Nachrichten aus der Sportwelt am Montag

Marius Wolf von Dortmund in Aktion während des internationalen Freundschaftsspiels. Foto: epa/Riedemann Vogel
Marius Wolf von Dortmund in Aktion während des internationalen Freundschaftsspiels. Foto: epa/Riedemann Vogel

Knöchelverletzung: BVB vorerst ohne Mittelfeldspieler Marius Wolf

ST. GALLEN: Borussia Dortmund muss vorerst auf Marius Wolf (26) und Jamie Bynoe-Gittens (16) verzichten. Wolf fällt wegen eines Außenbandteilrisses im Sprunggelenk aus, wie der Fußball-Bundesligist am Montagabend mitteilte. Bei Bynoe-Gittens ist gar das Außenband im Sprunggelenk gerissen, er wird mehrere Wochen fehlen.

Mittelfeldspieler Wolf hatte sich am Samstag im Testspiel gegen den spanischen Erstligisten Athletic Bilbao (0:2) verletzt, als er nur wenige Minuten nach seiner Einwechslung zur zweiten Halbzeit mit bandagiertem Knöchel und gestützt auf Helfer ausgewechselt werden musste. Nachwuchsspieler Bynoe-Gittens stand gerade mal 19 Minuten nach seiner Einwechslung für den verletzten Wolf auf dem Platz, als auch er wieder ausgewechselt werden musste.


Zweiter Olympia-Heiratsantrag vor laufender Kamera

BERLIN: Fußball-Profi Max Kruse sorgte mit seinem Heiratsantrag live im TV-Interview für einen unvergesslichen Moment in der deutschen Olympia-Mannschaft. Jetzt legte das argentinische Team nach: Nachdem Säbelfechterin Maria Belen Perez Maurice am Montag in Tokio früh ausschied, überraschte sie ihr Partner und Trainer Lucas Guillermo Saucedo ebenfalls vor laufender TV-Kamera mit einem Antrag. Während Perez Maurice mit Reportern sprach, tauchte Saucedo hinter ihr auf mit einem handgeschriebenen Zettel in den Händen, auf dem die Frage aller Fragen stand. Als sie es realisierte, fiel Perez Maurice ihrem Freund überglücklich in die Arme und sagte ja.

«Die Presse sagte mir, ich solle mich umdrehen. Ich habe alles vergessen. Ich dachte nur: Oh mein Gott», sagte Perez. «Wir lieben uns so sehr und wir wollen unser Leben zusammen verbringen.» In Buenos Aires wollen sie nun mit einem großen Barbecue feiern, wie sie erzählte. Saucedo verriet, es sei sein zweiter Versuch gewesen, nachdem er 2010 während der WM noch «abgeblitzt» war. «Ich liebe sie und als sie das Match verlor, war sie sehr traurig. In dem Moment habe ich das auf das Papier geschrieben», sagte Saucedo. Wenn sie gewonnen, hätte er noch gewartet.


Radprofi Geschke setzt Quarantäne körperlich zu: «Geht nicht so gut»

TOKIO: Radprofi Simon Geschke setzt die Corona-Quarantäne bei den Olympischen Spielen in Tokio nicht nur mental, sondern auch physisch zu. «Mir geht es mittlerweile vor allem körperlich nicht so gut, und ich glaube, das liegt eher nicht an Covid-19. Mir tut vor allem der Rücken weh vom vielen im Bett Liegen. Mir fehlt auch Sonnenlicht, mir fehlt Bewegung, mir fehlt frische Luft, wir dürfen hier ja nicht mal die Fenster öffnen», erzählte Geschke in einem Interview der «Süddeutschen Zeitung» (Dienstag). Der 35 Jahre alte Routinier war vor dem olympischen Straßenrennen positiv getestet worden und ist seither in Tokio isoliert.

In dem Hotel sei das Essen «leider eine Katastrophe», schilderte der Radprofi, der sich nach eigener Aussage vegan ernährt. «Es gibt kein Obst, ein bisschen Gemüse, von der Qualität her wie im Flugzeug. Im Grunde esse ich seit vier Tagen Reis mit Sojasauce.» Nach seiner Rückkehr in die Heimat, die vorbehaltlich negativer Corona-Tests frühestens am Sonntag ansteht, freue er sich auf ein Bier, seinen Hund und seine Freundin. «Wobei die Reihenfolge eher lauten müsste: Freundin, Hund, Bier. Und dann gehe ich erst mal richtig schlafen.»


Algerischer Topläufer Makhloufi verzichtet wegen Verletzung auf Tokio

BERLIN: Taoufik Makhloufi, 1500-Meter-Olympiasieger von 2012, hat seinen Start bei den Olympischen Spielen in Tokio abgesagt.

Wegen einer Knieverletzung sei er nicht in Topform und verzichte schweren Herzens auf den Flug nach Japan, teilte der 33 Jahre alte Algerier am Montag auf Facebook mit. Er habe schon seit längerem Probleme mit dem Knie, bis zuletzt habe er auf einen Start gehofft. Nun will er sich auf 2022 und die WM in den USA konzentrieren. Makhloufi hatte 2016 in Rio de Janeiro Olympia-Silber über 800 und 1500 Meter gewonnen.


Transfer perfekt - Okugawa unterschreibt in Bielefeld bis 2024

BIELEFELD: Der Transfer von Mittelfeldspieler Masaya Okugawa zum Fußball-Bundesligisten Arminia Bielefeld ist endgültig perfekt. Der 25-Jährige war von den Ostwestfalen im Januar von Österreichs Serienmeister RB Salzburg ausgeliehen worden und unterzeichnete nun bei der Arminia einen Vertrag bis 30. Juni 2024. «Er hat in den letzten Monaten nachgewiesen, dass er in der Bundesliga eine richtige Verstärkung für uns ist und auch charakterlich hervorragend zu unserer Mannschaft passt», sagte Bielefelds Sport-Geschäftsführer Samir Arabi in einer Clubmitteilung. Die Einigung über den Wechsel hatte es bereits Ende Juni gegeben.

Über die Ablösemodalitäten wurde nichts bekannt. Okugawa absolvierte für die Arminia in der Rückrunde der vergangenen Saison 13 Spiele, erzielte dabei einen Treffer und bereitete zwei vor. In den letzten Wochen hatte er eine Trainings- und Testspielerlaubnis für Bielefeld. In der Saison 2018/19 war er bereits an den Zweitligisten Holstein Kiel ausgeliehen.


Dressurreiterinnen tragen deutsche Gold-Hoffnungen

TOKIO: Die deutsche Mannschaft kann am vierten Wettkampf-Tag der Olympischen Spiele in Tokio auf die erste Goldmedaille hoffen. In die Team-Entscheidung in der Dressur geht das Reit-Trio Isabell Werth, Jessica von Bredow-Werndl und Dorothee Schneider als klarer Favorit. Alles andere als der Olympiasieg wäre eine Überraschung.

Chancen auf einen Podestplatz rechnet sich am Dienstag auch der Stuttgarter Taekwondo-Kämpfer Alexander Bachmann aus. Der Weltmeister von 2017 tritt in der Gewichtsklasse über 80 Kilogramm an und zählt zu den Medaillen-Kandidaten. Slalomkanutin Ricarda Funk aus Bad Kreuznach wird im Einer-Kajak ebenfalls einiges zugetraut.

Florian Wellbrock wird im Tokyo Aquatics Centre seinen ersten Auftritt haben. Der Schwimm-Weltmeister über 1500 Freistil und 10 Kilometer im Freiwasser bestreitet seinen Vorlauf über 800 Meter Freistil.

Nach ihrer Auftakt-Niederlage stehen die Beachvolleyballer Julius Thole und Clemens Wickler in ihrem zweiten Gruppen-Spiel gegen die Polen Bartosz Losiak/Piotr Kantor unter Druck. Deutschlands Hockey-Herren sind einen Tag nach ihrer Niederlage gegen Weltmeister Belgien bereits gegen Großbritannien wieder gefordert, um ihre Viertelfinal-Chance zu wahren.


Barça und Neymar legen Rechtsstreits außergerichtlich bei

BARCELONA: Der FC Barcelona und Fußball-Weltstar Neymar haben mehrere Rechtsstreits zu den Akten gelegt. Man habe «verschiedene arbeitsrechtliche und zivilrechtliche Streitigkeiten mit dem brasilianischen Spieler Neymar da Silva Santos Júnior außergerichtlich und gütlich beigelegt», teilte der spanische Topclub am Montag mit. Mit dem Stürmer von Paris Saint-Germain, der zwischen 2013 und 2017 für die Katalanen auf Torejagd ging, sei ein Abkommen zur Beendigung der vier Auseinandersetzungen unterzeichnet worden, hieß es.


Nachwuchskeeper Rieß verlängert um ein Jahr in Mainz

MAINZ: Fußball-Bundesligist FSV Mainz 05 und Nachwuchskeeper Lasse Rieß haben ihre Zusammenarbeit vorzeitig um ein Jahr verlängert. Der 19-Jährige, der bislang bis 2022 gebunden war, unterschrieb nun bis Sommer 2023, wie die Rheinhessen am Montag mitteilten. Rieß steht seit dieser Saison im Profikader des FSV.


Liverpool: Van Dijk vor Comeback - schon gegen Hertha?

LIVERPOOL: Der lange verletzte niederländische Abwehrstar Virgil van Dijk steht vor seinem Comeback für den FC Liverpool. Der 30-Jährige könnte im Testspiel gegen den Fußball-Bundesligisten Hertha BSC an diesem Donnerstag in Innsbruck spielen, sagte Reds-Trainer Jürgen Klopp im Trainingslager des Champions-League- Siegers von 2019 in Österreich. Van Dijk hatte sich im Oktober das Kreuzbandriss gerissen und musste auch seine EM-Teilnahme absagen.


1. FC Köln: 66 Millionen Euro Umsatzverlust, Eigenkapital fast weg

KÖLN: Fußball-Bundesligist 1. FC Köln hat in der Corona-Pandemie hohe Umsatzverluste verzeichnet und nahezu die gesamten Eigenmittel aufgebraucht. «Wir hatten von März 2020 bis Juni 2021 coronabedingt einen Umsatzverlust von 66 Millionen Euro. Das Eigenkapital, das wir in den vergangenen Jahren mühsam auf 38,6 Millionen Euro aufgebaut haben, ist nahezu aufgebraucht», sagte Finanz-Geschäftsführer Alexander Wehrle dem Bonner General-Anzeiger» (Montag). Wie bei allen anderen Vereinen haben die fehlenden Zuschauer-Einnahmen einen Großteil der Verluste ausgemacht. Aber laut Wehrle habe es auch in den Bereichen Sponsoring, Merchandising, Catering und Events Verluste gegeben.


DFB-Bundesgericht weist Revision ab: BFC Dynamo zurecht im Pokal

BERLIN: Der BFC Dynamo wird in der 1. Runde des DFB-Pokals als Berliner Vertreter starten. Das Bundesgericht des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) hat die Revision der SpVg Blau-Weiß 1890 Berlin gegen das Berufungsurteil des BFV-Verbandsgerichts als teils unzulässig und unbegründet zurückgewiesen. Damit wird Regionalligist BFC am 7. August gegen den Bundesligisten VfB Stuttgart antreten. Blau-Weiß hatte gegen den wegen der Corona-Pandemie vom Berliner Fußball-Verband (BFV) modifizierten Modus geklagt. Nur die fünf noch im Wettbewerb verbliebenen Regionalligisten, die nach den damals geltenden Corona-Schutzverodnungen noch Wettkämpfe bestreiten durften, spielten den Berliner Pokalsieger 2021 aus. Dafür hatten sich 30 von 32 Mannschaften ausgesprochen.


Dardai will «nicht hektisch einkaufen» - Selke: Olympia nicht gepasst

LEOGANG: Pal Dardai möchte sich mit möglichen personellen Alternativen im zweiten Trainingscamp von Hertha BSC vor der neuen Fußball-Saison nicht großartig beschäftigen. Der Chefcoach des Berliner Bundesligisten will die 28 Spieler, mit denen er gegenwärtig in Österreich arbeitet, optimal auf die Spielzeit 2021/22 vorbereiten. «Wir können nicht hektisch einkaufen gehen», sagte Dardai am Montag in Leogang auf die Frage nach Neuzugängen: «Wir haben ein Portemonnaie, damit musst du umgehen.» Allerdings hatte der Ungar schon zuvor mehrmals deutlich gemacht, dass er auf einigen Positionen - vor allem in der Offensive - Verstärkungen für dringend notwendig hält.

