Nachrichten aus der Sportwelt am Mittwoch

Foto: epa/Jose Coelho
Foto: epa/Jose Coelho

Volle Zuschauerkapazität beim Finale der Snooker-WM geplant

LONDON: Das Finale der Snooker-Weltmeisterschaft soll in diesem Jahr als erstes Indoor-Event in Großbritannien wieder vor Publikum stattfinden. Das gab der Snooker-Weltverband am Mittwoch bekannt. Man erwarte, dass beim Finale am 2. und 3. Mai die volle Zuschauerkapazität im Crucible-Theater in Sheffield ausgeschöpft werden kann. Allerdings müssen dabei Masken getragen werden. Die Snooker-WM ist Teil eines Pilotprojekts der britischen Regierung, um schrittweise die Rückkehr von Zuschauern bei Großveranstaltungen zu ermöglichen. Teilnehmer der Snooker-WM müssen sich vor und nach dem Event mehrfach auf das Coronavirus testen lassen.


Baskenland-Rundfahrt: Schachmann fällt zurück, Pogacar siegt

ERMUALDE: Maximilian Schachmann hat auf der dritten Etappe der Baskenland-Rundfahrt wohl alle Chancen auf den Gesamtsieg eingebüßt. Der Radprofi vom Team Bora-Hansgrohe schaffte es bei der Bergankunft in Ermualde am Mittwoch nicht unter die Top Ten und fiel in der Gesamtwertung auf den zehnten Rang zurück. Der slowenische Tour-Sieger Tadej Pogacar gewann die Etappe vor seinem Landsmann und Gesamtführenden Primoz Roglic. Schachmann liegt nach der Hälfte der Rundfahrt 1:09 Minuten hinter Roglic.


25 Spieler und Betreuer bei Vancouver Canucks mit Corona infiziert

VANCOUVER: Der Corona-Ausbruch beim NHL-Team der Vancouver Canucks mit inzwischen 25 infizierten Spielern und Betreuern geht allem Anschein nach von einer einzigen infizierten Person aus. Das geht aus einer auf der Canucks-Homepage veröffentlichten Stellungnahme zweier Ärzte hervor. Alle 25 Personen haben sich mit einer Variante des Coronavirus angesteckt. Noch sei nicht klar, welche. Unter den 21 Vancouver-Profis, die auf der Corona-Liste der NHL stehen, ist auch Nationalspieler Marc Michaelis. Spieler auf dieser Liste sind nicht zwangsläufig selbst infiziert, auch Kontaktpersonen stehen darauf.


THW Kiel nach 33:28 über Szeged im Champions-League-Viertelfinale

KIEL: Die Handballer des THW Kiel stehen im Viertelfinale der Champions League. Der Titelverteidiger gewann am Mittwoch in eigener Halle das Achtelfinal-Rückspiel gegen den ungarischen Vertreter Pick Szeged mit 33:28 (18:15). Schon das Hinspiel hatten die «Zebras» ebenfalls mit 33:28 für sich entschieden. Beste Werfer im zweiten Duell waren Sander Sagosen mit neun Treffern für Kiel sowie Bogdan Radivojevic mit sieben Toren für Szeged.


Salihamidzic: Kein neuer Vertrag für Boateng

MÜNCHEN: Jérôme Boateng erhält beim FC Bayern München keinen neuen Vertrag und wird den Fußball-Rekordmeister zum Saisonende verlassen. «Das war eine gemeinsame Entscheidung der Vereinsführung», sagte Bayern-Sportvorstand Hasan Salihamidzic am Mittwoch beim Pay-TV-Sender Sky. «Ich habe das Jérôme erklärt, er hat das auch verstanden», fügte Salihamidzic an. Der 32 Jahre alte Boateng, dessen Vertrag am 30. Juni ausläuft, war im Sommer 2011 von Manchester City an die Isar gewechselt.


Bayern-Stürmer Lewandowski: Kein schnelles Comeback

MÜNCHEN: Der derzeit verletzte Starstürmer Robert Lewandowski hat ein schnelles Comeback in der kommenden Woche beim Champions-League-Rückspiel in Paris ausgeschlossen. «Nein, das ist immer noch zu früh», sagte der Angreifer der Fußball-Bundesligisten FC Bayern München am Mittwoch vor dem Viertelfinal-Hinspiel in einem Video-Interview des Pay-TV-Senders Sky. «Ich mache alles, um wieder auf den Platz zu kommen», versprach der polnische Nationalspieler.


