Nachrichten aus der Sportwelt am Donnerstag

Fotomontage: DER FARANG
Fotomontage: DER FARANG

Vettel über Hamiltons Mercedes-Cockpit: «Sehe das nicht als Option»

SILVERSTONE: Sebastian Vettel macht sich keine Illusionen über ein mögliches Mercedes-Cockpit für die kommende Formel-1-Saison. Weltmeister Lewis Hamilton hat noch keinen Vertrag bei den Silberpfeilen für 2021. «Ich denke nicht, ich denke, er will weitermachen», sagte Vettel am Donnerstag auf die Frage, ob er vor dem Hintergrund der noch ungeklärten Zukunft des Briten Mercedes als Option für nächstes Jahr ansehe. «Ich wäre überrascht, wenn er nicht weitermachen würde. Ich denke nicht, dass es da Eile gibt. Wenn er bleibt, bleibt er bei Mercedes», befand Ferrari-Pilot Vettel. «Wenn nicht, hört er auf. Ich sehe das aber nicht als Option.»

Vettel muss Ferrari zum Jahresende verlassen. Mercedes hat am Donnerstag den Vertrag mit Hamiltons Teamkollege Valtteri Bottas für 2021 verlängert. Die Silberpfeile wollen aber auch mit dem britischen Weltmeister weitermachen. Vettel wird mit Racing Point, dem künftigen Aston-Martin-Werksteam, in Verbindung gebracht. «Von meiner Seite gibt es keine Neuigkeiten und nichts zu verkünden», sagte der 33-Jährige. «Das Wichtigste ist, dass ich mit meiner Wahl glücklich bin. Die Zeit wird es zeigen, was die Wahl ist.»


Siegemund scheidet im Tennis-Achtelfinale von Palermo aus

PALERMO: Tennisspielerin Laura Siegemund hat eine Überraschung beim WTA-Neustart in Palermo verpasst. Nach einer Satzführung verlor die Fed-Cup-Spielerin am Donnerstag im Achtelfinale gegen die favorisierte Estin Anett Kontaveit 6:3, 2:6, 2:6.


Da Costa baut Führung in Formel E aus

BERLIN: Antonio Felix da Costa aus Portugal fährt seinem ersten WM-Titel in der Formel E entgegen. Beim siebten Lauf auf dem Flughafen Tempelhof in Berlin dominierte der Techeetah-Pilot erneut souverän wie schon am Vortag die Konkurrenz. Der 28-Jährige siegte vor den beiden ehemaligen Weltmeistern Sebastien Buemi aus der Schweiz und dem brasilianischen Audi-Piloten Lucas di Grassi.


London-Marathon nur unter Corona-Bedingungen und nur für Profis

LONDON: Der traditionsreiche London-Marathon findet in diesem Jahr am 4. Oktober nur unter strengen Corona-Bedingungen und unter Ausschluss der Zuschauer und Amateurläufer statt. Wie der Veranstalter am Donnerstag mitteilte, wird auf einem abgesperrten Rundkurs im Londoner St. James Park lediglich das Profi-Rennen für die Männer, Frauen und Rollstuhlathleten ausgerichtet. Das Ergebnis gilt weiterhin für die Olympia-Qualifikation.


Starker Auftakt für Golfstar Kaymer bei PGA Championship

SAN FRANCISCO: Deutschlands Top-Golfer Martin Kaymer ist beim ersten Major-Turnier des Jahres hervorragend ins Turnier gestartet. Der 35-Jährige aus Mettmann spielte am Donnerstag bei der PGA Championship in San Francisco eine starke 66er-Runde und lag damit vorerst in den Top-Fünf.


Einen Tag nach Horror-Sturz: Ackermann verpasst Etappensieg in Polen

ZABRZE: Einen Tag nach dem schlimmen Sturz von Fabio Jakobsen zum Auftakt der Polen-Rundfahrt hat der deutsche Sprinter Pascal Ackermann den Sieg auf dem zweiten Teilstück über 151,5 Kilometer von Opole nach Zabrze knapp verpasst. Der Pfälzer musste sich am Donnerstag nur dem dänischen Weltmeister Mads Pedersen geschlagen geben. Dritter wurde der Italiener Davide Ballerini.


