Nachrichten aus der Sportwelt am Mittwoch

Die Weiße Aryna Sabalenka serviert während ihres Drittrunden-Matches gegen die Tunesierin Ons Jabeur. Foto: epa/Ian Langsdon
Die Weiße Aryna Sabalenka serviert während ihres Drittrunden-Matches gegen die Tunesierin Ons Jabeur. Foto: epa/Ian Langsdon

Tennisspielerin Sabalenka gewinnt erstes Damen-Turnier im neuen Jahr

ABU DHABI: Aryna Sabalenka aus Belarus hat das erste Turnier der Damen im neuen Tennis-Jahr gewonnen. Bei der WTA-Veranstaltung in Abu Dhabi setzte sich die 22-Jährige am Mittwoch im Finale gegen die Russin Veronika Kudermetowa klar mit 6:2, 6:2 durch. Es war Sabalenka der 15. Einzel-Erfolg in Serie.


Keine englischen Begriffe mehr bei russischem Sportsender

MOSKAU: Beim russischen Sportsender Match TV sollen die Kommentatoren künftig auf englische Begriffe verzichten. Der Chef des russischen Energiekonzerns Gazprom, Alexej Miller, hat als Eigentümer des Kanals mehr als 100 Wörter auf den Index gesetzt. Demnach sollen etwa «Loser», «Playoff», «Coach», «Performance», «Derby», «Restart» und «Shortlist» künftig ins Russische übersetzt werden.

Zu dem Staatskonzern gehört eine ganze Reihe von Medien. Reporter beklagen bisweilen hinter vorgehaltener Hand eine Bevormundung und Einmischung in ihre Arbeit.

Die Chefproduzentin von Match TV, Tina Kandelaki, bestätigte am Mittwoch der Staatsagentur Tass die Liste. «Für Kommentatoren gibt es Empfehlungen, keine Anglizismen mehr zu verwenden.» Dies sei das Ergebnis der Diskussionen aller, die an der Erstellung von Inhalten beteiligt seien, sagte sie. Sollte dennoch ein englisches Wort bei der Fußballübertragung durchrutschen, drohten aber keine Strafen.

Der Journalist Stanislaw Gridassow, der die Liste zuerst im Nachrichtenkanal Telegram veröffentlicht hat, meinte: «Es ist bekannt, dass der Chef von Gazprom (...) ein leidenschaftlicher Kämpfer für die Reinheit der russischen Sprache ist.» Gazprom ist auch Sponsor des Bundesligisten FC Schalke 04.


Corona-Sorgen: Wengen-Rennen von Kitzbühel nach Flachau verlegt

KITZBÜHEL: Die alpinen Ski-Weltcup-Rennen der Herren in Kitzbühel am kommenden Wochenende sind wegen der möglichen 17 Fälle der britischen Coronavirus-Mutation im nahen Jochberg abgesagt worden. Stattdessen finden sie nun in Flachau statt, wie der Weltverband Fis am Mittwoch mitteilte. Die Entscheidung für die Absage in Kitzbühel war unter anderem in Abstimmung mit Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) erfolgt, wie Landeshauptmann Günther Platter (ÖVP) zuvor verkündet hatte. Nach der Absage der Lauberhorn-Rennen im schweizerischen Wengen war Kitzbühel eingesprungen. Nun steigen die für Samstag und Sonntag vorgesehenen Slaloms im Salzburger Land.

Die Hahnenkamm-Rennen vom 22. bis 24. Januar seien nach aktuellem Stand noch nicht gefährdet. Deren Austragung sei allerdings abhängig vom Ergebnis der PCR-Tests im gesamten Bezirk Kitzbühel, sagte Platter. Sollten dabei keine Auffälligkeiten auftreten, könnten die Abfahrts- und Super-G-Rennen auf der Streif wie geplant stattfinden.

Einen Tag nach Bekanntwerden von 17 Verdachtsfällen von Infektionen mit dem mutierten Coronavirus aus Großbritannien in Jochberg sind bisher keine weiteren Verdachtsfälle aufgetreten. Von den sehr gezielten 191 PCR-Tests seien alle negativ, sagte Platter. Auslöser der Suche war ein Kurs zur Skilehrer-Ausbildung, an dem vor allem Briten teilgenommen hatten. «Natürlich ist so eine Ausbildung entbehrlich», sagte Platter und zeigte damit wenig Verständnis für die Veranstaltung.


