Nachrichten aus der Sportwelt am Freitag

Deutschland: Richard Oelsner und Tobias Schneider. Archivfoto: epa/ANDREAS SCHAAD
Deutschland: Richard Oelsner und Tobias Schneider. Archivfoto: epa/ANDREAS SCHAAD

Bitteres Saison-Aus für Bob-Pilot Richard Oelsner

ALTENBERG: Vier Wochen vor Beginn der Heim-Weltmeisterschaft in Altenberg hat Bob-Pilot Richard Oelsner erneut eine Verletzung erlitten und wird für den Saisonhöhepunkt ausfallen. Beim WM-Fünften im Zweier und mehrfachen Junioren-Weltmeister brach am Donnerstag beim Europacup auf der heimischen Bahn im Kohlgrund eine Verletzung im linken Bein auf. Nach einer MRT-Untersuchung diagnostizierten die Ärzte am Freitag einen Muskelfaserriss in der Wade, wie Heimtrainer Andreas Zschocke der Deutschen Presse-Agentur sagte.


Ex-Weitsprung-Weltmeister Manyonga wegen Doping-Verstößen suspendiert

BERLIN: Dem ehemaligen Weitsprung-Weltmeister Luvo Manyonga aus Südafrika droht wegen Verstößen gegen die Anti-Doping-Regeln eine Strafe. Wie die Athletics Integrity Unit (AIU) des Leichtathletik-Weltverbandes am Freitag mitteilte, wurde der 30-Jährige am 23. Dezember 2020 angeklagt und vorläufig suspendiert. Dem Olympia-Zweiten von Rio de Janeiro 2016 wird vorgeworfen, mehrmals seine Aufenthaltsorte für Dopingkontrollen außerhalb von Wettkämpfen nicht gemeldet zu haben.


Göttinger Basketballer müssen Heimspiel verlegen

GÖTTINGEN: Wegen des Verdachts auf einen Fund einer Weltkriegsbombe in der Göttinger Innenstadt muss Basketball-Bundesligist BG Göttingen sein für den 30. Januar geplantes Heimspiel gegen Brose Bamberg verlegen. Das teilte der Club am Freitag via Twitter mit.


Bayerns Basketballer verlieren zum Auftakt der Euroleague-Rückrunde

PIRÄUS: Die Basketballer des FC Bayern München sind mit einer Niederlage in die Rückrunde der Euroleague gestartet. Beim griechischen Topteam Olympiakos Piräus verlor die Mannschaft von Trainer Andrea Trinchieri am Freitag mit 82:84 (46:44) und hat nach 18 Spielen elf Siege und sieben Niederlagen auf dem Konto. Der Bundesligist ist dennoch auf Kurs K.o.-Runde.


DEL-Titelkandidat München verliert - Eisbären mit fünftem Sieg

MÜNCHEN: Titelfavorit EHC Red Bull München hat in der Deutschen Eishockey Liga (DEL) die zweite Niederlage nacheinander eingesteckt. Die Mannschaft von Trainer Don Jackson musste sich am Freitagabend dem ERC Ingolstadt mit 4:6 (2:2, 2:2, 0:2) geschlagen geben. In der Nord-Gruppe sind die Eisbären Berlin weiter ohne Verlustpunkt. Gegen die Kölner Haie siegten die Hauptstädter souverän mit 5:0 (2:0, 2:0, 1:0).


Ermittlungsverfahren nach Missbrauchsvorwürfen im Eiskunstlauf

PARIS: Im Zuge von Missbrauchsvorwürfen im Eiskunstlauf in Frankreich ist ein Ermittlungsverfahren gegen einen bekannten Trainer eingeleitet worden. Der Mann sei unter Justizaufsicht gestellt worden, hieß es am Freitag aus Justizkreisen. Ihm würden sexuelle Belästigung in sechs Fällen und sexuelle Nötigung in drei Fällen vorgeworfen. Mit Vorwürfen gegen ihren Ex-Trainer hatte unter anderen die ehemalige französische Eiskunstläuferin Sarah Abitbol vor rund einem Jahr eine Debatte über Missbrauch in der Sportart angestoßen. Abitbols Enthüllungs-Biografie «Un si long silence» (Auf Deutsch etwa «Solch eine lange Stille») hatte die Ermittlungen ins Rollen gebracht.