FC Sevilla und Wolverhampton im Europa-League-Viertelfinale

DUISBURG: Rekordsieger FC Sevilla steht im Viertelfinale der Europa League. Die Spanier setzten sich am Donnerstag im K.o.-Achtelfinale von Duisburg gegen den italienischen Fußball-Erstligisten AS Rom mit 2:0 (2:0) durch. Wegen der Corona-Pandemie hatte im März kein Hinspiel zwischen den beiden Mannschaften stattfinden können, so dass nur ein Spiel zur Entscheidung führte. In der nächsten Runde trifft Sevilla am kommenden Dienstag (11. August/21.00 Uhr) auf die Wolverhampton Wanderers, die ihr Rückspiel mit 1:0 (1:0) gegen Olympiakos Piräus gewannen.


Leverkusen im Europa-League-Viertelfinale - Frankfurt ausgeschieden

LEVERKUSEN: Bayer Leverkusen hat problemlos das Viertelfinale der Europa League erreicht. Der Fußball-Bundesligist gewann am Donnerstagabend mit 1:0 (0:0) gegen die Glasgow Rangers und trifft nun am Montag (21.00 Uhr) beim Finalturnier des Wettbewerbs in Düsseldorf auf Inter Mailand. Eintracht Frankfurt schied dagegen im Achtelfinal-Rückspiel beim FC Basel nach einem 0:1 (0:0) aus. Schon das Hinspiel vor der Corona-Zwangspause im März hatte die Eintracht deutlich mit 0:3 verloren.


Bundesliga-Fußball in Österreich bis Jahresende nur vor Heimfans

WIEN: Spiele in der österreichischen Fußball-Bundesliga finden bis Jahresende wegen der Corona-Krise ohne auswärtige Fans statt. Nur Anhänger der heimischen Clubs dürfen bei den Partien der Herbstsaison vom 11. September an in die Stadien, wie die Liga am Donnerstag bekannt gab. In der 2. Liga wurde bereits im Juli entschieden, dass bis auf weiteres keine Gästefans zugelassen sind.

Die Entscheidung sei nicht leicht gefallen, teilte der Vorstandsvorsitzende Christian Ebenbauer mit. «Fußball lebt von Emotion, nicht nur am Platz, sondern auch auf den Tribünen.» Zudem sind ab September maximal 10.000 Menschen einschließlich der Beschäftigten in einem Stadion erlaubt - je nach Größe und behördlicher Einschätzung auch deutlich weniger.


Corona-Pandemie: Deutscher Sportpresseball wird auf 2021 verschoben

FRANKFURT/MAIN: Der 39. Deutscher Sportpresseball wird um ein Jahr verschoben. Wie die Organisatoren am Donnerstag mitteilten, wird die Gala in der Alten Oper in Frankfurt nun am 6. November 2021 veranstaltet und nicht wie geplant am 7. November dieses Jahres. «Die Entscheidung ist den Veranstaltern des Balls - der Verband Deutscher Sportjournalisten und der Verein Frankfurter Sportpresse - nicht leichtgefallen», sagt Ball-Chef Jörg Müller. «Dennoch haben wir uns zum Schutz aller Beteiligten zu diesem Schritt entschlossen.»

Über allen Abwägungen und Alternativszenarien, den größten Ball Deutschlands unter extrem eingeschränkten Bedingungen doch noch zu realisieren, stehe die Gesundheit der rund 2500 Gäste und 1000 Mitwirkenden, hieß es in einer Mitteilung. «Das Risiko, ihr Wohlergehen auch bei Einhaltung aller Hygienemaßnahmen zu gefährden, ist aus unserer Sicht nicht zu rechtfertigen», sagte Müller. Höhepunkte beim Sportpresseball sind die prominenten Ehrungen «Legende des Sports», «Sportler/in mit Herz» und «Sportmedienpreis».


Wegen Corona: Kein Nationenpreis-Finale der Springreiter in Barcelona

BARCELONA: Das Nationenpreis-Finale der Springreiter in Barcelona ist wegen der Corona-Krise abgesagt worden. Das teilte der Weltreiter-Verband FEI am Donnerstag in Lausanne mit. Das Turnier war für den 2. bis 4. Oktober vorgesehen.