Juventus Turin und Inter Mailand mit Siegen in Nachholspielen

TURIN: Juventus Turin ist in der italienischen Fußball-Meisterschaft wieder auf den dritten Platz vorgerückt. Der Titelverteidiger gewann am Mittwochabend ein Nachholspiel in der Serie A gegen den Tabellenfünften SSC Neapel mit 2:1 (1:0). Neun Spieltage vor Saisonende kommt Inter Mailand unterdessen seinem ersten Meistertitel seit 2010 näher. Der Tabellenführer gewann mit 2:1 (1:0) gegen den Tabellenneunten Sassuolo Calcio und baute seinen Vorsprung auf den Stadtrivalen AC auf elf Punkte aus.


UEFA-Präsident nach Treffen mit Söder optimistisch für EM-Spiele

MÜNCHEN: UEFA-Präsident Aleksander Ceferin hält nach einem Treffen mit Bayerns Ministerpräsidenten Markus Söder (CSU) EM-Spiele in München auch unter den schwierigen Bedingungen der Corona-Pandemie für möglich. Es sei ein gutes Treffen gewesen, sagte der Slowene am Mittwochabend am Rande des Champions-League-Spiels FC Bayern München gegen Paris Saint-Germain im Pay-TV-Sender Sky. «Und ich bin mir auch sicher, dass der Ministerpräsident bemüht ist, dass die EM hier stattfinden wird», sagte Ceferin. Zuletzt hatte es Diskussionen darüber gegeben, dass die Europäische Fußball-Union (UEFA) in den zwölf Spielorten auf EM-Spiele mit Zuschauern bestehen werde.


Ermittler: Überhöhte Geschwindigkeit führte zu Tiger Woods Unfall

LOS ANGELES: Golf-Superstar Tiger Woods ist bei seinem Autounfall in Los Angeles nach Angaben der Ermittler fast doppelt so schnell gefahren wie erlaubt. Der 45-Jährige war am 23. Februar mit seinem Geländewagen mit 84 bis 87 Meilen pro Stunde (rund 134 bis 140 km/h) unterwegs gewesen, gab Sheriff Alex Villanueva am Mittwoch bekannt. Erlaubt sind an der Stelle lediglich 45 Meilen pro Stunde (rund 72 km/h). Die Ermittlungsergebnisse gab der Sheriff einen Tag vor Beginn der US Masters in Augusta (US-Bundesstaat Georgia) bekannt. Das Turnier gewann Woods fünfmal, zuletzt vor zwei Jahren. Ob er je wieder als Spieler auf den Golfplatz zurückkehrt, ist offen. Bei dem Unfall hatte er sich schwere Beinverletzungen zugezogen und war anschließend mehrfach operiert worden.


Werder Bremen gewinnt DFB-Pokal-Viertelfinale gegen Jahn Regensburg

REGENSBURG: Fußball-Bundesligist SV Werder Bremen hat mit einem Sieg gegen Jahn Regensburg das Halbfinale des DFB-Pokals erreicht. Die Mannschaft von Trainer Florian Kohfeldt gewann am Mittwochabend das Viertelfinale gegen den Zweitligisten mit 1:0 (0:0). Den entscheidenden Treffer erzielte Yuya Osako in der 52. Minute. Der Bundesliga-13. trifft nun in der Vorschlussrunde am 30. April (20.30 Uhr) im eigenen Stadion auf RB Leipzig. Das andere Halbfinale bestreiten einen Tag später Borussia Dortmund und Zweitligist Holstein Kiel.


