Nachrichten aus der Sportwelt am Mittwoch

Deutscher Fahrer Emanuel Buchmann vom Team Bora-hansgrohe . Foto: epa/Benoit Tessier
Deutscher Fahrer Emanuel Buchmann vom Team Bora-hansgrohe . Foto: epa/Benoit Tessier

Buchmann wird es freuen: Ein Giro d'Italia für die Kletterer

TURIN: Der 104. Giro d'Italia dürfte Deutschlands Radsport-Hoffnung Emanuel Buchmann gefallen. Auf den 3450,4 Kilometern von Turin nach Mailand warten vom 8. bis 30. Mai insgesamt sechs Bergankünfte und weitere schwere Etappen durch das Hochgebirge auf die Fahrer. Das ergab am Mittwoch die Streckenpräsentation der Italien-Rundfahrt. Buchmann, der Tour-de-France-Vierte von 2019, wird in diesem Jahr den Giro fahren, da die Strecke deutlich anspruchsvoller als die Frankreich-Rundfahrt ist.


Russische Leichtathleten nicht bei Hallen-EM in Torun am Start

FRANKFURT/MAIN: Russische Leichtathleten werden an der Hallen-EM vom 4. bis 7. März im polnischen Torun nicht teilnehmen. Wie der nationale Verband Rusaf am Mittwoch mitteilte, konnten die individuellen Startgenehmigungen von Sportlern aus Russland vom Weltverband World Athletics nicht rechtzeitig erteilt werden. Seit November 2015 ist Russland wegen des Skandals um flächendeckendes Doping suspendiert und darf seitdem nur unbelastete und als neutral eingestufte Athleten nach Prüfung durch World Athletics zu internationalen Wett- und Titelkämpfen schicken.


Weltmeister Holloway verbessert 27 Jahren alten Hürden-Weltrekord

MADRID: Grant Holloway aus den USA hat beim Hallen-Meeting der Leichtathleten in Madrid einen Uralt-Weltrekord gebrochen. Der Weltmeister lief am Mittwoch über 60 Meter Hürden 7,29 Sekunden. Damit war der 24-Jährige eine Hundertstelsekunde schneller als der Brite Colin Jackson 1994 in Sindelfingen. Für Holloway war es der 54. Sieg in einem Hallenrennen in Serie. Nach Angaben des Weltverbandes hatte der Hürdensprinter zuletzt 2014 im Alter von 16 Jahren einen Hürdensprint unter dem Hallendach verloren.


Nach «Fall Frehse»: DTB will Änderung bei Traineranstellung

BERLIN: Der Deutsche Turner-Bund (DTB) hat als Reaktion auf den Fall der Trainerin Gabriele Frehse einen Strukturwandel gefordert. Bei einer Anhörung vor dem Sportausschuss des Deutschen Bundestages schlug DTB-Präsident Alfons Hölzl am Mittwoch in Berlin vor, dass Trainer künftig von den Spitzensportverbänden statt an den Olympiastützpunkten angestellt werden sollen. «Das ist ein ganz konkreter Punkt, den wir aus der jetzigen Situation lernen. Dass man nicht ums Eck marschieren muss und es leichter ist, Entscheidungen zu treffen und umzusetzen», sagte Hölzl im Anschluss der Deutschen Presse-Agentur.


DFB: Würzburg mit Einspruch gegen Darmstadt-Spiel erneut gescheitert

FRANKFURT/MAIN: Der Zweitligist Würzburger Kickers ist auch vor dem Bundesgericht des Deutschen Fußball-Bundes mit seinem Einspruch gegen die 0:2-Niederlage bei Darmstadt 98 gescheitert. Mit seiner Entscheidung bestätigte das Gremium am Mittwoch das Urteil des Sportgerichts vom 25. Januar. Die Vorinstanz war unter Vorsitz von Hans E. Lorenz zum Schluss gekommen, dass die Partie am 19. Dezember 2020 unter regulären Bedingungen ausgetragen worden sei. Der aktuelle Tabellenletzte aus Würzburg hatte das Ergebnis angefochten und dies damit begründet, dass er nur 14 spielberechtigte Profis hatte aufbieten können.


