Nachrichten aus der Sportwelt am Donnerstag

Der Schalker Max Meyer feiert den ersten Treffer im DFB-Pokal. Foto: epa/Friedemann Vogel
Der Schalker Max Meyer feiert den ersten Treffer im DFB-Pokal. Foto: epa/Friedemann Vogel

Max Meyer wechselt zu Fenerbahce Istanbul - auch Berisha kommt

ISTANBUL: Ex-Weltmeister Mesut Özil bekommt beim türkischen Fußball-Club Fenerbahce Istanbul Verstärkung durch Ex-Nationalspieler Max Meyer. Der 25-Jährige, dessen Vertrag beim Bundesligisten 1. FC Köln ausgelaufen war, unterschrieb einen Kontrakt über zwei Jahre. Das teilte Fenerbahce am Donnerstag mit. Meyer galt einst als großes Talent beim FC Schalke 04, nach seinem Wechsel zu Crystal Palace vor drei Jahren schaffte er in England aber nicht den Durchbruch.

Neben Meyer verpflichtete Fenerbahce auch Mergim Berisha von RB Salzburg. Der frühere deutsche U21-Nationalspieler erhielt einen Vierjahresvertrag.


Flick bringt beim Debüt Musiala, Sané und Werner - Kimmich Kapitän

ST. GALLEN: Hansi Flick bietet in seinem ersten Länderspiel als Bundestrainer den 18 Jahre alten Münchner Jamal Musiala zusammen mit Bayern-Kollege Leroy Sané sowie die Chelsea-Profis Kai Havertz und Timo Werner in der Offensive auf. Im zentralen Mittelfeld beginnen bei der deutschen Fußball-Nationalmannschaft am Donnerstagabend in St. Gallen gegen Liechtenstein Joshua Kimmich und Ilkay Gündogan.

«Was ich im Training gesehen habe, hat mich schon begeistert», sagte Flick kurz vor dem Anpfiff bei RTL. «Ich hoffe, dass wir das auch auf dem Platz sehen werden.» Werner werde die Sturmspitze besetzen, Musiala und Sané die Außenpositionen. Havertz soll das Team zentral lenken.

Der 26 Jahre alte Kimmich führt die DFB-Elf als Kapitän an, da Torwart Manuel Neuer wegen einer Kapselblessur am rechten Fuß in der ersten von drei Partien in der WM-Qualifikation von Flick geschont wird. Der 30 Jahre alte Gündogan bestreitet sein 50. Länderspiel. Die Viererkette in der Abwehr vor Torwart Bernd Leno bilden Ridle Baku, Niklas Süle, Thilo Kehrer und Robin Gosens.

Über Kehrer, der nach einjähriger DFB-Pause sein Comeback in der Nationalmannschaft feiert, sagte Flick: «Thilo hat die letzten Spiele gut gespielt in Paris. Ich habe mit seinem Trainer, mit Mauricio Pochettino, gesprochen, er war voll des Lobes. Deshalb hat er heute auch die Chance verdient.»


Zweiter PCR-Test auch positiv: Schweiz muss ohne Xhaka auskommen

BASEL: Auch der zweite PCR-Test des Schweizer Nationalmannschaftskapitäns Granit Xhaka ist positiv ausgefallen. Der Ex-Gladbacher steht damit den Eidgenossen in den Spielen der WM-Qualifikation gegen Fußball-Europameister Italien am Sonntag und in Nordirland am nächsten Mittwoch nicht zur Verfügung. Xhaka hat das Team-Hotel in Pratteln offenbar schon verlassen und sich in Isolation begeben.

Xhaka war am Montag kurz dem Anpfiff des Testspiels gegen Griechenland positiv auf das Coronavirus getestet worden. Bei dem Mittelfeldspieler waren am Morgen des Spiels Symptome festgestellt worden. Da der in England für den FC Arsenal spielende Xhaka ohne Kontakt zu seinen Teamkollegen geblieben war und alle Schweizer Nationalspieler entweder geimpft oder genesen sind, gab es keine weiteren Maßnahmen. Im ersten Spiel unter Nationaltrainer Murat Yakin setzten sich die Schweizer im Basler St. Jakob-Park gegen die Griechen mit 2:1 durch.


