Nachrichten aus der Sportwelt am Sonntag

Fotomontage: DER FARANG
Fotomontage: DER FARANG

Meister Liverpool tut sich lange schwer: 2:0 gegen Aston Villa

LIVERPOOL: Englands Fußball-Meister FC Liverpool hat gegen Aston Villa einen Arbeitssieg geschafft. Drei Tage nach der 0:4-Klatsche bei Manchester City mühte sich Liverpool am Sonntag gegen den Abstiegskandidaten zu einem 2:0 (0:0). Der Vorsprung der Klopp-Elf beträgt fünf Spieltage vor dem Saisonende beachtliche 23 Punkte. Man City musste am Sonntagabend beim FC Southampton eine überraschende 0:1 (0:1)-Niederlage hinnehmen.


Vize-Weltmeister Mandzukic löst Vertrag in Katar auf

DOHA: Fußballprofi Mario Mandzukic beendet sein Gastspiel in Katar nach gut einem halben Jahr. Der 34 Jahre alte Kroate und Erstligist Al Duhail Sports Club haben sich auf eine vorzeitige Auflösung des bis 2021 laufenden Vertrags verständigt. «Ich weiß das Vertrauen und die Gastfreundschaft zu schätzen, die mir in Katar entgegengebracht wurden, und ich wünsche dem Club sowie dem Team alles Gute für die Zukunft», schrieb der frühere Bayern-Profi Mandzukic am Sonntag auf Twitter.


Grünes Licht für Silverstone: London macht Ausnahme für Sportler

LONDON: Die britische Regierung hat eine Ausnahmeregelung für Teilnehmer bestimmter Sport-Events von der seit Anfang Juni geltenden Quarantänepflicht beschlossen. Das teilte der britische Minister für Sport und Kultur, Oliver Dowden, am Sonntag mit. Die Formel-1-Rennen in Silverstone am 2. und 9. August könnten damit stattfinden, sagte ein Regierungssprecher. Auch für internationale Fußballspiele und Veranstaltungen anderer Sportarten bedeutet das grünes Licht. Wegen der Corona-Pandemie darf in der Formel 1 nur vor leeren Rängen gefahren werden.


VfB trotz des Aufstiegs weiter in finanziell angespannter Lage

STUTTGART: Thomas Hitzlsperger sieht den VfB Stuttgart nach dem Aufstieg in die Fußball-Bundesliga weiter in einer finanziell angespannten Situation. «Wir sind auf keinen Fall über den Berg», sagte der Vorstandsvorsitzende der Schwaben im «Kicker»-Interview (Montag) mit Blick auf die Corona-Folgen. «Der Aufstieg ist sportlich eine super Sache. Aber finanziell hat sich nicht viel verändert.» Der VfB habe nächste Saison geringere Finanzmittel zur Verfügung als ursprünglich angenommen. «Wir wissen nicht, wann wieder Zuschauer ins Stadion dürfen. Uns brechen die Einnahmen weg», sagte der 38-Jährige.


Zeitung: Zverev wird Spanier Ferrer als Trainer testen

MADRID: Der beste deutsche Tennisprofi Alexander Zverev wird nach Medienberichten den früheren spanischen Weltklassespieler David Ferrer als Trainer testen. Die beiden hätten eine 15-tägige «Probezeit» vereinbart, berichtete am Sonntag die gewöhnlich gut informierte spanische Sportzeitung «Marca». Die Zusammenarbeit werde am Montag in Monte Carlo beginnen. Im September könnte Ferrer offiziell als Coach des 23-Jährigen aus Hamburg starten, hieß es.


Zenit St. Petersburg vorzeitig wieder russischer Fußball-Meister

KRASNODAR: Zenit St. Petersburg ist erneut russischer Fußball-Meister. Der Titelverteidiger kam am Sonntag zu einem 4:2 (2:1)-Auswärtserfolg beim Tabellendritten FK Krasnodar und ist nun vier Spieltage vor Abschluss der Meisterschaft nicht mehr von der Top-Position zu verdrängen. Zenit führt mit 62 Zählern die Tabelle vor Lok Moskau an, das sich am Sonntag 0:0 vom PFK Sotschi getrennt hatte und nun 13 Punkte hinter dem Team aus St. Petersburg liegt. Für Zenit ist es nach 2007, 2010, 2012, 2015 und 2019 der sechste Titel in der russischen Premier Liga.


