Nachrichten aus der Sportwelt am Samstag

Collage: DER FARANG
Collage: DER FARANG

Deutsches Quartett zum Paris-Auftakt gefordert - Zverev Favorit

PARIS: Angeführt von Olympiasieger Alexander Zverev startet ein deutsches Tennis-Quartett am Sonntag in die French Open.

Zverev bekommt es in seinem Erstrundenspiel mit dem Qualifikanten Sebastian Ofner aus Österreich zu tun und geht als klarer Favorit in die Partie. Die Begegnung ist als drittes Spiel nach 11.00 Uhr auf dem Court Suzanne Lenglen angesetzt. Gleich um 11.00 Uhr sind Tatjana Maria gegen die Rumänin Sorana Cirstea, Jule Niemeier gegen Sloane Stephens aus den USA und Daniel Altmaier gegen den Spanier Jaume Munar im Einsatz. Insgesamt sind beim Sandplatz-Klassiker im Stade Roland Garros fünf deutsche Damen und vier deutsche Herren dabei.


Weltklasse-Volleyballerin Lippmann: Neu-Start im Sand

HAMBURG: Die langjährige Volleyball-Nationalspielerin Louisa Lippmann wechselt zum Beachvolleyball. Knapp einen Monat nach dem verkündeten Rücktritt aus der Nationalmannschaft wird sie am Olympiastützpunkt in Hamburg mit dem Training im Sand beginnen. «Ich richte jetzt mein Visier neu aus, um meine Ziele zu verfolgen. Da sehe ich die Chance im Beachvolleyball größer», sagte sie im Interview mit spiegel.de. Eine Partnerin hat die 27-Jährige noch nicht. Möglicherweise könnte sie mit Olympiasiegerin Laura Ludwig zusammenkommen, die wegen der Geburt ihres zweiten Kindes vorerst pausiert. Lippmanns Ziel sind die Olympischen Spiele in Paris 2024.


Handball-Nationalspieler Heymann am Knie operiert

GÖPPINGEN: Handball-Nationalspieler Sebastian Heymann vom Bundesligisten Frisch Auf Göppingen ist am Knie operiert worden. Bei dem Eingriff sei das vordere Kreuzband durch eine körpereigene Sehne ersetzt worden, teilte der Club am Samstag mit. Die Verletzung hatte sich der Rückraumspieler ohne gegnerische Einwirkung in der Partie gegen den HSV Hamburg zugezogen.


Ringer-Olympiasiegerin Rotter-Focken zum ersten Mal Mutter geworden

BERLIN: Die frühere deutsche Top-Ringerin und Olympiasiegerin Aline Rotter-Focken ist zum ersten Mal Mutter geworden. Die 31-Jährige brachte in Villingen-Schwenningen am vergangenen Dienstag Sohn Ilian Georg zur Welt. Der errechnete Geburtstermin war der 10. Mai gewesen - ihr eigener Geburtstag. «Der Kleine hat sich jetzt doch etwas Zeit gelassen. Wir sind alle wohlauf und überglücklich», sagte Rotter-Focken, die mit dem früheren Bundesliga-Ringer Jan Rotter verheiratet ist und mit ihrer Familie im südbadischen Triberg lebt.


Olympiasieger Wellbrock sichert sich vierten WM-Startplatz

BANYOLES: Schwimm-Olympiasieger Florian Wellbrock wird bei den Weltmeisterschaften vom 17. Juni bis 3. Juli in Budapest vier Starts absolvieren. Nachdem der Freiwasser-Olympiasieger aus Magdeburg auf der 10-Kilometer-Distanz ebenso gesetzt war wie für die 800 und 1500 Meter-Freistil-Wettbewerbe im Becken, sicherte er sich am Samstag auch einen Platz im Starterfeld über 5 Kilometer im Freiwasser. Bei den offenen spanischen Freiwasser-Meisterschaften gewann Wellbrock den als Qualifikations-Rennen ausgeschriebenen Wettkampf. Dabei lieferte er sich ein spannendes Rennen mit seinem ukrainischen Trainingspartner Michailo Romantschuk.


Deutschland bei Eishockey-WM fix im Viertelfinale

HELSINKI: Deutschland steht bei der Eishockey-Weltmeisterschaft in Finnland vorzeitig im Viertelfinale. Durch das 3:0 (1:0, 1:0, 1:0) Dänemarks am Samstag gegen Frankreich ist dem WM-Vierten von 2021 die erneute Teilnahme an der K.o.-Runde nicht mehr zu nehmen. In den abschließenden Gruppenspielen am Sonntag gegen Kasachstan (15.20 Uhr) und am Dienstag gegen die Schweiz (11.20 Uhr/beide Sport1 und MagentaSport) kann die Auswahl von Bundestrainer Toni Söderholm ihre Ausgangsposition für das Viertelfinale am kommenden Donnerstag nun noch weiter verbessern.


