Nachrichten aus der Sportwelt am Freitag

Peking 2022 Olympische Winterspiele. Foto: epa/Roman Pilipey
Peking 2022 Olympische Winterspiele. Foto: epa/Roman Pilipey

Keine offizielle Regierungsdelegation aus Niederlanden bei Olympia

DEN HAAG: Die Niederlande werden keine Regierungsdelegation zu den Olympischen Winterspielen nach Peking schicken. Das sagte ein Sprecher des Außenministeriums am Freitag der Nachrichtenagentur ANP in Den Haag am Freitag. Dies habe das Kabinett entschieden. Als Grund nannte der Sprecher, dass wegen der Corona-Maßnahmen auch keine Zuschauer aus dem Land zugelassen seien.

Ein weiterer Grund sei, dass man nicht die Menschenrechtslage ansprechen könne. Durch die Corona-Maßnahmen gebe es «nur begrenzten Raum für ein inhaltliches Programm und für bilaterale Kontakte mit dem Gastland, bei denen die großen Sorgen der Niederlande über die Menschenrechtslage auf eine angemessene Weise besprochen werden können», zitiert ANP den Sprecher.

Bereits zuvor hatte König Willem-Alexander mitgeteilt, dass er nicht nach China reisen werde. Als Grund hatte er die Corona-Pandemie angeführt.

Andere EU-Mitgliedsstaaten werden ebenfalls nicht mit einer offiziellen Delegation in China vertreten sein. Innerhalb der Europäischen Union laufe in dieser Frage noch die Abstimmung, sagte Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) am Donnerstag in Berlin, dieser Prozess sei in jeder Hinsicht noch nicht abgeschlossen. Die US-Regierung hatte erklärt, die Spiele wegen der Menschenrechtslage diplomatisch zu boykottieren. Australien, Kanada, Großbritannien und Neuseeland schlossen sich an. UN-Generalsekretär António Guterres wird dagegen zur Eröffnungsfeier am 4. Februar nach Peking reisen.


Solider EM-Start: Dortmunder Eistänzer Müller/Dieck auf Rang 13

TALLINN: Die Dortmunder Eistänzer Katharina Müller und Tim Dieck haben bei der Eiskunstlauf-EM in Tallinn zunächst keinen großen Schritt nach vorn gemacht. In den Pflichttänzen erreichten die deutschen Vizemeister mit 67,46 Punkten am Freitag in Estland den 13. Platz. Das von der früheren russischen Weltklasse-Eistänzerin Anjelika Krilowa trainierte Duo kam vor zwei Jahren bei der EM in der Gesamtwertung auf Rang 13.


Snowboarder Baumeister rast zum Sieg und zur Gesamtführung

SIMONHÖHE: Snowboarder Stefan Baumeister hat eine glänzende Generalprobe für die Olympischen Winterspiele in Peking hingelegt. Der 28-Jährige gewann am Freitag in Österreich den Parallel-Riesenslalom auf der Simonhöhe und übernahm damit auch die Führung im Gesamtweltcup. Im Finale setzte er sich knapp gegen den Slowenen Tim Mastnak durch.


VfB Stuttgart nutzt Liga-Pause für Trainingslager in Spanien

STUTTGART: Der VfB Stuttgart wird in der kurzen Spielpause der Fußball-Bundesliga Ende des Monats ein Trainingslager in Marbella beziehen. Vom 23. bis 28. Januar wollen sich die Schwaben in Spanien auf den Rest der Saison vorbereiten. «Die Bundesliga-Pause nach dem 20. Spieltag bietet eine sehr gute Möglichkeit, nach der nur kurzen Unterbrechung zwischen Hin- und Rückrunde intensiv und zielgerichtet im Training zu arbeiten, um anschließend bestmöglich vorbereitet in die anstehenden Spiele gehen zu können», sagte Sportdirektor Sven Mislintat in einer Mitteilung des Clubs vom Freitag.


Schmadtke stützt Kohfeldt: «Überzeugung überwiegt das aktuelle Bild»

WOLFSBURG: Sportchef Jörg Schmadtke möchte die aktuelle Krise des VfL Wolfsburg gern mit Trainer Florian Kohfeldt durchstehen. «Das Vertrauen ist da», sagte der Geschäftsführer Sport der Deutschen Presse-Agentur am Freitag vor dem wichtigen Bundesliga-Heimspiel gegen Hertha BSC (Samstag, 15.30 Uhr/Sky). «Ich sehe seine Arbeitsweise. Ich sehe, wie er Woche für Woche mit der Mannschaft umgeht und welche Inhalte er installiert. Nichtsdestotrotz wissen wir alle: Es kommt irgendwann ein Punkt, an dem Dinge schwer haltbar sind. Von dem Punkt sind wir aber noch entfernt. Die Überzeugung überwiegt nach wie vor das aktuelle Bild.»