Zidane darf Real Madrid trotz Corona-Falls im Umfeld coachen

MADRID: Ungeachtet eines Corona-Falls im Umfeld wird Trainer Zinedine Zidane den spanischen Fußballmeister Real Madrid am Samstagabend im Ligaspiel bei CA Osasuna coachen dürfen. Der Franzose bestätigte am Freitag Medienberichte, wonach er negativ auf das Virus getestet worden sei. «Am Ende darf ich doch mit der Mannschaft mitfahren», sagte er in Madrid nach dem Abschlusstraining des Teams um Nationalspieler Toni Kroos. Wichtig sei in erster Linie aber, dass die Mannschaft in guter Verfassung sei.


«SZ»-Bericht: Weiteres Steuerverfahren gegen den DFB

FRANKFURT/MAIN: Der Deutsche Fußball-Bund muss sich einem Bericht der «Süddeutschen Zeitung» zufolge mit einem weiteren Steuerverfahren auseinandersetzen. Dabei soll es um die Versteuerung von Sachzuwendungen durch den DFB-Sponsor Adidas gehen. «Anhaltspunkte für ein steuerstrafrechtlich vorwerfbares Verhalten bestehen nicht», teilte der Verband am Freitagabend auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur mit. Die Eröffnung eines Verfahrens wurde nicht bestätigt. Ein neu eingeführtes System zur steuerlichen Fehlerprävention habe «Ende letzten Jahres eine mögliche Fehlerquelle aufgezeigt», woraufhin der DFB eine Mitteilung ans zuständige Finanzamt geschickt habe.


Liverpool siegt 4:1 gegen Nachwuchsteam von Aston Villa

BIRMINGHAM: Der englische Fußball-Meister FC Liverpool hat ungefährdet die vierte Runde im FA-Cup erreicht. Das Team des deutschen Trainers Jürgen Klopp siegte am Freitagabend beim durch einen Corona-Ausbruch personell gebeutelten Ligarivalen Aston Villa mit 4:1 (1:1). Bei den Gastgeber standen sieben U23-Spieler und vier U18-Akteure in der Startelf.


Fürth verpasst Sprung auf ersten Tabellenplatz in 2. Liga

KARLSRUHE: Nach zwei Abwehrfehlern ist die eindrucksvolle Auswärtsserie der SpVgg Greuther Fürth gerissen. Die Fürther verloren am Freitagabend mit 2:3 (2:2) beim Karlsruher SC und verpassten damit auch den vorübergehenden Sprung auf den ersten Tabellenplatz der 2. Fußball-Bundesliga. Der SV Sandhausen stoppte derweil seinen Negativtrend vorerst. Nach fünf Pflichtspielen ohne Sieg und ohne einen Torerfolg gewann der SVS nach langer Überzahl mit 4:0 (2:0) gegen den 1. FC Heidenheim.


3:2 - Mönchengladbach bringt Bayern zweite Saisonniederlage bei

MÖNCHENGLADBACH: Borussia Mönchengladbach hat dem FC Bayern München die zweite Saisonniederlage beigebracht. Das Team von Trainer Marco Rose gewann am Freitagabend zum Auftakt des 15. Spieltages in der Fußball-Bundesliga gegen den Tabellenführer mit 3:2 (2:2). Florian Neuhaus erzielte in der 49. Minute den Siegtreffer. Zuvor hatte Jonas Hofmann mit einem Doppelpack (36./45.) die Münchner Führung egalisiert. Robert Lewandowski (20.) per Handelfmeter mit seinem 20. Saisontor und Leon Goretzka (26.) hatten den Triple-Gewinner mit 2:0 in Front gebracht. Die Bayern können an diesem Samstag von RB Leipzig mit einem Heimsieg gegen Borussia Dortmund von der Spitze verdrängt werden.


