Nachrichten aus der Sportwelt am Sonntag

Der Deutsche Moto2-Fahrer Marcel Schrötter aus dem Dynavolt Intact GP Team in Aktion. Foto: epa/Tim Keeton
Der Deutsche Moto2-Fahrer Marcel Schrötter aus dem Dynavolt Intact GP Team in Aktion. Foto: epa/Tim Keeton

Moto2-Pilot Schrötter stürzt als Führender - Auch Bradl ohne Punkte

ASSEN/NIEDERLANDE: Riesenpech für Marcel Schrötter: Der deutsche Motorrad-Pilot ist beim WM-Rennen in Assen in Führung liegend ausgeschieden. Bedrängt von seinen Verfolgern stürzte der 29 Jahre alte Landsberger am Sonntag beim Grand Prix der Niederlande. Schrötter blieb unverletzt, fasste sich aber enttäuscht an den Helm, denn nach drei vierten Plätzen vergab er durch eine kurze Unachtsamkeit die Chance auf sein bestes Saisonergebnis in der Moto2-Klasse. Den Sieg sicherte sich der Spanier Augusto Fernandez, der in der Gesamtwertung nun gleichauf mit dem Assen-Vierten Celestino Vietti aus Italien (je 146 Punkte) führt. Schrötter (88) bleibt Siebter.

«Die Enttäuschung ist natürlich wahnsinnig groß. Es wäre heute eine Menge drin gewesen», sagte Schrötter nach dem Rennen bei Servus TV. «Die ersten Runden waren einfach super. Das müssen wir mitnehmen in die Sommerpause und dann neu angreifen. Für uns ist noch einiges möglich», sagte Schrötter. Nach einem Topstart hatte sich der Bayer von Rang zehn auf fünf verbessert, Runde für Runde weiteren Boden gut gemacht und sogar geführt, ehe er stürzte und ausschied.

Schrötters Landsmann Stefan Bradl landete als Vertreter des verletzten Spaniers Marc Marquez im Rennen der Königsklasse MotoGP auf Rang 18 und damit erneut außerhalb der Punkte. Der WM-Führende Fabio Quartararo (172) stürzte gleich zweimal und schied aus. Beim dritten Saisonsieg des Italieners Francesco Bagnaia machte Quartararos erster Verfolger Aleix Espargaro (151) aus Spanien als Vierter in Assen wertvollen Boden auf den französischen Titelverteidiger gut und das WM-Rennen damit wieder spannend.

Auf das Assen-Festival folgt nun die Sommerpause, die aufgrund der erneuten Streichung der Finnland-Premiere, die am 10. Juli geplant war, mit sechs Wochen recht lang ausfällt. Weiter geht es erst am 7. August mit dem WM-Lauf von Großbritannien in Silverstone.


Lührs gewinnt Triathlon-Sprint bei den Finals in Berlin

BERLIN: Triathlet Lasse Lührs hat nach einem rasanten Endspurt die deutsche Meisterschaft über die Sprintdistanz gewonnen. Der 26-Jährige vom TV Buschhütten verwies am Sonntag bei den Finals in Berlin nach 750 Metern Schwimmen, 20 Kilometern Radfahren und fünf Kilometern Laufen Lasse Nygaard Priester (LAZ Saarbrücken) auf den zweiten Platz. Lührs benötigte 51:02 Minuten, Priester war acht Sekunden langsamer. Auf Rang drei kam Henry Graf (Triathlon Team DWS Darmstadt/+19 Sekunden).


Heinle zum fünften Mal deutscher Meister im Weitsprung

BERLIN: Fabian Heinle hat sich zum fünften Mal den deutschen Meistertitel im Weitsprung gesichert. Der 28-jährige Stuttgarter gewann am Sonntag bei den nationalen Leichtathletik-Meisterschaften in Berlin mit 7,81 Metern. Damit verteidigte der EM-Zweite von 2018 seinen Titel aus dem Vorjahr erfolgreich, verfehlte die Normen für WM und EM in diesem Sommer aber deutlich.


Deutsche Volleyballer verlieren in Nationenliga gegen Frankreich

QUEZON: Die deutschen Volleyballer haben in der Nationenliga gegen Frankreich die vierte Niederlage in Folge kassiert. Das Team des neuen Bundestrainers Michal Winiarski verlor am Sonntag gegen die Franzosen, die bei den Olympischen Spielen im vergangenen Jahr Gold gewannen, mit 1:3 (16:25, 19:25, 25:19, 21:25). Bester Angreifer im deutschen Team in Quezon (Philippinen) war Linus Weber mit 16 Punkten.


Medien: VfL Wolfsburg vor Verpflichtung des Kroaten Franjic

WOLFSBURG: Fußball-Bundesligist VfL Wolfsburg hat offenbar einen Nachfolger für den an RB Leipzig verkauften Xaver Schlager gefunden. Medienberichten zufolge stehen die Niedersachsen kurz vor einer Verpflichtung des kroatischen Mittelfeldspielers Bartol Franjic von Dinamo Zagreb. Die «Wolfsburger Allgemeine Zeitung» hatte zuerst über den bevorstehenden Transfer berichtet.