Wenn die Olympia-Spieler Arne Maier und Jordan Torunarigha (Deutschland), Matheus Cunha (Brasilien) sowie Lucas Tousart (Frankreich) gesund zurückkommen und in Japan genügend Spielpraxis haben, «dann habe ich keine große Sorge», bemerkte Dardai. «Aber wenn sich einer verletzt oder wenig Spielpraxis hat, wäre das schade. Zum Schluss, wenn alle hier sind, haben wir eine ordentliche Mannschaft. Wenn keine Neuen dazukommen, müssen wir das auch akzeptieren.» Deyovaisio Zeefuik musste das Montagstraining abbrechen. Wie schwer die Knöchelblessur bei dem Niederländer ist, blieb zunächst unklar.

Rückkehrer Davie Selke hatte auf seine zweite Olympia-Teilnahme verzichtet. Das sei nach dem Abstieg mit Werder Bremen und der damit vertraglich festgelegten Ende der Leihe «schnell klar gewesen», berichtete der Angreifer in Österreich. «Ich hatte ein gutes Gespräch mit Stefan Kuntz», der Olympia-Coach sei auch «ein bisschen überrascht» gewesen von seiner Absage. «Es war einfach wichtig für meine Karriere, jetzt hier schnell anzukommen, alle kennenzulernen, die ganzen Abläufe mitzubekommen», begründete Selke. Da habe die lange Zeit in Tokio «nicht gepasst».


Kritik an Geschkes Psychiatrie-Aussage - Radprofi entschuldigt sich

TOKIO: Der deutsche Radprofi Simon Geschke ist für seinen Vergleich der Corona-Quarantäne bei Olympia in Tokio mit einer Psychiatrie von Patientenvertretern in Deutschland kritisiert worden. Man sei «gelinde gesagt, verwundert über diese Aussage», schüre sie «doch Vorurteile, dass Psychiatrie einem Gefängnis gleich sei oder sogar schlimmer», schrieb die Deutsche DepressionsLiga e.V. am Montag in einem offenen Brief an Geschke. «Mit Ihrem Vergleich besteht die Gefahr, dass Betroffene sich als Menschen zweiter Klasse fühlen, wenn sie sich in Psychiatrie begeben. Das darf nicht sein», hieß es.

Geschke reagierte schnell und entschuldigte sich. Der Radsportler war kurz vor dem olympischen Straßenrennen in Japan positiv getestet worden und befindet sich nun in einem Hotel in Tokio für mehr als eine Woche in Quarantäne. In einem dpa-Interview hatte er am Wochenende gesagt: «Hier geht absolut nichts. Das ist halb Psychiatrie, halb Gefängnis. Wobei es Psychiatrie eher trifft.»

Zur Kritik der DepressionsLiga schrieb er nun. «Das war natürlich nicht zu Ende gedacht dieser Vergleich. Ich sehe Psychiatrien nicht als schlimme Orte und so sollte es auch nicht rüberkommen», twitterte der 35 Jahre alte Berliner. «Sportler sind nicht immer perfekt im Interviews geben. Danke für den Hinweis!»

Die DepressionLiga, eine Patientenvertretung für an Depressionen erkrankte Menschen, unterstrich, dass psychiatrische Einrichtungen «der einzige und richtige Weg» seien, «um aus einer psychischen Erkrankung wie Depression herauszukommen. Der Vorstand der DDL bot Geschke ein Gespräch an, «um Ihnen zu erläutern, wie es «hinter den Mauern» zugeht und warum es wichtig ist, professionelle ärztliche Hilfe in Anspruch zu nehmen», wie es in dem Brief weiter hieß.


Turner-Trainer Belenki vor Vertragsverlängerung bis Jahresende

TOKIO: Olympia-Trainer Valeri Belenki wird seinen Vertrag mit dem Deutschen Turner-Bund (DTB) nach den Olympischen Spielen wohl verlängern. «Über meinen Vertrag haben wir noch nicht gesprochen, aber er wird wahrscheinlich bis Jahresende verlängert, damit ich die WM hier in Japan mitmachen kann», sagte Belenki am Montag in Tokio nach dem Team-Finale bei den Olympischen Spielen. Dort hatte seine Männer-Mannschaft den achten Platz belegt. Die Weltmeisterschaften sind vom 17. bis 24. Oktober in Kitakyushu geplant.

Der 51-jährige Belenki hatte im November vorigen Jahres befristet bis Tokio das Amt des Cheftrainers übernommen, das seit dem Abschied von Andreas Hirsch vakant gewesen war. Er mache sich aber keine Gedanken über seinen Vertrag, sagte der Olympiasieger von 1992. Er ist Landestrainer des Schwäbischen Turnerbundes (STB) in Stuttgart.


Deutsche Hockey-Damen auf Kurs: Sieg gegen Indien

TOKIO: Die deutschen Hockey-Damen bleiben bei den Olympischen Spielen auf Erfolgskurs. Das DHB-Team gewann am Montag in Tokio beim ungefährdeten 2:0 (1:0) gegen Indien auch sein zweites Vorrundenspiel und weist in der Gruppe A mit sechs Punkten wie Weltmeister Niederlande noch eine makellose Bilanz auf. Nike Lorenz (12. Minute) und Anne Schröder (35.) erzielten die Tore für den Olympia-Dritten von 2016, der nur bei einem Siebenmeter für Indien kurz nach dem Wechsel in Gefahr geriet. Torfrau Julia Sonntag (32.) parierte aber den Schuss von Gurjit Kaur. Nächster deutscher Gegner ist am Mittwoch Irland.

Nach dem Auftaktsieg gegen Rio-Olympiasieger Großbritannien riss die selbstbewusste deutsche Mannschaft im Duell mit den Inderinnen, die in der Tokio-Vorbereitung gleich viermal bezwungen wurden, vom Anpfiff weg die Initiative an sich und dominierte das Geschehen. Mit viel Laufarbeit wurde der Druck über 60 Minuten hoch gehalten.

Das zahlte sich gegen Ende des ersten Viertels erstmals aus. Nachdem Franzisca Hauke mit einem satten Schuss noch an Indiens Torfrau gescheitert war, verwandelte Kapitänin Lorenz wenig später eine kurze Ecke zur verdienten Führung. Der zweite Treffer durch Schröder per Flachschuss ins lange Eck brachte dann schon die Entscheidung. Zwar trafen die Inderinnen zu Beginn des letzten Viertels noch einmal die Latte, am verdienten Sieg des DHB-Teams gab es aber keine Zweifel.


Deutsche Turner Achte im Team-Finale - Russen siegen vor Gastgeber

TOKIO: Die deutschen Turner haben bei den Olympischen Spielen in Tokio den achten Platz im Mannschafts-Mehrkampf belegt. Das Quartett Lukas Dauser (Unterhaching), Andreas Toba (Hannover), Nils Dunkel (Erfurt) und Philipp Herder (Berlin) konnte nicht an den starken Auftritt in der Qualifikation anknüpfen und sammelte am Montag im Ariake Gymnastics Center 238,495 Punkte.

Nach Rang sechs in der Ausscheidung verpasste das Team damit das beste Olympia-Ergebnis nach Rang vier 2008 in Peking deutlich. Vor fünf Jahren in Rio de Janeiro und 2012 in London hatte die Riege des Deutschen Turner-Bundes (DTB) jeweils Platz sieben belegt.

Olympiasieger und Nachfolger von Japan wurde das Team des Russischen Olympischen Komitees (ROC) mit 262,500 Punkten. Der Gastgeber und Olympiasieger von Rio de Janeiro 2016 gewann die Silbermedaille mit 262,397 Zählern. Den dritten Rang sicherte sich China mit 261,864 Punkten.


Comeback von BVB-Abwehrspieler Zagadou erst in zwei Monaten

BAD RAGAZ: Das Comeback von Dan-Axel Zagadou bei Borussia Dortmund lässt weiter auf sich warten. Auch vier Monate nach seiner Knieoperation muss sich der 22 Jahre alte Innenverteidiger weiter in Geduld üben. «Ich rechne damit, noch etwas Zeit vor mir zu haben und ungefähr noch zwei bis drei Monate zu brauchen», sagte der Franzose am Montag im Trainingslager des Fußball-Bundesligisten in Bad Ragaz (Schweiz). Zagadou hatte dem BVB schon zu Beginn der vergangenen Saison mit einem Außenbandanriss im Knie gefehlt und war später mit einem Muskelfaserriss ausgefallen. Nach kurzem Comeback Ende Februar verletzte er sich erneut am Knie.


Kanu-Olympiasieger Brendel verschwendet keine Gedanken an Hattrick

TOKIO: Der dreimalige Kanu-Olympiasieger Sebastian Brendel verschwendet keine Gedanken an einen erstmaligen Hattrick in seiner Paradedisziplin über 1000 Meter im Canadier-Einer.

«Darüber mache ich mir nicht so viele Gedanken. Ich freue mich auch über eine Silbermedaille», sagte der Potsdamer in einem Interview dem «Kicker» (Montag) und betonte: «Erstmal bin ich froh, beide Strecken angehen zu können.» Der 33 Jahre alte Canadierspezialist, der als erster Kanute drei Olympiasiege nacheinander in einer Disziplin schaffen könnte, muss sich auf der 1000-Meter-Distanz mit dem Berliner Conrad Scheibner messen, der zuletzt beim Weltcup im ungarischen Szeged gewann und selbst sagt: «Ich will der Fahrer einer neuen Generation werden.».


Olympisches Zeitfahren: Schachmann erwartet Probleme für Favoriten

OYAMA: Radsportler Maximilian Schachmann sieht in dem olympischen Einzelzeitfahren eine große Herausforderung für Weltmeister Filippo Ganna und Europameister Stefan Küng. Der 44,2 Kilometer lange Kurs der letzten Straßenentscheidung am Mittwoch weist über 800 Höhenmeter auf. «Es könnte durchaus eine Überraschung geben. Man muss sehen, wie Ganna und Küng damit zurecht kommen», sagte Schachmann am Montag. Als Favoriten auf dem Fuji International Speedway sieht der Berliner den Belgier Wout van Aert. «Für ihn sind die Höhenmeter das kein Problem.»

Die eigenen Ambitionen dürften bei Schachmann und Nikias Arndt eher in Richtung eines Platzes in den Top Ten gehen. «Das Straßenrennen steckt uns noch ganz schön in den Knochen», sagte Arndt. Sportdirektor Jens Zemke traut seinem Duo dennoch zu, «da ganz vorne reinzufahren.»

Bei den Frauen ist die Medaillenchance mit der deutschen Meisterin Lisa Brennauer und Lisa Klein wohl deutlich höher. «Ich ziehe viel Mut aus dem Straßenrennen. Wir können beide unseren Platz vorn finden», sagte Brennauer. Klein betonte, dass sie «im Training Bestwerte» trete. Als Favoritinnen über die 22,1 Kilometer gelten die Niederländerinnen Annemiek van Vleuten und Anna van der Breggen.


Deutsches Ersatzboot für Kajak-Vierer in Tokio eingetroffen

TOKIO: Das deutsche Ersatzboot für den ramponierten Viererkajak ist in der Olympia-Stadt Tokio pünktlich eingetroffen. Das bestätigte Präsident Thomas Konietzko vom Deutschen Kanu-Verband (DKV) am Montag per Facebook. Das für die Rennen auf dem Sea Forest Waterway vorgesehene Paradeboot war beim Verladen in Luxemburg von einem Gabelstapler gerammt worden. Die Gabelzinken hatten den K4 so unglücklich getroffen und demoliert, dass ein Totalschaden entstand. Daraufhin schickte die Crew Max Rendschmidt, Ronald Rauhe, Tom Liebscher und Max Lemke ein weiteres Boot vom Trainingslager in Duisburg auf die Reise nach Japan.

Der deutsche K4 gilt über die 500-Meter-Distanz als Topfavorit. In Rio hatten Rendschmidt und Liebscher mit Max Hoff und Marcus Groß 2016 Gold über die damals noch doppelt so lange Strecke geholt.


Rad-Sportdirektor: Kein schnelles Quarantäne-Ende für Geschke

TOKIO: Radsprofi Simon Geschke muss nach seinem positiven Corona-Befund wohl mindestens acht Tage im olympischen Quarantäne-Hotel bleiben. Chancen auf eine vorzeitige Abreise sieht Patrick Moster, Sportdirekor des Bundes Deutscher Radfahrer (BDR), nicht. «Es ist vielleicht ein kleines Gefängnis, in dem er sich befindet. Ändern können wir es nicht. Da geben die japanischen Behörden die Richtung vor», sagte Moster am Montag.

Geschke wird erst am sechsten Quarantäne-Tag am Freitag einen PCR-Test machen und 24 Stunden später erneut. Fallen diese Tests negativ aus, könnte der Berliner am Sonntag die Heimreise antreten. Bis dahin versucht der BDR, für Trainingsmöglichkeiten zu sorgen. «Wir sind dabei, ihm ein Rad und eine Rolle reinzuschicken. Wir hoffen, dass das in den nächsten zwei, drei Tagen klappt», sagte Moster. Zunächst wolle man abwarten, wie sich die Infektion bei Geschke entwickelt. Bisher ist der 35-Jährige symptomfrei.