Barça-Trainer Xavi bestätigt Interesse an Lewandowski

BARCELONA/MÜNCHEN: Ein Geheimnis war das Interesse des FC Barcelona an Bayern-Star Robert Lewandowski schon lange nicht mehr, jetzt hat Trainer Xavi Hernández es auch offiziell bestätigt. «Lewandowski ist eine Option, die wir in Erwägung ziehen», sagte er am Samstag vor Journalisten. Lewandowski habe ja den Wunsch geäußert, die Bayern zu verlassen, betonte der Katalane. Aber es werde sicher schwierig werden, räumte er ein. Lewandowski könnte schlicht zu teuer für den finanziellen angeschlagenen FC Barcelona sein. Und Bayern Münchens Vorstandschef Oliver Kahn hat gerade erst wieder einen sofortigen Abschied des Polen vom Rekordmeister ausgeschlossen.


Leclerc startet als Favorit ins Formel-1-Rennen in Spanien

BARCELONA: Ferrari-Star Charles Leclerc startet als Favorit in das Formel-1-Rennen in Barcelona.

Der Monegasse geht von der Pole Position in den Großen Preis von Spanien am Sonntag (15.00 Uhr/Sky) und ist vor dem zweitplatzierten Weltmeister Max Verstappen von Red Bull leicht im Vorteil. Leclerc führt vor dem sechsten Saisonlauf in der WM-Gesamtwertung mit 19 Punkten vor dem Niederländer. Mick Schumacher kann in der erwarteten Hitze Kataloniens im Haas-Rennwagen als Zehnter auf die Strecke gehen. Ex-Weltmeister Sebastian Vettel hatte sich in der Qualifikation am Samstag im Auto von Aston Martin mit dem 16. Rang begnügen müssen.


Tennisspielerin Nastasja Schunk doch noch im Hauptfeld von Paris

PARIS: Tennisspielerin Nastasja Schunk hat bei den French Open doch noch den Sprung ins Hauptfeld geschafft. Die 18-Jährige aus dem Talent Team des Deutschen Tennis Bundes, die eigentlich in der letzten Qualifikationsrunde gescheitert war, profitiert von der Absage der Kroatin Ana Konjuh. In der ersten Runde bekommt es Schunk in Paris mit der ehemaligen Weltranglisten-Ersten Simona Halep aus Rumänien zu tun. Insgesamt sind nun fünf deutsche Damen und vier deutsche Herren beim zweiten Grand-Slam-Turnier der Saison dabei.


«Kicker»: Breitenreiter Trainerkandidat in Hoffenheim

SINSHEIM: André Breitenreiter ist nach einem Bericht des «Kicker» ein Trainerkandidat bei der TSG 1899 Hoffenheim. Der Fußball-Bundesligist beschäftige sich mit dem Trainer des Schweizer Meisters FC Zürich und habe sich auch schon mit ihm in Verbindung gesetzt. Die TSG äußerte sich am Samstag nicht dazu. Die Kraichgauer hatten als Tabellenneunter einen Europacup-Platz verspielt. Trainer Sebastian Hoeneß musste deshalb diese Woche nach zwei Jahren gehen. Breitenreiters Vertrag in Zürich läuft noch bis zum Sommer 2023.


Leclerc im letzten Formel-1-Training vorn - Feuer bei Schumacher

BARCELONA: Formel-1-Spitzenreiter Charles Leclerc ist auch im letzten Training vor der Qualifikation zum Großen Preis von Spanien die schnellste Runde gefahren. Der 24-Jährige aus Monaco steuerte seinen Ferrari am Samstag in 1:19,772 Minuten allerdings nur knapp vor Weltmeister Max Verstappen, der im Red Bull mit 0,072 Sekunden Rückstand Zweiter wurde. Platz drei belegte George Russell im Mercedes. Leclerc lieferte in allen drei Trainings seit Freitag jeweils die Bestzeit und geht als Favorit in den Kampf um die Pole Position für den Grand Prix in Katalonien.

Drei Stunden vor dem Qualifying musste Mick Schumacher bei 32 Grad Hitze früher als geplant aus seinem Haas-Rennwagen steigen. Am rechten Hinterrad des Deutschen ging die Bremse in Flammen auf. Der 23-Jährige musste nach rund 15 der 60 Trainingsminuten zurück an die Box, das Feuer wurde gelöscht. Zunächst war unklar, wie schnell sein Auto repariert werden kann und ob eine problemlose Teilnahme an der Zeitenjagd möglich ist. Seine schnellste Runde reichte nur zu Platz 19. Im Aston Martin wurde Sebastian Vettel Zwölfter.

Vor dem sechsten Saisonlauf am Sonntag (15.00 Uhr/Sky) führt Leclerc in der WM-Wertung mit 19 Punkten vor Verstappen. Einer von beiden lag bislang in jedem Rennen des Jahres ganz vorne. Leclerc siegte zweimal, Verstappen setzte sich schon dreimal durch und will in Spanien seinen Rückstand verkleinern. Vor sechs Jahren hatte er im Norden Barcelonas im Alter von nur 18 Jahren überraschend seinen ersten Formel-1-Sieg gefeiert, seitdem gewann Mercedes-Star Lewis Hamilton aus Großbritannien den Grand Prix fünfmal in Folge.