Aussicht auf alpine Ski-WM: Keine Fans, kurzer Sportler-Aufenthalt

ROM/CORTINA D'AMPEZZO: Die alpinen Ski-Weltmeisterschaften in Cortina d'Ampezzo dürfen nur unter strengen Corona-Auflagen und ohne Zuschauer stattfinden. Das empfahl das Corona-Expertengremium der italienischen Regierung am Montagabend. Die Wissenschaftler gaben für die Ausrichtung der Titelkämpfe vom 8. bis 21. Februar zwar Grünes Licht. Allerdings dürfen wie erwartet keine Fans zu den Wettkämpfen kommen. Auch im Weltcup steigen die Rennen aktuell ohne Zuschauer.


Athletenvereinigung hofft auf «deutliche Strafen» in Doping-Prozess

MÜNCHEN: Im Dopingprozess gegen den Arzt Mark S. und vier Komplizen hofft das Sportlerbündnis Athleten Deutschland auf harte Strafen. «Athletinnen und Athleten haben wiederholt ein schärferes Vorgehen gegen die Hinterleute und Begünstiger von Doping gefordert. Deutliche Strafen für die Angeklagten dieses Prozesses wären in dieser Hinsicht ein sehr wichtiges Zeichen», sagte der Geschäftsführer des Vereins Johannes Herber der Deutschen Presse-Agentur zwei Tage vor der Urteilsverkündung am Landgericht München.


Nächster Rücktritt: Wunderlich nicht mehr DESG-Schatzmeisterin

BERLIN: Schatzmeisterin Martina Wunderlich ist nur knapp vier Monate nach ihrer Wahl vom Amt als Schatzmeisterin der Deutschen Eisschnelllauf- und Shorttrack-Gemeinschaft zurückgetreten. «Neben persönlichen Gründen haben unterschiedliche Ansichten und Auffassungen von der Verbandsarbeit innerhalb des Präsidiums eine Rolle gespielt», gab Wunderlich als Begründung in einer Mitteilung des Verbandes am Mittwoch an. Als ihr Nachfolger wurde Rechtsanwalt Frank Rohrlack (59) in die Funktion berufen.


Keine neuen Corona-Fälle beim Biathlon-Weltcup in Oberhof

OBERHOF: In der zweiten Woche des Biathlon-Weltcups im thüringischen Oberhof hat es unter den Teilnehmern und Helfern bislang keine neuen positiven Befunde auf das Coronavirus gegeben. Darüber informierte der Weltverband IBU am Mittwoch bei Twitter. Rund um die Wettkämpfe in der vergangenen Woche gab es allerdings mehrere positive Fälle in verschiedenen Teams. Unter anderen mussten zwei Athleten aus Tschechien sowie die gesamte bulgarische Mannschaft in Quarantäne.


FC Bayern ohne Goretzka zum Pokalspiel nach Kiel

MÜNCHEN: Der FC Bayern tritt ohne Mittelfeldspieler Leon Goretzka im DFB-Pokalspiel am heutigen Mittwoch (20.45 Uhr/ARD und Sky) beim Zweitliga-Topteam Holstein Kiel an. Wie die Münchner mitteilten, hat der Nationalspieler im Training einen Schlag auf die Wade abbekommen und wird daher nicht mit dem Team nach Kiel reisen. Trainer Hansi Flick muss ohnehin schon auf Kingsley Coman (muskuläre Probleme) und Eric Maxim Choupo-Moting (Rückenprobleme) verzichten.


Tennisprofis Stebe und Brown verpassen Quali für Australian Open

DOHA: Die beiden Tennisprofis Cedrik-Marcel Stebe und Dustin Brown haben die Qualifikation für die Australian Open verpasst. Das Duo verlor am Mittwoch in Doha in der dritten und entscheidenden Qualifikationsrunde. Stebe musste sich dem Serben Viktor Troicki mit 4:6, 2:6 geschlagen geben. Brown unterlag dem Amerikaner Maxime Cressy mit 6:7 (5:7), 4:6. Damit schaffte keiner der insgesamt 15 gestarteten deutschen Tennisprofis (3 Damen, 12 Herren) die Qualifikation für das erste Grand-Slam-Turnier der neuen Saison, das am 8. Februar in Melbourne beginnen soll.