FC Chelsea gewinnt Viertelfinal-Hinspiel gegen den FC Porto

SEVILLA: Der FC Chelsea mit seinen deutschen Nationalspielern Kai Havertz, Timo Werner und Antonio Rüdiger hat sich eine gute Ausgangsposition für das Erreichen des Halbfinals in der Fußball-Champions-League verschafft. Die Mannschaft des deutschen Trainers Thomas Tuchel gewann am Mittwochabend das Viertelfinal-Hinspiel beim FC Porto mit 2:0 (1:0). Die beiden Treffer für die Blues erzielten Mason Mount (32.) und Ben Chilwell (85.). Aufgrund der Corona-Pandemie wurde das Hinspiel im spanischen Sevilla statt im portugiesischen Porto ausgetragen.


2:3 gegen Paris: Bayern droht Viertelfinal-Aus in Champions League

MÜNCHEN: Dem FC Bayern München droht das Viertelfinal-Aus in der Champions League. In der Neuauflage des Vorjahresfinals verlor der Titelverteidiger am Mittwochabend das Hinspiel im eigenen Stadion gegen Paris Saint-Germain mit 2:3 (1:2). Zweimal Kylian Mbappé (3./68.) sowie Marquinhos (28.) trafen für den französischen Fußball-Meister. Eric Maxim Choupo-Moting (37.) und Thomas Müller (60.) hatten mit ihren Toren für das zwischenzeitliche 2:2 des Bundesliga-Spitzenreiters gesorgt. Das Rückspiel findet am 13. April in Paris statt.


Gewichtheber Müller holt EM-Bronze und liegt auf Olympia-Kurs

MOSKAU: Deutschlands Gewichtheber haben bei den Europameisterschaften in Moskau eine weitere Medaille eingesammelt. In der Klasse bis 81 Kilogramm Körpergewicht holte sich am Mittwoch der Obrigheimer Nico Müller Bronze im Reißen. Der 27 Jahre alte Sportsoldat schaffte 158 Kilo in dieser Teildisziplin. Im Stoßen schrammte er allerdings nur knapp an einer Blamage vorbei. Erst im dritten Versuch bewältigte er 188 Kilo. In der olympischen Zweikampfwertung wurde er mit 346 Kilo Fünfter.


Doping: Russische Olympiasieger von Sportgerichtshof gesperrt

LAUSANNE: Die beiden russischen Leichtathletik-Olympiasieger Andrej Silnow und Natalja Antjuch sind vom Internationalen Sportgerichtshof CAS wegen Doping-Vergehen aus den Jahren 2012 und 2013 jeweils für vier Jahre gesperrt worden. Nach Angaben des CAS gilt die Sperre vom Mittwoch an. Der 36-jährige Silnow hatte 2008 in Peking Olympia-Gold im Hochsprung gewonnen, die drei Jahre ältere Antjuch war 2012 in London Olympiasiegerin über 400 Meter Hürden geworden. Beide haben ihre Karrieren bereits 2016 beendet.

Ihnen war auf Grundlage der Ermittlungen von Richard McLaren - des Sonderermittlers der Welt-Anti-Doping-Agentur WADA - im Doping-Skandal ihres Landes die Einnahme verbotener Substanzen vorgeworfen worden. Die Integritätskommission des Weltverbandes World Athletics klagte im März 2020 Silnow und Antjuch an. Wegen der Doping-Vorwürfe war Silnow 2019 als Vizechef des russischen Leichtathletikverbandes (RUSAF) zurückgetreten.

Insgesamt führte der CAS in seiner Mitteilung Doping-Urteile gegen 12 Russinnen und Russen an. Jelena Sobolewa (39), die 2008 Hallen-Weltmeisterin über 1500 Meter worden war, wurde für acht Jahre, Hammerwerferin Oxana Kondratjewa für vier Jahre gesperrt.

Der CAS gab zudem vier Einsprüchen teilweise statt, darunter dem des Hochspringers Iwan Uchow (35). Dessen Sperre wurde von vier Jahren auf zwei Jahre und neun Monate reduziert. Alle Wettkampfergebnisse vom 16. Juli 2012 bis zum 31. Dezember 2014 (statt bisher bis zum 31. Dezember 2015) bleiben gestrichen und auch sein Olympiasieg vom August 2012 in London. Uchow war im Februar 2019 vom CAS für vier Jahre suspendiert worden.


