Nachrichten aus der Sportwelt am Montag

Istanbul Basaksehirs Demba Ba während der UEFA Champions League. Foto: epa/Ian Langsdon
Istanbul Basaksehirs Demba Ba während der UEFA Champions League. Foto: epa/Ian Langsdon

Ex-Hoffenheimer Demba Ba beendet Fußball-Karriere

BERLIN: Der senegalesische Stürmer Demba Ba (36) beendet seine Karriere. Das teilte er am Montag auf Twitter mit. «Mit einem von Dankbarkeit erfüllten Herzen gebe ich das Ende meiner Karriere bekannt. Was für eine wunderbare Reise das war. Neben all dem Schweiß und den Tränen, die ich vergossen habe, hat der Fußball mir so viele schöne Gefühle beschert», schrieb Ba.

Der frühere Profi der TSG 1899 Hoffenheim bestritt in dieser Saison nur drei Teileinsätze für den FC Lugano in der höchsten Schweizer Spielklasse, ehe sein Vertrag nach wenigen Wochen aufgelöst wurde. Ingesamt bestritt er 439 Profispiele und erzielte 193 Treffer.


Nagelsmann: FC Barcelona strahlt auch ohne Messi - Gnabry reist mit

MÜNCHEN: Der FC Barcelona verfügt für Bayern-Trainer Julian Nagelsmann auch ohne Fußball-Weltstar Lionel Messi immer noch über eine große «Strahlkraft». Zum Champions-League-Auftakt am Dienstag (21.00 Uhr/Amazon Prime Video) bei den Katalanen erwartet er einen Kontrahenten, der ohne den zu Paris Saint-Germain gewechselten Messi «anders» auftreten werde, aber nicht zwingend schwächer. «Es ist nicht greifbar. Eine strahlende Figur ist weg vom Club. Messi ist ein Spieler gewesen, der sehr viel Bälle anzieht», sagte Nagelsmann am Montag in München vor der Reise nach Spanien.


Barça-Coach Koeman räumt vor Bayern-Duell Probleme mit Clubboss ein

BARCELONA: Vor dem Champions-League-Duell am Dienstag (21.00 Uhr/Amazon Prime Video) gegen den FC Bayern München hat Trainer Ronald Koeman vom FC Barcelona erstmals Differenzen mit Clubboss Joan Laporta eingeräumt. «Ja, es hat einige kleine Dinge gegeben, aber wir haben geredet und sind uns einig geworden», enthüllte der Fußball-Coach vor Journalisten in Barcelona. Spanische Medien hatten vorher über «heftige Reibereien» zwischen den beiden Männern berichtet. Laporta ist erst seit März im Amt, Koeman war vor einem Jahr von dessen Vorgänger Josep Bartomeu verpflichtet worden.


Volleyball-Bundestrainer Giani freut sich auf EM-Duell mit Italien

OSTRAVA: Der deutsche Volleyball-Bundestrainer Andrea Giani geht mit Vorfreude und Zuversicht in das für ihn besondere EM-Viertelfinale gegen sein Heimatland Italien. «Ich freue mich sehr darauf», sagt der 51-Jährige aus Neapel vor der Partie in der Runde der besten Acht am Mittwoch im tschechischen Ostrava. «Ich kenne die Spieler und das Betreuerteam sehr gut», ergänzte Giani, der im Zweitjob Coach von Pallavolo Modena in der Serie A ist.


Champions League-Gruppenspiele: Bayern-Frauen gegen Lyon

NYON: Der FC Bayern München, der VfL Wolfsburg und die TSG 1899 Hoffenheim haben in der erstmals ausgetragenen Gruppenphase der Champions League der Fußballerinnen namhafte Gegner erwischt. Der deutsche Meister aus München trifft in Gruppe D auf Rekordsieger Olympique Lyon (sieben Titel), BK Häcken (Schweden) und Benfica Lissabon. Die Wolfsburgerinnen, die den Wettbewerb 2013 und 2014 gewannen, spielen in Gruppe A gegen den diesjährigen Champions-League-Finalisten Chelsea FC Women sowie gegen Juventus Turin und Servette FC CF (Schweiz). Neuling Hoffenheim bekommt es in der Gruppe C mit Titelverteidiger FC Barcelona sowie mit Arsenal WFC und HB Køge (Dänemark) zu tun. Die noch nicht genau terminierten Spiele beginnen am 5./6. Oktober.


