Nachrichten aus der Sportwelt am Donnerstag

Ein Mann mit Schutzmaske vor einem adidas-Store mit dem Logo des Sportartikelherstellers, in Berlin. Foto: epa/Jens Schlueter
Ein Mann mit Schutzmaske vor einem adidas-Store mit dem Logo des Sportartikelherstellers, in Berlin. Foto: epa/Jens Schlueter

Olympia-Outfit für Tokio präsentiert: Chic, mintgrün und funktional

DÜSSELDORF: Der Deutsche Olympische Sportbund hat am Donnerstag bei der digitalen Präsentation die Bekleidung für die Olympischen Spiele vom 23.

Juli bis 8. August und die folgenden Paralympics in Tokio vorgestellt. Die vom Sportartikelhersteller Adidas designte Kollektion ist in Trendfarben wie mintgrün und leuchtend gelb gehalten. Das von Athleten mitgestaltete Outfit ist chic, modern und vor allem funktional, was in dem heißen und schwülen Sommer in Tokio wichtig ist. Bisher haben sich laut DOSB 277 Athleten für sie Sommerspiele qualifiziert. Insgesamt wird mit einer Größe des Team Deutschland von rund 400 Sportlern gerechnet.


Spenden für Turn-Trainerin Frehse - Vater Hambüchen greift DTB an

BERLIN: Nach der Entlassung ihrer Turn-Trainerin Gabriele Frehse haben die drei Chemnitzer Olympia-Kandidatinnen Sophie Scheder, Emma Malewski und Lisa Zimmermann eine Spendenaktion gestartet. «Bitte unterstützen Sie uns bei der Finanzierung unserer Trainerin, damit wir unseren Traum von Olympia verwirklichen können», schreiben die Turnerinnen in einem Aufruf auf einer Crowdfunding-Seite im Internet.

Bei der am vergangenen Freitag gestarteten Aktion kamen bis zum Donnerstagnachmittag durch 103 Spender 20.760 Euro zusammen. Damit war die Zielsumme von 20.000 Euro bereits übertroffen.

Dabei hat das Trio des TuS Chemnitz-Altendorf prominente Unterstützung bekommen. Wolfgang Hambüchen, Vater und Trainer von Reck-Olympiasieger Fabian Hambüchen, gehört mit zu den Spendern. Zudem solidarisierte sich der Erfolgstrainer in einem Kommentar mit Gabriele Frehse und forderte den Rücktritt von Verantwortlichen im Deutschen Turner-Bund (DTB). «Ich fordere das gesamte Präsidium des DTB, den Sportdirektor und die Cheftrainerin wegen kollektiver Unfähigkeit zum sofortigen Rücktritt auf», sagte Hambüchen der Deutschen Presse-Agentur. Nur so könne weiterer Schaden von der «wunderschönen Sportart Kunstturnen» abgewendet werden.

Rund ein Dutzend ehemaliger Schützlinge von Gabriele Frehse mit der früheren Schwebebalken-Weltmeisterin Pauline Schäfer an der Spitze werfen der Trainerin vor, sie schikaniert, ihnen Medikamente ohne ärztliche Verordnung verabreicht und keinen Widerspruch zugelassen zu haben. Der Olympiastützpunkt (OSP) Sachsen hatte der Trainerin, die die Vorwürfe bestritten hat, am vorigen Dienstag gekündigt. Dagegen will Frehse juristisch vorgehen. Er wünsche ihr, schrieb Wolfgang Hambüchen, «von ganzem Herzen, dass Du alle gegen Dich gerichteten Angriffe mit hoch erhobenen Kopf abwehren kannst, Deine tollen Mädels optimal für die nächsten Wettkämpfe vorbereitest».


Pöschel und Funk starten souverän in die Kanuslalom-EM

IVREA/ITALIEN: Cindy Pöschel aus Leipzig und Ricarda Funk aus Bad Kreuznach sind nach langer Wettkampfpause souverän in die Kanuslalom-Europameisterschaft im italienischen Ivrea gestartet. Die Kajakspezialistinnen qualifizierten sich am Donnerstag mit den Vorlaufplätzen eins und zwei mühelos für die Halbfinal-Läufe an diesem Samstag. «Ich bin das erste Mal hier und muss gestehen, dass das Training anfangs eine wirkliche Katastrophe war. Die Strecke ist sehr anspruchsvoll», meinte Pöschel, ehe sie dann im ersten Vorlauf mit Bestzeit ohne Stangenberührung blieb.

