Nachrichten aus der Sportwelt am Sonntag

Die Gewinnerin Annemiek van Vleuten aus den Niederlanden vom Team Movistar. Foto: epa/Jean-christophe Bott
Die Gewinnerin Annemiek van Vleuten aus den Niederlanden vom Team Movistar. Foto: epa/Jean-christophe Bott

Van Vleuten gewinnt Tour de France der Frauen

LA SUPER PLANCHE DES BELLES FILLES: Zeitfahr-Olympiasiegerin Annemiek van Vleuten hat die in diesem Jahr wiederbelebte Tour de France der Frauen nach einer Triumphfahrt gewonnen und damit nach dem Giro-Triumph das Double perfekt gemacht. Die 39 Jahre alte Niederländerin hängte am Sonntag beim Showdown auf den Rampen nach La Super Planche des Belles Filles wie schon am Vortag die Konkurrenz ab und krönte sich eindrucksvoll zur Gesamtsiegerin. Van Vleuten lag nach acht Etappen und 1033,8 Kilometern 3:48 Minuten vor Landsfrau Demi Vollering, die mit 30 Sekunden Rückstand Tages-Zweite wurde.


Polen-Rundfahrt: Auch Ackermann sprintet auf Platz zwei

ZAMOSC: Einen Tag nach dem zweiten Platz von Phil Bauhaus hat auch der deutsche Radsprinter Pascal Ackermann einen Etappensieg bei der Polen-Rundfahrt knapp verpasst. Der Pfälzer musste sich am Sonntag auf der zweiten Etappe nach 205,6 Kilometern von Chelm nach Zamosc nur dem Belgier Gerben Thijssen geschlagen geben. Platz drei ging an den Italiener Jonathan Milan. Max Kanter belegte Platz acht. Der Niederländer Olav Kooij bleibt Gesamterster. Die Polen-Rundfahrt endet am 5. August in Krakau.


Beerbaum reitet kurz nach Nationalmannschafts-Comeback auf Rang elf

HICKSTEAD: Zwei Tage nach seinem einmaligen Comeback in der Nationalmannschaft hat der Springreiter Ludger Beerbaum beim Großen Preis von Hickstead nur Platz elf belegt. Der 58-Jährige aus Riesenbeck verpasste am Sonntag mit Mila wegen eines Abwurfs das Stechen. Der viermalige Olympiasieger war dennoch der erfolgreichste deutsche Starter beim Nationenpreis-Turnier von Großbritannien. Die mit 150.000 Euro dotierte Prüfung zum Abschluss der Veranstaltung im Süden Englands gewann der Belgier Thomas Gilles mit Aretino.


Paris Saint-Germain gewinnt französischen Supercup

TEL AVIV: Paris Saint-Germain hat den nächsten nationalen Titel gewonnen. Das französische Starensemble um Lionel Messi holte sich am Sonntag in Tel Aviv den Supercup durch einen 4:0 (2:0)-Sieg gegen den FC Nantes. Messi brachte Frankreichs Meister in der 22. Spielminute in Führung, Neymar (45.+5, 82./Elfmeter) und Sergio Ramos (57.) erhöhten.


Nach Pokalspiel: Verdacht auf Muskelfaserriss bei Gladbachs Stindl

FREIBURG: Kapitän Lars Stindl vom Fußball-Bundesligisten Borussia Mönchengladbach droht für längere Zeit verletzt auszufallen. «Wir müssen das MRT abwarten, aber es sieht nach Muskelfaserriss aus», sagte Gladbachs neuer Trainer Daniel Farke nach dem 9:1-Sieg seiner Mannschaft in der ersten DFB-Pokal-Runde gegen Oberligist SV Oberachern am Sonntag. Er gehe davon aus, dass Stindl «die eine oder andere Woche» fehlen wird, so Farke. Der 33-Jährige sei ein wichtiger Spieler und Ansprechpartner für ihn, so der Coach weiter. Die Verletzung sei ein «großer Wermutstropfen».


