Nachrichten aus der Sportwelt am Mittwoch

Der Kapitän des deutschen Davis-Cup-Teams, Michael Kohlmann (R), reagiert während eines Davis-Cup-Spiels. Foto: epa/Kai Foersterling
Der Kapitän des deutschen Davis-Cup-Teams, Michael Kohlmann (R), reagiert während eines Davis-Cup-Spiels. Foto: epa/Kai Foersterling

Deutscher Tennis Bund verlängert mit Davis-Cup-Teamchef Kohlmann

HAMBURG: Michael Kohlmann bleibt Chef im deutschen Herren-Tennis. Der 47-Jährige werde auch in Zukunft Chefbundestrainer für den männlichen Nachwuchs und Kapitän des Davis-Cup-Teams sein, teilte der Deutsche Tennis Bund am Mittwoch mit. Aktuell ist Kohlmann mit der deutschen Mannschaft bei der Endrunde des Davis Cups in Innsbruck. Dort trifft Deutschland in der Vorrunde auf Gastgeber Österreich und Serbien. Kohlmann hatte 2015 Carsten Arriens als Kapitän abgelöst.


Corona: Flensburgs Handballer ohne Trainer Machulla in Bukarest

FLENSBURG: Die Handballer der SG Flensburg-Handewitt treten trotz der Impfdurchbrüche im Team zu ihrem Auswärtsspiel in der Champions-League-Vorrunde am Donnerstag (18.45 Uhr/DAZN) bei Dinamo Bukarest an - müssen aber auf ihre Trainer verzichten. Wie der Verein am Mittwoch mitteilte, hatten die PCR-Tests keine weiteren Corona-Fälle über die fünf bereits bekannten hinaus erbracht. Deshalb könne das Spiel wie geplant stattfinden. Die Mannschaft soll nach dem Mittwoch-Training in die rumänische Hauptstadt aufbrechen. Die fünf Betroffenen befinden sich in häuslicher Quarantäne. Zwei der fünf Fälle betreffen nach Angaben des Clubs das Trainer-Duo Maik Machulla und Mark Bult.


Ein Jahr vor Fußball-WM in Katar: Zwei Journalisten festgenommen

BERLIN/DOHA: Zwei Journalisten des norwegischen Staatsfernsehens NRK sind in Katar von Sicherheitskräften über 30 Stunden lang festgehalten worden. Zudem wurde Filmmaterial gelöscht, das sie in einem Arbeitsmigrantenlager aufgenommen hatten, wie die norwegischen Behörden am Mittwoch mitteilten. Berichten zufolge wurden Halvor Ekeland und Lokman Ghorbani festgenommen, nachdem sie während einer Live-Reportage über die Lage von Gastarbeitern vor der Fußball-Weltmeisterschaft 2022 berichtet hatten. Katars Regierung teilte mit, die beiden seien am Montagmorgen in Gewahrsam genommen worden, weil sie ein privates Grundstück unerlaubt betreten und dort gefilmt hätten.


Eintracht gegen Antwerpen ohne Hinteregger

FRANKFURT/MAIN: Fußball-Bundesligist Eintracht Frankfurt muss im Europa-League-Spiel gegen Royal Antwerpen auf Abwehrspieler Martin Hinteregger verzichten. Der österreichische Nationalspieler fehlt in der Partie am Donnerstag (21.00 Uhr/RTL) wegen einer Fußprellung. Der 29 Jahre alte Hinteregger hatte bereits im Bundesligaspiel beim SC Freiburg (2:0) am vergangenen Sonntag gefehlt. In den Kader zurückkehren wird dafür nach längerer Verletzungspause Stürmer Gonçalo Paciência, der im Hinspiel in Antwerpen das 1:0-Siegtor erzielt hatte.