Olympia-Dopingbilanz: Mehr als ein Drittel der Teilnehmer getestet

LAUSANNE: Die Internationale Test-Agentur Ita hat die Bilanz ihrer Arbeit bei den Olympischen Spielen in Tokio vorgelegt. Nach Ita-Angaben vom Montag wurden von der Eröffnung des olympischen Dorfes Mitte Juli bis zur Schlussfeier am 8. August 6200 Doping-Proben genommen, zwei Drittel davon innerhalb, ein Drittel außerhalb der Wettkämpfe. Die Urin- und Blutproben stammen aus über 5000 Kontrollen von 4255 Athletinnen und Athleten. Mehr als ein Drittel der Olympia-Teilnehmer wurden somit mindestens einmal getestet.


Rassismus-Äußerungen: Acht-Wochen-Sperre für Saarbrücker Erdmann

FRANKFURT/MAIN: Das DFB-Sportgericht hat Dennis Erdmann vom 1. FC Saarbrücken wegen rassistischer Äußerungen im Spiel der 3. Fußball-Liga gegen den 1. FC Magdeburg für insgesamt acht Wochen gesperrt. Zwei Spiele hat der 30 Jahre alte Abwehrspieler bereits abgesessen. Zusätzlich muss er dem Urteil vom Montag in Frankfurt zufolge eine Geldstrafe in Höhe von 3000 Euro zahlen. Ein Sprecher seines Vereins kündigte an, in Berufung zu gehen. Zugleich will der Club eine Aufhebung der Sperre bis zu einer Verhandlung vor dem DFB-Bundesgericht erwirken.


Formel-1-Sportchef zu Monza-Crash: Keiner wird zurückstecken

MONZA: Formel-1-Sportdirektor Ross Brawn rechnet auch nach dem Unfall von Monza mit weiteren harten Zweikämpfen der WM-Titeljäger Max Verstappen und Lewis Hamilton. «Keiner wird bis Jahresende auch nur für einen Moment zurückstecken, aber ich hoffe, dass die Weltmeisterschaft auf der Strecke und nicht in den Leitplanken oder dem Büro der Rennkommissare entschieden wird», sagte Brawn am Montag in einem Beitrag auf der Internetseite der Rennserie. WM-Spitzenreiter Verstappen und Titelverteidiger Hamilton waren beim Großen Preis von Italien in der 26. Runde in einer Schikane kollidiert.


Deutsche NFL-Profis verlieren zum Auftakt

DETROIT: Die beiden einzigen aktiven deutschen NFL-Profis haben ihre Auftaktspiele in die neue Saison verloren. Amon-Ra St. Brown unterlag mit den Detroit Lions den San Francisco 49ers am Sonntag trotz einer späten Aufholjagd 33:41. Die New England Patriots mit Jakob Johnson verloren mit ihrem neuen Quarterback Mac Jones 16:17 gegen die Miami Dolphins.


Liverpools Elliott nach schlimmem Foul mit schwerer Knöchelverletzung

LIVERPOOL: Trainer Jürgen Klopp vom FC Liverpool muss nach dem schlimmen Foul an Harvey Elliott beim 3:0-Sieg bei Leeds United wohl längere Zeit ohne den Rechtsaußen auskommen. Der 18-Jährige hat sich nach Vereinsangaben eine schwere Knöchelverletzung zugezogen und muss in den kommenden Tagen operiert werden. «Ich denke, es haben alle gesehen, dass der Knöchel nicht mehr in der richtigen Position war», sagte Klopp. Das medizinische Personal habe den Knöchel wieder gerichtet und es sei sehr wichtig gewesen, dass das schnell passiert sei. Elliott war am Sonntagabend von Leeds-Verteidiger Pascal Struijk böse gefoult worden. Der Belgier sah dafür die Rote Karte.