BVB-Profi Akanji entsetzt über Sturm auf Kapitol in Washington

DORTMUND: Fußball-Profi Manuel Akanji vom Bundesligisten Borussia Dortmund hat entsetzt auf den Sturm auf das Kapitol in Washington durch Anhänger des abgewählten Präsidenten Donald Trump reagiert. «Es ist unglaublich, wie weit solche Extremisten im Zeitalter der Demokratie überhaupt gekommen sind», sagte der Schweizer in einem Interview des Internetportals «Sport1» am Freitag.

Zudem warf der Sohn eines Nigerianers und einer Schweizerin die Frage auf, welche Rolle die Hautfarbe bei der Reaktion auf die Besetzung des Kongressgebäudes gespielt habe. «Als Halb-Afrikaner frage ich mich außerdem, was passiert wäre, wenn «der Schwarze» über den Zaun geklettert wäre und das Kapitol gestürmt hätte. Das möchte ich mir gar nicht ausmalen», sagte der 25-Jährige. Es seien in der Vergangenheit Menschen in den USA schließlich schon für viel weniger erschossen oder Opfer von polizeilicher Gewalt geworden.

Ähnlich hatten sich zuvor schon Spieler und Trainer der amerikanischen Basketball-Profiliga NBA geäußert. Im Gegensatz zur Absicherung der Regierungsgebäude im Sommer wegen der Demonstrationen unter dem Motto «Black lives Matter» habe er weder die Armee noch die Nationalgarde gesehen, hatte der Trainer der Philadelphia 76ers, Doc Rivers, gesagt. «Können Sie sich heute vorstellen, was passiert wäre, wenn das alles Schwarze gewesen wären, die das Kapitol gestürmt hätten?», fragte er. «Keine Polizeihunde, die gegen Menschen eingesetzt wurden, keine Schlagstöcke, die Menschen treffen. Leute, die friedlich aus dem Kapitol eskortiert werden. Also zeigt das, dass man eine Menge auch friedlich auflösen kann.»


Corona: WM-Aus für schwedischen Bundesligaspieler Lagergren

MANNHEIM: Wegen einer Corona-Infektion kann der schwedische Handball-Nationalspieler Albin Lagergren nicht an der WM in Ägypten teilnehmen. Der 28 Jahre alte Rückraumspieler der Rhein-Neckar Löwen wurde nach Angaben des Clubs positiv getestet. Lagergren werde vorerst in Schweden in Quarantäne bleiben, hieß es in einer Mitteilung am Freitag. Zuvor war bereits der Ausfall des schwedischen Kreisläufers Anton Lindskog von der HSG Wetzlar bekannt geworden.


Verteidigerplädoyer in Dopingprozess: Mark S. soll frei kommen

MÜNCHEN: Der Thüringer Mediziner Mark S. soll nach den Vorstellungen seiner Anwälte schon bald aus der Haft frei kommen. Die Verteidiger des Arztes deuteten in ihrem Plädoyer im Dopingprozess am Freitag eine erwünschte Haftstrafe von rund drei Jahren an. Sie erhoffen sich vom Landgericht München II eine Strafe in einer Höhe, wonach zwei Drittel der Haft verbüßt seien oder jener Zeitpunkt «unmittelbar» bevorstehe, wie Anwalt Alexander Dann sagte. Mark S. sitzt seit Februar 2019 und damit seit fast zwei Jahren in Untersuchungshaft. Eine vorzeitige Haftentlassung nach zwei Dritteln der Zeit ist gängige Praxis. Die Staatsanwaltschaft hatten zuvor fünfeinhalb Jahren Gefängnis gefordert. Am nächsten Freitag wird die Strafkammer ein Urteil verkünden.