2G-plus-Regel: Hoffenheim passt Zugangsregeln für Heimspiele an

SINSHEIM: Fußball-Bundesligist TSG 1899 Hoffenheim verschärft seine Zugangsregeln für die kommenden Heimspiele. Gegen Eintracht Frankfurt (4. Dezember) und Borussia Mönchengladbach (18. Dezember) werden Fans nach der 2G-plus-Regel zugelassen, wie der Verein am Mittwoch mitteilte. Das heißt, Geimpfte oder Genesene müssen zusätzlich einen negativen Testnachweis erbringen. Die neue Corona-Verordnung in Baden-Württemberg sieht zudem eine Reduzierung auf 50 Prozent der Gesamtkapazität vor. Bei Hoffenheim sind das etwas mehr als 15.000 Zuschauer.


Bayern-Jahreshauptversammlung mit maximal 1700 Besuchern

MÜNCHEN: Die Jahreshauptversammlung des FC Bayern München findet an diesem Donnerstag (19.00 Uhr) mit maximal rund 1700 Besuchern statt. Das erklärte Präsident Herbert Hainer mit Verweis auf die Corona-Vorgaben. Die Veranstaltung im Audi Dome findet unter der 2G-plus-Regel statt. Zugang haben nur Geimpfte und Genesene mit einem zusätzlichen negativen Corona-Test. Dazu gelten Abstandsregeln und Maskenpflicht auf allen Sitzplätzen.


Düsseldorfs Torhüter Kastenmeier positiv auf Coronavirus getestet

DÜSSELDORF: Fortuna Düsseldorfs Torwart Florian Kastenmeier ist positiv auf das Coronavirus getestet worden. Der 24-Jährige befindet sich in häuslicher Quarantäne und steht dem Fußball-Zweitligisten «bis auf Weiteres» nicht zur Verfügung, wie die Fortuna am Mittwoch mitteilte. Auch Mittelfeldspieler Thomas Pledl muss als enge Kontaktperson in häusliche Isolation. Er zeige keine Symptome, sei bislang negativ getestet und könne sich nach fünf Tagen aus der Quarantäne freitesten, schrieben die Rheinländer.


75 Prozent der DFB-Vereine gegen neuen Lockdown im Amateurfußball

FRANKFURT/MAIN: Für einen neuen Lockdown im Amateurfußball hätte nach einer DFB-Umfrage die große Mehrheit der Vereine kein Verständnis. Rund 75 Prozent der befragten Personen befürworten, dass sich der DFB und seine Landesverbände gegen weitere Einschränkungen für den Breitensport einsetzen. Das ist das Ergebnis einer aktuellen Umfrage («Amateur-Barometer»), an der mehr als 6200 Personen aus dem Amateurfußball vom 17. bis 22. November teilgenommen haben, teilte der Deutsche Fußball-Bund am Mittwoch mit.


Bayern-Profi Choupo-Moting mit Coronavirus infiziert

MÜNCHEN: Das Coronavirus hat beim FC Bayern München schon wieder zugeschlagen. Stürmer Eric Maxim Choupo-Moting ist positiv getestet worden, wie der deutsche Fußball-Meister am Mittwoch mitteilte. Der 32 Jahre alte Offensivspieler des FC Bayern befinde sich in Absprache mit dem zuständigen Gesundheitsamt in häuslicher Isolation. Es gehe ihm den Umständen entsprechend gut. Choupo-Moting war vor der Bekanntgabe der Infektion bereits in Quarantäne, weil er am vergangenen Sonntag wie vier weitere Münchner Profis um Nationalspieler Joshua Kimmich als Kontaktperson eines infizierten Bayern-Mitarbeiters indentifiziert worden war.


