Nachrichten aus der Sportwelt am Mittwoch

Fotomontage: DER FARANG
Fotomontage: DER FARANG

England gewinnt Testspiel gegen Österreich - Matchwinner Saka

MIDDLESBROUGH: Englands Fußball-Nationalmannschaft hat sich in einem EM-Testspiel mit 1:0 (0:0) gegen Österreich durchgesetzt. Der 19 Jahre alte Bukayo Saka vom FC Arsenal erzielte am Mittwochabend in Middlesbrough im Duell zweier EM-Teilnehmer in der 57. Minute das entscheidende Tor für die Mannschaft von Nationalcoach Gareth Southgate. In der Startelf der Three Lions stand auch der erst 17 Jahre alte Jude Bellingham von Borussia Dortmund.

England spielt in der EM-Gruppe D mit Schottland, Tschechien und Vizeweltmeister Kroatien. Erster Gegner sind am 13. Juni in London die Kroaten.

Österreichs Teamchef Franco Foda überraschte mit dem Einsatz von Marco Friedl vom Bundesliga-Absteiger Werder Bremen in der Startformation. Zudem setzte er unter anderen auf die Bundesliga-Profis Martin Hinteregger von Eintracht Frankfurt und Marcel Sabitzer vom Vizemeister RB Leipzig. Die Gäste hatten in der Schlussphase noch gute Chancen zum Ausgleich.


DFB-Auswahl 1:1 im EM-Testspiel gegen Dänemark

INNSBRUCK: Die deutsche Fußball-Nationalmannschaft hat einen möglichen Sieg im vorletzten Länderspiel vor der anstehenden Europameisterschaft verpasst.

Gegen Dänemark spielte die DFB-Auswahl am Mittwochabend in Innsbruck 1:1 (0:0). Florian Neuhaus sorgte in der 48. Minute für die Führung, der Leipziger Yussuf Poulsen glich für die Dänen in der 71. Minute aus. Die von Bundestrainer Joachim Löw zurückgeholten Thomas Müller und Mats Hummels standen in der Startformation. Die EM-Generalprobe gibt es am kommenden Montag in Düsseldorf gegen Lettland. Erster Vorrundengegner ist am 15. Juni in München Weltmeister Frankreich.


Muskelverhärtung stoppt Can: Dortmunder verpasst vorletzten EM-Test

INNSBRUCK: Joachim Löw musste beim vorletzten Testspiel vor der Fußball-Europameisterschaft kurzfristig auf Emre Can verzichten. Der 27 Jahre alte Dortmunder fehlte am Mittwochabend in Innsbruck gegen Dänemark nach DFB-Angaben wegen einer Muskelverhärtung im Aufgebot. Bundestrainer Löw standen damit 13 Tage vor dem ersten EM-Gruppenspiel gegen Weltmeister Frankreich nur 16 Feldspieler und drei Torhüter zur Verfügung.

Neben Can fehlten die vier Champions-League-Finalisten Kai Havertz, Antonio Rüdiger und Timo Werner vom FC Chelsea sowie Ilkay Gündogan (Manchester City), die erst am Donnerstag in die EM-Vorbereitung einsteigen. Außerdem waren gegen die Dänen Toni Kroos nach einer Corona-Erkrankung und Leon Goretzka nach einer Muskelverletzung noch nicht wieder einsatzfähig. «Jetzt dürfen wir bei Goretzka und Kroos keine Fehler machen, kein Risiko eingehen», sagte Löw zum Aufbau der beiden wichtigen Mittelfeldspieler vor dem Anpfiff bei RTL.


Golfstar Martin Kaymer zweifelt an Olympia-Start in Tokio

WINSEN/LUHE: Golfstar Martin Kaymer ist sich derzeit unsicher, ob er angesichts der Einschränkungen durch die Corona-Pandemie bei den Olympischen Spielen in Tokio für Deutschland auf Medaillenjagd gehen soll. «Ich bin ein riesiger Olympia-Fan, aber zur Zeit bin ich sehr unentschieden», sagte der 36-Jährige aus Mettmann der Deutschen Presse-Agentur am Mittwoch. «Zwar geht es in Tokio immer noch um drei Medaillen, aber das ganze Feeling, der ganze Teamgeist, der ganze Olympia-Spirit geht verloren, wenn du nur im Hotelzimmer hockst.»