DFB-Frauen verlieren 1:2 gegen Europameister Niederlande

VENLO: Die deutschen Fußball-Frauen haben den Sieg beim Drei-Länder-Turnier «Three Nations. One Goal.» verpasst. Am Mittwoch musste sich das Team von Bundestrainerin Martina Voss-Tecklenburg in Venlo im abschließenden Spiel Europameister Niederlande mit 1:2 (1:1) geschlagen geben. Jackie Groenen (16.) und Danielle van de Donk (60.) trafen für die Gastgeberinnen. Laura Freigang (44.) von Eintracht Frankfurt hatte den zwischenzeitlichen Ausgleich erzielt. Am Sonntag hatte sich die DFB-Elf in Aachen gegen Belgien mit 2:0 durchgesetzt. Auch die Niederländerinnen hatten Belgien geschlagen und gewannen mit zwei Siegen das Turnier.


Rhein-Ruhr-Initiatoren halten an Olympia-Bewerbung fest

DÜSSELDORF: Die Initiatoren der Rhein-Ruhr-Bewerbung für Olympia 2032 wollen ihre Bemühungen um Sommerspiele trotz des IOC-Votums für Brisbane fortsetzen. «Unser Angebot für ökologisch und ökonomisch nachhaltige Spiele werden wir weiter als Privatinitiative aufrechterhalten», teilte Initiator Michael Mronz am Mittwoch mit. Der Schritt des Internationalen Olympischen Komitees, die australische Region Queensland zum bevorzugten Kandidaten zu erklären und vorerst ausschließlich mit diesem verhandeln zu wollen, sei «überraschend».


IOC: Brisbane bevorzugter Olympia-Ausrichter für 2032

LAUSANNE: Im Rennen um die Olympischen Spiele 2032 ist das australische Brisbane der bevorzugte Kandidat des IOC. Die Exekutive des Internationalen Olympischen Komitees nahm am Mittwoch den Vorschlag der Kommission für künftige Sommerspiele an und machte die Region Queensland damit frühzeitig zum Favoriten. Dies ist auch ein herber Dämpfer für die Initiative aus der Rhein-Ruhr-Region, die sich Hoffnungen als möglicher deutscher Bewerber macht. Durch die Entscheidung der IOC-Spitze werden nun vorerst ausschließlich Verhandlungen mit den Australiern geführt. Verlaufen diese gut, wird Brisbane der IOC-Vollversammlung als 2032-Ausrichter vorgeschlagen.


Real müht sich in Überzahl zu 1:0 in Bergamo - Siegtor durch Mendy

BERGAMO: Dank eines Treffers von Ferland Mendy hat Real Madrid gute Chancen auf den erstmaligen Einzug ins Viertelfinale der Champions League seit 2018. Mendy erzielte am Mittwochabend in der 86. Minute im Achtelfinal-Hinspiel bei Atalanta Bergamo das entscheidende 1:0 (0:0) für den spanischen Fußball-Rekordmeister. Allerdings mühte sich Real trotz einer über 70-minütigen Überzahl gegen die abwehrstarken Italiener zu dem Erfolg. Bergamos Remo Freuler hatte in der 17. Minute wegen einer Notbremse vom Hamburger Schiedsrichter Tobias Stieler die Rote Karte gesehen. Das Rückspiel ist am 16. März in Madrid.


Gladbach vor dem Aus in der Champions League - 0:2 gegen Man City

BUDAPEST: Borussia Mönchengladbach steht in der Fußball-Champions-League vor dem Aus. Der Bundesliga-Achte verlor am Mittwoch das Achtelfinal-Hinspiel gegen Manchester City in Budapest mit 0:2 (0:1). Damit dürften die Chancen im Rückspiel am 16. März, doch noch die nächste Runde zu erreichen, erheblich gesunken sein. Bernardo Silva (29. Minute) und Gabriel Jesus (65.) erzielten die Treffer für den englischen Spitzenreiter. Aufgrund der Einreisebeschränkungen für englische Mannschaften in Deutschland wurde das Spiel in der ungarischen Hauptstadt ausgetragen.