Scholz verabredet sich mit Bierhoff zu Fußball-Gipfel

BERLIN: Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) hat sich mit DFB-Direktor Oliver Bierhoff verabredet, um unter anderem über das Thema Bezahlung im Frauen- und Männer-Fußball zu sprechen. Er werde Bierhoff auf dem DFB-Campus in Frankfurt am Main treffen, sagte Scholz am Sonntag in der Halbzeit des EM-Endspiels der deutschen Fußballerinnen gegen England im Wembley-Stadion in London der ARD. Man werde sich dabei um das Thema Bezahlung im Fußball nicht «herumdrücken». «Ich bin fest davon überzeugt, dass gleiche Bezahlung eine wichtige Rolle spielt, gerade wenn es um solche Wettkämpfe geht.»


Hertha blamiert sich in der ersten Runde des DFB-Pokals

BERLIN: Fußball-Bundesligist Hertha BSC hat sich in der ersten Runde des DFB-Pokals blamiert und ist trotz einer frühen 2:0-Führung ausgeschieden. Die Berliner verloren am Sonntag bei Zweitliga-Aufsteiger Eintracht Braunschweig im Elfmeterschießen mit 5:6. Nach 120 Minuten hatte es 4:4 (2:2, 2:0) gestanden.


Engländerin Mead wird EM-Torschützenkönigin vor Popp

LONDON: DFB-Kapitänin Alexandra Popp hat die Auszeichnung als Torschützenkönigin der Europameisterschaft ihrer englischen Rivalin Beth Mead überlassen müssen. Die 27-jährige von Arsenal WFC hat ebenso wie die Stürmerin vom VfL Wolfsburg sechs Tore beim Turnier in England erzielt. Allerdings kam Mead mit fünf auf mehr Torvorlagen als Popp (0), die im Finale wegen muskulärer Probleme nur zuschauen konnte. Mead wurde auch als beste Spielerin des Turniers gekürt.


Fußballerinnen verpassen neunten EM-Titel durch 1:2 gegen England

LONDON: Die deutschen Fußballerinnen haben ihren neunten Triumph bei einer Europameisterschaft verpasst. Das Team von Bundestrainerin Martina Voss-Tecklenburg verlor am Sonntag das Endspiel gegen England im Londoner Wembley-Stadion ohne die verletzt fehlende Kapitänin Alexandra Popp mit 1:2 (1:1, 0:0) nach Verlängerung. Ella Toone (62. Minute) und Chloe Kelly (111.) erzielten vor 87.192 Zuschauern die Tore zum ersten EM-Titelgewinn der Gastgeberinnen. Lina Magull (79.) traf zum zwischenzeitlichen Ausgleich für den Rekord-Europameister. Popp, die sechs Treffer im Turnier erzielt hatte, musste im Finale wegen muskulärer Probleme kurzfristig passen.


Deutsche Fünfkämpfer holen mit Team-Bronze erste WM-Medaille

ALEXANDRIA: Die deutschen Modernen Fünfkämpfer haben mit Platz drei im Team-Wettbewerb der Männer die erste Medaille bei den Weltmeisterschaften geholt. Die Potsdamer Marvin Dogue und Patrick Dogue sowie der Berliner Pele Uibel sicherten sich im ägyptischen Alexandria Rang drei hinter Frankreich und Ungarn. Im Einzel der Männer wurde Marvin Dogue Neunter, Uibel Elfter, und Patrick Dogue landete auf Rang 16. «Dass wir mit der Mannschaft eine Medaille gewinnen, war dieses Jahr nicht zu erwarten», sagte Marvin Dogue.