Skispringer Geiger zu Gewicht: «Hardcore-Zeiten lange vorbei»

OBERSTDORF: Skisprung-Weltmeister Karl Geiger erkennt beim Thema Gewicht deutliche Fortschritte in seiner Sportart. «Das ist natürlich ein Thema. Aber die Hardcore-Zeiten sind da schon lange vorbei: Wir haben mittlerweile klare Regularien, die zu leichtes Körpergewicht verhindern, weil dann die Skilänge entsprechend verkürzt werden muss», sagte der 28 Jahre alte Oberstdorfer in einem Interview dem «Kicker» (Montag). Geiger erklärte, er selbst habe im Sommer zwei, drei Kilo mehr. «Man braucht schließlich auch Reserven für den Winter.»


Paralympics-Siegerin Müller zu Müttern im Sport: «Wenig vorgesehen»

HAMBURG: Paralympics-Siegerin Edina Müller hält die Bedingungen für Hochleistungssportlerinnen mit Kindern für unzureichend. «Es hat mich schon erschreckt, wie wenig dafür vorgesehen ist», sagte die 38-Jährige am Sonntag in der TV-Sendung «Sportclub» im NDR-Fernsehen. Müller ist selbst Mutter eines Sohnes. Im Vorfeld der Paralympics in diesem Monat in Tokio hatte die Kanutin des Hamburger Kanu Clubs darum gekämpft, ihren zweijährigen Sohn nach Japan mitnehmen zu können und sich um ihn zu kümmern.


Hertha: Klünter und Torunarigha verletzt

BERLIN: Hertha BSC muss in der Fußball-Bundesliga zunächst ohne seine Verteidiger Lukas Klünter und Jordan Torunarigha auskommen. Klünter verletzte sich beim 3:1-Sieg am Sonntag beim VfL Bochum an der linken Schulter. Weitere Untersuchungen am Montag sollten ergeben, ob der 25-Jährige möglicherweise operiert werden muss, berichtete Trainer Pal Dardai. Bei Torunarigha besteht der Verdacht auf einen Muskelfaseriss im Oberschenkel. Auch der 24 Jahre alte Innenverteidiger hatte in Bochum ausgewechselt werden müssen.


Springreiter Guerdat siegt in Calgary - Bonus-Chance in Aachen

CALGARY: Der Schweizer Springreiter Steve Guerdat hat den Großen Preis der Spruce Meadows Masters in Calgary gewonnen. Durch seinen Sieg am Sonntagabend (Ortszeit) auf Vernard de Cerisy sicherte sich der 39-Jährige zugleich die Chance auf den Grand Slam. Guerdat siegte in der mit umgerechnet 1,67 Millionen Euro ausgeschriebenen Prüfung in Calgary in beiden Umläufen ohne Strafpunkte. Zweiter wurde der Amerikaner Kent Farrington auf Gazelle vor seinem Landsmann McLain Ward auf Kasper.


RB-Leipzig-Trainer Marsch: Fußball in Europa ist nicht fair

LEIPZIG: RB-Leipzig-Trainer Jesse Marsch hat den Fußball in Europa wegen der großen finanziellen Unterschiede zwischen den Clubs als «nicht fair» bezeichnet. Es gebe in den USA eine ausgeglichenere Geldstruktur, weil die Budgets von den Ligen begrenzt würden, sagte der US-Amerikaner im Interview dem «Kicker» (Montag). In der Baseball-Profiliga MLB gebe es etwa zwischen den Großclubs wie den New York Yankees und den kleineren wie Oakland Athletics keine so großen Unterschiede wie im europäischen Fußball. «Nach meinem Verständnis und mit dem Sportsgeist eines Amerikaners ist der europäische Fußball daher nicht fair», sagte Marsch.