Ackermann chancenlos beim Scheldepreis - Bouhanni verzichtet

SCHOTEN: Der deutsche Sprint-Star Pascal Ackermann hat seinen ersten Saisonsieg erneut deutlich verpasst. Der 27 Jahre alte Radprofi belegte beim 109. Scheldepreis in einem chaotischen Sprint-Finale nur den sechsten Platz. Den Sieg nach komplett flachen 194 Kilometern vom niederländischen Terneuzen ins belgische Schoten sicherte sich der Belgier Jasper Philipsen vor dem irischen Favoriten Sam Bennett und dessen britischen Teamkollegen Mark Cavendish.

Am Mittwochmorgen hatte der Franzose Nacer Bouhanni nach rassistischen Beleidigungen auf das als inoffizielle Sprint-WM bekannte Rennen verzichtet. Der 30-Jährige war in den sozialen Medien rassistisch beleidigt worden, nachdem er im Sprint des Grand Prix Cholet Ende März einen anderen Fahrer in die Bande gedrängt hatte und disqualifiziert worden war.

Der Radsport-Weltverband UCI verurteilte die Anfeindungen gegen den Sprinter. «Wie schwerwiegend auch immer der Fehler des französischen Fahrers war, so rechtfertigt es die Beleidigungen noch lange nicht», teilte die UCI mit. Der Verband betonte, man werde jede Art von Diskriminierung bekämpfen.


Nach Quarantäne: Halstenberg zurück im Training von RB Leipzig

LEIPZIG: Fußball-Nationalspieler Marcel Halstenberg ist nach seiner Quarantäne wieder in das Mannschaftstraining von RB Leipzig zurückgekehrt. Das teilte der Bundesligist am Mittwoch mit. Der Abwehrspieler hatte sich zwar nicht selbst mit dem Coronavirus infiziert, war aber bei den jüngsten Länderspielen als Kontaktperson 1 von Jonas Hofmann eingestuft worden und musste sich in Quarantäne begeben. Der Profi von Borussia Mönchengladbach war positiv getestet worden. Halstenberg hatte durch die Isolation das Top-Spiel gegen Bayern München verpasst, das Leipzig am Karsamstag 0:1 verloren hatte.


Borussia Mönchengladbach vermeldet Minus von 16,8 Millionen Euro

MÖNCHENGLADBACH: Für Borussia Mönchengladbach hält sich der durch die anhaltende Corona-Pandemie entstandene wirtschaftliche Schaden in Grenzen. Wie der Fußball-Bundesligist am Mittwoch mitteilte, wurde das Geschäftsjahr 2020 mit einem Minus von 16,8 Millionen Euro abgeschlossen. Demnach erwirtschaftete der Tabellen-Neunte im Zeitraum vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2020 Erträge von 163,4 Millionen Euro. Das Eigenkapital betrug zum 31. Dezember 2020 86 Millionen Euro. «Dass wir das Geschäftsjahr mit einem Jahresfehlbetrag von 16,8 Millionen Euro abschließen, ist unter diesen extrem schwierigen Rahmenbedingungen als Erfolg zu verbuchen», kommentierte Geschäftsführer Stephan Schippers.


DFL zur Quarantäne-Problematik in der 2. Liga: «Beobachten permanent»

FRANKFURT/M.: Angesichts der zunehmenden Corona-Problematik in der 2. Liga weist die Deutsche Fußball Liga erneut darauf hin, dass verpflichtende Quarantäne-Trainingslager für alle Teams ausdrücklich nicht ausgeschlossen sind. «Sollte es in der kommenden Zeit zu einer Neu-Bewertung (...) kommen, wird die DFL darüber informieren», sagte ein Sprecher des Dachverbandes der 36 Proficlubs am Mittwoch der Deutschen Presse-Agentur. Das DFL-Präsidium hatte erst am Dienstag mitgeteilt, dass man eine derartige Maßnahme «aus medizinischer Perspektive derzeit nicht für notwendig» halte.