Schneider: Keine teuren Top-Spieler mehr - Profivertrag für Thiaw

DÜSSELDORF: Jochen Schneider hat den bevorstehenden Einschnitt beim FC Schalke 04 bekräftigt. «Einen gestandenen Top-Spieler werden wir uns in den nächsten Jahren nicht leisten können», sagte der 49 Jahre alte Sportvorstand des Fußball-Bundesligisten am Sonntag im Sport1-«Doppelpass». Der Club müsse sich finanziell beschränken und auf junge Spieler aus dem Nachwuchsleistungszentrum Knappenschmiede setzen. Zudem müsse Schalke junge Spieler wie zum Beispiel Suat Serdar oder Ozan Kabak, die allerdings auch nicht preiswert zu erwerben waren, verpflichten.


Schach-Weltmeister Carlsen gewinnt auch drittes Turnier - und hadert

BERLIN: Schachweltmeister Magnus Carlsen hat auch das dritte Onlineturnier auf seiner Chess Tour gewonnen. Dabei siegte der 29 Jahre alte Norweger in seiner Vorrundengruppe und dann mit 2:0 auch in allen K.o.-Zweikämpfen. Für den Finalsieg kassierte der Favorit 45.000 US-Dollar (rund 40.000 Euro), dennoch haderte der Perfektionist Carlsen über «eine Performance zum Vergessen».


Eintracht-Boss Bobic rechnet mit neuem Vertrag für Trainer Hütter

FRANKFURT/MAIN: Eintracht Frankfurts Sportvorstand Fredi Bobic rechnet mit einer baldigen Vertragsverlängerung mit Trainer Adi Hütter. «Wir haben bereits über eine mögliche Verlängerung gesprochen, es liegt auch schon alles vor», sagte Bobic in einem am Sonntag auf der Internetseite des hessischen Fußball-Bundesligisten veröffentlichten Interview. «Ich bin guter Dinge, da Adi und die Eintracht gut zusammen funktionieren. Zum richtigen Zeitpunkt werden wir unsere Gespräche führen und ich gehe davon aus, dass wir im Anschluss daran die Verlängerung vermelden können.» Hütter, dessen Vertrag noch bis zum 30. Juni 2021 läuft, hatte zuletzt bereits Interesse an einer Fortsetzung der Zusammenarbeit signalisiert.


Daimler-Boss: Kein Vettel-Wechsel zu Mercedes

SPIELBERG: Daimler-Konzernchef Ola Källenius hat einem Wechsel von Formel-1-Pilot Sebastian Vettel zu Mercedes eine Absage erteilt. «Wir bleiben bei unseren zwei Jungs», sagte der Schwede am Sonntag vor dem Saisonauftakt in Österreich dem TV-Sender Sky. Vettel muss Ferrari nach Ablauf seinen Vertrags am Jahresende verlassen und hatte Mercedes zuletzt als «Option» genannt. Beim Weltmeister-Team laufen die Verträge von Lewis Hamilton und Valtteri Bottas ebenfalls nach dieser Saison aus.


Champions-League-Sperre für City: Guardiola glaubt an Aufhebung

MANCHESTER: Trainer Pep Guardiola ist zuversichtlich, dass die Champions-League-Sperre gegen seinen Club Manchester City bald aufgehoben wird. «Ich habe eine Menge Zuversicht und Vertrauen in die Leute, dass wir die Erlaubnis bekommen, in der Champions League zu spielen», sagte der 49 Jahre alte Katalane. Manchester City war Mitte Februar von der UEFA wegen «schwerwiegender Verstöße» gegen die Regeln des Financial Fairplay für die kommenden beiden Spielzeiten aus dem Europapokal ausgeschlossen worden und soll zudem eine Geldstrafe in Höhe von 30 Millionen Euro zahlen. Dagegen hatte der Premier-League-Club Berufung eingelegt.


Bericht: BVB legt Bedingungen für möglichen Sancho-Transfer fest

DORTMUND: Borussia Dortmund hat nach Informationen der «Ruhr Nachrichten» die Rahmenbedingungen für einen möglichen Transfer von Jadon Sancho festgelegt. Wie die Zeitung am Sonntag online berichtet, wurde der angebliche Interessent Manchester United vom Fußball-Bundesligisten darüber informiert, dass der 20 Jahre alte und vertraglich bis 2022 gebundene englische Nationalspieler nicht unter einer Fixsumme von 120 Millionen Euro zu haben sei.


