Nachrichten aus der Sportwelt am Freitag

Collage: DER FARANG
Collage: DER FARANG

Malcharek macht drei Plätze gut - Bötticher weiter auf Gesamtrang drei

LONDON: Der Berliner Moritz Malcharek hat sich in der vierten von fünf Runden der UCI Track Champions League auf Platz sieben in der Gesamtwertung im Ausdauerbereich vorgearbeitet. Der EM-Zweite von München belegte am Freitagabend auf der Olympiabahn in London den zweiten Rang im Scratch-Rennen und machte damit drei Plätze gut. Die Bahnrad-Serie endet am Samstagabend ebenfalls im Lee Valley Velopark. Im Sprint-Bereich liegt der Chemnitzer Stefan Bötticher vor dem Finaltag als Dritter weiter auf Podiumskurs. Der deutsche Meister belegte am Freitag im Keirin den dritten Platz, im Sprint schied er dagegen in der ersten Runde aus.


98:89 gegen Tel Aviv: Vierter Euroleague-Sieg für Bayerns Basketballer

MÜNCHEN: Der FC Bayern München ist in der Basketball-Euroleague wieder näher an die Playoff-Plätze herangerückt. Gegen Maccabi Tel Aviv aus Israel gewann der Bundesligist am Freitagabend mit 98:89 (50:44) und hat mit einer Bilanz von 4:7 Siegen den Rückstand auf Rang acht auf zwei Erfolge verkürzen können. Bester Münchner Werfer war Cassius Winston mit 23 Punkten.


Türkgücü München gegen FC Bayern II als Geisterspiel neu angesetzt

MÜNCHEN: Nach dem Abbruch des Fußball-Regionalligaspiels zwischen Türkgücü München und dem FC Bayern München II wird die Partie neu angesetzt und unter Ausschluss der Öffentlichkeit ausgetragen. Nach der rund vierstündigen mündlichen Verhandlung in der Sportschule Oberhaching am Freitag ist das Verbandssportgericht des Bayerischen Fußball-Verbandes (BFV) zu diesem Urteil gekommen. Es ist verbandsgerichtlich rechtskräftig. Beiden Vereinen wurde der Verstoß gegen die Platzdisziplin nachgewiesen. Ein Banner mit kurdischer Flagge hatte vor fast zwei Wochen bei der Begegnung des 22. Spieltages zu einem Polizeieinsatz mit Pfefferspray und Schlagstöcken geführt. Dabei wurden zahlreiche Menschen verletzt. Die Partie im Sportpark Heimstetten, wo Türkgücü seine Heimspiele austrägt, musste abgebrochen werden.


Kira Weidle bei erster Weltcup-Abfahrt Siebte - Goggia siegt

LAKE LOUISE: Kira Weidle hat beim ersten Abfahrts-Weltcup der Saison einen Podestplatz verpasst. Beim Rennen im kanadischen Lake Louise belegte die 26 Jahre alte Starnbergerin am Freitag den siebten Platz. Bei eisigen Temperaturen von unter minus 15 Grad war die Vierte der Olympischen Winterspiele von Peking auf der mit mehr als 3000 Metern längsten Frauen-Abfahrt 0,97 Sekunden langsamer als Siegerin Sofia Goggia aus Italien. Zweite wurde Olympiasiegerin Corinne Suter aus der Schweiz mit 0,04 Sekunden Rückstand vor der Österreicherin Cornelia Hütter (+0,06). Emma Aicher (Mahlstetten) wurde mit einem Rückstand von 3,03 Sekunden 31. An diesem Samstag (20.30 Uhr) steht auf der Olympia-Strecke von 1988 eine weitere Abfahrt auf dem Programm, am Sonntag (19.00 Uhr) folgt ein Super-G.