Fan-Abstimmung über Preis für Olympia- und Paralympics-Momente

TOKIO: Sportfans können mit einem offiziellen Online-Voting über die schönsten Momente bei den Olympischen und Paralympischen Spielen in Tokio abstimmen.

Dabei soll es weniger um Momente der großen Erfolge in Japan gehen, sondern um Augenblicke, in den «Freundschafts, Inklusion, Akzeptanz und Courage» gezeigt werden. Wie das Internationale Olympische Komitee und die Paralympics-Macher am Montag mitteilten, werden dazu nach Abschluss der jeweiligen Spiele je acht Kandidaten präsentiert, aus denen dann im Internet der Sieger ausgewählt wird. Ein Olympia-Sponsor (Visa) stelle jeweils 50.000 US-Dollar zur Verfügung, die die zwei Gewinner des Votings an karitative Einrichtungen ihrer Wahl spenden dürfen.


Ludwig/Kozuch beim olympischen Beachvolleyball-Turnier weiter

TOKIO: Beachvolleyball-Olympiasiegerin Laura Ludwig hat mit ihrer Partnerin Margareta Kozuch in Tokio das Achtelfinale erreicht. Das Duo aus Hamburg gewann am Montagabend (Ortszeit) sein zweites Gruppenspiel gegen die Japanerinnen Megumi Murakami/Miki Ishii 2:0 (21:17, 22:20) und ist sicher Zweiter in Gruppe F. Das Spiel gegen Tschechien findet wegen des positiven Coronatests bei Marketa Slukova nicht statt und wird ebenfalls als Sieg für Ludwig/Kozuch gewertet.

Sollten Murakami/Ishii am Donnerstag gegen die Schweizerinnen Tanja Hüberli und Nina Betschart gewinnen, könnten die Deutschen trotz der Niederlage zum Auftakt sogar noch Gruppensieger werden.

Auf dem Weg zum ersten Sieg in Japan für eines der drei Beach-Duos aus Deutschland brauchten Ludwig/Kozuch bis zum 15:12, ehe sie den ersten Satz unter Kontrolle brachten. Im zweiten Satz erarbeiteten sich die Japanerinnen beim 6:10 früh einen Vier-Punkte-Vorsprung. Ludwig/Kozuch brauchten bis zum 14:14, ehe erstmals der Ausgleich gelang. Das 18:17 war dann die erste eigene Führung, den zweiten Matchball nutzten sie schließlich zum Sieg.

Julia Sude/Karla Borger hatten zuvor ihr zweites Gruppenspiel gegen die Weltmeisterinnen Sarah Pavan und Melissa Humana-Paredes aus Kanada 0:2 (17:21, 14:21) verloren und stehen unter großem Druck.


Besonderer Glücksbringer: Zwei deutsche Schwimmer und ihre Einhörner

TOKIO: Der besondere Glücksbringer hat seinen Zweck offenbar erfüllt: Isabel Gose durfte sich am Montag bei ihren ersten Olympischen Spielen erst als beste Europäerin über Platz sechs im Finale über 400 Meter Freistil freuen und zog dann ins Halbfinale über die halbe Distanz ein. Die 19-Jährige hat bei ihren Rennen seit Kurzem ein Einhorn dabei, das ihr ihre Mutter geschenkt hat.

«Meine Mama häkelt. Sie ist momentan voll im Einhorn-Fieber und häkelt lauter kleine Einhörner», sagte Gose der Deutschen Presse-Agentur. «Sie hat mir und meinem Freund Lukas Märtens vor den Quali-Wettkämpfen kleine Einhörner gemacht und die haben wir jetzt immer dabei.» Auch Freistilschwimmer Märtens ist bei den Sommerspielen in Tokio im deutschen Team. Er durfte sich über 200 Meter Freistil über eine persönliche Bestzeit freuen.


Schotte Wright gewinnt zweitwichtigstes Darts-Turnier der Welt

BLACKPOOL: Der schottische Ex-Weltmeister Peter Wright hat erstmals das zweitwichtigste Darts-Turnier der Welt gewonnen. Am späten Sonntagabend besiegte «Snakebite» im Finale des World Matchplays in Blackpool Titelverteidiger Dimitri van den Bergh aus Belgien mit 18:9 durch und setzte damit seinen derzeitigen Erfolgslauf fort. Für seinen Triumph in diesem Jahr erhält Wright ein Preisgeld von rund 175.000 Euro.


Fernando Torres übernimmt A-Jugend seines Heimatclubs Atlético Madrid

MADRID: Der frühere Fußball-Welt- und Europameister Fernando Torres kehrt als U19-Trainer zu Atlético Madrid zurück. Das gab der Club am Montag bekannt. Der 37-Jährige verbrachte bereits in der vergangenen Saison einige Zeit bei verschiedenen Mannschaften des spanischen Meisters, um sich auf die Strukturen und Abläufe des Vereins einzustellen. Kennenlernen muss er den Club nicht, denn Torres kam 1995 zu Atlético Madrid und feierte 2001 dort auch sein Profi-Debüt. Für die erste Mannschaft lief er 351 Mal auf. Später stand er auch beim FC Liverpool, Chelsea London und dem AC Mailand unter Vertrag, ehe er beim japanischen Verein Sagan Tosu seine Karriere im August 2019 beendete.


Chelsea-Legende John Terry nicht mehr Co-Trainer von Aston Villa

BIRMINGHAM: Der ehemalige England-Kapitän John Terry ist nicht mehr Co-Trainer des Fußball-Erstligisten Aston Villa. Knapp drei Wochen vor dem Saisonstart trat der 40-Jährige zurück, wie der Club aus dem englischen Birmingham am Montag mitteilte. Er wolle sich mit Besuchen bei Vereinen und Trainern in ganz Europa fortbilden und dann selbst einen Cheftrainerposten übernehmen, wurde Terry auf der Vereinshomepage zitiert.


Wolfsburg-Trainer van Bommel: Großer Name allein reicht nicht

WOLFSBURG: Wolfsburgs Trainer Mark van Bommel will sich in seinem neuen Job niemals auf seinen großen Namen als ehemaliger Profi des FC Bayern München und des FC Barcelona verlassen. «Das geht schnell. Spieler spüren es, wenn nichts dahintersteckt, was man erzählt. Ich war schließlich selbst Spieler», sagte der 44-jährige Niederländer in einem «Kicker»-Interview. Der Fußball-Bundesligist ist für den Vize-Weltmeister von 2010 die zweite Profitrainer-Station nach der PSV Eindhoven in den Jahren 2018 und 2019.


Fußballerin des Jahres Billa: Nur noch gelegentlich als Erzieherin

SINSHEIM: Deutschlands Fußballerin des Jahres Nicole Billa hat kaum noch Zeit, in ihrem gelernten Beruf als Erzieherin zu arbeiten. «Nur gelegentlich. Der Fußball braucht viel Zeit, und ich möchte auch mehr Zeit für mich haben. Aber ganz beiseiteschieben wollte ich die Arbeit neben dem Fußball auch nicht, weil es mir sehr viel Spaß macht und ich gerne mit den Kindern zusammen bin», sagte die 25 Jahre alte Österreicherin von der TSG 1899 Hoffenheim dem «Kicker» (Montag). Sie habe so «eine gute Mischung» gefunden.


Vor dem Saisonstart: Bayern-Kader füllt sich

MÜNCHEN: Keine zwei Wochen vor dem ersten Pflichtspiel im DFB-Pokal füllt sich beim FC Bayern München zur Freude von Trainer Julian Nagelsmann endlich der Kader. Am Montag nahm das Gros der EM-Teilnehmer um Weltfußballer Robert Lewandowski oder Leroy Sané nach dem Urlaub wieder die Arbeit beim deutschen Rekordmeister auf. Als erstes stand für die Rückkehrer die Leistungsdiagnostik auf dem Programm, ehe sie am Dienstag mit dem Training beginnen sollen.


Steigende Inzidenz: Eintracht droht Reduzierung der Zuschauerzahl

FRANKFURT/MAIN: Eintracht Frankfurt droht beim Start in die neue Saison der Fußball-Bundesliga aufgrund einer gestiegenen Sieben-Tage-Inzidenz eine Reduzierung der geplanten Zuschauerzahl. Da die Corona-Zahlen in den vergangenen Tagen immer weiter und bis über den wichtigen Wert von 35 stiegen, sind zunächst nur 5000 Zuschauer gestattet. Dies soll bereits für das Vorbereitungsspiel gegen AS Saint Étienne am kommenden Samstag gelten. Dort war ursprünglich mit 10.000 Fans geplant worden, zum Bundesliga-Auftakt hätten es bei niedrigen Corona-Zahlen auch bis zu 20.000 werden können.


Bundesligaauftakt Gladbach gegen Bayern vor 23.000 Besuchern möglich

MÖNCHENGLADBACH: Nach derzeitigem Stand kann das Auftaktspiel zur neuen Saison in der Fußball-Bundesliga zwischen Borussia Mönchengladbach und dem FC Bayern München vor 23.000 Zuschauern stattfinden. Voraussetzung dafür ist allerdings, dass der Inzidenzwert für Mönchengladbach unter 35 bleibt. An diesem Montag lag er bei 16,9. Alle Tickets sind personalisiert, nur geimpfte, genesene oder getestete Zuschauer dürfen ins Stadion, wo zudem eine Maskenpflicht besteht. Dies teilte der Club am Montag mit.


Schalke prüft mögliche rassistische Rufe gegen HSV-Profi Kinsombi

GELSENKIRCHEN: Fußball-Zweitligist FC Schalke 04 geht einem möglichen Rassismus-Vorfall während des Saison-Auftaktspiels gegen den Hamburger SV am vergangenen Freitag (1:3) nach. Ein Zuschauer hat nach Club-Angaben bei der für solche Vorfälle eingerichteten Anlaufstelle «Steh auf» während der Partie angezeigt, dass es gegen HSV-Profi David Kinsombi Schmährufe - in diesem Fall Affenlaute - gegeben habe. Es seien sofort zusätzliche Ordner in den Block geschickt worden, die aber keine weiteren Rufe mehr hörten, sagte Schalke-Sprecher Marc Siekmann auf dpa-Anfrage. Der Mann habe keine detaillierten Angaben machen können, aus welcher Reihe oder von welchem Platz aus diese Laute gekommen seien. Die Polizei ermittelt ebenfalls, wie Siekmann sagte.


Gestürzter Mountainbike-Star van der Poel schimpft auf Kursänderung

IZU: Der gescheiterte Top-Favorit Mathieu van der Poel hat nach seinem Sturz im olympischen Mountainbike-Rennen Kritik an der Kurssetzung geübt. Der Niederländer beklagte am Montag bei Instagram, dass nach dem letzten Trainingslauf eine Rampe auf der Strecke in Izu nahe Tokio entfernt worden war. Unter ein Bild, das jene Holzkonstruktion zeigt, schrieb er: «Ich konnte die Strecke mit geschlossenen Augen fahren, aber ich wusste nicht, dass sie diese Rampe am Renntag entfernen.» Der 26-Jährige kam an jener Stelle heftig zu Sturz, seine Hüfte wurde in einem Krankenhaus geröntgt.

«Jeder, der mich gut kennt, weiß, wie hart ich für das hier gearbeitet habe und wie sehr ich das wollte», schrieb van der Poel. Der Enkel von Tour-de-France-Legende Raymond Poulidor hatte bei der Frankreich-Rundfahrt zuletzt sechs Tage das Gelbe Trikot getragen. Nach dem famosen Beginn verließ er die Tour aber vorzeitig, um in Japan Gold im Mountainbike zu gewinnen. Stattdessen aber konnte er das Rennen nicht beenden; den Sieg holte sich der Engländer Tom Pidcock.


Speerwurf-Hoffnung Vetter: Erstmal Badminton bei der Ankunft

MIYASAKI: Johannes Vetter, große Gold-Hoffnung der deutschen Leichtathleten bei den Olympischen Spielen, hat bei der Ankunft in Japan erstmal die Badmintonschläger ausgepackt. Der Weltmeister von 2017 zeigte am Montag bei Instagram, wie er und sein Trainer Boris Obergföll im Wartebereich am Flughafen ein Spielchen machen.

«Wir hatten eine sichere Reise und haben unsere Körper direkt am Flughafen bewegt», schrieb Vetter. Der 28-Jährige spielt mit Bundestrainer Obergföll regelmäßig Badminton beim Aufwärmen zum Training in Offenburg. Vetter reist vor seinen Wettkämpfen in Tokio (Qualifikation am 4. August/Finale am 7. August) erstmal ins Trainingslager des Deutschen Leichtathletik-Verbandes nach Miyasaki.

