Nachrichten aus der Sportwelt am Donnerstag

Fotomontage: DER FARANG
Fotomontage: DER FARANG

Juve-Trainer Allegri nach Pokalsieg unter Druck

ROM: Der Trainer des italienischen Pokalsiegers Juventus Turin, Massimiliano Allegri, muss trotz des Erfolgs um seinen Job fürchten. Der 56-Jährige steht nach Medienberichten von Donnerstag kurz vor der Entlassung. Allegri hatte beim 1:0-Erfolg gegen Atalanta Bergamo kurz vor Schluss am Spielfeldrand eine Rote Karte kassiert. Anschließend soll er einen Journalisten übel beleidigt und auch persönlich bedroht haben. Der Juve-Trainer gab am Abend zu, beleidigend geworden zu sein - mehr aber nicht.


Star-Zugang für St. Paulis Schach-Team: Ex-Weltmeister Carlsen kommt

HAMBURG: Das Schach-Team des FC St. Pauli bekommt nach seinem Aufstieg in die Bundesliga einen spektakulären Zugang für die kommende Saison. Der ehemalige Weltmeister Magnus Carlsen wird für die Hamburger spielen. Ermöglicht wird die Verpflichtung des 33 Jahre alten Norwegers durch die Kooperation der Weissenhaus Chess Academy des Unternehmers Jan Henric Büttner mit dem FC St. Pauli.


Ludwigsburgs Basketballer holen letztes Playoff-Ticket

FRANKFURT: Die Basketballer der MHP Riesen Ludwigsburg haben sich das letzte Ticket für die Meisterschafts-Playoffs gesichert. Die Süddeutschen gewannen am Donnerstag das entscheidende Play-In-Spiel gegen die Veolia Towers Hamburg mit 91:78 (45:35). In der regulären Saison hatte Ludwigsburg beide Partien gegen die Norddeutschen verloren. Während die MHP Riesen nun im Viertelfinale in der Best-of-Five-Serie auf Liga-Primus Bayern München treffen, ist die Saison für die Hanseaten beendet.


Frankreichs EM-Kader: Bayern-Profi Coman und Rückkehrer Kanté dabei

PARIS: Mit Superstar Kylian Mbappé, zwei Bundesligaprofis und dem überraschend zurückgekehrten Ex-Weltmeister N'Golo Kanté nimmt Vize-Weltmeister Frankreich die EM-Endrunde in Angriff. Zum 25-Mann-Kader von Trainer Didier Deschamps gehört auch Bayern-Stürmer Kingsley Coman, der aktuell wegen einer Adduktorenverletzung pausieren muss. Nominiert wurde auch dessen Münchner Teamkollege Dayot Upamecano. Das gab Deschamps am Donnerstagabend im französischen Fernsehen bekannt.


Sechs Bundesliga-Profis im vorläufigen Oranje-Kader für die EM

ZEIST: Bondscoach Ronald Koeman hat sechs Bundesliga-Profis in seinen vorläufigen Kader für die Fußball-Europameisterschaft in Deutschland berufen. Der Europameister von 1988 nominierte am Donnerstag Jeremie Frimpong (Bayer Leverkusen), Matthijs de Ligt (Bayern München), Ian Maatsen und Donyell Malen (beide Borussia Dortmund) sowie Xavi Simons (RB Leipzig) und Wout Weghorst (1899 Hoffenheim) in sein insgesamt 30 Spieler umfassendes Aufgebot. Bis zur EM muss Koeman noch vier Akteure streichen.


Österreich überrascht Finnland bei Eishockey-WM in letzter Sekunde

PRAG: Die österreichische Eishockey-Nationalmannschaft hat bei der WM in Tschechien für eine Überraschung gesorgt. Das Team um den NHL-Profi Marco Rossi gewann am Donnerstag gegen Finnland durch einen Treffer in letzter Sekunde mit 3:2 (0:2, 1:0, 2:0). Benjamin Baumgartner traf 0,2 Sekunden vor der Schlusssirene zum viel umjubelten Siegtreffer. Die Österreicher standen beim 6:7 gegen Kanada bereits vor einer Sensation, als sie einen 1:6-Rückstand aufholen konnten. Erst in der Verlängerung gelang dem Titelverteidiger doch noch das 7:6.


Fußballstar Mbappé kommt als Wachsfigur zu Madame Tussauds nach Berlin

PARIS: Von Paris aus geht es für Frankreichs Fußballstar Kylian Mbappé an diesem Freitag nach Berlin. Der 25-Jährige wechselt allerdings nicht den Verein - und er reist auch nicht selbst an. Eine Wachsfigur des Weltmeisters von 2018 kommt zu Madame Tussauds in die Bundeshauptstadt. Dort ist er von Sonntag an in dem Wachsfigurenkabinett zu bewundern.

Mbappé bekam sein Wachsabbild am Donnerstag in Paris das erste Mal zu Gesicht und zeigte sich begeistert. «Es sieht besser aus als ich, ich bin gerade etwas müde», meinte der Fußballprofi. «Ich bin begeistert.» Er sei stolz, jetzt Teil der Familie von Madame Tussauds zu sein. «Ich habe jetzt Kontakt zu meinen Fans, auch wenn ich nicht da bin.»