Boxduell zwischen Kabayel und Huck um EM-Titel

HAMBURG: Profiboxer Agit Kabayel kämpft gegen Ex-Weltmeister Marco Huck um die vakante Europameisterschaft im Schwergewicht. Der europäische Verband EBU habe dieses Titelduell offiziell angesetzt, teilte der Magdeburger SES-Stall am Donnerstag mit. Über Kampftermin und Ort müssen beiden Lager verhandeln.

Der 28-jährige Kabayel war bereits von 2017 bis 2019 Europameister. Seine 21 Profikämpfe hat der in Bochum lebende gebürtige Leverkusener allesamt gewonnen. Gegner Huck war zwischen 2009 und 2015 WBO-Weltmeister im Cruisergewicht. Seit 2018 kämpft der Berliner im Schwergewicht. Der 36-Jährige hat 49 Kämpfe bestritten und davon 42 gewonnen.


Wirbel bei DFB-Gegner Island: Stürmer Sigthórsson im Fokus

REYKJAVIK/GÖTEBORG: Wenige Tage vor dem Länderspiel gegen Deutschland sorgen bei der isländischen Fußball-Nationalmannschaft Anschuldigungen über sexuelle Übergriffe von Spielern für Aufregung. Stürmerstar Kolbeinn Sigthórsson räumte ein, dass er einer der Beschuldigten sei. Der 31-Jährige sagte, er habe sich im Herbst 2017 in einem Club «unangemessen» verhalten. Vorwürfe eines sexuellen Übergriffs auf zwei Frauen wies er aber zurück. Er habe sich im Frühling 2018 mit ihnen getroffen, sich entschuldigt und auf Wunsch der beiden drei Millionen isländische Kronen (20.000 Euro) an eine Hilfsorganisation gezahlt.


Bis zu 5000 Zuschauer in der WM-Qualifikation der Frauen

FRANKFURT/MAIN: Bis zu 5000 Zuschauer sind bei den WM-Qualifikationsspielen der deutschen Fußballerinnen in Cottbus und Chemnitz zugelassen. Dies teilte der Deutsche Fußball-Bund am Donnerstag nach Absprache mit den örtlichen Gesundheitsbehörden mit. Das Team von Bundestrainerin Martina Voss-Tecklenburg trifft am 18. September (16.05 Uhr/ARD) in Cottbus auf Bulgarien und am 21. September (16.00 Uhr/ZDF) in Chemnitz auf Serbien. Zugelassen sind nur geimpfte, genesene oder tagesaktuell getestete Besucher, Karten gibt es nur im Vorverkauf.


Ludwig startet mit klarem Sieg ins Beachvolleyball-Championat

BERLIN: Rekord-Meisterin Laura Ludwig und ihre Interimspartnerin Leonie Körtzinger sind mit einem klaren Sieg in das 30. deutsche Beachvolleyball-Championat gestartet. Das Hamburger Duo, das sich nach der gesundheitlich bedingten Pause von Ludwigs Stammpartnerin Margareta Kozuch erst kurzfristig zusammengefunden hatte, schlug am Donnerstag in Timmendorfer Strand die Außenseiterinnen Larissa Claaßen und Nina Interwies (Hamburg) mit 2:0 (21:13, 21:14). Die 35 Jahre alte Ludwig hat neben dem Olympiasieg 2016 in Rio, dem WM-Titel 2017 in Wien und vier EM-Titeln schon sieben Mal die nationale Meisterschaft gewonnen.


Bundesliga-Spitzenspiel Leipzig - Dortmund am 6. November

FRANKFURT/MAIN: Das Bundesliga-Spitzenspiel zwischen RB Leipzig und Borussia Dortmund findet am Samstag, den 6. November (18.30 Uhr), statt. Dies geht aus den Ansetzungen der Deutschen Fußball Liga (DFL) für den 7. bis 13. Spieltag vom Donnerstag hervor. An einem Sonntag (17. Oktober/15.30 Uhr) treffen der derzeitige Tabellendritte Bayer Leverkusen und Meister FC Bayern München aufeinander. Am 12. Spieltag finden zwei Derbys statt: FC Augsburg - Bayern München (19. November, 20.30 Uhr) und 1. FC Union Berlin - Hertha BSC (20. November, 18.30).