Huntelaar schließt 2. Liga auf Schalke nicht kategorisch aus

DÜSSELDORF: Stürmerstar Klaas-Jan Huntelaar lässt die Fortsetzung seiner Fußball-Karriere offen und schließt eine Zukunft bei Schalke 04 in der 2. Bundesliga zumindest nicht kategorisch aus. «Man weiß nicht, was passiert. Fußball ist eine schöne Sache», sagte der 37 Jahre alte Niederländer am Mittwoch. Schalkes neuer Trainer Dimitrios Grammozis hatte nach dem jüngsten 1:2 des abgeschlagenen Bundesliga-Schlusslichts in Leverkusen gesagt, dass man mit Huntelaar über dessen Zukunft reden solle.


Rummenigge spricht erneut Machtwort: DFB muss ohne Flick planen

MÜNCHEN: Bayern Münchens Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge hat einem möglichen Wechsel von Trainer Hansi Flick auf den Posten des Bundestrainers nach dieser Saison erneut eine klare Absage erteilt. «Sie werden ohne Hansi planen müssen», sagte der 65-Jährige dem Internet-Portal «The Athletic» (Mittwoch) in Richtung des Deutschen Fußball-Bunds. «Meine Erfahrung sagt mir, dass Trainer, die bei Bayern gut arbeiten, gepflegt und langfristig gehalten werden müssen.» Flick wird als möglicher Nachfolger von Joachim Löw gehandelt, der nach der EM als Chefcoach der deutschen Nationalmannschaft aufhört. Flicks Vertrag beim deutschen Rekordmeister läuft noch bis 30. Juni 2023.


Schwimm-Verband: Olympiasieger Groß als Unterstützer im Gespräch

KASSEL: Auf der Suche nach Hilfe in turbulenten Zeiten beschäftigt sich der Deutsche Schwimm-Verband mit dem dreimaligen Olympiasieger Michael Groß. In einem kritischen Brief an Präsident Marco Troll und den DSV-Vorstand sprechen sich unter anderen Ahtletensprecherin Sarah Köhler und die beiden Bundestrainer Bernd Berkhahn und Hannes Vitense für eine Rehabilitierung von Leistungssportdirektor Thomas Kurschilgen aus. Sollte dies nicht zeitnah möglich sein, schlagen sie Groß als Interimslösung für den Posten vor. «Der DSV ist am Zug. Mehr möchte ich dazu derzeit nicht sagen», sagte Groß der Deutschen Presse-Agentur.


EM-Titel für Gewichtheber kein Bonus auf dem Weg nach Tokio

MOSKAU: Die deutschen Gewichtheber müssen trotz der beiden Goldmedaillen bei den Europameisterschaften in Moskau um die Qualifikation für die Olympischen Spiele bangen. «Wir freuen uns über jede Medaille, müssen aber auf die Quali-Plätze achten», sagte Bundestrainer David Kurch am Mittwoch. Grund ist das komplizierte Qualifikationssystem mit Ranglisten, die nicht den tatsächlichen Stand auf dem Weg nach Tokio wiedergeben. Restriktionen wegen Dopings und Umplanungen in einigen Teams führen zu Veränderungen, die aber erst im Juni greifen. Außerdem hat der Weltverband IWF beim IOC wegen der Corona-Pandemie ein neues Qualifikationssystem vorgestellt, das alles auf den Kopf stellen könnte.

Max Lang, der am Dienstagabend Europameister im Stoßen in der Klasse bis 73 Kilogramm wurde, ist in der Olympia-Rangliste zurückfallen. Drei Konkurrenten, die in der Zweikampfwertung besser waren, sind an dem Mutterstädter vorbeigezogen. Lang wurde im Zweikampf nur Sechster. Nicht Platzierungen und Titelgewinne sind ausschlaggebend, sondern die in Punkten umgerechnete Leistung. «Es ärgert mich schon, dass ich mein primäres Ziel nicht erreicht habe», sagte der 1,66 Meter große Athlet, bezeichnete den EM-Titel aber als «größten Erfolg bisher». Zwei Tage zuvor hatte der Schwedter Jon Luke Mau Gold im Stoßen gewonnen, verfügt aber kaum noch über eine Chance auf Olympia.

Derzeit nimmt Lang in der offiziellen Rangliste Platz 21 ein, in der sogenannten bereinigten und damit realistischen Wertung ist er 13. Nur die ersten acht Heber erhalten das Tokio-Ticket. Hinzu kommen die besten Kontinentalvertreter hinter den acht Qualifizierten. Auf diesen Europa-Bonus hofft Lang.