Gegen Rassismus: 14 Piloten knien vor Formel-1-Auftakt

SPIELBERG: 14 der 20 Formel-1-Piloten sind vor dem Auftakt der Saison in Österreich als Zeichen des Protests gegen Rassismus auf ein Knie gegangen. Neben Weltmeister Lewis Hamilton, dem stärksten Befürworter dieser Geste, schloss sich unter anderen auch Ferrari-Pilot Sebastian Vettel der Aktion an. Zudem trugen alle Fahrer schwarze T-Shirts, die meisten mit der Aufschrift «End Racism». Hamiltons Shirt trug die Botschaft «Black lives matter».


Siebter Sieg in Serie: Real Madrid legt mit 1:0 in Bilbao vor

BILBAO: Real Madrid hat in der Primera Division seinen siebten Sieg in Serie gefeiert und die Tabellenführung vor dem Erzrivalen FC Barcelona gefestigt. Ohne DFB-Nationalspieler Toni Kroos in der Startelf gewann Spaniens Fußball-Rekordmeister am Sonntag bei Athletic Bilbao mit 1:0 (0:0) und hat nach dem 34. Spieltag 77 Punkte auf dem Konto. Damit rückt der Meistertitel immer näher. Den Treffer für die Mannschaft von Startrainer Zinedine Zidane erzielte Kapitän Sergio Ramos in der 73. Minute per Foulstrafstoß.


Bottas gewinnt Formel-1-Neustart - Vettel abgeschlagen Zehnter

SPIELBERG: Der Finne Valtteri Bottas hat den Auftakt der Formel-1-Notsaison gewonnen. Der Mercedes-Pilot siegte am Sonntag in Österreich vor Sebastian Vettels Ferrari-Teamkollege Charles Leclerc. Wegen einer Fünf-Sekunden-Zeitstrafe kam Weltmeister Lewis Hamilton nicht über Platz vier hinaus. Auf den dritten Rang beim Geisterrennen vor leeren Rängen in Spielberg raste überraschend McLaren-Mann Lando Norris. Vettel kam nach einer Kollision mit seinem Ferrari-Nachfolger Carlos Sainz von McLaren als Zehnter noch in die Punkteränge. Nach Siegen in den beiden vergangenen Jahren musste Max Verstappen seinen Red Bull frühzeitig in der Box abstellen. Die Formel 1 fährt am kommenden Sonntag erneut in Österreich.


DFL-Chef Seifert lobt Verhalten der Fans bei Geisterspielen

BERLIN: DFL-Geschäftsführer Christian Seifert hat die Verdienste der Fans bei der Beendigung der Saison nach der Corona-Zwangspause hervorgehoben. «Wir haben ein Drehbuch geschrieben, am Ende stand eine neunteilige Serie, um die Geschichte dieser Saison zu Ende zu erzählen. Auf sportliche Art, ohne Rechtsstreitigkeiten, bei denen vor Sportgerichten über Auf- und Abstiege und anderes entschieden wird», sagte der Chef der Deutschen Fußball Liga in einem gemeinsamen Interview mit dem Regisseur und Filmproduzenten Nico Hofmann in der «Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung».


Rummenigge: Gehaltsobergrenze voraussichtlich «nicht durchsetzbar»

BERLIN: Bayern Münchens Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge hat sich skeptisch über eine mögliche Einführung einer Gehaltsobergrenze im Fußball geäußert. Der 64-Jährige erinnerte daran, dass die Europäische Fußball-Union UEFA dies bereits in seiner Zeit als Präsident der Europäischen Club-Vereinigung ECA versucht habe. «Eine Gehaltsobergrenze war damals nicht durchsetzbar und ich denke, dass sich das auch nicht ändern wird», sagte Rummenigge bei Sport1. Stattdessen sprach er sich für ein strikteres Finanzregelwerk der UEFA aus: «Ein stringenteres Financial Fair Play 3.0 könnte der Schlüssel sein.»