Kolasinac vor Rückkehr in Schalke-Elf - Gross will Minusrekord nicht

GELSENKIRCHEN: Sead Kolasinac steht im Bundesliga-Heimspiel gegen die TSG 1899 Hoffenheim am Samstag (15.30 Uhr/Sky) vor der Rückkehr in die Mannschaft des FC Schalke 04. Trainer Christian Gross ließ am Freitag keinen Zweifel daran, dass der 27 Jahre alte Linksverteidiger direkt in die Startelf rückt. Kolasinac war für den Rest der Fußball-Saison vom FC Arsenal ausgeliehen worden und wird wohl Bastian Oczipka aus dem Team verdrängen. Es wäre das erste Bundesliga-Spiel von Kolasinac seit seinem Wechsel aus dem Revier nach England vor dreieinhalb Jahren. Sollte Schalke das Spiel nicht gewinnen, würde der Tabellenletzte sein 31. Bundesliga-Spiel ohne Sieg einfahren und den Negativrekord von Tasmania Berlin einstellen.


Deutscher Dämpfer: Alpin-Ass Schmid bei Pinturault-Sieg chancenlos

ADELBODEN: Zwei Tage nach dem Sensationssieg von Linus Straßer beim Slalom in Zagreb haben die deutschen Skirennfahrer wieder einen Dämpfer kassiert. Alexander Schmid verpasste beim ersten von zwei Riesenslaloms an diesem Wochenende in Adelboden die Top-Ten-Plätze und landete beim überlegenen Sieg des französischen Gesamtweltcup-Führenden Alexis Pinturault am Freitag mit 4,08 Sekunden Rückstand auf Rang 21. Zweiter wurde der Kroate Filip Zubcic (+1,04) vor dem Schweizer Marco Odermatt (+1,11).


Handball-Nationalmannschaft: 500.000 Euro bei WM-Titel

BERLIN: Die deutschen Handballer würden im Falles des Titelgewinns bei der WM in Ägypten eine halbe Million Euro vom Verband erhalten. Das sagte der DHB-Vorstandsvorsitzende Mark Schober dem Internetanbieter «Sportbuzzer» am Freitag und bestätigte eine Steigerung um zehn Prozent im Vergleich zur WM 2019. Für Platz zwei würde das Team 380.000 Euro, für Rang drei 260.000 Euro und für Platz vier 140.000 Euro erhalten. Das Geld ist laut Schober für die gesamte Mannschaft inklusive Betreuerteam vorgesehen. Für Bundestrainer Alfred Gislason gelte eine Extra-Regelung.


Weitere positive Corona-Tests beim Oberhofer Biathlon-Weltcup

OBERHOF: Beim Biathlon-Weltcup in Oberhof hat es drei weitere positive Corona-Tests gegeben. Wie der Weltverband IBU am Freitag mitteilte, wurden je ein Teammitglied aus Slowenien und Belgien sowie ein freiwilliger Mitarbeiter des Organisationskomitees nach den positiven Testergebnissen unter Quarantäne gestellt. Bereits am Donnerstag hatte es vier positive Fälle in den Teams von Tschechien, Norwegen, Kasachstan und Russland gegeben. Auch hier sind alle Betroffenen in der Isolation.


Bei Club-WM in Katar: Zusätzliche Auswechslung bei Kopfverletzungen

ZÜRICH: Bei der Club-WM in Katar wird zum Schutz der Spieler im Falle einer Kopfverletzung eine zusätzliche Auswechslung erlaubt sein. Das teilte der Fußball-Weltverband FIFA am Freitag mit. Nachdem das für die Regeln im Weltfußball zuständige Gremium Ifab Mitte Dezember eine entsprechende Genehmigung erteilt hatte, bestätigte die FIFA nun das Prozedere für das Turnier vom 1. bis 11. Februar.


Bayern-Profi Gnabry erzielt Nationalmannschaftstor des Jahres

MÜNCHEN: Serge Gnabry hat das schönste Länderspieltor der deutschen Fußball-Nationalmannschaft 2020 erzielt. Bei der Wahl zum Treffer des Jahres durch den DFB-Fanclub erhielt das feine Hackentor des Stürmers des FC Bayern München zum 3:3-Endstand im Nations-League-Spiel gegen die Schweiz 55,5 Prozent der Stimmen. Weit dahinter landeten die Treffer des Mönchengladbachers Florian Neuhaus (22 Prozent) und von Gnabrys Münchner Teamkollegen Leroy Sané (12,2).