Bis zum European-Tour-Turnier in München vom 24. bis 27. Juni werde er sich die Sache genau anschauen. «Da werde ich schon eine Ahnung haben, was dann passieren wird. Am Ende wird es eine Gewissens- und Gefühlsentscheidung werden», sagte Kaymer. «Derzeit bin ich weder dafür noch dagegen. So fifty-fifty. Ich mach mir halt so meine Gedanken.»

Der zweimalige Major-Sieger hatte bereits 2016 in Rio de Janeiro den Reiz der Olympischen Spiele kennengelernt. Er würde es vermissen, wenn er sich mit keinem anderen Sportler austauschen oder nicht im Olympischen Dorf wohnen dürfte. «Mir würde dieser Teamgedanke total fehlen», betonte Kaymer. Er habe es in Rio so genossen, zu anderen Sportveranstaltungen zu gehen. Besonders die Gold-Kür von Turn-Star Fabian Hambüchen am Reck hatte Kaymer sehr beeindruckt. «Am Tag vorher saß ich noch mit ihm in der Kantine zusammen, wo er mit mir über seine Schulterverletzung gesprochen hat. Solche Dinge fallen dann aus, und da lebt ja Olympia von.»

Jeden zweiten, dritten Tag bekomme man neue Nachrichten zur Anreise, zu Testungen und zum Verhalten in Tokio. «Da fühlt man sich gefangen. Nur Hotelzimmer, nur Golfplatz, nirgendwo hingehen - das ist unheimlich schade, wenn neben deiner Haustür Geschichte geschrieben wird», sagte die ehemalige Nummer eins der Welt. Derzeit bereitet sich Kaymer in der Nähe von Hamburg auf die Porsche European Open vom 5. bis 7. Juni vor.


Serena Williams bei French Open trotz Satzverlust in Runde drei

PARIS: Tennisstar Serena Williams hat bei den French Open mit einiger Mühe die dritte Runde erreicht. Die 39 Jahre alte Amerikanerin gewann am Mittwochabend in Paris gegen Mihaela Buzarnescu aus Rumänien mit 6:3, 5:7, 6:1. Im Kampf um den Einzug ins Achtelfinale bekommt es die langjährige Nummer eins der Welt am Freitag mit ihrer Landsfrau Danille Collins zu tun, die die Angelique-Kerber-Bezwingerin Anhelina Kalinina aus der Ukraine mit 6:0, 6:2 bezwang. Serena Williams strebt im Stade Roland Garros ihren 24. Grand-Slam-Titel an. Damit würde sie mit der australischen Rekordhalterin Margaret Court gleichziehen.

In der Partie gegen Buzarnescu schien die Weltranglisten-Achte zunächst einem ungefährdeten Sieg entgegenzustreben. Gegen die 33 Jahre alte Linkshänderin, die schon die Nummer 20 der Welt war, aber mit Verletzungen zu kämpfen hatte, nutzte Williams im zweiten Satz aber etliche Chancen nicht. Prompt kassierte sie den Ausgleich, nachdem die dreimalige Paris-Siegerin einen 2:4-Rückstand zunächst noch aufholen konnte. Nach zwei Breaks zum 3:0 im entscheidenden Durchgang ließ sich Williams dann aber nicht mehr aufhalten und beendete nach 2:03 Stunden die Begegnung. Die Erleichterung über den Erfolg war ihr deutlich anzusehen.


DFB-Comeback: Müller und Hummels starten im EM-Test gegen Dänemark

INNSBRUCK: Thomas Müller und Mats Hummels feiern im EM-Testspiel gegen Dänemark in Innsbruck nach zweieinhalb Jahren ihr Comeback in der Fußball-Nationalmannschaft. Die beiden Weltmeister von 2014, die Bundestrainer Joachim Löw im Frühjahr 2019 aussortiert hatte und nun zur anstehenden Europameisterschaft zurückgeholt hat, zählen am Mittwochabend im Tivoli Stadion zur DFB-Startelf.