Schweiz folgt Gruppensieger Brasilien ins WM-Achtelfinale

DOHA: Nach Brasilien hat sich die Schweiz in Vorrundengruppe G für das Achtelfinale der Fußball-WM in Katar qualifiziert. Die Eidgenossen besiegten Serbien am Freitag in einer höchst unterhaltsamen Partie mit 3:2 (2:2) und schafften es als Zweiter zum dritten Mal in Serie in die K.o.-Phase. Xherdan Shaqiri (20. Minute), Breel Embolo (44.) und Remo Freuler (48.) trafen vor 41.378 Zuschauern für die Schweizer, die nun auf Portugal mit Superstar Cristiano Ronaldo treffen. Die Tore der Serben erzielten Aleksandar Mitrovic (26.) und Dusan Vlahovic (35.). Auch bei ihrer vierten WM-Teilnahme in Serie scheiterte Serbien in der Vorrunde und wurde mit nur einem Punkt Letzter.

Trotz eines glücklichen Siegs gegen Brasiliens B-Auswahl verabschiedete sich Kamerun zeitgleich aus dem Turnier. Vincent Aboubakar (90.+2) sicherte den Westafrikanern mit seinem Kopfballtor den schmeichelhaften 1:0 (0:0)-Erfolg gegen den Rekord-Weltmeister, für die K.o.-Runde reichte das aber nicht mehr. Gruppensieger Brasilien war bereits qualifiziert und will am kommenden Montag gegen Südkorea den nächsten Schritt auf dem angepeilten Weg zum sechsten WM-Titel machen. Weil Kameruns Torschütze Aboubakar sich beim Jubeln das Trikot auszog, sah er kurz vor Schluss seine zweite Gelbe Karte im Spiel und musste mit Gelb-Rot vom Feld.


Schweiz ohne erkältete Sommer und Elvedi - Serbien mit Vlahovic

DOHA: Die Schweiz geht doch ohne die Bundesliga-Profis Yann Sommer und Nico Elvedi ins abschließende Gruppenspiel bei der Fußball-WM in Katar. Das Duo von Borussia Mönchengladbach ist erkältet und fehlte schon im Training am Donnerstag. Danach hatte sich Trainer Murat Yakin mit Blick auf einen möglichen Einsatz gegen Serbien am Freitag (20.00 Uhr/ZDF und MagentaTV) aber noch zuversichtlich gezeigt. Der Dortmunder Gregor Kobel spielt statt Sommer im Tor, der frühere Hoffenheimer Fabian Schär statt Elvedi in der Abwehr. Auch Ex-Bayern-Profi Xherdan Shaqiri ist nach Oberschenkelproblemen wieder von Beginn an dabei.

Bei den Serben steht der lange Zeit angeschlagene Stürmer Dusan Vlahovic von Juventus Turin erstmals bei dieser WM in der Startelf und verdrängt Mittelfeldspieler Nemanja Maksimovic vom FC Getafe auf die Bank. Beide Teams kämpfen noch um den Einzug ins Achtelfinale. Die Schweiz hat drei Punkte, Serbien einen.


Neun Norweger und ein Brite: Lokalmatadoren dominieren Langlauf

LILLEHAMMER: Dass der Beste der bisherigen Saison nicht dabei war, hielt Norwegens Skilangläufer nicht auf. Beim Loipen-Heimspiel in Lillehammer dominierten die Lokalmatadoren auch ohne den kurzfristig fehlenden Johannes Hoesflot Klaebo. Gleich neun Norweger schafften es am Freitag im Rennen über zehn Kilometer in der freien Technik in die Top-Ten. Einzige Ausnahme war der Brite Andrew Musgrave, der Vierter wurde. Den Sieg sicherte sich Iver Tildheim Andersen vor Didrik Toenseth und Hans Christer Holund. Als bester deutscher Langläufer belegte Friedrich Moch den 16. Platz.


16-Jährige holt ersten Weltcup-Podestplatz für deutsches Kombi-Team

LILLEHAMMER: Die erst 16 Jahre alte Nathalie Armbruster hat beim Saison-Auftakt der Nordischen Kombiniererinnen mit einem starken Rennen den dritten Platz belegt. Armbruster bescherte den deutschen Kombiniererinnen damit am Freitag im norwegischen Lillehammer den ersten Podestrang im Weltcup überhaupt. Nach einem Sprung von der Normalschanze auf 92 Meter hatte Armbruster auf Rang vier gelegen. Im entscheidenden Skilanglaufrennen über fünf Kilometer zog sie an der knapp vor ihr gestarteten Österreicherin Lisa Hirner vorbei und lief aufs Podium. Den Sieg sicherte sich wie erwartet die Norwegerin Gyda Westvold Hansen. Die 20-Jährige gewann mit einem Vorsprung von mehr als einer Minute vor der Italienerin Annika Sieff.


