Nachrichten aus der Sportwelt am Sonntag

Fulfams Papa Bouba Diop (R) tritt gegen Sean Davis aus Portsmouth während ihres Spiels um die Premier League im Londoner Craven Cottage an. Archivfoto: epa/ADY KERRY
Fulfams Papa Bouba Diop (R) tritt gegen Sean Davis aus Portsmouth während ihres Spiels um die Premier League im Londoner Craven Cottage an. Archivfoto: epa/ADY KERRY

Senegals WM-Held Diop mit 42 Jahren gestorben

BERLIN: Der frühere senegalesische Fußball-Nationalspieler Papa Bouba Diop ist im Alter von 42 Jahren gestorben. Das bestätigte der Fußball-Weltverband FIFA am Sonntag. Der Mittelfeldspieler hatte in seiner Karriere mehr als 60 Länderspiele für sein Land absolviert und war in seiner Heimat wegen des 1:0-Siegtreffers gegen Frankreich bei der WM 2002 besonders beliebt. Diop spielte in Europa unter anderem für Xamax Neuchâtel, Grasshoppers Zürich, RC Lens, FC Fulham, FC Portsmouth und zuletzt bis 2013 für Birmingham City.


Tottenham nach Nullnummer beim FC Chelsea wieder Tabellenführer

LONDON: Tottenham Hotspur bleibt nach dem 10. Spieltag Tabellenführer der englischen Premier League. Den Spurs genügte dazu ein torloses Remis beim Londoner Lokalrivalen FC Chelsea mit den deutschen Nationalspielern Timo Werner und Kai Havertz. Als Spitzenreiter ist Tottenham punktgleich mit dem Fußballmeister FC Liverpool, der am Samstagabend vorübergehend Platz eins erobert hatte, die Spurs haben aber die deutlich bessere Tordifferenz.


THW Kiel nach Sieg in Göppingen wieder Bundesliga-Spitzenreiter

GÖPPINGEN: Der THW Kiel hat wieder die Tabellenführung in der Handball-Bundesliga übernommen. Der Rekord-Champion gewann am Sonntag das Topspiel des 10. Spieltages bei Frisch Auf Göppingen mit 31:28 (15:12) und zog mit 16:2 Zählern dank der um einen Treffer besseren Tordifferenz am punktgleichen Rivalen Rhein-Neckar Löwen vorbei. Auch die SG Flensburg-Handewitt (14:2) mischt im Titelrennen weiter kräftig mit. Der Vizemeister landete beim HBW Balingen-Weilstetten einen souveränen 32:25 (16:9)-Sieg. Der SC DHfK Leipzig entschied das emotionale Ost-Derby gegen den SC Magdeburg mit 33:29 (16:14) für sich. Sieg- und punktloses Schlusslicht bleibt Aufsteiger HSC 2000 Coburg nach dem 25:32 (11:15) gegen die Füchse Berlin.


Skispringer Eisenbichler diesmal Zweiter

RUKA: Die Siegesserie des besten deutschen Skispringers Markus Eisenbichler ist gestoppt. Am Sonntag wurde der 29 Jahre alte Bayer im finnischen Ruka trotz klarer Führung nach einem Durchgang Zweiter. Der Sieg ging an den Norweger Halvor Egner Granerud, der einen hervorragenden zweiten Sprung zeigte und damit seinen ersten Saisonerfolg feierte. Eisenbichler verteidigte mit Flügen auf 141 und 131 Meter aber souverän das Gelbe Trikot. Rang drei holte wie am Vortag der polnische Tournee-Sieger Dawid Kubacki.


Bericht: Bayern kassiert 105,4 Millionen Euro TV-Geld

BERLIN: Serien-Meister FC Bayern München erhält aus der TV-Vermarktung der Fußball-Bundesliga in dieser Saison insgesamt 105,4 Millionen Euro. Das berichtet der «Kicker». Auf den Plätzen zwei und drei der Geld-Rangliste folgen demnach Borussia Dortmund (94,95 Millionen) und Bayer Leverkusen (88,07 Millionen). Laut dem Bericht werden in dieser Saison insgesamt 1,448 Milliarden Euro aus nationaler und internationaler Vermarktung an die 36 Vereine ausgeschüttet.