Auch die bereits für Tokio qualifizierte Funk blieb fehlerfrei. «Es ist schön, endlich mal wieder die ganzen internationalen Gesichter zu sehen», sagte Funk. Die Augsburgerin Elena Apel kam als 17. ebenfalls eine Runde weiter.

Der für Olympia qualifizierte Kajak-Weltmeister von 2018, Hannes Aigner aus Augsburg, landete zum EM-Auftakt mit einer Stangenberührung auf Rang 18 im ersten Vorlauf, Extrem-Slalom-Weltmeister Stefan Hengst aus Hamm kam im Einer-Kajak vor ihm als Achter ins Halbfinale. Tim Maxeiner aus Wiesbaden verpasste mit vier Fehlerpunkten die vorläufige Halbfinal-Qualifikation und muss einen neuen Anlauf nehmen.

Bei der EM geht es auch um das letzte Olympia-Ticket im Einer-Canadier der Männer. Wer bei den Deutschen den Quotenplatz holt, darf dann auch nach Tokio fliegen. Auf der naturnahen Strecke des Flusses Dora Baltea kämpfen der Weltranglisten-Erste Sideris Tasiadis aus Augsburg sowie der Weltmeister von 2018, Franz Anton aus Leipzig, neben Timo Trummer aus Zeitz um das Ticket.


Vettel trotz Startschwierigkeiten gerne bei Aston Martin

BARCELONA: Sebastian Vettel bereut seinen Wechsel zu Aston Martin trotz vieler Probleme zum Formel-1-Saisonstart nicht. «Ich bin sehr froh darüber, wo ich bin. Auch wenn die Performance noch nicht so ist, wie wir wollten», sagte der viermalige Weltmeister am Donnerstag in Barcelona. In Spanien findet am Sonntag (15.00 Uhr/Sky) der vierte Saisonlauf der Motorsport-Königsklasse statt. Der 33 Jahre alte Vettel aus Heppenheim konnte bei bisher drei Starts für den englischen Autobauer noch keinen WM-Punkt einfahren.

«Hoffentlich können wir dieses Wochenende in einer besseren Position sein», sagte Vettel. Nach sechs Jahren bei Ferrari hatte sich der Heppenheimer 2021 einen anderen Auftakt gewünscht. «Es ist kein Geheimnis, dass wir stärker sein wollten, als wir es sind», sagte Vettel, der am vergangenen Sonntag nur 13. in Portugal geworden war. Zuvor hatte es in Bahrain und Imola jeweils lediglich zu Platz 15 gereicht.

Immerhin bekommt sein AMR-21 ein technisches Update. «Es sollte ein Schritt nach vorne sein. Aber ich weiß nicht, was die anderen Teams machen», sagte der 53-malige Grand-Prix-Sieger und zog ein erstes Zwischenfazit: «Unser Auto ist nicht schnell genug. Daraus müssen wir das Beste machen.» Die Arbeit mit dem neuen Team genieße Vettel trotz aller Schwierigkeiten vollends: «Wir entwickeln uns.»


Mick Schumacher bleibt realistisch: Kein Wort über Formel-1-Punkte

BARCELONA: Mick Schumacher setzt sich auch vor seinem vierten Rennen in der Formel 1 weiterhin kleine Ziele. «Ich bin optimistisch, will aber auch nicht sagen, wir gehen auf Punkte», sagte der 22-Jährige am Donnerstag in Barcelona. Beim Großen Preis von Spanien am Sonntag (15.00 Uhr) will der Sohn von Michael Schumacher seinen Rennwagen vom US-Team Haas zunächst wieder sicher ins Ziel steuern. Es gehe aber insgesamt darum, das «Ziel immer etwas weiter hochzusetzen», sagte der Neuling: «Wir können uns am Freitag hoffentlich ein konkretes Ziel setzen, wer in Reichweite ist und wer nicht.»

