Nachrichten aus der Sportwelt am Montag

Der Spieler Tanguy Coulibaly vom VfB Stuttgart. Foto: epa/Alex Grimm
Der Spieler Tanguy Coulibaly vom VfB Stuttgart. Foto: epa/Alex Grimm

Ex-Stuttgarter Coulibaly findet neuen Verein in Frankreich

STUTTGART: Tanguy Coulibaly hat nach seinem Abschied vom VfB Stuttgart einen neuen Fußballclub gefunden. Der französische Offensivspieler schließt sich in seiner Heimat dem HSC Montpellier an, wie der Verein am Montag mitteilte. Bis Ende Juni stand Coulibaly bei den Schwaben unter Vertrag und absolvierte insgesamt 74 Spiele für den VfB. Wie lange sein Vertrag gültig ist, teilte sein neuer Verein nicht mit.


Bernd Storck feiert Sieg bei Trainer-Debüt in Rumänien

BUKAREST: Bernd Storck ist mit einem Sieg in sein Traineramt beim rumänischen Fußball-Erstligisten Sepsi OSK Sfantu Gheorghe gestartet. Der rumänische Pokalsieger siegte am Montag gegen Dinamo Bukarest 2:1 (2:0). Storck war am 30. November als Trainer in Sfantu Gheorghe vorgestellt worden. Der 60-Jährige unterschrieb einen Vertrag bis zum Ende der Saison mit einer Option auf eine Verlängerung. Von 2015 bis 2017 hatte der frühere Profi des VfL Bochum und von Borussia Dortmund die Nationalmannschaft Ungarns trainiert, davor war er unter anderem Coach der kasachischen Nationalelf.


Hrubesch kritisiert fehlende TV-Übertragung des Wales-Spiels

SWANSEA: Interimsbundestrainer Horst Hrubesch bedauert, dass das Nations-League-Spiel der deutschen Fußballerinnen gegen Wales nicht im traditionellen Fernsehen übertragen wird. «Ich hätte es mir schon gewünscht - vor allem auch für die Mädels. Ich denke, wir hätten es verdient, dass man das live in dieser Form überträgt», sagte der 72-Jährige bei der Pressekonferenz vor dem letzten Gruppenspiel an diesem Dienstag (19.30 Uhr) in Swansea. Das Spiel wird im ARD-Livestream gezeigt.


UEFA-Reform für Fußballerinnen: Hrubesch warnt vor Überlastung

BERLIN: Horst Hrubesch sieht die angekündigten Reformen der Champions League der Frauen mit gemischten Gefühlen. «Auf der einen Seite finde ich es natürlich sehr gut, auf der anderen Seite muss man natürlich aufpassen, dass man jetzt nicht anfängt, sie zu überlasten», sagte der Interimsbundestrainer der deutschen Nationalspielerinnen am Montag in einer digitalen Medienrunde. Ab der Saison 2025/26 wird die Champions League mit 18 statt bislang 16 Teams ausgetragen, und statt bislang vier Vorrundengruppen ist ein Ligasystem geplant. Zudem führt die Europäische Fußball-Union UEFA einen zweiten Europapokal-Wettbewerb mit 64 Teams ein, der komplett im K.o.-Modus ausgetragen wird.


Neuer TV-Vertrag bringt Premier League Rekordsumme ein

LONDON: Die Premier League hat einen neuen TV-Vertrag abgeschlossen, der den Fußballclubs der ersten englischen Liga eine Rekordsumme beschert. Nach Liga-Angaben vom Montag fließen für die Vergabe der Medienrechte in den Spielzeiten 2025/2026 bis einschließlich 2028/2029 insgesamt 6,7 Milliarden Pfund in die Kassen der 20 Premier-League-Clubs, das sind umgerechnet rund 7,81 Milliarden Euro bzw. rund 1,95 Milliarden Euro pro Saison. Es ist der höchstdotierte TV-Vertrag, der bislang in Europa je abgeschlossen wurde. Zuvor hatte die Premier League rund 1,83 Milliarden Euro pro Saison eingenommen.


Deutsche Handballerinnen siegen überraschend klar gegen Polen

HERNING: Die deutschen Handballerinnen haben dank einer starken Abwehrleistung auch ihr drittes WM-Spiel gewonnen und sind mit der maximalen Punkteausbeute in die Hauptrunde eingezogen. Im Spiel um den Gruppensieg bezwang das DHB-Team am Montag im dänischen Herning Gegner Polen überraschend deutlich 33:17 (19:10). Beste deutsche Werferin war Co-Kapitänin Alina Grijseels mit sieben Treffern.