Amerikanerin McLaughlin läuft Weltrekord über 400 Meter Hürden

EUGENE: Die Amerikanerin Sydney McLaughlin hat ihren Weltrekord über die 400 Meter Hürden noch einmal verbessert. Die 22 Jahre alte Leichtathletin gewann nach Angaben des Weltverbandes am Samstag (Ortszeit) bei den US-Meisterschaften in Eugene in 51,41 Sekunden. Damit verbesserte die Olympiasiegerin ihre eigene Bestmarke von den Spielen im Tokio im vergangenen Jahr nochmals. Damals hatte McLaughlin in 51,46 Sekunden die Goldmedaille gewonnen und ihre vorherige Bestmarke das erste Mal selbst unterboten.


EM-Turnierdirektor Lahm: «Entscheidend ist, wie Mannschaft auftritt»

BERLIN: Für EM-Turnierdirektor Philipp Lahm spielt der viel diskutierte Markenname «Die Mannschaft» keine große Rolle. «Das Entscheidende ist, wie eine Mannschaft, wie die Spieler auftreten. Das ist das A und O», sagte der 38 Jahre alte Ehrenspielführer der Fußball-Nationalmannschaft der Deutschen Presse-Agentur am Rande der Special Olympics in Berlin. Damit könne auch eine Bindung zwischen Spielern und Fans entstehen. «Dafür sollte eine Nationalmannschaft stehen. Das wünsche ich mir als Turnierdirektor für die EM 2024», sagte Lahm.


Bale im Trikot von Los Angeles: «Bis bald»

LOS ANGELES: Gareth Bales hat seinen Wechsel in die amerikanische Major League Soccer praktisch bestätigt. Im Trikot des Los Angeles FC und mit Kappe auf dem Kopf präsentierte sich der 32 Jahre alte Waliser in der Nacht auf Sonntag bei Twitter. Drüber schrieb er: «Bis bald, Los Angeles.» Der Verein aus der MLS retweetete umgehend Bales Nachricht. Trainiert wird Los Angeles FC vom ehemaligen Fußball-Bundesligaprofi Steven Cherundolo, zuletzt war die italienische Abwehrikone Giorgio Chiellini dorthin gewechselt.


Sportstars mit deutlicher Kritik nach Abtreibungsverbot

BERLIN: Angeführt von einer entsetzten Megan Rapinoe haben sich amerikanische und auch internationale Sportlerinnen und Sportler zum Abtreibungsverbot durch den Supreme Court geäußert. «Ich wünschte, wir könnten heute über Fußball sprechen», sagte die 36 Jahre alte US-Fußballerin während einer Pressekonferenz der Nationalmannschaft. «Es ist schwer, in Worte zu fassen, wie traurig dieser Tag für mich und meine Mitspielerinnen ist», sagte sie mit immer wieder stockender Stimme und den Tränen nahe: «Die Grausamkeit ist der Punkt, denn das ist in keiner Weise pro Leben. Ich habe null Vertrauen, dass meine Rechte vor Gericht gewahrt werden.»

Auch Tennisspielerin Coco Gauff zeigte sich enttäuscht. «Es fühlt sich an, als würde sich Geschichte wiederholen», sagte die 18 Jahre alte French-Open-Finalistin vor dem Tennis-Highlight in Wimbledon. «Ich ermuntere Menschen weiter, ihre Stimme zu erheben und sich nicht entmutigt zu fühlen, weil wir definitiv einen Wandel erreichen können und hoffentlich wird das auch passieren.» Der 22 Jahre ältere Superstar Serena Williams wollte sich vor Beginn des Rasen-Klassikers zu dem Thema hingegen nicht äußern.

Basketball-Superstar LeBron James teilte bei Twitter einige Kommentare zu der Entscheidung und deren Auswirkungen auf schwarze Frauen. Der Profi von den Los Angeles Lakers kommentierte: «Es geht absolut um Macht und Kontrolle.» Die Liga-Chefs der Männer- und der Frauen-NBA veröffentlichten ein gemeinsames Statement. Frauen sollten selbst die Entscheidungen über ihrer Gesundheit und Zukunft treffen. Die Freiheit sollte geschützt werden, forderten sie.

Der politisch und im Kampf um Menschenrechte und gegen Unterdrückung ohnehin sehr aktive Formel-1-Rekordweltmeister Lewis Hamilton zeigte sich «angewidert» vom Urteil. «Diese Entscheidung wird die Schwächsten unter uns treffen», betonte der 37 Jahre alte Brite.


Heikle Begegnung mit einem Zebra: «Das ist die Safari Rallye Kenia»

NAIROBI: Das war knapp! Mit hoher Geschwindigkeit raste der neunmalige Weltmeister Sebastien Loeb in seinem Rallye-Wagen über einen eher schmalen Weg durch die afrikanische Savanne.

Plötzlich tauchte rechts ein Zebra auf. Loeb weichte geistesgegenwärtig aus mit einem leichten Linksbogen, das verschreckte Tier drehte gleich wieder ab. «Das ist die Safari Rallye Kenia», schrieb der 48 Jahre alte Franzose Loeb bei Twitter zum kurzen Filmchen von dem glücklicherweise folgenlosen Vorfall. In sichererem Abstand überquerte auch noch eine Giraffe den Weg.


Gestiegenes TV-Interesse bei den Finals

BERLIN: Am dritten Tag der Finals ist das Interesse der TV-Zuschauer deutlich gestiegen.

Spitzenwert der ARD waren 1,52 Millionen Menschen am späten Samstagnachmittag. Über mehrere Stunden erreichten die Übertragungen von den deutschen Meisterschaften in mehreren Sportarten mehr als eine Million Zuschauer im Durchschnitt und Marktanteile von über zehn Prozent. Besonders beliebt waren die Leichtathletik-Wettkämpfe.

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