Nachrichten aus der Sportwelt am Mittwoch

Collage: DER FARANG
Collage: DER FARANG

Protestaktion im Davis Cup: Klima-Aktivisten stürmen Tennisplatz

MÁLAGA: Eine Protestaktion von Klima-Aktivisten hat zur kurzzeitigen Unterbrechung der Davis-Cup-Partie zwischen Spanien und Kroatien geführt. Am Mittwochabend stürmten in Málaga zwei Personen den Tennisplatz und versuchten, sich am Netz festzubinden. Sie trugen ein T-Shirt mit der Aufschrift «Futuro Vegetal» (deutsch: «vegetarische Zukunft»). Sicherheitskräfte konnten die geplante Aktion trotz Gegenwehr noch rechtzeitig verhindern und führten eine Person in Handschellen ab.


Davis Cup: Kroatien trifft im Halbfinale auf Australien

MÁLAGA: Die kroatischen Tennis-Herren haben zum zweiten Mal in Folge das Halbfinale im Davis Cup erreicht. Der Vorjahresfinalist setzte sich am Mittwoch in Málaga gegen Spanien bereits nach den Einzeln durch und trifft in der Vorschlussrunde am Freitag auf Australien. Borna Coric hatte die Kroaten mit 6:4, 7:6 (7:4) gegen Roberto Bautista Agut in Führung gebracht. Der US-Open-Sieger von 2014, Marin Cilic, sorgte anschließend mit 5:7, 6:3, 7:6 (7:5) gegen Pablo Carreno Busta für die Entscheidung. Australien hatte sich schon am Vortag für die Runde der besten Vier qualifiziert. Die deutsche Mannschaft startet an diesem Donnerstag in die Endrunde des Nationen-Wettbewerbs gegen Kanada.


Münchner Basketballer feiern dritten Euroleague-Sieg - 75:74 in Lyon

MÜNCHEN: Die Basketballer des FC Bayern München haben in der Euroleague ihren dritten Sieg eingefahren. Die Bayern gewannen am Mittwochabend bei ASVEL Villeurbanne Lyon mit 75:74 (42:33). Durch den Erfolg konnte München in der Tabelle etwas nach oben klettern. Bester Werfer war Vladimir Lucic mit 13 Punkten. Das Team von Andrea Trinchieri setzte damit seinen zuletzt kurz unterbrochenen Aufwärtstrend in der Euroleague fort.


Erster Punktverlust in Königsklasse: Wolfsburgerinnen mit 1:1 in Rom

ROM: Die Fußballerinnen vom VfL Wolfsburg haben in der Gruppenphase der Champions League ihren ersten Punktverlust hinnehmen müssen. Ohne die verletzte Nationalspielerin Lena Oberdorf holten die Niedersächsinnen am Mittwochabend ein leistungsgerechtes 1:1 (1:1) bei AS Rom. Nach den vorherigen Siegen gegen St. Pölten (4:0) und Slavia Prag (2:0) behält Wolfsburg dank der besseren Tordifferenz die Tabellenführung in der Gruppe B. Roms Angreiferin Valentina Giacinti (3. Minute) sorgte für den frühen Rückstand für die Wölfinnen. Dank einer starken Einzelleistung glich Ewa Pajor für den VfL noch vor dem Halbzeitpfiff aus (33.).


Medienbericht: DOSB will Weg für Olympia-Bewerbung ebnen

FRANKFURT/MAIN: Der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) will nach einem Medienbericht auf der Mitgliederversammlung am 3. Dezember in Baden-Baden den Weg für Olympische Spiele in Deutschland vorbereiten. Wie die «Frankfurter Allgemeine Zeitung» (Donnerstag) unter Berufung auf Tagungsunterlagen berichtet, sollen die Delegierten grundsätzlich den Weg für eine Bewerbung frei machen. Bislang gebe es weder eine favorisierte Stadt oder Region noch ein angestrebtes Olympia-Jahr und auch keine Entscheidung, ob es um Spiele im Sommer oder im Winter gehen solle. Dem Bericht zufolge wird angestrebt, am 1. September 2024 im Anschluss an die Fußball-Europameisterschaft in Deutschland und die Olympischen Spiele in Paris einen Bürgerentscheid durchzuführen.