Schmidberger und Brüchle verlieren gegen China

TOKIO: Thomas Schmidberger und Thomas Brüchle haben die große Chance auf ihr erstes Tischtennis-Gold bei Paralympics vergeben. Durch ein 1:2 verloren die beiden querschnittsgelähmten Athleten zum dritten Mal nacheinander im Endspiel des Teamwettbewerbs gegen China. Beim Stand von 1:1 schien der Sieg diesmal greifbar nah, als die deutsche Nummer eins Schmidberger gegen die chinesische Nummer zwei Xiang Zhai antrat und mit 2:0 Sätzen vorne lag. Doch der 29 Jahre alte Düsseldorfer verlor die Partie noch mit 2:3 (11:7, 12:10, 4:11, 7:11, 4:11).


Räikkönen zur Zukunft nach Formel 1: «Bin nicht in Eile»

ZANDVOORT: Der frühere Formel-1-Weltmeister Kimi Räikkönen will nach seiner Rücktrittsankündigung vorerst keine neuen Pläne schmieden. «Ich bin nicht in Eile. Es gibt immer Möglichkeiten, aber ich bin gerade nicht daran interessiert, darüber nachzudenken», sagte der 41-Jährige am Donnerstag im niederländischen Zandvoort. Der Finne hatte am Vorabend verkündet, seine Karriere nach dieser Saison beenden zu wollen. Jetzt wolle er erstmal keinen Zeitplan mehr haben. In den vergangenen Jahren sei er oft von Termin zu Termin gehetzt, sowohl durch seine Verpflichtungen als Rennfahrer wie auch durch familiäre Erwartungen.


Springreiter bei Heim-EM weiter auf Platz zwei

RIESENBECK: Die deutschen Springreiter liegen bei der Heim-Europameisterschaft in Riesenbeck nach der zweiten von drei Wertungsprüfungen weiter vielversprechend im Medaillenrennen. Das Team von Bundestrainer Otto Becker verteidigte vor der Entscheidung am Freitag trotz eines Abwurfs von Schlussreiter David Will Platz zwei. Vorne liegt jetzt die Schweiz, Schweden fiel auf Rang drei zurück. Bester deutscher Starter ist Christian Kukuk aus Riesenbeck, der bei seinem Heimspiel mit Mumbai erneut ohne Strafpunkt blieb und in der Einzelwertung auf Rang zwei hinter dem Schweizer Martin Fuchs mit Leone Jei liegt.


Rassismus-Vorwurf: DFB-Sportgericht vertagt Entscheidung

FRANKFURT/MAIN: Das Sportgericht des Deutschen Fußball-Bundes hat die Entscheidung über die gegen Dennis Erdmann vom Drittligisten 1. FC Saarbrücken erhobenen Rassismus-Vorwürfe vertagt. Die Verhandlung wird am kommenden Donnerstag (14.00 Uhr) fortgesetzt, teilte das dreiköpfige Gremium unter Leitung von Stephan Oberholz am Donnerstag nach einer dreieinhalbstündigen Sitzung mit. «Wir werden das Verfahren dann hoffentlich zum Abschluss bringen», sagte Oberholz. Erdmann ist bis zur Verkündung des Urteils vorerst gesperrt. Der 30-Jährige soll am 25. August in der Partie 1. FC Saarbrücken gegen 1. FC Magdeburg (2:1) mehrere Gegenspieler rassistisch beleidigt haben. Diese Anschuldigung bekräftigten die als Zeugen geladenen FCM-Profis Baris Atik, Sirloid Conteh, Leon Bell Bell und Amara Condé vor dem Sportgericht.


Cas reduziert lebenslange Sperre gegen Del Nero auf 20 Jahre

BERLIN: Der Sportgerichtshof Cas hat die lebenslange Sperre des Fußball-Weltverbandes FIFA gegen den früheren Präsidenten des brasilianischen Verbandes, Marco Polo Del Nero, auf 20 Jahre reduziert. Wie die Nachrichtenagentur AP am Donnerstag berichtete, bestätigte der Cas die Klage der FIFA zwar «in der Sache», ordnete aber eine Verkürzung der Sperre des 80-Jährigen wegen der Annahme von Bestechungsgeldern an. Die Sperre läuft 2038 ab.


Vettel: Formel 1 muss «noch viele Schritte» für Klimaschutz machen

ZANDVOORT: Sebastian Vettel fordert von der Formel 1 «noch viele Schritte mehr» für den Schutz von Klima und Umwelt. Die Rennserie könne weiterhin ihren Platz haben, wenn sie «die richtigen Dinge angeht und umsetzt», sagte der viermalige Weltmeister am Donnerstag vor dem Grand Prix im niederländischen Zandvoort. «Wie früher als technologischer Anführer kann die Formel 1 auch für die Zukunft relevant sein», versicherte der Aston-Martin-Pilot. Bisher habe die Königsklasse des Motorsports nur den ersten Schritt getan.

