Nachrichten aus der Sportwelt am Freitag

Fotomontage: DER FARANG
Fotomontage: DER FARANG

Siegemund bei deutscher Tennis-Turnierserie im Halbfinale

DARMSTADT: Die topgesetzte Laura Siegemund hat bei der nationalen Turnierserie des Deutschen Tennis Bundes das Halbfinale der besten acht Spielerinnen erreicht. Die 32 Jahre alte Fed-Cup- Spielerin gewann bei der Zwischenrunde in Darmstadt alle ihre vier Begegnungen. Ausgeschieden ist bei der Zwischenrunde in Kamen dagegen überraschend Mitfavoritin Mona Barthel, in Hannover kam Tamara Korpatsch weiter. Das Halbfinale findet vom 15. bis 18. Juli in Darmstadt statt. Gespielt wird in zwei Vierer-Gruppen, vier Spielerinnen erreichen das Finale, das vom 23. bis 26. Juli in Versmold geplant ist.


Rekordsprinter Reus startet mit klarem Sieg in verkürzte Saison

ERFURT: Sprinter Julian Reus ist beim Einladungsmeeting seines Heimvereins Erfurter LAC mit einem klaren Sieg in die kurze Saison gestartet. Der 32 Jahre alte deutsche Rekordler über 100 Meter gewann am Freitagabend in der deutschen Saisonbestzeit von 10,24 Sekunden vor seinem Vereinskollegen Luis Brandner (10,46). Über 200 Meter siegte Reus ebenfalls ohne Zuschauer im Steigerwaldstadion in 20,82 Sekunden - auch dies war eine deutsche Saisonbestleistung. Allerdings fanden wegen der Corona-Pandemie bisher kaum Wettkämpfe statt.


Rundfahrtspezialist Quintana bei Training in Kolumbien angefahren

BOGOTÁ: Der kolumbianische Rundfahrspezialist Nairo Quintana ist beim Training in Kolumbien von einem Auto angefahren worden. Dies teilte das französische Rad-Team Arkea-Samsic, dessen Trikot der Giro- und Vuelta-Gewinner seit Beginn des Jahres trägt, in einer Erklärung am Freitag mit. Teamdirektor Emmanuel Hubert sagte der französischen Sportzeitschrift «L'Equipe» nach einem Telefonat mit Quintana, dieser habe sich am Knie verletzt. Ersten Berichten aus dem südamerikanischen Land zufolge soll der Unfall aber nicht schwer gewesen sein und Quintana nur ein paar Kratzer davongetragen haben.


DFB-Bundesgericht weist Widerspruch von Preußen Münster zurück

FRANKFURT/MAIN: Das Bundesgericht des Deutschen Fußball-Bundes hat den Widerspruch von Preußen Münster gegen den Beschluss des DFB-Bundestags, die Saison in der 3. Liga fortzusetzen, zurückgewiesen. Der Einspruch sei «unbegründet», teilte der DFB am Freitag mit. «Damit bleibt es bei den auf dem Spielfeld erzielten Ergebnissen. Preußen Münster kann den sportlichen Abstieg nicht durch einen nachträglichen Saisonabbruch rechtlich verhindern», sagte Achim Späth, der Vorsitzende des Bundesgerichts, laut Mitteilung. Der Traditionsverein gehörte zu den Clubs, die strikt gegen eine Wiederaufnahme waren.


Red-Bull-Team legt Protest gegen Mercedes-Trick ein

SPIELBERG: Im Streit um einen Technik-Trick von Mercedes hat Konkurrent Red Bull kurz vor dem Formel-1-Saisonauftakt Protest gegen das neue System eingelegt. In den Silberpfeilen von Lewis Hamilton und Valtteri Bottas war beim Training in Österreich am Freitag wie schon bei den Testfahrten im Februar eine sogenannte Duale Achsen-Steuerung (DAS) zum Einsatz gekommen. Für die kommende Saison hat der Weltverband Fia dieses System bereits verboten, in diesem Jahr will Mercedes den Kniff aber noch nutzen. Dies will das Red-Bull-Team nun mit seinem bereits länger angekündigten Einspruch bei der Rennleitung in Spielberg kurzfristig noch verhindern.


Vier Jahre Dopingsperre für früheren Marathon-Weltrekordler Kipsang

MONACO: Für den früheren Marathon-Weltrekordler Wilson Kipsang hat sich der Olympia-Traum durch eine vierjährige Dopingsperre voraussichtlich für immer erledigt. Die unabhängige Integritätskommission (AIU) des Leichtathletik-Weltverbandes World Athletics sperrte den 38 Jahre alten Kenianer rückwirkend vom 10. Januar 2020 an, wie am Freitag mitgeteilt wurde. Kipsang habe gegen Meldeauflagen («Whereabouts») verstoßen, außerdem werden ihm «Manipulationen durch falsche Beweise und Zeugenaussagen» vorgeworfen.