Flick: Vorerst keine Impfpflicht in der Fußball-Nationalmannschaft

FRANKFURT/MAIN: Bundestrainer Hansi Flick wird vorerst auf eine Impfpflicht für die deutschen Fußball-Nationalspieler verzichten. «Ich kann jetzt auf Zeit spielen, wir haben im März erst das nächste Länderspiel», sagte Flick am Mittwoch während einer Videoschalte des Deutschen Fußball-Bundes. Über die Möglichkeit einer Nicht-Nominierung ungeimpfter Nationalspieler war zuletzt nach der Corona-Infektion von Bayern-Abwehrspieler Niklas Süle Anfang November in Wolfsburg diskutiert worden. Mit dem doppelt geimpften Süle mussten vor den abschließenden WM-Qualifikationsspielen vier Profis als Kontaktpersonen in Quarantäne abreisen, darunter Joshua Kimmich, der zuvor öffentlich gemacht hatte, nicht gegen das Virus geschützt zu sein.


WM-Zweite Baumann und Sander führen Ski-Team beim Speed-Auftakt an

LAKE LOUISE/KILLINGTON: Die WM-Zweiten Romed Baumann und Andreas Sander führen das Team des Deutschen Skiverbandes bei den ersten Speed-Events der Saison am Wochenende in Lake Louise an. Baumann (Kiefersfelden) hatte bei den Titelkämpfen in Cortina d'Ampezzo im Februar Silber im Super-G, Sander (Ennepetal) Silber in der Abfahrt gewonnen. «Ich bin zuversichtlich, glaube, die Form passt auch, und freue mich, dass es jetzt wieder losgeht», sagte Baumann in einer Mitteilung des DSV vom Mittwoch. Komplettiert wird das deutsche Quintett für die Rennen in Kanada von Josef Ferstl (Hammer), Simon Jocher (Garmisch) und Dominik Schwaiger (Königssee).

Nach je einer Abfahrt am Freitag und am Samstag steht für die Herren in Lake Louise am Sonntag noch ein Super-G an. Der fünffache Weltcup-Sieger Thomas Dreßen wird infolge seiner Knie-Operation frühestens Anfang Dezember wieder trainieren und kann vor Weihnachten noch kein Rennen bestreiten.

Für den Riesenslalom der Damen in Killington am Samstag nominierte der DSV Andrea Filser (Wildsteig) und Marlene Schmotz (Leitzachtal). Dieses Duo wird auch im Slalom am Sonntag starten, bei dem außerdem Lena Dürr (Germering) und Emma Aicher (Mahlstetten) auf die Piste gehen.


Patrick Franziska steht bei Tischtennis-WM in zweiter Runde

HOUSTON: Patrick Franziska ist bei der Tischtennis-WM in Houston ohne Schwierigkeiten in die zweite Runde eingezogen. Der Team-Europameister und Sieger des europäischen Top-16-Turniers gewann sein Auftaktmatch gegen den Slowaken Lubomir Pistej am Dienstagabend (Ortszeit) 4:0 (11:7, 11:5, 11:6, 11:6). Er trifft nun auf Jeremy Hazin aus Kanada. Noch bis zum 29. November wird die Tischtennis-Weltmeisterschaft ausgetragen - es ist die erste, die in den USA stattfindet.


Mavericks gewinnen beim Doncic-Comeback gegen Clippers

LOS ANGELES: Luka Doncic hat die Dallas Mavericks bei seinem Comeback zu einem umkämpften Sieg gegen die Los Angeles Clippers geführt. Zwei Tage nach der Niederlage am Sonntag kam der slowenische Ausnahmebasketballer im zweiten Spiel gegen die Clippers nacheinander beim 112:104 nach Verlängerung auf 26 Punkte. Doncic hatte die vorausgehenden drei Partien wegen Problemen am Knie und Knöchel verpasst und war am Dienstagabend (Ortszeit) bei seiner Rückkehr sofort wieder Dreh- und Angelpunkt der Mavericks. Mit zehn Siegen und acht Niederlagen zogen die Mavericks in der Western Conference an den Clippers vorbei.