Oberhof: Deutsche Skijäger enttäuschen - Dreifacherfolg für Norwegen

OBERHOF: Die deutschen Biathleten haben zum Auftakt des Biathlon-Heimweltcups in Oberhof einen herben Dämpfer kassiert. Nachdem Arnd Peiffer beim letzten Rennen des Vorjahres in Hochfilzen noch den Massenstart gewann, musste sich der Olympiasieger am Freitag im Sprint über zehn Kilometer nach drei Fehlern mit dem enttäuschenden 47. Platz zufriedengeben. Währenddessen feierten die Norweger im coronabedingt leeren Stadion den zweiten Dreifacherfolg der Saison. Bei seinem 49. Weltcupsieg verwies Gesamtsieger Johannes Thingnes Bö trotz einer Strafrunde seinen Bruder Tarjei und den ebenfalls fehlerfreien Sturla Holm Laegreid auf die Plätze. Bester Deutscher war Ex-Weltmeister Benedikt Doll als 15. Im Frauen-Rennen zuvor war Franziska Preuß als 14. beste Deutsche. Den Sieg holte sich die Norwegerin Tiril Eckhoff.


Hennig stürmt aufs Langlauf-Podest - Rang zwei im Massenstart

TOBLACH: Katharina Hennig hat Deutschlands Langlauf-Team einen großen Erfolg bei der Tour de Ski beschert. Die 24-Jährige spielte am Freitag in Val di Fiemme ihre ganze Stärke in der klassischen Technik aus und belegte Platz zwei im Massenstart über zehn Kilometer. Hennig musste sich im Schlussspurt nur der Russin Natalja Neprajewa geschlagen geben. Sie verbesserte sich damit auch in der Gesamtwertung auf Rang fünf. Vor dem Finalwochenende im Fleimstal fehlen nur 24 Sekunden zum Podest. In der Gesamtwertung führt die Amerikanerin Jessica Diggins, die am Freitag Rang neun belegte. Bei den Männern hatte zuvor Janosch Brugger als Sechster das nächste Top-Resultat eingefahren. Der Sieg ging erneut an den Russen Alexander Bolschunow, der in der Gesamtwertung inzwischen fast drei Minuten Vorsprung auf Maurice Manificat.


MARIBOR: Die Weltcup-Riesenslaloms der alpinen Skirennfahrerinnen am 16.

und 17. Januar werden wegen Schneemangels innerhalb Sloweniens von Maribor nach Kranjska Gora verlegt. Das teilte der Weltverband Fis am Freitag mit.


Bundestrainer Gislason über Wolff-Kritik: Stört die Vorbereitung

NEUSS: Handball-Bundestrainer Alfred Gislason hat mit Unverständnis auf die Kritik von Nationaltorwart Andreas Wolff an den WM-Absagen einiger Teamkollegen reagiert. «Ich bin nicht zufrieden damit, dass es diese Diskussion gibt. Andi ist bekannt dafür, dass er seine Meinung raushaut. Aber das stört die Vorbereitung», sagte Gislason am Freitag. Wolff hatte in einem am Donnerstag veröffentlichten Podcast den freiwilligen Verzicht des Kieler Trios Hendrik Pekeler, Patrick Wiencek und Steffen Weinhold auf die Teilnahme an der Weltmeisterschaft vom 13. bis 31. Januar in Ägypten scharf kritisiert. Er sehe das «sehr, sehr kritisch», sagte der 29-Jährige.