0:0 gegen Hertha: Leverkusen verpasst Sprung aus Platz zwei

LEVERKUSEN: Bayer Leverkusen hat in der Fußball-Bundesliga den Sprung auf Platz zwei verpasst. Das Team von Trainer Peter Bosz kam am Sonntag gegen Hertha BSC nicht über ein 0:0 hinaus. Durch das vierte Unentschieden der Saison verdrängte Leverkusen jedoch Borussia Dortmund vom dritten Tabellenplatz. Vier Tage vor dem Gruppenspiel in der Europa League bei OGC Nizza war Leverkusen personell gehandicapt. Weil kurzfristig Lucas Alario (Knieprobleme), Karim Bellarabi (Oberschenkelprobleme) und Nadiem Amiri (krank) ausgefallen waren, hatte Trainer Bosz nur noch vier Feldspieler auf der Auswechselbank sitzen.


Mainz und Hoffenheim trennen sich 1:1

MAINZ: Der FSV Mainz 05 und die TSG Hoffenheim kommen in der zweiten Tabellenhälfte der Fußball-Bundesliga nicht voran. Zum Abschluss des 9. Spieltags teilten die beiden Vereine am Sonntag beim 1:1 (1:0) die Punkte. Mainz ist zwar nach der Pleitenserie zum Saisonstart seit drei Liga-Partien ungeschlagen, hätte aber mit einem weiteren Sieg einen großen Sprung aus dem Keller gemacht. Vor coronabedingt fast leeren Rängen erzielten Robin Quaison (33. Minute) und Ihlas Bebou (62.) in einer intensiven Partie die beiden Treffer. Hoffenheims Dennis Geiger (80.) sah nach einem Foul die Rote Karte.


Formel-1-Pilot Grosjean nach Feuer-Unfall über Nacht im Hospital

SAKHIR: Der Formel-1-Pilot Romain Grosjean wird nach seinem Feuer-Unfall in Bahrain zur Beobachtung über Nacht im Krankenhaus bleiben. Sein Teamchef Günter Steiner sagte dem TV-Sender Sky am Sonntagabend, dass Grosjean nach einem gemeinsamen Telefonat bei klarem Verstand sei. Der Franzose fühle sich soweit gut, «es scheint, dass nichts gebrochen ist». Wegen Verbrennungen seien aber beide Handrücken des 34-Jährigen bandagiert. Am Montag werde man mehr sagen können, wenn die Verbände abgenommen würden.

Grosjean schickte mit dick bandagierten Händen aus dem Krankenbett noch in der Nacht Grüße und bedankte sich bei allen, die ihm Nachrichten übermittelt hatten. «Ich war vor einigen Jahren nicht für den Halo, aber es ist die großartigste Sache in der Formel 1», sagte er. Halo ist der ringförmige Titan-Bügel, der im Cockpit über den Kopf des Fahrers gespannt ist.

Über den Plan, eventuell einen Ersatzfahrer beim nächsten Grand Prix in Sakhir einzusetzen, wollte Steiner nicht konkret reden. Das wichtigste sei, dass es Grosjean gut gehe. Plan B sei es, den Franzosen wieder zurückzuhaben, wenn er in Ordnung sei.

Grosjean war kurz nach dem Start in Kurve drei mit hoher Geschwindigkeit in die Leitplanke gekracht. Dabei brach sein Wagen entzwei. Der Fahrer konnte sich aus dem in Flammen aufgegangenen Wrack selber befreien.


Hamilton gewinnt Grand Prix von Bahrain - Feuer-Unfall von Grosjean

SAKHIR: Formel-1-Weltmeister Lewis Hamilton hat den von einem Feuer-Unfall überschatteten Grand Prix von Bahrain gewonnen. Der Mercedes-Pilot sicherte sich am Sonntag in Sakhir seinen elften Saisonsieg. Nach einem Crash von Haas-Fahrer Romain Grosjean war das drittletzte Rennen des Jahres lange unterbrochen worden. Der Franzose blieb ersten Untersuchungen zufolge weitgehend unbeschadet.


