise demolierten Autos, darunter auch dem Red Bull von Verstappen, versuchten die Mechaniker, die gröbsten Schäden während der Unterbrechung zu reparieren.


Zwei Olympiasieger: Barshim und Tamberi gewinnen Hochsprung-Gold

TOKIO: Der olympische Medaillenkampf im Hochsprung ist mit zwei Goldmedaillengewinnern zu Ende gegangen.

Essa Mutaz Barshim aus Katar und der Italiener Gianmarco Tamberi überquerten am Sonntag in Tokio 2,37 Meter und hatten die gleiche Anzahl von Fehlversuchen. Statt eines Stechens fragten beide beim Kampfrichter danach, das Ergebnis so stehen zu lassen, was möglich war. Dritter wurde Maksim Nedasekau (Belarus), der ebenfalls 2,37 Meter schaffte. Dem 30-jährigen Barshim, Weltmeister von 2019 und 2017, gelang im dritten Anlauf der Olympiasieg. Bei den Spielen 2016 in Rio und 2012 in London hatte er jeweils Silber geholt. Europameister Mateusz Przybylko (Leverkusen) schied in der Qualifikation aus.


Yulimar Rojas aus Venezuela Dreisprung-Olympiasiegerin mit Weltrekord

TOKIO: Mit einem Weltrekord hat Yulimar Rojas aus Venezuela ihren ersten Olympiasieg im Dreisprung gekrönt. Die zweimalige Weltmeisterin flog am Sonntag in Tokio im letzten Versuch auf 15,67 Meter. Damit übertrumpfte sie die Bestmarke von Inessa Krawez: Die Ukrainerin war bei den Leichtathletik-Weltmeisterschaften 1995 in Göteborg 15,50 Meter gesprungen.

Silber ging mit Landesrekord an die Portugiesin Patricia Mamona (15,01), Bronze an die Spanierin Ana Peleteiro (14,87). Caterina Ibarguen, die Olympiasiegerin von 2016 aus Kolumbien, wurde mit 14,25 Metern dieses Mal nur Zehnte. Neele Eckhardt-Noack (Göttingen) und Kristin Gierisch (Leverkusen) waren in der Qualifikation ausgeschieden.


Pawljutschenkowa/Rubljow werden Olympiasieger im Tennis-Mixed

TOKIO: Anastasia Pawljutschenkowa und Andrej Rubljow haben sich zum Abschluss des olympischen Tennis-Turniers in Tokio die Goldmedaille im Mixed-Wettbewerb gesichert. Das russische Finale gewann das Duo am Sonntag mit 6:3, 6:7 (5:7), 13:11 gegen Jelena Wesnina und Aslan Karazew. Der dritte Satz wurde im Matchtiebreak ausgespielt. Die russischen Tennisprofis sicherten sich bei den Olympischen Spielen damit drei Medaillen. Das Einzel-Finale der Herren verlor Karen Chatschanow gegen Alexander Zverev.

Bronze im Mixed ging kampflos an die australische Weltranglistenerste Ashleigh Barty und John Peers. Der serbische Topstar Novak Djokovic hatte am Samstag auf das Spiel um Bronze aufgrund einer Verletzung an der linken Schulter verzichtet und war nicht an der Seite von Nina Stojanovic angetreten. Da Djokovic auch im Einzel das Spiel um den dritten Platz verlor, waren die Olympischen Spiele für den serbischen Topfavoriten ohne Medaille enttäuschend zu Ende gegangen.


Kerber und Haas gratulieren Zverev zu Olympia-Gold: «Unfassbar geil»

TOKIO: Die Olympia-Medaillengewinner Angelique Kerber und Tommy Haas haben Alexander Zverev zu dessen Gold-Coup von Tokio gratuliert. «Eine historische Leistung und Momente, die für immer bleiben werden. Er kann so was von stolz auf sich sein und hat hochverdient gewonnen», teilte Kerber, Olympia-Zweite von Rio 2016, der Deutschen Presse-Agentur mit. Sie habe aus der Ferne die ganze Woche mit dem 24-jährigen Hamburger mitgefiebert. «Man hat gemerkt, wie viel es ihm bedeutet hat, die Medaille für Deutschland zu holen und welche Kräfte es bei ihm freigesetzt hat», sagte Kerber, die verletzungsbedingt auf die Sommerspiele verzichtet hatte.

Mit dem deutlichen 6:3, 6:1 gegen den Russen Karen Chatschanow hatte sich Zverev am Sonntag in Japan zum ersten deutschen Olympiasieger im Herren-Einzel gekürt. Es war die erste Einzel-Medaille für den Deutschen Tennis Bund bei den Herren seit 21 Jahren. 2000 hatte Tommy Haas in Sydney Silber geholt. «Was für eine Tennis-Woche du da hingelegt hast, unfassbar geil», gratulierte Haas. «Genieße den Moment. Es ist etwas ganz Besonderes, das du den Rest deines Lebens nicht vergessen wirst.»


Protest des deutschen Vielseitigkeits-Teams abgewiesen

TOKIO: Der Protest des deutschen Vielseitigkeits-Teams bei den Olympischen Spielen in Tokio ist von der Ground Jury abgewiesen worden. Es wurde nach Angaben der Deutschen Reiterlichen Vereinigung (FN) festgestellt, dass das Auslösen eines Sicherheitssystems beim Ritt von Michael Jung aus Horb mit Chipmunk nicht am sogenannten Clips lag.

Diese seien nach dem Ritt des Neuseeländers Tim Price gewechselt worden, Jung sei mit seinem Pferd «über neue Clips» gesprungen, hieß es in einer FN-Mitteilung. Von einer Anrufung des Weltverbands-Tribunals «haben wir in Abstimmung mit dem Reiter und der Teamleitung mangels Erfolgsaussichten verzichtet».

Jung habe das Hindernis «ganz normal touchiert», hatte zuvor Bundestrainer Hans Melzer gesagt. Das Auslösen des Sicherheitssystems wurde mit elf Strafpunkten sanktioniert. Im Einzel fiel Jung dadurch vor dem abschließenden Springen am Montag (10.00 Uhr) von Platz eins auf zehn zurück. Das deutsche Team rutschte von Rang zwei auf sechs.


Erneut über 3000 Corona-Infektionen in Olympia-Stadt Tokio

TOKIO: In der Olympia-Stadt Tokio liegt die Zahl der Corona-Neuinfektionen am fünften Tag in Serie über der Marke von 3000 Fällen. Die Stadt registrierte am Sonntag innerhalb von 24 Stunden 3058 Neuinfektionen, nachdem am Vortag ein Höchststand von 4058 Fällen registriert erreicht worden war. Am Sonntag sind die Zahlen gewöhnlich niedriger, da weniger getestet wird. Die Gouverneure von Tokio sowie anderen betroffenen Präfekturen wollen die Regierung auffordern, härtere Maßnahmen wie Ausgangssperren zu prüfen. Einen Lockdown wie in anderen Ländern hat Japan bisher nicht verhängt. Stattdessen gilt in Tokio und anderen Präfekturen bis 31. August ein Notstand, der nur lockere Maßnahmen vorsieht. So sollen Restaurants und Bars keinen Alkohol ausschenken und früher schließen.

Kritiker verweisen darauf, dass die bisherigen meist unverbindlichen Aufforderungen des Staates nicht mehr greifen. Die Gesellschaft müsse wieder ein «gemeinsames Krisenbewusstsein entwickeln», um einen Zusammenbruch des Gesundheitssystems zu verhindern, forderte der Mediziner Omi Shigeru, der wichtigste Corona-Berater der Regierung. Die Delta-Variante des Virus sei ein «extrem starker Feind», sagte Tokios Gouverneurin Yuriko Koike. Sie rief die Bürger auf, trotz der Sommerferien zu Hause zu bleiben. Zugleich bekräftigte Koike ihre Absicht, die streng vom Volk abgeschirmten Olympischen Spiele fortzusetzen.

Sie wolle die Impfungen von Menschen in ihren 40ern und 50ern beschleunigen, sagte Koike. Im Gegensatz zur jüngeren Generation ist ein Großteil der über 65-Jährigen inzwischen geimpft. Nach einem sehr späten Beginn des Impfprozesses sind bisher erst rund 27 Prozent der japanischen Bevölkerung voll durchgeimpft. Die Behörden in Tokio erwägen jetzt, jüngeren Menschen Impfungen auch ohne vorherige Reservierungen zu ermöglichen. Es gibt aber Klagen über nicht ausreichend Impfstoff. Kritiker behaupten, dass die auf allen TV-Kanälen pausenlos übertragenen Spiele mit dazu beitragen würden, dass jüngere Japaner das Coronavirus nicht mehr so ernst nähmen.