Am vergangenen Sonntag wurde Schumacher in Portugal 17. und konnte in seinem unterlegenen Wagen erstmals auch einen Konkurrenten, den Kanadier Nicholas Latifi im Williams, überholen. Zudem landete er erneut vor seinem russischen Teamkollegen Nikita Masepin. Bis zu den ersten WM-Punkten ist der Weg aber noch weit, nur die Top Ten nehmen Zählbares mit. «Wir müssen hart an uns arbeiten und das Beste aus dem machen, was wir haben», sagte Schumacher und nahm sich selbst in die Pflicht: «Ich will mich verbessern, schneller ans Limit kommen.»

Schumacher warnte jedoch erneut vor überzogenen Erwartungen. «Wir können sehr positiv sein, aber müssen realistisch bleiben», sagte der Youngster. Fortschritte immer direkt an Zahlen und Platzierungen festzumachen, sei «immer schwierig», betonte der Formel-2-Champion, der weiter viel lernen will. Er sei auf einem guten Weg, «in der näheren Zukunft die perfekte Runde» für ihn selbst hinzubekommen.


Deutsche Freistilringer verpassen Olympia-Tickets - Schwarz fällt aus

SOFIA: Die deutschen Freistilringer haben den Kampf um weitere Tickets für die Olympischen Spiele in Tokio verloren. Das Quartett des Deutschen Ringer-Bundes (DRB) schied beim weltweiten Qualifikationsturnier in Sofia am Donnerstag frühzeitig aus. Für Niklas Stechele war in der Gewichtsklasse bis 57 Kilogramm ebenso im Achtelfinale Endstation wie für Ahmed Dudarov in der 86-Kilogramm-Klasse und Erik Thiele im 97-Kilogramm-Limit. Alexander Semisorow (65 kg) verlor bereits eine Runde zuvor.

Bei dem Ausscheidungsevent in Bulgarien werden die letzten Startplätze für die Spiele in Japan vergeben. Nur die beiden Finalisten jeder Gewichtsklasse erhalten Tickets für Tokio. Nach den Freistilern gehen am Freitag die Frauen auf die Matte; darunter die EM-Dritte Annika Wendle (53 kg) und drei weitere Deutsche. Am Samstag sind dann die Griechisch-Römisch-Athleten gefordert.

Der DRB wird dabei nur durch Peter Öhler (97 kg) vertreten. Roland Schwarz (77 kg) hat die Sofia-Reise wegen einer Corona-Infektion nicht mitangetreten. «In der Nacht von Montag auf Dienstag hatte er starke grippale Symptome. Mittlerweile geht es ihm wieder etwas besser», sagte Griechisch-Römisch-Bundestrainer Michael Carl der Deutschen Presse-Agentur am Donnerstag.

Bislang sind sieben Deutsche für die Spiele qualifiziert, darunter der dreimalige Weltmeister Frank Stäbler (67 kg), der Olympia-Dritte Denis Kudla (87 kg), Ex-Weltmeisterin Aline Rotter-Focken (76 kg) und als einziger Freistilringer Gennadij Cudinovic (125 kg).


Pfizer und Biontech spenden Corona-Impfstoff für Olympia-Athleten

LAUSANNE: Das deutsche Unternehmen Biontech und der US-Partner Pfizer spenden Corona-Impfstoff für Athleten, Trainer und Betreuer, die an den Olympischen Spielen und den anschließenden Paralympics in Tokio teilnehmen. Dies teilte das Internationale Olympische Komitee am Donnerstag mit. Im Rahmen der Vereinbarung werden sich die Unternehmen und das IOC mit den Nationalen Olympischen Komitees auf der ganzen Welt abstimmen, um den lokalen Bedarf an Impfstoffdosen für nationale Olympia-Delegationen zu ermitteln und zu decken, hieß es in der IOC-Mitteilung.

«Die Auslieferung der ersten Dosen an die teilnehmenden Delegationen soll nach Möglichkeit Ende Mai beginnen, um sicherzustellen, dass die Delegationen die zweiten Dosen vor der Ankunft in Tokio erhalten», teilte das IOC mit. Diese gespendeten Impfdosen würden zusätzlich zu denen bereitgestellt, die im Rahmen von Vereinbarungen mit Regierungen weltweit geliefert werden.

