Nachrichten aus der Sportwelt am Donnerstag

Nachrichten aus der Sportwelt am Donnerstag

Vizeweltmeister Bottas gibt Debüt in virtueller Formel 1

BERLIN: Mercedes-Pilot Valtteri Bottas gibt sein Debüt in der virtuellen Formel-1-Rennserie während der Coronavirus-Pandemie. Laut einer Mitteilung vom Donnerstag wird der 30 Jahre alte Finne auf dem legendären Stadtkurs von Monaco am Sonntag ebenso erstmals dabei sein wie der Franzose Esteban Ocon von Renault. Außerdem kämpfen auch die aktuellen Formel-1-Fahrer Charles Leclerc, Alex Albon, Antonio Giovinazzi, George Russell, Nicholas Latifi und Lando Norris in der Rennsimulation um den Sieg. Die Mehrfach-Weltmeister Sebastian Vettel und Lewis Hamilton haben bislang noch nicht teilgenommen.


Auch Amazon überträgt Berlin-Derby sowie Schalke gegen Augsburg

BERLIN: Das Berliner Stadtderby zwischen Hertha BSC und dem 1. FC Union wird am Freitagabend (20.30 Uhr) auch bei Amazon zu sehen sein. Der Internet-Riese strahlt die Partie über seinen Streaming-Dienst Prime Video aus, wo zudem am Sonntag auch die weitere Begegnung der Fußball-Bundesliga zwischen dem FC Schalke 04 und dem FC Augsburg (13.30 Uhr) zu sehen sein wird. Dies teilten Amazon und die Deutsche Fußball Liga am Donnerstagabend mit Beide Spiele laufen auch beim kostenpflichtigen Streaming-Dienst DAZN. Die Vereinbarung mit Amazon gilt zunächst nur für dieses Wochenende, zuletzt hatte das Unternehmen am Montag auch schon das Spiel zwischen Werder Bremen und Bayer Leverkusen gezeigt.


Auer Mannschaftsbus auf Weg nach Nürnberg in Unfall verwickelt

AUE/HARTENSTEIN: Der Mannschaftsbus von Fußball-Zweitligist FC Erzgebirge Aue ist auf der Fahrt zum Auswärtsspiel beim 1. FC Nürnberg in einen Unfall verwickelt worden. Das bestätigte Vereinspräsident Helge Leonhardt der Deutschen Presse-Agentur. Zuerst hatte die «Freie Presse» am Donnerstag darüber berichtet. Demnach sei der Bus an der Auffahrt zur Autobahn 72 bei Hartenstein von Fahrzeugteilen eines verunglückten PKW getroffen und im vorderen Bereich beschädigt worden. Die beiden Insassen des PKW wurden leicht verletzt, berichtet die «Freie Presse» unter Berufung auf die Polizeidirektion Zwickau. «Im Bus wurde zum Glück niemand verletzt. Die Spieler und Betreuer haben die Fahrt nach Nürnberg in mehreren Kleinbussen und Privatfahrzeugen fortgesetzt», sagte Leonhardt.


DFL-Chef Seifert: Keine Nähe beim Jubel

BERLIN: DFL-Geschäftsführer Christian Seifert hat die Teams der Fußball-Bundesligen vor dem zweiten Spieltag nach der Corona-Pause zu zurückhaltendem Jubel aufgefordert und Hertha BSC ermahnt. «Hertha bekommt nicht die Gelbe Karte, aber ich gehe davon aus, dass sich am nächsten Wochenende alle an die Empfehlung halten, auf die Nähe beim Jubel zu verzichten», sagte der 51 Jahre alte Top-Funktionär der Deutschen Fußball Liga der «Süddeutschen Zeitung» (Freitag).


Neuer nach Verlängerung: Noch einmal «Finale dahoam» mit Bayern

MÜNCHEN: Nach seiner Vertragsverlängerung beim FC Bayern träumt Nationalkeeper Manuel Neuer von einer Rückkehr mit den Münchnern ins Champions-League-Finale vor heimischer Kulisse. «Ich glaube, in den nächsten Jahren ist ein ganz großes Ziel für uns, dass wir wieder theoretisch ein «Finale dahoam» haben können», sagte der 34 Jahre alte Kapitän in einem Interview, das der Rekordmeister veröffentlichte. München ist 2022 Gastgeber. Neuer erinnerte daran, dass er mit den Bayern 2012 ein Königsklassen-Endspiel in der Allianz Arena absolvierte. Damals unterlagen die Münchner dem FC Chelsea im Elfmeterschießen. «Das wäre natürlich ein Traum für uns alle, wenn wir bis dahin so arbeiten können, dass wir die Möglichkeit haben, im Finale zu stehen», sagte Neuer.