Auseinandersetzungen vor 96-Spiel: Festgenommener Fan wieder befreit

HANNOVER: Vor dem Zweitliga-Spiel zwischen Hannover 96 und Hansa Rostock ist es am Samstag vor dem Stadion zu mehreren Auseinandersetzungen zwischen Fans beider Clubs sowie der Polizei gekommen. Das vermeldete die Polizeidirektion Hannover am Sonntag. Den Angaben zufolge wurden nach einer Schlägerei 19 Personen festgenommen und später wieder entlassen. Die Polizei berichtete zudem, dass Einsatzkräfte bei zwei weiteren Zwischenfällen von Hannover-Fans zurückgedrängt, vorsätzlich behindert und sogar tätlich angegriffen wurden. So konnte ein Festgenommener wieder befreit werden und ein Tatverdächtiger flüchten.


Advocaat neuer Irak-Trainer: Ziel WM in Katar

BAGDAD: Dick Advocaat hat auch mit bald 74 Jahren noch keine Lust auf Ruhestand und will nun den Irak als neuer Nationaltrainer zur Fußball-Weltmeisterschaft in Katar führen. Der weit- und vielgereiste Niederländer, der zuletzt Feyenoord Rotterdam trainiert hatte, wurde am Wochenende vom irakischen Verband IFA vorgestellt. Für Advocaat ist es bereits die siebte Station als Nationaltrainer. Außer in seinem Heimatland war er auch schon für die Auswahlmannschaften Russlands, Serbiens, Südkoreas, Belgiens und der Vereinigten Arabischen Emirate verantwortlich gewesen.


Playoffs zur Conference League: 1. FC Union droht Duell mit Feyenoord

BERLIN: Dem 1. FC Union Berlin droht im ersten Europacup-Duell seit 20 Jahren ein Duell mit dem niederländischen Traditionsclub Feyenoord Rotterdam. Der Tabellenfünfte der Eredivisie ist der namhafteste Verein unter den verbliebenen acht Teams, die den Eisernen am Montag (14.00 Uhr) für die Playoffs zur Conference League zugelost werden können. Feyenoord muss allerdings zuvor noch die dritte Qualifikationsrunde gegen den Schweizer Vertreter FC Luzern überstehen. Union hatte sich als Tabellensiebter der Fußball-Bundesliga für die Conference League qualifiziert.


Neuer Trainer Seoane bestimmt Torwart Hradecky zum Bayer-Kapitän

LEVERKUSEN: Trainer Gerardo Seoane hat Lukas Hradecky zum neuen Kapitän des Fußball-Bundesligisten Bayer Leverkusen bestimmt. «Lukas ist nicht nur ein herausragender Torwart, er ist auch ein Vollprofi, der sehr gewissenhaft seinen Sport betreibt», erklärte Seoane. «Darüber hinaus hat er eine sehr positive Ausstrahlung, ist kommunikativ und übernimmt gerne Verantwortung», sagte der 42-Jährige, der vom Schweizer Serienmeister Young Boys Bern nach Leverkusen kam, in einer Vereinsmitteilung.


Flick startet mit Versprechen - Zukunft von Müller und Hummels offen

FRANKFURT/MAIN: Hansi Flick hat zu seinem offiziellen Start als Fußball-Bundestrainer ein Versprechen abgegeben. «Bundestrainer ist für mich eine Verpflichtung, eine Riesenverantwortung. Ich freue mich wahnsinnig darauf. Ich werde wirklich mein Bestes geben, all in dafür, dass wir wieder begeisternden Fußball spielen», sagte der 56 Jahre alte Flick am Sonntag in einem vom DFB veröffentlichten Video. Zu Personalien wie den von Löw zur EM zurückgeholten Thomas Müller oder Mats Hummels äußerte sich der ehemalige Bayern-Trainer noch nicht konkret. Flicks Vertrag läuft bis nach der Heim-EM 2024.


Turnerin Seitz starke Fünfte am Stufenbarren - Derwael gewinnt

TOKIO: Turnerin Elisabeth Seitz hat bei den Olympischen Spielen in Tokio einen starken fünften Platz am Stufenbarren belegt.

Die Stuttgarterin bekam am Sonntag im Ariake Gymnastics Center für ihre Übung 14,400 Punkte, blieb aber hinter der punktgleichen Vierten Yufei Lu aus China zurück. Die Goldmedaille sicherte sich Favoritin Nina Derwael aus Belgien mit 15,200 Punkten und ist damit Nachfolgerin der Russin Alija Mustafina. Zweite wurde die Russin Anastasia Iljankowa mit 14,833 Punkten. Mehrkampf-Olympiasiegerin Sunisa Lee aus den USA gewann mit 14,500 Punkten Bronze. US-Superstar Simone Biles hatte aufgrund mentaler Probleme ihren Start abgesagt.


Beschwerde über unerlaubt trinkende Athleten im olympischen Dorf

TOKIO: Bei den Olympischen Spielen in Tokio sollen Athleten unerlaubt Alkohol in einem Park des olympischen Dorfes getrunken haben. Japans OK-Geschäftsführer Toshiro Muto bestätigte am Sonntag, dass es in der Nacht zum Samstag eine entsprechende Beschwerde gegeben habe, worauf Polizisten herbeigerufen worden seien. Nähere Einzelheiten nannte er nicht. Das Organisationskomitee werde den Fall untersuchen und «angemessen» reagieren, sagte Muto. Athleten dürfen im olympischen Dorf zwar Alkohol trinken, aber nur auf ihren Zimmern.

Laut japanischen Medienberichten hatten die Polizeibeamten bei ihrem Eintreffen am mutmaßlichen Tatort niemanden angetroffen. Muto sagte, bislang seien sechs Teilnehmern der Spiele die Akkreditierungen wegen Verstoßes gegen die strengen Corona- und Hygieneregeln entzogen worden. Bei vier davon handelte es sich um Vertragsarbeiter, die vor Beginn der Spiele wegen Drogen festgenommen worden waren. Die beiden anderen seien Judoka aus Georgien gewesen, die das olympische Dorf zu einem touristischen Ausflug verlassen hatten, was ihnen verboten war.

Weiteren acht Personen sei die Akkreditierung vorübergehend entzogen worden, zehn Personen wurden verwarnt, sagte Muto. «Dies ist äußerst bedauerlich, da dies die Wahrnehmung der überwiegenden Mehrheit der Teilnehmer, die die Regeln befolgen, beeinträchtigen könnte.»


US-Amerikaner Bromell verpasst Sprint-Finale bei Olympia

TOKIO: Gold-Mitfavorit Trayvon Bromell hat das Olympia-Finale über die 100 Meter verpasst. Der 26-jährige US-Amerikaner wurde am Sonntag in seinem Halbfinale mit 10,00 Sekunden nur Dritter hinter dem zeitgleichen Nigerianer Enoch Adegoke. Bromell, der im Juni in 9,77 Sekunden die siebtschnellste Zeit der Geschichte gesprintet war, hatte sich schon durch seinen Vorlauf zittern müssen.

Der Chinese Su Bingtian zog als Topmann der Halbfinals in 9,83 Sekunden vor dem zeitgleichen Ronnie Baker aus den USA ins Finale ein. Su Bingtian stellte zugleich einen asiatischen Rekord auf.

Im Finale steht auch der Kanadier Andre de Grasse, der in Rio 2016 Bronze über 100 Meter und Silber über 200 Meter geholt hatte. Der Jamaikaner Yohan Blake, 2012 in London Gewinner von Silber über die 100 Meter, erreichte das Finale dagegen nicht.

Dort wird Usain Bolts Nachfolger gesucht. Der Jamaikaner hatte 2008 in Peking, 2012 in London und 2016 in Rio jeweils Gold über die 100 und 200 Meter gewonnen. Erstmals seit dem Jahr 2000 steht sogar gar kein Jamaikaner im Olympia-Finale über die 100 Meter.