Sexvideo-Prozess: Benzema zu einem Jahr Haft auf Bewährung

VERSAILLES: Im Prozess um versuchte Erpressung mit einem Sexvideo hat ein Gericht in Versailles den französischen Fußball-Nationalspieler Karim Benzema zu einem Jahr Haft auf Bewährung verurteilt. Außerdem muss der Stürmer von Real Madrid eine Geldbuße von 75.000 Euro zahlen, berichtete die Nachrichtenagentur AFP am Mittwoch. Vier mitangeklagte weitere Männer wurden zu Strafen zwischen 18 Monaten auf Bewährung und zweieinhalb Jahren Haft verurteilt. Benzemas Anwälte kündigten an, gegen das Urteil in Berufung zu gehen. ie Vorwürfe gehen auf den Juni 2015 zurück.


Niederländer Advocaat als Nationaltrainer des Irak zurückgetreten

AMSTERDAM: Der Niederländer Dick Advocaat ist nach nur vier Monaten und sechs sieglosen WM-Qualifikationsspielen als Fußball-Nationalcoach des Irak zurückgetreten. «Wenn man keine Perspektive mehr sieht, dann muss man seine Schlüsse ziehen», sagte der 74-Jährige nach niederländischen Medienberichten am Dienstagabend. Advocaat war erst im August Nationaltrainer in Bagdad geworden, mit dem Ziel der WM-Qualifikation für Katar. «Die Erwartungen entsprachen nicht den Möglichkeiten», sagte er.


Zweitligist Hansa Rostock muss drastische Geldstrafe bezahlen

FRANKFURT/MAIN: Das Sportgericht des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) hat den Zweitligisten Hansa Rostock zu einer drastischen Geldstrafe verurteilt. Der Club muss wegen mehrmaligen unsportlichen Verhaltens seiner Anhänger insgesamt 97.300 Euro bezahlen, wie der DFB am Mittwoch mitteilte. Es geht dabei um insgesamt sechs Vergehen, bei denen unter anderem die Polizei «massiv» mit Steinen und Pyrotechnik beworfen worden sein soll. In einem anderen Fall sollen 30 Rostocker Fans einen benachbarten Sitzplatzblock gestürmt und dabei drei Ordner verletzt haben.


Wiesbaden will kein Geld mehr für «Ball des Sports» geben

WIESBADEN: Die hessische Landeshauptstadt Wiesbaden will den kommunalen Zuschuss für den «Ball des Sports» der Deutschen Sporthilfe streichen. «Wir sind von diesem Vorschlag überrascht worden», sagte ein Sporthilfesprecher am Mittwoch zu einem Bericht der «Frankfurter Allgemeinen Zeitung.» Die Streichung ist in einem Haushalt von Grünen, SPD, Volt und Linkspartei vorgesehen, der am 16. Dezember verabschiedet werden soll. Der Vertrag zwischen Stadt und Sporthilfe wäre 2021 ausgelaufen, ist nach der Absage des Balls aber bis 2022 verlängert worden.


Schickhardt: Impfpflicht für Fußballprofis hätte «keine Chance»

MÜNCHEN: Sportrechtler Christoph Schickhardt schließt eine Impfpflicht nur für Profifußballer aus. «Gerade wird die Impfpflicht für alle diskutiert. Das ist natürlich möglich - und betrifft dann selbstverständlich auch die Fußballprofis. Eine Impfpflicht isoliert für Fußballprofis hätte aber rechtlich keine Chance», sagte der Anwalt in einem Interview der Münchner «Abendzeitung» (Mittwoch). Hierfür gäbe es «rechtlich keinen plausiblen Anknüpfungspunkt». Nach Meinung des Sport-Juristen könnten Vereine allerdings das Gehalt von ungeimpften Spielern für die Dauer einer verordneten Quarantäne einbehalten.