Löw formiert mit dem 32-jährigen Hummels sowie Niklas Süle und Matthias Ginter in der Abwehr eine Dreierkette vor Torwart Manuel Neuer. Auf den beiden Außenpositionen beginnen Lukas Klostermann und Robin Gosens. Im zentralen Mittelfeld kommt Florian Neuhaus neben Joshua Kimmich zum Einsatz. Die Offensive bildet das Bayern-Trio Müller, Serge Gnabry und Leroy Sané.

Die deutsche Startelf:

Neuer - Ginter, Hummels, Süle - Klostermann, Kimmich, Neuhaus, Gosens - Gnabry, Müller, Sané


Champions-League-Sieger Rüdiger im DFB-Hotel in Seefeld eingetroffen

SEEFELD: Champions-League-Sieger Antonio Rüdiger ist am Mittwoch im DFB-Trainingslager in Seefeld angekommen - und zwar als jetzt zweifacher Vater. Der 28-Jährige verkündete am Mittwochabend bei Twitter die Geburt, der Abwehrspieler vom FC Chelsea postete ein Bild von sich mit Baby auf dem Arm. «Gott hat immer einen besseren Plan als wir», schrieb er auf Englisch dazu. «Stolzer Papa zum zweiten Mal.»

Seine Ankunft in den Tiroler Alpen hatte zuvor der Deutsche Fußball-Bund mitgeteilt. Rüdigers Chelsea-Kollegen Kai Havertz und Timo Werner sowie Finalverlierer Ilkay Gündogan von Manchester City werden am Donnerstag in Seefeld erwartet.

Für das EM-Testspiel am Abend in Innsbruck gegen Dänemark musste Bundestrainer Joachim Löw noch ohne das Quartett der England-Profis planen. Toni Kroos (Real Madrid) nach überstandener Corona-Infektion und Leon Goretzka (FC Bayern) nach einem Muskelfaserriss im Oberschenkel sollen bis zum EM-Start mit einem Aufbauprogramm wieder an das Topniveau herangebracht werden.


Deutsches Tennis-Trio will in Runde drei - Abendspiel mit Nadal

PARIS: Bei den French Open in Paris kämpfen am Donnerstag gleich drei deutsche Tennisprofis um den Einzug in die dritte Runde. Routinier Philipp Kohlschreiber spielt im zweiten Spiel nach 11.00 Uhr gegen den starken Russen Aslan Karazew, der zu Beginn des Jahres bei den Australian Open völlig überraschend das Halbfinale erreicht hatte. Ebenfalls im zweiten Spiel nach 11.00 Uhr trifft Dominik Koepfer auf den Amerikaner Taylor Fritz. Erst am späten Nachmittag wird Jan-Lennard Struff zum Einsatz kommen. Die deutsche Nummer zwei bekommt es im vierten Spiel des Tages mit Facundo Bagnis aus Argentinien zu tun.

Im Abendspiel des fünften Turniertages trifft Titelverteidiger Rafael Nadal auf den Franzosen Richard Gasquet. Die Partie auf dem Centre Court beginnt um 21.00 Uhr.


Energie sammeln Richtung Tokio: Schwimmer küren deutsche Meister

BERLIN: Ohne Doppel-Weltmeister Florian Wellbrock, aber mit mehreren Olympia-Startern kämpfen die deutschen Schwimmer von diesem Donnerstag an um nationale Meisterehren. Bis zum Sonntag messen sich unter anderen die Brustschwimmer Marco Koch und Lucas Matzerath im Rahmen der Finals 2021 in Berlin und testen ihre Form vor den am 23. Juli beginnenden Sommerspielen in Japan.

Auch der Essener Poul Zellmann ist dabei und will sich gleich über alle fünf Freistildistanzen beweisen. «Es gilt, Reize zu setzen und die Rennen sollen Spaß machen, um neue Energie zu sammeln Richtung Tokio», sagte der 25-Jährige.

