Nachrichten aus der Sportwelt am Montag

Fotomontage: DER FARANG
Fotomontage: DER FARANG

24 Stunden von Le Mans im September wegen Corona ohne Zuschauer

PARIS: Das 24-Stunden-Rennen von Le Mans muss in diesem Jahr wegen der Corona-Pandemie ohne Zuschauer stattfinden. Das habe man nach Rücksprache mit den Gesundheits- und Sicherheitsbehörden sowie angesichts der Ungewissheit über die Entwicklung der Situation beschlossen, teilte der Veranstalter Automobile Club de l'Ouest (AOC) am Montag mit. Das Autorennen, das eigentlich immer im Juni stattfindet, war wegen der Pandemie bereits auf September verschoben worden und soll nun vom 19. bis 20. September ausgetragen werden.

«Wir wissen, dass unsere Fans von dieser Entscheidung ebenso enttäuscht sein werden wie wir. Aber angesichts der öffentlichen Gesundheit war es wirklich keine schwierige Entscheidung», wurde AOC-Präsident Pierre Fillon in der Mitteilung zitiert. «Wenn es um die Sicherheit geht, macht man keine Kompromisse.» Man habe viele Möglichkeiten geprüft, damit das Rennen mit einer begrenzten Zuschauerzahl stattfinden könne, so Fillon. Es habe allerdings noch zu viele Fragezeichen bezüglich Gesundheit und Sicherheit gegeben.

Die Fans könnten das Rennen aber natürlich verfolgen - dank einer neuen digitalen Plattform erhielten sie einen exklusiven Einblick in das Geschehen hinter den Kulissen, hieß es weiter. Ticketinhaber würden von der Ticketverkaufsstelle kontaktiert. Das Rennen an der Sarthe in der Nähe der französischen Stadt Le Mans gilt als eines der wichtigsten Motorsport-Ereignisse der Welt. Das erste Rennen wurde vom 26. auf den 27. Mai 1923 ausgetragen.


Zuschauer beim Bundesliga-Start? Söder «außerordentlich skeptisch»

NÜRNBERG: Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) steht einer Rückkehr von Zuschauern in der Fußball-Bundesliga zum Saisonstart äußerst kritisch gegenüber. «Ich habe mich sehr für den Start von Geisterspielen eingesetzt, das läuft auch hervorragend. Aber bei vollen Stadion zum Bundesliga-Start bin ich außerordentlich skeptisch. Ich kann es mir derzeit nicht vorstellen», sagte der Ministerpräsident am Montag in Nürnberg.


UEFA rechnet mit planmäßigem Viertelfinale von Leipzig gegen Atlético

LISSABON: Die UEFA sieht trotz der zwei Corona-Fälle in der Delegation von RB Leipzigs Gegner Atlético Madrid keinen Anlass für eine Verschiebung oder Absage des Champions-League-Viertelfinals. «Das Spiel soll wie geplant gespielt werden», teilte die Europäische Fußball-Union am Montag auf Anfrage mit. Am Sonntagabend hatte Atlético zwei positive Corona-Fälle bei den obligatorischen Tests vermeldet. Laut spanischen Medien soll es sich um Profis des Spitzenclubs handeln.


Sancho mit ins BVB-Trainingslager - Reus und Schmelzer fehlen

DORTMUND: Borussia Dortmund ist am Montag mit Jadon Sancho in das Trainingslager aufgebrochen. Damit steigen die Chancen, dass der 20 Jahre alte Bundesliga-Topscorer auch in der kommenden Saison für den Fußball-Bundesligisten spielt. Dem Vernehmen nach hatte die BVB-Spitze den Abreisetag nach Bad Ragaz in der Schweiz, wo sich das Team bis zum 17. August auf die kommende Saison vorbereitet, als Frist für einen möglichen Wechsel des englischen Nationalspielers festgesetzt.

Laut Medienberichten ist Manchester United an einer Verpflichtung interessiert, tut sich aber aufgrund der vom BVB aufgerufenen Ablösesumme in Höhe von 120 Millionen Euro offenbar schwer, den Kauf zu realisieren. Angesichts der in diesem Jahr langen Transferfrist bis Anfang Oktober dürfte die Personalie den BVB jedoch auch in den kommenden Wochen weiter beschäftigen.

Beim Abflug am Vormittag fehlten die Langzeitverletzten Marco Reus und Marcel Schmelzer, sie sollen ihre Reha-Maßnahmen in Dortmund fortsetzen. Dafür waren die Rekonvaleszenten Mats Hummels und Mahmoud Dahoud dabei, die im Laufe der kommenden Woche in das Teamtraining einsteigen sollen. Insgesamt 31 Spieler reisten mit ins Trainingslager, wie der BVB am Montag per Twitter bekannt gab. Dazu war ein Video zu sehen, wie die Mannschaft am Flughafen Dortmund eincheckte.