Deutsche Biathletinnen mit Staffel in Ruhpolding auf Platz vier

RUHPOLDING: Die deutschen Biathletinnen sind auch im dritten Staffelrennen des Olympia-Winters ohne Podestplatz geblieben. Am Freitag mussten sich Vanessa Voigt, Vanessa Hinz, Franziska Hildebrand und Denise Herrmann gut drei Wochen vor dem Start der Winterspiele in Peking mit dem vierten Platz begnügen. Beim souveränen Sieg von Frankreich hatte das DSV-Quartett in Ruhpolding nach einer Strafrunde und insgesamt fünf Nachladern 1:26,6 Minuten Rückstand. Platz zwei sicherte sich Schweden vor Russland.


Bei erfolgreichem Einspruch: Djokovic müsste wohl am Montag spielen

MELBOURNE: Sollte Novak Djokovic mit seinem angekündigten Einspruch gegen die erneute Annullierung seines Visums für Australien am Sonntag Erfolg haben, bliebe ihm kaum Zeit zum Durchschnaufen. Schon am Montag müsste der Weltranglistenerste sein Erstrundenspiel beim ersten Grand-Slam-Turnier des Jahres gegen seinen Landsmann Miomir Kecmanovic bestreiten. Wie der Veranstalter am Freitag ankündigte, werde die erste Hälfte der Setzliste bei den Männern und Frauen ihre Spiele am Montag bestreitet. Titelverteidiger Djokovic ist an Nummer eins gesetzt.


Nach Annullierung des Visums: Anhörung im Fall Djokovic am Sonntag

MELBOURNE: Der Fall Novak Djokovic geht in die nächste Runde. Nach dem angekündigten Einspruch seiner Anwälte gegen die erneute Annullierung seines Visums für Australien soll das Bundesgericht Klarheit über eine Teilnahme des serbischen Tennisstars bei den am Montag beginnenden Australian Open schaffen. Das entschied Richter Anthony Kelly bei einer Anhörung. Bis dahin darf Djokovic nicht abgeschoben werden. Für den Weltranglistenersten ist zudem am Samstag um 8.00 Uhr Ortszeit eine Anhörung bei der Einwanderungsbehörde anberaumt. Ab 10.15 Uhr folgt eine erste Anhörung vor dem Bundesgericht, bis 14.00 Uhr darf Djokovic mit seinen Anwälten beraten. Bis dahin muss er nicht in Abschiebehaft. Eine Entscheidung wird nach einer weiteren Anhörung am Sonntag erwartet.


Skeleton-EM: Gassner und Grotheer mit Silber und Bronze

ST. MORITZ: Die deutschen Skeletonis haben bei der Europameisterschaft in St. Moritz zwei Medaillen geholt. Hinter dem siegreichen Letten Martins Dukurs kamen der Winterberger Alexander Gassner und Weltmeister Christopher Grotheer vom BRC Thüringen auf die Ränge zwei und drei. Axel Jungk vom BSC Sachsen Oberbärenburg, der im zweiten Lauf am Start ausrutschte, komplettierte im parallel ausgetragenen Weltcup-Rennen das gute deutsche Abschneiden mit Platz vier in EM- und Weltcupwertung.


Deutscher Skiverband und Adidas arbeiten bis 2026 zusammen

HERZOGENAURACH/PLANEGG: Der Deutsche Skiverband (DSV) und Ausrüster Adidas haben ihre Zusammenarbeit langfristig ausgedehnt.

Der Vertrag wurde um vier Jahre bis 2026 verlängert, wie der Sportverband am Freitag drei Wochen vor Olympia in Peking mitteilte. Adidas ist Ausrüster für die deutschen Nationalteams im Biathlon, Langlauf, Skispringen und in der Nordischen Kombination.


Kilde gewinnt erste Wengen-Abfahrt - Debakel für deutsche Ski-Herren

WENGEN: Skirennfahrer Aleksander Aamodt Kilde hat die nächste Runde im Dauerduell mit Marco Odermatt für sich entschieden. Der Norweger gewann am Freitag die erste der zwei Abfahrten in Wengen, sein Schweizer Rivale wurde mit 0,19 Sekunden Rückstand Zweiter. Im Super-G tags zuvor war es genau anders herum gewesen. Dritter am Lauberhorn wurde am Freitag Odermatts Landsmann Beat Feuz (+0,30). Die deutschen Speed-Herren kassierten einen gewaltigen Dämpfer und verpassten geschlossen die Top 20. Romed Baumann und Josef Ferstl, die im Super-G noch als Vierter und Sechster überzeugt hatten, fuhren auf die Plätze 27 und 33. Dominik Schwaiger, Simon Jocher und Andreas Sander belegten die Ränge 24, 38 und 41. Am Samstag steht in der Schweiz noch eine zweite, längere Abfahrt auf dem Programm.