Neben Wellbrock verzichtet auch Langstreckenspezialistin Sarah Köhler auf die Wettkämpfe in der Hauptstadt. Die 26 Jahre alte Vizeweltmeisterin über 1500 Meter Freistil zählt wie Wellbrock zu den großen Hoffnungsträgern der Beckenschwimmer in Tokio.


Eishockey-Team strebt Halbfinaleinzug bei Weltmeisterschaft an

RIGA: Mit einem Prestigeerfolg über die Schweiz will das Eishockey-Nationalteam am Donnerstag (15.15 Uhr/Sport1) erstmals seit elf Jahren in ein WM-Halbfinale einziehen.

2010 hatte die deutsche Auswahl die Eidgenossen in der Runde der besten Acht mit 1:0 besiegt und bei der Heim-Weltmeisterschaft am Ende überraschend Platz vier erreicht. Bei der diesjährigen Weltmeisterschaft in Riga war Deutschland furios mit drei Siegen gestartet, musste dann aber um den Einzug ins Viertelfinale zittern. Ein 2:1 am Dienstagabend gegen Gastgeber Lettland vermied das Vorrunden-Aus.


«Bild»: Boxer soll sich Siege erkaufen - Verband prüft Vorwürfe

HAMBURG: Nach Vorwürfen wegen angeblich erkaufter Siege hat der Bund Deutscher Berufsboxer (BDB) Untersuchungen gegen einen bislang wenig in Erscheinung getretenen Nachwuchskämpfer aufgenommen. «Wir können das nicht beurteilen, werden der Sache aber nachgehen», sagte BDB-Präsident Thomas Pütz am Mittwoch. Zuvor hatte die «Bild»-Zeitung auf der Basis vorliegender Dokumente berichtet, dass ein 21 Jahre alter deutscher Boxer einem möglichen Gegner aus Finnland einen Kampfvertrag zugeschickt habe, in dem diesem angeblich Anweisungen für eine K.o.-Niederlage gegeben wurden.

Der beschuldigte Boxer besitzt zwar eine BDB-Lizenz, soll aber zumeist für den Verband German Boxing Association auftreten. «Der Verband ist nicht anerkannt. Wir arbeiten nicht mit ihm zusammen», sagte BDB-Chef Pütz. Sollten sich die Vorwürfe als wahr erweisen, kann der BDB dem Boxer die Lizenz entziehen.

Seine bisherigen fünf Kämpfe gegen schwache Gegner soll der Boxer allesamt gewonnen haben. Verbandspräsident Pütz betonte: «Ein Skandal des deutschen Boxens, wie behauptet wird, ist das mit Sicherheit nicht. Hier geht es um unterste Kreisklasse. Hier wird etwas aufgeplustert und ist doch nur eine Luftblase.»


Künast widerspricht forschen Schweizer Ansagen: «Spiel auf Augenhöhe»

RIGA: Forsche Aussagen aus dem Schweizer Lager vor dem Viertelfinale bei der Eishockey-WM in Riga haben im deutschen Team für Irritationen gesorgt. «Die können gerne die Favoritenrolle haben», sagte der Sportdirektor des Deutschen Eishockey-Bundes, Christian Künast, vor dem brisanten Viertelfinale gegen den Erzrivalen am Donnerstag (15.15 Uhr/Sport1). «Wir sagen, es wird ein Spiel auf Augenhöhe - und so wird es dann auch sein.»

Die Schweizer sehen sich als klaren Favoriten. Deutschland sei «sicher keine unlösbare Aufgabe», hatte Trainer Patrick Fischer gesagt: «Wir kennen die Deutschen in- und auswendig.»

Deutschlands Torhüter Mathias Niederberger bezeichnete dies als «okay»: «Was die denken, ist denen überlassen. Wir nehmen unsere Rolle so an, wie sie ist.»

Duelle mit dem Nachbarland sind im Eishockey seit jeher hart umkämpft und von riesiger Rivalität geprägt. 2010 bei der Heim-WM hatte Deutschland die Schweiz im Viertelfinale geschlagen (1:0), anschließend war es noch zu einer Massenschlägerei gekommen. «Es wird eine Schlacht, es wird ein Kampf», prognostizierte DEB-Sportdirektor Künast für das Duell am Donnerstag.