FC Bayern zum Trainingsstart an der Algarve mit Boateng und Coman

LAGOS: Der FC Bayern München hat die Trainingsarbeit an der Algarve vor dem Champions-League-Turnier in Lissabon mit den zuletzt angeschlagenen Jérôme Boateng und Kingsley Coman aufgenommen. Die beiden Fußball-Profis waren am späten Montagvormittag bei der Übungseinheit auf dem Rasenplatz im Hotelkomplex «Cascade» in Lagos dabei. Trainer Hansi Flick kann sie damit wohl für das Viertelfinale an diesem Freitag gegen den FC Barcelona einplanen.


Medien: Hertha BSC bei Schalker McKennie aussichtsreich im Rennen

BERLIN: Hertha BSC ist weiter auf der Suche nach neuem Personal. Laut übereinstimmenden Medienberichten ist der Berliner Fußball-Bundesligist beim Poker um den Schalker Weston McKennie weiter dabei. Der Pay-TV-Sender Sky spricht von einer «aussichtsreichen Position», die Hertha im Ringen um eine Verpflichtung des jungen US-Profis habe. Nach Informationen der «Bild»-Zeitung (Montag) stehe Hertha bereits in Verhandlungen mit Ligakonkurrent Schalke. Bei den Königsblauen steht McKennie noch bis 2024 unter Vertrag.


Falls erlaubt: VfL Wolfsburg will wieder vor 7500 Zuschauern spielen

WOLFSBURG: Der VfL Wolfsburg hofft darauf, seine Heimspiele zu Beginn der nächsten Bundesliga-Saison wieder vor 7500 Zuschauern austragen zu dürfen. «Wir gehen von 7500 Zuschauern aus, die wir unter Wahrung der Hygieneregeln ins Stadion lassen können», sagte Geschäftsführer Michael Meeske dem «Sportbuzzer» (Montag). Damit wäre die 30.000 Besucher fassende Volkswagen Arena zu einem Viertel ausgelastet. Der VfL stehe in dieser Frage «in gutem Austausch mit der Stadt und den Behörden», sagte Meeske.


Tyson-Comeback offenbar auf November verschoben

BERLIN: Das Show-Comeback von Box-Superstar Mike Tyson ist offenbar um mehrere Wochen verschoben worden. Wie «The Ring» unter Berufung auf eigene Quellen berichtet, soll der Kampf des früheren Schwergewichtsweltmeisters gegen Roy Jones Jr. statt am 12. September nun erst am 28. November stattfinden. Die Verschiebung hat angeblich finanzielle Gründe, da sich die Tyson-Seite durch die größere Vorlaufzeit mehr Einnahmen erhofft.


Celtics um Theis haben dritten Platz in Eastern Conference sicher

ORLANDO: Die Boston Celtics um Center Daniel Theis haben sich mit einem Sieg gegen die Orlando Magic den dritten Platz in der Eastern Conference gesichert. In den Playoffs auf dem Weg zum NBA-Finale tritt die Mannschaft damit auf das sechstplatzierte Team aus dem Osten. Beim 122:119 nach Verlängerung kam Stammspieler Theis am Sonntag (Ortszeit) auf sechs Punkte, sieben Rebounds und zwei Vorlagen.


Brawn wünscht Hülkenberg Formel-1-Cockpit - Lob für Verstappen

SILVERSTONE: Formel-1-Sportchef Ross Brawn wünscht Nico Hülkenberg einen festen Platz in der Motorsport-Königsklasse. Der Brite verriet in seiner Formel-1-Kolumne nach dem Rennen in Silverstone zudem, dass er den Rheinländer früher gerne zu Mercedes geholt hätte. «Ich hätte ihn vor ein paar Jahren fast verpflichtet, als ich noch in der Verantwortung bei Mercedes war. Wenn Lewis damals nicht zu Mercedes gekommen wäre, wäre Nico unsere nächste Wahl gewesen», erzählte der 65-Jährige am Montag. «Ich habe Nico als Fahrer immer enorm respektiert. Er ist ein sehr starker Fahrer, der in der Formel 1 sein sollte.»

Hülkenberg hatte Ende vergangenen Jahres kein Cockpit mehr bekommen. Zuletzt half der 32-Jährige bei einem Blitz-Comeback Racing Point in zwei Rennen nach der Corona-Erkrankung von Sergio Perez aus. Hülkenberg reist vorsorglich auch nach Barcelona zum nächsten Grand Prix. Brawn war früher Mercedes-Teamchef. Die Silberpfeile holten Ende 2012 Lewis Hamilton als Nachfolger von Michael Schumacher.

Brawn fühlt sich bei Silverstone-Sieger Max Verstappen an den deutschen Rekordweltmeister erinnert. «Das Limit des Autos ist nicht das Limit von Max Verstappen. Er ist in der Lage, die Feinheit des Autos zu spüren und perfekt darauf zu antworten», sagte er nach dem ersten Saisonsieg des Red-Bull-Piloten in England. «Max war einfach sensationell in Silverstone. Er erinnert mich in vielen Dingen an Michael Schumacher.» Brawn war einst als Technikdirektor bei Benetton und Ferrari maßgeblich an den sieben WM-Titeln von Schumacher beteiligt.

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