Die Spende von Impfstoffdosen werde die Versorgung der nationalen Bevölkerungen mit Covid-19-Dosen nicht beeinträchtigen. «Diese Impfstoffspende ist ein weiteres Instrument in unserem Maßnahmenkatalog, um die Olympischen und Paralympischen Spiele für alle Teilnehmer sicher zu machen und um Solidarität mit unseren liebenswürdigen japanischen Gastgebern zu zeigen», sagte IOC-Präsident Thomas Bach. «Wir laden die Athleten und Delegationen der kommenden Olympischen und Paralympischen Spiele ein, mit gutem Beispiel voranzugehen und den Impfstoff anzunehmen, wo und wann immer es möglich ist.»

Indem sie sich impfen lassen würden, könnten sie eine starke Botschaft aussenden, dass es beim Impfen nicht nur um die persönliche Gesundheit gehe, sondern auch um Solidarität und Rücksichtnahme auf das Wohlergehen anderer in ihren Gemeinschaften, hieß es. Im März hatte IOC-Chef Bach noch angekündigt, für die Sommerspiele vom 23. Juli bis 8. August und die Winterspiele 2022 in Peking Impfstoff in China zu kaufen.


WM-Qualifikation: Deutsche Fußballerinnen starten gegen Bulgarien

BERLIN: Die deutschen Fußballerinnen starten am 18. September mit einem Heimspiel gegen Bulgarien in ihre Qualifikation für die Weltmeisterschaft 2023 in Australien und Neuseeland. Wie der Deutsche Fußball-Bund am Donnerstag bekanntgab, steht danach für die Auswahl von Bundestrainerin Martina Voss-Tecklenburg in der Gruppe H am 21. September ein weiteres Heimspiel gegen Serbien an.


Weinzierl setzt auf klassische FCA-Tugenden: «Definitiv kribbelt es»

AUGSBURG: Markus Weinzierl fiebert seinem Trainer-Comeback beim abstiegsbedrohten FC Augsburg und in der Fußball-Bundesliga entgegen. «Definitiv kribbelt es», sagte der 46-Jährige mit Blick auf das Auswärtsspiel beim VfB Stuttgart am Freitag (20.30 Uhr/DAZN). Er hofft auf einen Sieg, der ein «Riesenschritt» zum Klassenerhalt wäre.

«Bei einem Trainerwechsel gibt es immer einen Effekt», sagte Weinzierl, der von 2012 bis 2016 sehr erfolgreich beim FCA gearbeitet hatte. Das erste Spiel nach 748 Tagen Bundesliga-Abstinenz konfrontiert ihn gleich mit der Vergangenheit. Denn nach einem 0:6 in Augsburg musste Weinzierl am 20. April 2019 beim VfB Stuttgart gehen.


Schalke hofft nach Fan-Attacken auf Normalität: «Alle geben Vollgas»

GELSENKIRCHEN: Alle Profis des FC Schalke werden auch nach dem Angriff von Fans auf die Mannschaft vor zwei Wochen weiter für den Revierclub auflaufen. «Man kann sich vorstellen, dass die Jungs nach den Geschehnissen sehr aufgewühlt waren. Ich kann aber zu 100 Prozent bestätigen, dass keiner zu uns gekommen ist, um zu sagen, dass er nicht spielen möchte. Alle sind motiviert, alle geben Vollgas», sagte Fußball-Lehrer Dimitrios Grammozis vor dem Spiel des Tabellenletzten am Samstag (15.30 Uhr/Sky) bei der TSG 1899 Hoffenheim.


Löws Start in EM-Vorbereitung ohne Chelsea-Trio und Gündogan

MÜNCHEN: Das Champions-League-Finale zwischen dem FC Chelsea und Manchester City hat auch Einfluss auf die EM-Vorbereitung der deutschen Fußball-Nationalmannschaft. Bundestrainer Joachim Löw muss in der ersten Phase des Trainingslagers vor der Europameisterschaft auf die drei Chelsea-Profis Timo Werner, Kai Havertz und Antonio Rüdiger sowie Man-City-Akteur Ilkay Gündogan verzichten. Das Quartett ist gesetzt für den bis zu 26 Spieler umfassenden deutschen EM-Kader. Der 61 Jahre alte Löw will am 19. Mai das Aufgebot für sein letztes Turnier als verantwortlicher DFB-Chefcoach benennen. Vom 25. Mai bis 6. Juni geht's ins Trainingscamp im österreichischen Seefeld. Das Champions-League-Finale wird am 29. Mai in Istanbul ausgetragen.