Auch EHC München in Eishockey-Champions-League ausgeschieden

ZUG/SCHWEIZ: Das Viertelfinale der Eishockey-Champions-League findet ohne deutsche Clubs statt. Nach Wolfsburg und Straubing schied am Mittwochabend auch der EHC München aus. Die Bayern verpassten beim EV Zug die Sensation und mussten sich nach dem 1:5 im Hinspiel auch im Rückspiel mit 1:5 geschlagen geben. Gregory Hofmann (1. Minute), Dario Allenspach (24.), Fabrice Herzog (30.), Samuel Kreis (34.) und Yannick Zehnder (47.) trafen für den Schweizer Meister. Ben Smith (12.) war der zwischenzeitliche Ausgleich gelungen.


Vor Auftakt: Kamerun-Trainer Song setzt auf seine große WM-Erfahrung

DOHA: Kameruns Rekordnationalspieler Rigobert Song will seine große Erfahrung bei Fußball-Weltmeisterschaften nun auch als Trainer nutzen. Die Spieler aus der neuen Generation wüssten, was sie zu tun haben, er wolle sie als Coach aber bestmöglich «unterstützen» und ihnen «Ratschläge geben», sagte der frühere Bundesliga-Profi einen Tag vor Kameruns erstem Gruppenspiel in Katar am Donnerstag (11.00 Uhr MEZ/MagentaTV) gegen die Schweiz.

Dass er selbst als Spieler an vier WM-Endrunden teilgenommen hat, helfe ihm bei seiner Arbeit sicher. Die Gefühle vor dem Start seien als Trainer nicht groß anders. «Ich stehe halt nicht auf dem Platz, sondern muss meine Gefühle auf die Spieler übertragen», sagte der 46-Jährige, der einst auf Leihbasis für den 1. FC Köln spielte.

Seine Mannschaft sei gut vorbereitet, so Song. «Wir sind ganz ruhig.» Vor vergangenen Turnieren war das nicht immer so, vor der WM 2014 in Brasilien hatte es unter anderem Streit um die Prämien der Spieler gegeben. Kameruns bislang bestes WM-Ergebnis war der Viertelfinal-Einzug 1990 in Italien. Vor vier Jahren in Russland war das Team aus Afrika nicht dabei.


Ronaldo und Neymar spielen erstmals bei Fußball-WM in Katar

DOHA: Die Fußball-Superstars Cristiano Ronaldo und Neymar starten am Donnerstag in die Weltmeisterschaft in Katar.

Ronaldo und Portugal bestreiten am Nachmittag (17.00 Uhr/ZDF und Magenta TV) ihr erstes Turnierspiel gegen Ghana, Neymar und Topfavorit Brasilien spielen am Abend (20.00 Uhr/ZDF und Magenta TV) gegen Serbien. Zuvor steigen bereits die mit etlichen Bundesliga-Profis angereisten Schweizer in die WM ein. Die Eidgenossen treffen am Vormittag (11.00 Uhr/Magenta TV) auf Kamerun. Außerdem spielt Uruguay am frühen Nachmittag (14.00 Uhr/ZDF und Magenta TV) gegen Südkorea.


Schweizer Xhaka nach deutscher Mund-zu-Geste: «Müssen nichts machen»

DOHA: Kapitän Granit Xhaka sieht die Schweizer Fußball-Nationalelf nach der Mund-zu-Geste der deutschen Spieler vor deren Auftaktpartie gegen Japan (1:2) am Mittwoch nicht unter Druck, mit einer Aktion nachziehen zu müssen. Das deutsche Team hätte sich für diese Geste entschieden, sagte der frühere Mittelfeldspieler von Borussia Mönchengladbach einen Tag vor dem ersten Gruppenspiel der Schweizer am Donnerstag (11.00 Uhr/MagentaTV) gegen Kamerun. «Ich denke nicht, dass wir als Schweiz etwas machen müssen.» Der Fokus gelte nun dem Fußball, so Xhaka, der inzwischen beim FC Arsenal in England spielt.

