Nachrichten aus der Sportwelt am Samstag

Fotomontage: DER FARANG
Fotomontage: DER FARANG

Youssoufa Moukoko ist jüngster Spieler der Bundesliga-Geschichte

BERLIN: Youssoufa Moukoko ist der jüngste Spieler in der Geschichte der Fußball-Bundesliga.

Einen Tag nach seinem 16. Geburtstag wurde der Angreifer am Samstagabend für Borussia Dortmund in der Partie bei Hertha BSC eingewechselt.


Bayern-Gegner RB Salzburg kommt in der Bundesliga unter die Räder

SALZBURG: Wenige Tage vor dem Champions-League-Spiel gegen Bayern München hat RB Salzburg eine deutliche Heimniederlage hinnehmen müssen. Gegen Sturm Graz lieferte der österreichische Fußball-Serienmeister am Samstag eine schwache Vorstellung ab und kassierte mit 1:3 (0:0) die erste Heimniederlage seit Februar. Damit könnte Salzburg am Sonntag die Tabellenführung in der österreichischen Bundesliga verlieren, sollte Verfolger Rapid Wien gewinnen.

Den überlegenen Grazern reichte eine starke Viertelstunde nach dem Seitenwechsel, um den Sieg perfekt zu machen. Drei Minuten nach der Pause drückte zunächst Ivan Ljubic (48.) eine Flanke über die Linie. Jakob Jantscher (53./59.) legte mit einem Doppelpack nach. Für Salzburg sorgte Mërgim Berisha (86.) kurz vor Schluss für den Ehrentreffer.

Am Mittwoch ist Salzburg in der Champions-League-Gruppenphase bei Titelverteidiger FC Bayern München zu Gast (20.45 Uhr/Sky). Das Hinspiel hatte der deutsche Rekordmeister mit 6:2 für sich entschieden.


Dresden gewinnt Ost-Duell in Rostock - Saarbrücken nur Remis

ROSTOCK: Dynamo Dresden hat das Ost-Duell in der 3. Fußball-Liga mit Hansa Rostock gewonnen und sich in der Spitzengruppe festgesetzt. Das Team von Trainer Markus Kauczinski bezwang die Rostocker am Samstag im Ostseestadion mit 3:1 (3:1). Mit 19 Punkten nach elf Spielen stehen die Dresdner zumindest vorübergehend auf Aufstiegsplatz zwei. Spitzenreiter 1. FC Saarbrücken kam trotz zweimaliger Führung nicht über ein 3:3 (2:2) gegen den SV Wehen Wiesbaden hinaus, bleibt aber mit 23 Zählern Tabellenführer. Aufstiegskandidat TSV 1860 München trennte sich vom KFC Uerdingen 0:0, auch beim FSV Zwickau gegen Waldhof Mannheim fielen keine Tore. Der 1. FC Kaiserslautern verpasste beim 1:1 (1:0) gegen den Halleschen FC den zweiten Saisonerfolg. Wegen insgesamt 13 positiver Corona-Tests bei Spielern und Mitarbeitern des SV Meppen wurde die geplante Partie des Schlusslichts gegen Türkgücü München abgesagt.


Zweierbob-Rekordweltmeister Friedrich gewinnt Weltcup-Auftakt

SIGULDA: Rekord-Weltmeister Francesco Friedrich hat mit Anschieber Thorsten Margis den Zweierbob-Weltcup im lettischen Sigulda gewonnen. Der Doppel-Olympiasieger vom BSC Sachsen Oberbärenburg schob sich am Samstag im Finallauf noch an dem bis dahin führenden Johannes Lochner vorbei und sicherte sich mit vier Hundertstelsekunden Vorsprung den Sieg vor dem Berchtesgadener, der mit Christian Rasp fuhr. Den deutschen Dreifach-Erfolg verhinderten die Schweizer Michael Voigt/Sandro Michel, die sich als Dritte vor Christoph Hafer/Christian Hammers (BC Bad Feilnbach/TuS Wiesbaden) platzierten.


Loch, Geisenberger und Wendl/Arlt deutsche Rodel-Meister

SCHÖNAU: Die Olympiasieger Felix Loch (Berchtesgaden) und Natalie Geisenberger (Miesbach) haben am Samstag bei den deutschen Rodel-Meisterschaften die Titel gewonnen. Eine Woche vor dem ersten Weltcup der Saison in Innsbruck setzte sich Loch nach zwei Durchgängen in der Eisarena am Königssee mit 0,508 Sekunden Vorsprung vor Johannes Ludwig (Oberhof) durch. Dritter wurde Max Langenhan (Friedrichroda). Bei den Frauen siegte Geisenberger vor Julia Taubitz (Oberwiesenthal) und Dajana Eitberger (Ilmenau). Meister bei den Doppelsitzern wurden feierten Tobias Wendl/Tobias Arlt (Berchtesgaden/Königssee).