Französischer Mechaniker bei Rallye Dakar tödlich verunglückt

DSCHIDDA/PARIS: Am Schlusstag der Rallye Dakar in Saudi-Arabien ist ein 20 Jahre alter Franzose bei einem Unfall ums Leben gekommen. Wie die Veranstalter am Freitag mitteilten, starb der Mechaniker des Teams PH Sport auf einer Verbindungsstraße der Rallye nach einem Zusammenstoß mit einem Lastwagen. Sein belgischer Beifahrer wurde schwer verletzt in ein Krankenhaus gebracht. Die Ursache für den Unfall war zunächst unbekannt.


Schwimm-Verband will wieder Chefbundestrainer einstellen

KASSEL: Rund drei Jahre nach dem Rücktritt von Henning Lambertz will der Deutsche Schwimm-Verband wieder einen Chefbundestrainer einstellen. Eine entsprechende Stelle ist bereits ausgeschrieben, wie der Verband am Freitag mitteilte. Zuletzt hatten sich Bernd Berkhahn - der Magdeburger Trainer von Freiwasser-Olympiasieger Florian Wellbrock - als Teamchef und Hannes Vitense als Teamcoach die wichtigsten Aufgaben bei der Betreuung des Nationalteams geteilt.


Drei Spiele der Basketball-Bundesliga coronabedingt verlegt

FRANKFURT/MAIN: Die Basketball-Bundesliga hat auf Wunsch der beteiligten Clubs drei Ligaspiele für dieses Wochenende verlegt. Die Partien BG Göttingen gegen Fraport Skyliners aus Frankfurt sowie Niners Chemnitz gegen s.Oliver Würzburg (jeweils Samstag) und Alba Berlin gegen Gießen 46ers (Sonntag) werden verlegt, wie die BBL am Freitag mitteilte. Frankfurt, Berlin und Würzburg hatten wegen mehrerer Corona-Fälle sowie noch bestehender Anordnungen zur Quarantäne entsprechende Anträge gestellt, die nun von der Liga bewilligt wurden. Nachholtermine für die Spiele stehen bislang noch nicht fest.


Para-Schneesport-WM: Monoski-Fahrerin Forster gewinnt Abfahrtsgold

LILLEHAMMER: Die zweimalige Paralympicssiegerin Anna-Lena Forster hat bei den Para-Schneesport-Weltmeisterschaften im norwegischen Lillehammer die erste Goldmedaille fürs deutsche Team geholt. Die 26 Jahre alte Monoski-Fahrerin setzte sich am Freitag in der Abfahrt vor der Niederländerin Barbara van Bergen und Katie Combaluzier aus Kanada durch und holte damit ihren insgesamt zweiten WM-Titel. Die Para-Schneesport-WM mit Weltmeisterschaften im Ski alpin, Ski nordisch mit Langlauf und Biathlon sowie Snowboard sollten ursprünglich im Februar 2021 stattfinden, mussten dann aber wegen der Corona-Pandemie verschoben werden. Sie sind nun die Generalprobe für die Paralympics in Peking vom 4. bis 13. März.


Eishockey-Profi Reichel gewinnt mit Chicago bei NHL-Debüt

CHICAGO: Eishockey-Nationalspieler Lukas Reichel hat sein NHL-Debüt gegeben. Der 19 Jahre alte Nürnberger kam beim 3:2 nach Verlängerung der Chicago Blachkawks gegen die Montreal Canadiens am Donnerstagabend (Ortszeit) zu fast 16 Minuten Einsatzzeit. Erst einen Tag zuvor war Reichel vom Entwicklungsteam zurückgeholt und in den Kader der Blackhawks berufen worden. Bei seiner Premiere kam der Angreifer auf drei Torschüsse.


Stuttgarter Stürmer Al Ghaddioui wechselt nach Zypern

STUTTGART: Stürmer Hamadi Al Ghaddioui verlässt den VfB Stuttgart und wechselt nach Zypern. Der 31-Jährige schließt sich allerdings nicht dem von Ex-VfB-Coach Alexander Zorniger trainierten Club Apollon Limassol an, um den es zuletzt Gerüchte gegeben hatte. Stattdessen unterschrieb er beim Ligakonkurrenten FC Pafos. Al Ghaddioui war im Sommer 2019 vom SSV Jahn Regensburg zum VfB gewechselt. In der laufenden Saison bestritt er zwölf Pflichtspiele für den Fußball-Bundesligisten und erzielte dabei drei Tore. Sein Vertrag bei den Schwaben wäre im Sommer ausgelaufen.