Braunschweiger Basketballer holen tschechischen Nationalspieler

BRAUNSCHWEIG: Die Basketball Löwen Braunschweig haben für die kommende Bundesliga-Saison den tschechischen Nationalspieler Martin Peterka verpflichtet. Das gab der Verein am Donnerstag bekannt. Der 25 Jahre alte Power Forward spielte zuletzt für den tschechischen Serienmeister ERA Basketball Nymburk und wurde mit seinem Nationalteam bei der WM 2019 in China überraschend Sechster.


Wechsel von Kruse zu Union Berlin fix

BERLIN/BREMEN: Der Wechsel des früheren Nationalspielers Max Kruse zum Fußball-Bundesligisten 1. FC Union Berlin ist fix. Das bestätigte der Verein am Donnerstag, nachdem zuvor das Portal «Deichstube» der «Kreiszeitung Syke» darüber berichtet hatte. Zuvor hatte Kruse seinem früheren Verein Werder Bremen eine Absage hinsichtlich einer Rückkehr erteilt, ein Engagement in der Bundesliga aber bestätigt. Vorbehaltlich des erfolgreichen Medizinchecks unterschreibt der 32-Jährige seinen Vertrag laut Union am Freitag.


Herthas zweiter Neuzugang: Zeefuik wechselt nach Berlin

BERLIN: Fußball-Bundesligist Hertha BSC hat zwei Tage nach dem Transfer von Alexander Schwolow den zweiten Neuzugang präsentiert. Die Berliner verpflichteten Deyovaisio Zeefuik vom niederländischen Erstligisten FC Groningen, wie der Verein auf seiner Webseite am Donnerstag bekanntgab. Der 22 Jahre alte Rechtsverteidiger, der 2018 von Ajax Amsterdam nach Friesland wechselte, erhält einen langfristigen Vertrag. Weitere Angaben zur Laufzeit machte der Club nicht.


Kölns Sportchef Heldt bestätigt grundsätzliches Interesse an Zieler

KÖLN/HANNOVER: Der beim Fußball-Zweitligisten Hannover 96 degradierte Weltmeister-Torwart Ron-Robert Zieler wird möglicherweise zu seinem Heimatclub 1. FC Köln zurückkehren. Kölns Sport- Geschäftsführer Horst Heldt bestätigte am Donnerstag in einer Medienrunde grundsätzliches Interesse am 31 Jahre alten Keeper, der in Hannover noch einen Vertrag bis 2023 besitzt. Im Falle dieses Wechsels müsste der 31-Jährige allerdings wohl Gehaltseinbußen hinnehmen und sich beim FC zunächst mit der Rolle der ambitionierten Nummer zwei hinter Stammkeeper Timo Horn begnügen.


Nach Rückenproblemen: Halstenberg trainiert wieder mit RB-Team

LEIPZIG: Nationalspieler Marcel Halstenberg von Fußball-Bundesligist RB Leipzig ist eine Woche vor dem Viertelfinale der Champions League gegen Atlético Madrid wieder ins Mannschaftstraining eingestiegen. Wie die Sachsen am Donnerstag auf ihrer Homepage mitteilten, hat der 28-Jährige die Einheit beschwerdefrei absolviert. Wegen Rückenproblemen konnte Halstenberg zuletzt nur individuell trainieren. RB-Trainer Julian Nagelsmann kann jetzt mit dem Außenverteidiger für das Spiel gegen Madrid am 13. August (21.00 Uhr/Sky) in Lissabon planen.


Nach Sturz von Radprofi: Auch Groenewegen operiert

AMSTERDAM: Nach dem schweren Crash des niederländischen Radprofis Fabio Jakobsen in Polen ist auch sein Landsmann und Sturzverursacher Dylan Groenewegen operiert worden. Groenewegen habe sich einem Eingriff am Schlüsselbein unterzogen, teilte der Direktor des Teams Jumbo-Visma, Richard Plugge, am Donnerstag auf der Homepage des Teams mit. Groenewegen hatte den schweren Sturz am Mittwoch verursacht.