Kubaner Lopez greift nach viertem Ringer-Gold - Popp ausgeschieden

TOKIO: Der kubanische Top-Ringer Mijain Lopez Nunez kämpft bei den Olympischen Spielen in Tokio am Montag um seine vierte Goldmedaille. Der 38-Jährige setzte sich im Halbfinale der Gewichtsklasse bis 130 Kilogramm am Sonntag mit 2:0 gegen den mehrfachen Welt- und Europameister Riza Kayaalp aus der Türkei durch. Durch Lopez' Sieg im Giganten-Duell war auch das Aus des deutschen Schwergewichtlers Eduard Popp besiegelt, der zuvor gegen Kayaalp verloren hatte. Nur wenn Kayaalp ins Finale eingezogen wäre, hätte der Heilbronner in der Hoffnungsrunde noch um Bronze kämpfen dürfen.

Lopez ist einer der Superstars der Ringerszene. 2008, 2012 und 2016 wurde er bereits Olympiasieger. Er wäre der erste männliche Ringer überhaupt, der viermal Olympia-Gold gewinnt. Dazu wurde er fünfmal Weltmeister. Eigentlich hätte der knapp zwei Meter große Ausnahmeathlet seine Karriere schon beendet, nach der Verlegung der Spiele in Japan machte er aber nochmal weiter. Bei der Eröffnungsfeier des diesjährigen Events trug er zum dritten Mal nacheinander für sein Heimatland die Fahne ins Stadion.


Handballer im Olympia-Viertelfinale gegen Ägypten

TOKIO: Deutschlands Handballer haben bei den Olympischen Spielen das Viertelfinale erreicht und dürfen weiter auf eine Medaille hoffen.

Die DHB-Auswahl gewann am Sonntag in Tokio gegen Brasilien mit 29:25 (16:12) und schloss die Vorrundengruppe A mit 6:4 Punkten als Dritter ab. Beste Werfer für das Team von Bundestrainer Alfred Gislason waren Steffen Weinhold und Juri Knorr mit jeweils sechs Toren. In der K.o.-Runde trifft Deutschland am kommenden Dienstag auf Ägypten. Die weiteren Paarungen im Viertelfinale lauten: Dänemark gegen Norwegen, Spanien gegen Schweden und Frankreich gegen Bahrain.


Italienischer Ruderer erhält Medaille nach verpasstem Finale

TOKIO: Der italienische Ruderer Bruno Rosetti hat nach seinem wegen eines positiven Corona-Tests verpassten Finale nachträglich die Bronze-Medaille vom Internationalen Olympischen Komitee (IOC) erhalten. Das bestätigte Italiens Ruderverband (FIC) am Sonntag. Rosetti hatte im Vierer alle Vorläufe bestritten, war wenige Stunden vor dem Finale am Mittwoch allerdings positiv getestet und in Quarantäne geschickt worden. Anstelle des 33-Jährigen war Marco Di Constanzo in das Boot gestiegen, das hinter Olympiasieger Australien und Rumänien Platz drei belegte.

Rosetti profitierte als erster Athlet von einer Sonderregelung des IOC, wonach Athleten nach einem positiven Test nicht disqualifiziert, sondern lediglich als «nicht gestartet» gewertet werden. «Ich bin sehr froh darüber. Das zahlt mir gewissermaßen etwas zurück. Ich verstehe immer noch nicht, wie das passieren konnte», sagte Rosetti.


Artem Dolgopyat holt erstes olympisches Turn-Gold für Israel

TOKIO: Artem Dolgopyat hat bei den Sommerspielen in Tokio das erste olympische Turn-Gold für Israel geholt.

Der 24-Jährige gewann am Sonntag zum Auftakt der Geräte-Finals die Entscheidung am Boden mit 14,933 Punkten und ist Nachfolger des Briten Max Whitlock. Damit verwies der zweimalige WM-Zweite aufgrund der höheren Schwierigkeit seiner Übung den punktgleichen Spanier Rayderley Zapata aus Spanien auf Rang zwei. Dritter im Ariake Gymnastics Center wurde Xiao Routeng aus China mit 14,766 Punkten. Deutsche Turner hatten sich nicht für das Finale der besten Acht qualifiziert.


Schweizer Tennisspielerin Bencic verpasst in Tokio zweites Gold

TOKIO: Einen Tag nach ihrem Olympia-Sieg im Einzel hat die Schweizer Tennisspielerin Belinda Bencic die zweite Goldmedaille in Tokio verpasst. Im Doppel-Finale verlor die Weltranglisten-12. am Sonntag an der Seite von Viktorija Golubic 5:7, 1:6 gegen das favorisierte tschechische Duo Barbora Krejcikova und Katerina Siniakova. Krejcikova und Siniakova sicherten Tschechien die erste olympische Goldmedaille im Tennis. In Tokio war die Paarung topgesetzt, zuvor hatten die beiden im Juni gemeinsam die Doppel-Konkurrenz bei den French Open gewonnen.

Bencic nimmt mit Silber im Doppel überraschend zwei Medaillen von den Sommerspielen mit nach Hause. Ihre erfolgreiche Woche in Japan hatte die 24-Jährige am Samstag mit einem 7:5, 2:6, 6:3 im Einzel-Finale gegen die ungesetzte Tschechin Marketa Vondrousova gekrönt. Sie wurde damit die erste Schweizer Olympiasiegerin im Damen-Einzel.


Olympia-Einschaltquote steigt mit Leichtathletik

BERLIN: Mit dem Beginn der Leichtathletik sind die Einschaltquoten der TV-Übertragungen von den Olympischen Spielen in Tokio gestiegen.

Die bisher erfolgreichste Übertragung war am Samstagnachmittag eine knapp einstündige Sendung mit 3,22 Millionen Zuschauern. Das ergab nach ARD-Angaben eine Marktanteil von 29,3 Prozent. Die vorherigen Leichtathletik-Übertragungen des Tages, als insgesamt noch nicht so viele Menschen vor dem Fernseher saßen, hatten sogar Marktanteile von mehr als 30 Prozent.


Europameisterin Punzel Siebte im Kunstspringen vom Drei-Meter-Brett

TOKIO: Wasserspringerin Tina Punzel hat die Olympischen Spiele in Tokio mit einem guten siebten Platz vom Drei-Meter-Brett beendet. Die Europameisterin erreichte am Sonntag im Finale 302,95 Punkte. Damit blieb sie als zweitbeste Europäerin knapp hinter ihren 311,05 Punkten aus dem Halbfinale zurück. Die dreimalige Olympiasiegerin und Favoritin Shi Tingmao aus China wurde ihrer Favoritenrolle gerecht und gewann mit starken 383,50 Punkten. Sie gewann vor ihrer Kollegin Wang Han und der Krysta Palmer aus den USA.

Zwei Bronzemedaillen stehen bereits in der Olympia-Bilanz der deutschen Wasserspringer. Besser waren sie zuletzt in Peking 2008. Damals gab es Silber und Bronze. Punzel gewann zusammen mit Lena Hentschel im Synchronspringen vom Drei-Meter-Brett. Patrick Hausding und Lars Rüdiger legten in derselben Disziplin ebenfalls mit Bronze nach. Chancen auf gute Finalränge haben Hausding und Martin Wolfram im Einzel in der Drei-Meter-Konkurrenz. Bei Olympia 2016 gewann Hausding hier Bronze.


Olympia-Halbzeit: DOSB erwartet Abrutschen im Medaillenspiegel

TOKIO: Der Deutsche Olympische Sportbund rechnet mit einem deutlichen Abrutschen im Medaillenspiegel der Sommerspiele in Tokio. «Es deutet sich an, dass die ersten sechs Plätze nicht mehr zu erreichen sein werden», sagte Chef de Mission Dirk Schimmelpfennig in seinem Zwischenfazit zur ersten Olympia-Hälfte am Sonntag. «Wir gehen davon aus, zwischen Position acht bis zwölf einzulaufen.»

Vor fünf Jahren reiste Deutschland als fünftbeste Nation von den Rio-Spielen ab, 2012 von London stellte es das siebtbeste Team. Ausschlaggebend wird am Olympia-Ende für den Rang im Medaillenspiegel die Anzahl der Plaketten aus Gold sein. In Rio waren es zur Halbzeit acht, in Tokio waren es deutlich weniger. «Es ist nicht immer so einfach für Athleten, so einfach die Topleistung im entscheidenden Moment zu bringen. Es ist sehr eng in der Weltspitze», sagte der DOSB-Sportchef.