Aue-Präsident Leonhardt fordert Fußball-Lockdown - DFL: Kein Thema

AUE: Die Deutsche Fußball Liga hat die Forderung des Fußball-Zweitligisten FC Erzgebirge Aue nach einer Unterbrechung des Spielbetriebes zurückgewiesen. Die DFL verwies in einer Stellungnahme auf die «abgestimmte Linie aller 36 Clubs», in der Corona-Pandemie immer auf Basis der staatlichen Vorgaben zu agieren, twitterte der Dachverband am Mittwoch. «Ein selbstverhängter, flächendeckender Lockdown im Sinne einer Saison-Unterbrechung ist daher kein Thema.» Aue-Präsident Helge Leonhardt hatte einen Fußball-Lockdown angesichts der steigenden Inzidenzwerte bis Ende Dezember gefordert.


Snowboard-Sportdirektor Scheid: Corona-Maßnahmen in China «belastend»

ZHANGJIAKOU: Der Sportdirektor der deutschen Snowboarder, Andreas Scheid, sieht gut zwei Monate vor den Olympischen Winterspielen in Peking noch Optimierungsbedarf beim Einreise- und Hygienekonzept. «Die Bestimmungen sind wirklich sinnvoll und notwendig, werden aber in etwas übertriebenem Maße und wenig transparent durchgeführt», sagte Scheid der Deutschen Presse-Agentur am Mittwoch. «Wir fühlen uns wie Fremdkörper. Immer wieder muss man stundenlang warten, erhält aber kaum Informationen. Für die Sportler ist das schon belastend.»

Mit einem vom Weltverband Fis organisierten Charterflug waren die deutschen Snowboardcrosser am vergangenen Sonntag nach China gereist. Am kommenden Sonntag geht es für sie im Secret Garden von Zhangjiakou, wo im Februar auch die olympischen Rennen ausgetragen werden, um die ersten Weltcup-Punkte dieses Winters.

«Vom Frankfurter Flughafen bis in unser Hotel haben wir bestimmt 24 Stunden gebraucht», berichtete Scheid. «Drei PCR-Tests haben wir machen müssen - vor dem Abflug, bei der Ankunft und dann wieder im Hotel. Allein am Flughafen in Peking haben wir sieben Stunden ohne richtige Verpflegung gewartet. Diese Prozesse kann man sicher verbessern.»

Alle Teammitglieder, die sich in China aufhalten, müssen geimpft sein. Sie dürfen sich nur mit Shuttlebussen zwischen Hotel und Wettkampfstätte bewegen. Diese nannte Scheid «gigantisch». «Was hier an Beschneiungsanlagen, Liftanlagen und so weiter aus dem Boden gestampft wurde, ist der Wahnsinn. Für uns Europäer wirkt das in der heutigen Zeit etwas befremdlich», sagte der 49-Jährige. Der Kurs für die Snowboardcrosser sei «sehr schön und technisch anspruchsvoll».


Kohlmann rechnet mit Davis-Cup-Einsatz von Djokovic in Vorrunde

INNSBRUCK: Teamchef Michael Kohlmann geht von einem Einsatz des Weltranglistenersten Novak Djokovic schon in der Vorrunde des Davis-Cup-Finalturniers aus. «Ich kann mir nicht vorstellen, dass er erst im Viertelfinale aufläuft», sagte der 47-Jährige am Mittwoch in einer Online-Pressekonferenz mit Blick auf das Duell mit den Serben. «Wenn sie davon ausgehen, dass sie uns mit der zweiten Garnitur schlagen, da hätte ich was dagegen. Das kann ich mir nicht vorstellen. Das können sie sich nicht erlauben.» Die deutsche Tennis-Auswahl tritt ohne den Weltranglisten-Dritten Alexander Zverev an.


Davis-Cup-Teamchef: Zverevs Ziele für 2022 realistisch

INNSBRUCK: Davis-Cup-Teamchef Michael Kohlmann hält die Ziele von Alexander Zverev, 2022 sein erstes Grand-Slam-Turnier zu gewinnen und Nummer eins der Welt werden zu wollen, für realistisch. «Ich kann mir vorstellen, dass er mindestens eines dieser beiden Ziele nächstes Jahr schaffen sollte», sagte der Herren-Chef des Deutschen Tennis Bundes am Mittwoch bei einer Online-Pressekonferenz.