Ex-Herthaner Lustenberger vor Leverkusen: «Sind gewarnt, aber bereit»

LEVERKUSEN: Der langjährige Berliner Hertha-Profi Fabian Lustenberger geht mit großem Respekt, aber auch Selbstbewusstsein in das Zwischenrunden-Rückspiel der Europa League mit den Young Boys Bern bei Bayer Leverkusen (Donnerstag, 21.00 Uhr/DAZN). «Wir haben das Hinspiel gewonnen und eine gute Ausgangslage. Aber wir wissen, dass Leverkusen unglaubliche Qualitäten hat», sagte der 32-Jährige, der von 2007 bis 2019 für Hertha BSC spielte: «Wir sind gewarnt, aber wir sind auch bereit und werden Leverkusen alles abverlangen.»

Der Schweizer Double-Sieger hatte das Hinspiel vor einer Woche nach 3:0-Führung und zwischenzeitlichem Ausgleich mit 4:3 gewonnen. «Ich denke, dass es nicht wieder so ein verrücktes Spiel wird wie das erste», sagte Berns Trainer Gerardo Seoane, dessen Team als offensivstark gilt. «Wenn man in solch engem zeitlichen Rahmen zweimal gegeneinander spielt, werden beide Seiten ihre Lehren gezogen haben.» Bern wolle sich aber keineswegs hinten reinstellen, auch wenn ein 0:0 reichen würde. «Natürlich ist es unser Wunsch, im Ballbesitz schnell nach vorne zu spielen», sagte Seoane, der Gerüchte über ein angebliches Interesse von Borussia Mönchengladbach zuletzt nicht kommentieren wollte.

Lustenberger wollte sich derweil zu seinem Ex-Club aus Berlin, der nur aufgrund der besseren Tordifferenz nicht auf dem Bundesliga-Relegationsplatz steht, nicht ausführlich äußern. «Es ist nicht der richtige Zeitpunkt dafür», sagte er: «Was ich sagen kann, ist, dass ich die Daumen drücke, dass sie den Turnaround schaffen.»


Wegen Corona: Neue Tischtennis-Turnierserie startet ohne Chinesen

DOHA/KATAR: Der Start der neuen Tischtennis-Turnierserie WTT wird in der kommenden Woche ohne Spielerinnen und Spieler aus China stattfinden. Die alles überragende Nation im Tischtennis hat ihre Teilnahme an den ersten beiden Wettbewerben in Katar mit dem Verweis auf die Coronavirus-Pandemie wieder abgesagt. Man werde «bis zu den Olympischen Spielen im Sommer keine chinesischen Tischtennis-Spieler außerhalb Chinas» spielen lassen, wird der Generalsekretär des chinesischen Verbandes CTTA, Qin Zhijian, am Mittwoch auf der Internetseite des Weltverbandes ITTF zitiert.


Star-Quarterback Roethlisberger vor Einigung mit Pittsburgh

PITTSBURGH: Die Zukunft von Star-Quarterback Ben Roethlisberger in der NFL ist so gut wie geklärt. Wie sein Club Pittsburgh Steelers am Mittwoch mitteilte, hat sich der 38-Jährige mit Besitzer Art Rooney II getroffen. Beide Parteien sind übereingekommen, weiterhin zusammenarbeiten zu wollen. «Der nächste Schritt ist nun, an Bens Vertrag zu arbeiten», sagte Rooney. Der Vertrag von Roethlisberger mit den Steelers läuft zwar noch, soll aber angepasst werden, damit der Club mehr Spielraum beim Gehalt bekommt. In der NFL gibt es eine Gehaltsobergrenze.