FIFA-Bericht: Pandemie belastet weiter den Fußball-Transfermarkt

ZÜRICH: Die Corona-Pandemie hat sich im Jahr 2021 deutlich auf den internationalen Transfermarkt ausgewirkt. Nur noch 4,86 Milliarden Dollar (umgerechnet 4,24 Milliarden Euro) wurden an Ablösesummen für Spieler gezahlt. Das sind mehr als 750 Millionen Dollar weniger als im Jahr 2020, als die Pandemie begann. Noch 2019 wurde mit Ablösesummen von insgesamt 7,35 Milliarden Dollar (6,42 Milliarden Euro) ein Rekord aufgestellt. Dass die Ablösesummen insgesamt sanken, zeigt auch die Tatsache, dass die Anzahl der Transfers mit 18.068 fast wieder das Niveau von 2019 erreicht hat.


DFL-Chefin Hopfen: Schnelle Fan-Rückkehr muss das Ziel sein

FRANKFURT/MAIN: DFL-Geschäftsführerin Donata Hopfen hofft trotz Corona-Pandemie schnell wieder auf vollere Ränge und bessere Stimmung in den Stadien der Fußball-Bundesliga. «Ziel muss es sein, dass die Fans möglichst bald zurückkehren. Denn was ist der Fußball ohne seine Fans auf den Rängen? Clubs und Fans haben gezeigt, dass sie verantwortungsvoll mit der Situation umgehen», sagte die 45-Jährige in einer Videobotschaft, die von der Deutschen Fußball Liga am Freitag veröffentlicht wurde. Die Nachfolgerin von Christian Seifert will in den kommenden Monaten alle 36 Proficlubs sowie wichtige Partner des Ligaverbandes besuchen. Hopfen hat ihren Posten zum 1. Januar 2022 angetreten.


Nach Corona-Infekt: Davies fehlt mit Herzmuskelentzündung wochenlang

MÜNCHEN: Alphonso Davies wird dem FC Bayern München nach seiner Corona-Infektion wegen einer Herzmuskelentzündung länger fehlen. «Er ist bis auf weiteres erstmal raus, wird die nächsten Wochen nicht zur Verfügung stehen», sagte Trainer Julian Nagelsmann am Freitag. Der Münchner Coach sprach davon, dass die Erkrankung «nicht so dramatisch» sei. Bei Untersuchungen der Corona-Infektion seien aber eben Anzeichen für die Herzmuskelentzündung festgestellt worden. «Trotzdem muss es ausheilen und das dauert auf jeden Fall eine gewisse Zeit», sagte Nagelsmann. Ob die Herzmuskelentzündung eine Corona-Folge sei, vermochte der Trainer nicht zu sagen.


Fußball-Nationalteam trifft im März auf Rivale Niederlande

FRANKFURT/MAIN: Die deutsche Fußball-Nationalmannschaft trifft in der ersten Länderspiel-Phase des WM-Jahres 2022 wie erwartet auf die Niederlande. Die Partie in der EM-Arena von Amsterdam findet am 29. März und damit drei Tage nach dem Jahresauftakt in Sinsheim gegen Israel statt, wie der Deutsche Fußball-Bund am Freitag mitteilte. «Ich freue mich sehr, dass der Fahrplan für das WM-Jahr 2022 jetzt steht und wir voll in die Vorbereitung einsteigen können. Ich bin sehr zufrieden mit unserem Programm», sagte Bundestrainer Hansi Flick. Das Gastspiel bei den ebenfalls bereits für die WM in Katar qualifizierten Niederländern sieht Flick als «guten Gradmesser».


Einwanderungsminister erklärt Visum von Djokovic für ungültig

MELBOURNE: Der australische Einwanderungsminister Alex Hawke hat das Visum des serbischen Tennisprofis Novak Djokovic in einer persönlichen Entscheidung für ungültig erklärt. Dies sei gut begründet und «im öffentlichen Interesse», teilte der Minister am Freitag mit. Eine Teilnahme des Weltranglisten-Ersten an den Montag beginnenden Australian Open ist damit noch nicht ausgeschlossen, weil der 34-Jährige weitere Rechtsmittel eingelegt hat. Klarheit soll nun eine Anhörung vor dem Bundesgericht am Sonntag bringen. Das entschied Richter Anthony Kelly in Melbourne bei einer Anhörung am Freitag.