Entscheidung über Noebels' Einsatz bei Eishockey-WM am Donnerstag

RIGA: Über einen möglichen Einsatz von Nationalstürmer Marcel Noebels im WM-Viertelfinale am Donnerstag (15.15 Uhr/Sport1) gegen die Schweiz will der Deutsche Eishockey-Bund (DEB) erst kurzfristig entscheiden. «Marcel ist in guter Behandlung bei unseren Medizinern. Da warten wir jetzt ab», sagte DEB-Sportdirektor Christian Künast am Mittwoch in Riga: «Morgen können wir Genaueres sagen, und dann werden wir eine Entscheidung treffen im Sinne des Spielers und für die Mannschaft.»

Führungsspieler Noebels hatte sich im entscheidenden Vorrundenspiel gegen Lettland verletzt und war nicht mehr ins Spiel zurückgekehrt. Beim Verlassen des Eises hatte sich der Angreifer das Handgelenk gehalten. Bundestrainer Toni Söderholm hatte sich im Anschluss an das 2:1 gegen die Letten pessimistisch über die Einsatzchancen für die K.o.-Runde gezeigt.

Zur Art der Verletzung machte der DEB wie im Eishockey üblich keine Angaben. Am optionalen Training am Mittwoch nahm der Olympia-Zweite der Eisbären Berlin nicht teil.


Mitfavorit Tsitsipas bei French Open leicht und locker weiter

PARIS: Mitfavorit Stefanos Tsitsipas hat bei den French Open ohne jede Mühe die dritte Runde erreicht.

Der 22 Jahre alte Grieche bezwang am Mittwoch in Paris den Spanier Pedro Martínez mit 6:3, 6:4, 6:3. Tsitsipas hat in diesem Jahr bereits die beiden Sandplatz-Events in Monte Carlo und Lyon gewonnen und zählt daher in Paris neben dem Titelverteidiger Rafael Nadal und dem Weltranglisten-Ersten Novak Djokovic zu den ganz heißen Anwärtern auf den Titel. In Runde drei bekommt es die Nummer fünf der Welt am Freitag mit dem Amerikaner John Isner zu tun.


Bayern-Fußballerin Laudehr beendet Karriere nach Bundesligafinale

MÜNCHEN: Die ehemalige Fußball-Nationalspielerin Simone Laudehr (34) beendet nach dem Bundesligafinale ihre Karriere beim FC Bayern. Die Münchnerinnen können am Sonntag (14.00 Uhr) gegen Eintracht Frankfurt im Fernduell mit Titelverteidiger VfL Wolfsburg erstmals seit 2015/2016 wieder Meister werden - für die 103-malige frühere Nationalspielerin Laudehr wäre es die erste Meisterschaft.


Ex-Bundestrainer Sturm verlängert Vertrag bei Los Angeles Kings

LOS ANGELES: Der ehemalige Eishockey-Bundestrainer Marco Sturm bleibt nach eigenen Angaben Co-Trainer in der NHL bei den Los Angeles Kings. «Ich habe für zwei weitere Jahre in Los Angeles unterschrieben», sagte Sturm der «Sport Bild» (Mittwoch). Als Nationaltrainer hatte er Deutschland bei den Olympischen Winterspielen 2018 sensationell zu Silber geführt.


Para-EM: Nächste zwei Medaillen für deutsche Athletinnen

BYDGOSZCZ: Nicole Nicoleitzik und Janne Engeleiter haben bei der EM der Para-Leichtathleten im polnischen Bydgoszcz die beiden nächsten deutschen Medaillen gewonnen. Die 26 Jahre alte Nicoleitzik gewann über die 100 Meter Silber. Die ein Jahr jüngere Engeleiter holte in der Klasse der Sehbehinderten Bronze.


VfB Stuttgart gründet erstmals Frauenfußball-Abteilung

STUTTGART: Der VfB Stuttgart hat erstmals in seiner Vereinsgeschichte eine Abteilung für Frauenfußball gegründet. Die ersten Teams sollen zur Saison 2022/23 in den Spielbetrieb einsteigen, wie die Schwaben am Mittwoch mitteilten. Geplant sei der Aufbau mehrerer Mannschaften im Aktiven- und Nachwuchsbereich.