Olympia-Kader der Turner steht: Mit elf Athleten Richtung Tokio

KIENBAUM: Mit elf Turnern bereitet sich das deutsche Männer-Team auf die Olympischen Spiele in Tokio im kommenden Sommer vor. Nach einer internen Ausscheidung im Olympia-Zentrum in Kienbaum nominierte Interims-Cheftrainer Valeri Belenki am Sonntag neben den fünf gesetzten WM-Teilnehmern von 2019 Andreas Toba, Lukas Dauser, Philipp Herder, Nick Klessing und Karim Rida fünf weitere Turner für den Olympia-Kader: Nils Dunkel, Mika Säfken, Andreas Bretschneider, Glenn Trebing und Felix Remuta.

Auch der Olympia-Zweite von 2012, Marcel Nguyen, gehört dazu, auch wenn er die Leistungsüberprüfung am Samstag wegen eines Knochenödems an der Hand verpasste. In Kienbaum zeigte der deutsche Mehrkampfmeister Toba (Hannover) vor Dauser (Unterhaching) und Dunkel (Erfurt) die besten Leistungen an den sechs Geräten. Der Berliner Herder und den Hallenser Ringe-Spezialist Nick Klessing belegten die Ränge vier und fünf. Belenki war trotz der schwierigen Vorbereitung zufrieden mit den Vorstellungen. «Trotz der Probleme wegen der Pandemie haben wir einige Weltklasseleistungen gesehen», lobte der Stuttgarter Coach.


«Sportschau» erstmals wieder über Fünf-Millionen-Marke

BERLIN: Erstmals in dieser Bundesliga-Saison haben mehr als fünf Millionen Zuschauer die «Sportschau» verfolgt. Durchschnittlich 5,09 Millionen Menschen sahen am Samstag die Fußball-Höhepunkte des neunten Bundesliga-Spieltages in der ARD. Das ergab nach Angaben des Senders einen Marktanteil von 19,4 Prozent.


Oftebro verdirbt ersten Kombinierer-Sieg - Rießle und Faißt dahinter

RUKA: Fabian Rießle und Manuel Faißt haben für weitere deutsche Podestplätze im Weltcup der Nordischen Kombinerer gesorgt, den ersehnten Sieg aber nicht einfahren können. Das Duo belegte am Sonntag im finnischen Ruka die Plätze zwei und drei hinter dem Sieger Jens Luuras Oftebro. Der Norweger nutzte in Abwesenheit seines disqualifizierten Teamkollegen Jarl Magnus Riiber die Chance und siegte im Schlussspurt


Berichte: Maradonas Leibarzt der fahrlässigen Tötung beschuldigt

BUENOS AIRES: Ermittler in Argentinien haben den Leibarzt der gestorbenen Fußballlegende Diego Maradona, Leopoldo Luque, nach Medienberichten formell der fahrlässigen Tötung beschuldigt. Dessen Praxis in der Hauptstadt Buenos Aires und das Wohnhaus in einem Vorort wurden am Sonntagmorgen (Ortszeit) durchsucht, wie argentinische Medien übereinstimmend unter Berufung auf Quellen in der Justiz berichteten.


Bobpilot Francesco Friedrich mit viertem Weltcup-Sieg in Sigulda

SIGULDA: Mit einem weiteren Bahnrekord und seinem vierten Weltcup-Sieg nacheinander hat Doppel-Olympiasieger Francesco Friedrich in Sigulda noch einmal herausgeragt. Einen Tag nach dem Dreifach-Erfolg der Frauen um die siegreiche Laura Nolte gewann der Zweierbob-Rekordweltmeister vom BSC Sachsen Oberbärenburg erneut in dominanter Art und Weise. In jeweils 49,19 Sekunden in beiden Läufen unterbot er mit Anschieber Alexander Schüller seinen am Vortag mit Thorsten Margis aufgestellten Bahnrekord. Johannes Lochner/Christian Rasp landeten hinter den Schweizern Michael Vogt/Sandro Michel auf Rang drei.