Hoffenheim-Manager Rosen: Einstimmig weiter mit Sebastian Hoeneß

ZUZENHAUSEN: Die TSG 1899 Hoffenheim hat Chefcoach Sebastian Hoeneß nach einer ebenso schwierigen wie enttäuschenden Runde das Vertrauen ausgesprochen. «Die Ausrichtung, mit welchem Trainer wir in die neue Saison gehen, ist völlig klar und in der Clubführung einstimmig entschieden: mit Sebastian Hoeneß», sagte Sportchef Alexander Rosen im Interview der «Rhein-Neckar-Zeitung» (Heidelberg/Donnerstag). «Er ist durch die vielen Krisen, die es zu managen galt, stabil durchgegangen, kommuniziert super mit den Jungs, hat eine Idee, die man gerade zuletzt gegen Gladbach und Freiburg gesehen hat.» Die Kraichgauer belegen derzeit in der Fußball-Bundesliga nur den elften Platz und werden die Teilnahme am internationalen Geschäft diesmal verpassen.


Nach Lehmann-Aus: Kein schneller Ersatz in Hertha-Aufsichtsrat

BERLIN: Investor Lars Windhorst will sich bei der Benennung eines Nachfolgers von Jens Lehmann für den Aufsichtsrat von Hertha BSC Zeit lassen. Mögliche Kandidaten würden in Ruhe ausgewählt, hieß es am Donnerstag von Windhorsts Tennor Group. Der Geldgeber des Berliner Fußball-Bundesligisten hatte am Mittwoch die Zusammenarbeit mit dem ehemaligen Nationaltorwart als Berater seiner Investment-Firma nach genau einem Jahr beendet. Grund war Lehmanns rassistische Äußerung über Ex-Profi Dennis Aogo, den er als «Quotenschwarzer» des TV-Senders Sky bezeichnet hatte. Dadurch endete auch automatisch Lehmanns Mandat für Windhorst im Hertha-Aufsichtsrat. Der frühere Torwart hatte sich am Mittwoch bei Aogo für seine per Whatsapp getätigte Aussage entschuldigt.


Formel-1-Team Red Bull holt Mercedes-Ingenieure für Motorenprojekt

BARCELONA: Das Formel-1-Team Red Bull setzt beim zukünftigen Bau von eigenen Motoren auch auf bisherige Führungskräfte des Rivalen Mercedes. Wie der ehemalige Weltmeister-Rennstall am Donnerstag bekanntgab, wechseln gleich fünf wichtige Ingenieure von Mercedes High Performance Powertrains zu Red Bull Powertrains. Nicht bekannt ist, wann genau sie ihre Arbeit aufnehmen. Außerdem kündigte Red Bull vor dem Großen Preis von Spanien am Sonntag (15.00 Uhr/Sky) eine weitere hochrangige Verpflichtung an, wollte den Namen des neuen Leiters für mechanische Entwicklung aber noch nicht nennen.


Neuseeländerin wohl als erste Transgender-Athletin zu Olympia

WELLINGTON: Die neuseeländische Gewichtheberin Laurel Hubbard steht kurz davor, als erste Transgender-Athletin an Olympischen Spielen teilzunehmen. Die 43-Jährige werde aller Voraussicht nach ins Team des Pazifikstaates in der Klasse über 87 Kilogramm aufgenommen, nachdem sie nun einen Quotenplatz für die Sommerspiele in Tokio inne hat, zitierte das Nachrichtenportal «Stuff» am Donnerstag das Nationale Olympische Komitee in Neuseeland (NZOC). Hubbard war bis 2012 als männlicher Gewichtheber aktiv und wurde dann zur Frau.


Alaba sieht Abschied von Bayern als einen «Schritt nach vorne»

MÜNCHEN: Fußball-Profi David Alaba erhofft sich bei seinem künftigen Verein einen weiteren Reifeprozess. «Natürlich verlasse ich den FC Bayern mit einem weinenden Auge, freue mich aber gleichzeitig auf meine Zukunft», sagte der österreichische Nationalspieler, der nach gescheiterten Vertragsverhandlungen mit den Münchner Bossen den deutschen Rekordmeister am Saisonende nach 13 Jahren verlassen wird. Im Interview mit dem vereinseigenen «51» spricht Alaba nicht über seinen künftigen Arbeitgeber. Den 28-Jährigen soll es zu Real Madrid ziehen. Der Abschied vom FC Bayern sei «keine Entscheidung gegen den Verein gewesen», sagte der zweimalige Triple-Gewinner (2013, 2020), der nach Auslaufen seines Vertrages ablösefrei wechseln kann.