Eishockey-Weltverband führt Halsschutz-Verpflichtung ein

MÜNCHEN: Nach dem Unfalltod des Profis Adam Johnson führt der Eishockey-Weltverband IIHF einen verpflichtenden Halsschutz für all seine Wettbewerbe wie Weltmeisterschaften oder olympische Turniere ein. Das gab die IIHF am Montag bekannt. Wann die Regelung in Kraft tritt, ist noch nicht bekannt und hängt von der Verfügbarkeit der zusätzlichen Ausrüstung ab. In der Deutschen Eishockey Liga (DEL) ist ab dem 1. Januar 2024 ein Hals- und Nackenschutz vorgeschrieben, der Deutsche Eishockey-Bund führt die Maßnahme ab der Saison 2024/25 ein.


Bayern-Schreck Saarbrücken hofft auf weiteren Geldsegen

SAARBRÜCKEN: Bayern-Schreck 1. FC Saarbrücken könnte mit einem weiteren Coup im DFB-Pokal seine finanzielle Situation massiv verbessern. «Wenn wir gegen Frankfurt gewinnen, wäre das ein Drittel unseres eingeplanten Etats für diese Saison», sagte Pressesprecher Peter Müller am Montag der Deutschen Presse-Agentur. Bei einem Achtelfinal-Erfolg gegen den Bundesligisten Eintracht Frankfurt am Mittwoch (18.00 Uhr) winkt dem Drittligisten vom Deutschen-Fußball-Bund eine Prämie in Höhe von gut 1,7 Millionen Euro.


DFB: Große Nachfrage zum Start der nächsten EM-Ticket-Phase

FRANKFURT/MAIN: Auch nach der Auslosung der EM-Gegner der deutschen Nationalmannschaft ist die Ticket-Nachfrage für die drei Gruppenspiele enorm hoch. Das bestätigte der Deutsche Fußball-Bund am Montag kurz nach dem Start der nächsten Verkaufsphase. Genaue Angaben über die Anzahl der Zugriffe auf das Kontingent von je 10.000 Eintrittskarten pro Partie der DFB-Elf waren aber noch nicht möglich. Deutschland spielt am 14. Juni 2024 das EM-Eröffnungsspiel in München gegen Schottland, vier Tage später ist Ungarn in Stuttgart der Gegner. Am 23. Juni geht es in Frankfurt gegen die Schweiz.


TV-Sender einig: ZDF zeigt Eröffnungsspiel der Fußball-EM

MAINZ: Zwei Tage nach der Auslosung der Vorrundengruppen in Hamburg haben sich ARD und ZDF über die Übertragung der deutschen Spiele bei der Fußball-Europameisterschaft 2024 geeinigt. Wie die beiden Sender am Montag mitteilten, wird der Sender aus Mainz das Eröffnungsspiel zwischen Deutschland und Schottland am 14. Juni in München um 21.00 Uhr zeigen. Die folgenden beiden Spiele der Mannschaft von Bundestrainer Julian Nagelsmann am 19. Juni (18.00 Uhr) in Stuttgart gegen Ungarn sowie am 23. Juni (21.00 Uhr) in Frankfurt/Main gegen die Schweiz sind dann im Ersten zu sehen.


Frankreich will Olympia-Eröffnung trotz Terrorgefahr nicht verlegen

PARIS: Nach der Terrorattacke in Paris mit einem getöteten Deutschen und zwei Verletzten sieht Frankreichs Sportministerin Amélie Oudéa-Castera die Eröffnungsfeier der Olympischen Spiele im kommenden Sommer nicht gefährdet. Eine Verlagerung der auf der Seine unweit des Anschlagorts vom Wochenende geplanten Feierlichkeiten ziehe man derzeit trotz terroristischer Risiken nicht in Erwägung, sagte die Ministerin am Montag dem Sender France Inter. Einen Plan B gebe es nicht, aber Anpassungsmöglichkeiten bei der bestehenden Planung, etwa was die Zuschaueranzahl und den Sicherheitsbereich angeht.

Am Samstagabend hatte ein islamistisch motivierter Angreifer unweit des Eiffelturms einen deutschen Touristen mit einem Messer getötet und zwei weitere Menschen verletzt. Die Polizei nahm den Mann kurz darauf fest. Laut Innenministerium sagte der Angreifer nach seiner Festnahme, er könne das Sterben von Muslimen sowohl in Afghanistan als auch in Palästina nicht mehr ertragen.