Berger mit 30 Jahren vor Debüt in DFB-Auswahl

INGOLSTADT/DUBLIN: Torhüterin Ann-Katrin Berger von Chelsea Ladies soll am Dienstag in Irland ihr spätes Debüt in der deutschen Fußball-Nationalmannschaft geben. «Natürlich geht da ein Kindheitstraum in Erfüllung. Ich kann's kaum erwarten, der Tag kann gar nicht schnell genug kommen», sagte die 30 Jahre alte Schwäbin in einer Video-Pressekonferenz am Sonntag. Bundestrainerin Martin Voss-Tecklenburg hatte ihr den Einsatz signalisiert.


NBA-Star Schröder will Basketball-Karriere in Braunschweig beenden

BRAUNSCHWEIG: NBA-Star Dennis Schröder will zum Ende seiner Karriere noch einmal das Trikot seines Heimatclubs Basketball Löwen Braunschweig tragen. «Ich würde schon gerne mit knapp 35 noch einmal nach Braunschweig kommen und für die Löwen spielen», sagte Schröder in der am Sonntag bei Sky Sport News ausgestrahlten Sendung «Meine Geschichte - das Leben von Dennis Schröder». «Und dass wir dann eine Meisterschaft holen. Das ist mein Ziel für Braunschweig und auch für mich.»


Flensburgs Handballer landen klaren Sieg in Balingen

BALINGEN: Die SG Flensburg-Handewitt bleibt in der Handball-Bundesliga auf Erfolgskurs. Der Vizemeister kam am Sonntag beim HBW Balingen-Weilstetten zu einem ungefährdeten 32:25 (16:9)-Sieg und schob sich mit 14:2 Punkten wieder auf den dritten Rang vor. Balingen bleibt mit 5:15 Zählern Tabellen-16. Bester Werfer beim Sieger, der in Torwart Torbjørn Bergerud einen starken Rückhalt hatte, war Jim Gottfridsson mit sieben Toren.


Herrmann patzt im Biathlon-Sprint

KONTIOLAHTI: Biathletin Denise Herrmann ist beim Weltcup-Sprint im finnischen Kontiolahti nach drei Schießfehlern nur auf Platz 38 gelaufen. Einen Tag nach Rang zwei im Einzel kam 31-Jährige am Sonntag mit dem Schießstand nicht zurecht. Beste deutsche Skijägerin war Maren Hammerschmidt als Neunte. Die 31-Jährige blieb ohne Fehlschuss und hatte nach 7,5 Kilometern 58,7 Sekunden Rückstand auf die schwedische Siegerin Hanna Öberg.


Biathlon-Olympiasieger Peiffer knackt WM-Norm

KONTIOLAHTI: Olympiasieger Arnd Peiffer hat gleich im zweiten Rennen der neuen Biathlon-Saison die WM-Norm geschafft. Im Weltcup-Sprint von Kontiolahti lief der 33-Jährige am Sonntag als bester Deutscher auf Rang sieben. Peiffer hatte über die zehn Kilometer nach einem Fehler 1:03,1 Minuten Rückstand auf den fehlerfreien Norweger Johannes Thingnes Bö. Nach Platz zwei im Auftakteinzel verwies der 27-jährige Bö bei seinem 48. Weltcupsieg die beiden Schweden Sebastian Samuelsson (1 Fehler/+ 44,1 Sekunden) und Martin Ponsiluoma (1/+ 47,9 Sekunden) auf die Plätze.


HSV verliert Tabellenführung an Fürth

DÜSSELDORF: Nach vier sieglosen Spielen in Serie hat der Hamburger SV die Tabellenführung in der 2. Fußball-Bundesliga verloren. Die Hanseaten unterlagen am Sonntag trotz einer 2:0-Führung beim 1. FC Heidenheim mit 2:3 (2:2) und mussten Verfolger SpVgg Greuther Fürth vorbeiziehen lassen. Die Fürther gewannen das 267. Franken-Derby beim 1. FC Nürnberg mit 3:2 (2:1) und sind mit einem Punkt Vorsprung neuer Spitzenreiter. Im Duell der norddeutschen Clubs Hannover 96 und Holstein Kiel mussten die Gastgeber beim 0:3 (0:0) die erste Heimniederlage hinnehmen.