Vettel-Team holt neuen Formel-1-Teamchef

GAYDON: Sebastian Vettel hat einen neuen Teamchef. Der britische Formel-1-Rennstall Aston Martin holte den langjährigen hochrangigen BMW-Motorsport-Mitarbeiter Mike Krack als Nachfolger für Otmar Szafnauer. Dieser verließ das Team nach vielen Jahren, es wird damit gerechnet, dass er beim Konkurrenten Alpine anheuert. Den viermaligen Weltmeister Vettel kennt Krack seit deren gemeinsamen Zeiten bei BMW-Sauber vor rund anderthalb Jahrzehnten, Krack war damals als Ingenieur bei Sauber angestellt. Ein erstes Highlight seiner neuen Amtszeit wird die Vorstellung des Rennwagens für die kommende Saison sein am 10. Februar.


Putin und Xi planen Gipfel Anfang Februar in Peking

MOSKAU: Im Zuge seines Besuchs bei den Olympischen Winterspielen in Peking will Russlands Präsident Wladimir Putin den chinesischen Partei- und Staatschef Xi Jinping am 4. Februar zu Gesprächen treffen. «Wir bereiten einen offiziellen russisch-chinesischen Gipfel vor», sagte Russlands Außenminister Sergej Lawrow am Freitag bei einer Pressekonferenz zum Jahresauftakt in Moskau. Bereits zuvor war mitgeteilt worden, dass Putin die Einladung Chinas zu den Spielen angenommen hat.

Wegen Sanktionen als Reaktion auf staatlich organisiertes Doping können russische Athleten bei den Winterspielen vom 4. bis 20. Februar in Peking nicht offiziell für ihr Land antreten, sondern nur für das Russische Olympische Komitee (ROC).

Anders als Russland haben die USA schon vor Wochen angekündigt, keine offiziellen Vertreter zu den Spielen nach China zu entsenden. Australien, Kanada, Großbritannien und Neuseeland schlossen sich an. Hintergrund ist vor allem die Menschenrechtslage in dem bevölkerungsreichsten Land der Welt.


Skeletonfahrerin Neise schafft als EM-Vierte Olympia-Qualifikation

ST. MORITZ: Die deutschen Skeletonfahrerinnen sind bei der Europameisterschaft in St. Moritz ohne Medaille geblieben. Dennoch freute sich die Winterbergerin Hannah Neise mit EM-Rang vier und Platz acht im parallel ausgetragenen Weltcup über die Olympia-Qualifikation des Bob- und Schlittenverbandes für Deutschland. Dafür waren drei Plätze unter den Top-Acht gefordert. Weltmeisterin Tina Hermann kam als Weltcup-Zehnte auf EM-Platz fünf und hatte das Peking-Ticket schon sicher. Europameisterin und Weltcup-Gesamtsiegerin wurde die Niederländerin Kimberley Bos, die auf Gesamtplatz zwei kam. Den Weltcupsieg holte sich die Australierin Jaclyn Narracott.


Startrecht für Ski-Weltmeister Kriechmayr sorgt in Wengen für Wirbel

WENGEN: Weltmeister Vincent Kriechmayr ist in der Abfahrt der alpinen Skirennfahrer in Wengen am Freitag nur Zwölfter geworden, hat allein durch seinen Start aber für Aufsehen gesorgt. Der Österreicher hatte zuvor kein richtiges Training bestritten und ging mit einer Sondererlaubnis ins Rennen. Kriechmayr war vergangene Woche positiv auf das Coronavirus getestet worden. Nach einem weiteren Test, der negativ ausfiel, hatte er von den Behörden am Mittwochnachmittag die Erlaubnis erhalten, in die Schweiz zu reisen. Die Abfahrtstrainings in Wengen am Dienstag und Mittwoch hatte er da aber schon verpasst.

Laut Reglement des Weltverbandes Fis ist die Teilnahme an mindestens einem Training jedoch Pflicht für den Start in der Schussfahrt. Nachdem er durch eine Juryentscheidung am Donnerstagnachmittag Grünes Licht bekommen hatte, fuhr Kriechmayr deshalb am Freitag um 9.44 Uhr aus dem Starthaus. Nach wenigen Metern brach der 30-Jährige die Fahrt ab und ging zur normalen Streckenbesichtigung über. Bei den anderen Nationen kam das Vorgehen der Fis teilweise gar nicht gut an.

«Es geht überhaupt nicht um den Vincent Kriechmayr, sondern um die Reglements, die da sind, damit jeder weiß, was er zu tun hat», sagte der Alpindirektor des Schweizer Skiverbandes, Walter Reusser, dem ZDF. «Die Fis hat überhaupt kein Gehör gehabt. Dann haben wir gesagt, wir machen einen Protest. Den hat die Fis auch abgeschmettert. Es gibt diverse Athleten aus verschiedenen Nationen, die hier nicht am Start sind, weil sie sich an die Regeln halten. Auf einmal werden die an einem Abend einfach gekippt. Dass ein Athlet kein Training fahren muss, ist nicht korrekt. Das ist gegen die Sicherheit.»