Werths Gold-Pferd Satchmo gestorben

RHEINBERG: Isabell Werths Gold-Pferd Satchmo ist tot. Der bei EM, WM und Olympia mit der Goldmedaille dekorierte Wallach starb nach Angaben der Dressurreiterin aus Rheinberg am Samstag im Alter von 28 Jahren. «Gute Reise, mein großartiger kleiner Kämpfer, und danke für alles», schrieb Werth am Sonntag auf ihrer Internetseite. Mit Satchmo hatte Werth unter anderem 2006 bei der Heim-WM in Aachen vor 40.000 Zuschauern mit der Mannschaft und im Grand Prix Special die Titel gewonnen.


UEFA-Präsident Ceferin: Müssen in Frauenfußball investieren

LONDON: UEFA-Präsident Aleksander Ceferin hat erneut weitere Investitionen in den Frauenfußball angekündigt. «Wir müssen den Frauenfußball auf exakt dieselbe Weise entwickeln wie den Männerfußball», sagte Ceferin am Sonntag vor dem EM-Finale in England zwischen Deutschland und dem Gastgeber. «Wir müssen es auf einem technischen Level entwickeln, und wir müssen investieren. Vielleicht sollten einige Menschen damit anfangen zu denken, dass es sich lohnt, in den Frauenfußball zu investieren.» Vor dem Finale hatte die UEFA insgesamt 487.683 Zuschauer bei den EM-Spielen gezählt - mehr als doppelt so viele wie beim bisherigen Rekord 2017 in den Niederlanden (240.055).


Freigetestet: Klara Bühl darf EM-Finale im Stadion erleben

LONDON: Nationalstürmerin Klara Bühl darf die Corona-Quarantäne verlassen und das Europameisterschafts-Finale in Wembley zumindest als Zuschauerin erleben. Dies teilte der DFB am Sonntag vor dem Endspiel (18.00 Uhr MESZ/ARD und DAZN) gegen England mit. Dass die 21-Jährige vom FC Bayern München auf keinen Fall zum deutschen Kader gehören werde, hatte Martina Voss-Tecklenburg bereits am Samstag erklärt. «Sie ist aktuell symptomfrei. Sollte sie negativ getestet sein, kann sie auch ins Stadion», sagte die Bundestrainerin, verwies aber darauf, dass eine Rückkehr ins Team auch nach einem negativ verlaufenen Test auf das Coronavirus am Spieltag nicht mehr möglich sei.


FC Schalke und SV Sandhausen im Pokal problemlos weiter

OLDENBURG/REHDEN: Bundesliga-Aufsteiger FC Schalke 04 und Zweitligist SV Sandhausen sind mit souveränen Erfolgen in die zweite Runde des DFB-Pokals eingezogen. Der Revierclub siegte unter dem neuen Trainer Frank Kramer am Sonntag mit 5:0 (4:0) beim Regionalligisten Bremer SV in Oldenburg. Der Zweitliga-Zehnte SV Sandhausen hatte beim 4:0 (3:0) beim niedersächsischen Regionalligisten BSV Rehden ebenfalls keine Probleme.


Verstappen gewinnt Formel-1-Rennen in Ungarn nach Aufholjagd

BUDAPEST: Formel-1-Weltmeister Max Verstappen hat dank einer starken Aufholjagd den Großen Preis von Ungarn gewonnen und seine WM-Führung weiter ausgebaut. Der Niederländer kämpfte sich am Sonntag in seinem Red Bull von Startplatz zehn ganz nach vorne. In Budapest verdrängte der 24-Jährige den Briten Lewis Hamilton im Mercedes auf Rang zwei. Dritter wurde dessen Landsmann George Russell im zweiten Silberpfeil. Ex-Weltmeister Sebastian Vettel landete im ersten Rennen nach seiner Rücktrittsankündigung zum Ende des Jahres im Aston Martin auf Platz zehn. Mick Schumacher verfehlte im letzten Rennen vor der Sommerpause als 14. im Haas die Punkteränge klar.