Eberl sieht Testspielsieg von RB Leipzig gegen AC Horsens

LEIPZIG: Max Eberl hat an seinem zweiten Arbeitstag als neuer Geschäftsführer Sport bei RB Leipzig einen durchwachsenen Auftritt beim Test des Pokalsiegers gegen den dänischen Erstligisten AC Horsens gesehen. Auf dem Trainingsplatz der Fußball-Akademie gewannen die Sachsen am Freitag mühevoll mit 2:1 (1:1). Die Dänen gingen vor 455 Zuschauer durch Anders Jacobsen (6. Minute) nach einem Fehlpass von Örjan Nyland in Führung, ehe Amadou Haidara (36.) zum Ausgleich traf. Ein abgefälschter Schuss von Benjamin Henrichs (74.) markierte den 2:1-Endstand.


Biathletin Preuß schon wieder ausgebremst: Kein Start im Sprint

KONTIOLAHTI: Biathletin Franziska Preuß (28) muss beim Weltcup-Auftakt im finnischen Kontiolathi auch auf einen Start im Sprintrennen verzichten. «Franziska hat anhaltend gereizte Atemwege mit Husten, der sich insbesondere bei hohen Belastungen bemerkbar macht», sagte Teamärztin Katharina Blume am Freitag nach dem Training. «Deshalb wird, um eine erfolgreiche WM-Saison zu gewährleisten, kein Start mehr erfolgen.» Preuß hatte bereits das 15-Kilometer-Einzelrennen und die Staffel auslassen müssen. Die 28-Jährige wurde in der Vorbereitung wieder einmal von gesundheitlichen Problemen geplagt.


Staatsanwaltschaft: Deutscher Lkw-Fahrer überfuhr Radprofi Rebellin

VICENZA: Der Radprofi Davide Rebellin ist nach Erkenntnissen der italienischen Polizei von einem deutschen Lkw-Fahrer überfahren und getötet worden. Das ergaben die Auswertung von Überwachungsvideos am Tatort, Zeugenbefragungen und weitere Ermittlungen, wie die Staatsanwaltschaft Vicenza am Freitag mitteilte. Demnach sei der 62 Jahre alte Mann, der für eine Spedition aus Nordrhein-Westfalen arbeite, auch durch die Kooperation mit der deutschen Polizei gefunden worden. Es wurde Anklage erhoben gegen den Fahrer des Sattelschleppers, der laut den Strafverfolgern nach der Kollision den Unfallort verlassen hatte und nach Deutschland zurückgekehrt war. Der 51 Jahre alte Rebellin, der früher auch für den deutschen Eliterennstall Gerolsteiner gefahren war, war am Mittwochvormittag an einem Kreisverkehr von dem Sattelzug erfasst worden. Er starb noch an der Unfallstelle in der Gemeinde Montebello Vicentino.


Starker Wind und Schneefall: Männer-Abfahrt in Beaver Creek abgesagt

BEAVER CREEK: Eine Woche nach dem Weltcup im kanadischen Lake Louise ist erneut ein Abfahrtsrennen der Männer wegen schlechten Wetters abgesagt worden. Wie die Veranstalter am Freitag wenige Stunden vor dem geplanten Start mitteilten, kann das Rennen in Beaver Creek (USA) wegen starker Winde und Schneefalls nicht stattfinden. Das hätten die Jury und die Organisatoren gemeinsam entschieden. Die Piste sei gesperrt worden, Streckenarbeiter würden mit Schneeraupen den Kurs herrichten. Ein Nachholtermin wurde zunächst nicht genannt. Für diesen Samstag ist in Beaver Creek eine weitere Abfahrt geplant sowie am Sonntag ein Super G.