Chelsea schlägt Newcastle mit 2:0 - Werner mit Vorlage, aber ohne Tor

NEWCASTLE: Der FC Chelsea hat in der Premier League zumindest vorläufig die Tabellenspitze erobert. Das Team um den deutschen Fußball-Nationalspieler Timo Werner setzte sich am Samstag mit 2:0 (1:0) bei Newcastle United durch. Ein Eigentor von Federico Fernández (10. Minute) und ein Treffer von Tammy Abraham (65.) nach Vorlage von Werner genügten den Blues zum Sieg.


Verletzter Hofmann will noch vor Weihnachten zurück auf den Platz

BERLIN: Nach seiner Verletzung beim Länderspiel gegen Tschechien vor eineinhalb Wochen gibt es bei Nationalspieler Jonas Hofmann leichte Entwarnung. Auf die Frage, ob er sich, wie zunächst angenommen, einen Muskelbündelriss zugezogen habe, antwortete der Offensivspieler von Borussia Mönchengladbach vor der Partie gegen Augsburg am Samstag im Sky-Interview: «Ganz so schlimm nicht, wie zunächst kommuniziert wurde.» Er mache gute Fortschritte und hoffe, bereits vor Weihnachten wieder auf dem Platz zu stehen. Genauere Angaben zur Art seiner Verletzung machte er nicht.


Salihamidzic will «faire Entscheidung» zu Boatengs Bayern-Zukunft

MÜNCHEN: Sportvorstand Hasan Salihamidzic hat Berichte über den vermeintlich bevorstehenden Abschied von Jérôme Boateng vom FC Bayern im kommenden Sommer nicht bestätigt. «Wir wissen alle, dass Jérôme einen laufenden Vertrag bis zum 30.6.2021 hat», sagte Salihamidzic am Samstag bei Sky kurz vor dem Spiel des Fußball-Rekordmeisters gegen Werder Bremen. «Wir werden uns zu einem vernünftigen Zeitpunkt mit ihm und seinem Management treffen und eine faire Entscheidung für alle treffen.» Der Vertrag des früheren Nationalspielers sei «im Moment überhaupt nicht das Thema bei uns».


Nächster Corona-Fall bei Mönchengladbach - Auch Bensebaini positiv

MÖNCHENGLADBACH: Bei Borussia Mönchengladbach ist innerhalb von nur einer Woche der zweite Profi positiv auf das Coronavirus getestet worden. Der Verein bestätigte am Samstag, dass Abwehrspieler Ramy Bensebaini betroffen ist. Der algerische Nationalspieler, der in der vergangenen Woche Länderspiele in Algerien und Simbabwe absolvierte, wurde vor der Partie am Samstag beim FC Augsburg positiv getestet und befindet sich in häuslicher Quarantäne. Bereits seit dem vergangenen Wochenende ist auch Borussia-Angreifer Alassane Plea wegen eines Positivtests in Isolation.


2. Bundesliga: Paderborn bleibt an HSV dran - Kiel nur mit Remis

PADERBORN: Bundesliga-Absteiger SC Paderborn bleibt in der 2. Fußball-Bundesliga Verfolger von Spitzenreiter Hamburger SV. Die Paderborner gewannen ihr Heimspiel gegen den abstiegsgefährdeten FC St. Pauli mit 2:0 (1:0) und rückten auf Rang zwei vor. Dagegen verpasste Holstein Kiel den Sprung auf den zweiten Platz durch ein 2:2 (1:0) nach 2:0-Führung und einem Gegentreffer in der Nachspielzeit. Der Karlsruher SC siegte bei Eintracht Braunschweig 3:1 (2:1) und brachte dem Neuling die erste Heimniederlage seit Dezember 2019 bei. Bundesliga-Absteiger Fortuna Düsseldorf bezwang den SV Sandhausen 1:0 (0:0). Düsseldorf ist Siebter, der KSC Achter.


Shiffrin Zweite bei Ski-Comeback in Levi - Sieg an Vlhova

LEVI: US-Skistar Mikaela Shiffrin hat sich nach fast zehn Monaten Zwangspause mit einem zweiten Platz im Weltcup-Slalom von Levi zurückgemeldet. Die beste Alpin-Sportlerin der Gegenwart musste sich am Samstag in Finnland nur ihrer Dauerrivalin Petra Vlhova aus der Slowakei um 0,18 Sekunden geschlagen geben. Dritte wurde Katharina Liensberger aus Österreich (+0,57). Shiffrin hatte exakt 300 Tage wegen des Todes ihres Vaters im vorigen Winter, dann der Corona-Pandemie und zuletzt einer Rückenverletzung in Sölden kein Rennen mehr bestritten.