Hinteregger will Berufspilot werden und beim «Bergdoktor» mitspielen

WIEN: Hubschrauber fliegen und beim «Bergdoktor» mitspielen: Nach seinem abrupten Karriereende als Fußballprofi bei Eintracht Frankfurt im Sommer verfolgt Martin Hinteregger ganz andere Pläne. Nach Berichten der österreichischen Nachrichtenagentur APA und auf Ö3 hat der Europa-League-Sieger 2022 mit Ex-Skispringer Thomas Morgenstern in Kärnten eine Hubschrauberfirma gegründet und will 2023 die Ausbildung zum Berufspiloten abschließen. Zudem träumt er von TV-Auftritten in der ZDF-Erfolgsserie «Bergdoktor». Als Fan der Serie würde es ihm «Spaß machen», einen Sanitäter zu spielen oder, wenn ein Fest gedreht wird, «einfach dabei sein» zu können, sagte der gelernte Verteidiger, der als Freizeit-Kicker in der Kärntner Unterliga für SGA Sirnitz als Stürmer aufläuft.

Als Profifußballer aufzuhören, meinte Hinteregger, sei ein Prozess von Monaten gewesen, der im Herbst 2021 in der Verletzungszeit begonnen habe. Da sei Druck von ihm abgefallen. «Das war ein anderes Lebensgefühl für mich. Da fingen die Gedanken an, kein Profifußballer mehr zu sein, wäre schon schön.» Hinteregger polarisierte ob seines Lebensstils und seiner Aussagen, erfreute sich aber in Frankfurt großer Beliebtheit. «Ganz Frankfurt ist hinter mir gestanden», sagte der 67-malige österreichische Nationalspieler. Es sei «geil, Publikumsliebling zu sein», aber das erhöhe wieder den Druck, Leistung zu bringen.

Viel mehr als sportlicher Erfolg sei der menschliche, persönliche Erfolg wichtig. «Es ist oft das Schwierigste für jeden Menschen, der zu sein, der man will. Glücklich zu sein, ist der wichtigere Erfolg. Glück ist, wenn du viele Menschen um dich hast, denen du vertraust.» Das Herz gehe ihm auf, wenn große Kinderaugen zu ihm aufschauen. «Das zeigt, dass du am Boden geblieben bist, ein Mensch geblieben bist.»


Kehl fordert «mehr Realismus» bei BVB-Konkurrenz zum FC Bayern

DORTMUND: Borussia Dortmund mag nicht mehr alleiniger Herausforderer des FC Bayern München sein. «Die Frage nach der Meisterschaft darf aber auch gerne mal in Leipzig oder Leverkusen gestellt werden», sagte BVB-Sportdirektor Sebastian Kehl in einem Interview der «Welt am Sonntag». Ohnehin appellierte der Nachfolger von Michael Zorc für «ein wenig Realismus» im Vergleich mit dem Branchenführer aus Dauer-Meister der vergangenen zehn Jahre. «Bayern macht 285 Millionen Euro mehr Umsatz als wir. Die werden in diesem Sommer grob geschätzt noch mal das Doppelte von dem in ihren Kader investieren, was wir zur Verfügung hatten», argumentierte Kehl.


City-Coach Guardiola ohne Sorgen wegen Haaland: «Er wird uns helfen»

LEICESTER: Die verpassten Chancen von Erling Haaland im englischen Supercupspiel gegen den FC Liverpool bereiten Manchester Citys Trainer Pep Guardiola keine Sorgen. Der von Borussia Dortmund gekommene norwegische Stürmerstar hatte bei der 1:3-Niederlage gegen den FC Liverpool am Samstag in Leicester zwei Gelegenheiten in der ersten Halbzeit ausgelassen und kurz vor dem Abpfiff aus bester Position nur die Oberkante der Latte getroffen. «Ich bin absolut nicht besorgt deswegen. Er wird uns helfen», sagte der frühere Bayern-Coach Guardiola nach der Partie. Insgesamt hatte Haaland nur 16 Ballkontakte, wurde allerdings über weite Strecken auch kaum in Szene gesetzt.