Dort bereiten sich die meisten Olympia-Teilnehmer bei unterschiedlicher An- und Abreise vor. «Wir sind sehr zufrieden mit den Bedingungen. Wir erleben eine sehr positive Stimmung. Sonne und Klima tun allen gut», sagte Bundestrainerin Annett Stein am Montag.


Olympia-Aus für Sprinterinnen Lisa Mayer und Lisa Nippgen

TOKIO: Die deutschen Sprinterinnen Lisa Mayer (Wetzlar) und Lisa Nippgen (Mannheim) können nicht bei den Olympischen Spielen in Tokio an den Start gehen. Beide zogen sich im Trainingslager im japanischen Miyasaki Muskelverletzungen zu, teilte der Deutsche Leichtathletik-Verband am Montag mit. Dafür darf nun Gina Lückenkemper (Berlin), die als Ersatz mit nach Japan gereist war, auf einen Olympia-Einsatz hoffen.

«Sie kommt für die Sprint-Staffel infrage. Ob Gina auch über 100 Meter im Einzel starten wird, müssen wir noch entscheiden, da sie wegen einer Verletzung nicht hundert Prozent fit war», sagte die DLV-Cheftrainerin Annett Stein. Die 24-jährige EM-Zweite von 2016 hatte die Qualifikationsnorm für die Tokio-Spiele wegen einer Muskelblessur nicht geschafft.

Mayer und Nippgen werden am Dienstag von Tokio aus die Rückreise in die Heimat antreten. Insgesamt waren 90 deutsche Leichtathleten für die Spiele in Japans Hauptstadt nominiert worden.


Bogenschützin Unruh: «Alles, was leicht aussieht, ist das Gegenteil»

TOKIO: Auch wenn das Bogenschießen für Außenstehende so leicht und elegant und manchmal wie ein Kinderspiel aussieht - dahinter steckt Knochenarbeit, wie Lisa Unruh einen Tag nach dem Bronzegewinn der deutschen Frauen betonte. Jeweils etwa 50.000 Pfeile im Jahr schießen die Berlinerin und ihre Teamkolleginnen Michelle Kroppen und Charline Schwarz.

«Der Bogen an sich wiegt ungefähr 3,5 Kilo, das Zuggewicht bei Frauen liegt um die 20 Kilo. Das machen wir zwischen 200 und 400 Mal am Tag», erklärte die 33-Jährige bei einer Pressekonferenz des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB) am Montag. «Wir stellen uns nicht einfach hin und ballern los.»

Dazu seien Krafttraining für Arme, Schulter und Rumpf und Konditionstraining für die Konzentration erforderlich, da kämen in der Woche schon 40 Stunden Aufwand zusammen. «Alles, was leicht aussieht, ist genau das Gegenteil», sagte Unruh.

Bundestrainer Oliver Haidn betonte, dass es acht bis zehn Jahre brauche, um in der Weltklasse anzukommen: «Das sind alles Vollprofis.» Bei der Suche nach Nachwuchs denke er manchmal: «Turner wären ganz praktisch, weil die ein gutes Körpergefühl haben.» Das deutsche Trio hatte sich am Sonntag im kleinen Finale im Yumenoshima Park mit 5:1 gegen Belarus durchgesetzt.


Deutsche Kletterer kommen in Schwung - Kein Olympia-Flair in Hotel

TOKIO: Nach einer Woche Isolations-Trainingscamp in Tokio kommen die deutschen Kletterer in Form und fühlen sich immer mehr akklimatisiert für ihre olympische Premiere. «Der Jetlag ist mittlerweile weg, und langsam kommt das Gefühl, dass man sich fit fühlt, dass man sich auf die klimatischen Bedingungen einstellen kann», sagte Alexander Megos am Montag. «Es sieht ganz okay aus.»

Zusammen mit Jan Hojer als zweitem deutschen Teilnehmer und noch drei Betreuern wohnt der Erlanger aktuell in einem Hotel in der japanischen Hauptstadt, das das Team nur für Fahrten zu den exklusiv gebuchten Trainingsstätten verlassen darf. Obwohl etwa das Olympiastadion aus dem Fenster gut zu sehen ist, bekomme man in dem Hotel keine Sommerspiel-Stimmung mit. «Hier im Trainingslager ist kein Olympia-Flair zu spüren», sagte Hojer. «Ich glaube, das geht erst richtig los, wenn wir am 31. Juli ins olympische Dorf gehen.»

Die schwerste Aufgabe in der Vorbereitung ist die Gewöhnung an die klimatischen Bedingungen. Das Kletter-Event in der nächsten Woche findet unter freiem Himmel statt. «Von den Temperaturen her ist es nicht so schlimm wie erwartet», sagte Bundestrainer Urs Stöcker nach den ersten Outdoor-Trainings. Kompliziert sei die Feuchtigkeit, wegen der Kletterer mehr Haut an den Fingerkuppen verlieren als üblich.

Megos (27) und Hojer (29) gehen am Dienstag kommender Woche in die Qualifikation von 20 Startern. Die besten Acht in der Kombination aus den drei Disziplinen Lead (Seilklettern), Bouldern und Speedklettern kommen ins Finale zwei Tage später. Die deutschen Athleten haben Außenseiter-Medaillenchancen. Deutsche Frauen sind nicht dabei.


Bogenschützinnen: Lieber Bronze gewinnen als Gold verlieren

TOKIO: Gold, Silber, Bronze? Für die deutschen Bronze-Bogenschützinnen Lisa Unruh, Michelle Kroppen und Charline Schwarz gibt es in Sportarten mit K.o.-Runden eine andere Reihenfolge. «Wenn man in Goldmedaillen-Matches verliert, ist das durchaus bedrückend. Wenn man Bronze aber gewinnt, ist das ein unglaubliches Gefühl: Man hat es geschafft!», erklärte Schwarz bei einer Pressekonferenz des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB) am Montag.

Das Trio hatte sich am Tag zuvor im kleinen Finale im Yumenoshima Park mit 5:1 gegen Belarus durchgesetzt. «Dieser Moment, das letzte Match zu gewinnen, ist natürlich ein deutlich schöneres Gefühl. Man denkt nicht groß darüber nach, dass Silber mehr wert ist als Bronze. Sich vor lauter Freude in die Arme zu fallen, das ist ein Moment, den ich nie vergesse», sagte Kroppen.

Auch Unruh, die bei ihrer Olympia-Premiere in Rio 2016 Silber im Einzel geholt hatte, sieht das so: «Gold verlieren oder Bronze gewinnen? Da entscheide ich mich klar für Bronze. Totale Emotionen! Bei Silber ist so: Nun ja ... wir haben Silber.»


Mainz träumt vom Pokalfinale - Kein Niakhaté-Verkauf geplant

BAD HÄRING/MAINZ: Sportvorstand Christian Heidel hat nach der furiosen Bundesliga-Aufholjagd schon die nächste Vision für seinen FSV Mainz 05 im Kopf. «Ich hab' schon immer davon geträumt, mal nicht nur als Zuschauer beim Pokalfinale in Berlin zu sein! Das ist nie gelungen. Jetzt fahren wir übernächsten Sonntag nach Elversberg und hoffen, dass der Traum nicht gleich wieder vorbei ist», sagte Heidel in einem Interview der «Bild-Zeitung» (Montag). «Dass ganz Mainz nach Berlin fährt, das wäre schon mal was Besonderes.» Fakt sei aber auch, dass die Bundesliga Priorität genieße.

Auf die Frage, wann die Defensivspieler Moussa Niakhaté (25) und Jeremiah St. Juste (24) verkauft werden, positionierte sich Heidel deutlich. «Auch wenn man mir vorwirft, ich will nur die Preise hochtreiben - wir brauchen und wollen keinen der beiden verkaufen! Wirtschaftlich haben wir das fest im Griff», sagte der Funktionär. Sportdirektor Martin Schmidt fügte an, Niakhaté sei «ein Führungsspieler, ein Kapitäns-Typ». Der Franzose verhalte sich derzeit so, «als wolle er für immer bleiben», erklärte Schmidt.


Struff scheidet bei Olympia in Tokio gegen Tennis-Star Djokovic aus

TOKIO: Jan-Lennard Struff hat Topstar Novak Djokovic auf dessen angestrebtem Weg zu einem neuen Kapitel in der Tennis-Historie nicht aufhalten können.

Die deutsche Nummer zwei musste sich dem Weltranglisten-Ersten aus Serbien am Montag bei den Olympischen Spielen in Tokio 4:6, 3:6 geschlagen geben. Djokovic hat in diesem Jahr die Chance, als erster Profi bei den Herren den Golden Slam zu gewinnen. Dafür fehlen ihm noch Olympia-Gold und der Titel bei den US Open. Bei den drei anderen Grand-Slam-Turnieren hat der Serbe 2021 bereits triumphiert. Dominik Koepfer erreichte dagegen als zweiter deutscher Tennisprofi nach Spitzenspieler Alexander Zverev das Achtelfinale. Sein Zweitrundenspiel gewann der 27 Jahre alte Schwarzwälder deutlich mit 6:3, 6:0 gegen den Australier Max Purcell.


Spaniens Handballer gewinnen Topspiel gegen Norwegen

TOKIO: Dank eines in letzter Sekunde verwandelten Siebenmeters hat Handball-Europameister Spanien auch das zweite Topspiel bei den Olympischen Spielen knapp für sich entschieden.

Nach dem 28:27-Auftakterfolg gegen Deutschland behielten die Iberer am Montag auch gegen den EM-Dritten Norwegen mit 28:27 die Oberhand. Zuvor hatte die DHB-Auswahl beim 33:25 gegen Argentinien den ersten Sieg im Turnier gefeiert. Rekord-Weltmeister Frankreich besiegte Brasilien mit 34:29 und führt die Tabelle in der Gruppe A mit 4:0 Zählern vor den punktgleichen Spaniern an. Deutschland und Norwegen verfügen über jeweils 2:2 Punkte. Die besten vier Teams erreichen das Viertelfinale.


Schwimmer Mühlleitner trauert verpasster Medaille doch etwas nach

TOKIO: Der deutsche Schwimmer Henning Mühlleitner ist einen Tag nach seinem vierten Platz im Olympia-Finale über 400 Meter Freistil doch wehmütig geworden, dass er Bronze knapp verpasste.

«Es war ein super Auftakt für mich. Ich habe damit nicht gerechnet», sagte der 24-Jährige aus Neckarsulm am Montag. «Den einzigen traurigen Moment hatte ich heute früh als ich live Siegerehrungen im Fernsehen gesehen habe. Da habe ich gedacht: Es wäre auch nicht schlecht gewesen, da oben zu stehen und alles aufzusaugen.» Mühlleitner hatte Bronze um 13 Hundertstelsekunden verfehlt.


Die letzten Olympia-Pferde und Reiter sind in Tokio angekommen

TOKIO: Die letzten zwei- und vierbeinigen Mitglieder des deutschen Reit-Teams sind gesund in Tokio angekommen.

Die Springpferde landeten nach ihrem rund 18-stündigen Flug von Lüttich aus in Tokio und stehen inzwischen im Stall, wie die Deutsche Reiterliche Vereinigung am Montagmorgen bestätigte. Auch die vier Springreiter sind einen Tag nach Bundestrainer Otto Becker angekommen. Am Dienstag wollen sie das Dressur-Trio anfeuern, das im Team-Wettbewerb um Gold kämpft.


Olympia-Einschaltquote: Badminton vor Fußball

BERLIN: Eine Badminton-Übertragung ist am Sonntag die meistgesehene Olympia-Sendung in der ARD gewesen und lag damit vor Fußball. Durchschnittlich 2,89 Millionen Menschen sahen im Fernsehen die fünfminütige Berichterstattung und sorgten für einen Marktanteil von 23,4 Prozent. Die Live-Übertragung vom Sieg der deutschen Fußballer gegen Saudi-Arabien schauten zuvor 2,86 Millionen (23,1 Prozent).

Badminton «profitierte davon, dass die Übertragung direkt nach dem Fußballspiel begann», wie ARD-Sportkoordinator Axel Balkausky am Montag erklärte. «Mit den gesamten Zahlen sind wir sehr zufrieden», sagte er über den ersten kompletten Wettkampftag im Ersten: «Die Marktanteile lagen fast durchgängig über 20 Prozent, das ist sehr erfreulich.»

Am Sonntag war das Olympia-Interesse bereits deutlich höher als am Samstag, als das ZDF übertragen hatte. Die höchste Zuschauerzahl des Zweiten lag bei 1,84 Millionen. Eurosport erreichte am Sonntag mit der fast siebenstündigen Olympia-Konferenz «Medal Zone» im Schnitt 100.000 TV-Zuschauer bei einem Marktanteil von 1,0 Prozent.