Doping-Prozess gegen Ex-Langlauftrainer: 15 Monate auf Bewährung

INNSBRUCK: Im Dopingprozess gegen den ehemaligen ÖSV-Langlauf- und Biathlontrainer Walter Mayer hat das Landgericht Innsbruck eine Bewährungsstrafe von 15 Monaten verhängt. Außerdem muss der 63-Jährige eine Geldstrafe von 960 Euro zahlen. Das nicht rechtskräftige Urteil am Freitag erfolgte wegen Dopingvergehens und schweren Betrugs. Dem ehemaligen Trainer war vorgeworfen worden, von 2012 bis 2019 Sportler beim Doping unterstützt zu haben und auch selbst Dopingmittel, darunter Wachstumshormone, Testosteron und Humanalbumin, an Sportler weitergegeben zu haben.


Entscheidung über DEL-Saisonstart in der kommenden Woche

NEUSS: Die Deutsche Eishockey Liga will in der kommenden Woche über den genauen Termin für den Saisonstart entscheiden. Darüber berichtet das Fachmagazin «Eishockey News» (Freitag). Nach Angaben der DEL ist eine Entscheidung darüber, ob der eigentlich für den 18. September geplante Start der neuen Spielzeit verschoben wird, noch nicht gefallen. Dafür wäre ein Beschluss der 14 DEL-Clubs notwendig. In einigen Bundesländern gilt aktuell ein Verbot von Großveranstaltungen mit Zuschauern bis zum 31. Oktober.


Meistermacher Klopp: Werden keine Weihnachtsgeschenke verteilen

LIVERPOOL: Trainer Jürgen Klopp vom englischen Fußballmeister FC Liverpool will seine Topstars nach dem Titelgewinn in den sechs ausstehenden Partien der Premier-League-Saison nicht schonen. «Wir wollen Spiele gewinnen, und um zu gewinnen, müssen wir die besten Spieler aufs Feld schicken», sagte der 53-Jährige am Freitag. «Wir verteilen doch keine Premier-League-Spiele als Weihnachtsgeschenke. Das können wir nicht machen.» Der Liverpool-Coach will deshalb vorerst auch keine Nachwuchsspieler einsetzen.


Sonderermittler soll Anzeigen gegen Infantino und Lauber prüfen

BERN: Die Schweizer Justiz will mit einem Sonderermittler die Güte bisheriger Anzeigen gegen FIFA-Präsident Gianni Infantino und Bundesanwalt Michael Lauber sowie weitere Personen prüfen. Die Aufsichtsbehörde über die Bundesanwaltschaft habe den Rechtsanwalt Stefan Keller zum außerordentlichen Anwalt des Bundes ernannt, teilte die Behörde am Freitag mit. Keller soll klären, ob die Voraussetzungen für die Eröffnung einer Strafuntersuchung gegeben sind. In den Anzeigen gegen Lauber geht es unter anderem um den Vorwurf der Begünstigung im Zusammenhang mit nicht protokollierten Treffen Laubers mit Infantino.


Ferrari-Teamchef: Corona-Krise Grund für Vettel-Ausmusterung

SPIELBERG: Ferrari-Teamchef Mattia Binotto hat die Ausmusterung von Sebastian Vettel zum Ende der Saison verteidigt. «Die Pandemie hat die ganze Welt verändert, nicht nur die Formel 1», erklärte der 50-Jährige am Freitag vor dem Saisonauftakt in Österreich den Hintergrund der Trennung vom viermaligen Weltmeister nach Ablauf seines Vertrags. Zwar sei Vettel noch im Winter «die erste Wahl» für Ferrari gewesen, doch durch die Einschnitte wegen des Coronavirus habe sich «die gesamte Situation verändert», erklärte Binotto.


Pokalfinale der Männer bis 2025 im Berliner Olympiastadion

BERLIN: Das Endspiel um den DFB-Pokal der Männer wird bis mindestens 2025 im Berliner Olympiastadion ausgetragen. Das gab DFB-Präsident Fritz Keller vor dem diesjährigen Endspiel zwischen Bayer Leverkusen und dem FC Bayern München (Samstag, 20.00 Uhr/ARD und Sky) bekannt. Der Wettbewerb wird seit 1952 unter dem Namen DFB-Pokal ausgetragen, schon seit 1985 steigt das Finale jährlich in Berlin.