Deutscher stirbt in Tirol - trotz Rettungsversuchen seines Sohnes

FLIRSCH: Ein deutscher Kajak-Fahrer ist in Tirol unter dramatischen Umständen vor den Augen seines Sohnes ertrunken. Wie die österreichische Polizei am Samstag mitteilte, kenterte der 58-Jährige aus dem Raum Köln am Vortag auf dem Fluss Rosanna. Er sei mit dem Strom geschwommen, bis er in eine sogenannte Wasserwalze geriet und sein Fuß zwischen Steinen steckenblieb. Laut Polizei versuchte der 24-jährige Sohn vergeblich, den Vater inmitten der starken Strömung zu befreien. Der Mann wurde unter Wasser gedrückt und ertrank.

Rettungskräfte konnten ihn im Gebiet des Ortes Flirsch bergen. Der Vater und sein Sohn seien erfahrene Kajak-Fahrer gewesen, sagte ein Polizeisprecher der Deutschen Presse-Agentur. Von Wasserwalzen geht große Gefahr aus: An Stufen oder Wasserfällen in Flüssen entstehen rückläufig rotierende Strömungen, aus denen sich auch geübte Sportler nur schwer befreien können.


Zverev bei French Open zunächst gegen Österreicher Ofner

PARIS: Alexander Zverev bekommt es bei den French Open in Paris zum Auftakt mit dem Österreicher Sebastian Ofner zu tun.

Die Nummer 218 der Welt hatte sich über die Qualifikation ins Hauptfeld des Sandplatz-Klassikers gekämpft. Die Partie im Stade Roland Garros findet bereits an diesem Sonntag und damit gleich am ersten Tag der Veranstaltung statt. Bei den Damen trifft Jule Niemeier auf Sloane Stephens aus den USA. Die 22 Jahre alte Dortmunderin hatte sich ebenfalls über die Qualifikation einen Platz im Hauptfeld gesichert.


Was der Mann mit dem Fernglas von Königin Silvia wollte

MÜNCHEN: Schwedens Königin Silvia ist vor 50 Jahren als Hostess bei den Olympischen Spielen in München von ihrem späteren Ehemann mit dem Fernglas ausspioniert worden. Der junge Mann habe aber nur anderthalb Meter von ihr entfernt gesessen, erzählte die 78-Jährige, die seit 1976 mit König Carl XVI. Gustaf von Schweden (76) verheiratet ist, am Freitag in München. «Ich habe sehr lachen müssen, das war sehr humorvoll. So habe ich ihn erlebt, mit seinem Humor, seiner Wärme und Herzlichkeit.» Ihr Mann habe ihr später gestanden: «Da hat es Klick gemacht.»

In München wollte die Königin am Freitagabend eine Spendengala des Vereins Desideria Care besuchen, der Menschen mit Demenz und deren Familien unterstützt. Die Monarchin hat selbst einen persönlichen Bezug zu der Krankheit. Ihre 1997 gestorbene Mutter Alice Sommerlath hatte Demenz. 1996 gründete die Königin die Stiftung Silviahemmet, um Betroffene und deren Familien zu helfen.


IOC will Olympia-Gastgeber für 2030 im nächsten Jahr benennen

LAUSANNE: Das IOC will den Gastgeber der Winterspiele 2030 bei seiner Generalversammlung in Mumbai im nächsten Jahr benennen. Dafür müsse die Spitze des Internationalen Olympischen Komitees bis zum Dezember entscheiden, mit welchem Bewerber das IOC in konkrete Verhandlungen eintreten wolle, sagte Dachverbandschef Thomas Bach. Bislang gelten Sapporo, Vancouver, Salt Lake City und eine gemeinsame Bewerbung von Barcelona und der Pyrenäen-Region als aussichtsreiche Anwärter auf die übernächsten Winterspiele.

Es gebe einige «hochwertige Vorschläge», sagte IOC-Generaldirektor Christophe De Kepper bei der 139. IOC-Session am Freitag. Die zuständige Ausrichter-Kommission arbeite im Rahmen des reformierten Auswahlverfahrens darauf hin, dass im Mai 2023 im indischen Mumbai ein Gastgeber gewählt werden könne.

Eine deutsche Bewerbung um die Spiele 2030 scheint ausgeschlossen, zumal 2026 bereits in Mailand und Cortina ein europäischer Gastgeber am Zug ist. Thomas Weikert, der neue Präsident des Deutschen Olympischen Sportbundes, will die Bemühungen um Spiele in Deutschland zwar wieder forcieren, hatte zuletzt aber über eine Bewerbung für 2030 gesagt: «Das ist womöglich zu früh, weil wir nicht baden gehen wollen.»

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