Sammer wird Champions-League-Experte bei Amazon

HAMBURG: Der frühere Fußball-Europameister Matthias Sammer wird Champions-League-Experte beim Streamingdienst Prime Video des US-Internetriesen Amazon. Das teilte der Konzern am Mittwoch mit. Damit gibt der 53-jährige Sammer nach zwei Jahren Pause sein Fernseh-Comeback.


Adler Mannheim holen ehemaligen Topscorer Rendulic zurück

MANNHEIM: Die Adler Mannheim haben ihren ehemaligen Topscorer Borna Rendulic zurückgeholt. Der 29-jährige Kroate kommt vom schwedischen Club Örebro HK und erhält bei den Adlern einen Zweijahresvertrag, wie der Club aus der Deutschen Eishockey Liga (DEL) am Mittwoch mitteilte.


Kade kehrt von Dynamo Dresden zu Union Berlin zurück

BERLIN: Fußball-Bundesligist 1. FC Union Berlin hat Julius Kade (22) zurückgeholt. Wie die Club am Mittwoch mitteilte, sei eine entsprechende Rückkaufoption gezogen worden. Union hatte den Mittelfeldspieler im vergangenen Sommer zu Dynamo Dresden transferiert, sich aber die Möglichkeit gesichert, ihn erneut an sich zu binden.


Lakers kassieren NBA-Klatsche: Schröder droht frühes Playoff-Aus

LOS ANGELES: Titelverteidiger Los Angeles Lakers droht in den Playoffs der NBA das Aus schon in der ersten Runde. Das Team um Basketball-Nationalspieler Dennis Schröder und Superstar LeBron James verlor am Dienstagabend (Ortszeit) 85:115 bei den Phoenix Suns und liegt in der Serie nun 2:3 zurück. Sollten die Lakers das Heimspiel am Donnerstagabend (Ortszeit) ebenfalls verlieren, ist die Saison beendet. Schröder erzielte in fast 26 Minuten nicht einen Punkt und gab nur eine Vorlage.


91 Spieler aus den deutschen Topligen zur EM - Bayern mit 14 Profis

BERLIN: Die beiden deutschen Topligen sind bei der Fußball-EM mit 91 Spielern und damit mehr als jemals zuvor vertreten. Das geht aus den Aufgeboten der 24 EM-Teilnehmer hervor, die nach Ablauf der Meldefrist offiziell sind. Bei der EM 2016 waren 65 Profis aus den Bundesligan dabei. Allerdings durften die Nationaltrainer dieses Mal 26 statt 23 Spieler wegen der zusätzlichen Belastungen durch die Corona-Pandemie nominieren. Das größte Kontingent aus der Bundesliga stellt erwartungsgemäß Meister Bayern München mit 14 Spielern.


Rummenigge schließt weiteres Fußball-Spitzenamt aus

MÜNCHEN: Nach seinem vorzeitigen Rückzug beim FC Bayern zum 30. Juni strebt Karl-Heinz Rummenigge (65) kein hochrangiges Fußball-Amt mehr an. Auf die Frage, ob ihn Posten als Aufsichtsrat der Münchner, Präsident bei DFB, UEFA oder FIFA reizen würden, antwortete er im Interview der «Bild» (Mittwoch): «Nein, das schließe ich alles aus, allerdings werde ich natürlich meine Verantwortung im UEFA-Exekutivkomitee wahrnehmen.»


Nationalspieler Neuhaus dementiert: Kein Vertrag mit Bayern München

MÖNCHENGLADBACH/MÜNCHEN: Nationalspieler Florian Neuhaus hat Berichten widersprochen, dass sein Wechsel von Borussia Mönchengladbach im Sommer 2022 zum FC Bayern München feststeht. «Ich kann das hier und jetzt ganz klar dementieren. Ich habe nirgends einen Vertrag unterschrieben außer bei Borussia Mönchengladbach» sagte der 24 Jahre alte Fußball-Profi in einem Interview, das am Mittwoch in den Zeitungen «Münchner Merkur», «tz» und «Kreiszeitung Syke» erschienen ist. Neuhaus' Vertrag in Gladbach läuft bis 2024.