RB-Stürmer Poulsen bekräftigt: Kein Abschied aus Leipzig

LEIPZIG: Angreifer Yussuf Poulsen hat erneut betont, bei Fußball-Bundesligist RB Leipzig bleiben zu wollen. Im Interview des «Kicker» (Freitag-Ausgabe) bekräftigte der 25-jährige Däne frühere Aussagen, er wolle im Sommer nicht weg. «Ich strebe keinen Wechsel an, egal wie es in den nächsten acht Spielen läuft», sagte Poulsen, der zuletzt beim Re-start der Liga den Ausgleich zum 1:1-Endstand gegen den SC Freiburg erzielt hatte.


«Kicker»: Hertha ohne angeschlagenen Verteidiger Stark gegen Union

BERLIN: Fußball-Bundesligist Hertha BSC muss im Berliner Derby gegen den 1. FC Union einem Medienbericht zufolge auf Nationalspieler Niklas Stark verzichten. Der Innenverteidiger habe sich am vergangenen Sonntag im Training eine Adduktorenverletzung zugezogen und könne am Freitagabend (20.30 Uhr/DAZN und Amazon Prime) nicht spielen, berichtete der «Kicker» am Donnerstagabend. Beim 3:0-Sieg bei 1899 Hoffenheim im ersten Spiel nach der Corona-Pause hatten bereits Dedryck Boyata und Jordan Torunarigha das Duo in der zentralen Abwehr gebildet. Gegen Union muss in Karim Rekik (Innenbanddehnung im Knie) bereits ein weiterer Innenverteidiger passen.


Bryant-Erinnerungstücke bringen bei Auktion mehr als 200.000 Dollar

LOS ANGELES: Erinnerungstücke an den tödlich verunglückten Basketball-Superstar Kobe Bryant haben bei einer Auktion in Los Angeles mehr als 200.000 US-Dollar (rund 185.000 Euro) eingebracht. Unerwartet am meisten Geld erlösten die Beton-Handabdrücke des im Januar bei einem Hubschrauberabsturz gestorbenen Amerikaners mit einem Höchstgebot von 75.000 Dollar (rund 68.500 Euro). Für ein in der Finalserie 2000 getragenes Set aus Trikot und Hose war das Höchstgebot am Donnerstag 43.750 Dollar (rund 40.000 Euro). Das Paar Schuhe aus jener Partie brachte weitere 25.600 Dollar (rund 23.400 Euro).


Bericht: European Tour plant Aufnahme des Spielbetriebs Ende Juli

BERLIN: Die European Tour der Profigolfer will einem Medienbericht zufolge Ende Juli das erste Turnier nach der Corona-Pause veranstalten. Den British Masters vom 30. Juli bis 2. August sollen drei Turniere, davon zwei weitere in England und eins in Wales, folgen, wie «Golf Digest» am Donnerstag berichtete. Ein Sprecher der European Tour wollte dem Fachportal keinen Kommentar dazu abgeben. Auf der Tour waren wegen der Coronavirus-Pandemie bereits zahlreiche Turniere verlegt und abgesagt worden.


Weiterer Corona-Fall bei Zweitligist Dresden

DRESDEN: Bei Fußball-Zweitligist Dynamo Dresden ist ein weiterer Spieler positiv auf das neuartige Coronavirus getestet worden. Das teilte der Club am Donnerstag mit. Zudem ist bei einer sogenannten «Kontaktperson der Kategorie I», also einem engen Kontakt, eines Mitglieds aus dem Trainer- und Betreuerstab das Virus nachgewiesen worden. Der Dynamo-Angestellte, die Kontaktperson sowie der Spieler müssen nun weitere 14 Tage in häuslicher Quarantäne bleiben. Das gesamte Dresdner Trainerteam sowie der Kader befinden sich bereits seit dem 9. Mai in häuslicher Quarantäne und werden weiterhin regelmäßig auf das Coronavirus getestet. Am Samstag darf das Training wieder aufgenommen werden.


Drittliga-Neustart: FC Carl Zeiss Jena kündigt Klage an

JENA: Der FC Carl Zeiss Jena hat mit Unverständnis auf die Verlautbarung des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) zum Neustart der 3. Liga reagiert und für Freitag rechtliche Schritte angekündigt. Der Starttermin am 30. Mai sei vorbei an Politik und Logik verkündet worden, heißt es in einer Mitteilung des Tabellenletzten vom Donnerstag. Der Hallesche FC erwägt ebenfalls rechtliche Schritte. «Unsere seit Wochen geäußerten Bedenken wurden mit der heutigen Entscheidung ebenso außen vor gelassen wie der Umstand, dass die Verfügungslage in Sachsen-Anhalt bis einschließlich 27. Mai kein Mannschaftstraining zulässt», sagte Präsident Jens Rauschenbach. «Wir sehen uns gezwungen, diese plötzliche Entwicklung unter dem Aspekt der Chancengleichheit rechtlich prüfen zu lassen.» Der DFB hatte zuvor mitgeteilt, dass die Saison am 30. Mai fortgesetzt wird und am 4. Juli abgeschlossen sein soll.