Die deutschen Spieler hatten direkt vor dem Anpfiff gegen Japan demonstrativ die Hand vor den Mund gehalten und damit sehr offensichtlich ein Zeichen an den Weltverband FIFA gesendet, der in Katar die «One Love»-Kapitänsbinde verboten hatte. Genau wie der deutsche Kapitän Manuel Neuer hätte auch Xhaka diese Binde gerne getragen, betonte der Schweizer Kommunikationschef Adrian Arnold. Ebenfalls wie Neuer werde nun aber auch Xhaka gegen Kamerun die von der FIFA vorgegebene Binde überstreifen.


Handy weggeschlagen: Geldstrafe und zwei Spiele Sperre für Ronaldo

LONDON: Weil er einem Fan das Handy aus der Hand geschlagen hat, ist Superstar Cristiano Ronaldo vom englischen Fußballverband (FA) für zwei Spiele gesperrt und außerdem zu einer Geldstrafe von 50.000 Pfund (ca. 58.000 Euro) verurteilt worden. Das gab die FA am Mittwoch bekannt. Der Vorfall hatte sich im vergangenen April nach der 0:1-Niederlage seines Ex-Clubs Manchester United beim FC Everton ereignet. Videos davon kursierten anschließend im Internet. Ronaldo hatte sein Fehlverhalten eingeräumt und sich öffentlich dafür entschuldigt. Ob die Sperre von zwei Spielen in England den 37-Jährigen, der zurzeit mit Portugal bei der WM in Katar spielt, überhaupt noch betrifft, bleibt abzuwarten. Wo Ronaldo nach seinem Aus bei Man United in Zukunft spielt, ist offen.


Laimer schließt Verbleib in Leipzig nicht aus: «Nichts entschieden»

LEIPZIG: Österreichs Fußball-Nationalspieler Konrad Laimer schließt einen Verbleib beim Pokalsieger RB Leipzig nicht aus. Zwar war er sich im vergangenen Sommer bereits mit dem deutschen Rekordmeister FC Bayern München über einen Wechsel einig, doch die Sachsen legten ihr Veto wegen des noch laufenden Vertrages ein. Ob Laimer seinen am 30. Juni 2023 auslaufenden Kontrakt verlängern oder ablösefrei in Richtung München wechseln wird, ist noch offen. «Es ist nichts entschieden und nichts ausgeschlossen», sagt Laimer in einem Interview der «Leipziger Volkszeitung» (Mittwoch). Der 25-jährige Mittelfeldspieler steht nach seinem Syndesmosebandriss vor seinem Comeback im RB-Trikot.


DFB-Team verliert zum WM-Auftakt gegen Japan

AL-RAJJAN: Die deutsche Fußball-Nationalmannschaft hat den Start in die WM in Katar verpatzt.

Gegen Japan unterlag die DFB-Auswahl am Mittwoch in Al-Rajjan mit 1:2 (1:0).


Ricciardo zurück bei Red Bull als Formel-1-Testpilot

MILTON KEYNES: Der Australier Daniel Ricciardo kehrt als dritter Fahrer zum Formel-1-Rennstall Red Bull zurück. Der 33-Jährige werde das Weltmeister-Team um den zweimaligen Champion Max Verstappen und Sergio Perez bei Tests, Arbeiten im Simulator und im kommerziellen Bereich unterstützen, teilte Red Bull am Mittwoch mit. Ricciardo war in der am Sonntag beendeten Saison noch für McLaren aktiv, hatte aber kein neues Stammcockpit für das neue Jahr erhalten.