Skirennfahrer Schmid in Adelboden abgeschlagen - Pinturault siegt

ADELBODEN: Skirennfahrer Alexander Schmid hat die Top-Ten-Plätze beim ersten von zwei Riesenslaloms an diesem Wochenende in Adelboden klar verpasst. Der Allgäuer landete beim überlegenen Sieg des französischen Gesamtweltcup-Führenden Alexis Pinturault am Freitag mit 4,08 Sekunden Rückstand auf Rang 21. Zweiter wurde der Kroate Filip Zubcic (+1,04) vor dem Schweizer Marco Odermatt (+1,11).

Der Norweger Lucas Braathen stürzte bei der Zieleinfahrt schwer und wurde nach kurzer Behandlung auf einer Trage abtransportiert. Eine Diagnose stand zunächst noch aus. Der zweite deutsche Starter, Julian Rauchfuß, war im ersten Durchgang ausgeschieden. Am Samstag steht in den Schweizer Alpen ein weiterer Riesentorlauf der Herren an.


Struff bei Tennisturnier in Antalya im Achtelfinale

ANTALYA: Der deutsche Tennisprofi Jan-Lennard Struff ist erfolgreich in die neue Saison gestartet. Beim ersten Herren-Turnier in 2021 erreichte die deutsche Nummer zwei das Achtelfinale. Der 30 Jahre alte Warsteiner setzte sich am Freitag im türkischen Antalya gegen den russischen Qualifikanten Pawel Kotow mit 6:4, 6:3 durch. Im Kampf um den Einzug in das Viertelfinale trifft der zweitbeste deutsche Spieler hinter Alexander Zverev auf den Franzosen Hugo Grenier. Struff belegt derzeit Rang 37 der Weltrangliste. Ausgeschieden ist dagegen Matthias Bachinger, der beim Stand von 6:3, 3:6, 1:4 gegen den für Spanien spielenden Nicola Kuhn aufgab.


EM-Bronze für Skeletonpilot Gassner auf der Heimbahn in Winterberg

WINTERBERG: Der Winterberger Alexander Gassner ist bei der Skeleton-Europameisterschaft auf seiner Heimbahn im Hochsauerland auf Rang drei gefahren. Den Sieg holte sich am Freitag der Russe Alexander Tretjakow vor dem Letten Martins Dukurs, der beim parallel ausgetragenen Weltcup nach vier siegreichen Rennen seine erste Niederlage in diesem Winter hinnehmen musste. Junioren-Weltmeister Felix Keisinger vom WSV Königssee kam auf Rang vier.


Radsport-Team UAE Emirates um Tour-Sieger Tadej Pogacar geimpft

ABU DHABI: Tour-de-France-Sieger Tadej Pogacar und sein Team UAE Emirates haben sich gegen das Coronavirus impfen lassen. Den Impfvorgang für 27 Radprofis und 32 weitere Teammitglieder in Abu Dhabi machte der Rennstall am Freitag öffentlich. Teamchef Mauro Gianetti sagte, man sei enorm stolz auf die Anstrengungen, die das Land (Vereinigte Arabische Emirate) unternommen habe, «um die Auswirkungen der Corona-Pandemie zu bekämpfen».


Entwarnung bei Langläuferin Linn Svahn: Neuer Corona-Test negativ

STOCKHOLM: Die schwedische Skilangläuferin Linn Svahn ist negativ auf das Coronavirus getestet worden und kann damit beim nächsten Rennen der Tour de Ski in Val di Fiemme an den Start gehen. Nach dem vorherigen positiven Corona-Schnelltest sorge der negative Bescheid zu einem PCR-Test für Erleichterung und Extramotivation für das anstehende Rennen, teilte die Langlauf-Abteilung des schwedischen Skiverbandes auf Facebook mit. Die 21-jährige Svahn hatte die ersten beiden Rennen der Tour de Ski gewonnen. Am Freitagnachmittag stehen die Massenstarts im italienischen Val di Fiemme an.