Für den Entwurf des Wachsbildes habe er eine Weile Modell sitzen müssen, erzählte Mbappé. Besonders gut gelungen fand er bei der Wachsfigur seine strahlenden Augen, sie mache einen sehr authentischen Eindruck. Nun hoffe er, seiner Wachsfigur schnell nach Berlin nachreisen zu können, sagte Mbappé - und zwar für das Finale der Europameisterschaft im Juli.


Mbappé: «Fahren zur EM, um Geschichte zu schreiben»

PARIS: Frankreichs Starfußballer Kylian Mbappé hat sich vor der Fußball-Europameisterschaft in Deutschland im Sommer ehrgeizig und siegeswillig gezeigt. «Wir fahren dahin, um zu gewinnen und um Geschichte zu schreiben», sagte Mbappé am Donnerstag in Paris. Das französische Team reise mit Ambitionen, aber auch mit Demut nach Deutschland. «Wir haben ein Superteam, aber die EM ist ein schwieriger Wettbewerb.» Er sei noch nie in Berlin gewesen, sagte der Spieler. Nun hoffe er, während der EM möglichst lange in Deutschland zu sein - bis zum Finale am 14. Juli.

Mbappé äußerte sich bei der Vorstellung einer Wachsfigur von ihm in Paris, die vom kommenden Sonntag an in Madame Tussauds Wachsfigurenkabinett in Berlin zu sehen sein wird. Er hoffe, dass er seinem Wachsabbild schnell nach Berlin hinterher reise, und zwar zum EM-Finale, scherzte Mbappé bei der Präsentation.


Deutsches Eishockey-Team klarer Favorit gegen Kasachstan

OSTRAVA: Nach der 8:1-Gala gegen Lettland warten auf die Eishockey-Nationalmannschaft drei Außenseiter. Am Freitag geht es gegen Kasachstan um die nächsten drei Punkte.

Deutschlands Eishockey-Nationalteam peilt bei der Weltmeisterschaft in Tschechien den nächsten Sieg an. Am Freitag (16.20 Uhr) trifft die Mannschaft von Bundestrainer Harold Kreis in Ostrava auf Kasachstan. Nach dem starken Auftritt beim 8:1 am gegen Lettland will der Vizeweltmeister mit dem zweiten Sieg in Serie die Ausgangslage im Kampf um das Viertelfinale weiter verbessern. Danach warten in der Gruppe B mit Aufsteiger Polen und Frankreich zwei weitere Außenseiter auf die Auswahl des Deutschen Eishockey-Bundes.


Dämpfer für Olympia-Chancen: Volleyballerinnen verlieren

ANTALYA: Die Olympia-Hoffnungen der deutschen Volleyballerinnen haben in der Nationenliga einen ersten Dämpfer erhalten. Die Auswahl des Deutschen Volleyball-Verbandes verlor am Donnerstag ihr zweites Spiel in der VNL 1:3 (16:25, 16:25, 25:21, 22:25) gegen Italien, das ebenfalls noch kein Ticket für Paris sicher hat. Am Vortag hatte Deutschland sein Auftaktmatch gegen Frankreich gewonnen.


Ehemaliger Steuerberater entlastet Angeklagte im DFB-Prozess

FRANKFURT/MAIN: Nach Ansicht des früheren DFB-Steuerberaters Hanno Schmitz-Hüser hat es im Jahr 2006 keine Steuerhinterziehung durch den Deutschen Fußball-Bund gegeben. Die im WM-Jahr vorgenommene Umbuchung der 2005 erfolgten 6,7-Millionen-Euro-Zahlung an den Weltverband FIFA habe «die Bilanz des WM-Organisationskomitees um keinen Cent erhöht oder vermindert», sagte Schmitz-Hüser am Donnerstag als Zeuge im Sommermärchen-Prozess vor dem Landgericht Frankfurt am Main. Damit entlastete der 79-Jährige die ehemaligen DFB-Topfunktionäre Theo Zwanziger, Wolfgang Niersbach und Horst R. Schmidt, die sich in dem Prozess wegen des Verdachts der Steuerhinterziehung in einem besonders schweren Fall verantworten müssen.


Heim-EM statt Tansania: VfB-Keeper Nübel selbst «überrascht»

STUTTGART: Für Stuttgarts Torwart Alexander Nübel kommt seine Nominierung für die Fußball-Europameisterschaft selbst «sehr» überraschend. «Ich habe am Dienstagabend Bescheid bekommen. Ich hatte meinen Urlaub schon geplant, aber verzichte natürlich sehr, sehr gerne», sagte der 27-Jährige am Donnerstag: «Ich wollte nach Tansania, Safari machen. Aber wie gesagt, das kann ich natürlich in den nächsten Jahren immer noch machen.» Die Berufung von Bundestrainer Julian Nagelsmann für das Heim-Turnier vom 14. Juni bis 14. Juli bedeute ihm «extrem viel» und sei etwas «Überragendes».


Ukraines vorläufiges EM-Aufgebot: mit Lunin, Zinchenko und Mudryk

KIEW: Die Ukraine hat ihr vorläufiges Aufgebot für die Fußball-EM verkündet. Mit dabei sind Premier-League-Stars und ein Champions-League-Finalist.

Deutschlands Testspielgegner Ukraine hat sein vorläufiges Aufgebot für die Fußball-Europameisterschaft bekannt gegeben. In dem Kader mit 26 Spielern stehen Torwart Andrij Lunin vom Champions-League-Finalisten Real Madrid sowie die Premier-League-Stars Oleksandr Zinchenko vom FC Arsenal und Mychajlo Mudryk vom FC Chelsea, wie der ukrainische Fußballverband am Donnerstag auf Social Media mitteilte.