DTB würde Boris Becker in Zukunft gerne wieder einbinden

LONDON: Der Deutsche Tennis-Bund würde den derzeit in einem britischen Gefängnis sitzenden Ex-Profi Boris Becker in Zukunft gerne wieder einbinden. «Die Türen beim DTB stehen Boris Becker immer offen», sagte DTB-Vizepräsident Dirk Hordorff der «Sport Bild» (Mittwoch). «Wenn er seine Strafe abgesessen hat, spricht nichts dagegen, dass er wieder eine Funktion übernimmt.» Becker war am 29. April vom Londoner Southwark Crown Court zu zweieinhalb Jahren Haft verurteilt worden. Er hatte seinen Insolvenzverwaltern Vermögenswerte in Millionenhöhe verschwiegen. Zuletzt gab es Gerüchte, Becker könne demnächst nach Deutschland abgeschoben werden.


Vier Tore in drei Minuten: Peterka trifft bei Sabres-Sieg in NHL

MONTREAL: Eishockey-Nationalspieler JJ Peterka hat sein viertes Tor in der NHL erzielt und mit den Buffalo Sabres einen deutlichen Sieg gegen die Montréal Canadiens geholt. Peterka traf beim 7:2 am Dienstagabend (Ortszeit) zum schnellen 2:0. Zuvor hatte Rasmus Dahlin schon getroffen, das 3:0 durch Alex Tuch fiel nach nur 2:13 Minuten. Erst ein Mal in der Geschichte der Sabres waren die drei ersten Tore einer Partie zu einem früheren Zeitpunkt gefallen. Mann des Spiels war Jeff Skinner mit zwei Toren und drei Vorlagen.


Davis-Gala reicht nicht: Lakers verlieren in NBA gegen Suns

PHOENIX: Die Los Angeles Lakers haben erstmals in dieser NBA-Saison mit Basketball-Nationalspieler Dennis Schröder auf dem Feld verloren. Gegen die Phoenix Suns gab es nach zwei Siegen in den beiden ersten Saisonspielen für den lange am Daumen verletzten Kapitän der deutschen Auswahl am Dienstagabend (Ortszeit) ein 105:115. Auch eine erneut überragende Leistung von Anthony Davis konnte die Niederlage nach zuletzt insgesamt drei Siegen nicht verhindern. Davis verbuchte 37 Punkte und 21 Rebounds.


Europameister Kaul und Weber bleiben beim USC Mainz

MAINZ: Die Europameister Niklas Kaul und Julian Weber haben ihre Verträge beim USC Mainz verlängert. Wie der Verein am Mittwoch mitteilte, unterschrieben Zehnkämpfer Kaul und Speerwerfer Weber Kontrakte für zwei Jahre und damit bis nach den Olympischen Spielen 2024 in Paris. «Der USC Mainz ist für mich ein Stück Zuhause geworden», sagte der 24 Jahre alte Kaul, der seit 14 Jahren im Verein ist. Ein Vereinswechsel aus finanziellen Gründen habe bei dem «Sportler des Jahres» von 2019 und Ex-Weltmeister keine Rolle gespielt.


Werder-Coach Werner sieht in zurückhaltender Transferstrategie Gefahr

BREMEN: Ole Werner sieht in der voraussichtlich zurückhaltenden Transferpolitik von Werder Bremen in der Winterpause ein Risiko. «Wir haben keinen großen Kader. Das ist der finanziellen Situation geschuldet. Deshalb wird es für uns sehr schwer, in der Winter-Transferphase aktiv zu werden. Und das ist sicher eine Gefahr», sagte der Trainer des Fußball-Bundesligisten in einem Interview der «Sport Bild» (Mittwoch).


Vierschanzentournee-Auftakt in Oberstdorf ausverkauft

OBERSTDORF: Nach zwei Jahren pandemiebedingter Geisterspringen ist der Auftakt der Vierschanzentournee der Skispringer für diesen Winter ausverkauft. Mehr als 25.000 Karten wurden für den Wettbewerb in Oberstdorf am 29. Dezember verkauft, wie die Organisatoren am Mittwoch mitteilten. Nach dem Wettbewerb im Allgäu geht es in Garmisch-Partenkirchen (1. Januar), Innsbruck (4. Januar) und Bischofshofen (6. Januar) weiter. In den vergangenen beiden Jahren waren wegen Corona keine Zuschauer zugelassen. Vor dem Wettkampf steht am 27. Dezember die Eröffnung sowie am 28. Dezember die Qualifikation an.