Radprofi Ackermann Sechster im Massensprint der UAE-Tour

AL MARJAN: Pascal Ackermann hat auf der vierten Etappe der UAE-Tour den angepeilten ersten Saisonsieg klar verpasst. Im Massensprint auf der Insel Al Marjan belegte der 27-Jährige vom Team Bora-hansgrohe nach 204 Kilometern Platz sechs. Den Tagessieg sicherte sich der Ire Sam Bennett vor dem Niederländer David Dekker und dem Australier Caleb Ewan. Der Bocholter Phil Bauhaus wurde Siebter. In der Gesamtwertung verteidigte Top-Favorit Tadej Pogacar aus Slowenien seine Führung problemlos. Eine Vorentscheidung beim World-Tour-Auftakt in den Vereinigten Arabischen Emiraten dürfte am Donnerstag auf der fünften von sieben Etappen fallen.


Ehemaliger Bundesliga-Schiedsrichter Udo Horeis gestorben

HAMBURG: Der ehemalige Bundesliga-Schiedsrichter Udo Horeis ist tot. Wie der Hamburger Fußball-Verband am Mittwoch unter Berufung auf die Familie mitteilte, starb der Hamburger am Dienstag im Alter von 76 Jahren. Der Unparteiische leitete 58 Spiele in der 2. Liga und 57 Partien in der höchsten deutschen Spielklasse. Auf internationaler Bühne kam Horeis mehrmals als Linienrichter zum Einsatz. Seit 1974 war der selbstständige Kaufmann Mitglied beim TuS Hamburg. Deutschlandweite Aufmerksamkeit erlangte Horeis am 7. März 1981 im kuriosen Spiel Bayer Leverkusen gegen Bayern München.


Mustafi glaubt weiter an Klassenverbleib des FC Schalke

GELSENKIRCHEN: Shkodran Mustafi glaubt weiter an den Klassenverbleib des FC Schalke 04. «Ich bin davon überzeugt, dass die Mannschaft genug Potenzial hat, um es noch mal umzudrehen. Aber wir brauchen dringend Punkte. Ich hoffe, dass wir am Ende der Saison in der 1. Liga bleiben», sagte der Weltmeister von 2014 am Mittwoch in einem vom Fußball-Bundesligisten veröffentlichten Interview. Nach nur neun Punkten in 22 Spielen ist der Traditionsclub Tabellenletzter mit bereits neun Zählern Rückstand zum Relegationsplatz 16.


Amnesty: Katar muss Todesfälle von Arbeitsmigranten untersuchen

DOHA/BERLIN: Die Menschenrechtsorganisation Amnesty International hat Katar aufgerufen, Todesfälle unter Arbeitsmigranten unabhängig zu untersuchen. Notwendig seien Autopsien, um die tatsächliche Ursachen für ungeklärte Todesfälle zu ermitteln, erklärte Amnestys Katar-Expertin Regina Spöttl am Mittwoch. Das Emirat ist Gastgeber der Fußball-Weltmeisterschaft 2022. Der britische «Guardian» hatte am Dienstag gemeldet, seit der Vergabe der WM im Jahr 2010 seien in Katar mehr als 6500 Arbeiter aus Indien, Pakistan, Nepal, Bangladesch und Sri Lanka gestorben.


Europa League: Bayer gegen Bern wieder ohne Bender-Zwillinge

LEVERKUSEN: Bayer Leverkusen muss im Zwischenrunden- Rückspiel der Europa League am Donnerstag gegen den Schweizer Double-Sieger Young Boys Bern wieder auf die Bender-Zwillinge Lars und Sven verzichten. Während Lars wegen einer Meniskus-Operation ohnehin lange ausfällt, musste auch Sven nach seiner Auswechslung im Liga-Spiel beim FC Augsburg am Sonntag kurzfristig passen. Da Stammtorhüter Lukas Hradecky wegen einer Achillessehnenverletzung länger ausfällt, wird Niklas Lomb trotz seines Patzers in Augsburg am Donnerstag zu seinem insgesamt sechsten Pflichtspiel für die Profis kommen.


Trainer missbrauchte minderjährige Nachwuchskicker: Sechs Jahre Haft

WIEN: Ein ehemaliger Fußballtrainer ist wegen Missbrauchs Minderjähriger in Österreich zu sechs Jahren Haft verurteilt worden.