Liverpool-Coach Klopp nach 1:3 gegen Real sauer auf Schiri Brych

MADRID: Trainer Jürgen Klopp hat nach der 1:3-Niederlage des FC Liverpool im Viertelfinal-Hinspiel der Champions League gegen Real Madrid den deutschen Schiedsrichter Felix Brych kritisiert. Schon auf dem Weg in die Katakomben war über die Mikrofone zu hören, wie Klopp am Dienstagabend zu Brych sagte: «Das ist unfair.» Auf der Pressekonferenz nach der Niederlage erklärte Klopp seinen Ärger: «Die Situation mit Sadio, da muss ich sagen, was der Schiedsrichter da heute Abend gemacht hat, verstehe ich nicht», sagte Klopp. Er habe das Gefühl gehabt, Mané habe nach einer Situation, die Brych womöglich als Schwalbe gesehen hatte, kein Foul gegen sich mehr gepfiffen bekommen.


«Bild»: Verhandlungen zur Vertragsauflösung von Bobic vor Abschluss

FRANKFURT/MAIN: Die Verhandlungen zwischen Eintracht Frankfurt und Sportvorstand Fredi Bobic über eine vorzeitige Auflösung des bis 2023 laufenden Vertrages könnten sich Medien-Informationen zufolge dem Ende nähern. Wie die «Bild» berichtet, wollen beide Seiten nach zuletzt schwierigen Gesprächen am besten bis Ende der Woche, spätestens aber nach dem Bundesligaspiel gegen den VfL Wolfsburg am Samstag eine Lösung präsentieren.


Rummenigge gegen Boykott der Fußball-WM in Katar

MÜNCHEN: Bayern Münchens Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge hält nichts von einem Boykott der Fußball-WM im kommenden Jahr in Katar. «Die Spieler haben das gute Recht, ihre Bedenken vorzubringen», sagte der frühere Nationalspieler dem Internet-Portal «The Athletic» (Mittwoch). «Wir sind der Meinung, dass Veränderung nicht durch Zurückweisung geschieht, sondern nur durch Dialog. Und Veränderung passiert nicht über Nacht, sie braucht Zeit.»


Tennisprofi Struff erreicht Viertelfinale auf Sardinien

CAGLIARI: Jan-Lennard Struff steht beim Herrentennis-Turnier auf Sardinien im Viertelfinale. Der 30-jährige Sauerländer besiegte den britischen Qualifikanten Liam Broady am Mittwoch mit 6:4, 6:2. Nach 1:21 Stunden beendete der favorisierte Weltranglisten-41. die Partie gegen den 27-jährigen Broady, der nur auf Platz 152 geführt wird. Struff hatte dabei wesentlich weniger Mühe als tags zuvor in der ersten Runde. Beim Erfolg über den Portugiesen Joao Sousa hatte sich der zweitbeste deutsche Tennisprofi erst nach der Abwehr von fünf Matchbällen durchgesetzt.


Olympia-Fackellauf in Osaka wegen steigender Corona-Zahlen abgesagt

TOKIO: Angesichts steigender Corona-Neuninfektionen hat die Regierung der japanischen Präfektur Osaka den olympischen Fackellauf durch die gesamte Region abgesagt. Das teilte Osakas Gouverneur Hirofumi Yoshimura am Mittwoch mit. Die örtliche Regierung hatte zunächst nur eine Absage für die gleichnamige Millionenmetropole und Präfekturhauptstadt geplant. Am Mittwoch verhängten die Behörden einen Notstand in der westjapanischen Präfektur, nachdem dort mit mehr als 800 neuen Fällen der höchste Tageswert an Neuinfektionen seit Beginn der Pandemie registriert worden war.


Rassistische Beleidigung: Bouhanni verzichtet auf Scheldepreis

SCHOTEN: Der französische Radprofi Nacer Bouhanni verzichtet nach rassistischen Beleidigungen gegen ihn auf einen Start beim Scheldepreis an diesem Mittwoch. Das teilte sein Team Arkéa-Samsic via Twitter mit. «Nach den jüngsten Ereignissen ist Nacer Bouhanni nicht in der Lage, an den Start zu gehen», hieß es in dem Tweet. Der 30-Jährige war in den sozialen Medien rassistisch beleidigt worden, nachdem er im Sprint des Grand Prix Cholet Ende März einen anderen Fahrer in die Bande gedrängt und disqualifiziert worden war.