Aston Villa: FA-Cup-Spiel gegen den FC Liverpool trotz Corona-Fällen

BIRMINGHAM: Das FA-Cup-Spiel gegen den FC Liverpool wird trotz mehrerer Corona-Fälle bei Gastgeber Aston Villa an diesem Freitag (20.45 Uhr) ausgetragen. Das bestätigte der Club aus Birmingham am Morgen. Am Tag zuvor hatte Aston Villa von einer «großen Anzahl von Spielern und Mitarbeitern» mit positiven Corona-Tests geschrieben. Bei dem Spiel der 3. Runde des Cupwettbewerbs im Villa Park werden voraussichtlich auch Spieler aus den Nachwuchsmannschaften des Premier-League-Clubs eingesetzt.


Ex-Frankfurter Haller wechselt für Rekordbetrag zu Ajax Amsterdam

AMSTERDAM: Der französische Stürmer Sébastien Haller wird für eine Rekord-Ablösesumme von 22,5 Millionen Euro zum niederländischen Profifußballclub Ajax Amsterdam wechseln. Haller kommt vom englischen Club West Ham United und ist der bisher teuerste Spieler im niederländischen Profifußball, wie Ajax am Freitag mitteilte. Der 26 Jahre alte Haller, der auch bei Eintracht Frankfurt gespielt hatte, unterschrieb einen Vertrag bis zum Sommer 2025 beim Rekordmeister der Niederlande. Haller hatte bei West Ham noch einen Vertrag bis 2024.


Aufsichtsratschef Buchta sieht Schalke weiter handlungsfähig

GELSENKIRCHEN: Trotz des Verzichts auf eine finanzielle Hilfe von Clemens Tönnies sieht der neue Aufsichtsratchef des FC Schalke 04 den Fußball-Bundesligisten weiter handlungsfähig. «Unsere Handlungsfähigkeit ist nicht eingeschränkt», sagte Jens Buchta laut einer Mitteilung auf der Club-Homepage. Der Verein befindet sich nach seiner Einschätzung «in einer sportlich und wirtschaftlich angespannten Situation». Der Nachfolger von Tönnies bestätigte, dass das Kontrollgremium am Mittwoch über ein Hilfsangebot des Fleischfabrikanten abgestimmt habe. Zwei Mitglieder des elfköpfigen Aufsichtsrates, darunter der Vertreter der Schalker-Fanclubs, hatten sich gegen eine Hilfe von Tönnies ausgesprochen.


IOC-Mitglied Pound «nicht sicher» wegen Olympia in Tokio

TOKIO: Das dienstälteste IOC-Mitglied Richard Pound hat Zweifel an einer Austragung der auf dieses Jahr verschobenen Sommerspiele in Tokio. «Ich kann mir nicht sicher sein, weil die Wellen des Virus immer noch wie ein Elefant im Raum stehen», wird der Kanadier von der britischen BBC zitiert. Zuvor war in der Olympia-Stadt Tokio erneut der Ausnahmezustand verhängt worden, weil die Zahl der Corona-Neuinfektionen auf immer neue Rekordhöhen gestiegen waren. Gastgeber Japan und das Internationale Olympische Komitee bekräftigten noch am Donnerstag, an ihren Plänen für «sichere und geschützte Spiele» im Juli und August festhalten zu wollen.


Bitter zur Handball-WM: Vor Zuschauern zu spielen ist absurd

BERLIN: Die europäischen Handballer haben sich nach Angaben des deutschen Nationaltorwarts Johannes Bitter gegen Besucher bei der WM in Ägypten ausgesprochen. «Die europäische Spielergewerkschaft E.H.P.U. hat am Mittwoch im Namen der Kapitäne und aller Spieler der europäischen Nationalmannschaften ein Schreiben an den ägyptischen Weltverbandspräsidenten Hassan Moustafa verfasst, mit der dringenden Bitte, während der WM auf Zuschauer zu verzichten», sagte Bitter dem «Hamburger Abendblatt» (Freitag). Bei der WM vom 13. bis 31. Januar sind 20 Prozent der Zuschauerkapazität der Hallen zugelassen.