«Unsere Wunschlösung»: Mark van Bommel wird Trainer in Wolfsburg

WOLFSBURG: Der Niederländer Mark van Bommel wird neuer Trainer des VfL Wolfsburg. Der langjährige Profi des FC Bayern München unterschrieb bei dem Champions-League-Teilnehmer einen Zweijahresvertrag und wird den zu Eintracht Frankfurt gewechselten Oliver Glasner ersetzen. Das teilte der Tabellenvierte der abgelaufenen Bundesliga-Saison am Mittwoch mit. Als Assistenztrainer des 44-Jährigen werden unter anderem der langjährige Bundesliga-Coach Michael Frontzeck und der ehemalige Wolfsburger Kevin Hofland zum VfL wechseln. Van Bommel legte als Spieler eine Weltkarriere bei den Bayern, beim FC Barcelona und beim AC Mailand hin.


Bericht: Rund 10.000 Olympia-Freiwillige in Japan sagen ab

TOKIO: In Japan sind Tausende von freiwilligen Helfern für die Olympischen Spiele einem Medienbericht zufolge abgesprungen. Wie der japanische Fernsehsender NHK am Mittwoch erfuhr, haben rund 10.000 der 80.000 für die Wettkampfstätten vorgesehenen Freiwilligen inzwischen abgesagt. Als Gründe vermute das Organisationskomitee die Sorgen vor einer Ansteckung mit dem Coronavirus und die Verschiebung der Spiele wegen der Pandemie.


Start nur in getrennter Wertung: DLV stoppt Prothesen-Springer Rehm

BYDGOSZCZ/BRAUNSCHWEIG: Prothesen-Springer Markus Rehm darf trotz geänderter Rechtsgrundlage und erfüllter Norm bei den deutschen Leichtathletik-Meisterschaften am Wochenende in Braunschweig nur außer Konkurrenz starten. Der Para-Weltrekord von 8,62 Metern, den Rehm am Dienstag bei der EM in Bydgoszcz/Polen aufstellte, sei «eine tolle Leistung», sagte Jürgen Kessing, Präsident des Deutschen Leichtathletik-Verbandes: «Aber gemeinsam springen und getrennt werten, ist das, womit wir in der Vergangenheit gut gefahren sind.» Rehm strebt auch einen Olympia-Start an.


Eishockey-Team begeistert über Zuschauerrückkehr bei WM

RIGA: Deutschlands Spieler und Trainer sind begeistert über die Rückkehr der Zuschauer bei der Eishockey-Weltmeisterschaft in Riga. «Man hat sofort gemerkt, wie sehr man die Fans vermisst», sagte Bundestrainer Toni Söderholm nach dem 2:1 am Dienstag im letzten Gruppenspiel gegen Gastgeber Lettland, der den Viertelfinaleinzug der Deutschen besiegelt hatte. Erstmals bei diesem Turnier waren am Dienstag Zuschauer in den Hallen zugelassen. Zum deutschen Spiel waren kurzfristig gut 900 Fans gekommen.

«Das Schöne ist: Man hat in den Gesichtern der Spieler, als die aufs Eis gelaufen sind, ein Lachen gesehen. Man hat gesehen, dass sie es wirklich genossen haben», sagte Söderholm. «Die Fans gehören zum Sport.» Für viele seiner Spieler war das Spiel gegen die Letten das erste überhaupt in dieser Saison vor einigen hundert Zuschauern. «Mit Fans ist der Sport hundertmal schöner», sagte Verteidiger Korbinian Holzer.


Eishockey-Team selbstkritisch: «Spielerisch nächsten Gang finden»

RIGA: Die deutschen Eishockey-Nationalspieler gehen nach dem Einzug ins WM-Viertelfinale selbstkritisch mit sich um. «Ich glaube, es war unsere schlechteste Leistung im Turnier, was das Spielerische angeht», sagte der frühere NHL-Verteidiger Korbinian Holzer zum 2:1 im entscheidenden Vorrundenspiel in Riga gegen Gastgeber Lettland. Der 33-Jährige forderte für die K.o.-Runde gegen den Erzrivalen Schweiz: «Wir müssen auf jeden Fall unsere beste Leitung abrufen - nicht nur leidenschaftlich, sondern auch spielerisch.»