Bayern-Bosse kontern «Bullshit»-Aussagen von Lewandowski

MÜNCHEN: Weltfußballer Robert Lewandowski ist mit einer neuen Kritik am Verhalten der Verantwortlichen des FC Bayern im Zuge seines Wechsels zum FC Barcelona auf Unverständnis bei den Münchner Bossen gestoßen. «Ich verstehe überhaupt nicht, wenn Robert noch mal nachtritt. Jeder hat bekommen, was er wollte», sagte Bayern-Präsident Herbert Hainer am Sonntag im Fernsehsender Sport1. Lewandowski durfte zu Barça wechseln, die Bayern kassieren für den fast 34 Jahre alten Angreifer ein Jahr vor Vertragsende deutlich über 40 Millionen Euro. Es sei im Zuge des Transfers «viel Politik» gewesen, sagte der Pole in einem Interview des US-Senders ESPN: «Der Club hat versucht, ein Argument zu finden, warum sie mich an einen anderen Club verkaufen können, denn es war vielleicht schwierig, es den Fans zu erklären. Und das musste ich akzeptieren, obwohl viel Bullshit über mich gesagt wurde.»


Bierhoff zum deutschen Frauen-Team: «Verzaubert von der Atmosphäre»

LONDON: DFB-Direktor Oliver Bierhoff hat sich vor dem Europameisterschafts-Endspiel in Wembley begeistert über die deutschen Fußballerinnen geäußert. «Jeder, der zur Frauen-Nationalmannschaft kommt, ist sofort verzaubert von der Atmosphäre», sagte er in einem Interview der «Bild am Sonntag». Er habe dies schon bei Länderspielen außerhalb des Turniers beobachtet: «Die Atmosphäre ist sehr familiär, sehr ehrlich, sportlich», erklärte der 54 Jahre alte Europameister von 1996. Bierhoff lobte auch das Verhalten der Spielerinnen bei der EM in England, wo die DFB-Frauen am Sonntag (18.00 Uhr MESZ/ARD und DAZN) gegen das Gastgeber-Team um den Titel spielen. «Die Bilder beim Turnier sprechen dafür: Es gibt harte Zweikämpfe, Fouls, ja - aber der Umgang damit ist entspannter.»


Wechsel perfekt: Nationalspieler Raum von Hoffenheim nach Leipzig

LEIPZIG: Der Wechsel von Fußball-Nationalspieler David Raum von der TSG 1899 Hoffenheim zu RB Leipzig ist perfekt. Der 24-Jährige erhält bei dem deutschen Pokalsieger einen Vertrag über fünf Jahre, gültig bis zum 30. Juni 2027. «Der Verein hat sich intensiv um mich bemüht und die Gespräche mit Trainer Domenico Tedesco, der sportlichen Führung und Geschäftsführer Oliver Mintzlaff haben mich schnell überzeugt, dass der Schritt nach Leipzig der absolut richtige für mich ist», sagte Raum in einer RB-Mitteilung am Sonntag. Er könne mit Leipzig in der Champions League spielen und sich «hier in einem idealen Umfeld perfekt weiterentwickeln», befand er.


DFB leitet Ermittlungen wegen Zwischenfällen in Jena ein

FRANKFURT/MAIN: Der Deutsche Fußball-Bund hat ein Ermittlungsverfahren zu den Zwischenfällen nach dem Pokalspiel zwischen dem FC Carl Zeiss Jena und dem VfL Wolfsburg eingeleitet. Dies teilte der DFB am Sonntag auf dpa-Anfrage mit. Die Vereine würden zunächst zu einer Stellungnahme aufgefordert, das vorhandene Material werde ausgewertet, hieß es von Seiten des Verbandes. Wie der FC Carl Zeiss Jena am Sonntag mitteilte, sollen nach Ende der Partie Wolfsburger Spieler, die auf dem Weg zu ihrem Mannschaftsbus waren, auf dem Westtribünenvorplatz von einigen Zuschauern bepöbelt und auch körperlich bedrängt worden sein.