Die Formel 1 will bis zum Jahr 2030 klimaneutral werden. Dafür hat die Rennserie eine Langfriststrategie vorgelegt. In Zandvoort hatten Umweltschützer Proteste gegen das Rennen angekündigt, auch weil der Kurs in den Dünen an der Nordsee durch ein Naturschutzgebiet führt.

«Was wir als Menschheit machen, ist vermutlich nicht genug. Und wenn wir so weitermachen, haben wir keine Zukunft», warnte Vettel. So mahnte der 34-Jährige einen «sinnhaften» Rennkalender an, damit die Teams nicht unnötig hin und her reisen. Die Formel 1 könne zudem vielen Menschen, die ihren Rennen zuschauen, mehr Bewusstsein für Klima und Umwelt lehren. So solle man nicht allein dafür sorgen, dass der Müll der Zuschauer im Papierkorb lande, sondern dass schon weniger Müll produziert werde. Nach dem Grand Prix in Silverstone hatte Vettel für Aufsehen sorgt, als er beim Aufräumen auf den Tribünen half.


Hoffenheims Grillitsch: Zu höhe Ablöse verhinderte Italien-Wechsel

CHISINAU: Mittelfeldspieler Florian Grillitsch von der TSG 1899 Hoffenheim bedauert, dass sein Wechsel nach Italien nicht zustande gekommen ist. «Es gab schon einige Interessenten aus Italien, da waren schon konkrete Verhandlungen. Aber die Forderungen von Hoffenheim waren am Ende zu hoch, daran ist es auch gescheitert», sagte der Österreicher im Trainingscamp der Nationalmannschaft nach dem 2:0-Sieg des Austria-Teams am Mittwochabend in Moldau.

Der 26-Jährige war unter anderem beim AC Mailand im Gespräch. Er hege aber keinen Groll, sagte Grillitsch. «Es ist jetzt so, ich kann es nicht ändern. Jetzt bleibe ich noch ein Jahr bei Hoffenheim, werde meinen Vertrag erfüllen und denke, dass ich im Sommer den nächsten Schritt machen werde.» 2022 läuft sein Vertrag aus, dann ist er ablösefrei.

Einen Transfer in dieser Wechselperiode zu erzwingen, wie es im Fußball immer öfter vorkommt, kam für Grillitsch nicht infrage. «Rausstreiken wollte ich mich nicht, da bin ich nicht der Typ dafür.» Grillitsch gehört ebenso wie sein österreichischer Nationalteamkollege Christoph Baumgartner zu den Stützen der Hoffenheimer Mannschaft. Allerdings kam er in der laufenden Saison in der Bundesliga noch nicht zum Einsatz, da er in der Vorbereitung mit Muskelproblemen zu kämpfen hatte.


Verstappen: Einige werden Hamilton in Zandvoort ausbuhen

ZANDVOORT: Max Verstappen will den Fans bei seinem Heimrennen in Zandvoort das Ausbuhen seines Formel-1-Titelrivalen Lewis Hamilton nicht verbieten. «Es ist nicht an mir, den Leuten zu sagen, dass sie nicht buhen sollen», sagte der niederländische Red-Bull-Pilot am Donnerstag vor dem ersten Grand Prix an der Nordsee seit 36 Jahren. Verstappen verwies auf den Fußball, wo es auch völlig normal sei, wenn die Heimfans den Gegner auspfeifen. «Die meisten sind hier, um ein tolles Wochenende zu haben und die Autos zu sehen. Einige wenige werden buhen», sagte der 23-Jährige.

Zuvor hatte unter anderem Streckenchef Jan Lammers die Oranje-Fans um Fairness gegenüber dem britischen WM-Spitzenreiter gebeten. «Natürlich hat jeder seine Präferenzen, aber lasst es uns auf zivilisierte Weise machen, indem wir Hamilton mit unserem Sportsgeist und Gastfreundlichkeit überraschen», hatte Lammers gesagt.