Mehr Geld für Anti-Doping-Maßnahmen im internationalen Radsport

LAUSANNE: Die Internationale Test-Agentur wird von 2023 an erheblich mehr Geld für das Anti-Doping-Programm im Straßenradsport zur Verfügung haben. Wie die ITA am Freitag mitteilte, werden die finanziellen Mittel in den nächsten zwei Jahren um 35 Prozent erhöht. Dazu haben sich der Weltverband UCI und weitere Organisation bereit erklärt. Das Anti-Doping-Programm der UCI ist laut ITA eines der umfassendsten der Welt. Die finanzielle Aufstockung werde schrittweise erfolgen. Für 2023 seien zusätzliche 1,5 Millionen Euro und 2024 weitere 2,4 Millionen Euro vorgesehen.


DOSB-Inklusionsstrategie: «Nichts über uns ohne uns»

BADEN-BADEN: Der Deutsche Olympische Sportbund hat sein Strategie- und Maßnahmenkonzept «Inklusion im und durch Sport» aktualisiert. Ziel der neuen Strategie und der darin enthaltenden Maßnahmen ist die gleichberechtigte Teilhabe aller Menschen - mit und ohne Behinderungen - im Sport, hieß es in einer Mitteilung am Freitag. «Nichts über uns ohne uns» lautet das Motto. «Der Sport will Motor der Inklusion in Deutschland sein und gemeinsames und gleichberechtigtes Sporttreiben aktiv leben», hieß es weiter.


Lisa Buckwitz Zweite beim Monobob-Weltcup in Park City

PARK CITY: Lisa Buckwitz ist beim Monobob-Weltcup in Park City auf Rang zwei gefahren. Die Zweierbob-Olympiasiegerin von Pyeongchang 2018 hatte am Freitag nach zwei Läufen 0,31 Sekunden Rückstand auf Olympiasiegerin Kaillie Humphries aus den USA, die den Bahnrekord im Finallauf auf 51,27 Sekunden schraubte. Die für den BSR Thüringen fahrende Buckwitz verbesserte den Startrekord auf 5,51 Sekunden. Laura Nolte aus Winterberg, die in Peking Olympia-Gold im Zweierbob gewann, verpasste Platz drei hinter der Kanadierin Cynthia Appiah nur um eine Hundertstelsekunde. Kim Kalicki aus Wiesbaden kam auf Rang sechs von insgesamt nur neun Schlitten aus vier Nationen.


Mavericks verlieren in NBA nach Verlängerung gegen Pistons

DETROIT: Die Dallas Mavericks haben in der NBA eine weitere enttäuschende Niederlage kassiert und bei den Detroit Pistons verloren. Für das Team um Star Luka Doncic und Basketball-Nationalspieler Maxi Kleber gab es am Donnerstagabend (Ortszeit) ein 125:131 nach Verlängerung. In den Schlusssekunden vergab Kleber sinnbildlich einen im Prinzip einfachen Korb und besiegelte die elfte Niederlage der Saison. Er beendete die Partie mit zehn Punkten, vier Blocks, drei Rebounds und einer Vorlage. Bester Werfer war ein weiteres Mal Doncic mit seinen 35 Punkten, bei den Pistons hatte Bojan Bogdanovic mit 30 Zählern die beste Ausbeute.


Rekorde beim Frauenfußball: Fan-Vertreterin sieht langfristige Chance

FRANKFURT/MAIN: Helen Breit von der Fan-Interessengemeinschaft «Unsere Kurve» sieht in der derzeit gelebten Praxis einiger Fans, statt die Männer-WM in Katar den Frauenfußball zu unterstützten, auch eine langfristige Chance. «Natürlich sind das im Moment hauptsächlich einzelne Aktionen. Aber eben durch diese Aktionen finden Menschen ihren Weg zum Frauenfußball, den sie vorher vielleicht nicht auf dem Schirm hatten. Und finden Gefallen daran und überlegen, wiederzukommen», sagte sie der Deutschen Presse-Agentur.


Formel 1 streicht China auch 2023 aus Rennkalender

SHANGHAI: Die Formel 1 wird auch im kommenden Jahr nicht in China fahren. Wie die Motorsport-Königsklasse am Freitag mitteilte, ist die Austragung des Rennens in Shanghai wegen der schwierigen Corona-Lage im Land 2023 nicht möglich. Dies ergaben Gespräche mit den Veranstaltern und den zuständigen Behörden. Der Grand Prix von China war für den 16. April geplant gewesen.