Medaillen dürften aber nicht der alleinige Maßstab sein. «Wenn Athleten ihre Bestleistung bieten und nicht die Medaillen erreichen, kann das keine Enttäuschung sein», sagte Schimmelpfennig. Bei der künftigen Förderung des Spitzensports wolle man sich auch weiterhin nicht nur auf einige wenige Disziplinen mit hohen Erfolgschancen spezialisieren. «Wir wollen das in Deutschland immer noch verbinden mit einer Vielfalt. Wir wollen den Sport in Deutschland abbilden», sagte der Chef de Mission.


Ludwig/Kozuch bei Olympia im Beachvolleyball-Viertelfinale

TOKIO: Laura Ludwig und Margareta Kozuch sind bei den Olympischen Spielen nach einem bemerkenswerten Sieg gegen das brasilianische Top-Duo Agatha/Duda ins Viertelfinale eingezogen.

Die Beachvolleyball-Olympiasiegerin und ihre Partnerin gewannen am Sonntag in Tokio 2:1 (21:19, 19:21, 16:14). Der Gegner in der nächsten Runde wird erst am Montagmorgen (Ortszeit) ermittelt.


Schweizer Vielseitigkeitspferd nach Verletzung eingeschläfert

TOKIO: Das Schweizer Vielseitigkeitspferd Jet Set ist nach dem Geländeritt bei den Olympischen Spielen in Tokio eingeschläfert worden.

Der 14 Jahre alte Wallach des Reiters Robin Godel hatte sich bei der Landung in der letzten Wasserkombination einen Bänderriss im rechten Vorderbein zugezogen, wie der Dachverband Swiss Olympic am Sonntag erklärte. «Aufgrund der Schwere der Verletzung und den damit einhergehenden Schmerzen musste das Pferd kurz darauf eingeschläfert werden», hieß es in einer Mitteilung. Der 22 Jahre alte Reiter blieb unverletzt.


Laser-Weltmeister Buhl verpasst olympische Segel-Medaille

ENOSHIMA: Philipp Buhls Traum von einer olympischen Segel-Medaille bleibt vorerst unerfüllt. Der Laser-Weltmeister konnte seine ohnehin nur kleine Chance auf Edelmetall im Finale der besten Einhand-Jollensegler am Sonntag im Olympia-Revier von Enoshima nicht nutzen. Im Medaillenrennen der ersten Zehn ersegelte der 31-jährige Sonthofener einen dritten Rang, blieb aber im Endklassement Fünfter.

Den vor ihm liegenden Rivalen unterliefen keine großen Patzer mehr. Hinter dem Australier Matt Wearn, der sich den Olympiasieg schon vor dem Medal Race gesichert hatte, holte sich Tonci Stipanovic aus Kroatien Silber, Bronze ging an Buhls norwegischen Trainingspartner Hermann Tomasgaard.


Französischer Boxer protestiert nach Disqualifikation mit Sitzstreik

TOKIO: Der französische Superschwergewichtsboxer Mourad Aliev ist bei den Olympischen Spielen in Tokio disqualifiziert worden und hat danach ungehalten sowie aggressiv auf die Entscheidung reagiert. Der aus Moskau stammende 26-Jährige schlug nach dem Kampf-Abbruch am Sonntag wütend in Richtung einer TV-Kamera, nachdem er mit mehreren Gesten sein Unverständnis dokumentierte. Nach einiger Zeit setzte er sich außerhalb der Seile auf die Ringplattform und ging in einen Sitzstreik. Nach 30 Minuten verließ er seinen Platz, kehrte nach Angaben der Nachrichtenagentur AP aber wieder zurück. Insgesamt saß Aliev etwa 45 Minuten auf der Stelle. In dieser Zeit war eine Pause der Box-Wettkämpfe bis zur Session am Abend (Ortszeit).

Er wurde im Kampf gegen den Briten Frazer Clarke vier Sekunden vor dem Ende der zweiten Runde disqualifiziert. Ob ein von Schiedsrichter Andrew Mustacchio aus den USA als absichtlich gewerteter Kopfstoß oder Alievs Protest gegen den daraufhin angezeigten Punktabzug Ursache für die Disqualifikation war, blieb zunächst unklar. «Jeder weiß, ich habe gewonnen», brüllte Aliev in der fast leeren Kokugikan-Arena. Die erste Runde war in dem engen Kampf für ihn gewertet worden. Clarke hat durch den Sieg und den Einzug ins Halbfinale die Bronzemedaille bei Olympia sicher.


Bahnradasse über Klagen der Fußballer amüsiert - «Kummer gewöhnt»

IZU: Das Klagen der Fußballer über die großen Restriktionen bei den Olympischen Spielen hat die deutschen Bahnradasse eher amüsiert. «Wir sind am Ende des Tages Kummer und Sorgen gewöhnt. Bei uns hängen die Olympischen Spiele davon ab. Da würde ich die Fußballer mal ausklammern. Für die ist es ein Riesenschock, wenn sie ein Dorf sehen», sagte Ex-Weltmeister Maximilian Levy und fügte hinzu: «Wir leben dafür, diese vier Jahre durchzuziehen und bei den Olympischen Spielen zum Abschluss zu bringen. Jeder weiß, was es bedeutet, wenn man gut fährt oder nicht. Das ganze Drumherum ist da, aber irgendwie ist es auch egal.»

DFB-Trainer Stefan Kuntz hatte nach dem Vorrunden-Aus die Olympia-Gastgeber kritisiert. Es sei kein olympisches Flair vorhanden gewesen. «Wir waren kaserniert, eingesperrt, durften nicht auf die Straße gehen. Wir durften nur nach langem Hin und Her einen Balkon mal öffnen lassen. Da muss ich sagen: Da hätte ich gern mehr olympisches Flair gehabt», sagte Kuntz.

Die japanischen Gastgeber haben wegen der Corona-Pandemie bei den Olympischen Spielen konsequente Regeln aufgestellt. Zuschauer sind bis auf wenige Ausnahmen nicht erlaubt, dazu gibt es für alle Beteiligten an dem Event viele Corona-Tests und wenige Freiheiten.

Laut Bahnrad-Bundestrainer Detlef Uibel seien die Fußballer noch in den Genuss gekommen, das olympische Dorf zu besuchen. «Wir dürfen nicht nach Tokio, um ins Dorf zu gehen. Das ist alles tabu. Von daher sind wir hier komplett unter uns und auch kaserniert», sagte Uibel. Die Bahnradasse sind in einem Athletendorf in der Nähe von Izu untergebracht. Levy hatte die Einrichtung als «unterirdisch» bezeichnet.


Gundam, Robo-Dogs und Techno-WCs - Japaner sind technikbegeistert

TOKIO: Ein Basketball werfender Roboter mit etwas gruseligem Antlitz oder eine riesige Roboterstatue namens Gundam auf Odaiba - Japan präsentiert sich bei den Olympischen Spielen als Roboter-Hochburg. Kaum ein anderes Volk ist gegenüber Robotern so aufgeschlossen wie die Japaner. Dazu trug die berühmte Comic-Figur «Tetsuwan Atomu» (Astro Boy) des Zeichners Osamu Tezuka aus den 1950er und 60er Jahren bei, die zum Ausdruck der seit Generationen andauernden Begeisterung für Technik und Roboter aller Art wurde.

Experten verweisen auch auf die Naturreligion Shinto. Danach haben für Japaner nicht nur Lebewesen eine Seele, sondern auch Dinge wie Steine und Bäume, aber auch Haushaltsgeräte - und eben Roboter. Es ist in Japan zum Beispiel nichts Ungewöhnliches, dass Shinto-Priester vor ihren Schreinen neugekaufte Autos spirituell reinigen. Bei Olympia in Tokio sind Brennstoffzellen-Fahrzeuge im Einsatz und Hightech-Befeuchtungsanlagen sollen gegen Tokios schwüle Sommerhitze schützen. Noch mehr beeindruckt ist mancher Olympia-Teilnehmer aber von Japans Hightech-Toiletten, bei denen die Wasserspülung, Temperatur und Spülung per Knopfdruck und Sensoren funktionieren.