Wenige Stunden zuvor hatte Mudryk auf seinem Instagram-Kanal verkündet, dass seine Saison bei Chelsea vorzeitig beendet sei. Der 23-Jährige hatte sich am Mittwochabend beim 2:1-Sieg gegen Brighton & Hove Albion bei einem Zusammenprall am Kopf verletzt. Inwieweit die Verletzung Folgen für die EM hat, war zunächst offen.

In der Vorbereitung auf das Turnier bestreitet die Ukraine drei Testspiele - eines davon gegen die deutsche Nationalmannschaft am 3. Juni in Nürnberg. Bei der EM (14. Juni bis 14. Juli) trifft die Mannschaft von Trainer Serhij Rebrow in der Gruppenphase auf Rumänien (17. Juni), die Slowakei (21. Juni) und Belgien (26. Juni).


Der EM-Fahrplan der Fußball-Nationalmannschaft

BERLIN: Nach der Bekanntgabe des DFB-Kaders für die Heim-Europameisterschaft in Berlin sind es noch vier Wochen bis zum Eröffnungsspiel des Heimturniers. Am 14. Juni tritt die deutsche Fußball-Nationalmannschaft in München gegen Schottland an. Das Endspiel findet exakt einen Monat später in Berlin statt. Der EM-Fahrplan der DFB-Auswahl:

Datum Ereignis Ort 18. Mai Letzter Bundesliga-Spieltag diverse 25. Mai DFB-Pokal-Finale: Bayer Leverkusen - 1. FC Berlin Kaiserslautern 26. Mai Start EM-Vorbereitung mit Trainingslager in Blankenhain Thüringen 31. Mai Umzug ins EM-Quartier (bei Adidas), Herzogenaurach Trainingslager 1. Juni Champions-League-Finale, Borussia Dortmund London - Real Madrid 3. Juni Länderspiel gegen EM-Teilnehmer Ukraine Nürnberg (20.45 Uhr) 7. Juni Länderspiel gegen Griechenland (20.45 Uhr) Mönchengladbach 7. Juni Übermittlung des finalen EM-Kaders an UEFA Nyon (24.00 Uhr) 14. Juni EM-Eröffnungsspiel gegen Schottland (21.00 München Uhr) 19. Juni EM-Gruppenspiel gegen Ungarn (18.00 Uhr) Stuttgart 23. Juni EM-Gruppenspiel gegen Schweiz (21.00 Uhr) Frankfurt/Main 14. Juli EM-Finale Berlin


Ederson verletzt: Ortega winken weitere Einsätze bei City

MANCHESTER: Nach dem vorzeitigen Saison-Aus für Stammtorhüter Ederson könnte Stefan Ortega bei Manchester City zwei weitere Einsätze bekommen. Der Premier-League-Club teilte am Donnerstag mit, dass sich der brasilianische Fußball-Nationalspieler am Dienstag beim 2:0 bei Tottenham Hotspur die Augenhöhle gebrochen habe. City kann sich am Sonntag (17.00 Uhr/Sky) mit einem Sieg gegen West Ham United zum vierten Mal nacheinander den Meistertitel in der Premier League sichern. Zudem steht das Team von Star-Trainer Pep Guardiola im Finale des FA Cups und trifft am 25. Mai im Londoner Wembley-Stadion auf den Lokalrivalen Manchester United.


Bei aller Dankbarkeit: Streich auch «froh, wenn es vorbei ist»

FREIBURG: Die Emotionen rund um seinen Abschied haben Freiburgs Trainer alles andere als kaltgelassen. Die Ruhe, die nach dem Spiel bei Union wieder einkehren dürfte, kann er offenbar gut gebrauchen.

Die Emotionen rund um seinen Abschied vom SC Freiburg haben bei Christian Streich durchaus Spuren hinterlassen. Er sei bei aller Dankbarkeit auch «froh, wenn es vorbei ist» und wolle seine Mitte wiederfinden, sagte der 58-Jährige am Donnerstag. Die Partie beim 1. FC Union Berlin am Samstag (15.30 Uhr/Sky) ist für Streich die letzte als Coach des badischen Fußball-Bundesligisten. Danach wird er den Club nach insgesamt 29 Jahren in verschiedenen Funktionen verlassen. Sein Abschied ist seit Wochen Dauerthema in Freiburg.

Er habe lange probiert, sich mental darauf vorzubereiten, berichtete Streich. Zwischendurch habe er gedacht: «Wie schaffen wir das jetzt alle gemeinsam?» Die Emotionen, die ihm die Menschen in den vergangenen Wochen entgegengebracht hätten, seien «wunderbar», «berührend» und «ein Geschenk des Himmels» gewesen, so der Südbadener. Es brauche aber auch «alle Kraft, dass du dem standhältst.» Leute hätten für ihn gebacken, gebastelt und geschneidert. Es sei «viel zu viel der Ehre» gewesen. Er bedanke sich natürlich aber ausdrücklich dafür, so Streich.