DFB erzielt 2019 fast 20 Millionen Euro Gewinn

FRANKFURT/MAIN: Der Deutsche Fußball-Bund hat im Jahr 2019 einen Gewinn von 19,5 Millionen Euro nach Steuern erzielt. Dies gab der DFB am Freitag in Frankfurt bekannt. Einnahmen in Höhe von 405,2 Millionen Euro standen im vergangenen Jahr Ausgaben von 385,7 Millionen Euro gegenüber. Dank der positiven Bilanz wuchs das Eigenkapital des größten Sportfachverbandes der Welt im Vorjahr um rund 19,5 Millionen Euro auf 169,6 Millionen Euro an. Die Eigenkapitalquote beträgt 45 Prozent.


Wechsel von Leroy Sané zum FC Bayern perfekt - Vertrag bis 2025

MÜNCHEN: Der lange angebahnte Wechsel von Leroy Sané zum FC Bayern München ist perfekt. Der 24 Jahre alte Fußball-Nationalspieler unterschrieb einen Fünfjahresvertrag bis zum 30. Juni 2025 und wird sich von kommender Woche an in München auf die anstehende Saison vorbereiten. Zur Ablösesumme machten die Bayern am Freitag keine Angaben. Der 21-malige Nationalspieler Sané dürfte aber weit weniger gekostet haben, als es vor einem Jahr der Fall gewesen wäre. Damals war über eine Ablöse von 100 Millionen Euro oder mehr spekuliert worden, nach einem Kreuzbandriss kam der Wechsel aber zunächst nicht zustande. Jetzt soll der Offensivspieler laut Medien weniger als 50 Millionen Euro gekostet haben.


Hamilton auch im zweiten Formel-1-Training mit Bestzeit

SPIELBERG: Titelverteidiger Lewis Hamilton hat im Training beim Formel-1-Neustart in Österreich seine Favoritenrolle bekräftigt. Der 35 Jahre alte Mercedes-Pilot war am Freitag auch in der zweiten Übungseinheit Schnellster und verwies erneut seinen finnischen Teamkollegen Valtteri Bottas auf den zweiten Rang. Die drittbeste Zeit des Tages gelang dem Mexikaner Sergio Perez im Racing Point. Klar verbessert im Vergleich zum Vormittag zeigte sich Ferrari-Pilot Sebastian Vettel, der mit allerdings deutlichem Rückstand auf das Mercedes-Duo Vierter wurde.


Vettel nach Ferrari-Ärger: Mercedes «wäre ein Option»

SPIELBERG: Sebastian Vettel kann sich einen Wechsel zu Mercedes in der kommenden Formel-1-Saison vorstellen. «Das wäre eine Option, aber ich weiß nicht, was die Pläne seitens Mercedes sind», sagte der 33-Jährige vor dem Auftakt der neuen Formel-1-Saison im österreichischen Spielberg im RTL-Interview. Vettel muss Ferrari am Jahresende verlassen, sein auslaufender Vertrag wird nicht verlängert. «Der Mercedes ist das beste Auto im Feld und in gewisser Weise für jeden von uns Fahrern eine Garantie, dass er, wenn er einsteigt, um die WM mitfahren kann», sagte Vettel. Seit der Verkündung der Trennung von der Scuderia im Mai wird darüber spekuliert, ob der Hesse 2021 eine Chance im Silberpfeil erhält.


Fritz Kellers Wunsch: «Schrittweise Rückkehr in die Stadien»

BERLIN: Fritz Keller hat vor dem Pokalfinale zwischen Bayer Leverkusen und dem FC Bayern München am Samstag noch einmal den Wunsch bekräftigt, dass die Fans schrittweise in die Stadien zurückkehren können. Der Präsident des Deutschen Fußball-Bundes betonte in einem Statement auf der DFB-Homepage, dass Vernunft, Verantwortung und der bestmögliche Schutz der Gesundheit dabei unverändert im Vordergrund stünden. Der DFB-Präsident richtete Dank und Anerkennung an die Fans für deren Verantwortungsbewusstsein, Solidarität und Unterstützung in der Corona-Krise und dem Sonderspielbetrieb der vergangenen Wochen.