Abgesehen von solchen Toiletten sind Roboter im Alltag der Japaner zwar eher selten. Dennoch investiert die Wirtschaft, die in der Industrie schon lange Roboter einsetzt, auch in die Entwicklung von Unterhaltungs- und Pflegerobotern. Die japanische Gesellschaft überaltert rasch, kluges Gerät soll das Problem stemmen helfen. In Einrichtungen wie Altenheimen gibt es seit längerem schon Pilotprojekte. Dort sind auch kleine Roboter im Einsatz, die mit den Seniorinnen und Senioren singen, sprechen und sich streicheln lassen.

Anders als im Westen, wo sich viele Menschen vor Robotern fürchteten, schaffe sich Japan eine «Kultur», in der die Bürger auf spielerische und unterhaltsame Weise auf die Zukunft vorbereitet würden, sagen Experten. Dazu gehört Sonys berühmter Roboterhund Aibo, der auch auf Patrouille im Haushalt gehen kann. Er ist mit Kameras und Mikrofonen ausgestattet und kann sich mehrere Gesichter merken, um Bewohner zu erkennen. Solche Roboter dienen in Japan manchem während der Corona-Pandemie auch als Ersatz für zwischenmenschlichen Kontakt.


Schnellfeuerpistole: Rio-Olympiasieger Reitz mit guter Finalchance

TOKIO: Rio-Olympiasieger Christian Reitz hat beste Chancen auf das olympische Finale mit der Schnellfeuerpistole. Den ersten Teil der zweitägigen Qualifikation mit 30 Schüssen schloss der 34 Jahre alte Polizeioberkommissar aus Regensburg, der für den SV Kriftel an den Start geht, am Sonntag auf Platz drei mit 296 Ringen ab. Besser waren nur die beiden französischen Mitfavoriten Clement Bessaguet und Jean Quiquampoix mit jeweils 297 Ringen. Dagegen muss Vereinskollege Oliver Geis mit 285 Ringen um das Finale der besten Sechs an diesem Montag bangen.

Während Reitz, der mit 593 Ringen auch den Qualifikations-Weltrekord in dieser Disziplin hält und auch schon in Peking 2008 Bronze gewann, auf der Asaka Shooting Range mit einer sauberen 100er Serie startete und zwei 98er nachlegte, kam der 30-jährige Geis nur auf zwei 96er Serien. Mit der abschließenden 93er Runde wird die Finalteilnahme als derzeit 17. schwer. Schon in Rio verpasste Geis, der 2014 WM-Zweiter wurde, das Finale und wurde 17.


Geschke verlässt Quarantäne-Hotel - «Ende der nutzlosesten Reise»

TOKIO: Der positiv auf Corona getestete Radsportler Simon Geschke hat bei den Olympischen Spielen in Tokio das Quarantäne-Hotel endlich verlassen dürfen. «Ende der nutzlosesten Reise meiner Karriere, super aufgeregt aus der Quarantäne zu kommen und nach Hause zu fliegen», schrieb der 35-Jährige auf Twitter.

Geschke war vor über eine Woche ins Quarantäne-Hotel eingezogen, nachdem ein PCR-Test trotz Impfung positiv ausgefallen war. Nach den Pandemie-Vorschriften für Olympia hätte Geschke bis maximal 14 Tage in der Quarantäne festgehalten werden können. Nach zwei negativen Tests durfte er aber das Hotel verlassen. In den vergangenen Tagen war große Kritik an den Zuständen in dem abgeschotteten Hotel aufgekommen. Daraufhin hatten die Gastgeber die Bedingungen etwas verbessert.

Am Flughafen wartete auf Geschke aber offenbar die nächste unliebsame Überraschung. «Und gerade wenn du denkst, dass es besser wird . kommst du am Flughafen an und es wird kein Bier verkauft», scherzte Geschke, der nun sechs Wochen unterwegs war. Der gebürtige Berliner war direkt von der Tour de France nach Tokio zu den Sommerspielen gereist, wo er im Straßenrennen starten sollte.


Vierte Absage: US-Turnstar Biles verzichtet auch auf Boden-Finale

TOKIO: Turn-Superstar Simone Biles verzichtet aus gesundheitlichen Gründen bei den Olympischen Spielen in Tokio auf ein weiteres Finale. Wie der US-Turnverband am Sonntag mitteilte, wird die 24-Jährige auch am Montag nicht zur Entscheidung am Boden antreten. Zuvor hatte die viermalige Olympiasiegerin von Rio de Janeiro 2016 bereits ihre Teilnahme an den Finals im Mehrkampf, am Stufenbarren und am Sprung abgesagt sowie das Mannschaftsfinale nach nur einem Gerät abgebrochen.

Ob Simone Biles am Dienstag am Abschlusstag der Turn-Wettbewerbe zum Finale am Schwebebalken antritt, ließ der Verband offen. Eine Entscheidung werde später getroffen, hieß es. «Egal wie, wir stehen hinter Dir, Simone», schrieb der Verband auf Twitter.

Biles hatte nach ihrem Ausstieg im Team-Finale von mentalen Problemen berichtet. «Ich sage, die mentale Gesundheit steht an erster Stelle. Daher ist es manchmal in Ordnung, die großen Wettbewerbe sogar auszusitzen, um sich auf sich selbst zu konzentrieren. Es zeigt, wie stark du als Wettkämpfer und Person wirklich bist anstatt sich einfach durchzukämpfen», hatte Biles gesagt und vom «Kampf gegen Dämonen» vor dem Wettkampf gesprochen.

In den sozialen Netzwerken ist Biles weiterhin aktiv. Zuletzt hatte sie auf Instagram ein Bild gepostet mit den Worten: «Ich darf Grenzen haben, ohne mich damit schlecht zu fühlen.»


«Hulk» beim Kugelstoßen: Raven Saunders mit Blickfang-Mundschutz

TOKIO: Grüne Haut, rotes Zahnfleisch, weiße Beißer: Der Mund-Nasen-Schutz von Kugelstoßerin Raven Saunders hat die Blicke im Olympiastadion von Tokio auf sich gezogen. Die 25-jährige US-Amerikanerin mit dem halb grün und halb pink gefärbten kurzen Haar selbst auch.

«The Hulk» wird Saunders, die ihre Wettkämpfe mit diesem auffälligen Mund-Nasen-Schutz bestritten hat, nur genannt. Im Gegensatz zu der Comic-Figur, die ohne Wutfall eigentlich ein normaler Bürger ist, hatte die eigenwillige Athletin am Sonntag keinen Grund zum Ärgern. Saunders (19,79 Meter) holte hinter der Chinesin Gong Lijiao (20,58) Silber und posierte danach kokett mit der US-Flagge. Sara Gambetta aus Halle/Saale wurde mit persönlicher Bestleistung (18,88) Achte.


Weltrekordler Biedermann gratuliert Wellbrock: «Beherztes Rennen»

TOKIO: Schwimm-Weltrekordler Paul Biedermann hat die Bronzemedaille von Florian Wellbrock über 1500 Meter Freistil als großen Erfolg gewürdigt. «Florian Wellbrock ist ein beherztes Rennen geschwommen und hat sich mit der Bronzemedaille belohnt. Er hat seine Vielseitigkeit bei der Renngestaltung bewiesen und sich von seinem Finale über die 800 Freistil sehr gut erholt», sagte Biedermann am Sonntag auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur.

Wellbrock hatte sich über 1500 Meter Freistil knapp Sieger Robert Finke und dem Ukrainer Michailo Romantschuk geschlagen geben müssen. «Seit 21 Jahren hat er die erste olympische Medaille für Männer bei den Beckenschwimmern geholt und daher ist die Leistung über 1500 Freistil nicht hoch genug zu bewerten. Jetzt stehen noch zehn Kilometer im Freiwasser an, was nochmal seine Vielseitigkeit unterstreicht», sagte der 34-jährige Biedermann. Seine Weltrekorde über 200 und 400 Meter Freistil von der WM 2009 aus der Ära der Hightech-Anzüge sind immer noch gültig.

Nach zweimal Bronze der deutschen Beckenschwimmer in Tokio sieht Biedermann gute Chancen für die Zukunft. «Ich sehe einen Generationswechsel im DSV. Mit Sarah Köhler und Florian Wellbrock als Aushängeschilder», formulierte es Biedermann. «Im Nachwuchs haben wir mit Isabel Gose, Henning Mühlleitner, Lukas Märtens und Anna Elendt starke Leistungen gesehen, auf die es aufzubauen gilt. Es werden einige altgediente Athletinnen und Athleten aufhören, die den Weg geebnet haben und nun Raum für neue Talente ermöglichen.»