Gegen den 1. FC Heidenheim (1:1) bestritt Streich vergangenes Wochenende sein letztes Heimspiel als SC-Trainer. In Berlin kämpft er mit Freiburg noch um den erneuten Einzug in den Europapokal, Gegner Union derweil gegen den drohenden Abstieg. Streichs Nachfolger wird im Sommer der frühere SC-Kapitän Julian Schuster.


Sainz erwartet keine schnelle Entscheidung bei Team-Auswahl

IMOLA: Audi-Kandidat Carlos Sainz erwartet in der Frage nach seinem künftigen Formel-1-Arbeitgeber ein Geduldsspiel. «Ich glaube schon, es bewegt sich nicht zu schnell», antwortete der dreimalige Rennsieger aus Spanien am Donnerstag am Rande des Grand Prix der Emilia-Romagna in Imola auf eine entsprechende Frage. Der 29-Jährige muss sein Cockpit bei Ferrari zum Ende dieses Jahres für Mercedes-Pilot Lewis Hamilton räumen.


Vuelta 2026 startet erstmals in Monaco

MADRID: Die Spanien-Rundfahrt wird 2026 zum sechsten Mal im Ausland beginnen. Der Start des Radrennens erfolgt im Fürstentum Monaco, wie der Veranstalter am Donnerstag mitteilte. In diesem Jahr beginnt die 79. Auflage der Vuelta in Lissabon. In der portugiesischen Hauptstadt war die dreiwöchige Rundfahrt bereits 1997 losgerollt, weitere Starts im Ausland erfolgten in Assen (2009), Nimes (2017) und Utrecht (2022).


Nagelsmann drückt Daumen für Frauen-WM in Deutschland

BERLIN: Bundestrainer Julian Nagelsmann hofft nach der Heim-Europameisterschaft der Männer-Nationalmannschaft diesen Sommer auf eine kurze Wartezeit für das nächste große Fußball-Turnier in Deutschland. «Meine Daumen sind gedrückt», sagte der 36-Jährige am Donnerstag in Berlin über die gemeinsame Bewerbung des Deutschen Fußball-Bunds mit Belgien und den Niederlanden für die WM der Frauen im Jahr 2027. Die Frauen-WM 2027 wird am Freitag in Bangkok beim Kongress des Weltverbands FIFA vergeben.


«Keine Experimente»: Wolfsburg will Abstiegskampf nicht verzerren

WOLFSBURG: Für Mainz 05 geht es am Samstag um den Klassenerhalt, für den VfL Wolfsburg um nichts mehr. Die Mainzer Konkurrenten im Abstiegskampf sollen sich dennoch auf den VfL verlassen können.

Der VfL Wolfsburg möchte im Abstiegskampf der Fußball-Bundesliga keinerlei Wettbewerbsverzerrung betreiben. Gegner am letzten Spieltag (Samstag, 15.30 Uhr/Sky) ist der Tabellen-15. FSV Mainz 05, der durch eine Niederlage in Wolfsburg noch auf den Relegationsplatz zurückfallen könnte. Der VfL selbst ist bereits seit zwei Wochen gerettet.

«So ein Spiel würde sich normalerweise dafür anbieten, dass man Dinge ausprobiert oder vielleicht jungen Spielern eine Chance gibt. Davon sehen wir aber ab aufgrund der Situation, die die Tabelle hergibt. Wir wollen uns auf keine Experimente einlassen», sagte der Wolfsburger Trainer Ralph Hasenhüttl am Donnerstag.

Der Champions-League-Finalist Borussia Dortmund hatte am vergangenen Wochenende mit 0:3 gegen die Mainzer verloren und dabei zahlreiche Stammspieler geschont. Das brachte dem BVB viel Kritik ein.


Alle nach Bremen und Training vor Fans: Bochum setzt auf Teamgeist

BOCHUM: Bochum kann noch auf den Relegationsplatz abrutschen. Damit das nicht passiert, setzt der Coach auf Zusammenhalt. Heiko Butscher verrät auch, wie er mit Ergebnissen auf anderen Plätzen umgehen will.

Vor dem entscheidenden Spiel im Abstiegskampf bei Werder Bremen setzt Bochums Trainer Heiko Butscher auf Zusammenhalt. Das Abschlusstraining am Freitag soll anders als ursprünglich geplant öffentlich stattfinden. Die Fans haben so die Möglichkeit, das Team auf die wichtige Partie einzustimmen. Zudem sollen auch Verletzte und nicht-nominierte Spieler mit nach Bremen reisen. «Wir sind ein Team. Ich erwarte, dass die ganze Mannschaft mit nach Bremen kommt», sagte Butscher am Donnerstag. Ihm sei wichtig, «dass wir diese Aufgabe am Samstag alle gemeinsam bestreiten».

Vor dem abschließenden Bundesliga-Spieltag (Samstag, 15.30 Uhr/Sky) hat der VfL als 14. der Tabelle drei Punkte Vorsprung auf den 1. FC Union Berlin auf dem Relegationsplatz. Die Köpenicker haben den SC Freiburg zu Gast. Zwischen dem VfL und Union liegt der FSV Mainz 05. Die Rheinhessen haben einen Zähler weniger als Bochum und spielen beim VfL Wolfsburg.

Von den Ergebnissen auf den anderen Plätzen will sich Butscher nicht beeinflussen lassen. «Ich kann mich da komplett lösen, weil ich mich komplett auf das Spiel konzentriere», sagte er. «Es gibt nur eine Konstellation. Wir brauchen mindestens einen Punkt.» Der 43-Jährige sagte zudem: «Was ich verhindern möchte, ist, dass die halbe Bank irgendwann nur noch mit anderen Ergebnissen beschäftigt ist.» Er werde aber dafür sorgen, dass das nicht passiere.