Vierter Gesamtsieg für Al-Attiyah bei der Rallye Dakar

DSCHIDDA: Nasser Al-Attiyah hat bei der diesjährigen Rallye Dakar einen Start-Ziel-Sieg gefeiert und zum vierten Mal die Offroad-Herausforderung gewonnen. Im Ziel der laut Veranstaltern 44. Auflage am Freitag in Dschidda hatte der 51-Jährige aus Katar knapp 28 Minuten Vorsprung mit seinem Co-Piloten Mathieu Baumel im Toyota auf den ersten Verfolger. Platz zwei sicherte sich in der Auto-Gesamtwertung der neunmalige Rallye-Weltmeister Sébastien Loeb im Prodrive BRX. Auf Rang drei fuhr Yazeed Al-Rajhi aus Saudi-Arabien wie Al-Attiyah in einem Toyota.


Neuer Vettel-Rennwagen wird am 10. Februar vorgestellt

GAYDON: Sebastian Vettels neuer Formel-1-Rennwagen wird am 10. Februar online vorgestellt. Wie sein britisches Aston-Martin-Team am Freitag bekanntgab, wird der AMR22 am Sitz des britischen Autobauers in Gaydon enthüllt. Es ist der zweite Wagen des Teams, das in der vergangenen Saison in die Motorsport-Königsklasse zurückgekehrt war, die großen Hoffnungen und Ambitionen aber nicht erfüllen konnte.

Die Autos für die kommende Saison werden sich nach einschneidenden Aerodynamik-Veränderungen von ihren Vorgänger-Modellen deutlich unterscheiden. Inwiefern die Regelmodifikationen auch auf die Kräfteverhältnisse Auswirkungen haben, ist abzuwarten. Die Saison mit insgesamt 23 Rennen beginnt am 20. März in Bahrain.


Polnische Skisprung-Sorgen wachsen: Kubacki mit Corona infiziert

ZAKOPANE: Rund drei Wochen vor den Olympischen Winterspielen in Peking werden die Sorgen der polnischen Skispringer immer größer. Nach der Knöchelverletzung von Olympiasieger Kamil Stoch drohen nun auch dem ehemaligen Vierschanzentournee-Gewinner Dawid Kubacki zusätzliche Komplikationen. Der 31-Jährige wurde vor dem Heimspiel in Zakopane positiv auf das Coronavirus getestet und wird die Wettbewerbe in seiner Heimat definitiv verpassen.

Kubacki hat - wie sein ebenfalls positiv getesteter Kollege Pawel Wasek - zwar noch genug Zeit bis zum Olympia-Beginn am 4. Februar, wird aber vor der Abreise nach Peking zusätzliche Negativtests vorlegen müssen, um nach China einreisen zu dürfen. Sportlich spielen die Polen im bisherigen Winter eine untergeordnete Rolle. Stoch belegt derzeit Weltcup-Gesamtrang 16, Kubacki befindet sich sogar nur auf dem 36. Platz.


Rodel-Olympiasieger Loch für diplomatischen Boykott der Peking-Spiele

BERLIN: Nach Meinung des dreimaligen Rodel-Olympiasiegers Felix Loch sollte sich Deutschland dem diplomatischen Boykott einiger westlicher Länder wie den USA oder Großbritannien bei den Winterspielen in Peking anschließen. «Der politische Boykott ist definitiv richtig. Ich würde es auch begrüßen, wenn Deutschland genauso mitmacht», sagte Loch in den ARD-«Tagesthemen». Dies könne nicht die Aufgabe der Sportler sein. Er sei dagegen, «uns Athleten den Schwarzen Peter zuzuschieben und zu sagen: 'Ihr müsst einen Boykott machen, damit sich dort was ändert», sagte Loch.

Die USA haben schon vor Wochen angekündigt, keine offiziellen Vertreter zu den Spielen vom 4. bis 20. Februar nach China zu entsenden. Australien, Kanada, Großbritannien und Neuseeland schlossen sich an. Hintergrund ist vor allem die Menschenrechtslage in dem bevölkerungsreichsten Land der Welt. Die Führung in Peking steht wegen ihres Umgangs mit den muslimischen Uiguren in der Provinz Xinjiang und den Tibetern in der Kritik, aber auch wegen der Unterdrückung der Demokratiebewegung in Hongkong oder Drohungen gegen Taiwan. Die EU ringt dagegen noch um eine gemeinsame Haltung.