US-Lagen-Staffel um Dressel gewinnt Gold - Australiens Frauen vorn

TOKIO: Die amerikanische Lagen-Staffel um Star-Schwimmer Caeleb Dressel ist in Weltrekordzeit zum Olympiasieg über 4 x 100 Meter geschwommen. Das Quartett um Dressel, Ryan Murphy, Michael Andrew und Zach Apple schlug am Sonntag in Tokio nach 3:26,78 Minuten an. Das war klar schneller als das US-Quartett um Michael Phelps im Sommer 2009, das damals 3:27,28 Minuten schwamm. Es war der sechste Weltrekord der Becken-Wettbewerbe in Tokio.

Dressel jubelte über sein fünftes Gold dieser Sommerspiele. Die USA waren mit elfmal Gold und insgesamt 30 Medaillen die erfolgreichste Nation im Becken. Deutschland konnte dank Sarah Köhler und Florian Wellbrock jeweils mit Bronze nach zwei olympischen Nullnummern in London und Rio wieder Medaillen gewinnen.

Bei den Frauen siegten die Australierinnen über 4 x 100 Meter Lagen in 3:51,60 Minuten und olympischem Rekord. Deutsche Staffeln hatten sich nicht für die Endläufe qualifiziert.


Niederlage für Florett-Herren - deutsche Fechter ohne Medaille

TOKIO: Deutschlands Fechter beenden die zweiten Olympischen Spiele in Folge ohne Medaille. Die Florett-Herren verloren im abschließenden Teamwettkampf am Sonntag ihr Viertelfinale gegen die favorisierten US-Amerikaner mit 36:45. Der Deutsche Fechter-Bund geht somit wie schon bei den Sommerspielen vor fünf Jahren in Rio de Janeiro leer aus. «Die Mannschaft ist sehr traurig, wir hatten eine gute Chance gegen den Top-Favoriten», sagte ein enttäuschter Andre Sanita.

Gemeinsam mit Peter Joppich und Benjamin Kleibrink zeigte Sanita nach ernüchternden Einzeln, in denen keiner der Deutschen über das Achtelfinale hinausgekommen war, im Mannschaftswettkampf eine couragierte Leistung. Nach einem souveränen 45:31 im Achtelfinale gegen Kanada, startete das deutsche Trio mit viel Selbstvertrauen in das Gefecht gegen die Weltranglistenersten.

Dort entwickelte sich zu Beginn eine hart umkämpfte Partie mit zahlreichen Führungswechseln. Erst in der Schlussphase zogen die US-Amerikaner mit ihren Star-Fechtern Gerek Meinhardt und Alexander Massialas davon und setzten sich erwartungsgemäß durch.

Das Gefecht um Platz fünf konnten die deutschen Florett-Männer wenig später verletzungsbedingt nicht bestreiten. «Wir haben keine drei Einzelfechter mehr, weil sich Andre verletzt hat», sagte Sportdirektor Sven Ressel. Nähere Details zu der Verletzung waren zunächst nicht bekannt. Deutschlands Fechter schlossen den Wettkampf somit auf Rang sechs ab.


Ehemann sieht Finaleinzug von Ringerin Rotter-Focken im Kino

TOKIO: Diese hollywoodreife Vorführung seiner Ehefrau wollte Jan Rotter in einem würdigen Rahmen erleben. Der 30-Jährige verfolgte den Finaleinzug der früheren Ringer-Weltmeisterin Aline Rotter-Focken bei den Olympischen Spielen am Sonntag in einem Kino in Triberg. Nachdem Rotter-Focken durch einen 3:1-Sieg über Asienmeisterin Hiroe Minagawa aus Japan ins Finale eingezogen war, wurden ihr Mann und dessen Freunde ihr per Video zugeschaltet. «Ich wusste das gar nicht», sagte die Athletin, nachdem sie mehrere Handküsse über den Bildschirm nach Hause geschickt hatte.

Die Weltmeisterin von 2014 hat Silber in der Gewichtsklasse bis 76 Kilogramm schon sicher. Es ist die erste deutsche Olympia-Medaille im Frauen-Ringen überhaupt. Am Montag (ab 13.55 Uhr/MESZ) kämpft sie gegen die amtierende Weltmeisterin und in Tokio topgesetzte Amerikanerin Adeline Gray um Gold. Danach beendet sie ihre Karriere.


18 neue Corona-Fälle bei Olympischen Spielen in Tokio

TOKIO: Im Umfeld der Olympischen Spiele in Tokio sind 18 neue Corona-Fälle registriert worden. Das vermeldeten die Organisatoren am Sonntag. Der Höchstwert war am Freitag mit 27 Neuinfektionen erreicht worden. Ein Athlet aus dem olympischen Dorf ist betroffen.

Die Zahl der positiven Tests rund um die Wettkämpfe in Japan stieg damit auf 259. Insgesamt infizierten sich demnach bislang 24 Sportler mit dem Coronavirus. Am Tag der Eröffnungsfeier hatte es im deutschen Team in Radsportler Simon Geschke den ersten Corona-Infizierten gegeben.


Vielseitigkeit: Warten auf Ergebnis des Protestes

TOKIO: Knapp sechs Stunden nach einem Protest des deutschen Vielseitigkeits-Teams bei den Olympischen Spielen in Tokio gibt es noch kein Ergebnis. Grund des Einspruchs nach dem Geländeritt am Sonntag war nach Angaben der Deutschen Reiterlichen Vereinigung das Auslösen eines Sicherheitssystems beim Ritt von Michael Jung aus Horb mit Chipmunk. Jung habe das Hindernis «ganz normal touchiert», sagte Bundestrainer Hans Melzer.

Das Auslösen des Sicherheitssystems wurde mit elf Strafpunkten sanktioniert. Im Einzel fiel Jung dadurch vor dem abschließenden Springen am Montag (10.00 Uhr) von Platz eins auf zehn zurück. Das deutsche Team rutschte von Rang zwei auf sechs.


Lessmann Sechste im BMX-Freestyle - Worthington erste Olympiasiegerin

TOKIO: Lara Lessmann hat bei der olympischen Premiere im BMX-Freestyle den sechsten Platz belegt. Die Berlinerin kam am Sonntag im Ariake Urban Sports Park von Tokio auf 79,60 Punkte. Erste Olympiasiegerin wurde überraschend die Britin Charlotte Worthington mit 97,50 Punkten, Silber ging an die Top-Favoritin Hannah Roberts aus den USA mit 96,10 Zählern. Bronze gewann die Schweizerin Nikita Duccaroz (89,20).

Wohl aufgrund ihres vor knapp zwei Monaten erlittenen Schlüsselbeinbruchs zeigte Lessmann eine im Vergleich zur Konkurrenz eher defensive Vorstellung. Die 21-Jährige hatte im ersten Lauf solide 79,60 Punkte vorgelegt, damit fast zehn Zähler mehr als am Vortag bei der Qualifikation. Im zweiten Lauf verzichtete Lessmann aber auf mehr Risiko, kam auf 78,00 Punkte. Nur der beste Lauf floss in die Wertung ein.

Im BMX Freestyle zeigen die Sportlerinnen und Sportler Tricks in jeweils einminütigen Läufen. Die Disziplin ist in Tokio erstmals olympisch, in BMX-Rennen werden seit 2008 in Peking Medaillen bei Sommerspielen vergeben.


Olympia-Aus für Hürdenläufer Abuaku im Olympia-Halbfinale

TOKIO: Alle drei deutschen 400-Meter-Hürdenläufer sind im Halbfinale der Olympischen Spiele in Tokio ausgeschieden. Der Frankfurter Joshua Abuaku kam am Sonntag in 49,93 Sekunden im ersten Rennen als achter und letzter Starter ins Ziel. Sieger seines Rennens wurde der norwegische Weltrekordler Karsten Warholm, der in 47,30 Sekunden souverän als Erster die Ziellinie überquerte. Damit bestätigte der Weltmeister von 2019 und 2017 seine Favoritenrolle. Bei den Rio-Spielen 2016 war Warholm im Halbfinale ausgeschieden.

Auch der Sindelfinger Constantin Preis konnte in 49,10 Sekunden als Vierter seines Lauf ebenso wenig weiterkommen wie Luke Campbell (Eintracht Frankfurt), der Fünfter in 48,62 Sekunden wurde.