Olympia-Stadt Tokio hält Verlängerung des Corona-Notstands für nötig

TOKIO: Weniger als drei Monate vor den Olympischen Spielen in Tokio erwägt die japanische Hauptstadt eine Verlängerung des Corona-Notstands. Angesichts der weiter angespannten Lage sei eine Verlängerung «notwendig», erklärte Tokios Gouverneurin Yuriko Koike. Eine Entscheidung über eine solche Maßnahme trifft die Regierung des Landes. Diese hatte erst kürzlich den Notstand zum dritten Mal bis bis zum 11. Mai verlängert. Der Olympia-Gastgeber plädiert nun für eine nochmalige Verlängerung um weitere zwei Wochen. Das gilt auch für die westlichen Präfekturen Osaka, Kyoto und Hyogo. Die Lage erlaube keine Aufhebung des Notstands, sagte Tokios Gouverneurin.


FC Chelsea folgt Manchester City in das Finale der Champions League

LONDON: Der FC Chelsea mit dem deutschen Trainer Thomas Tuchel ist Manchester City in das Endspiel der Champions League gefolgt. Das Team aus London gewann am Mittwoch das Halbfinal-Rückspiel gegen Real Madrid 2:0 (1:0) und steht nach dem 1:1 im Hinspiel damit erstmals seit 2012 wieder im Finale der Fußball-Königsklasse. Nationalspieler Timo Werner (28. Minute) und Mason Mount (85.) erzielten die Tore für Chelsea. Das Endspiel findet am 29. Mai in Istanbul statt.


Laureus suspendiert Ex-Torwart Lehmann nach rassistischer Nachricht

LONDON: Nach Jens Lehmanns rassistischer Nachricht an den ehemaligen Fußball-Profi Dennis Aogo hat auch die Laureus World Sports Academy reagiert. «Angesichts der weit verbreiteten Kommentare haben wir Jens Lehmann informiert, dass er auf unbestimmte Zeit von seiner Rolle als Laureus-Botschafter suspendiert wurde», hieß es in einer Pressemitteilung der Organisation am Mittwoch. Laureus «widersetzt sich allen Formen von Rassismus», hieß es weiter. Lehmann war 2015 zum Laureus-Vorstandsmitglied berufen worden, seit 2012 arbeitete er als Botschafter. Die Organisation vergibt ihre Awards an diesem Donnerstag.


Aogo nimmt Lehmanns Entschuldigung an - Formulierung «respektlos»

BERLIN: Der frühere Fußball-Profi und heutige Sky-Experte Dennis Aogo hat die Formulierung von Jens Lehmann als «respektlos» bezeichnet, die Entschuldigung des ehemaligen Nationaltorwarts aber akzeptiert. Er habe am Mittwoch zwei Mal mit Lehmann telefoniert, sagte Aogo am Abend in einer Mitteilung in den sozialen Netzwerken. «Ich nehme seine Entschuldigung an. Ich fand nicht gut, was er geschrieben hat. Ich fand auch die Formulierung nicht gut, ich finde das auch ein Stück weit respektlos, weil man so etwas nicht schreibt, egal, an wen die Nachricht adressiert war», sagte der 34-Jährige.


Eisbären vertagen mit Sieg in Wolfsburg DEL-Titelentscheidung

WOLFSBURG: Die Eisbären Berlin haben den Grizzlys Wolfsburg die erste Titelchance vermasselt und ihre eigene Chance auf die Meisterschaft gewahrt. Der frühere Serienmeister gewann am Mittwoch das zweite Finalspiel in Wolfsburg mit 4:1 (1:0, 2:1, 1:0) und erzwang dank der Tore von Frank Hördler (17. Minute), Ryan McKiernan (28.), Sebastian Streu (31.) und Lukas Reichel (59.) ein drittes Spiel. Wer am Freitag in Berlin (19.30 Uhr) siegt, kürt sich zum 100. deutschen Eishockey-Meister.