Die Formel 1 prüft Ersatzkandidaten für das ausgefallene Rennen, das den geplanten 24-Etappen-Rekordkalender aktuell dezimiert hat. Dazu gebe es «zu gegebener Zeit» ein Update. Als ein Kandidat gilt Portimao. Der portugiesische Kurs an der Algarve hatte schon 2020 und 2021 ein Ersatzrennen ausgerichtet. Ebenso wird Istanbul genannt. Auch dort fand die Formel 1 in den Jahren 2020 und 2021 nach jahrelanger Absenz eine Ausweichstrecke.

Die Formel 1 hat zuletzt 2019 auf dem Shanghai International Circuit Station gemacht. Seitdem wurden die Events wegen der Pandemie abgesagt. Der Vertrag mit dem chinesischen Veranstalter ist noch bis 2025 gültig. Erstmals wurde 2004 in Shanghai um WM-Punkte gefahren.


Audi baut für Formel-1-Projekt an

NEUBURG AN DER DONAU: Audi treibt seine Planungen für den Formel-1-Einstieg 2026 voran. Die Volkswagen-Tochter erweitert sein Motorsport-Zentrum am Standort Neuburg an der Donau. In einem rund 3000 Quadratmeter großen Neubau sollen vor allem neue Prüfstände für die Entwicklung der Antriebseinheit installiert werden, wie der deutsche Autobauer am Freitag mitteilte. Die Bauarbeiten für den Anbau haben demnach in dieser Woche begonnen. Audi arbeitet in der Formel 1 künftig mit Sauber zusammen und wird ab 2026 als Werksteam in der Motorsport-Königsklasse starten.


LSB-Präsident Härtel: Olympia-Bewerbung mit vielen Städten

BERLIN: Präsident Thomas Härtel vom Landessportbund Berlin sieht eine mögliche Bewerbung für die Olympischen Spiele 2036 mit mehreren Austragungsstätten in Deutschland als Chance. «Das Wettrennen Berlin, Hamburg, München, Nordrhein-Westfalen bringt nichts», sagte der 71-Jährige der Deutschen Presse-Agentur vor der Mitgliederversammlung des DOSB an diesem Samstag in Baden-Baden, «kann man daraus nicht etwas machen, dass sich Deutschland mit seinen olympischen Stätten bewirbt?» Mit dem DOSB erarbeite man gerade eine Roadmap.


Skifahrerin Weidle mit großen Zielen: «Erster Sieg steht noch an»

LAKE LOUISE: Deutschlands beste Abfahrerin Kira Weidle startet mit hohen Erwartungen in ihre neue Weltcup-Saison. «Der erste Sieg steht immer noch an. Das ist immer noch das große Ziel», sagte die 26 Jahre alte Starnbergerin vor der ersten Abfahrt des Winters in Lake Louise am Freitag (20.00 Uhr/Sportschau.de und Eurosport). Viermal fuhr die Speed-Spezialistin in ihrer Karriere bislang auf einen Podestplatz. Platz zwei im vergangenen Winter in Zauchensee war das beste Ergebnis.

In diesem Winter soll endgültig der große Coup gelingen. Den nötigen Feinschliff holte sich die Olympia-Vierte im Sommer-Trainingslager in Chile. «Was wir dieses Jahr noch mehr gemacht haben, ist Riesenslalom-Training. Das bringt viel für den Super-G», sagte Weidle. In ihrer schwächeren Speed-Disziplin fehlt der Deutschen noch eine Fahrt unter die besten fünf.

In Südamerika trainierte Weidle auch zusammen mit der deutschen Herren-Riege. «Das hat mir viel gebracht. Wie sie Übergänge angehen, wie sie Sprünge angehen - da gibt es viele Elemente, die ich mir abschauen kann», sagte Weidle. Die gebürtige Stuttgarterin ist im deutschen Speed-Team mal wieder die einzige Hoffnungsträgerin. Roni Remme, die seit diesem Jahr für den DSV startet, fällt nach einem Kreuz- und Innenbandriss für den Rest der Saison aus.