Steffen, Biedermann und Lurz trauen Wellbrock großen Olympia-Coup zu

TOKIO: Die früheren Topschwimmer Britta Steffen, Paul Biedermann und Thomas Lurz trauen Doppel-Weltmeister Florian Wellbrock den großen Coup bei den Olympischen Spielen zu. «Ich glaube, es hat noch nie in Deutschland einen so guten Schwimmer mit solchen Möglichkeiten gegeben, sowohl stilistisch als auch von der Vielseitigkeit her. Er ist für mich über 1500 Meter im Becken und auch im Open Water über 10 Kilometer der Topfavorit», sagte Freiwasser-Rekordweltmeister Thomas Lurz der Deutschen Presse-Agentur. Wellbrock ist im Vorlauf über 800 Meter Freistil am Dienstag (13.40 Uhr) erstmals im Einsatz.

Der 41 Jahre alte Lurz ist der bislang letzte deutsche Schwimmer, der eine olympische Medaille gewinnen konnte. In London 2012 sicherte er sich Silber über zehn Kilometer. Die letzte deutsche Medaille im Becken bei Sommerspielen gewann Britta Steffen, die sich in Peking 2008 zur Doppel-Olympiasiegerin krönte.

Angesprochen auf die Drucksituation für Wellbrock räumte Steffen als frühere Weltklasseschwimmerin ein, dass diese aus ihrer Sicht «enorm» sei. «Aber er scheint ein unglaubliches Talent zu haben, sich zu fokussieren. Ich hoffe, er zeigt der Welt, was er kann!», sagte die 37-Jährige. «Wenn alles stimmt, wird es nach 2008 wieder Medaillen geben!»

Auch Paul Biedermann, dessen zwölf Jahre alten Weltrekorde über 200 und 400 Meter immer noch Bestand haben, weiß aus der eigenen Karriere, wie groß der Druck sein kann. «Ich glaube aber, dass Florian damit sehr gut umgehen kann und er ein Umfeld hat, welches ihn optimal unterstützt. Er geht auch selber sehr selbstbewusst mit diesem Thema um und hat seine Ziele für Tokio öffentlich definiert», sagte der 34 Jahre alte Biedermann.


Zingler fordert Verlässlichkeit: Fan-Quote «sachlich nicht begründet»

OBERLÄNGENFELD: Dirk Zingler, Präsident des 1. FC Union, hat bei den Entscheidungen über Maßnahmen gegen die Corona-Pandemie mehr Verlässlichkeit gefordert. Die schrittweise Anpassung der Zuschauerzahlen in der neuen Saison findet Zingler in Ordnung. Die festgelegte Begrenzung auf maximal 50 Prozent und 25.000 Zuschauer sei jedoch «sachlich nicht begründet», sagte der Chef des Berliner Fußball-Bundesligisten im Trainingslager der Eisernen in Österreich. Denn 50 Prozent und 25.000 seien «im Berliner Olympiastadion eine andere Situation als in der Alten Försterei oder bei Aki Watzke in Dortmund. Man versteht das nicht immer alles», bemerkte Zingler. Es gehe darum, dass der Staat immer wieder gut begründet unsere Grundrechte so wenig wie möglich einzuschränken hat».


Wasserspringer-Duo Punzel/Hentschel: Trennung nach Olympia möglich

TOKIO: Die Wasserspringerinnen Tina Punzel und Lena Hentschel werden möglicherweise nach den Olympischen Spiele in Tokio nicht mehr gemeinsam weitermachen. «Ich werde nach Olympia herausfinden, ob es noch ein Ziel für mich gibt, was ich noch erreichen möchte, oder ob man mit einer Olympia-Medaille die Karriere beendet», sagte die 25-jährige Dresdnerin Punzel am Montag. Einen Tag zuvor hatte das Duo im Synchronspringen vom Drei-Meter-Brett Bronze und damit die erste Medaille für Deutschland gewonnen. Punzel hat in Tokio noch weitere Chancen, auf denen erstmal ihr Fokus liegt.

Nach den Spielen wird die Dresdnerin irgendwann ihren weiteren Weg abstecken. «Ich habe immer gesagt, ich gucke mal, wie es in Tokio läuft. Es lief jetzt gut. Ob es danach für mich weitergeht und was es aktuell bedeutet, kann ich noch nicht sagen», meinte Punzel. Die Sommerspiele in 2024 in Paris wären schön, «aber man kann auch an Urlaub denken und es von der anderen Seite sehen.» Ihr langjähriger Teamkollege Patrick Hausding (32) hatte bereits angekündigt, dass diese Sommerspiele seine letzten sein würden.

Ihre fünf Jahre jüngere Partnerin will ihre Karriere auf jeden Fall fortsetzen. «Ich liebäugele noch mit den nächsten Spielen. Mein Ziel sind noch zwei Olympiaden zu machen», sagte Hentschel. «Danach werde ich sehen, wo ich stehe und wie es weitergeht. Los Angeles 2028 ist aber ein Ziel, das ich vor Augen habe.»

Für Punzel geht es am Dienstag (8.00 Uhr) in Tokio im Synchronspringen vom Turm zusammen mit Christina Wassen weiter. «Ich denke, dass mich der Erfolg sehr beflügeln wird und mir hilft, an den Wettkampf vom Kopf her ein bisschen entspannter heranzugehen», sagte Punzel. «Ich möchte natürlich nochmal eine gute bis sehr gute Leistung abrufen.»


Tennis in Tokio: Nächste Osaka-Konkurrentin scheidet aus

TOKIO: Tennis-Star Naomi Osaka wird bei den Olympischen Spielen zunehmend zur klaren Goldfavoritin im Damen-Einzel.

Die viermalige Grand-Slam-Siegerin aus Japan gewann am Montag in Tokio gegen die Schweizerin Viktorija Golubic problemlos 6:3, 6:2 und zog ins Achtelfinale ein. Nach der australischen Weltranglisten-Ersten Ashleigh Barty verabschiedete sich anschließend auch die Nummer drei der Setzliste früh: Aryna Sabelenka aus Belarus unterlag unerwartet der Kroatin Donna Vekic in der zweiten Runde mit 4:6, 6:3, 6:7 (3:7).


Vize-Weltmeisterin Köhler Vorlauf-Sechste über 1500 Meter Freistil

TOKIO: Vize-Weltmeisterin Sarah Köhler hat über 1500 Meter Freistil bei den Olympischen Spielen in Tokio das Finale erreicht. Die 27 Jahre alte Schwimmerin schlug am Montag in Tokio nach 15:52,67 Minuten an. Das bedeutete Platz sechs aller Vorläufe. Schnellste war die Amerikanerin Katie Ledecky in 15:35,35.

Der Endlauf der neu ins Programm genommenen 1500 Meter Freistil steht am Mittwoch (4.54 Uhr) an. Celine Rieder ist dann nicht mehr dabei. Sie blieb in 16:32,57 Minuten weit über ihrer Bestzeit und belegte letztlich Rang 27. Köhler sorgte bei den Beckenwettbewerben für den dritten Finalplatz des Deutschen Schwimm-Verbandes.

Die deutschen Schwimmer hoffen bei den Sommerspielen in Japan auf die erste Medaille im Becken seit 2008. Köhler ist eine Kandidatin, ihr Verlobter Florian Wellbrock ist der Top-Anwärter. Er greift am Dienstag im Vorlauf über 800 Meter Freistil erstmals in das Geschehen ein.


Brite Pidcock gewinnt Mountainbike-Gold - Van der Poel gestürzt

IZU: Allrounder Tom Pidcock hat die Spezialisten düpiert und ist als erster Brite Olympiasieger im Mountainbike. Der auch im Cross und auf der Straße aktive 21-Jährige gewann das Rennen im westlich von Tokio gelegenen Izu am Montag überlegen vor Top-Favorit Mathias Flückiger aus der Schweiz. Bronze ging an den Spanier David Valero. Top-Star Mathieu van der Poel stürzte bereits in der ersten Runde und gab später auf, die deutschen Starter Maximilian Brandl (Freiburg) sowie Manuel Fumic (Kirchheim unter Teck) enttäuschten auf den Rängen 21 und 28.

Bereits in der ersten von sieben Runden der insgesamt 28,25 Kilometer langen Strecke nahm sich van der Poel selbst aus dem Medaillenrennen. Dem Niederländer, der jüngst bei der Tour de France noch sechs Tage im Gelben Trikot gefahren war, unterlief bei einem Sprung ein Fahrfehler, so dass er spektakulär kopfüber in die Tiefe stürzte. Der Enkel van Raymond Poulidor setzte das Rennen zunächst fort, gab letztlich nach vier Runden verletzt auf.

Das Deutsche Duo war zu dieser Situation bereits abgeschlagen, denn an der Spitze machten die Schweizer Flückiger und Nino Schurter Tempo. Zusammen mit Pidcock und dem Neuseeländer Adam Cooper entwickelte sich zur Halbzeit des Rennens erst ein packender Vierkampf, dann konnte einer Tempo-Verschärfung von Pidcock zunächst nur Flückiger folgen. Wenig später forcierte Pidcock erneut, hängte Weltcup-Spitzenreiter Flückiger ab und fuhr als Solist mit der britischen Fahne in der Hand zum größten Erfolg seiner noch jungen Karriere.


NBA-Star Doncic überragend bei slowenischem Sieg über Argentinien

TOKIO: Mit einer phänomenalen Vorstellung hat NBA-Superstar Luka Doncic seine slowenischen Basketballer im ersten Gruppenspiel bei Olympia zum Sieg über Argentinien geführt. Der Aufbauspieler der Dallas Mavericks erzielte beim 118:100 (62:42) am Montag 48 Punkte und holte zudem elf Rebounds. In der olympischen Historie war nur der Brasilianer Oscar Schmidt 1988 in einem Basketballspiel mit 55 Zählern besser als Doncic. Der 22 Jahre alte Slowene teilt sich Platz zwei in dieser ewigen Bestenliste mit dem Australier Eddie Palubinskas, der 1976 auch auf 48 Punkte kam.

Bei seiner ersten Teilnahme an Sommerspielen überhaupt hat der Europameister durch den Erfolg über den Vizeweltmeister, bei dem Routinier Luis Scola mit 23 Punkten am erfolgreichsten war, in der Gruppe C beste Aussichten auf den Einzug in das Viertelfinale. Die weiteren Gegner sind Weltmeister Spanien und Außenseiter Japan.


Mixed bei Olympia: Tennis-Spitzenspieler Zverev verzichtet

TOKIO: Deutschlands bester Tennisspieler Alexander Zverev verzichtet bei den Olympischen Spielen in Tokio auf einen Einsatz im Mixed-Wettbewerb. Der Weltranglisten-Fünfte sei nicht für die am Mittwoch startende Konkurrenz gemeldet worden, teilte der Deutsche Tennis Bund (DTB) am Montag mit. Grund seien die «herausfordernden klimatischen Verhältnisse vor Ort mit enormer Hitze». Der Weltranglisten-Fünfte Zverev tritt im Einzel und im Doppel an und steht bei beiden Wettbewerben im Achtelfinale.

Der DTB entschied sich für die Paarungen Laura Siegemund/Kevin Krawietz und Anna-Lena Friedsam/Tim Pütz. Ob allerdings überhaupt ein deutsches Duo in das 16er-Feld kommt, hängt von den kombinierten Ranglistenpositionen ab und entscheidet sich erst am Dienstag. Auch mit Zverev war eine Teilnahme zuletzt nicht sicher gewesen.


Tischtennis-Star Boll locker weiter: «Selbstvertrauen in Körper»

TOKIO: Der deutsche Tischtennis-Star Timo Boll ist bei den Olympischen Spielen in Tokio ins Achtelfinale eingezogen. Der 40-Jährige aus Düsseldorf bezwang am Montag im Tokyo Metropolitan Gymnasium Kirill Gerassimenko aus Kasachstan nach kleineren Startschwierigkeiten mit 4:1 (7:11, 11:6, 11:7, 11:2, 11:1).

Körperlich fühlt sich Boll gut. Er habe «seit acht, neun Tagen eigentlich keine Schmerzen mehr. Ich war zwar schon noch vorsichtig, bin aber heute auch ein paar extremere Wege gegangen und das hat ganz gut funktioniert. Ich habe Selbstvertrauen in den Körper», erzählte Boll, der sich zwei Wochen vor der Eröffnungsfeier noch an der Hüfte verletzt hatte.