DFB-Auswahl mit vier Torhütern bei der Heim-EM

BERLIN: Julian Nagelsmann wird vor der Heim-EM einen Feldspieler aus seinem noch 27 Profis starken Kader streichen.

Der Fußball-Bundestrainer bestätigte am Donnerstag in Berlin, dass er mit den vier nominierten Torhütern ins Turnier gehen wolle. Neben Stammtorwart Manuel Neuer vom FC Bayern und Marc-André ter Stegen vom FC Barcelona gehören Oliver Baumann von der TSG Hoffenheim und Alexander Nübel vom VfB Stuttgart zum EM-Aufgebot. Der finale EM-Kader, der bis zum 7. Juni (24.00 Uhr) der UEFA gemeldet werden muss, darf maximal 26 Akteure umfassen.


Der deutsche Kader für die Fußball-EM

BERLIN: Bereits vor dem offiziellen Termin mit dem Bundestrainer gibt der Deutsche Fußball-Bund Teile des EM-Kaders bekannt. Am Donnerstag werden auch die letzten Geheimnisse gelüftet.

Bundestrainer Julian Nagelsmann überrascht bei der EM-Nominierung seiner Nationalspieler mit einer Salami-Taktik. Über mehrere Tage wird der Fokus auf das Thema gelenkt, das EM-Fieber soll weiter angeheizt werden. Am Donnerstag gab der Coach bei einer Pressekonferenz in Berlin die letzten Namen für das vorläufige Aufgebot mit insgesamt 27 Spielern bekannt.

Die Nominierungen:

Name Verein Alter/Länderspiele/Tor e Torhüter Manuel Neuer FC Bayern München 38/117/0 Marc-André ter Stegen FC Barcelona 32/40/0 Oliver Baumann TSG 1899 Hoffenheim 33/0/0 Alexander Nübel VfB Stuttgart 27/0/0 Abwehr Joshua Kimmich FC Bayern München 29/84/6 Robin Koch Eintracht Frankfurt 27/8/0 Maximilian Mittelstädt VfB Stuttgart 27/2/1 Antonio Rüdiger Real Madrid 31/68/3 Nico Schlotterbeck Borussia Dortmund 24/11/0 Jonathan Tah Bayer Leverkusen 28/23/0 David Raum RB Leipzig 26/20/0 Waldemar Anton VfB Stuttgart 27/1/0 Benjamin Henrichs RB Leipzig 27/14/0 Mittelfeld Robert Andrich Bayer Leverkusen 29/3/0 Chris Führich VfB Stuttgart 26/3/0 Pascal Groß Brighton & Hove Albion 32/5/0 Ilkay Gündogan FC Barcelona 33/75/18 Aleksandar Pavlovic FC Bayern München 20/0/0 Leroy Sané FC Bayern München 28/59/13 Florian Wirtz Bayer Leverkusen 21/16/1 Toni Kroos Real Madrid 34/108/17 Jamal Musiala FC Bayern München 21/27/2 Sturm Niclas Füllkrug Borussia Dortmund 31/15/11 Kai Havertz FC Arsenal 24/44/15 Deniz Undav VfB Stuttgart 27/1/0 Thomas Müller FC Bayern München 34/128/45 Maximilian Beier TSG 1899 Hoffenheim 21/0/0


Asien unterstützt palästinensischen Verband gegen Israel

BANGKOK: Die asiatische Fußball-Konföderation AFC unterstützt den palästinensischen Verband nach dessen Antrag auf Sanktionen gegen den Verband Israels beim FIFA-Kongress in Bangkok. «Die AFC steht an der Seite des palästinensischen Verbands», sagte Scheich Salman bin Ibrahim Al Chalifa beim AFC-Kongress am Donnerstag in Bangkok. «Es ist unsere Pflicht, den palästinensischen Verband für eine schnelle und effektive Lösung, die in Einklang mit den Regeln und Statuten der AFC und der FIFA steht, zu unterstützen.»


Kapitän Trimmel bleibt Unioner: «Identifikationsfigur»

BERLIN: Kapitän Christopher Trimmel setzt seine Karriere beim abstiegsbedrohten Fußball-Bundesligisten Union Berlin fort. Der 37 Jahre alte Österreicher, der seit 2014 das Trikot der Köpenicker trägt, verlängerte seinen Vertrag, wie die Eisernen am Donnerstag mitteilten. Details nannten die Unioner wie üblich nicht. «Seit einem Jahrzehnt bin ich nun Teil der Union-Familie und gemeinsam haben wir mehr erreicht, als ich mir je erträumt hätte», äußerte Trimmel in einer Vereinsmitteilung.


IOC und Netflix wollen drei Doku-Serien zu Olympia ausstrahlen

PARIS: Das Internationale Olympische Komitee (IOC) und der Streamingdienst Netflix haben drei Dokumentarserien zu den Sommerspielen in Paris angekündigt. Die drei Serien befassen sich mit den Medaillenanwärtern im Männerbasketball, dem US-Turnstar Simone Biles und den besten Sprintern der Welt in der Leichtathletik, wie das IOC und Netflix am späten Mittwochabend mitteilten. Die Serien werden den Angaben zufolge im Laufe dieses Jahres und 2025 ausgestrahlt.