Der Weltranglisten-Dritte Zverev stand 2020 bei den US Open im Endspiel, auf seinen ersten Titel bei einem der vier wichtigsten Turniere im Tennis wartet er noch. «Ich bin mir ziemlich sicher, dass er nächstes Jahr bei allen vier Turnieren gute Chancen hat, seinen Traum wahr werden zu lassen. Das ist ja auch sein großes Plus, dass er auf keinem Belag eine richtige Schwäche hat», sagte der 47-jährige Kohlmann.

Ohne den Spitzenspieler tritt die deutsche Herren-Auswahl beim Davis-Cup-Finalturnier an. Deutschland trifft in der Vorrunde in Innsbruck am Samstag (16.00 Uhr) auf Serbien mit dem Weltranglistenersten Novak Djokovic und am Sonntag (16.00 Uhr) auf Gastgeber Österreich. Der 24-jährige Hamburger Zverev verabschiedete sich nach seinem Turniersieg beim Saisonfinale der besten Tennisprofis des Jahres in den Urlaub.


Bereit für ersten Bob-Weltcup: Sprinterin Burghardt startet in Igls

INNSBRUCK: Mit einem «guten Gefühl» bestreitet die deutsche Top-Sprinterin Alexandra Burghardt am Sonntag in Innsbruck/Igls das erste Bob-Weltcuprennen ihrer Karriere. Die 27-Jährige aus Burghausen schiebt den Schlitten von Olympiasiegerin Mariama Jamanka an und hofft nach einem erfolgreichen Debüt auf die Teilnahme an den Olympischen Winterspielen im Februar in Peking.

Burghart hatte vor der Zeit in Innsbruck zwar den Jamanka-Bob in Oberhof schon einmal angeschoben, auf große Erfahrungen kann sie vor ihrem Wettkampfdebüt aber nicht zurückgreifen. «Meine allererste Fahrt war ultraaufgeregt, weil ich gar nicht wusste, was auf mich zukommt, weder das Einsteigen, noch die Fahrt selbst oder das Bremsen, was in Innsbruck - so sagen sie - schon ein bisschen schwieriger ist als überall sonst. Deshalb war ich sehr nervös», berichtete die Thüringerin von ihren ersten Fuhren im olympischen Eiskanal von 1976: «Aber Mariama hat mir ein sehr gutes Gefühl vermittelt. Dann habe ich es einfach gemacht und bin unten mit einem Lächeln ausgestiegen. Das war schon ein krasser Adrenalinrausch und eine ganz neue Form von Geschwindigkeit.»


Lewis Hamilton: «Bin noch fokussierter, als ich es jemals war»

BERLIN: Trotz des knappen Rückstands in der Gesamtwertung ist Formel-1-Weltmeister Lewis Hamilton mit seinen Leistungen in dieser Saison «ganz zufrieden». «Ich bin noch fokussierter, als ich es jemals war», sagte der britische Mercedes-Pilot in einem vom Fachmagazin «Auto, Motor und Sport» veröffentlichen Interview.

Zugleich nannte der 36-Jährige die besonderen Herausforderungen in diesem Jahr, in dem er als erster Fahrer zum achten Mal Weltmeister werden will. «Mir ist aufgefallen, dass dieses Auto schwer abzustimmen ist. Toto (Mercedes-Motorsportchef Toto Wolff, d. Red.) hat unser Auto früher mal als Diva bezeichnet. Dieses Auto jetzt ist eine Monster-Diva», sagte Hamilton: «In Kombination mit der verkürzten Trainingszeit macht es die Aufgabe sehr schwer, das richtige Fenster zu treffen. Wenn man es nicht schafft, kann ich als Fahrer nicht das Maximum rausholen.»