Ex-Bayern-Chef Rummenigge prophezeit «Auktion» um Haaland

MÜNCHEN: Der frühere Bayern-Chef Karl-Heinz Rummenigge hält einen Wechsel von Borussia Dortmunds Topstürmer Erling Haaland zum FC Bayern München im kommenden Jahr für nahezu ausgeschlossen. «Ich denke, das wird für keinen Club aus der Bundesliga akzeptabel sein, auch nicht für den FC Bayern», sagte der 65-Jährige der spanischen Zeitung «AS» mit Blick auf das mögliche Gehalt für den 21 Jahre alten Norweger. Rummenigge prophezeite mit Blick auf Haaland: «Er hört nicht auf zu treffen und die Clubs stehen bereits Schlange, um ihn und seinen Berater zu überzeugen. Wir werden eine echte Auktion erleben.»


Bayerns Abschlusstraining mit Lewandowski und Coman - Gnabry läuft

MÜNCHEN: Der FC Bayern München hat das Abschlusstraining für den Champions-League-Auftakt beim FC Barcelona mit den Offensivspielern Robert Lewandowski und Kingsley Coman bestritten. Bei der Einheit, die am Montag vor der späteren Abreise nach Spanien noch in München stattfand, war Fußball-Nationalspieler Serge Gnabry dagegen in der für Medien einsichtbaren Aufwärmphase nicht beim Team dabei. Der Flügelstürmer war am Samstag beim 4:1 des Rekordmeisters im Bundesliga-Topspiel in Leipzig mit Rückenproblemen ausgewechselt worden. Gnabry absolvierte auf einem Nebenplatz eine Laufeinheit.


Bahnrad-Sprinter Levy tritt zurück und wird Junioren-Bundestrainer

COTTBUS: Der vierfache Bahnradsport-Weltmeister Maximilian Levy hat seinen Abschied vom Leistungssport zum Jahresende erklärt. «Der Moment ist genau richtig. Es gibt nichts, was ich noch besser machen könnte. Ich trete ab als amtierender Europameister in Sprint und Keirin und habe nochmals super Ergebnisse bei den Olympischen Spielen eingefahren», sagte der 34-Jährige am Montag auf einer Pressekonferenz in Cottbus. Mit Beginn des nächsten Jahres übernimmt Levy beim Bund Deutscher Radfahrer die Stelle des Junioren-Bundestrainers im Kurzzeitbereich.


Miroslav Klose hat Thrombosen überwunden - Bereit für Trainerkarriere

BERLIN: Ex-Weltmeister Miroslav Klose hat seine Thrombose-Erkrankung nach eigenen Angaben überstanden und will zeitnah ins Trainergeschäft einsteigen. «Es ist alles wieder gut. Ich spüre überhaupt nichts mehr. Schon seit anderthalb Monaten kann ich wieder alles machen: Fußball, Tennis, Laufen. Die Ärzte haben grünes Licht gegeben», sagte der 43-Jährige dem «Kicker» (Montag). Nun will der ehemalige Co-Trainer des jetzigen Bundestrainer Hansi Flick beim FC Bayern München seine Trainerkarriere vorantreiben. «Es ist alles top und es kann endlich losgehen», sagte Klose.


Dressur-Rekordreiterin Werth kündigt Rücktritt an

HAGEN/RHEINBERG: Die erfolgreichste Reiterin der Welt plant das Ende ihrer beispiellosen Karriere. «Paris ist eine Zäsur», sagte Isabell Werth der Deutschen Presse-Agentur und der «Bild» mit Verweis auf die Olympischen Spiele 2024. «Dann ist auch irgendwann Schluss mit der aktiven Karriere», sagte die 52 Jahre alte Dressurreiterin aus Rheinberg. «Ob das 2024 oder 2025 ist - da werde ich mir einen vernünftigen Abschluss ausgucken.» Werth hat 37 goldene Medaillen bei internationalen Großereignissen gewonnen.