Racing-Point-Fahrer Stroll überschlägt sich in Bahrain

SAKHIR: Nach dem Feuer-Crash von Romain Grosjean beim Formel-1-Rennen in Bahrain hatte auch Lance Stroll von Racing Point einen Unfall.

Der Wagen des Kanadiers überschlug sich am Sonntag nach einer Berührung mit Alpha-Tauri-Fahrer Daniil Kwjat. Stroll konnte mit Hilfe eines Streckenpostens aus dem auf dem Überrollbügel liegenden Auto herauskriechen. Er blieb dem Augenschein nach unverletzt. Strolls Wagen wurde mit einem Kran geborgen. Haas-Fahrer Grosjean zog sich bei seinem Feuerunfall ersten Untersuchungen zufolge kleinere Verbrennungen zu.


Rennfahrer Abt wird bei Sat.1 TV-Experte für Formel E

BERLIN: Daniel Abt wird in der kommenden Saison bei Sat.1 TV-Experte für die Formel E.

Das gab der Sender am Sonntag bekannt. Der 27-Jährige hatte seit Beginn der elektrischen Motorsport-Serie 2014 alle 69 Rennen bestritten und in der abgeschlossenen Saison Rang 21 belegt. Sat.1 löst Eurosport als TV-Sender der Serie ab, die im kommenden Jahr Mitte Januar in Chile beginnen soll.


Haas-Teamchef Steiner besucht Grosjean nach Unfall im Krankenhaus

SAKHIR: Nach dem Feuer-Unfall von Romain Grosjean will Haas-Teamchef Günther Steiner erst nach einem persönlichen Gespräch mit seinem Piloten über einen weiteren Formel-1-Einsatz beraten. Steiner möchte den Franzosen am Montag im Krankenhaus persönlich besuchen. Dann sollen Grosjean auch die Verbände abgenommen werden. Er hat keine Brüche erlitten, aber Verbrennungen an beiden Handrücken. «Er weiß noch nicht, wie sie aussehen», sagte Steiner über den an den Händen dick bandagierten Piloten.

Grosjean war auf der ersten Runde in Sakhir mit rund 220 km/h in die Leitplanke eingeschlagen. Er konnte selbst aus dem brennenden Wrack aussteigen, sein Wagen brach in zwei Teile. Die Hintergründe des Unfalls sind noch unklar. Grosjean verbrachte die Nacht zur Beobachtung im Krankenhaus. Er schickte noch vom Krankenbett eine Nachricht, dass es ihm gut gehe.

«Ich werde unterstützen, was auch immer er tun will», kündigte Steiner an. Über einen möglichen Ersatzfahrer für das kommende Wochenende wollte der Italiener nicht spekulieren. «Ich will erst mit Romain reden.»

Einen zweiten fahrtüchtigen Wagen wird das klamme Team rechtzeitig fertig bekommen. «Wir haben genug Ersatzteile», sagte Steiner. «Wir werden auf jeden Fall einen Wagen für nächstes Wochenende haben.» Das zweite Auto fährt der Däne Kevin Magnussen.


Bahrain-Rennen unterbrochen nach Formel-1-Feuerunfall von Grosjean

SAKHIR: Nach einem Feuerunfall ist das Formel-1-Rennen in Bahrain zunächst unterbrochen worden.

Schon kurz nach dem Start des drittletzten Grand Prix der Saison am Sonntag krachte Haas-Pilot Romain Grosjean in die Leitplanke. Sein Auto ging sofort in Flammen auf. Der Grund war zunächst unbekannt. Auf TV-Bildern war zu sehen, wie der 34-Jährige kurz nach dem Crash im Medizinwagen saß. Grosjean musste gestützt werden, als er in einen Krankenwagen begleitet wurde. Die Autos kehrten in die Boxen zurück.