Nach Sturz: Ärzte wollen Radsportler Jakobsen aus Koma holen

KATTOWITZ: Nach dem schweren Sturz des niederländischen Rennradfahrers Fabio Jakobsen beim Zielsprint der ersten Etappe der Polen-Rundfahrt wollen ihn die Ärzte langsam aus dem Koma aufwachen lassen. Wie ein Sprecher des Krankenhauses in Sosnowiec laut Nachrichtenagentur PAP am Donnerstag sagte, werde es das vermutlich erst am Freitag in den frühen Morgenstunden geschehen. Gegenwärtig sei der Zustand des Radrennfahrers, der eine fünfstündige Operation überstanden habe, stabil.


Eintracht-Trainer Hütters «Marschroute»: 0:3 in Basel umbiegen

FRANKFURT/MAIN: Eintracht Frankfurt will für eine weitere Überraschung in der Europa League sorgen. «Unsere Marschroute ist klar: Wir hoffen, dass wir das Ergebnis aus dem Hinspiel umbiegen können», bekräftigte Trainer Adi Hütter am Donnerstag (21.00 Uhr/RTL/DAZN) auf der Pressekonferenz vor dem Achtelfinal-Rückspiel beim FC Basel. Die Hinpartie hatte der Fußball-Bundesligist mit 0:3 verloren.

Die Eintracht muss ohne den gesperrten Mittelfeldspieler Djibril Sow antreten. Bei den Schweizer fehlt Stammtorwart Jonas Omlin aufgrund einer Oberschenkel-Verletzung. Für ihn wird Djordje Nikolic zwischen den Pfosten stehen.


40 Jahre nach Moskau: Autogrammwunsch für Ruder-Olympiasiegerin Köpke

POTSDAM: Die zweimalige Ruder-Olympiasiegerin Christiane Köpke hat 40 Jahre nach ihrem zweiten Gold im Achter noch einen Autogrammwunsch erhalten. Der New Yorker Chemie-Professor Paris Svoronos bat um die Unterschrift der Siegerin von 1976 in Montreal und 1980 in Moskau, da er von den Leistungen der Ruderinnen begeistert war, wie die «Märkische Allgemeine» (Donnerstag) schreibt. «Sie haben gezeigt, dass alles möglich ist, wenn das richtige Training und Engagement investiert wird», schrieb Svoronos, der gemeinsam mit seinen Studenten Autogramme von Olympioniken sammelt.

Köpke, die unter ihrem Mädchennamen Knetsch 1975 Weltmeisterin und ein Jahr später erstmals Olympiasiegerin wurde, freute sich darüber, dass Svoronos dem Autogrammwunsch ihr noch unbekannte Bilder beigefügt hat. «Das hat mich sehr gefreut und ist eine schöne Anerkennung meiner sportlichen Leistungen», sagte die heute 63 Jahre alte Brandenburgerin.

Bei den Spielen in Moskau, die von den meisten westlichen Staaten boykottiert wurden, holten die DDR-Ruderer in 14 Bootsklassen elfmal Gold, einmal Silber und zweimal Bronze.


Korrigiertes Ergebnis: Rast holt bei Formel-E-Premiere einen Punkt

BERLIN: Audi-Pilot René Rast hat bei seiner Saison-Premiere in der Formel E nachträglich einen Punkt gutgeschrieben bekommen. Der zweimalige DTM-Champion war beim Auftaktrennen des WM-Finales am Mittwoch auf dem elften Platz eingefahren, profitierte aber von einer nachträglichen Zurücksetzung von BMW-Pilot Maximilian Günther.

Der 33-Jährige hatte in der Endphase des spannenden Rennens einen Konkurrenten gedreht und wurde mit einer Durchfahrtssperre belegt. Da diese Strafe nicht mehr durchgeführt werden konnte, versetzte die Rennleitung Günther um einige Plätze nach hinten, so dass Rast auf Platz zehn vorrückte und einen Punkt erhielt, wie ein Audi-Sprecher auf Anfrage erklärte.

Nach der Unterbrechung der Saison aufgrund der Coronavirus-Pandemie werden die letzten sechs WM-Läufe bis zum 13. August auf dem Gelände des Flughafen Tempelhofs in Berlin ausgetragen. Das siebte Rennen der Saison findet am Donnerstagabend (19.00 Uhr/Eurosport) statt.