Am Donnerstag (15.15 Uhr/Sport1) will das deutsche Eishockey-Team von Bundestrainer Toni Söderholm mit einem Sieg gegen die Schweiz erstmals seit 2010 wieder in ein WM-Halbfinale einziehen. Vor elf Jahren gelang das in Mannheim mit einem 1:0 über die Eidgenossen.

«Wir müssen spielerisch den nächsten Gang finden, um die Schweizer zu schlagen», mahnte auch Kapitän Moritz Müller an und verdeutlichte erneut die gewachsenen deutschen Ambitionen. «Wichtig ist jetzt, dass wir mehr wollen», sagte der Verteidiger: «Es ist ein Etappenziel, das wir erreicht haben. Aber es sollte sich keiner zurücklehnen. Es sollte keiner zufrieden sein mit der Leistung.»


Nationaltorhüter Trapp: Ziel ist klare Nummer zwei hinter Neuer

BERLIN: Fußball-Nationaltorhüter Kevin Trapp will den Kampf um den Platz hinter Stammkeeper Manuel Neuner bei der anstehenden Europameisterschaft für sich entscheiden. «Ich bin sehr ehrgeizig und ambitioniert. Mein Ziel ist es, die klare Nummer zwei zu sein. Darauf arbeite ich hin. Ich will im Training zeigen, dass die Mannschaft sich auf mich verlassen kann und dass ich da bin, wenn ich gebraucht werde», sagte Trapp in einem Interview, das am Mittwoch in der «Frankfurter Rundschau», der «Frankfurter Neuen Presse» und der «Offenbach-Post» erschien.

Trapp (30/Eintracht Frankfurt) kämpft nach dem Ausfall von Marc-André ter Stegen (29/FC Barcelona) mit Bernd Leno (29/FC Arsenal) um die Position der Nummer zwei. Trotz des Konkurrenzkampfes verstehen sich die Torhüter gut. «Natürlich hat jeder die Ambition, spielen zu wollen. Aber hier geht es um das eine große Ziel. Darauf wollen und müssen wir zusammen hinarbeiten. Ganz ehrlich: Das Verhältnis unter uns dreien, auch unter uns vieren, wenn Marc noch dabei ist, ist wirklich sehr, sehr gut», sagte Trapp.

Vor dem Start der EM (11. Juni bis 11. Juli) glaubt Trapp nicht, dass sich ein Desaster wie bei der WM 2018 mit dem Vorrunden-Aus wiederholt. Er habe ein ähnliches Gefühl wie 2017 beim Sieg im Confed Cup. «Wir haben ein super Klima innerhalb der Mannschaft, auf dem Platz geht es sehr konzentriert und fokussiert zu, wir pushen uns gegenseitig und leben den Mannschaftsgedanken. Jeder hat diesen Willen», sagte Trapp. Auch außerhalb des Platzes herrsche eine unfassbar gute Stimmung: «Ich bin sehr davon überzeugt, dass wir eine gute Rolle spielen werden. Wir haben eine Mannschaft, die an einem Strang zieht.»


Souveräner Auftaktsieg für Djokovic bei French Open

BELGRAD: Nach Topfavorit Rafael Nadal hat auch der Tennis-Weltranglisten-Erste Novak Djokovic ohne große Mühe die zweite Runde der French Open erreicht.

Der 34 Jahre alte Serbe bezwang am Dienstagabend in der zweiten Night Session der Turnier-Geschichte den Amerikaner Tennys Sandgren 6:2, 6:4, 6:2. Kurz vor dem Grand-Slam-Event in Paris hatte Djokovic in Belgrad den 83. Turniersieg seiner Karriere gefeiert. Der 13-malige Paris-Champion Nadal gewann gegen den Australier Alexei Popyrin 6:3, 6:2, 7:6 (7:3).

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