Ricco Groß nach Verwirrung nun Biathlon-Trainer in der Schweiz

BERLIN: Nach einiger Verwirrung um ein Engagement in Bulgarien wechselt Ricco Groß als Biathlon-Nachwuchstrainer in die Schweiz. Wie am Stützpunkt in der Ostschweiz am Donnerstag verkündet wurde, ist der 53-jährige Deutsche in Lenzerheide künftig für die neu gegründete Trainingsgruppe für Junioren- und Elite-Athleten verantwortlich.


Infantino: Globales Zeichen gegen Rassismus setzen

BANGKOK: FIFA-Präsident Gianni Infantino wirbt vor dem Kongress des Weltverbands am Freitag in Bangkok für verschärfte Maßnahmen gegen Rassismus. Es solle ein globales Zeichen gesetzt werden, kündigte Infantino am Donnerstag in Bangkok an. «Es ist wichtig, dass wir Rassismus im Fußball und in der Gesellschaft loswerden. Es gibt keinen Platz für Diskriminierung und Rassismus. Ich hoffe, dass der FIFA-Kongress wirklich vereint ist bei diesem Zeichen.»


Avalanche stoppen Niederlagen-Serie und verhindern Playoff-Aus

DALLAS: Die Colorado Avalanche haben das Playoff-Aus gegen die Dallas Stars abgewendet und in der NHL nach drei Niederlagen in Serie wieder gewonnen. In Dallas holten die Avalanche am Mittwochabend ein 5:3. Die Stars führen nach Siegen noch immer mit 3:2, kassierten aber die erste Niederlage seit dem Auftaktspiel in der Best-of-Seven-Serie. Die Texaner gaben zudem zwei Führungen aus der Hand - Joe Pavleski und Miro Heiskanen hatten zum 1:0 und 2:1 für die Gastgeber getroffen. Cale Makar mit zwei Treffern, Artturi Lehkonen, Casey Mittelstadt und Nathan MacKinnon drehten die Partie aber zugunsten der Mannschaft aus Denver.


Netzer erscheint nicht als Zeuge beim Sommermärchen-Prozess

FRANKFURT/MAIN: Der Zeugenauftritt von Günter Netzer im Sommermärchen-Prozess vor dem Landgericht Frankfurt fällt aus. Der 79-Jährige wird nicht, wie ursprünglich geplant, am 23. Mai nach Frankfurt kommen und dort aussagen. Dies teilte die Vorsitzende Richterin, Eva-Maria Distler, am Mittwoch mit. Netzers Absage sei durch dessen Rechtsbeistand ohne Angabe von Gründen erfolgt. Ob Netzer zumindest per Videoschalte aussagen wird, ist derzeit noch unklar, erscheint aber ebenfalls unwahrscheinlich. Eine entsprechende Anfrage des Gerichts sei bislang unbeantwortet geblieben, sagte Distler.


Celtics als erstes NBA-Team in Conference Finals

BOSTON: Die Boston Celtics stehen als erstes Team der NBA in den Conference Finals. Die beste Mannschaft der Hauptrunde holte durch das 113:98 gegen die Cleveland Cavaliers den notwendigen vierten Sieg in der Serie und steht nun zum dritten Mal hintereinander in den Finals der Eastern Conference. Die Meisterschaft in der NBA holte Boston in diesem Zeitraum aber nicht. Die Celtics stehen deshalb weiter bei 17 Titeln - nur die Los Angeles Lakers haben ebenso viele. Gegner in den Conference Finals werden entweder die New York Knicks oder die Indiana Pacers sein. In deren Duell führen die Knicks um den Deutschen Isaiah Hartenstein mit 3:2 Siegen.


Nagelsmanns Trainerteam verlängert bis WM 2026

BERLIN: Nicht nur der Bundestrainer bleibt bis 2026 beim Deutschen Fußball-Bund. Am Donnerstag gibt der Verband die Vertragsverlängerungen mit dem Trainerteam bekannt.

Nach Bundestrainer Julian Nagelsmann hat auch dessen Trainerteam die jeweiligen Verträge bis zur WM 2026 verlängert. «Ich freue mich extrem», sagte Nagelsmann am Donnerstag bei der Präsentation des Kaders für die Heim-EM in diesem Sommer. Dass auch seine Assistenten um Ex-Nationalspieler Sandro Wagner und Standardtrainer Mads Buttgereit an Bord bleiben können, sei für ihn eine «Grundvoraussetzung» in den eigenen Gesprächen über eine Vertragsverlängerung mit dem Deutschen Fußball-Bund gewesen.

Nagelsmanns Vertrag war zunächst bis zum Ende der EM gültig, war aber bereits im April bis zum Abschluss der Endrunde in den USA, Kanada und Mexiko verlängert worden. Nun folgte sein Team. «Alle waren da sehr schnell genauso Feuer und Flamme wie ich, den Weg auch weiter zu gehen», sagte Nagelsmann. Jeder wisse, «dass man nur so gut ist wie das Team um einen herum.» Im Trainerteam herrsche ein «blindes Verständnis auf vielen Ebenen».