Laut Loch hätten die Spiele gar nicht nach Peking vergeben werden dürfen. Schon da habe man gesehen, «dass sich nichts verändert beim Thema Menschenrechte». Deswegen sei es von vornherein klar gewesen, «dass das ein bisschen schwierig» werde. Die Corona-Pandemie mit den strengen Maßnahmen in China mache die ganze Sache nicht einfacher.


Ex-Boxer Axel Schulz steckt in Schaf-Kostüm bei «The Masked Dancer»

KÖLN: Muckis und Määäh: Der ehemalige Boxer Axel Schulz ist als Schaf in der ProSieben-Show «The Masked Dancer» enttarnt worden. Der 53-Jährige erhielt am Donnerstagabend zu wenige Stimmen der Zuschauer und musste daher seine Maske ablegen, unter der er lange unerkannt in der Sendung Tänze gezeigt hatte. «Das Geile ist, dass du darunter Faxen machen kannst», fasste Schulz die Vorzüge des latent dämlich dreinblickenden Tieres zusammen, das er verkörpert hatte.

Tatsächlich überzeugte das Schaf vor allem durch seine Komik. Über die tänzerischen Qualitäten hatte die Jury - als Schulz noch nicht enttarnt war - teils niederschmetternde Urteile abgegeben. «Das Schaf sieht auf jeden Fall so aus, als wäre es beim Sportunterricht immer als letztes gewählt worden», sagte Moderatorin Johanna Klum, die die Darbietung zudem «ein Tanz-Vermeidungsprogramm» nannte. Auch Moderator Steven Gätjen stellte fest, dass das Schaf auf dem Tanzparkett «begrenzt talentiert» sei.

Schulz nahm das mit viel Humor. «Meine Tanzlehrerin, die ist glaub' ich durchgedreht. Weil: Du musst ja die Schritte können», sagte er. «Und ich kann so eine Scheiße nicht.» Bei der Show habe er auch eigentlich mitgemacht, weil er das Tanzen habe lernen wollen. «Aber hat nicht geklappt.» Glücklich war er dennoch.

Der Ex-Profiboxer flog als zweiter Promi aus der Sendung. In der vergangenen Woche war Sängerin Ute Lemper als Glühwürmchen enttarnt worden. In der Show verbergen sich Prominente unter üppiger Verkleidung. Jury und Zuschauer versuchen, anhand ihrer Tänze und mit Hilfe von Indizien ihre wahre Identität zu erraten.


Trotz Überzahl nach Xhaka-Rot: Liverpool nur 0:0 gegen Arsenal

LIVERPOOL: Trotz mehr als einstündiger Überzahl ist der FC Liverpool mit Trainer Jürgen Klopp nicht über ein 0:0 gegen den FC Arsenal im Halbfinal-Hinspiel des englischen Fußball-Ligapokals hinausgekommen. Die Entscheidung fällt nun im Rückspiel am 20. Januar, wer im Finale auf den FC Chelsea trifft. Die Mannschaft von Trainer Thomas Tuchel hatte sich mit 2:0 und 1:0 gegen Tottenham Hotspur durchgesetzt. An der Anfield Road war Liverpool die klar bessere Mannschaft, zumal der Ex-Gladbacher Granit Xhaka wegen einer Notbremse bereits in der 24. Minute die Rote Karte gesehen hatte. Die Gastgeber konnten den Ball aber nicht im Tor unterbringen.


Spanischer Supercup: Bilbao wieder im Endspiel - nun gegen Real

RIAD: Titelverteidiger Athletic Bilbao hat erneut das Finale im spanischen Supercup erreicht und trifft dort am Sonntag auf Rekordmeister Real Madrid. Die Basken siegten am Donnerstag im saudi-arabischen Riad gegen Ligarivale Atlético Madrid 2:1 (0:0). Yeray (77.) und Nico Williams (81.) drehten mit einem Doppelschlag das Spiel, nachdem Atlético durch ein Eigentor von Unai Simon (62.) in Führung gegangen war. Real Madrid hatte sich am Mittwoch im Clasico mit 3:2 nach Verlängerung gegen den FC Barcelona durchgesetzt.