Deutsche Basketballer im Olympia-Viertelfinale gegen Slowenien

SAITAMA: Deutschlands Basketballer treffen in ihrem ersten Olympia-Viertelfinale seit 1992 auf Slowenien mit NBA-Superstar Luka Doncic. Das ergab die Auslosung nach dem Ende der Vorrunde am Sonntag in der Saitama Super Arena im Norden Tokios. Die Mannschaft von Bundestrainer Henrik Rödl kämpft am Dienstag um den erstmaligen Einzug in ein olympisches Halbfinale. Die Auswahl des Deutschen Basketball Bundes steht nach 1984 und 1992 erst zum dritten Mal überhaupt in der Runde der besten Acht.

In der Gruppenphase hatte es in Japan bislang einen Sieg gegen Nigeria und jeweils Niederlagen gegen Italien und Australien gegeben. Als einer von zwei Gruppendritten schaffte es das DBB-Team so in die K.o.-Phase. Bereits vor der Auslosung stand fest, dass Deutschland nur auf die Gruppensieger Frankreich und Slowenien treffen konnte. Die Slowenen hatten sich in ihrem letzten Vorrundenspiel mit 95:87 gegen Spanien durchgesetzt und alle drei Partien gewonnen.

In einem möglichen Halbfinale würde Deutschland auf den Sieger der Partie zwischen Italien und Frankreich treffen. Die weiteren Viertelfinals bestreiten Gold-Favorit USA gegen Spanien und Australien gegen Argentinien.


Olympia-Überraschung im Handball: Portugal raus

TOKIO: Überraschung im olympischen Handball-Turnier: Der EM-Sechste Portugal ist nach einer unerwarteten 30:31-Niederlage gegen den ebenfalls ausgeschiedenen Gastgeber Japan bereits in der Vorrunde gescheitert.

Nutznießer der Pleite ist Bahrain. Der zweite Asienvertreter stand als Tabellenvierter der Gruppe B schon vor dem abschließenden Vorrundenspiel gegen Ägypten am Sonntag sicher im Viertelfinale, wo am kommenden Dienstag Rekord-Weltmeister Frankreich der Gegner ist. Die deutsche Mannschaft spielt ebenfalls am Sonntag (12.30 Uhr) gegen Brasilien um den Einzug in die K.o.-Runde.


Bach: Russische Athleten haben Anspruch auf Olympia-Start

TOKIO: IOC-Präsident Thomas Bach hat den Start einer großen Auswahl russischer Athleten bei Olympia in Tokio erneut verteidigt. «Sie haben sich allen Qualifikationen und den entsprechenden Tests unterworfen, wie auch alle anderen Athleten, die hier teilnehmen. Deswegen haben sie auch den Anspruch, entsprechend behandelt zu werden», sagte der Chef des Internationalen Olympischen Komitees der Deutschen Presse-Agentur. An der Teilnahme russischer Sportler an den Sommerspielen in Tokio gibt es wegen des Skandals um staatlich unterstütztes Doping weiterhin Kritik.

Die Welt-Anti-Doping-Agentur Wada hatte Russland im Dezember 2019 eigentlich für vier Jahre von den wichtigsten Sportereignissen der Welt ausgeschlossen. Doch Ende 2020 halbierte der Internationale Sportgerichtshof Cas die Sperre. In Tokio dürfen russische Sportler als neutrale Athleten unter dem Namen «Russisches Olympisches Komitee» (ROC) antreten. «Das Russische Olympische Komitee ist hier in vollem Respekt für die Sanktionen, die durch die Wada ausgesprochen worden sind», versicherte Bach.

Insgesamt dürfen 335 Athletinnen und Athleten aus Russland bei Olympia in Japan dabei sein. Zur Halbzeit der Spiele liegt die ROC-Auswahl auf Platz vier des Medaillenspiegels.


Golfer Schauffele gewinnt Olympia-Gold für die USA

TOKIO: Der US-Golfer Xander Schauffele hat bei den Olympischen Spielen die Goldmedaille gewonnen. Der 27 Jahre alte Kalifornier mit deutschen Wurzeln spielte am Sonntag im Kasumigaseki Country Club eine 67er-Runde und siegte einem Gesamtergebnis von 266 Schlägen vor Rory Sabbatini (267). Dem 45 Jahre alten Slowaken gelang am Finaltag auf dem Par-71-Kurs im Norden von Tokio mit 61 Schlägen eine Traumrunde. Die Bronzemedaille sicherte sich im Stechen C T Pan aus Taiwan. Insgesamt lagen nach den vier Runden sieben Spieler mit jeweils 269 Schlägen auf dem dritten Platz, so dass ein Playoff entscheiden musste.

Die beiden deutschen Olympia-Teilnehmer Hurly Long und Maximilian Kieffer lagen bereits vor dem Schlusstag zu weit zurück, um noch in den Kampf um die Medaillen eingreifen können. Der 26 Jahre alte Mannheimer Long spielte am Sonntag eine gute 67er-Runde und beendete das Turnier mit 277 Schlägen auf dem geteilten 35. Rang. Der 31-jährige Kieffer aus Düsseldorf kehrte mit einer 71er-Runde ins Clubhaus zurück und belegte im Feld der 60 Starter mit 280 Schlägen den 45. Platz.


Verstappen über Elektroautos: «Das ist nicht mein Stil»

BUDAPEST: Max Verstappen kann Elektroautos nichts abgewinnen. «Die haben keinen Sound», erklärte der Formel-1-Pilot in einem Interview der «Bild am Sonntag». Die Beschleunigung sei zwar beeindruckend. «Aber die kommt von einer Batterie, also reizt es mich überhaupt nicht», sagte der 23 Jahre alte Niederländer.

Kurzum: Elektroautos seien nicht sein Stil. «Ich besitze keins und plane auch nicht, mir in der Zukunft eines zu zulegen», sagte Verstappen. Der Red-Bull-Fahrer liefert sich in diesem Jahr mit dem siebenmaligen Weltmeister Lewis Hamilton von Mercedes ein erbittertes Duell um den Titel in der Königsklasse des Motorsports.


Dressel gewinnt Olympia-Gold über 50 Meter Freistil

TOKIO: Ausnahmeschwimmer Caeleb Dressel hat seine vierte Goldmedaille bei den Olympischen Spielen in Tokio gewonnen. Der 24-Jährige schlug am Sonntag im Finale über 50 Meter Freistil nach 21,07 Sekunden an und stellte damit einen olympischen Rekord auf. Zweiter wurde der Franzose Florent Manaudou, Bronze holte der Brasilianer Bruno Fratus.

Dressel hatte zuvor schon Gold über die doppelte Distanz und 100 Meter Schmetterling gewonnen. Im Schmetterling-Rennen stellte er in 49,45 Sekunden einen Weltrekord auf. Zudem siegte er mit der 4 x 100 Meter Freistil-Staffel der USA. Insgesamt hat er nun sechs Olympia-Goldmedaillen auf dem Konto. In Rio de Janeiro hatte Dressel 2016 mit zwei Staffeln Gold gewonnen.


Deutsche Florett-Herren im Viertelfinale - letzte Chance auf Medaille

CHIBA: Deutschlands Fechter dürfen weiter auf eine Medaille bei diesen Olympischen Spielen hoffen. In einem einseitigen Teamwettkampf gewannen die Florett-Herren am Sonntag ihr Achtelfinale gegen Kanada mit 45:31. In der Runde der besten Acht trifft das Team um Peter Joppich (3.45 Uhr/MESZ) nun auf die klar favorisierten US-Amerikaner. Für den Deutschen Fechter-Bund ist der Wettkampf die letzte Möglichkeit auf Edelmetall bei diesen Spielen in Japan.

Nach den ernüchternden Einzeln, in denen keiner der Deutschen über das Achtelfinale hinausgekommen war, ließen Peter Joppich, Benjamin Kleibrink und Andre Sanita den Kanadiern keine Chance. Nach einem verpatzten Start und drei Treffern in Rückstand, drehte das Trio die Partie und baute seine Führung zwischenzeitlich auf 19 Treffer aus. Auch ein starker Endspurt der Kanadier konnte den Viertelfinal-Einzug des deutschen Teams nicht mehr verhindern.