Kromer zu Corona-Chaos bei Handball-WM: Übertrifft die Befürchtungen

GIZEH: Der WM-Verzicht von Tschechien und den USA wegen etlicher positiver Corona-Fälle hat auch die Sorgen bei den deutschen Handballern erhöht. «Das übertrifft unsere Befürchtungen. Wir hoffen, dass die vielen Hiobsbotschaften, die wir aus allen Ecken der Welt erhalten, endlich ein Ende nehmen», sagte DHB-Sportvorstand Axel Kromer am Mittwoch. «Für die Kritiker ist das natürlich eine Bestätigung. Wir müssen jetzt die Sicherheit unserer Mannschaft und Betreuer vor Ort vorantreiben.»


Aston-Martin-Teamchef setzt auf Vettels «Siegermentalität»

SILVERSTONE: Das neue Formel-1-Werksteam Aston Martin erhofft sich von Sebastian Vettel einen enormen Lerneffekt für den Rennstall. «In Sebastian haben wir einen anerkannten viermaligen Weltmeister, der Erfahrung darin hat, Teams zu helfen, Rennen zu gewinnen und um die Meisterschaft zu kämpfen. Deshalb ist er eine so wichtige Verpflichtung für uns», sagte Teamchef Otmar Szafnauer am Mittwoch. «Er bringt eine Siegermentalität mit, und wir alle werden auf dieser Reise zweifellos viel von ihm lernen.»

Aston Martin ist das Nachfolgeteam von Racing Point. Vettel hat Ferrari nach sechs Jahren verlassen und fährt künftig an der Seite von Lance Stroll, dem Sohn des kanadischen Team-Mitbesitzers Lawrence Stroll. «Wir glauben auch, dass Sebastian das Beste aus Lance herausholen wird und Lance im Gegenzug Sebastian hart antreiben wird», meinte Szafnauer. Die Formel 1 soll am 28. März in Bahrain in die neue Saison starten.


«Ausgequetscht wie eine Rosine»: Kraft lässt Skisprung-Weltcup aus

ZAKOPANE: Der Gesamtweltcup-Gewinner der vergangenen Saison, Stefan Kraft, wird nicht am Weltcup der Skispringer im polnischen Zakopane teilnehmen. Nach einer Corona-Infektion im Dezember und immer wieder auftretenden Schmerzen im Rücken- und Leistenbereich sowie der anstrengenden Vierschanzentournee fühle sich Kraft «ausgequetscht wie eine Rosine», wird der 27-Jährige in einer Mitteilung des Österreichischen Skiverbands am Mittwoch zitiert.


Augsburger Uduokhai hofft auf Nominierung für EM oder Olympia

AUGSBURG: Der Augsburger Verteidiger Felix Uduokhai hofft nach seiner erstmaligen Nominierung für das deutsche Nationalteam auf einen Platz bei der EM oder bei Olympia in diesem Jahr. «Mein Ziel ist es, mich bei der Nationalmannschaft zu etablieren. Ich will nicht, dass die Nominierung im November ein einmaliger Ausflug war», sagte der 23-Jährige der «Sport Bild» im Interview. «Die EM oder die Olympischen Spiele wären ein Traum, und es ist mein Ziel, eines der Turniere spielen zu dürfen.»


Schwimm-Weltmeister Wellbrock: Olympia notfalls auch ohne Zuschauer

BERLIN: Schwimm-Weltmeister Florian Wellbrock könnte notfalls auch mit Olympischen Spielen in Tokio ohne Zuschauer leben. Sollten die Spiele wegen der Coronavirus-Pandemie im Sommer nur auf diese Weise stattfinden können, würde er das «auf jeden Fall befürworten», sagte der 23-Jährige im Interview von «Swim & More», dem Verbandsmagazin des Deutschen Schwimm-Verbandes. «Dass die Sportler im Rennen zeigen können, wofür sie ihr ganzes Leben gekämpft und gearbeitet haben, ist und bleibt für mich immer noch der wichtigste Sinn von Olympischen Spielen», sagte Wellbrock.

Sein Sportlerherz wolle diese Spiele unbedingt. «Ansonsten wären erst 2024 wieder Olympische Spiele, und wie es dann aussehen wird, auch mit Blick auf die Konkurrenz, kann keiner sagen», betonte Wellbrock. Nach seinem Doppel-Gold bei der WM 2019 in Südkorea über 1500 Meter Freistil im Becken und zehn Kilometer im Freiwasser zählt Wellbrock zu den aussichtsreichen Kandidaten auf die erste olympische Beckenschwimm-Medaille eines Deutschen seit 2008.

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