ABU DHABI/SAKHIR: Die Formel 1 gewährt auch beim Saisonfinale am 13.

Dezember in Abu Dhabi ausgewählten Mitarbeitern der Gesundheitsdienste Zugang. Dies kündigten die Veranstalter vor dem Rennen am Sonntag in Bahrain an. Auch in Sakhir sind in Corona-Zeiten regulär keine Besucher auf den Tribünen zugelassen. Die «Helden von der vordersten Front» sollen beim letzten Grand Prix des Jahres für ihr Engagement in schwierigen Zeiten geehrt werden.


Trotz Smog und Corona: Halbmarathon in Neu Delhi

NEU DELHI: In Neu Delhi riecht es dieser Tage oft nach Rauch - die Luft ist so ungesund, dass Ärzte vom Sport im Freien abraten. Außerdem kommen in der indischen Millionenmetropole seit Wochen täglich rund 5000 bestätigte Corona-Neuinfektionen und 100 registrierte Tote dazu. Trotzdem gab es am Sonntag einen jährlichen großen Halbmarathon durch die Hauptstadt des Landes mit den zweitmeisten registrierten Corona-Fällen nach den USA.

Um die Corona-Gefahr zu reduzieren, habe es am Eingang des Geländes Thermometer und Geräte zur Messung des Sauerstoffgehalts im Blut gegeben, teilten die Veranstalter mit. Auch gab es Corona-Tests für die Profi-Athleten. Neben den Profis seien auch mehr als 13.000 Amateur-Läufer gerannt. Dieses Jahr liefen sie statt auf einer vorgegebenen Route coronabedingt einen selbst gewählten Weg. Sie luden davor eine App des Veranstalters herunter, die dann Strecke und Zeit gemessen hat.

Zurzeit sehen einige Forscher Hinweise, dass Luftverschmutzung Corona verschlimmern könnte. Coronaviren würden sich etwa an Feinstaubpartikel andocken und so in die Lungen gelangen, sagte Arvind Kumar vom Sir Ganga Ram Hospital kürzlich dem indischen Nachrichtenportal «Scroll».

Die Luft ist in Neu Delhi im Winter stets besonders schlecht. Zu den Abgasen der vielen Autos, der Industrie, dem Staub von Baustellen, Müllverbrennung und Feuerwerk bei Festen kommt hinzu, dass im Winter viele Bauern ihre Ernte-Reste auf den Feldern verbrennen.


Formel-1-Pilot Vettel versteigert «Regenbogen»-Helm

SAKHIR: Sebastian Vettel (33) lässt seinen «Regenbogen»-Helm versteigern. Wie der viermalige Weltmeister vor dem Rennen in Bahrain am Sonntag ankündigte, soll es der einzige Formel-1-Kopfschutz aus seiner sechs Jahre währenden Ferrari-Zeit sein, der in private Hände übergeht. Der Erlös soll wohltätigen Zwecken zukommen. «Dieser Helm kann mehr als eine Botschaft sein», sagte Vettel.

Die Versteigerung beginnt am 3. Dezember und endet am 13. Dezember. Vettel hatte den Helm erstmals bei seinem dritten Platz in der Türkei vor zwei Wochen getragen. Das Regenbogen-Motiv zusammen mit Bildern von Menschen verschiedener Herkunft soll für Diversität stehen.


Mick Schumacher in Bahrain Siebter - Verfolger Ilott auf Distanz

SAKHIR: Mick Schumacher ist im Formel-2-Sprintrennen von Bahrain auf den siebten Platz gefahren.