Der McLaren-Einpeitscher: Deutscher Siegermacher Seidl

MONZA: Für die Stimmung sorgte Andreas Seidl auch noch höchstpersönlich. «Super-Daniel, Super-Daniel, hey, hey, hey», stimmte der Formel-1-Teamchef von McLaren an, und das gesamte Team skandierte mit dem 45 Jahre alten Deutschen. Auch für den zweiten Fahrer gab der Einpeitscher den Takt vor beim obligatorischen Siegerfoto: «Super-Lando, Super-Lando, hey, hey, hey.» Lange war es her, dass ein McLaren-Pilot in den Genuss kam, fast neun Jahre.

Am Sonntag beim Großen Preis von Italien endete die Zeit der Sieg-Sehnsucht mit dem vorläufigen Höhepunkt. Im Januar 2019 hatte der Niederbayer Seidl den Posten übernommen. Der Auftrag war klar: Den Rennstall wieder nach vorn führen.

2017 war McLaren Vorletzter im Teamklassement gewesen, 2018 Sechster. Platz vier wurde es im ersten Seidl-Jahr, Platz drei 2020. Mit dem Doppelerfolg durch Daniel Ricciardo und Lando Norris in Monza und damit auch noch beim Heimrennen von Rivale Ferrari gelang der nächste Schritt. «Wir haben es geschafft», betonte Seidl, der einst auch schon in der DTM mit BMW und mit Porsche auf der Langstrecke Erfolge gefeiert hatte. «Tage wie dieser sind der Grund, warum wir alle in diesem Sport sind», sagte er in Monza und stimmte den Jubelgesang an.


«The Times»: Das Gesicht eines besseren Großbritanniens

LONDON: Die Londoner «Times» kommentiert am Montag die Begeisterung in Großbritannien für Tennis-Star Emma Raducanu, die Tochter rumänisch-chinesischer Eltern:

«Es ist noch gar nicht so lange her, dass etwas mehr als die Hälfte des Landes für den Brexit gestimmt hat, teilweise aus Protest gegen Einwanderer aus Rumänien. Der frühere Ukip-Vorsitzende Nigel Farage sagte einmal, er könne verstehen, dass sich die Menschen unwohl fühlen, wenn sie neben einer rumänischen Familie wohnen. Und doch war da eine junge Frau, geboren in Kanada als Tochter eines rumänischen Vaters und einer chinesischen Mutter, aufgewachsen in London, die das Land als das ultimative Mädchen von nebenan in ihren Bann gezogen hat. Sie ist das lächelnde Gesicht eines besseren Großbritanniens. In der Tat verkörpert sie das Beste Großbritanniens.»


«De Telegraaf»: Raducanu begeistert Briten

AMSTERDAM: Zur Begeisterung in Großbritannien über die Tennis-Spielerin Emma Raducanu merkt die niederländische Zeitung «De Telegraaf» am Montag an:

«Raducanu hat einen besonderen familiären Hintergrund. Ihre Mutter ist Chinesin, ihr Vater Rumäne, sie ist in Kanada und in Südlondon aufgewachsen. Sie hat Anrecht auf viele Pässe, aber für die Briten ist sie durch und durch britisch. (...)

Doch Raducanu bringt noch etwas anderes mit. Es ist eine Offenheit, die eine natürliche Folge ihrer Herkunft und ein Merkmal erfolgreicher Außenseiter ist. Es ist eine Offenheit, die die Briten scheinbar mit dem Brexit verworfen haben, für die aber eine überwältigende Mehrheit des Landes eine natürliche Bewunderung hegt. Das beweist die Art und Weise, wie die Briten ihren neuen Star umarmen.»


Salzburg-Coach Jaissle nach Rekord: «Lebe im Hier und Jetzt»

SALZBURG: Der deutsche Trainer Matthias Jaissle will seinen Startrekord mit Österreichs Fußball-Serienmeister FC Red Bull Salzburg vor dem Auftakt in der Champions League nicht überbewerten. Dem 33-jährigen gebürtigen Schwaben war es am Wochenende mit dem 3:1 bei der WSG Tirol als erstem Salzburger Coach gelungen, seine ersten zehn Pflichtspiele zu gewinnen.