Sportdirektor Eberl: Gladbach bei Abbruch nicht bedroht

MÖNCHENGLADBACH: Ein vorzeitiger Abbruch der Saison in der Fußball-Bundesliga wegen der Corona-Krise würde Borussia Mönchengladbach nicht in Existenznot bringen. «Wir haben in den vergangenen zwei Jahrzehnten einen sehr guten Job gemacht, was die finanzielle Ausstattung des Vereins betrifft. Wir sind solide aufgestellt. Wenn es doch noch zu einem Abbruch käme, wären wir nicht von einer Insolvenz bedroht», sagte Max Eberl im Interview mit dem Magazin «Stern». «Wir müssten dann zwar von der Substanz zehren, aber es würde uns nicht umbringen», meinte Borussias Sportdirektor.


DFB beschließt Neustart der 3. Liga am 30. Mai - Saisonende 4. Juli

LEIPZIG: Die 3. Liga wird ihre Saison am 30. Mai fortsetzen und will die Spielzeit bis zum 4. Juli abschließen. Das teilte der Deutsche Fußball-Bund am Donnerstag mit. Demnach wird die Saison mit dem 28. Spieltag fortgesetzt. Der Rest der Spielzeit wird durchgehend in englischen Wochen ausgetragen. Die Relegation zur 2. Bundesliga soll bis zum 11. Juli abgeschlossen sein.


Kein Bundesliga-Blackout: DAZN zeigt weiter Spiele

HAMBURG: Ein TV-Blackout ist für die Rest-Saison der Fußball-Bundesliga abgewendet. Die Deutsche Fußball Liga einigte sich mit dem Streamingdienst DAZN auf die Übertragung von neun Partien und vier Relegationsspielen zur Bundesliga und zur 2. Bundesliga. Das teilten die DFL und DAZN am Donnerstag mit. Nach Informationen der dpa verhandelt die DFL auch noch mit Amazon. Der Internetgigant hatte am Montag über seine Plattform Amazon Prime parallel zu DAZN die Partie von Werder Bremen gegen Bayer Leverkusen gezeigt.


Sky-Konferenzen der Fußball-Bundesliga letztmals im Free-TV

BERLIN: Die Konferenzschaltungen der 1. und 2. Fußball-Bundesliga werden am Wochende zum letzten Mal im frei empfangbaren Fernsehen zu sehen sein. An den verbleibenden Spieltagen der Saison wird der Pay-TV-Sender Sky die Höhepunkte-Sendungen wieder exklusiv für seine Kunden hinter der Bezahlschranke zeigen und nicht auf seinem Free-TV-Kanal Sky Sport News HD. Das bestätigte Sky der Deutschen Presse-Agentur.


Neustart der 3. Liga: Schlusslicht Jena muss umziehen

LEIPZIG: Für den Neustart der 3. Fußball-Liga muss sich der FC Carl Zeiss Jena ein neues Stadion suchen. Der Rahmenplan des Deutschen Fußball-Bundes sieht vor, dass der Tabellenletzte am 31. Mai ein Heimspiel gegen den Chemnitzer FC austrägt. Allerdings ist dem Club behördlich sowohl Teamtraining als auch die Nutzung des Stadions bis zum 5. Juni untersagt. Der Verband nimmt Clubs wie Jena in die Pflicht, einen Spielort zu organisieren.


Verletzt: Schalke vorerst ohne Harit und Todibo

GELSENKIRCHEN: Der FC Schalke 04 muss bis auf Weiteres ohne seine Fußball-Profis Jean-Clair Todibo und Amine Harit auskommen. Wie der Bundesligist am Donnerstag mitteilte, zogen sich beide Spieler beim 0:4 im Derby gegen Borussia Dortmund am vergangenen Samstag Verletzungen zu. Der 20 Jahre alte französische Innenverteidiger Todibo erlitt eine Blessur am Sprunggelenk. Offensivakteur Harit (22) zog sich eine Innenbandverletzung im Knie zu.