Ex-Stuttgarter Kuzmanovic hofft auf Serbien-Sieg gegen die Schweiz

DOHA: Ex-Bundesligaprofi Zdravko Kuzmanovic hält es im brisanten Duell zwischen Serbien und der Schweiz bei der Fußball-WM am Freitag (20.00 Uhr/ZDF und MagentaTV) mit den Serben. «Serbien schießt in der 96. Minute das Siegestor. Das ist mein Traum», sagte der frühere Spieler des VfB Stuttgart, der sowohl die serbische als auch die Schweizer Staatsbürgerschaft besitzt, der Zeitung «Blick».

«Ich bin in der Schweiz geboren und lebe noch hier», sagte Kuzmanovic, der in seiner Karriere 51 Länderspiele für Serbien bestritten hat. «Gegen jeden anderen Gegner wünschte ich mir, dass die Schweiz gewinnt. Aber nicht gegen Serbien.»

Die Partie in der Gruppe G, in der beide Teams noch um den Einzug ins Achtelfinale kämpfen, ist auch wegen ihrer Vorgeschichte heikel. Im Vorrundenduell bei der WM 2018 in Russland hatten die Schweizer Granit Xhaka und Xherdan Shaqiri, die kosovarische Wurzeln haben, ihre Tore mit einer speziellen Geste gefeiert: Mit ihren Händen formten sie den doppelköpfigen Adler, der die Flagge Albaniens ziert - ein Symbol der Abgrenzung des Kosovos gegen Serbien. Die Serben betrachten die seit 2008 unabhängige Republik noch immer als Teil ihres Territoriums.

«Die Doppeladler-Gesten waren eine Schande, kein Serbe hat sie vergessen», sagte Kuzmanovic. Allerdings sollen Xhaka und Shaqiri damals vor der Partie von Serben provoziert worden sein. «Beide Seiten haben sich nicht korrekt verhalten», räumte Kuzmanovic ein. Er hoffe, dass sich solche Szenen nicht wiederholen. «Es gäbe einen Riesenskandal. Sollte etwas passieren, egal von welcher Seite, muss die FIFA reagieren und Sperren verhängen», so der 35-Jährige. «Politische Statements und Provokationen dürfen keinen Platz haben.»


Sturm sorgt sich um Boxsport in Deutschland: «Lage ist nicht einfach»

STUTTGART: Der fünffache Weltmeister Felix Sturm sorgt sich um die Zukunft des deutschen Boxsports. «Die Lage ist nicht einfach», sagte er am Donnerstag bei der Verkündung seines nächsten Kampfes, der am 18. Februar ausgetragen werden soll. «Das Hauptproblem ist, dass es an den Strukturen, die es früher gab, fehlt.»

Sender, die sich in der Vergangenheit die TV-Rechte gesichert hatten, verzichten inzwischen auf Investitionen in das Boxen. «Stattdessen gibt es Streaming-Dienste, die Geld kosten. Aber die Gelder fließen dann nach England oder Amerika», sagte Sturm. Um das Problem zu beheben, müssten «finanzielle Möglichkeiten geschaffen werden», sagte der 43-Jährige. «Wenn man Geduld hat und weiß, wohin der Weg führen soll, dann kann man auch die Vorrangstellung für solche Abende zurückgewinnen.»

Es mangle an deutschen Stars in der Szene, sagte Sturm. «Wir brauchen Helden, die das boxerische Potenzial haben. Wir brauchen Jungs und Mädchen, für die es sich lohnt, eine Karte zu kaufen, weil man sie sich gerne im Ring anschaut», sagte der Supermittelgewichtler. «Es gibt Ansatzpunkte. Wichtig ist aber ein Fundament. Ich bin mir sicher, dass wir es schaffen können, Boxen wieder salonfähig zu machen.»

Bei seinem Kampf in Stuttgart will er gegen Istvan Szili antreten. Der Ungar hat einem Rückkampf nach dem Sieg im März jedoch noch nicht zugestimmt.

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