Weitsprung-Ass Mihambo plant «definitiv» 100-Meter-Start in Tokio

OFTERSHEIM: Weitsprung-Weltmeisterin Malaika Mihambo strebt bei den Olympischen Spielen 2021 in Tokio einen Start über 100 Meter an. «Ja, für nächstes Jahr ist das definitiv geplant. Ich habe gemerkt, dass ich sehr gern sprinte, aber hier muss man auch sehr viel für den Erfolg tun», sagte die «Sportlerin des Jahres» von 2019 in einem «Spiegel»-Interview. «Ich weiß, dass ich das nicht geschenkt bekommen werde und dass ich dafür hart arbeiten muss.»

Mihambo gehört schon länger auch im Sprint zu den deutschen Topathletinnen, ihre Bestzeit über 100 Meter steht bei 11,21 Sekunden. Ihre ursprünglichen Staffel-Ambitionen für die WM im vergangenen Jahr hatte sie zurückgestellt. In Doha holte sie dann mit überragenden 7,30 Meter Gold im Weitsprung.

Man müsse natürlich bedenken, «dass ich im Weitsprung gerade national an der Spitze stehe und allein auf meinem Niveau bin», sagte die 26-Jährige von der LG Kurpfalz. «Im Sprint gibt es aber sehr viele gute Mädels. Und international ist die Weltspitze noch mal um Längen voraus. Ich bin aber motiviert und freue mich drauf.»

Mihambo wollte ursprünglich in diesem Jahr in die USA ziehen und beim früheren Leichtathletik-Superstar Carl Lewis trainieren. Diese Pläne hat sie erstmal verschoben. «Ich habe in dieser Corona-Zeit gelernt, mir erst einmal keine größeren Ziele zu setzen, sondern einfach noch mehr im Kleinen einfach da zu sein», erklärte die Studentin der Umweltwissenschaften. «Ich denke jetzt eher darüber nach, was ich nächste Woche machen will. Wie viel Zeit will ich für die Uni investieren, wie viel fürs Klavierspielen. Ich habe derzeit eher beschaulichere Ziele.»


Ex-Weltmeister Bradl will «Türöffner» für Motorrad-Talente sein

BERLIN: Der ehemalige Motorrad-Weltmeister Stefan Bradl sorgt sich um den deutschen Nachwuchs in seiner Sportart und will künftig selbst nach Talenten Ausschau halten. «Es ist schade, dass derzeit keine neuen aufstrebenden Fahrer da sind», sagte der 30 Jahre alte Zahlinger den Zeitungen der Funke Mediengruppe (Samstag) vor dem Saisonfinale in der Motorrad-WM an diesem Wochenende beim Großen Preis von Portugal in Portimão. «Die Situation hat sich leider schon länger abgezeichnet», fügte er an.

Bradl ist seit 2018 Testfahrer bei Honda und - mit Ausnahme von 2017 - seit 2012 der einzige Deutsche, der permanent Grand-Prix-Rennen in der Königsklasse MotoGP bestreitet. In diesem Jahr übernahm er die Maschine von Weltmeister Marc Marquez, nachdem sich der Spanier beim Auftakt verletzt hatte und die gesamte Saison ausfiel. Ein achter Platz beim Regenrennen in Le Mans (Frankreich) war das bisher beste Ergebnis in dieser Saison.

Der Moto-2-Weltmeister von 2011 nannte zwei Gründe für die fehlenden Nachwuchshoffnungen. «Es gibt einerseits nicht genügend Fahrer, die bereit sind, den Weg nach oben zu gehen. Aber sicherlich ist die finanzielle Förderung aus deutscher Sicht auch verzagt», sagte der Sohn des früheren Motorrad-WM-Zweiten Helmut Bradl. Von dessen Kontakten habe er profitiert. «Ohne dieses Umfeld hätte ich es nicht in die Weltspitze geschafft», gab er zu.

In ähnlicher Weise will Bradl Junior sich nun auch bei der Talentsuche engagieren. «Ich würde gerne anderen helfen, für sie eine Art Türöffner zu sein - wenn meine Zeit es zulässt», sagte er. Und weiter: «Ich würde mich zukünftig gerne mehr in der Nachwuchssuche einbringen, mein Wissen teilen.» Dabei will er auch Vorbild für andere sein. «Ich glaube, es ist wichtig, so einen wie mich zu haben, der weiß, wie hoch das Level ist, der aber auch weiß, was es braucht, um nach oben zu kommen», erklärte der 30-Jährige.

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