NBA-Profis setzen wieder Zeichen - James: Vier Jahre weggeworfen

LOS ANGELES: NBA-Stars um LeBron James haben auch einen Tag nach den Unruhen rund um das Kapitol in der US-amerikanischen Hauptstadt Washington ein friedliches Zeichen gesetzt. Die Spieler und Verantwortlichen der Los Angeles Lakers und der San Antonio Spurs aus der Basketball-Profiliga NBA standen am Donnerstag (Ortszeit) während der Nationalhymne in einem Kreis auf dem Spielfeld und hakten sich untereinander an den Armen ein, ehe die Partie begann. James trug beim Gang ins heimische Staples Center ein T-Shirt mit der Aufschrift: «Versteht ihr jetzt?» Der Satz war auch auf seinen Schuhen während der Partie zu lesen.


Staatsanwalt fordert Haft von fünfeinhalb Jahren für Doping-Arzt

MÜNCHEN: Die Staatsanwaltschaft München fordert für den Dopingarzt Mark S. eine Haftstrafe von fünf Jahren und sechs Monaten. Diesen Antrag stellte Oberstaatsanwalt Kai Gräber am Freitag bei seinem Schlussplädoyer vor dem Landgericht München II. In dem Prozess sei bewiesen worden, dass der Mediziner jahrelanges Blutdoping an mehreren Winter- und Radsportlern durchgeführt und organisiert habe. Mark S. habe entgegen dessen eigenen Beteuerungen mit dem Doping Geld verdienen wollen, es sei daher auch gewerbsmäßig betrieben worden. Zudem sei er wegen gefährlicher Körperverletzung zu bestrafen, weil er einer Sportlerin 2017 eine Forschungschemikalie injiziert hatte. Deshalb solle er auch ein fünfjähriges Berufsverbot erhalten.


Preuß 14. im Biathlon-Sprint von Oberhof - Norwegerin Eckhoff siegt

OBERHOF: Die deutschen Biathletinnen sind ohne Top-Ten-Platz in den ersten Biathlon-Weltcup in Oberhof gestartet. Im Sprint über 7,5 Kilometer lieferte am Freitag Franziska Preuß als 14. das beste Ergebnis ab. Die 26-Jährige hatte nach einer Strafrunde 1:13,4 Minuten Rückstand auf die überragende Siegerin Tiril Eckhoff. Die Norwegerin verwies bei ihrem vierten Saisonsieg die ebenfalls fehlerfreie Schwedin Hanna Öberg um 29,6 Sekunden auf den zweiten Platz. Als Dritte holte die von den deutschen Trainern Ricco Groß und Gerald Hönig betreute Österreicherin Lisa Theresa Hauser den ersten Podestplatz ihrer Karriere. Denise Herrmann, Vorjahreszweite im Sprint, kam nach zwei Fehlern als 15. ins Ziel.


Skispringer Schlierenzauer: «Ein Fehler und dumm»

FULPMES: Weltcup-Rekordsieger Gregor Schlierenzauer hat sich für sein Verhalten beim Abschluss der Vierschanzentournee der Skispringer entschuldigt. «Die Materialkontrolle und das Prozedere nicht eingehalten zu haben, war ein Fehler, dumm und absolut nicht in Ordnung. Ich habe mit meinem Abgang ein schlechtes Vorbild abgegeben, dafür möchte ich mich auch an dieser Stelle aufrichtig entschuldigen», schrieb der 31 Jahre alte Österreicher auf seinem Internetblog. Schlierenzauer war beim Finale in Bischofshofen disqualifiziert worden, weil er die Materialkontrolle bewusst ausgelassen hatte.

«Sport ist Emotion, trotzdem hätte ich mich nicht von der Enttäuschung verleiten lassen dürfen», kommentierte Schlierenzauer weiter. In Innsbruck (32.) und Bischofshofen (disqualifiziert) hatte er sportlich wieder enttäuscht, für den nun bevorstehenden Weltcup in Titisee-Neustadt ist er deshalb nicht nominiert. Der bisher letzte seiner 53 Weltcup-Siege liegt schon über sechs Jahre zurück.

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