«Es gibt, was die Eröffnungszeremonie angeht, erhöhte Sicherheitsherausforderungen», sagte die Sportministerin. Die Terrorbedrohung existiere, sie sei aber nicht neu und auch nicht spezifisch französisch. Es werde alles unternommen, um die Gefahr maximal zu reduzieren und ein Höchstmaß an Sicherheit zu gewähren. Die Eröffnungszeremonie der vom 26. Juli bis 11. August 2024 geplanten Spiele ist mit Zehntausenden Zuschauern unter freiem Himmel auf und entlang der Seine geplant, unter anderem im Bereich des Eiffelturms, wo es nun zu der Terrorattacke kam.


UEFA möchte Fußball-EM in Deutschland ohne Kontroversen

BERLIN: Die Fußball-EM 2024 in Deutschland soll als Lehre aus der Weltmeisterschaft 2022 in Katar nach dem Willen der UEFA frei von politischen Diskussionen bleiben. «Ich erwarte ein kontroversen-freies Umfeld, wie die freie Wahl der Kapitänsbinde in allen unseren Wettbewerben beweist», sagte der UEFA-Präsident Aleksander Ceferin dem «RedaktionsNetzwerk Deutschland». Damit nahm der Slowene Bezug auf die Diskussionen um die «One Love»-Binde für die WM-Spielführer, die von der FIFA verboten worden war. «Wir sind bestrebt, jede Form von Diskriminierung und Missbrauch zu verhindern und zu bekämpfen», sagte Ceferin. Der UEFA-Präsident schränkte ein: «Aber niemand sollte das Turnier für seine persönliche oder eine politische Agenda missbrauchen.»


Hamann: Tests im März für Bundestrainer Nagelsmann Endspiele

MÜNCHEN: TV-Experte Dietmar Hamann sieht die Zukunft von Julian Nagelsmann als Bundestrainer bereits gefährdet und hat die Testländerspiele im März zu Endspielen für den Nachfolger von Hansi Flick erklärt. «Wenn die schiefgehen, dann wird Julian Nagelsmann bei der Europameisterschaft kein Trainer sein. Das geht gar nicht, das können wir uns gar nicht erlauben», sagte Hamann am Sonntagabend bei Sky.


Kollision mit Football-Profi: Referee muss ins Krankenhaus

NEW ORLEANS: Das NFL-Spiel der New Orleans Saints gegen die Detroit Lions (28:33) mit dem Deutsch-Amerikaner Amon-Ra St. Brown ist von einem Unfall auf dem Spielfeld überschattet worden. Im zweiten Viertel der Partie am Sonntag wurde Schiedsrichter Nick Piazza an der Seitenlinie am Knie verletzt. Nachdem Running Back Alvin Kamara von den Saints an der Außenlinie im Vollsprint nach einer Berührung durch einen Gegenspieler zu Fall gekommen war, prallte er mit dem Football-Referee zusammen. Piazza sprang dabei laut Saints-Angaben die Kniescheibe heraus.


Basketball-Weltmeister Schröder hält Kleber-Rückkehr für möglich

TORONTO: Basketball-Weltmeister Dennis Schröder kann sich eine Rückkehr von Maximilian Kleber in die deutsche Nationalmannschaft vorstellen. «Einen Maxi Kleber braucht jedes Team. Er spielt Defense, macht das Feld breit, holt Rebounds und kann Alley Oops verwerten. Er ist sich auch nicht für die Drecksarbeit zu schade», sagte der 30 Jahre alte Schröder in einem Interview bei Spox (Montag). Schröder erklärte, er habe sich beim letzten Mal, als «die Medien dann natürlich durchgedreht sind», nicht richtig ausgedrückt. Eine Nominierung sei die Entscheidung von Bundestrainer Gordon Herbert. Schröder hatte Kleber im Juli in einem Podcast unter anderem vorgeworfen, «kein Game» zu haben und ihn für seine EM-Absage 2022 kritisiert. Kurz danach erklärte Kleber, der zum vorläufigen WM-Kader gezählt hatte, seinen Rückzug für das Turnier, bei dem Deutschland am Ende überraschend Weltmeister wurde.


Eagles verlieren in NFL-Spitzenspiel gegen 49ers

PHILADELPHIA: Die Philadelphia Eagles haben zum ersten Mal in dieser Saison ein Heimspiel verloren und müssen fünf Wochen vor dem Ende der Hauptrunde um ihr Heimrecht in den Playoffs fürchten. Nach zuletzt vier Comeback-Siegen unterlag der Super-Bowl-Teilnehmer der vergangenen Spielzeit den San Francisco 49ers am Sonntag 19:42. Die Kansas City Chiefs unterlagen den Green Bay Packers mit 19:27. Der Titelverteidiger um Quarterback-Star Patrick Mahomes wirkte unsouverän, leistete sich viele unnötige Strafen und erlaubte den Packers mehrfach viel Raumgewinn in einzelnen Szenen. Pech hatten die Chiefs allerdings in der Schlussphase, als zwei klare Regelverstöße der Packers-Verteidiger bei langen Pässen von den Schiedsrichtern nicht erkannt wurden.