«Am Ende geht es aber nicht darum, dass wir nach zehn Pflichtspielen einen Rekord haben, sondern dass wir eine gute Saison spielen. Und die ist noch lange», sagte der ehemalige Bundesliga-Profi der Deutschen Presse-Agentur. «Wir müssen unsere Leistungen immer wieder bestätigen.» Die nächste Gelegenheit dazu bietet sich am Dienstag, wenn die Salzburger in der Königsklasse beim FC Sevilla antreten.

«Für uns wird die Champions League eine tolle Herausforderung. Wir haben zwar die jüngste Mannschaft aller Teilnehmer und gehen die Sache mit Respekt an - aber ohne Angst», sagte Jaissle, dessen Team in der Gruppenphase zudem auf Frankreichs Meister OSC Lille sowie den VfL Wolfsburg trifft.

Ob Jaissle wie einige seiner Vorgänger künftig auch selbst gerne mal einen deutschen Fußball-Bundesligisten trainieren möchte, ließ er offen. «Darüber habe ich mir wirklich noch keine Gedanken gemacht», sagte er. «Außerdem bin ich generell nicht der Typ, der irgendeinen Karriereplan verfolgt. Ich lebe im Hier und Jetzt.» Jaissle hatte den Job in Salzburg im Sommer vom neuen RB-Leipzig-Coach Jesse Marsch übernommen.


Erster Saisonsieg für Gladbach und Hertha - Frankfurt spielt 1:1

BERLIN: Borussia Mönchengladbach und Hertha BSC haben am vierten Spieltag den ersten Saisonsieg in der Fußball-Bundesliga geholt. Die Borussia siegte angeführt vom zweifachen Torschützen Lars Stindl gegen Arminia Bielefeld mit 3:1 (1:1). Ebenfalls mit 3:1 (2:0) gewannen die Berliner beim VfL Bochum. Keinen Sieger gab es dagegen beim 1:1 (0:0) zwischen Eintracht Frankfurt und dem VfB Stuttgart.


Liverpool erkämpft 3:0-Sieg bei Leeds - Klopp bangt um Elliott

LEEDS: Der FC Liverpool hat am vierten Spieltag der englischen Premier League den dritten Sieg errungen. Die Mannschaft von Trainer Jürgen Klopp erkämpfte sich am Sonntag einen 3:0 (1:0)-Erfolg bei Leeds United. Mohamed Salah (20. Minute), Fabinho (50.) und Sadio Mané (90.+2) trafen im Stadion Elland Road für die Reds, die nach einem Platzverweis gegen Leeds mehr als eine halbe Stunde lang in Überzahl agierten. Liverpool teilt sich mit dem tor- und punktgleichen FC Chelsea den zweiten Tabellenplatz hinter Spitzenreiter Manchester United, der die bessere Tordifferenz hat.


Sieg für Jérôme Boateng bei Lyon-Debüt - 3:1 gegen Straßburg

LYON: Ex-Weltmeister Jérôme Boateng hat ein erfolgreiches Debüt im Trikot von Olympique Lyon gefeiert. Der Verteidiger kam am Sonntag mit seinem neuen Club zu einem 3:1 (1:0) gegen Racing Straßburg. Dabei wurde Boateng nach gut einer Stunde eingewechselt. Die Treffer zum zweiten Lyon-Saisonsieg erzielten Moussa Dembelé (8.), Jason Denayer (64.) und Lucas Paqueta (87.). Für Straßburg traf Habib Diallo per Handelfmeter (90.+7). Der 33 Jahre alte Boateng hatte zu Beginn des Monats einen Zweijahresvertrag bei dem französischen Erstligisten unterschrieben.