Südafrikas Fußball-Nationalteam mit neuem Cheftrainer

JOHANNESBURG: Südafrikas Fußball-Nationalmannschaft hat mit dem Belgier Hugo Broos einen neuen Trainer. Nach einem fast einmonatigen Auswahlprozess wurde der 69-Jährige, der 2017 Kamerun zum Gewinn der Afrika-Meisterschaft geführt hatte, am Mittwoch der Öffentlichkeit als Nachfolger des im März gefeuerten Molefi Ntseki präsentiert. Broos erhielt einen Fünfjahresvertrag. Er war zuletzt als Interimstrainer für den belgischen Erstligisten KV Oostende tätig.


Drei Spiele in fünf Tagen: Man United gegen Liverpool neu angesetzt

MANCHESTER: Drei Tage nach dem Platzsturm durch Fans und der Absage des Premier-League-Spiels zwischen Manchester United und dem FC Liverpool ist die Partie neu angesetzt worden. Wie Man United am Mittwoch mitteilte, findet das Spiel des Tabellenzweiten gegen den englischen Fußball-Meister nun am 13. Mai (21.15 Uhr) statt. Dafür wurde die Heimbegegnung des Teams von Trainer Ole Gunnar Solskjaer gegen Leicester City vom 12. auf den 11. Mai (19.00 Uhr) vorverlegt. Weil Man United bereits am kommenden Sonntag (15.05 Uhr) bei Aston Villa um Punkte spielt, muss der Europa-League-Halbfinalist drei Partien innerhalb von nur fünf Tagen bestreiten.


Kiels Handballer übernehmen die Tabellenführung

GÖPPINGEN: Der THW Kiel hat die Tabellenführung in der Handball-Bundesliga übernommen. Der Titelverteidiger setzte sich am Mittwoch mit 31:25 (16:12) beim HC Erlangen durch und profitierte vom zeitgleichen 28:28 (15:15) des bisherigen Spitzenreiters SG Flensburg-Handewitt bei Frisch Auf Göppingen. In der Tabelle stehen beide Teams bei 47:5 Zählern. Allerdings sprechen sowohl die bessere Tordifferenz als auch der gewonnene direkte Vergleich für die «Zebras».


Ex-HSV-Trainer Thioune: Verhältnis zwischen Team und Trainern intakt

HAMBURG: Der beurlaubte Trainer Daniel Thioune hat es als legitim bezeichnet, dass die Führung des Fußball-Zweitligisten Hamburger SV ihn freigestellt hat und einen anderen Impuls setzen will. «Trotzdem hat es mich am Sonntag, als ich darüber informiert wurde, überrascht», sagte der 46 Jahre alte Coach dem «Hamburger Abendblatt» (Donnerstag). Zu den Gründen, die Sportvorstand Jonas Boldt für die Trennung genannt hatte, sagte Thioune: «Das Verhältnis zwischen Mannschaft und Trainerteam war intakt, und wenn es eine große Distanz gegeben hätte, dann wäre eine über weite Strecken gute Saison so nicht möglich gewesen.»


BBL: Crailsheim wahrt Chance auf Heimrecht in erster Playoff-Runde

OLDENBURG: Die Hakro Merlins Crailsheim haben ihre Chance auf ein Heimrecht in der ersten Playoff-Runde der Basketball-Bundesliga gewahrt. Das Team von Trainer Tuomas Iisalo gewann das Spitzenspiel bei den EWE Baskets Oldenburg am Mittwochabend klar mit 90:73 (47:33) und zog mit dem insgesamt 23. Saisonsieg mit den viertplatzierten Oldenburgern gleich. Die Merlins sicherten sich zudem den direkten Vergleich, haben allerdings auch eine Partie mehr absolviert.


Hannover gewinnt Supercup gegen Spandau

HANNOVER: Waspo Hannover hat auch den Supercup der Wasserballer gewonnen. Der Meister schlug Pokalsieger Spandau 04 am Mittwochabend 8:6 (1:1, 2:3, 3:2, 2:1). Für Hannover war es der vierte Supercup-Erfolg in Serie und der sechste insgesamt. Nach zwei Verschiebungen wegen der Corona-Pandemie fand die Partie in Hannover ohne Zuschauer statt.

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