Der 67-Jährige wurde in Wien schuldig gesprochen, weil er fünf Jungen zwischen 1989 und 2005 teils über Jahre sexuell missbraucht hatte. Er hatte die Taten zwar gestanden, aber keine Einsicht gezeigt. Er sei immer der Überzeugung gewesen, dass er den Jungen nicht geschadet habe. Fachärzte hatten bei drei der Betroffenen - inzwischen 28, 36 und 44 Jahre alt - dagegen gravierende psychische Folgen festgestellt, die mit einer schweren Körperverletzung gleichzusetzen seien. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig. Der Mann kündigte nach dem Urteil am Mittwoch an, er gehe in Berufung.


Handball: Deutsche Spielzeiten in der Olympia-Quali festgelegt

HAMBURG: Die Spielzeiten der deutschen Handballer für das olympische Qualifikationsturnier in Berlin stehen fest. Wie der Deutsche Handballbund (DHB) am Mittwoch mitteilte, startet die Auswahl von Bundestrainer Alfred Gislason am 12. März um 15.15 Uhr gegen Schweden. Die Begegnung gegen den Vizeweltmeister wird live in der ARD übertragen. Die Spiele am 13. März gegen Slowenien (15.35 Uhr) und am 14. März gegen Algerien (15.45 Uhr) übernimmt das ZDF. Um den Sprung nach Tokio zu schaffen, muss die deutsche Auswahl mindestens den zweiten Platz in der Vierergruppe belegen.


Eröffnungsfeier der Nordischen Ski-WM findet ohne Sportler statt

OBERSTDORF: Die Eröffnungsfeier der Nordischen Ski-WM in Oberstdorf wird coronabedingt ohne Sportler stattfinden. «Auch wir werden die Eröffnungsfeier nur im Fernsehen sehen», sagte der Sportliche Leiter der deutschen Langläufer Andreas Schlütter. «Vielleicht werden wir uns im Hotel zumindest virtuell zusammenschalten.» Die Eröffnungsfeier mit einer Lichtshow ist am Mittwochabend um 20.00 Uhr angesetzt und wird im Livestream bei BR24 übertragen.


Eishockey-Profis Kahun und Draisaitl glänzen in der NHL

VANCOUVER: Mit einem Doppelpack von Eishockey-Nationalspieler Dominik Kahun und drei Vorlagen von Leon Draisaitl haben die Edmonton Oilers ein 0:3 gegen die Vancouver Canucks in der NHL noch gedreht. Der 25-Jährige Kahun erzielte beim 4:3 in Vancouver am Dienstagabend die beiden ersten Treffer für die Oilers und kommt nun auf vier Saisontore. «Ich bin sehr zufrieden, vor allem auch, dass wir das Spiel noch gedreht haben. So was macht einen stolz, und sowas macht immer sehr viel Spaß», sagte Kahun.


Olympia-Bewerbung Rhein-Ruhr: Bürgerbefragung bis zum Frühherbst

FRANKFURT/MAIN: Die Bürgerbefragung zu einer möglichen Bewerbung um die Olympischen Spiele 2032 mit der Region Rhein-Ruhr soll eventuell mit der Bundestagswahl am 26. September gekoppelt werden. «Dies wäre ein möglicher Termin», sagte Alfons Hörmann, Präsident des Deutschen Olympischen Sportbundes, der Deutschen Presse-Agentur. Das Zeitfenster dafür sei relativ eng und bis zum frühen Herbst begrenzt, um die Entscheidung über eine Olympia-Bewerbung auf der politischen Ebene und im Hinblick auf die DOSB-Mitgliederversammlung im Dezember vorbereiten zu können.


Staatsanwaltschaft ermittelt gegen Chemnitzer Turn-Trainerin

CHEMNITZ: Die Missbrauchsvorwürfe gegen die Chemnitzer Turn-Trainerin Gabriele Frehse beschäftigen auch die Justiz. Wie eine Sprecherin der Staatsanwaltschaft Chemnitz der Deutschen Presse-Agentur am Mittwoch bestätigte, läuft gegen Frehse und einen Arzt seit Dezember 2020 ein Ermittlungsverfahren, unter anderem wegen des Verdachts der Körperverletzung. Zuerst hatte der «Spiegel» darüber berichtet. Nach einer Untersuchung durch eine Frankfurter Kanzlei hatte der Deutsche Turner-Bund (DTB) «schwerwiegende Pflichtverletzungen» von Frehse festgestellt.