Manchester United: Umstrittene Glazers erwägen Verkauf des Clubs

MANCHESTER: Die amerikanischen Eigentümer von Manchester United denken über einen Verkauf des englischen Premier-League-Clubs nach. Wie der Fußballverein mitteilte, prüft die Glazer-Familie «eine externe Finanzierung, um das Wachstum zu fördern». Dafür werde der Vorstand «alle strategischen Alternativen in Betracht ziehen, einschließlich neuer Investitionen in den Club, einen Verkauf oder andere Transaktionen, die das Unternehmen betreffen», hieß es in einer Mitteilung. Die Ankündigung kam rund vier Stunden nach der Nachricht, dass Manchester United und Portugals Superstar Cristiano Ronaldo den Vertrag auflösen


Windhorst findet Käufer für Anteile an Hertha

BERLIN: Unternehmer Lars Windhorst hat einen Käufer für seine Anteile am Fußball-Bundesligisten Hertha BSC gefunden. «Wir sind fündig geworden. Wir sind positiv überrascht, dass es so schnell gegangen ist», sagte der 46-Jährige auf dem Wirtschaftsgipfel der «Süddeutschen Zeitung» in Berlin am Mittwoch. Windhorst war mit seinem Unternehmen Tennor 2019 bei dem Berliner Club eingestiegen und hatte im Laufe der Zeit 67 Prozent der ausgegliederten Profiabteilung für 374 Millionen Euro erworben. Nach zahlreichen Streitereien hatte er Anfang Oktober erklärt, sein Investment bei Hertha zu beenden und seine Anteile zu verkaufen. Windhorst wollte den Namen des Käufers noch nicht nennen.


Pep Guardiola verlängert Vertrag bei Manchester City bis 2025

MANCHESTER: Der englische Fußballmeister Manchester City hat den Vertrag mit Trainer Pep Guardiola wie erwartet um zwei Jahre bis 2025 verlängert. Das gab der Club am Mittwoch bekannt. Zuvor hatte «The Athletic» am Dienstag darüber berichtet. Guardiolas aktueller Vertrag lief nur noch bis zum kommenden Sommer. Der ehemalige Coach des FC Barcelona und des FC Bayern München ist seit 2016 bei Manchester City. Mit dem Club gewann Guardiola jeweils viermal die englische Meisterschaft und den Ligapokal sowie einmal den FA Cup. Das große Ziel ist der Gewinn der Champions League.


«Tages-Anzeiger»: Fußballer sind Günstlinge eines Systems

ZÜRICH: Zur Debatte um das Verbot der «One Love»-Binde heißt es am Mittwoch im Schweizer «Tages-Anzeiger»:

«Fußballer sollen Ausrufezeichen setzen, die weder von der Politik noch der Wirtschaft kommen. Fußballer sollen sich in einen Machtkampf mit der FIFA verstricken und ihren Erfolg an der WM gefährden, während der deutsche Wirtschaftsminister Robert Habeck den Bückling macht vor dem katarischen Handelsminister, weil Deutschland Gas von Katar will, um sich von Russland loszulösen. Bundeskanzler Olaf Scholz macht in Saudi-Arabien vor Mohammed bin Salman den Diener. Und (der Schweizer) Bundesrat Ueli Maurer fühlt sich auch ganz wohl in Katar. (...)

Die Spieler sind Günstlinge eines Systems, das Fernsehanstalten und Werbepartner mit dem Einsatz von Milliarden geschaffen haben. Aber sie nehmen bloß, was ihnen angeboten wird. Und jetzt nehmen sie sich das Recht heraus, sich einen Traum zu erfüllen und eine WM zu bestreiten. Das wollen sie, ob nun «One Love» oder «No Discrimination» auf der Captainbinde steht. Feige? Oder einfach verständlich?»