Kohfeldt vor Rückspiel: «Tage, an denen Geschichte geschrieben wird»

BREMEN: Trotz der schwachen Leistung im Hinspiel geht Werder Bremens Trainer Florian Kohfeldt optimistisch in das Rückspiel der Relegation beim Fußball-Zweitligisten 1. FC Heidenheim. «Natürlich spüre auch ich den Druck», sagte Kohfeldt am Sonntag vor der Partie an diesem Montag (20.30 Uhr/DAZN und Amazon Prime). «Aber es ist trotzdem immer noch ein Privileg, bei solchen Spielen dabei zu sein. Das sind auch die Tage, an denen Geschichte geschrieben wird, und davon träumt man doch als Kind», sagte der Bremer Trainer. Nach dem 0:0 im Hinspiel reicht dem Erstliga-16. in Heidenheim ein Remis, bei dem er mindestens ein Tor erzielt.


Hamilton und Mercedes bestreiten Gerüchte um Gehaltsforderungen

SPIELBERG: Lewis Hamilton und Mercedes-Teamchef Toto Wolff haben Spekulationen um überzogene Gagenforderungen des Formel-1-Weltmeisters zurückgewiesen. «Wir hatten noch keine einzige Unterhaltung über Geld», sagte Wolff vor dem Saisonstart in Österreich am Sonntag. Die Gerüchte um den angeblichen Wunsch Hamiltons, sein Millionengehalt bei einer Verlängerung seines am Jahresende auslaufenden Vertrags deutlich zu erhöhen, seien «totaler Unfug», versicherte der Teamchef. Zuvor hatte Hamilton schon in deftigen Worten bei Instagram Berichte britischer Medien zurückgewiesen. Es gebe «keine Forderungen».


Erste Punkte für Mick Schumacher in neuer Formel-2-Saison

SPIELBERG: Mick Schumacher hat im zweiten Rennen der neuen Formel-2-Saison die ersten Punkte eingefahren. Der Sohn von Formel-1-Rekordweltmeister Michael Schumacher kam am Sonntag beim Sprintrennen der Nachwuchsserie im österreichischen Spielberg als Siebter ins Ziel. Der 21-Jährige war von Rang elf gestartet und konnte sich nach gutem Beginn auch wegen mehrerer Safety-Car-Phasen nicht mehr deutlicher verbessern. Den Sieg sicherte sich der Brasilianer Felipe Drugovich. Schumacher fährt seine zweite Saison in der Formel 2.


Bayern-Boss Rummenigge: Schalke hätte «Meister werden können»

DÜSSELDORF: Nach der Verpflichtung des beim FC Schalke 04 ausgebildeten Leroy Sané hat Karl-Heinz Rummenigge die Nachwuchsförderung beim Revierclub in höchsten Tönen gelobt. «Der FC Schalke hätte in der Zwischenzeit wahrscheinlich deutscher Meister werden können, wenn sie viele weitere Spieler, die sie in ihrer Nachwuchsabteilung erstklassig ausgebildet haben, hätten halten können», sagte Bayern Münchens Vorstandschef bei Sport1. Der Fundus der Schalker Nachwuchsarbeit sei einer der besten in ganz Deutschland.


Tennisspielerin Petkovic über Adria-Tour: «Nach hinten losgegangen»

BERLIN: Die deutsche Tennisspielerin Andrea Petkovic hat ihre Kollegen Novak Djokovic und Alexander Zverev wegen der Adria-Tour und der daraus resultierenden Corona-Fälle kritisiert. «Ich war betroffen wegen der Menschen, die dadurch gefährdet wurden», sagte die 32 Jahre alte Darmstädterin in einem Interview der «Bild am Sonntag». Sie habe sich «schon gefragt, warum das so früh, so schnell sein musste. Hätte man das nicht mit mehr Sicherheitsvorkehrungen machen können? Sie wollten Pioniere sein, und es ist leider nach hinten losgegangen», sagte Petkovic.

Überzeugen Sie sich von unserem Online-Abo:
Die Druckausgabe als vollfarbiges PDF-Magazin weltweit herunterladen, alle Artikel vollständig lesen, im Archiv stöbern und tagesaktuelle Nachrichten per E-Mail erhalten.
Pflichtfelder

Es sind keine Kommentare zum Artikel vorhanden, bitte schreiben Sie doch den ersten Kommentar.