Tasiadis holt bei Heim-WM ersten WM-Titel - Gold für Herzog

AUGSBURG: Der Olympia-Dritte Sideris Tasiadis hat bei der Heim-Weltmeisterschaft in Augsburg seinen ersten WM-Titel im Einer-Canadier geholt. Der 32-Jährige setzte sich am Sonntag auf dem heimischen Eiskanal mit einem fehlerfreien Ritt durch den Stangenparcours und 1,18 Sekunden Vorsprung vor dem Slowaken Alexander Slafkovsky durch. Der mit Bestzeit im Halbfinale als letzter Starter ins Finale gegangene Leipziger Franz Anton sicherte sich ebenfalls fehlerfrei die Bronze-Medaille. Die Olympia-Dritte Andrea Herzog gewann ebenfalls Gold. Die Weltmeisterin von 2019 im Canadier setzte sich in einem Wildwasser-Krimi mit 0,92 Sekunden Vorsprung vor der australischen Ausnahme-Athletin Jessica Fox, die in Tokio Olympia-Gold im Canadier holte, durch. Für Fox war es die insgesamt 13. WM-Medaille. Dritte wurde die Britin Mallory Franklin.


Nkunku, Schüller und Streich Deutschlands Beste im Fußball

BERLIN: Als erster Profi von RB Leipzig ist Christopher Nkunku zu Deutschlands Fußballer des Jahres gewählt worden. Der 24 Jahre alte Franzose gewann das vom «Kicker» organisierte Journalistenvotum mit 134 Stimmen knapp vor Weltfußballer Robert Lewandowski (128) und Torwart Kevin Trapp (65). Beste Fußballerin der Saison 2021/2022 ist dank 141 Stimmen Lea Schüller vom FC Bayern, die vor Alexandra Popp (115) und Almuth Schult (68) landete. Zum Trainer des Jahres wurde Christian Streich vom Pokalfinalisten SC Freiburg gewählt, wie der «Kicker» mitteilte.


Ehemaliger Formel-1-Rennleiter Masi erhielt Morddrohungen

BUDAPEST: Der ehemalige Formel-1-Rennleiter Michael Masi hat nach dem höchst umstrittenen Saisonfinale 2021 laut eigenen Aussagen Morddrohungen gegen sich und seine Familie erhalten. «Es gab einige dunkle Tage», sagte der Australier Masi «News Corp» am Sonntag: «Ich fühlte mich, als wäre ich der am meisten gehasste Mann der Welt. Ich habe Morddrohungen bekommen. Die Leute sagten, sie sind hinter mir und meiner Familie her.» Vor allem in den sozialen Medien wurde Masi zeitweise mit negativen Nachrichten und Anfeindungen überhäuft. «Sie waren schockierend», sagte er: «Rassistisch, beleidigend, abscheulich, sie haben mich auf jede erdenkliche Weise beschimpft.»

Masi war am 12. Dezember 2021 schwer in die Kritik geraten. Beim entscheidenden Rennen um den Titel hatte er mit seinen Entscheidungen das finale Überholmanöver von Max Verstappen im Red Bull gegen Lewis Hamilton im Mercedes erst ermöglicht. Später waren in dem Zusammenhang Aufnahmen des Funkverkehrs zwischen Masi und dem Kommandostand von Red Bull aufgetaucht, in dem vom Rennstall das unmittelbar danach praktizierte Szenario beschrieben wurde. Besonders Mercedes hatte sich über die Entscheidungen laut beklagt, da Hamilton so im Finale den WM-Titel an Verstappen verlor.

Im Februar war Masi bereits vom Motorsport-Weltverband Fia in seinem Amt abgesetzt worden. Damals hieß es noch, dass ihm ein neuer Fia-Posten angeboten werde. Allerdings haben sich beide Seiten mittlerweile getrennt. Masi entschied sich dazu, zurück in seine australische Heimat zu ziehen, «um näher bei seiner Familie zu sein und sich neuen Herausforderungen zu stellen», wie er selbst sagte.

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