Erfolg für Löw: Bayern-Profi Musiala will für Deutschland spielen

ROM: Bayern-Profi Jamal Musiala hat sich nach intensivem Werben auch von Bundestrainer Joachim Löw für eine Zukunft in der deutschen Fußball-Nationalmannschaft entschieden. Das sagte der Deutsch-Engländer im Interview mit «sportschau.de» sowie beim englischen Sportportal «The Athletic». Der in Stuttgart geborene Musiala spielte zuletzt für die englische U21-Nationalmannschaft. «Ich habe ein Herz für Deutschland und ein Herz für England. Beide Herzen werden auch weiterhin schlagen. Ich habe sehr viel über diese Frage nachgedacht. Am Ende habe ich auf mein Gefühl gehört, dass es die richtige Entscheidung ist, für Deutschland zu spielen», sagte Musiala, der an diesem Freitag 18 Jahre alt wird, «sportschau.de».


Stuttgarter Tennis-Turnier plant mit Top Drei der Welt

STUTTGART: Auch in der Coronavirus-Pandemie plant das WTA-Tennisturnier in Stuttgart mit einem Weltklasse-Teilnehmerfeld. Die Top Drei der Weltrangliste und die deutsche Nummer eins Angelique Kerber wollen bei der stark besetzten Hallen-Veranstaltung vom 17. bis 25. April antreten. Erstmals will nach Veranstalter-Angaben vom Mittwoch die Weltranglisten-Erste Ashleigh Barty dabei sein. Die Australierin hatte im vergangenen Jahr ab Ende Februar auf Reisen verzichtet und deshalb bis zur neuen Saison kein Match mehr bestritten. Zudem haben die japanische Australian-Open-Siegerin Naomi Osaka und die Weltranglisten-Zweite Simona Halep aus Rumänien ihre Zusagen gegeben.


Bisher 4000 Tests bei Nordischer Ski-WM - Ein Verdachtsfall

OBERSTDORF: Bei der Nordischen Ski-Weltmeisterschaft in Oberstdorf hat die erste große Corona-Testreihe aller Beteiligten fast nur negative Befunde gebracht. Aus den ersten 4000 Tests hat sich lediglich ein Verdachtsfall ergeben, der sich nun in Quarantäne befindet, wie Geschäftsführer Moritz Beckers-Schwarz am Mittwoch bei der Auftakt-Pressekonferenz sagte.


Urteil gegen Doping-Arzt Mark S. laut Gericht nun rechtskräftig

ERFURT/MÜNCHEN: Das Urteil gegen den Erfurter Doping-Arzt Mark S. ist rechtskräftig. Das teilte das Oberlandesgericht München am Mittwoch mit. Die Revisionsführer Mark S. und Ansgard S. hätten ihre Revisionen in dem Strafverfahren gegen S. und vier weitere Angeklagte zurückgenommen, damit sei das Urteil rechtskräftig, erklärte das Gericht. Mark S. war wegen jahrelangen Blutdopings an Sportlern und gefährlicher Körperverletzung zu vier Jahren und zehn Monaten Haft verurteilt worden. Zudem bekam er ein Berufsverbot von drei Jahren. Mitte Januar hatte sein Anwalt Juri Goldstein angekündigt, Revision vor dem Bundesgerichtshof (BGH) einzulegen.