Hamilton gab sich gelassen. «Ich würde nicht zu einem Event gehen, um zu buhen. Aber ich verstehe das», sagte der Brite und sprach ebenfalls den Vergleich mit leidenschaftlichen Fußballfans an. Sollten Zuschauer buhen, wolle er «diese Energie aufnehmen und in etwas Positives beim Fahren umwandeln».

Verstappen liegt in der Gesamtwertung vor dem 13. Saisonrennen am Sonntag (15.00 Uhr/Sky) nur drei Punkte hinter Titelverteidiger Hamilton. «Hoffentlich haben wir ein spaßiges Wochenende», sagte er. Wenn Hamilton ausgebuht werde, sei dies «schlecht, auch wenn es ihn nicht beeinflussen würde», sagte Verstappen zudem.


Völler warnt FIFA: Verärgerung über Abstellungspflichten

DÜSSELDORF: In der Fußball-Bundesliga verstärkt sich die Kritik am verlängerten Abstellungszeitraum des Weltverbandes für Nationalspieler. «Das darf nicht noch mal vorkommen. Das ist durchaus als Warnung an die FIFA zu verstehen. Ich glaube, dass wir uns das nicht noch mal gefallen lassen. Und die Engländer und Italiener auch nicht», sagte Bayer Leverkusens Geschäftsführer Rudi Völler im «Kicker» (Donnerstag). Die Leverkusener müssen im Bundesligaspiel am 11. September gegen Borussia Dortmund auf den Chilenen Charles Aránguiz, den Argentinier Exequiel Palacios und den Ecuadorianer Piero Hincapie verzichten. Alle drei Profis bestreiten in der Nacht zum 10. September Spiele für ihr Land in der WM-Qualifikation.


Gold-Traum geplatzt: Rollstuhlbasketballerinnen verlieren Halbfinale

TOKIO: Die deutschen Rollstuhlbasketballerinnen haben das Gold-Finale bei den Paralympics verpasst. Im Halbfinale verlor der Zweite von Rio de Janeiro 2016 am Donnerstag in Tokio gegen den Welt- und Europameister Niederlande mit 42:52 und steht erstmals seit 2004 nicht im Paralympics-Endspiel. Am Samstag geht es dann um Bronze gegen den Verlierer der Partie USA gegen China.


Deutscher Fußball-Bund startet Impfkampagne gegen Corona

BERLIN: Mit Bundestrainer Hansi Flick und Nationalmannschaftskapitän Manuel Neuer an der Spitze hat der Deutsche Fußball-Bund gemeinsam mit seinen Regional- und Landesverbänden die Impfkampagne «Schiri, ich hab' schon Gelb» gestartet. «Nur im Team können wir die Corona-Pandemie überstehen - indem jeder für sich und seine Mitmenschen Verantwortung übernimmt. Impfen ist unser sicherster und schnellster Weg zurück zur Normalität. Lasst ihn uns alle gemeinsam gehen», sagte Flick in einer Verbandsmitteilung vom Donnerstag.


Vor WM-Quali: Brasilianische Spieler kehren nach Russland zurück

SÃO PAULO: Brasiliens Nationalmannschaft muss nicht nur auf Spieler verzichten, die in der englischen Premier League unter Vertrag sind, sondern vor den kommenden WM-Qualifikationsspielen nun auch noch zwei aus Russland nachnominierte Profis wieder zurückschicken. Die bei St. Petersburg unter Vertrag stehenden Malcolm und Claudinho würden nicht mit nach Santiago de Chile reisen, teilte der brasilianische Fußballverband am Mittwoch (Ortszeit) mit. Sie hätten sich gezwungen gesehen, am Mittwoch nach Russland zurückzukehren, weil sie von ihrem Verein ständig dazu aufgefordert worden seien.


Nach Tor-Weltrekord: Ronaldo dankt Portugal und seinen Fans

BERLIN: Ausnahmestürmer Cristiano Ronaldo hat sich erneut sehr emotional nach seinem nächsten Torrekord geäußert. 111 Länderspieltore für Portugal - diese beeindruckende Bestmarke sei von all seinen Rekorden etwas ganz Besonderes und eine, der ihn «wirklich stolz» mache. «Vor allem, weil 111 Tore für Portugal 111 Momente bedeuten...Momente der weltweiten Vereinigung und des Glücks für Millionen und Abermillionen Portugiesen rund um den Globus. Für sie lohnt sich jedes Opfer», schrieb der 36-Jährige auf Instagram. Ronaldo hatte am Mittwochabend in der WM-Qualifikation beim 2:1 gegen Irland in der Schlussphase doppelt getroffen. Mit 111 Länderspieltoren löste er den Iraner Ali Daei (109 Treffer/149 Spiele) als weltweit besten Länderspieltorschützen ab.