«Großes Spiel»: Schweizer Embolo heiß auf Duell mit Heimatland Kamerun

DOHA: Der frühere Bundesliga-Profi und Schweizer Nationalstürmer Breel Embolo blickt voller Vorfreude auf das Duell mit seinem Geburtsland Kamerun bei der Fußball-WM in Katar. «Ich freue mich riesig, es ist ein großes Spiel», sagte der 25-Jährige vor der Partie der Gruppe G am Donnerstag (11.00 Uhr/MagentaTV). «Es wird natürlich etwas auslösen in mir», so der Angreifer des französischen Erstligisten AS Monaco, der bis Sommer für Borussia Mönchengladbach und zuvor für den FC Schalke 04 gespielt hatte. Er sei aber «nicht der Typ, der aus den Emotionen heraus spielt und durchdreht», betonte Embolo. In erster Linie sei er «stolz, bei einer WM gegen mein Heimatland zu spielen.»

Embolo wurde in Kamerun geboren, verließ das Land mit seiner Mutter und seinem Bruder im Kindesalter aber. Seit Ende 2014 hat er auch den Schweizer Pass, 2015 debütierte er im A-Nationalteam der Eidgenossen. «Natürlich ist es ein besonderes Spiel für uns alle», sagte der Stürmer über seine Familie und Verwandtschaft. «Ich hoffe natürlich, dass sie für mich sind.» Er sei gleichermaßen froh, seine Wurzeln in Kamerun zu haben wie für die Schweiz spielen zu können. «Ich verfolge die Mannschaft sehr, schaue viele ihrer Spiele, kenne den einen oder anderen persönlich», sagte Embolo über die Kameruner um Bayern-Profi Eric Maxim Choupo-Moting. Mit diesem spielte er auf Schalke in der Bundesliga einst sogar zusammen.


Skifahrer Dreßen will zurück in die Weltspitze: Keine Hauruckaktionen

LAKE LOUISE: Deutschlands bester Abfahrer Thomas Dreßen will sich schnellstmöglich wieder in der alpinen Weltspitze etablieren. «Ich will dahin, wo ich vorher war. Hoffentlich noch bisschen besser werden», sagte der 29-Jährige vor seinem ersten Weltcup-Rennen seit März 2020. Im kanadischen Lake Louise feiert Dreßen am Freitag sein Comeback.

Der Athlet aus Garmisch-Partenkirchen will das Skirennen in den kanadischen Rocky Mountains, wo er 2019 einen seiner fünf Weltcup-Titel gewinnen konnte, allerdings ganz behutsam angehen. «Da wird es jetzt keine Hauruckaktionen geben. Ich werde sicherlich nicht gleich alles riskieren», berichtete der Deutsche.

Die WM in Cortina d'Ampezzo war Dreßens einziges Rennen in den vergangenen zweieinhalb Jahren. Zuerst bremste den Athleten vom SC Mittenwald eine Hüft-Operation aus. Dann sorgte ein Eingriff am vorgeschädigten rechten Knie dafür, dass der Deutsche die gesamte vergangene Saison inklusive Olympia verpasste.

Mittlerweile hat der Speed-Spezialist wieder «vollstes Vertrauen» in seinen Körper. «Für mich ist die größte Beruhigung, dass jetzt alles passt», sagte der Oberbayer. Ziel sei es, bis zur WM in Frankreich Mitte Februar in Top-Form zu sein.

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Norbert K. Leupi 24.11.22 13:10
VIVA ESPANA
Mit dem gestrigen " Schaulaufen " der spanischen Fussballmannschaft meldeten sie mit diesem Auftakt eindrücklich ihre Ambitionen an , an diesem Turnier " MIT-FAVORIT " um den Titel zu sein ! " Felicidades , querida Espana " !