Der Radsport-Weltverband UCI verurteilte die Anfeindungen gegen den Sprinter. «Wie schwerwiegend auch immer der Fehler des französischen Fahrers war, so rechtfertigt es die Beleidigungen noch lange nicht», teilte die UCI mit. Der Verband betonte, man werde jede Art von Diskriminierung bekämpfen.


Ski-Gesamtweltcupsiegerin Vlhova trennt sich von Trainer Magoni

STUTTGART: Die slowakische Skirennfahrerin Petra Vlhova hat die Zusammenarbeit mit Erfolgstrainer Livio Magoni nach fünf Jahren beendet. «Es war ein langer und steiniger Weg zum Erfolg, den wir uns alle so sehr gewünscht hatten», schrieb die Gesamtweltcup-Siegerin des vergangenen Winters in den sozialen Medien. Mit dem erstmaligen Gewinn der großen Kristallkugel sei für die 25-Jährige ein Traum wahr geworden. «Es waren fünf fantastische Jahre, während denen ich viel gelernt habe. Ich bin dir dankbar für diese Zeit, für deine unendliche Energie und deinen Perfektionismus. Danke, Livio.»

Gründe für die Trennung von dem 57 Jahre alten Italiener nannte Vlhova nicht. Auch, wer sie künftig trainieren wird, ließ sie offen. Magoni hatte in einem Interview kürzlich überraschend kritische Bemerkungen über die Slowakin gemacht und sich anschließend dafür entschuldigt. 2013 hatte der Coach, der als Schleifer gilt und für mitunter durchaus unkonventionelle Trainingsmethoden bekannt ist, bereits die Slowenin Tina Maze zum Gesamtweltcup-Sieg geführt.


Vettel legt Riesen-Blumenherz mit Töchtern an

WIEN: Formel-1-Pilot Sebastian Vettel hat sich während des ersten Corona-Lockdowns im vergangenen Jahr in Sachen Ackerbau fortgebildet. «Das Thema Landwirtschaft interessiert mich. Draufgekommen bin ich als Sportler über die Ernährung und die Frage, was muss man essen, damit man fitter wird. Was kann man denn machen, um sich gesünder zu ernähren, um letzten Endes mehr Leistung aus seinem Körper rauszuquetschen», erzählte der viermalige Weltmeister am Mittwoch in Wien bei der Vorstellung der Initiative «BioBienenApfel» zur Schaffung von Bienen-Lebensraum.

Aston-Martin-Pilot Vettel ist einer der Projekt-Botschafter. Er erzählte davon, dass er 2020 aus der Praxis auf einem Bio-Bauernhof viel mitgenommen habe. «Es war auf jeden Fall sehr interessant», sagte der 33-jährige Hesse, der in der Schweiz lebt.

Vettel hat im vergangenen Jahr mit seinen Töchtern ein eigenes Projekt begonnen: das Anlegen eines Blumenherzens. «Da ich mich mit einem kleinen Herz nicht zufrieden geben wollte, habe ich das Herz ein bisschen größer abgesteckt», erzählte Vettel lachend. «Die Mädels waren anfangs dabei, aber dann war ich alleine mit dem Spaten, das war sehr anstrengend.»


China kritisiert Diskussion über Boykott der Winterspiele in Peking

PEKING: China hat scharfe Kritik an den USA und der Diskussion über einen möglichen Boykott der Olympischen Winterspiele 2022 in Peking geübt. «Die Politisierung des Sports läuft der olympischen Charta zuwider, schadet den Interessen aller Sportler und der internationalen olympischen Bewegung», sagte Außenamtssprecher Zhao Lijian am Mittwoch vor der Presse in Peking. Er reagierte auf Äußerungen des Sprechers des US-Außenministeriums in Washington, dass die USA mit Verbündeten über einen möglichen Boykott der Winterspiele sprechen wollten.

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