Berliner Paar Hase/Seegert rutschen ab - drei Medaillen an Russland

TALLINN: Einen dreifachen Erfolg haben Russlands Paarläufer bei der Eiskunstlauf-EM in Tallinn/Estland gefeiert. Die Weltmeister Anastasia Mischina/Aleksander Gallimow gewannen am Donnerstag in der Kür mit 239,82 Punkten die Goldmedaille. Zweite wurden Jewgenia Tarassowa/Wladimir Morosow mit 236,43 Punkten vor den entthronten Titelverteidigern Aleksandra Boikowa/Dimitri Koslowski (227,23). Groß war die Enttäuschung bei den deutschen Meistern Minerva Hase/Nolan Seegert. Die EM-Fünften von 2020 aus Berlin fielen nach einem verpatzten Auftritt mit 168,75 Punkten noch auf den achten Platz zurück. Annika Hocke/Robert Kunkel (Berlin) blieben mit 156,55 Zählern auf den 13. Rang.


78:83 gegen Monaco: Euroleague-Rückschlag für Bayerns Basketballer

MÜNCHEN: Der FC Bayern München hat in der Basketball-Euroleague einen Rückschlag im Kampf um die Playoffs einstecken müssen. Gegen die AS Monaco verlor der Bundesligist am Donnerstagabend mit 78:83 (35:40) und bleibt nach der vierten Niederlage aus den vergangenen fünf Begegnungen mit einer Bilanz von 8:11-Siegen in der Tabelle auf Rang elf. Die besten acht Clubs qualifizieren sich nach 34 Partien für die begehrte K.o.-Runde.


Überraschung zum Start der Handball-EM - Top-Favoriten siegen

BRATISLAVA: Die Top-Favoriten der Handball-Europameisterschaft sind erfolgreich ins Turnier gestartet. Titelverteidiger Spanien setzte sich am Donnerstagabend in Bratislava mit 28:26 (14:11) gegen Tschechien durch. Auch Olympiasieger Frankreich, Weltmeister Dänemark, Rekord-Europameister Schweden sowie Norwegen schafften zum Auftakt Siege. Co-Gastgeber Ungarn musste dagegen gleich im ersten Spiel vor mehr als 20.000 Zuschauern in Budapest eine überraschende Niederlage hinnehmen.


DEL: Auch ERC Ingolstadt nach Omikron-Fällen in Quarantäne

INGOLSTADT: In der Deutschen Eishockey Liga muss das nächste Team in eine Quarantäne. Nach mehreren Corona-Fällen mit der Omikron-Variante beim ERC Ingolstadt fallen die kommenden beiden DEL-Partien des Vereins aus. Die gesamte Mannschaft sowie das Trainer- und Betreuerteam muss sich auf Anordnung des Gesundheitsamts in die Selbst-Isolation begeben. Wie die Oberbayern am Donnerstag mitteilten, können die für Freitag gegen die Adler Mannheim und die für Sonntag bei den Schwenninger Wild Wings angesetzten DEL-Spiele nicht stattfinden. Über Nachholtermine will der ERC in Abstimmung mit der DEL «zeitnah informieren».


UN-Generalsekretär reist zur Olympia-Eröffnungsfeier nach Peking

NEW YORK: UN-Generalsekretär António Guterres reist zur Eröffnungsfeier der Olympischen Winterspiele nach Peking. Das kündigte der Portugiese am Donnerstag in New York an. «Zunächst einmal sind die Olympischen Spiele ein äußerst wichtiges Ereignis, und es ist ein Event, das die Rolle des Sports symbolisiert, Menschen zusammenzubringen und den Frieden zu fördern», sagte Guterres. Er beabsichtige daher «ohne politische Dimension» bei der Eröffnungsfeier am 4. Februar anwesend zu sein, «mit der Botschaft, dass Olympische Spiele ein Instrument für den Frieden in der Welt sein müssen».


Fia nach Formel-1-Eklat: Safety-Car-Einsatz auf Prüfstand

PARIS: Im Zuge der Diskussion um das brisante Formel-1-Finale im vergangenen Jahr wird sich der Sportbeirat des Internationalen Automobilverbandes (Fia) am kommenden Mittwoch mit dem Einsatz des Safety Cars beschäftigen. Zudem beauftragte der neue Fia-Präsident Mohammed Ben Sulayem den Sport-Generalsekretär Peter Bayer mit Vorschlägen zu einer neuen Formel-1-Struktur des Verbandes, wie die Fia am Donnerstag per Twitter mitteilte.


Medien: NFL-Club Houston Texans trennt sich von Trainer Culley

HOUSTON: Die Houston Texans haben sich nach Angaben von US-Medien nach nur einer Saison von ihrem Trainer David Culley getrennt. In der National Football League ist damit derzeit nur noch ein Afroamerikaner Chefcoach eines der 32 Teams. Culley war bei den Texans während seiner ganzen Amtszeit von Problemen auf der Quarterback-Position betroffen. Die Texans verloren 13 ihrer 17 Saisonspiele. Über die Entlassung berichtete neben der Nachrichtenagentur AP auch ESPN.

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