Ausschuss legt Verdienst von DFB-Spitze fest: 246.000 Euro für Keller

FRANKFURT/MAIN: Nach mehrmonatigen Beratungen hat der Vergütungsausschuss des Deutschen Fußball-Bundes die Zahlungen des Verbandes an Präsident Fritz Keller sowie vier weitere Spitzenfunktionäre festgelegt. Wie der DFB am Freitag mitteilte, bekommt Keller für seine Tätigkeit an der Verbandsspitze pro Jahr 246.000 Euro. Schatzmeister Stephan Osnabrügge wird für seine Arbeit mit 166.800 Euro pro Jahr entlohnt. Der für die Amateurbelange zuständige 1. Vizepräsident Rainer Koch erhält 144.000 Euro, sein Pendant für den Profibereich, Peter Peters, 78.000 Euro. Christian Seifert, der als DFL-Chef dem Präsidialausschuss des DFB angehört, bekommt 63.600 Euro im Jahr. Im Vergleich zu den im Profifußball gezahlten Beträgen für Vereins-Führungskräfte fallen die DFB-Zahlungen gering aus.


FIFA testet technisches Abseitssystem für Fußball-WM 2022

ZÜRICH: Der Weltverband FIFA hofft für die Fußball-Weltmeisterschaft 2022 auf den Einsatz eines technischen Hilfsmittels zur Bestimmung von Abseits. «Das Ziel ist, zur WM in Katar mit dem System arbeiten zu können», sagte Johannes Holzmüller, der bei der FIFA die Abteilung für Fußballtechnologie und -innovation leitet, der ARD-«Sportschau». Demnach hätten erste Tests bereits bei der Club-WM 2019 stattgefunden. Noch soll das System aber nicht einsatzbereit sein. Bei der geplanten Technik geht es darum, dass das System den Zeitpunkt der Ballabgabe exakt bestimmt und auch die entsprechenden Linien auf Höhe der Ballabgabe und des passannehmenden Spielers selbst zieht.


Sender berichtet: Messi will FC Barcelona im Sommer 2021 verlassen

BARCELONA: Lionel Messi erwägt einem Bericht des Senders Cadena Ser zufolge, den FC Barcelona im Sommer 2021 nach dem Ende seines aktuellen Vertrages zu verlassen. Der Radiosender gab dafür allerdings keine Quellen an. Messi soll die anfangs gut verlaufenen Verhandlungen über einen neuen Kontrakt gestoppt haben. Grund sollen die jüngste Ereignisse beim sportlich schwächelnden spanischen Meister gewesen sein, die auch Messi in ein schlechtes Licht rückten. Dabei ging es um angebliche interne Angelegenheiten, die an die Öffentlichkeit drangen, wie unter anderem die Trennung vom ehemaligen Trainer Ernesto Valverde, aber auch den Gehaltsverzicht in der Corona-Krise.


Christian Gentner bleibt bei Union Berlin: «Enorme Motivation»

BERLIN: Christian Gentner bleibt für mindestens eine weitere Saison beim 1. FC Union Berlin. Wie der Fußball-Bundesligist am Freitag mitteilte, habe man sich mit dem 34-Jährigen auf eine Verlängerung des am 30. Juni ausgelaufenen Vertrages geeinigt. Gentner war nach dem Bundesliga-Aufstieg vor einem Jahr vom Relegationsgegner VfB Stuttgart zu den Eisernen gewechselt. Zuvor hatte der «Kicker» über die Personalie berichtet.


Tennis-Organisator Weindorfer setzt Zverev unter Druck

BERLIN: Tennis-Veranstalter Edwin Weindorfer hat Alexander Zverev unter Druck gesetzt und Kurz-Turniere Mitte Juli in Berlin ohne den besten deutschen Tennisspieler nicht ausgeschlossen. Es gebe zwei Möglichkeiten, sagte Weindorfer der «Süddeutschen Zeitung» (Freitag): «Ich sage: Sascha, ich fasse dein Verhalten als Vertragsbruch auf. Dazu habe ich mich noch nicht entschieden», so der Österreicher. «Die zweite Möglichkeit ist, dass ich sage: Sascha, du bekommst von uns eine Chance, aber hier sind ganz klare Verhaltensregeln.» Zverev war für sein Verhalten in der Coronavirus-Krise erneut stark kritisiert worden, nachdem ein Party-Video mit ihm, ohne zeitliche Zuordnung, im Internet aufgetaucht war.


Bouwman wird gegen Kündigung als Eisschnelllauf-Bundestrainer klagen

BERLIN: Erik Bouwman wird gegen seine Kündigung als Bundestrainer der deutschen Eisschnellläufer rechtliche Schritte einleiten. Das sagte der Niederländer am Freitag der Deutschen Presse-Agentur. Tags zuvor hatte Matthias Große, der kommissarische Präsident der Deutschen Eisschnelllauf-Gemeinschaft, in Berlin verkündet, dass Bouwman schriftlich das Ende seines Arbeitsverhältnis zum 31. Juli mitgeteilt worden sei. Hintergrund ist das seit einem Jahr anhaltende Zerwürfnis zwischen Großes Lebensgefährtin Claudia Pechstein und Bouwman.

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