Hülkenberg in Imola zwischen «Realität und Simulator»

IMOLA: 2010 gab Nico Hülkenberg sein Formel-1-Debüt. In Imola ist der Rheinländer aber noch nie gefahren. Seine Vorbereitung lief virtuell. Den Rest müsse man «live erledigen».

Selbst ein erfahrener Pilot wie Nico Hülkenberg erlebt noch Premieren in der Formel 1. Der Haas-Fahrer, der seit seinem Königsklassen-Debüt 2010 in 212 Grand Prix am Start war, wird an diesem Wochenende erstmals auf dem Autodromo Enzo e Dino Ferrari in Imola aktiv sein. Nicht einmal in Nachwuchsklassen war der Rheinländer zuvor auf dem Traditionskurs in Italien unterwegs. Die Strecke sei für ihn ein «unbeschriebenes Blatt», räumte der 36-Jährige am Donnerstag ein. Aber neue Dinge seien «immer aufregend.»

Hülkenberg über die Simulatorwelt: «Sehr faszinierend»

Hülkenberg, der den unrühmlichen Rekord für die meisten Rennen ohne Podestplatz hält, hat sich im Rennsimulator auf seine ersten Kilometer in Imola vorbereitet. Die Strecken werden mit Lasertechnik ganz genau vermessen, «jeder Bordstein, jeder Grashalm ist quasi eins zu eins» übernommen, erzählte er. «Von der Streckenführung kann man alles lernen, aber natürlich gibt es beim Fahrgefühl eine Diskrepanz zwischen Realität und Simulator», führte Hülkenberg aus, der schon vier Punktefahrten in den ersten sechs Rennen dieses Jahres hatte. «Die Simulatorwelt ist sehr faszinierend, sie bringt dich 80 oder 90 Prozent an die Strecke ran. Den Rest musst du live erledigen.»


Ballack: Ohne Hummels und Goretzka wurde «Reibung rausgenommen»

BERLIN: Julian Nagelsmann präsentiert einen EM-Kader ohne Mats Hummels und Leon Goretzka fehlen. Ein Ex-Kapitän hat dazu eine Meinung.

Durch die Nichtnominierung des früheren Weltmeisters Mats Hummels und von Leon Goretzka in den deutschen EM-Kader ist nach Ansicht von Ex-Kapitän Michael Ballack «die Reibung schon ein bisschen rausgenommen worden». Hummels gehöre leistungsmäßig in den Kader, sagte Ballack als Experte des Online-Senders MagentaTV: «Aber er ist ein Spieler, der den Finger in die Wunde legen würde, wenn's schlecht läuft. Und der vielleicht auch von der Öffentlichkeit dann gefordert würde. Leon Goretzka wäre auch so ein Typ. Die zwei hätten auch auf der Position 12 und 13 mitgenommen werden können. Aber das sieht Nagelsmanns Idee der Kaderzusammenstellung nicht vor.»

Bundestrainer Julian Nagelsmann hatte am Donnerstag seinen vorläufigen 27-Mann-Kader für die Heim-EM präsentiert. Hummels und Goretzka fehlen erwartungsgemäß in dem Aufgebot. Es sei ein «guter Mix» gefunden worden zwischen «sehr starken Persönlichkeiten, zwischen Persönlichkeiten, die sich auch unterordnen und die anderen pushen», sagte Nagelsmann. «In diesem Aufgebot steckt eine ganz klare Rollenverteilung und Absprache, wie sich jeder Spieler zu verhalten hat. Der Kader ist klar strukturiert in Alpha-Tiere und Spieler aus der 2. oder 3. Reihe», analysierte Ballack.


Dach abgetragen: Osnabrücker Stadion wieder komplett freigegeben

OSNABRÜCK: Die Stadt Osnabrück hat das komplette Stadion an der Bremer Brücke für das letzte Zweitliga-Saisonspiel zwischen dem VfL Osnabrück und Hertha BSC wieder freigegeben. Zwei Wochen nach der Sperrung der Arena für das Heimspiel gegen Schalke 04 kann der Tabellenletzte an diesem Sonntag (15.30 Uhr/Sky) doch noch einmal vor ausverkauftem Haus und unter Nutzung aller vier Tribünen spielen. Das gab der Verein am Donnerstag bekannt. Wegen Baumängeln an der Bremer Brücke hatte die Stadt wenige Tage vor dem Schalke-Spiel eine Nutzungsuntersagung für das gesamte Stadion ausgesprochen.


Slowakische Eishockey-Stars mit Gedanken an Ministerpräsidenten

OSTRAVA: Der slowakische Eishockeyverband hat das Attentat auf Ministerpräsident Robert Fico verurteilt. Die Nationalmannschaft werde bei der aktuell laufenden Weltmeisterschaft in Tschechien «das Land stolz vertreten», hieß es in einer Mitteilung vom Donnerstag. Das gesamte Eishockey-Team der Slowakei sendete dazu Genesungswünsche und zeigte sich überzeugt, dass Fico die schwierige Phase überstehen werde. Der Eishockey-Weltmeister von 2002 ist bei den Titelkämpfen in Ostrava auf Viertelfinal-Kurs. Am Mittwochabend bezwang der Olympia-Dritte die polnische Auswahl mit 4:0.


Fans sichern Fußballern Unterstützung bei Coming-out zu

BERLIN: Ein Fan-Zusammenschluss macht homosexuellen Fußballern in einem offenen Brief Mut. Ein Versprechen können die Anhänger nicht geben, etwas anderes dagegen schon.