Rüffel für Hertha-Trainer Dardai: Bobic erwartet eine stabile Saison

BERLIN: Fredi Bobic hat mit Hertha-Coach Pal Dardai gesprochen, der nach dem 0:5 zuletzt gegen den FC Bayern München indirekt seinen Rücktritt angeboten hatte. «Ich habe mit Pal sehr lange geredet nach seinem emotionalen Ausbruch am Sonntag, der nicht gut war. Die Emotionalität darf nicht Überhand gewinnen. Das war nicht förderlich für Hertha BSC Berlin», sagte der Sport-Geschäftsführer des Berliner Fußball-Bundesligisten am Donnerstag. Es sei aber «jetzt alles in bester Ordnung.» Hertha BSC ist nach drei Spielen punktlos Tabellenletzter.


Gold und Silber im Paralympics-Straßenrennen: Majunke gewinnt erneut

OYAMA: Die Dreirad-Fahrerinnen Jana Majunke und Angelika Dreock-Käser haben bei den Paralympics einen deutschen Doppelerfolg gefeiert. Die 31 Jahre alte Majunke gewann am Donnerstag nach dem Zeitfahren auch das Straßenrennen über 26,4 Kilometer in Oyama und holte die zehnte deutsche Goldmedaille in Japan. Ihre 23 Jahre ältere Vereinskollegin Angelika Dreock-Käser, die nach einem Schlaganfall erstmals bei Paralympics startete, holte Silber und jubelte nach Bronze im Zeitfahren ebenfalls über ihr zweites Edelmetall.


EuGH: Nürburgring-Verkauf muss neu geprüft werden

LUXEMBURG: Die EU-Kommission hat nach Ansicht des höchsten EU-Gerichts nicht ausreichend geprüft, ob der einst staatliche Nürburgring zu Unrecht günstiger als möglich verkauft wurde. Der Autozulieferer Capricorn erhielt für rund 77 Millionen Euro den Zuschlag für das Anwesen, in dessen Ausbau das Land Rheinland-Pfalz fast eine halbe Milliarde Euro gesteckt hatte. Der EuGH teilte am Donnerstag mit, es habe «Anlass zu Bedenken» gegeben, die die EU-Kommission hätten veranlassen müssen, ein förmliches Prüfverfahren einzuleiten. (Rechtssachen C-647/19 und C-665/19)

Die Wettbewerbshüter der EU hatten 2014 entschieden, dass bestimmte Beihilfen zwar unzulässig waren, aber nicht zurückgefordert werden könnten. Das Bieterverfahren beim Verkauf sei zudem offen, transparent und diskriminierungsfrei und der Preis marktgerecht gewesen. Kläger in den zugrundeliegenden Verfahren sind der Verein «Ja zum Nürburgring» und das US-Unternehmen Nexovation. Sie wollten die Strecke selbst erwerben, kamen aber nicht zum Zuge.

Der Fehler sei gewesen, dass die Kommission zu Unrecht davon ausgegangen sei, dass das Kaufangebot von Capricorn von einer Bank garantiert gewesen sei. «Dieser Fehler lässt Zweifel an der Diskriminierungsfreiheit des Bietverfahrens aufkommen», so das Gericht. Das höhere Angebot von Nexovation sei wegen fehlenden Finanzierungsnachweises ausgeschlossen worden. Welches Ergebnis und welche Auswirkungen ein neues Prüfverfahren haben, steht noch nicht fest.


Nach Corona-Fall Xhaka: Schweizer Fußball droht Impfdiskussion

BASEL: Nach dem Corona-Fall von Nationalmannschaftskapitän Granit Xhaka droht dem Schweizer Fußball eine Impfdiskussion. Unmittelbar, nachdem der nationale Verband SFV am Mittwoch eine Impfempfehlung für seine 1400 Vereine mit mehr als 300.000 Mitgliedern gegeben hatte, war der Mittelfeldspieler des FC Arsenal positiv auf das Virus Sars-CoV-2 getestet worden und fehlte am Abend beim 2:1-Testspielsieg der Schweizer in Basel gegen Griechenland. Xhaka ist als einziger Spieler des Auswahlkaders weder geimpft noch genesen.