Ärztin: Verunglückter Radprofi Jakobsen nicht in Lebensgefahr

KATTOWITZ: Der schwer verunglückte Radprofi Fabio Jakobsen ist nach Angaben der Rennärztin Barbara Jerschina nicht mehr in Lebensgefahr. «Jacobsen hat eine Operation überstanden, sein Leben ist nicht mehr bedroht», sagte Jerschina am Donnerstag nach Angaben der polnischen Nachrichtenagentur PAP. Neben dem 23 Jahre alten Niederländer würden noch drei weitere Radprofis in Krankenhäusern behandelt, sagte die für die Polen-Rundfahrt zuständige Medizinerin Dass sich Jakobsens Landsmann Dylan Groenewegen, der den Unfall verursacht hatte, ebenfalls eine Verletzung zugezogen haben soll, konnte Jerschina nicht bestätigen.


Radprofi Geschke kritisiert Rennveranstalter: Jedes Jahr dasselbe

KATTOWITZ: Radprofi Simon Geschke hat nach dem schweren Sturz des Niederländers Fabio Jakobsen die Veranstalter der Polen-Rundfahrt heftig kritisiert. «Jedes Jahr derselbe dumme Bergab-Sprint bei der Polen-Rundfahrt. Jedes Jahr frage ich mich, warum die Organisatoren denken, das sei eine gute Idee», schrieb der 34 Jahre alte gebürtige Berliner auf Twitter. «Massensprints sind gefährlich genug, man braucht kein Bergab-Finale mit 80 km/h», ergänzte Geschke.


Mercedes verlängert Vertrag mit Formel-1-Pilot Bottas für 2021

SILVERSTONE: Weltmeisterteam Mercedes setzt auch in der kommenden Formel-1-Saison auf Valtteri Bottas.

Der Rennstall gab am Donnerstag vor dem Grand Prix in Silverstone die Vertragsverlängerung mit dem 30-jährigen Finnen für 2021 bekannt. Bottas war zur Saison 2017 als Nachfolger des zurückgetretenen Nico Rosberg von Williams gekommen und ist seitdem Teamkollege von Lewis Hamilton. Mit dem britischen Weltmeister will Mercedes ebenfalls die Zusammenarbeit fortsetzen. «In diesem Jahr erleben wir den bislang stärksten Valtteri - sowohl mit Blick auf seine Leistung auf der Rennstrecke als auch physisch und mental», befand Mercedes-Teamchef Toto Wolff.


Perez beendet Quarantäne: Formel-1-Pilot Hülkenberg muss warten

SILVERSTONE: Nach dem Corona-Fall Sergio Perez ist Nico Hülkenberg wegen eines möglichen Einsatzes beim zweiten Formel-1-Wochenende in Silverstone auf die Geduldsprobe gestellt worden. Rennstall Racing Point teilte am Donnerstag mit, dass Perez den englischen Gesundheitsbehörden zufolge seine Quarantäne beendet hat. Für eine Rückkehr ins Fahrerlager muss der Mexikaner einen negativen Corona-Test vorweisen. Dieser war für Donnerstag geplant. Der Rennstall will daher noch am selben Tag oder am Freitagmorgen über den Einsatz des zweiten Fahrers neben Lance Stroll entscheiden.


Spahn zu DFL-Rückkehrkonzept: «Entscheidend ist auf dem Platz»

BERLIN: Bundesgesundheitsminister Jens Spahn hat das Konzept zur Teilzulassung von Zuschauern in der Fußball-Bundesliga begrüßt, pocht aber auf passgenaue Corona-Schutz-Lösungen für jedes Stadion. Das Konzept der Deutschen Fußball Liga (DFL) etwa zu Abstandsregeln und der An- und Abreise sei «ein sehr gutes», sagte der CDU-Politiker am Donnerstag in Berlin. Es komme aber auf die «gelebte Realität» an und dass Konzepte mit örtlichen Behörden auf das jeweilige Stadion angepasst werden. «Entscheidend ist auf dem Platz.» Beispielsweise mache es einen Unterschied bei der An- und Abreise, ob 5000 oder 30.000 Menschen im großen Dortmunder Stadion sitzen.