Zuletzt gelang Hamilton das wieder. Mit Siegen in Brasilien und Katar schob sich der Routinier bis auf acht Punkte an Spitzenreiter Max Verstappen von Red Bull heran. «Ich weiß, dass er ein super schneller Fahrer ist. Und er wird sicher immer schneller, je reifer er über die Zeit wird. Da gibt es keine Zweifel», sagte Hamilton über den Niederländer.

Die WM-Entscheidung steht nun unmittelbar bevor. Nur noch zwei Rennen in Saudi-Arabien (5. Dezember) und Abu Dhabi (12. Dezember) stehen auf dem Programm.


FC Bayern holt Gruppensieg in der Champions League - 2:1 in Kiew

KIEW: Mit dem fünften Erfolg im fünften Spiel hat sich der FC Bayern München den Gruppensieg in der Champions League geholt. Die wegen Infektionen und Quarantäne-Ausfällen personell arg dezimierten Münchner siegten am Dienstag bei Dynamo Kiew 2:1 (2:0). Robert Lewandowski (14. Minute) mit einem traumhaften Fallrückzieher und Kingsley Coman (42.) sicherten mit ihren Toren die drei Punkte. Vier Tage nach dem 1:2 der Bayern in der Fußball-Bundesliga in Augsburg überwand diesmal Denys Harmasch die Münchner Abwehr (70.).


Nach 0:2 in Sevilla: VfL Wolfsburg muss ums Achtelfinale zittern

SEVILLA: Fußball-Bundesligist VfL Wolfsburg droht die K.o.-Runde in der Champions League zu verpassen. Die Mannschaft von Trainer Florian Kohfeldt verlor am Dienstagabend das richtungsweisende fünfte Spiel in der umkämpften Gruppe G beim FC Sevilla mit 0:2 (0:1) und ist mit fünf Punkten nun Tabellenletzter. Joan Jordán mit einem Kopfball in der 12. Minute und Rafa Mir in der Nachspielzeit (90.+7) trafen für die Andalusier. Wolfsburg braucht nun am 8. Dezember gegen OSC Lille unbedingt einen Heimsieg, um noch das Achtelfinale zu erreichen.


Laut «Kicker»: Gnabry und Musiala inzwischen geimpft

KIEW: In die Impf-Debatte beim FC Bayern München kommt laut Medienberichten neue Bewegung. Nach Informationen des «Kicker» sollen sich die Fußball-Nationalspieler Serge Gnabry und Jamal Musiala, die derzeit wegen einer Corona-Quarantäne ausfallen, inzwischen gegen das Virus impfen lassen haben. «Bild» und «Sport Bild» berichteten am Dienstag zudem, dass auch Joshua Kimmich und Michael Cuisance eine Impfung in Erwägung ziehen. Eine Bestätigung des FC Bayern gab es dazu nicht. Kimmich, Gnabry, Musiala, Cuisance und Eric Maxim Choupo-Moting fehlen in der Ukraine, weil sie sich als Corona-Kontaktpersonen in Quarantäne befinden.


Ronaldo führt Manchester United ins Champions-League-Achtelfinale

VILLARREAL: Fußball-Superstar Cristiano Ronaldo hat Manchester United ins Achtelfinale der Champions League geführt. Der Portugiese erzielte beim 2:0 (0:0) am Dienstagabend bei Europa-League-Sieger FC Villarreal den Führungstreffer (78.). Es war der sechste Treffer im fünften Gruppenspiel für den Champions-League-Rekordtorschützen. Der ehemalige Dortmunder Jadon Sancho traf in der Schlussminute mit seinem ersten Tor für United zum Endstand (90.). Im ersten Spiel nach dem Aus von Trainer Ole Gunnar Solskjaer legte Manchester aber lange einen enttäuschenden Auftritt hin.