Woods erleidet bei Autounfall offene Trümmerbrüche am rechten Bein

LOS ANGELES: Golf-Superstar Tiger Woods hat bei seinem schweren Autounfall mehrere offene Brüche erlitten. Das gab sein Management am Dienstagabend (Ortszeit) in einer Stellungnahme bekannt. «Offene Trümmerbrüche, die den oberen und unteren Teil des Schien- und Wadenbeins betroffen haben, wurden durch einen Stab im Schienbein stabilisiert», sagte demnach der Arzt Anish Mahajan. Weitere Knochenverletzungen im Fuß und Knöchel seien mit einer Kombination aus Schrauben und Pins stabilisiert worden. Bei dem langen operativen Eingriff am rechten Bein sei zudem Druck vom Muskel genommen worden.


Deutsche Wasserspringer in Olympia-Vorbereitung gehandicapt

ROSTOCK/TOKIO: Die Olympia-Vorbereitung der deutschen Wasserspringer um Rekord-Europameister Patrick Hausding gestaltet sich schwierig. Da zwei Trainingsgruppen aktuell in Quarantäne verweilen müssen, fällt der für das Wochenende in Rostock geplante Wettkampf aus. «Wir sind in der Vorbereitung auf den entscheidenden Weltcup in Tokio ziemlich gehandicapt», sagte Bundestrainer Lutz Buschkow.

Im vergangenen Jahr simulierten Deutschlands Wasserspringer noch Wettkämpfe mit Wertungsrichtern. Nun muss Buschkow ohne den Wettkampf in Rostock die Athleten nominieren, die sich im März in Berlin und Dresden auf den Weltcup vorbereiten. Anfang April sollen die Wasserspringer dann nach Japan reisen, wo in Tokio die letzten Quotenplätze für die Sommerspiele vergeben werden. Die Planungen für die Weltcup-Reise sind wegen der Einreisebestimmungen schwierig.

Seit langem haben die Wasserspringer keinen internationalen Wettkampf mehr absolvieren können. «Das geht aber allen Nationen ähnlich. Alle müssen beim Weltcup in Tokio alles auf eine Karte setzen», sagte Buschkow. Der Weltcup soll vom 17. bis 22. April stattfinden. Hausding und Tina Punzel hatten bereits bei der WM 2019 je einen Quotenplatz gesichert.


Bericht: RB Leipzig muss Salzburg an Upamecano-Transfer beteiligen

LEIPZIG: Fußball-Bundesligist RB Leipzig muss den Schwesterclub Salzburg offenbar am Transfer von Dayot Upamecano zu Bayern München beteiligen. Einem Bericht der «Salzburger Nachrichten» zufolge soll es sich um eine Beteiligung von 20 Prozent handeln. Angesichts der Ablösesumme von 42,5 Millionen Euro, die Bayern für den französischen Nationalspieler aufgrund einer Klausel zahlen muss, müssten 8,5 Millionen Euro nach Salzburg fließen.


Dreifache Weltmeisterin Hinze muss sich Olympia-Ticket noch sichern

COTTBUS: Trotz ihrer drei Titel bei der Bahnrad-WM vor einem Jahr in Berlin hat Emma Hinze ihr Olympia-Ticket noch nicht sicher. «Wir wissen noch nicht, wer am Ende fahren wird. Auch ich habe als dreifache Weltmeisterin keine offizielle Nominierung», sagt die 23-Jährige, die sich ihre Startberechtigung für Tokio erst wieder erkämpfen muss.

Bundestrainer Detlef Uibel verfügt in Hinze, Lea-Sophie Friedrich und Pauline Grabosch über drei herausragende Sprinterinnen, nur zwei können nach Japan. «Die WM in Berlin hat gezeigt, welches Potenzial wir haben - auch im Sprint und Keirin», sagt Uibel. Die Olympia-Nominierungskriterien seien überarbeitet worden. «Bestehende Leistungen werden aber nicht negiert», versichert der Bundestrainer. Trotzdem wird es noch eine interne Ausscheidung geben.

Hinze hatte Ende Februar 2020 die WM-Titel im Teamsprint, Keirin und Sprint geholt. Das machte sie automatisch zur Topfavoritin auf drei Goldmedaillen in Tokio. Seit der WM bestritt die Sportsoldatin durch die Corona-Pandemie aber keine Wettkämpfe mehr. Im April soll es mit dem Nations Cup in Newport/Wales weitergehen.

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