Gesundheitspolitiker Lauterbach kritisiert DFL-Rückkehrkonzept

KÖLN: Der SPD-Gesundheitspolitiker Karl Lauterbach hat das Rückkehrkonzept der Deutschen Fußball Liga (DFL) für Fans in Stadien nach Monaten des Einlassverbots wegen der Corona-Pandemie kritisiert. Der Vorstoß der DFL sei «überhaupt nicht angemessen», sagte der Politiker in der Sendung «Maischberger - Die Woche». Das Konzept sei nicht sicher, weil niemand eine sichere An- und Abreise der Fans garantieren könne. Lauterbach mahnte, dass sich Deutschland am Anfang einer zweiten Welle befinde.


UEFA-Chef Ceferin: Proteste gegen Rassismus werden akzeptiert

NYON: Die UEFA hat Fußballer ausdrücklich zu Protesten gegen Rassismus und Diskriminierung ermutigt - entsprechende Statements oder das symbolische Niederknien sollen nicht sanktioniert werden. «Die UEFA hat eine Null-Toleranz-Politik gegenüber Rassismus, und jeder Spieler, der auf diese Weise protestieren will, um Gleichheit unter den Menschen zu fordern, muss nicht mit Disziplinarstrafen rechnen», sagte Aleksander Ceferin, der Präsident der Europäischen Fußball-Union, in einem Statement.


BVB-Chef Watzke setzt kurze Frist für Sancho-Wechsel - Kein Angebot

DORTMUND: Borussia Dortmund hat Jadon Sancho und möglichen Interessenten an einem Transfer eine kurze Frist gesetzt. Manchester United gilt als Wunschziel des 20 Jahre alten englischen Offensivspielers, für den der Fußball-Bundesligist jedoch rund 120 Millionen Euro Ablösesumme verlangen soll. «Es hat nie ein Angebot für Jadon gegeben. Aber es gibt von uns halt die prophylaktische Ansage, was mindestens gezahlt werden müsste», wird BVB- Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke von der «Süddeutschen Zeitung» (Donnerstag) zitiert.


Hoeneß im Alaba-Poker: «Letzte Million nicht so wichtig»

MÜNCHEN: Uli Hoeneß rät David Alaba zur Vertragsverlängerung beim FC Bayern München. «Ich kann aus eigener Erfahrung sagen, dass die letzte Million nicht so wichtig ist», sagte der Ehrenpräsident des deutschen Rekordmeisters in einem DAZN-Interview und gab sich zuversichtlich. «Bis jetzt habe ich noch keinen erlebt, der von uns weggegangen ist. Er wäre der erste.» Der FC Bayern hofft, dass Alaba seinen im kommenden Sommer auslaufenden Vertrag verlängert. Aktuell gibt es keine Einigung. Der «Kicker» (Donnerstag) berichtet aber von einem positiven Trend zur Verlängerung des Kontrakts.


1. FC Nürnberg holt Tobias Schweinsteiger ins Trainerteam

NÜRNBERG: Der 1. FC Nürnberg baut sein Trainerteam weiter um. Co-Trainer Tobias Schweinsteiger (38), Athletiktrainer Tobias Dippert (38) und Torwarttrainer Dennis Neudahm (33) unterstützen künftig den neuen Cheftrainer Robert Klauß. Wie der Fußball-Zweitligist am Donnerstag zum Trainingsauftakt mitteilte, wird das Trio zeitnah seine Arbeit aufnehmen. Bereits zum Team gehören Co-Trainer Frank Steinmetz und Videoanalyst Maurizio Zoccola. Der prominenteste Neue ist Tobias Schweinsteiger. Der Bruder von 2014er Weltmeister Bastian Schweinsteiger arbeitete zuletzt als Assistent beim Hamburger SV.


Trotz starker Leistung von Draisaitl: Edmonton wieder in Rückstand

EDMONTON: Trotz einer starken Leistung von Leon Draisaitl sind die Edmonton Oilers in der Qualifikations-Serie für die Playoffs der nordamerikanischen Eishockey-Liga NHL wieder in Rückstand geraten. Der deutsche Superstar traf am Mittwoch (Ortszeit) beim 3:4 (1:2, 2:0, 0:2) gegen die Chicago Blackhawks zwar zwei Mal und legte einen weiteren Treffer auf, doch die Kanadier kassierten im dritten Spiel der Best-of-Five-Serie ihre zweite Niederlage. Bei einer weiteren Niederlage ist das Aus der Oilers besiegelt.

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