IOC-Präsident Bach: Olympia ohne Fans? «Nicht das, was wir wollen»

TOKIO: IOC-Präsident Thomas Bach hat Verständnis, dass die um ein Jahr verschobenen Olympischen Spiele von Tokio abgesagt werden müssten, wenn sie auch im Sommer 2021 wegen der Corona-Krise nicht stattfinden können. Premierminister Shinzo Abe habe ihm klar gemacht, dass für Japan der nächste Sommer «die letzte Option» sei. «Man kann nicht ewig 3000 bis 5000 Menschen in einem Organisationskomitee beschäftigen. Man kann nicht zulassen, dass die Athleten in Unsicherheit leben», sagte der Präsident des Internationalen Olympischen Komitees der englischen BBC Sport.


NBA könnte Saison in Disney World fortsetzen - Theis: Fände es gut

Orlando (dpa) - Die beste Basketball-Liga der Welt könnte ihre Saison schon bald in Florida bei Micky Maus und ihren Freunden fortsetzen. Nach Informationen des Portals «The Athletic» soll die restliche NBA-Spielzeit in Disney World in Orlando ausgetragen werden. Der US-Fernsehsender ESPN glaubt, dass der Neustart noch vor Ende Juli erfolgen wird. Das Walt Disney World Resort ist mit einer Gesamtfläche von 15.000 Hektar einer der größten Freizeitparkkomplexe der Welt. Aufgrund der Corona-Pandemie ist die NBA-Saison seit Mitte März unterbrochen.


DOSB: 15 Prozent der Vereinsmitglieder beschäftigen sich mit Austritt

FRANKFURT/MAIN: Der Deutsche Olympische Sportbund fürchtet als Folge der Corona-Krise einen Mitgliederschwund und ein Vereinssterben. «Eine aktuelle Analyse zeigt, dass sich etwa 10 bis 15 Prozent der circa 27 Millionen Mitglieder in deutschen Sportvereinen aktiv mit der Frage beschäftigen, ob die Mitgliedschaft gekündigt wird», sagte DOSB-Präsident Alfons Hörmann im Interview mit dem «Der Spiegel» (Donnerstag). Zudem würden Vereine berichten, dass zumindest in den vergangenen zwei bis drei Monaten so gut wie keine Neueintritte in die Vereine erfolgt seien.


WM-Star Hinze froh: Deutsche Rad-Sprinter wieder im Trainingscamp

COTTBUS: Die deutschen Rad-Sprinter um die dreifache Weltmeisterin Emma Hinze können wieder zusammen trainieren. Erstmals seit Ende der Heim-Weltmeisterschaften in Berlin am 1. März durfte Bundestrainer Detlef Uibel seine Athletinnen und Athleten für zehn Tage in Cottbus zusammenziehen. «Dieses Trainingslager ist ein wichtiger Schritt zurück in den Normalbetrieb», sagte der Coach der Sprinter-Nationalmannschaft. Beim Training auf der halboffenen Betonbahn sind die Abstandsregeln einzuhalten. Im Kraftraum dürfen maximal fünf Sportler gleichzeitig trainieren. Im Hotel sind alle Sportler in Einzelzimmern untergebracht.


DOSB-Chef Hörmann zu Mitbestimmung und Olympia: Keine Zeitenwende

FRANKFURT/MAIN: Alfons Hörmann hält die im Zusammenhang mit der Olympia-Verschiebung erhobene Kritik von Athleten, zu wenig Mitspracherechte zu haben, für nicht berechtigt. «Auch wenn einzelne Athleten, die das mediale Handwerk sehr gut verstehen, gerne eine andere Antwort hören würden: Ich sehe das zuletzt Geschehene nicht als Zeitenwende, sondern einige extrovertierte Athleten nutzen dies zur Selbstinszenierung», sagte der Präsident des Deutschen Olympischen Sportbundes dem «Spiegel» (Donnerstag). Die Stimme der Athleten habe beim Internationalen Olympischen Komitee stets eine große Rolle gespielt, ebenso wie bei den nationalen Organisationen.


Kurzbahn-WM der Schwimmer auf Dezember 2021 verschoben

ABU DHABI: Der Schwimm-Weltverband Fina hat die Kurzbahn-WM in den Vereinigten Arabischen Emiraten wegen den Auswirkungen der Coronavirus-Pandemie verschoben. Die Wettkämpfe in Abu Dhabi sollten eigentlich in diesem Dezember stattfinden und sind nun für den Zeitraum vom 13. bis 18. Dezember 2021 geplant, wie die Fina am Donnerstag mitteilte. Zuvor hatte der Verband bereits die WM auf der Langbahn neu angesetzt. Die WM in Fukuoka findet nicht wie geplant im Sommer 2021 statt, sondern sind nun für den Mai 2022 geplant.

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