Boll trifft im Achtelfinale am Dienstag (09.30 Uhr/MESZ) auf den Sieger der Partie Youngsik Jeoung aus Südkorea gegen den Griechen Panagiotis Gionis. Im Viertelfinale könnte er dann auf den Weltranglisten-Ersten Fan Zhendong treffen. Gegen den topgesetzten Chinesen hat Boll noch nie im Einzel gewonnen.

Für Boll sind es seine sechsten Olympischen Spiele, er hofft auf seine erste Medaille im Einzel. Ende Juni hatte er bei der Europameisterschaft in Warschau das deutsche Finale gegen Dimitrij Ovtcharov gewonnen und zum achten Mal den Titel im Einzel geholt.


Briten Daley und Lee gewinnen Gold im Synchronspringen vom Turm

TOKIO: Die Briten Thomas Daley und Matty Lee haben bei den Olympischen Spielen in Tokio die Goldmedaille im Synchronspringen vom Turm gewonnen. In einem spannenden Wettkampf ohne deutsche Beteiligung setzten sich Daley und Lee am Montag mit 471,81 Punkten hauchdünn vor den Chinesen Cao Yuan und Chen Aisen durch. Am Ende betrug ihr Vorsprung auf die Chinesen nur 1,23 Punkte. Bronze ging an die Russen Aleksander Bondar und Viktor Minibajew.

Nach vier Siegen nacheinander für chinesische Springer sorgten Daley und Lee wieder für Gold einer anderen Nation in dieser Disziplin. Der 27-jährige Daley ist der erste britische Wasserspringer, der drei Medaillen bei Olympia gewonnen hat. Nach zweimal Bronze in London und Rio de Janeiro ist es sein erster Olympiasieg.

Der Wettbewerb war der einzige im Wassersprung-Programm in Tokio ohne deutsche Beteiligung. Am Dienstag sind Tina Punzel und Christina Wassen im Synchronspringen vom Turm wieder für den Deutschen Schwimm-Verband im Einsatz. Punzel hatte am Sonntag zusammen mit Lena Hentschel Bronze im Synchronspringen vom Drei-Meter-Brett gewonnen.


Nach Aus im Mixed: Tischtennisspielerin Solja auch im Einzel draußen

TOKIO: Tischtennisspielerin Petrissa Solja ist bei den Olympischen Spielen in Tokio überraschend schon nach ihrer Auftaktpartie im Einzel gescheitert. Einen Tag nach ihrem dramatischen Aus im Mixed an der Seite von Patrick Franziska unterlag die 27-Jährige der Kanadierin Mo Zhang erst nach großem Kampf mit 3:4 (7:11, 5:11, 11:9, 6:11, 11:6, 11:8, 3:11).

«Die Niederlage ist auf jeden Fall von gestern nicht verdaut, aber ich habe versucht, es heute beiseite zuschieben», räumte Solja nach ihrem Aus nach 55 Minuten am Montag in der dritten Runde ein. «Die Zeit dazwischen war einfach viel zu kurz, um mit der Niederlage abzuschließen.» Solja und Franziska waren am Sonntag trotz starker Leistung im Olympia-Viertelfinale an Gastgeber Japan gescheitert.

Im Einzel unterliefen ihr viel zu viele leichte Fehler. «Ich bin gar nicht so frustriert, ich habe so gut gespielt wie ich konnte», sagte Solja. «Ich empfinde es persönlich nicht als Drama, dass ich dieses Einzel verliere, weil noch ein wichtiger Wettkampf mit dem Team ansteht.»


Mit dem Schnellzug: Deutsche Fußballer im neuen Teamhotel angekommen

SENDAI: Nach dem 3:2-Zittersieg gegen Saudi-Arabien sind die deutschen Olympia-Fußballer am Montag mit dem Zug ins neue Teamhotel nach Sendai gereist - rund 350 Kilometer nördlich von Tokio. «Unser nächster Spielzug: Weiterreise», postete Trainer Stefan Kuntz auf Instagram. Seine Mannschaft bestreitet in der benachbarten Stadt Rifu am Mittwoch (10.00 Uhr) das entscheidende Gruppenspiel gegen die Elfenbeinküste. Das DFB-Team braucht einen Sieg, um das Viertelfinale zu erreichen - andernfalls buchen die Ivorer das Ticket für die Runde der letzten Acht.

Die Zugfahrt legte die deutsche Auswahl mit dem Shinkansen zurück. «Der weltbekannte Schnellzug», schrieb Routinier Max Kruse, der ebenso wie Mitspieler Benjamin Henrichs und Trainer Kuntz die Fans an der Reise mit dem «bullet train» (Geschoss-Zug) teilhaben ließ. Die japanischen Hochgeschwindigkeitszüge mit Spitzengeschwindigkeiten von mehr als 300 Kilometern in der Stunde sind der Stolz der Nation.


Positiver Corona-Test bei niederländischem Tennisprofi Rojer

TOKIO: Aufgrund eines positiven Corona-Tests muss der niederländische Doppelspieler Jean-Julien Rojer in Quarantäne und darf nicht mehr am olympischen Tennis-Turnier in Tokio teilnehmen. Auch Rojers Doppelpartner Wesley Koolhof muss seine Ambitionen für die Olympischen Spiele damit aufgeben. Die Neuseeländer Marcus Daniell und Michael Venus wären die nächsten Gegner des niederländischen Duos gewesen und stehen nun kampflos im Viertelfinale, wie der Tennis-Weltverband am Montag mitteilte.

Rojer und Koolhof waren an Position acht gesetzt und hatten ihre Auftaktpartie gewonnen. Die Organisatoren der Olympischen Spiele hatten zuvor mitgeteilt, dass drei weitere Athleten positiv auf das Coronavirus getestet worden sind. Welche Athleten betroffen sind, teilten die Veranstalter nicht mit. Insgesamt gab es 16 weitere Neuinfektionen im Umfeld der Sommerspiele. Damit stieg die Zahl der positiven Tests bei den Spielen seit Beginn der Erfassung am 1. Juli auf 148.

Im Team der Niederlande hatte es zuvor schon weitere Corona-Fälle gegeben. Ruderer Finn Florijn, ein Mitarbeiter des Ruderteams, Taekwondo-Athletin Reshmie Oogink und die Skateboarderin Candy Jacobs waren positiv getestet worden.


Zweiter Judoka verzichtet auf Olympia-Kampf gegen Israeli

TOKIO: Bei den Olympischen Spielen in Tokio hat erneut ein Judoka auf seinen Kampf gegen einen israelischen Kontrahenten verzichtet. Der Sudanese Mohamed Abdalrasool trat offiziellen Angaben zufolge am Montag nicht zu seinem Zweitrunden-Kampf gegen den Israeli Tohar Butbul in der Gewichtsklasse bis 73 Kilogramm an. Ein Grund für den Rückzug des 28-Jährigen wurde zunächst nicht genannt.

Abdalrasool hätte in der ersten Runde gegen den Algerier Fethi Nourine kämpfen sollen. Dieser verzichtete jedoch auf eine Teilnahme an den Spielen, um einem möglichen Zweitrunden-Duell mit Butbul aus dem Weg zu gehen. Der Judo-Weltverband suspendierte den Sportler daraufhin vorläufig und nahm weitere Ermittlungen auf. Der 30-Jährige und sein Trainer hatten ihren Verzicht in algerischen Medien damit begründet, nicht gegen einen Israeli kämpfen zu wollen.

Der Sudanese machte zunächst keine offiziellen Angaben zu seinem Verzicht. Dem israelischen Team wurde laut Butbul mitgeteilt, Abdalrasool sei wegen einer Schulterverletzung nicht angetreten. Butbul verpasste später den Einzug in die Medaillenkämpfe. Die Enttäuschung überwog gegenüber der Verwirrung um die zwei Absagen der Gegner. «Auf dieses Ziel war meine ganze Karriere ausgerichtet», sagte er.


Tischtennis-Star Boll gewinnt Olympia-Auftaktpartie locker

TOKIO: Der deutsche Tischtennis-Star Timo Boll ist bei den Olympischen Spielen in Tokio ins Achtelfinale eingezogen.

Der 40-Jährige aus Düsseldorf bezwang am Montag im Tokyo Metropolitan Gymnasium Kirill Gerassimenko aus Kasachstan nach kleineren Startschwierigkeiten mit 4:1 (7:11, 11:6, 11:7, 11:2, 11:1). Für Boll sind es seine sechsten Olympischen Spiele, er hofft auf seine erste Medaille im Einzel. Ende Juni hatte er bei der Europameisterschaft in Warschau das deutsche Finale gegen Dimitrij Ovtcharov gewonnen und zum achten Mal den Titel im Einzel geholt.


Joppich scheitert im Achtelfinale: Alle Florettfechter draußen

TOKIO: Peter Joppich ist bei den Olympischen Spielen in Tokio als letzter deutscher Florettfechter ausgeschieden. Der Routinier verlor im Achtelfinale gegen den Tschechen Alexander Choupenitch am Montag unglücklich mit 13:15. Eine Runde zuvor hatte er für eine Überraschung gesorgt und den an Position drei gesetzten Amerikaner Alexander Massialas besiegt. Benjamin Kleibrink hingegen schied gleich in seinem ersten Gefecht aus. Der Olympiasieger von 2008 unterlag dem Ägypter Alaaeldin Abouelkassem im Sechzehntelfinale mit 11:15. Auch für den dritten deutschen Starter, André Sanita, war in der zweiten Runde Schluss. Der Olympia-Debütant verlor gegen den italienischen Ex-Weltmeister Alessio Foconi klar mit 8:15.

Joppich bestreitet in Japan bereits seine fünften Spiele. Vier Einzel-WM-Titel hat er schon gewonnen. Der bislang letzte, 2010 in Paris, liegt eine ganze Weile zurück. Doch in der Makuhari Messe-Halle B präsentierte sich der 38-Jährige nun in guter Form.

Nach einem weitgehend souveränen 15:12-Auftaktsieg über den Kanadier Alex Cai lieferte er sich mit Massialas, dem Olympia-Zweiten von Rio 2016, ein extrem spannendes und ausgeglichenes Gefecht. Bis zum Stand von 12:12 führte keiner der beiden Athleten mit mehr als einem Punkt, dann stürmte Joppich mit drei Treffern in Serie in die nächste Runde. In dieser kassierte der Koblenzer nach 5:4-Führung sechs gegnerische Treffer in Serie. Er kämpfte sich nochmal zurück, konnte das Aus aber nicht mehr abwenden. Kommenden Sonntag startet Joppich gemeinsam mit Kleibrink, Sanita und Ersatzmann Luis Klein noch im Teamwettbewerb.


Trainer flippt aus: Jubel-Video von Titmus-Coach wird zum Hit

TOKIO: Viel ausgelassener kann man seine Freude nicht zeigen: Nach dem Olympiasieg der Australierin Ariarne Titmus im Schwimm-Rennen über 400 Meter Freistil flippte deren Trainer Dean Boxall völlig aus. Der Coach stürmte brüllend über den Tribünengang im Tokyo Aquatics Centre und rüttelte an der Absperrung. Videos der Aktion machte schon wenige Minuten nach dem Rennen am Montag im Internet die Runde. Auch in der Halle in der japanischen Hauptstadt wurde die Szene auf den großen Videowänden immer wieder gezeigt.

Titmus und US-Superstar Katie Ledecky hatten sich ein spektakuläres Duell um Gold geliefert. Ledecky lag zwischenzeitlich schon vermeintlich souverän in Führung, doch Titmus holte furios auf und siegte. Für die 20-Jährige war es die erste Olympiamedaille der Karriere. Die Magdeburgerin Isabell Gose belegte in dem Finale den sechsten Platz.


Slalomkanute Sideris Tasiadis holt Bronze im olympischen Finale

TOKIO: Slalomkanute Sideris Tasiadis hat sich im olympischen Finale in Tokio die Bronzemedaille erkämpft. Der 31 Jahre alte Polizeibeamte aus Augsburg musste sich am Montag in Japan nur dem neuen Olympiasieger Benjamin Savsek aus Slowenien und Lukas Rohan aus Tschechien geschlagen geben. Auf dem anspruchsvollen Kurs im Kasai Canoe Slalom Centre gewann Canadierspezialist Tasiadis seine zweite Medaille bei Sommerspielen. In London hatte er sich 2012 bereits Silber gesichert. Zur ersehnten Goldmedaille fehlten dem Weltranglistenersten 5,45 Sekunden.

Tasiadis hatte bei seiner Finalfahrt Probleme an Tor 19 und verlor dort viel Zeit. Ansonsten blieb er fehlerfrei und setzte sich vor den Augen von IOC-Präsident Thomas Bach nach fünf von zehn Startern knapp an die Spitze. Den ersten Platz musste er aber gleich wieder abgeben und bis zum Ende zittern.