Goretzka über Flick: Seine klaren Vorstellungen sind sehr viel wert

ST. GALLEN: Nationalspieler Leon Goretzka ist davon überzeugt, dass die Nationalmannschaft mit dem neuen Bundestrainer Hansi Flick wieder besseren und erfolgreicheren Fußball spielen wird. «Hansi Flick hat uns bei Bayern in einer schwierigen Situation übernommen und unter Beweis gestellt, dass er nicht lange braucht, um seine Ideen an die Mannschaft zu vermitteln», sagte Goretzka im Interview der «Frankfurter Allgemeinen Zeitung» (Donnerstag). Die Maßnahmen des Trainers hätten sehr schnell gegriffen, sagte Goretzka.

«Hier bei der Nationalmannschaft haben wir weniger Zeit als im Verein, deswegen hat er ja aber auch einen Tag früher als zuletzt üblich losgelegt», meinte der 26 Jahre alte Profi vom deutschen Rekordmeister FC Bayern München. Flick habe «sehr klare Vorstellungen, was sehr viel wert ist. Da gibt es wenige Eventualitäten.» Klarheit sei, gerade, wenn man nicht viel Zeit habe, ein nicht zu unterschätzender Faktor, meinte Goretzka.

Die Nationalmannschaft sei aber nicht der FC Bayern München. «Aber ich sehe unsere Aufgabe als Bayern-Spieler schon darin, die Philosophie mit in die Mannschaft zu tragen. Wir haben sie zwei Jahre erfolgreich praktiziert, wir haben mit Hansi gewonnen, was es zu gewinnen gab, da kann man den Mitspielern schon helfen, sie schnell zu verinnerlichen.»

Mit dem Auswärtsspiel in St. Gallen gegen Liechtenstein in der WM-Qualifikation steht der frühere Bayern-Trainer Flick erstmals als Bundestrainer auf dem Prüfstand. Mit einem klaren Sieg soll am Donnerstag (20.45 Uhr/RTL) ein Signal für den Neustart der Fußball-Nationalmannschaft Richtung WM-Endrunde 2022 in Katar gesendet werden.


Alfa-Team bedauert Räikkönen-Rücktritt

ZANDVOORT: Das Formel-1-Team Alfa Romeo bedauert den bevorstehenden Rückzug von Ex-Weltmeister Kimi Räikkönen aus der Rennserie. «Es gibt keinen zweiten Fahrer wie Kimi Räikkönen», sagte Teamchef Frederic Vasseur und bezeichnete den Finnen als «Legende unseres Sports, wie es Zahlen und Statistiken kaum vermitteln können». Der 41-Jährige hatte am Mittwochabend angekündigt, zum Saisonende seine Laufbahn in der Motorsport-Königsklasse zu beenden. Räikkönen war 2007 im Ferrari Weltmeister geworden und hat mehr Grand Prix bestritten als je ein Pilot vor ihm.


Starker Roglic übernimmt mit Etappensieg die Vuelta-Führung

COVADONGA: Topfavorit Primoz Roglic hat bei der 76. Spanien-Rundfahrt mit seinem dritten Etappensieg die Führung zurückerobert und darf auf seinen dritten Vuelta-Gesamtsieg in Serie hoffen. Der 31 Jahre alte Radprofi aus Slowenien setzte sich auf der schwierigen 17. Etappe über 185,8 Kilometer von Unquera bis zur Bergankunft an den Lagos de Covadonga rund sieben Kilometer vor dem Ziel ab und feierte überlegen den Tagessieg mit 1:35 Minuten Vorsprung vor seinem Jumbo-Visma-Teamkollegen Sepp Kuss aus den USA. In der Gesamtwertung liegt der zeitfahr-Olympiasieger von Tokio nun 2:22 Minuten vor dem Spanier Enric Mas. Miguel Angel Lopez aus Kolumbien hat als Dritter schon 3:11 Minuten Rückstand auf Roglic.


Vier Corona-Fälle beim Eishockey-Topclub Adler Mannheim

MANNHEIM: Eine gute Woche vor dem Saisonauftakt in der Deutschen Eishockey Liga (DEL) sind vier Spieler der Adler Mannheim positiv auf das Coronavirus getestet worden. Nationalstürmer Markus Eisenschmid, Angriffskollege Florian Elias und die Verteidiger Moritz Wirth und Joonas Lehtivuori gehe es «den Umständen entsprechend gut», teilten die Adler am Mittwoch mit. Die vier Profis müssten für mindestens zwei Wochen in Quarantäne und verpassen damit die anstehenden Spiele in der Champions Hockey League sowie den Auftakt in der DEL.