Christian Keller ab April neuer Geschäftsführer Sport beim 1. FC Köln

BERLIN: Christian Keller übernimmt zum 1. April 2022 die Position des Geschäftsführers Sport beim Fußball-Bundesligisten 1. FC Köln. Wie die Kölner am Dienstag mitteilten, wird er im Team mit Thomas Kessler, dem Sportlichen Leiter der Lizenzspielerabteilung, und Lukas Berg, dem Leiter Administration, zusammenarbeiten. Jörg Jakobs, der seit Juni 2021 interimsmäßig die sportliche Verantwortung für den FC trägt, wird dann wieder in beratende Funktion zurückkehren. Der 42 Jahre alte Keller war von Juni 2013 bis Oktober 2021 Geschäftsführer beim SSV Jahn Regensburg.


EU-Parlament fordert diverseren und gerechteren Sport

STRAßBURG: Das EU-Parlament hat eine Sportpolitik gefordert, die den Kinderschutz, die Rechte von Sportlern, die Menschenrechte und die Diversität im Sport mehr in den Fokus nimmt. Einen entsprechenden Bericht mit zahlreichen Forderungen an Verbände und EU-Institutionen nahmen die Europaabgeordneten am Dienstag mit großer Mehrheit in Straßburg an. Der Text ist ein Rundumschlag zu verschiedensten Aspekten der Sportpolitik. Darin heißt es etwa, dass Behörden, Sportverbände und -organisationen bei all ihren Entscheidungen - etwa bei der Vergabe von Großveranstaltungen und der Wahl von Sponsoren - die Menschenrechte und demokratischen Grundsätze achten sollen.


Red Bull München im Viertelfinale der Eishockey-Champions-League

MÜNCHEN: Der EHC Red Bull München ist ins Viertelfinale der Champions Hockey League eingezogen. Der dreimalige deutsche Eishockey-Meister schaffte am Mittwoch durch ein 3:2 (0:0, 0:0, 3:2) gegen den HC Fribourg-Gottéron aus der Schweiz das Weiterkommen. Die Mannschaft von Trainer Don Jackson hatte bereits das Hinspiel mit 4:2 gewonnen. Die Münchner sind der letzte deutsche Vertreter im Wettbewerb, nachdem die Adler Mannheim am Dienstag an Frölunda HC aus Schweden gescheitert waren.

Nach einem Doppelschlag der Gäste zu Beginn des letzten Drittels durch Christopher Di Domenico (42.) und Samuel Walser (43.) innerhalb von 62 Sekunden mussten die Münchner kurzzeitig um den Viertelfinal-Einzug bangen. Doch Trevor Parkes (44.), Zachary Redmond (53.) und Philip Gogulla (60.) sorgten schließlich für den Sieg.


Cas bestätigt vierjährige Dopingsperre für Hochspringer Schustow

LAUSANNE: Der ehemalige russische Hochsprung-Europameister Alexander Schustow ist mit dem Einspruch gegen seine vierjährige Dopingsperre vor dem Internationalen Sportgerichtshof Cas gescheitert. Wie aus einer Cas-Mitteilung vom Dienstagabend hervorgeht, bleibt der 37-Jährige damit rückwirkend vom 5. Juni 2020 bis zum 4. Juni 2024 gesperrt. Schustow hatte im Juli vorigen Jahres Berufung eingelegt. Seine Karriere hatte er bereits 2017 für beendet erklärt. Dem Russen wird der «Gebrauch einer verbotenen Substanz oder einer verbotenen Methode» zur Last gelegt.


Erstrunden-Aus für Nina Mittelham bei Tischtenns-WM

HOUSTON: Mannschafts-Europameisterin Nina Mittelham ist bei der Tischtennis-WM in Houston bereits in der ersten Runde ausgeschieden. Die 25-Jährige vom Champions-League-Sieger TTC Berlin Eastside verlor am Dienstag mit 0:4 Sätzen gegen die erst 19 Jahre alte Amerikanerin Amy Wang. Noch im September und Oktober hatte Mittelham das europäische Top-16-Turnier gewonnen und danach auch das deutsche Team als neue Nummer eins überraschend zum EM-Titel geführt.

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