Der Prema-Pilot sammelte damit zwei Punkte mehr im Titelrennen gegen seinen Rivalen Callum Ilott, der nach einem Crash und einer Durchfahrtstrafe ohne Zähler am Ende des Feldes landete. Der Formel-2-Führende Schumacher geht nun mit einem Vorsprung von 14 Punkten auf den Briten in das letzte Rennwochenende, das ebenfalls in Bahrain stattfindet. Den Sieg auf dem Wüstenkurs in Sakhir sicherte sich am Sonntag der Teamkollege des Deutschen, der Russe Robert Schwartzmann. Schumacher ist ein heißer Kandidat für ein Formel-1-Cockpit 2021 beim US-Team Haas.


Dreifacherfolg: Deutsche Rodlerinnen nach Babypausen stark zurück

INNSBRUCK: Nach ihrer Babypause sind die deutschen «Rodel-Mamas» gleich wieder in die Weltspitze zurückgekehrt und haben zum Weltcup-Auftakt im Olympias Eiskanal von Innsbruck für einen Dreifach-Erfolg gesorgt.

Hinter der Gesamtweltcupsiegerin Julia Taubitz, die gleich ihr erstes Saisonrennen gewann, kamen Natalie Geisenberger und Dajana Eitberger auf die Plätze zwei und drei. Damit feierten die deutschen Damen einen perfekten Saisoneinstand und bescherten dem deutschen Team nach dem Doppelerfolg der Herren am Samstag ein hervorragendes Ergebnis. Mit Cheyenne Rosenthal aus Winterberg auf Rang sieben kam eine weitere deutsche Rodlerin in die Top-Ten.


Mercedes-Teamchef verteidigt Pirelli gegen Reifen-Kritik

SAKHIR: Mercedes-Teamchef Toto Wolff hat Reifenhersteller Pirelli nach teils verheerender Kritik der Formel-1-Fahrer in Schutz genommen. «Sie haben eine fast unmögliche Aufgabe», sagte Wolff beim Grand Prix von Bahrain. Der italienische Exklusivausstatter müsse einerseits Reifen produzieren, die unter anderem Halt geben und ausdauernd sind, andererseits sollten die Gummis auch für spannendere Überholmanöver sorgen. Es sei eine «komplizierte Sache».

Weltmeister Lewis Hamilton hat schon vorgeschlagen, mit den derzeitigen Pneus weiterzumachen. «Der aktuelle Reifen ist gut», meinte der Mercedes-Pilot. Red-Bull-Fahrer Max Verstappen sagte nach dem Einsatz von Prototypen im Freitags-Training: «Ich hoffe, wir werden sie nicht benutzen.» Die Gummis hätten nicht genug Grip.

Pirelli will als Reaktion auf Aerodynamik-Beschränkungen für kommendes Jahr einen robusteren Reifen einführen, um Schäden an den Gummis zu vermeiden. Wolff nannte als mahnendes Beispiel den Unfall bei hoher Geschwindigkeit von Lance Stroll in Mugello.


Kein Sieger im Duell der Box-Opas Mike Tyson und Roy Jones junior

LOS ANGELES: Das Box-Duell zwischen dem 54-jährigen Mike Tyson und dem drei Jahre jüngeren Roy Jones junior hat keinen Sieger gefunden. Nach acht Runden über zwei Minuten im leeren Staples Center in Los Angeles wertete eine vom Box-Verband WBC zusammengestellte dreiköpfige Jury den Kampf als Unentschieden.

Der als hartes Sparring angekündigte inoffizielle Kampf wurde von den beiden früheren Schwergewichts-Weltmeistern und Box-Legenden durchaus hart geführt. Vor allem Tyson wirkte 15 Jahre nach seinem letzten Auftritt im Ring fit und agierte aggressiv und landete von Beginn an mehr Treffer als Jones junior, der noch bis vor drei Jahren aktiv kämpfte. Zu einem Niederschlag kam es wie im Vorfeld bereits angekündigt aber nicht.

Das Duell der beiden Box-Legenden, das eigentlich schon Anfang der 2000er Jahre zustande kommen sollte, war eingebettet in einen Show-Abend, bei dem etwa der Youtube-Star Jake Paul den ehemaligen Basketball-Profi Nate Robinson k.o. schlug und Musiker wie Snoop Dogg, Saint Jhn, Wiz Khalifa und Ne-Yo auftraten.

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