Formel 1: Strafe für Verstappen nach Unfall mit Hamilton

MONZA: Max Verstappen hat für den Unfall beim Großen Preis von Italien mit WM-Rivale Lewis Hamilton eine Startplatzstrafe für das nächste Rennen in der Formel 1 bekommen. Der 23 Jahre alte Niederländer wird beim Grand Prix in zwei Wochen in Sotschi drei Plätze in der Startaufstellung nach hinten versetzt. Das gaben die Rennkommissare am Sonntagabend bekannt. Verstappen war mit seinem Red Bull in Monza mit dem Mercedes von Hamilton kollidiert, als dieser nach einem Reifenwechsel zurück auf die Strecke gekommen war. Der Red Bull war leicht abgehoben und auf dem Silberpfeil des Rekordweltmeisters gelandet.


Deutsche Volleyballer ziehen ins EM-Viertelfinale ein

OSTRAU: Die deutschen Volleyballer stehen bei der Europameisterschaft im Viertelfinale. Die Mannschaft von Bundestrainer Andrea Giani setzte sich in der Runde der besten 16 am Sonntagabend im tschechischen Ostrau mit 3:1 (25:14, 18:25, 25:19, 25:22) gegen Bulgarien durch. Am Mittwoch trifft die Auswahl des Deutschen Volleyball-Verbandes (DVV) nun ebenfalls in der Stadt an der Oder auf Italien, das zuvor Lettland mit einem klaren 3:0 (25:14, 25:13, 25:16) bezwungen hatte.


Speerwerfer Vetter siegt beim Istaf - Mihambo Zweite im Weitsprung

BERLIN: Speerwerfer Johannes Vetter hat auch bei seinem letzten Start in dieser Saison einen Sieg verbucht. Mit 88,76 Metern sicherte sich der 28-Jährige aus Offenburg beim Istaf in Berlin zum fünften Mal Rang eins. Weitsprung-Olympiasiegerin Malaika Mihambo hat zum Abschluss ihrer Saison den Sieg beim Istaf knapp verpasst. Die 27-Jährige von der LG Kurpfalz schaffte als beste Weite 6,70 Meter. Die Britin Jazmin Sawyers gewann mit 6,73 Metern, Khaddi Sagnia aus Schweden belegte mit 6,60 Metern den dritten Rang.


Straßenrad-EM: Heimsieg für Colbrelli - Geschke auf Platz 16

TRIENT: Der Italiener Sonny Colbrelli hat bei den Straßenrad-Europameisterschaften den Titel geholt. Der 31-Jährige setzte sich am Sonntag nach 179,2 Kilometern bei seinem Heimsieg in Trient vor dem belgischen Jungstar Remco Evenepoel im Sprint durch. Dritter wurde der Franzose Benoit Cosnefroy mit rund eineinalb Minuten Rückstand. Simon Geschke fuhr als bester deutscher Radprofi auf den 16. Platz.


Ackermann sprintet auf Platz zwei in Frankreich - Viviani siegt

FOURMIES: Der deutsche Topsprinter Pascal Ackermann hat beim Radrennen GP de Fourmies in Frankreich den zweiten Platz belegt und seine derzeit gute Form unterstrichen. Der Pfälzer musste sich nach 197,6 Kilometern im Sprint nur dem italienischen Ex-Europameister Elia Viviani geschlagen geben. Dritter wurde am Sonntag der Kolumbianer Fernando Gaviria. Ackermann hat seit Anfang Juli mehrere Top-Platzierungen erzielt, darunter ein Tagessieg und den zweiten Gesamtrang bei der Deutschland Tour.


US-Golfer Horschel siegt in Wentworth

VIRGINIA WATER: Der US-amerikanische Golfprofi Billy Horschel hat das prestigeträchtige Turnier im Wentworth Golf Club gewonnen. Der 34-Jährige spielte am Sonntag zum Abschluss der BMW PGA Championship eine starke 65er-Runde und setzte sich im englischen Virginia Water mit insgesamt 269 Schlägen knapp vor dem Trio Kiradech Aphibarnrat (Thailand), Laurie Canter (England) und Jamie Donaldson (Wales/alle 270 Schläge) durch.

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