Schiedsrichter Siebert kontert BVB-Kritik: «Unverständlich»

LEVERKUSEN: Schiedsrichter Daniel Siebert hat die harsche Kritik des Dortmunder Fußballlehrers Edin Terzic wegen eines ausgebliebenen Elfmeterpfiffs im Bundesliga-Spitzenspiel bei Bayer Leverkusen (1:1) als «unverständlich» bezeichnet. «Aus seiner Sicht kann ich das für diesen Einzelfall zwar nachvollziehen. Aber man muss die Szene im Gesamtkontext des Spiels sehen. Wenn ich auf der einen Seite bei einer ähnlichen Situation zwischen Can und Palacios keinen Elfmeter für Leverkusen gebe, werde ich das natürlich auf der anderen Seite auch nicht tun», sagte der Berliner am Montag der «Bild» mit Verweis auf eine ähnlich strittige Szene im Dortmunder Strafraum. «Deshalb sind dann die Aussagen des Trainers unverständlich für mich», fügte Siebert an. Die Dortmunder hatten nach einem vermeintlichen Foul von Edmond Tapsoba in der 73. Minute der Partie beim Stand von 1:0 für einen Elfmeter gefordert.


DFB-Boss: WM-Titel der U17 soll auf Heim-EM ausstrahlen

FRANKFURT/MAIN: Der WM-Triumph der deutschen U17-Fußballer soll nach dem Willen von DFB-Boss Bernd Neuendorf ins kommende Jahr ausstrahlen und der Nationalelf als Vorbild für die Heim-EM dienen. «Das war ein richtiges Ausrufezeichen, passend zur Europameisterschaft, das wir gesetzt haben. Wir haben ein Wintermärchen erlebt und hoffen, dass sich das im nächsten Jahr mit einem Sommermärchen fortsetzt», sagte der Präsident des Deutschen Fußball-Bundes am Montag beim feierlichen Empfang der goldenen U17-Auswahl in der Frankfurter Verbandszentrale. Neuendorf lobte vor allem die Mentalität der Mannschaft von Trainer Christian Wück, die vorbildlich gewesen sei. Ähnlich überzeugende Auftritte wünscht sich der 62-Jährige auch im kommenden EM-Sommer.


Ter Stegen droht EM-Rückschlag: Spekulationen um Operation

BARCELONA: Marc-André ter Stegen droht im Zweikampf mit Manuel Neuer um den Posten im Tor der Fußball-Nationalmannschaft womöglich weiter auszufallen. Spanische Medien spekulierten am Montag sogar, der 31-Jährige müsse sich wegen der anhaltenden Rückenprobleme vielleicht einer Operation unterziehen. «Die Alarmglocken schrillen: Es droht eine OP», titelte die katalanische Zeitung «Mundo Deportivo» in einem Bericht über den Schlussmann des FC Barcelona. Noch am Montag wollten der Trainerstab und die Ärzte des Traditionsclubs demnach «über die nächsten Schritte» beraten. Eine Reaktion von ter Stegen oder seinem Club gibt es nicht, ebenso wenig eine Prognose über die Ausfallzeit. Ter Stegen hatte wegen der Rückenprobleme bereits die beiden Testspiele der DFB-Auswahl gegen die Türkei (2:3) und in Österreich (0:2) kurzfristig verpasst und auch bei drei folgenden Spielen von Barça zuschauen müssen. «Noch ist nichts zu hundert Prozent entschieden, aber da die konservative Behandlung nicht die erwarteten Ergebnisse bringt, ist es an der Zeit, andere Optionen in Betracht zu ziehen», schrieb die Fachzeitung «Sport».


NHL-Profi Reichel bekommt Denkzettel von Trainer

SAINT PAUL: Eishockey-Nationalspieler Lukas Reichel hat in der NHL einen Denkzettel seines Trainers bekommen und ist bei den Chicago Blackhawks für das Spiel gegen die Minnesota Wild aus dem Kader geflogen. «Er ist sicherlich enttäuscht, aber wir brauchen mehr von ihm», sagte Trainer Luke Richardson nach Angaben der «Chicago Sun-Times». Der 21 Jahre alte Reichel hat nach einer starken Schlussphase in der vergangenen Saison mit 15 Scorerpunkten in 23 Spielen in der laufenden Spielzeit noch nicht überzeugen können. Am Sonntag musste der Profi, der von den Blackhawks beim Draft 2020 in der ersten Runde ausgewählt worden war, das 1:4 gegen Minnesota von der Pressetribüne aus verfolgen.

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