Rekord-Olympiasieger Phelps: «Das Leben ist jetzt deutlich schwerer»

TOKIO: Rekord-Olympiasieger Michael Phelps schwimmt längst nicht mehr täglich und nur noch zur Erholung. «Inzwischen gehe ich nur noch ins Wasser, wenn ich eine mentale Pause brauche. Einfach Frieden und Ruhe!», sagte der 36-Jährige der «Bild am Sonntag». «Wenn ich einen dieser Tage habe, wenn ich einfach in einem schlechten Zustand bin und zu kämpfen habe, ist das Schwimmbecken der beste Ort, an den ich gehen kann», sagte Phelps. «Da komme ich am besten zur Ruhe, ich kann entspannen. Dann bin ich wie im Autopilot.»

Der 23-malige Schwimm-Olympiasieger hatte in seinem Leben schon mehrmals mit Depressionen zu kämpfen und 2014 erstmals über seine Erkrankung gesprochen. Bei Olympia in Tokio ist Phelps als TV-Experte dabei. Erstmals seit 1996 finden die Sommerspiele ohne den Superstar aus den USA im Wasser statt.

«Das Leben ist jetzt deutlich schwerer. Als ich noch aktiv war, wurde mir von allen Seiten immer gesagt, wo ich hin muss und was ich zu tun habe. Training, essen und schlafen - das war es!», sagte Phelps zu seinem Leben nach der Schwimm-Karriere. «Jetzt versuche ich, drei Kinder in den Griff zu bekommen. Parallel schaue ich, dass ich mich um mich selbst und meine Geschäfte kümmere. Aber auch meine mentale Gesundheit ist wichtig. Das alles ist ein Fulltime-Job. Da habe ich viel zu jonglieren, aber ich liebe es.»


Ex-Tennisprofi Kiefer: Zverevs Finaleinzug «logische Folge»

TOKIO: Der frühere Tennisprofi Nicolas Kiefer hält den Finaleinzug von Alexander Zverev bei Olympia in Tokio keineswegs für überraschend. «Es ist die logische Folge einer starken Karriere», sagte der 44-Jährige dem «Sportbuzzer». Mit dem sensationellen Halbfinal-Sieg gegen den Weltranglisten-Ersten Novak Djokovic habe Zverev «oben an die Tür der absoluten Weltspitze angeklopft», befand Kiefer. «Jetzt ist sie offen. Zverev muss «nur noch» durchgehen», fügte der Doppel-Finalist bei Olympia 2004 hinzu.

Für Zverev hätten die Sommerspiele in Tokio bei seinen Planungen für dieses Jahr «immer die allerhöchste Priorität» gehabt. «Dass es jetzt Gold oder Silber wird, hätte er wohl nicht unbedingt erwartet. Silber wäre absolute Weltklasse, Gold der totale Wahnsinn», sagte Kiefer.

Zverev kann sich am Sonntag im Endspiel gegen den russischen Überraschungsfinalisten Karen Chatschanow zum ersten deutschen Olympiasieger im Herren-Einzel küren. Das Finale ist als zweite Partie nach dem Doppel-Endspiel der Damen (8.00 Uhr MESZ) angesetzt. «Die Erwartungshaltung ist hoch. Ich hoffe, dass er sich jetzt nicht zu sehr unter Druck setzt», sagte Kiefer.

Für den 24 Jahre alten Hamburger Zverev sei es schade, dass das Endspiel wegen der Corona-Pandemie ohne Zuschauer stattfindet. «Er kann sich aber sicher sein: Ganz Deutschland, das «deutsche Dorf» und viele andere auf dieser Welt werden mitfiebern und ihm die Daumen drücken. Es ist aus deutscher Sicht der olympische Höhepunkt bisher», sagte Kiefer.


Eggestein rettet Bremen ersten Zweitliga-Sieg - 3:2 in Düsseldorf

DÜSSELDORF: Maximilian Eggestein hat Bundesliga-Absteiger SV Werder Bremen zum ersten Erfolgserlebnis in der 2. Liga geführt. Die Norddeutschen gewannen am Samstagabend bei Fortuna Düsseldorf durch zwei Treffer von Joshua Sargent (39./64. Minute) und einen Strafstoß von Eggestein (90.+6) mit 3:2 (1:0). Eine Woche nach dem 1:1 gegen Hannover 96 präsentierte sich das Team des neuen Trainers Markus Anfang verbessert und nutzte seine Tormöglichkeiten konsequenter. Die Düsseldorfer erlitten dagegen gleich im ersten Heimspiel einen Rückschlag. Vor erstmals wieder 12.850 Zuschauern in der Düsseldorfer Arena reichte es für die Gastgeber nur zu den Treffern von Rouwen Hennings (47.) und Khaled Narey (90.+4).


0:3 gegen Neapel: Nagelsmann bleibt als Bayern-Trainer sieglos

MÜNCHEN: Auch bei der Rückkehr der meisten EM-Teilnehmer um Weltfußballer Robert Lewandowski ist Trainer Julian Nagelsmann seinen Sieglos-Status beim FC Bayern München nicht losgeworden. Der deutsche Meister verlor am Samstag vor 10.000 Zuschauern in der Allianz Arena gegen den SSC Neapel mit 0:3 (0:0). Victor Osimhen (69./71. Minute) und Zinedine Machach (86.) trafen in der zweiten Hälfte für die Gäste, als Nagelsmann alle Bayern-Stars ausgewechselt hatte. Die Bayern gehen damit nach vier erfolglosen Testspielen ins erste Pflichtspiel am kommenden Freitag im DFB-Pokal bei den Amateuren des Bremer SV.


RB Leipzig mit Remis zum Trainingslager-Abschluss

GRÖDIG: Fußball-Bundesligist RB Leipzig hat die Saisonvorbereitung mit einem Unentschieden beendet. Im letzten Testspiel vor dem Start in die neue Spielzeit trennte sich das Team des neuen Trainers Jesse Marsch am Samstag im österreichischen Grödig von Ajax Amsterdam 1:1 (0:1). Vor 450 Zuschauern hatte Dusan Tadic die Niederländer bereits nach vier Minuten in Führung gebracht. Christopher Nkunku (54.) markierte für die nach der Pause stärker werdenden Sachsen den Ausgleich. Mit dem Spiel beendete RB sein einwöchiges Trainingslager in Saalfelden.


Gladbach siegt im Benefizspiel für Hochwasser-Opfer

MÖNCHENGLADBACH: Fußball-Bundesligist Borussia Mönchengladbach hat eine erfolgreiche Generalprobe für den Pflichtspielauftakt absolviert. Die Mannschaft des neuen Trainers Adi Hütter kam am Samstag zu einem 2:1 (2:0) gegen den niederländischen Ehrendivisionär FC Groningen. Die Einnahmen für dieses Benefizspiel kommen den Opfern der Hochwasserkatastrophe in Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz zu. Für das Spiel im Borussia-Park waren 23.000 Zuschauer zugelassen. Borussia-Kapitän Lars Stindl (10. Minute) erzielte das 1:0, dazu kam ein Eigentor des Gäste-Verteidigers Mike te Wierik (41.). Michael de Leeuw (48.) traf für Groningen.


Hoffenheims Stürmer Bebou mit Coronavirus infiziert

SINSHEIM: Fußball-Bundesligist TSG 1899 Hoffenheim muss vorerst auf Stürmer Ihlas Bebou verzichten. Der 27-Jährige wurde positiv auf das Coronavirus getestet und hat sich «unverzüglich» in häusliche Quarantäne begeben, wie der Club am Samstagabend nach dem Testspielsieg über Stade Reims (3:1) mitteilte. «Die Test- Ergebnisse des restlichen Kaders sowie der Mitglieder des Trainer- und Funktionsteams waren allesamt negativ», hieß es von der TSG. Sowohl Gegner als auch Behörden hatten der Austragung des Testspiels trotz des positiven Befunds bei Bebou am Morgen zugestimmt.


US-Radprofi Powless gewinnt Eintagesrennen in San Sebastian

SAN SEBASTIAN: Der US-Amerikaner Neilson Powless hat das Radsport-Eintagesrennen Clásica de San Sebastian gewonnen. Nach 224 Kilometern mit Start und Ziel in San Sebastian setzte sich der 24-Jährige am Samstag auf den letzten Metern vor dem Slowenen Matej Mohoric durch. Rang drei ging an den Dänen Mikkel Honoré. Das Rennen in Spanien lag diesmal für viele Fahrer unmittelbar nach der Tour de France und den olympischen Straßenrennen von Tokio ungünstig im Kalender.

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