Für die deutsche Mannschaft war es in Tokio die insgesamt dritte Medaille. Am Sonntag hatten die Wasserspringerinnen Lena Hentschel und Tina Punzel vom Drei-Meter-Brett Bronze gewonnen, anschließend holten auch die Bogenschützinnen um Lisa Unruh Bronze.


Pink will Geldstrafe der norwegischen Beachhandballerinnen zahlen

LOS ANGELES: Nach einer Diskussion um die Länge ihrer Sporthosen hat US-Sängerin Pink der norwegischen Nationalmannschaft der Beachhandballerinnen ihre Unterstützung ausgesprochen. «Ich bin sehr stolz auf die norwegischen Beachhandballerinnen, die gegen die sehr sexistischen Regeln zu ihrer «Uniform» protestieren», schrieb die 41-Jährige am Sonntag (Ortszeit) auf Twitter. Gerne werde sie die Geldstrafe, die der Verband gegen das Team verhängt hatte, übernehmen. «Die europäische Handball-Föderation sollte Strafe wegen Sexismus zahlen müssen», schrieb die Sängerin weiter.

Die Spielerinnen der norwegischen Damenmannschaft hatten jüngst bei einem Duell der Europameisterschaft statt der vorgeschriebenen Bikinihöschen etwas längere Sporthosen getragen. Nach einer Entscheidung der Europäischen Handball-Föderation müssen sie nun wegen «unangemessener Bekleidung» eine Geldstrafe von 1500 Euro zahlen.


Skeetschützin Nadine Messerschmidt ohne Medaille - Fünfte im Finale

TOKIO: Olympia-Debütantin Nadine Messerschmidt hat eine Medaille im Skeet verpasst. Die 27 Jahre alte Sportschützin aus Thüringen belegte am Montag bei den Sommerspielen in Tokio im Finale der besten Sechs den fünften Platz. Auf der Askana Shooting Range war für Messerschmidt nach dem zweiten Finaldurchgang mit insgesamt vier Fehlschüssen Schluss.

Es triumphierte die Amerikanerin Amber English vor Rio-Siegerin Diana Bacosi aus Italien und der Chinesin Meng Wei, die zuvor noch ihren eigenen Qualifikations-Weltrekord aus dem Jahr 2019 egalisiert hatte.

Messerschmidt wusste trotzdem zu überzeugen. Die Sportschützin zeigte sich in dem Wettbewerb über zwei Tage nervenstark, auch wenn es am Ende nicht zur Medaille reichte. Die junge Mutter, die im Vorjahr den Weltcup in Nikosia gewann und zuletzt EM-Vierte im kroatischen Osijek wurde, war mit 120 Scheiben und konstanten 24er-Serien ins Sechser-Finale eingezogen.

Da gleich drei Starterinnen 120 Scheiben verbuchten, gab es noch ein Ausschießen. Diese Runde schloss Messerschmidt als Zweitbeste mit fünf Treffern ab und landete somit auf Rang fünf. Im Finale ließ sie im ersten Durchgang noch die Russin Natalja Winogradowa hinter sich, doch in der zweiten Runde fehlte ihr ein Treffer zum Weiterkommen.


13 Jahre alte Japanerin Nishiya holt olympisches Skateboard-Gold

TOKIO: Zweiter Wettbewerb der Olympia-Geschichte, zweiter Sieg für die Gastgeber: Die 13 Jahre alte Japanerin Momiji Nishiya hat bei den Olympischen Spielen in Tokio den ersten Skateboard-Wettbewerb der Frauen gewonnen. In der Disziplin Street setzte sie sich am Montag vor der ebenfalls 13 Jahre alten Rayssa Leal aus Brasilien und ihrer 16 Jahre alten Landsfrau Funa Nakayama durch.

Im Ariake Sports Park mussten die Skateboarderinnen zwei Läufe à 45 Sekunden absolvieren und auf einem Parcours mit Hindernissen fünf Tricks zeigen, die jeweils gesondert bewertet wurden. Tags zuvor hatte der Japaner Yuto Horigome die Männer-Konkurrenz im Street für sich entschieden. Skateboarden wurde für die Spiele in Tokio erstmals in das olympische Wettbewerbsprogramm aufgenommen. Die Deutschen Tyler Edtmayer und Lilly Stoephasius treten in der anderen Skateboard-Disziplin Park am 4. (Frauen) und 5. August (Männer) an.


Japaner im Olympia-Fieber - Digitale Zugriffe brechen Rekorde

TOKIO: Trotz Zuschauerausschluss stoßen die Olympischen Spiele in Tokio auf ein riesiges Interesse in der Bevölkerung des Gastgeberlandes. Allein die Eröffnungsfeier im praktisch leeren Olympiastadion in Tokio seien von mehr als 70 Millionen Menschen am Fernseher verfolgt worden, teilten die Organisatoren am Montag mit. Die durchschnittliche Einschaltquote lag nach japanischen Angaben im Großraum Tokio bei 56,4 Prozent. «Japaner sind begeistert von den Spielen», erklärte der Sprecher des Organisationskomitees, Masa Takaya. Nach Angaben des Internationalen Olympischen Komitees (IOC) haben mehr als 80 Prozent der japanischen Bevölkerung bereits etwas von den Spielen im Fernsehen oder im Internet zu sehen bekommen.

Das Interesse an den Spielen boome, sagte ein Sprecher. «Tag für Tag» verzeichne man bei den digitalen Zugriffen neue Rekordwerte. Tokio befindet sich bis weit nach Ende der Spiele im nunmehr vierten Corona-Notstand. Zuschauer wurden von nahezu allen Wettkämpfen ausgeschlossen. Die japanische Regierung rief die Menschen des Landes dazu auf, sich die Spiele am Fernseher anzuschauen. Sie sollten bei Wettkämpfen auf der Straße nicht an die Strecken kommen. Doch viele Japaner sind den Notstand inzwischen zunehmend leid und ignorieren die Aufrufe der Regierung. So waren bei den Radrennen zahlreiche Zuschauer am Straßenrand, mitunter standen sie in mehreren Reihen an der Strecke. Kritiker führen dies auch auf die pausenlose Berichterstattung auf sämtlichen japanischen TV-Kanälen zurück.

Auf die Frage, ob das IOC angesichts dieser Entwicklung erwäge, doch noch Zuschauer bei Wettbewerben zuzulassen, sagte ein Sprecher, man folge den Vorgaben der japanischen Verantwortlichen. Takaya vom japanischen Organisationskomitee erklärte dazu, dass darüber derzeit nicht diskutiert werde. Er rief seine Landsleute erneut dazu auf, die Spiele zu Hause am Fernseher zu verfolgen. Kritiker befürchten aber, dass in Folge des von den Olympia-Machern geschürten Interesses an den Spielen mehr und mehr Menschen die Corona-Abstandsregeln ignorieren und dadurch die Infektionszahlen stark steigen könnten.


Judokas Stoll und Wandtke scheitern bei Olympia zum Auftakt

TOKIO: Judoka Theresa Stoll ist bei den Olympischen Spielen überraschend schon in ihrem ersten Kampf gescheitert. Die 25-Jährige aus München unterlag am Montag in Tokio im Achtelfinale der Georgierin Eteri Liparteliani und verpasste damit die mögliche Chance auf die erste Medaille für den Deutschen Judo-Bund. Stoll galt als EM-Dritte neben Weltmeisterin Anna-Maria Wagner als größte deutsche Medaillen-Hoffnung. Gegen Junioren-Weltmeisterin Liparteliani musste sie bei ihrem Olympia-Debüt eine Niederlage durch Ippon hinnehmen.

Bei den Männern schied Igor Wandtke in der Gewichtsklasse bis 73 Kilogramm ebenfalls direkt in seinem Auftaktkampf aus. Der 31-Jährige aus Hannover unterlag dem Usbeken Khikmatillokh Turaev in der Verlängerung durch Bestrafungen. Damit finden die Finalkämpfe im legendären Nippon Budokan in Tokio auch am dritten Wettkampf-Tag bei Olympia ohne deutsche Beteiligung statt. Auch an den ersten beiden Tagen hatte es noch keinen Sieg für das deutsche Team gegeben.


Kleinerer Taifun nähert sich Olympia-Region - Regen erwartet

TOKIO: Der Taifun «Nepartak» nimmt Kurs auf Japan, doch die Auswirkungen auf die Olympischen Spiele könnten geringer sein als von manchen Teilnehmern befürchtet.

Man müsse nicht allzu besorgt sein, sagte ein Sprecher des Organisationskomitees am Montag. Nach US-Standard handele es sich nicht einmal um einen Taifun, sondern nur um einen Tropensturm. «Nepartak» dürfte nach Angaben der japanischen Wetterbehörde am Dienstag voraussichtlich im Nordosten Japans auf Land treffen und sich bald darauf am Japan-Meer zu einer Tiefdruckzone abschwächen. Es wurde vor starken Regenfällen, Winden und hohem Wellengang gewarnt. Bis auf bereits erfolgte Änderungen am Wettkampfplan beim Rudern und Bogenschießen gäbe es jedoch zunächst keine Änderungen für die am Dienstag geplanten Wettbewerbe, hieß es.


Tennisspielerin Friedsam als letzte Deutsche in Tokio ausgeschieden

TOKIO: Fünf Jahre nach dem Silbermedaillengewinn von Angelique Kerber hat keine deutsche Tennisspielerin bei den Olympischen Spielen in Tokio den Einzug ins Achtelfinale geschafft. Nachrückerin Anna-Lena Friedsam schied am frühen Montagmittag in Tokio als letzte deutsche Teilnehmerin mit einem 1:6, 1:6 gegen die russische French-Open-Finalistin Anastasia Pawljutschenkowa aus. Die 27-Jährige aus Andernach hatte als Einzige aus dem deutschen Damen-Trio den Einzug in die zweite Runde geschafft. Sie blieb dort bei angenehmeren Temperaturen als in den ersten Olympia-Tagen in nur 54 Minuten gegen die Weltranglisten-18. chancenlos.

2016 war Kerber bei den Olympischen Spielen in Rio de Janeiro ins Endspiel eingezogen, für Tokio hatte die Wimbledon-Halbfinalistin verletzungsbedingt abgesagt. Auch in der Doppel-Konkurrenz sind nach dem Erstrunden-Ausscheiden für Friedsam/Laura Siegemund keine Deutschen mehr dabei. Die Medaillen-Hoffnungen ruhen bei den Herren insbesondere auf dem Spitzenspieler Alexander Zverev.


Fechter Joppich überrascht - Kleibrink und Sanita draußen

TOKIO: Florettfechter Peter Joppich hat bei den Olympischen Spielen in Tokio für eine Überraschung gesorgt und das Achtelfinale erreicht. Der Routinier im Team des Deutschen Fechter-Bunds besiegte in der Runde der letzten 32 am Montag den an Position drei gesetzten Amerikaner Alexander Massialas mit 15:12. Benjamin Kleibrink hingegen schied gleich in seinem ersten Gefecht aus. Der Olympiasieger von 2008 unterlag dem Ägypter Alaaeldin Abouelkassem im Sechzehntelfinale mit 11:15. Auch für den dritten deutschen Starter, André Sanita, war in der zweiten Runde Schluss. Der Olympia-Debütant verlor gegen den italienischen Ex-Weltmeister Alessio Foconi klar mit 8:15.

Routinier Joppich bestreitet in Japan bereits seine fünften Spiele. Vier Einzel-WM-Titel gewann er schon. Der bislang letzte, 2010 in Paris, liegt eine ganze Weile zurück. Doch in der Makuhari Messe-Halle B präsentiert sich der 38-Jährige bisher in bestechender Form. Zum Auftakt hatte er sich weitgehend souverän mit 15:12 gegen den Kanadier Alex Cai durchgesetzt. Mit Massialas, dem Olympia-Zweiten von Rio 2016, lieferte er sich ein extrem spannendes und ausgeglichenes Gefecht. Bis zum Stand von 12:12 führte keiner der beiden Athleten mit mehr als einem Punkt, dann stürmte Joppich mit drei Treffern in Serie in die nächste Runde.


Gose und Bruhn schwimmen ins Olympia-Halbfinale - Thomasberger raus

TOKIO: Die Freistilschwimmerinnen Isabel Gose und Annika Bruhn haben das Halbfinale bei den Olympischen Spielen erreicht. Gose schlug am Montag in Tokio im Vorlauf trotz missglückten Starts nach 1:56,80 Minuten an und wurde damit Neunte. Die 19 Jahre alte Gose hatte wenige Stunden zuvor im Finale über die doppelte Distanz Platz sechs belegt. Sie ist zum ersten Mal bei Olympia dabei. Der Start sei «eine Katastrophe» gewesen, sagte Gose nach dem Vorlauf. «Meine Beine haben so gezittert, ich weiß nicht, was da los war. Die Aufregung bleibt nicht weg.»