Gladbachs Bénes positiv auf Corona getestet

MÖNCHENGLADBACH: Bei Borussia Mönchengladbach ist nun auch László Bénes positiv auf das Coronavirus getestet worden. Der 23 Jahre alte Mittelfeldspieler konnte daher am Mittwoch und Donnerstag nicht trainieren und befindet sich in Isolation. Dies teilte der Fußball-Bundesligist am Donnerstag auf Nachfrage mit. Zuvor hatte die «Rheinische Post» darüber berichtet. Laut Borussia ist Bénes trotz vollständiger Impfung positiv getestet worden. Symptome traten bislang nicht auf. Bereits vor knapp zwei Wochen war schon Nationalverteidiger Matthias Ginter trotz vollständiger Impfung positiv getestet worden.


Ex-Weltmeister Räikkönen beendet Formel-1-Karriere nach dieser Saison

ZANDVOORT: Der finnische Ex-Weltmeister Kimi Räikkönen beendet seine Formel-1-Karriere nach dieser Saison. Dies teilte der 41-Jährige am Mittwochabend via Instagram mit. Der Entschluss sei bereits im vergangenen Winter gefallen, schrieb er. «Es war keine einfache Entscheidung, aber nach dieser Saison ist es an der Zeit für neue Dinge.» Räikkönen bedankte sich bei seiner Familie, all seinen Teams, jedem der an seiner Karriere beteiligt gewesen sei und den Fans. Der Rennfahrer war 2007 für Ferrari Weltmeister in der Königsklasse geworden. Derzeit fährt Räikkönen für Alfa Romeo und liegt vor dem Großen Preis von Zandvoort an diesem Wochenende nach zwölf WM-Rennen auf dem 17. Platz der Fahrerwertung.


Historischer Doppelpack für Cristiano Ronaldo in der WM-Qualifikation

FARO: Stürmerstar Cristiano Ronaldo hat einen weiteren Rekord gebrochen und ist nun auch der torgefährlichste Fußball-Nationalspieler der Geschichte. Der Portugiese traf am Mittwochabend in der Qualifikation für die Weltmeisterschaft 2022 in Katar für sein Land beim 2:1 (0:1) gegen Irland in der Schlussphase doppelt. Mit 111 Länderspieltoren ließ der gerade erst zu Manchester United gewechselte Ronaldo den Iraner Ali Daei (109 Treffer/149 Spiele) hinter sich. Ronaldo hat nun 179 Spiele für Portugal bestritten.


Tennisprofi Gojowczyk überrascht bei US Open - Trio scheidet aus

NEW YORK: Für ein deutsches Tennis-Trio um Andrea Petkovic sind die US Open nach der zweiten Runde beendet. Qualifikant Peter Gojowczyk feierte dagegen sein bisher bestes Abschneiden bei einem Grand-Slam-Turnier und spielt in New York erstmals um den Einzug ins Achtelfinale. Der Münchner schuftete sich am Mittwoch zu einem 2:6, 6:4, 2:6, 7:5, 6:4 gegen den favorisierten Dusan Lajovic. Nach dem zweiten erfolgreichen Kraftakt über fünf Sätze machte Gojowczyk einen kleinen Freudensprung und pustete auf seinem Stuhl kräftig durch.


Drohne über Fußball-Stadion - Österreich-Sieg mit Verspätung

CHISINAU: Weil eine Drohne über dem Fußball-Stadion kreiste, hat das WM-Qualifikationsspiel der österreichischen Nationalmannschaft in der Republik Moldau mit gut halbstündiger Verspätung begonnen.

Der englische Schiedsrichter Paul Tierney schickte die beiden Mannschaften in Chisinau rund 15 Minuten nach dem geplanten Spielbeginn zurück in die Kabine. Der Anstoß im Zimbru Stadion erfolgte schließlich mit rund 30-minütiger Verzögerung - Österreich gewann mit 2:0. Die Tore erzielten der Hoffenheimer Christoph Baumgartner (45.) und der Ex-Bremer Marko Arnautovic in der Nachspielzeit (94.).

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