In einem offenen Brief hat ein Fan-Zusammenschluss Profifußballern bei einem möglichen Coming-out Unterstützung zugesichert. Den Fans sei es egal, «wen Ihr liebt, mit wem Ihr eine Familie gründen wollt oder mit wem Ihr die Nächte verbringt», steht in dem Schreiben. Den Fans sei dagegen nicht egal, «mit welchen Sorgen, Ängsten und Unsicherheiten Ihr leben müsst», heißt es weiter. «Es ist uns nicht egal, wie viele Menschen unter innerer Isolation und psychischer Belastung zu leiden haben, weil in der Profi-Männerfußball-Blase immer noch das tabuisiert wird, was in anderen Lebensbereichen längst Normalität ist. Nämlich, dass viele Menschen einfach schwul, lesbisch, trans, inter, bi- oder asexuell, kurz: queer sind.»

Für den 17. Mai, den Internationalen Tag gegen Homophobie, hat der schwule Ex-Jugendnationalspieler Marcus Urban ein Gruppen-Coming-out im Profifußball angekündigt. In Deutschland hat noch kein aktiver männlicher Fußball-Profi seine Homosexualität öffentlich gemacht.

Jeder entscheide selbst über das Wann und Wo seines Coming-outs, schreiben die Fans. «Aber wenn es so weit ist, sind wir da. Wir werden Euren Mut anerkennen und Euch unterstützen. Wir können Euch leider nicht versprechen, dass alle homofeindlichen und diskriminierenden Äußerungen schlagartig aus den Stadien verschwinden. Aber wir versprechen Euch: Wir werden weder jetzt noch dann schweigen. Denn uns alle eint ein starkes Band: die Liebe zum Fußball.»


Schweizer Trainer Yakin traut DFB-Auswahl «alles» zu

BERLIN: Die Schweiz ist bei der Heim-EM der dritte Gruppengegner für die deutsche Nationalmannschaft. Der Schweizer Trainer hat eine hohe Meinung von der DFB-Auswahl.

Der Schweizer Nationaltrainer Murat Yakin traut Gruppengegner Deutschland bei der Fußball-EM im Sommer «alles» zu. «Wirklich alles», sagte der 49-Jährige in einem «Kicker»-Interview. «Deutschland ist eine Turniermannschaft, selbst wenn es zuletzt bei den Welt- und Europameisterschaften enttäuschende Resultate gab.» Die Schweiz trifft in der Vorrunde am 23. Juni in Frankfurt am letzten Spieltag der Gruppe A auf die deutsche Auswahl von Bundestrainer Julian Nagelsmann, die weiteren Gruppengegner zuvor sind Ungarn und Schottland.

Der Heimvorteil für die DFB-Auswahl könne «für eine Euphorie sorgen», sagte Yakin, einst selbst Bundesliga-Profi, der an diesem Freitag seinen Kader bekannt gibt. «Die Qualität der Einzelspieler ist bemerkenswert, einem Florian Wirtz beispielsweise schaue auch ich gerne zu. Aber es gibt auch Jamal Musiala, Ilkay Gündogan, Toni Kroos und viele mehr.»

Für Nagelsmann sei es «sehr interessant, für jeden dieser Topspieler die richtige Position zu finden», sagte Yakin. «Das muss ihm ja nicht gerade gegen uns im dritten Gruppenspiel gelingen.»


Schweinsteiger erwartet weitere BVB-Profis im EM-Kader

MÜNCHEN: Nico Schlotterbeck und Niclas Füllkrug sind im vorläufigen EM-Kader - für andere Profis von Champions-League-Finalist Borussia Dortmund wird es eng. Bastian Schweinsteiger hat eine klare Meinung.

Der ehemalige Weltmeister Bastian Schweinsteiger rechnet im EM-Kader von Bundestrainer Julian Nagelsmann mit weiteren Dortmunder Profis. Nach dem Einzug ins Finale der Champions League erwarte er, «dass bei der Nominierung des EM-Kaders ein paar BVB-Spieler zurückkehren werden, die im März nicht dabei waren. Ich denke da zum Beispiel an Emre Can», schrieb der 39-Jährige in einer Kolumne für den «Kicker» (Donnerstag). Dass Verteidiger Nico Schlotterbeck unter den Spielern ist, die bereits als EM-Fahrer bekannt gegeben wurden, habe ihn nicht verwundert. «Wie sich Schlotterbeck in den großen Spielen verhalten hat, war exzellent», urteilte der ehemalige Profi des FC Bayern München.

Außer Schlotterbeck ist bislang allerdings nur Angreifer Niclas Füllkrug unter den 18 Fußball-Profis von Borussia Dortmund, die bereits in den vorläufigen Kader zur Europameisterschaft berufen wurden. Auf verschiedenen Wegen und Kanälen hatte der DFB in den vergangenen Tagen Namen bekannt gegeben. Bis zu 26 Spieler dürfen am Heim-Turnier teilnehmen, das in einem Monat beginnt.

Zu den Profis mit Länderspiel-Erfahrung bei der Borussia zählen noch Mats Hummels, Niklas Süle, Julian Brandt und Karim Adeyemi. Bundestrainer Nagelsmann gibt seinen Kader 29 Tage vor dem Eröffnungsspiel gegen Schottland am (heutigen) Donnerstag um 13.00 Uhr bekannt.

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