Bruhn blieb in 1:57,15 Minuten zwei Hundertstelsekunden unter ihrer Bestzeit und war 13. aller Vorläufe. «Es hat sich echt gut angefühlt», sagte Bruhn. Vorlaufschnellste war die Amerikanerin Katie Ledecky in 1:55,28. Das Halbfinale findet in der Nacht zum Dienstag (MESZ) statt.

Dagegen schied der deutsche Rekordhalter David Thomasberger über 200 Meter Schmetterling nach 1:56,04 Minuten als 17. aus. Der Finalkandidat war eine Sekunde langsamer als bei seiner Bestzeit. «Dass ich hier rausgeflogen bin als 17., kotzt mich richtig an, aber ich kann es nicht ändern», sagte der Leipziger im ZDF. Vorlaufbester war der Ungar Kristof Milak in 1:53,58.


Koepfer folgt Zverev ins Tennis-Achtelfinale von Olympia

TOKIO: Dominik Koepfer hat als zweiter deutscher Tennisprofi nach Spitzenspieler Alexander Zverev das Achtelfinale der Olympischen Spiele in Tokio erreicht.

Sein Zweitrundenspiel gewann der 27 Jahre alte Schwarzwälder am Montag gegen den Australier Max Purcell mit 6:3, 6:0. Koepfer nutzte damit die Chancen, die ihm die Auslosung und der Verzicht von Andy Murray auf den Einzel-Wettbewerb boten. Weil der zweimalige Olympiasieger Murray wegen Oberschenkelproblemen zurückgezogen hatte, war der Weltranglisten-198. Purcell ins Feld aufgerückt und hatte in der ersten Runde überrascht. Koepfer trifft nun als Außenseiter auf Pablo Carreno-Busta aus Spanien und spielt wie Zverev um den Einzug ins Viertelfinale.


Badminton-Meisterin Li nach zweiter Niederlage ausgeschieden

TOKIO: Die dreimalige deutsche Badminton-Meisterin Yvonne Li ist bei den Olympischen Spielen in Tokio im Einzelwettbewerb ausgeschieden. Die 23-Jährige unterlag im zweiten Gruppenspiel der Russin Jewgenija Kossezkaja nach 39 Minuten mit 20:22, 15:21.

Im ersten Satz hatte Li am Montag bei 20:18 zwei Satzbälle und konnte diese nicht nutzen. Die ehemalige Vize-Europameisterin aus Russland spielte ihre Routine aus und brachte den zweiten Satz souverän ins Ziel. Li hatte im ersten Gruppenspiel bereits gegen die japanische Goldaspirantin Nozomi Okuhara verloren.

Auch das deutsche Mixed Mark Lamsfuß und Isabel Herttrich schied unglücklich aus. Nach 69 Minuten verlor das Duo mit 20:22, 22:20, 16:21 gegen Tang Chun Man und Tse Ying Suet aus Hongkong. Im letzten Gruppenspiel wäre ein Sieg nötig gewesen. «Das war eine große Chance», sagte Lamsfuß und Herttrich fügte hinzu: «Wir können uns nicht wirklich etwas vorwerfen.».


Gose wird im Olympia-Finale Sechste - Ledecky holt nur Silber

TOKIO: Die Australierin Ariarne Titmus hat in Tokio überraschend die hohe Favoritin Katie Ledecky geschlagen und ist zu Olympia-Gold über 400 Meter Freistil geschwommen. Die 20-Jährige setzte sich am Montag in 3:56,69 Minuten durch und lag 0,67 Sekunden vor Ledecky. Die 24-Jährige verpasste ihren sechsten Olympiasieg. Dritte im Aquatics Center wurde die Chinesin Bingjie Li in 4:01,08 Minuten.

Bei ihrer Finalpremiere kam Isabel Gose auf einen achtbaren sechsten Platz über die 400 Meter. Nachdem die 19-Jährige im Vorlauf in 4:03,21 Minuten deutschen Rekord geschwommen war, schlug die Magdeburgerin im Endlauf nach 4:04,98 Minuten an.

«Eine kleine Steigerung hätte ich mir schon gewünscht», sagte Gose, die sich mit ihrer Gesamtleistung zufrieden zeigte. «Es war die zweitschnellste Zeit, die ich jemals geschwommen habe. Das für diese Umstände, im ersten olympischen Finale. Das war schon ein ganz schöner Nervenkitzel. Dafür habe ich es ganz gut gemacht.»

Die guten Auftritte von Henning Mühlleitner als Vierter über 400 Meter Freistil und der von Gose über dieselbe Distanz machen Hoffnung für die Auftritte von Doppel-Weltmeister Florian Wellbrock und Vizeweltmeister Sarah Köhler über die noch längeren Distanzen.


Erster Sieg für deutsche Handballer bei Olympia

TOKIO: Deutschlands Handballer haben bei den Olympischen Spielen ihren ersten Vorrundensieg gelandet.

Die DHB-Auswahl gewann am Montag gegen Argentinien mit 33:25 (14:13) und verfügt in der Gruppe A nun über 2:2 Punkte. Bester Werfer für das Team von Bundestrainer Alfred Gislason waren Rechtsaußen Timo Kastening und Marcel Schiller mit jeweils sieben Toren. Nächster deutscher Gegner ist am Mittwoch Frankreich. Der Rekord-Weltmeister kam beim 34:29 gegen Brasilien zum zweiten Erfolg im zweiten Turnierspiel.


Fechter Joppich gewinnt Auftaktduell - Sanita jubelt nach Aufholjagd

TOKIO: Die deutschen Florettfechter Peter Joppich und André Sanita haben ihre Auftaktgefechte bei den Olympischen Spiele in Tokio gewonnen und stehen im Sechzehntelfinale.

Routinier Joppich, der in Japan bereits seine fünften Spiele bestreitet, setzte sich in der Qualifikation in der Makuhari Messe-Halle B am Montag weitgehend souverän mit 15:12 gegen den Kanadier Alex Cai durch. Teamkollege und Olympia-Debütant Sanita zeigte gegen Siu Lun Cheung aus Hongkong eine grandiose Aufholjagd und gewann nach 8:14-Rückstand noch mit 15:14. Der dritte Vertreter des Deutschen Fechter-Bunds, Benjamin Kleibrink, startet direkt in der Runde der letzten 32.


Norweger Blummenfelt Triathlon-Olympiasieger - Deutsche enttäuschen

TOKIO: Kristian Blummenfelt hat die britische Dominanz bei Sommerspielen durchbrochen und ist Olympiasieger im Triathlon. Der Norweger gewann am Montag im Odaiba Marine Park von Tokio mit elf Sekunden Vorsprung vor dem Briten Alex Yee, dessen Landsmann Alistair Brownlee in London und Rio triumphiert hatte. Bronze sicherte sich der Neuseeländer Hayden Wilde. Die deutschen Starter Jonas Schomburg und Justus Nieschlag belegten die Plätze 38 und 40.

Dabei war Schomburg auf der Radstrecke von einem Sturz ausgebremst worden. «Vor mir war eine Welle, ich konnte nicht mehr ausweichen und bin in die Gitter geknallt. Dadurch habe ich den Anschluss verloren. Ich hoffe, die Verletzungen sind nicht zu schlimm», sagte Schomburg. «Ich habe dann versucht, den olympischen Geist hochzuhalten und das Rennen vernünftig zu beenden. Auf der Laufstrecke habe ich alles rausgehauen.»

Das Rennen begann aus deutscher Sicht zunächst vielversprechend. Schomburg kam als Dritter nach 1,5 Kilometern Schwimmen aus dem Wasser, war mit dem späteren Fünften Jonathan Brownlee in einer Radgruppe. Diese wurde jedoch zur Halbzeit der 40 Kilometer eingeholt und wenig später hatte Schomburg massives Pech. Dem Österreicher Alois Knabl riss direkt vor ihm das Schaltwerk ab und der 29 Jahre alte Hannoveraner verlor den Anschluss ans Hauptfeld, wo nun nur noch Nieschlag vertreten war.

Nieschlag wechselte als 30. der Gruppe auf die abschließenden zehn Kilometer. Der 29-Jährige aus Lehrte war jedoch ohne Chance, als vorn die starken Läufer um Yee verschärften. Blummenfelt setzte die entscheidende Attacke etwa einen Kilometer vor dem Ziel und jubelte bereits 200 Meter vor dem Ziel über den größten Erfolg seiner Laufbahn.


Podolski bei Liga-Auftakt noch nicht im Kader von Zabrze

STETTIN: Der Liga-Einstand des einstigen Weltmeisters Lukas Podolski bei seinem neuen polnischen Club Gornik Zabrze verzögert sich noch. Der 36-Jährige stand am Sonntagabend nicht im Kader für die Partie bei Pogon Stettin, mit der Zabrze in die neue Saison startete. Der Weltmeister von 2014 hatte in diesem Monat einen Vertrag bei seinem neuen Club unterzeichnet.


Golferin Popov verpatzt Olympia-Generalprobe - Nur Rang 60

ÉVIAN-LES-BAINS: Die deutschen Golferinnen suchen vor dem olympischen Turnier noch ihre Form. British-Open-Champion Sophia Popov kam beim Majorturnier im französischen Évian-les-Bains am Sonntag mit insgesamt 286 Schlägen nur auf den geteilten 60. Rang. Die zweite deutsche Starterin bei den Sommerspielen in Tokio, Caroline Masson, war bei dem 4,5 Millionen US-Dollar dotierten Event sogar am Cut gescheitert und vorzeitig ausgeschieden. Die Australierin Minjee Lee sicherte sich im Stechen am ersten Extraloch den Sieg gegen Jeongeun Lee6 aus Südkorea. Das olympische Golfturnier der Frauen startet am 4. August.


Zingler: Union soll «mutig voranschreiten» - Aber realistische Ziele

OBERLÄNGENFELD: Der Ligaverbleib des 1. FC Union hat für Club-Präsident Dirk Zingler weiterhin höchste Priorität. «Wenn man sich in der Bundesliga etablieren will, sollte man die Klasse halten. Dass wir in den Playoffs zur Conference League erfolgreich sein wollen, habe ich schon gesagt», erklärte Zingler am Sonntag in einer Medienrunde im Trainingscamp in Oberlängenfeld. «Und im Pokal wollen wir so weit wie möglich kommen. Letztes Jahr sind wir gefühlt zu früh ausgeschieden. Das wollen wir in dieser Saison besser machen.» Zuvor hatte schon Trainer Urs Fischer auch nach der äußerst erfolgreichen Vorsaison realistische Ziele angemahnt.


Berichte: Franzose Varane von Real Madrid zu Manchester United

MADRID: Der französische Fußball-Weltmeister Raphael Varane soll übereinstimmenden Medienberichten zufolge vor einem Wechsel von Real Madrid zu Manchester United stehen. Der spanische Rekordmeister wisse bereits von einer Übereinkunft des Innenverteidigers mit dem englischen Rekordchampion, schrieb die spanische Sportzeitung «Marca» am Sonntag. Varane soll beim Vizemeister der Vorsaison angeblich einen Vertrag über vier oder fünf Jahre erhalten. Der 28-Jährige besitzt noch einen Kontrakt für die kommende Saison bei Real. Der Wechsel könnte für eine Ablöse von 45 Millionen Euro über die Bühne gehen, schrieb die französische Zeitung «Le Parisien».


Adler Mannheim holen Eishockey-Nationalspieler Bergmann zurück

MANNHEIM: Der deutsche Eishockey-Nationalspieler Lean Bergmann kehrt zu den Adler Mannheim zurück. Der Stürmer unterschrieb beim DEL-Club einen Vertrag bis 2023, teilten die Baden-Württemberger am Montag mit. Bergmann spielte zuletzt für die San Jose Sharks, der Verein aus der nordamerikanischen Liga NHL einigte sich mit Bergmann jedoch auf eine Auflösung des noch ein Jahr laufenden Vertrags.


Systemfehler: Rekorde von Schweiz-Sprinter Wilson nicht anerkannt

BERN/BERLIN: Die vermeintlichen Sprintrekorde des Schweizers Alex Wilson vom vorigen Sonntag in Atlanta werden nicht anerkannt. Wie der nationale Verband Swiss Athletics am Sonntag mitteilte, habe beim Leichtathletik-Meeting im US-Bundesstaat Georgia das so genannte Start-Informations-System gefehlt. Dieses meldet aufgrund der Reaktionszeit des Sprinters im Startblock automatisch einen Fehlstart. Weil diese Technik in der Olympia-Stadt von 1996 fehlte, kann keiner der drei Rekorde Wilsons anerkannt werden. Über 100 Meter hatte der 30-Jährige aus Basel in 9,84 Sekunden die Schweizer Bestmarke und sogar die Europarekordzeit verbessert.

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