Nachrichten aus der Sportwelt am Donnerstag

Collage: DER FARANG
Collage: DER FARANG

Olympiasieger Wolff nicht mehr Trainer der Oranje-Bahnradsprinter

ERFURT: Olympiasieger René Wolff aus Erfurt muss nach nur einem Jahr seinen Posten als niederländische Nationaltrainer der Bahnrad-Sprinter wieder räumen. Der am 31. Januar 2023 auslaufende Vertrag werde nicht verlängert, teilte der Verband KNWU am Donnerstag mit. Wolff hatte am 1. Februar zum zweiten Mal die Position als Nationaltrainer übernommen.


Ex-Präsident Hörmann rechtfertigt hohe Beraterkosten

STUTTGART: Der frühere DOSB-Präsident Alfons Hörmann hat die Kosten von rund 700.000 Euro für Berater, Rechtsanwälte und Gutachten gerechtfertigt, die im Zuge der Führungskrise im Deutschen Olympischen Sportbund ausgegeben wurden. «Dieser Betrag entspricht gerade mal 1,5 Prozent des Jahresetats des DOSB. Ich habe 2013 einen Verband übernommen, der wirtschaftlich extrem schwach aufgestellt war», sagte Hörmann im Interview der «Stuttgarter Zeitung» und den «Stuttgarter Nachrichten» (Freitag). In der Schlussphase seiner DOSB-Zeit stand Hörmann wegen eines anonymen Schreibens, in dem seine Führungskultur angeprangert worden war, stark unter Druck. Die hohen Beraterkosten kritisierte zuletzt die Prüfkommission, die den Fall Hörmann untersucht und ihr Ergebnis vor vier Wochen vorgelegt hat.


UEFA ermittelt gegen Juventus wegen Finanz-Verstößen

TURIN: Die Europäische Fußball-Union UEFA hat ein formelles Ermittlungsverfahren gegen Italiens Rekordmeister Juventus Turin eingeleitet. Grund seien mögliche Verstöße gegen die Bestimmungen zur Clublizenzierung und zum Financial-Fair-Play, teilte die UEFA am Donnerstag mit. Die Untersuchungen finden durch die Erste Kammer des Club Financial Control Body (CFCB) der UEFA. Hintergrund sind Ermittlungen der Staatsanwaltschaft Turin und der italienischen Börsenaufsichtsbehörde gegen den Club. Am Montagabend war der Juventus-Vorstand mit Präsident Andrea Agnelli an der Spitze zurückgetreten und hatte mit dem Schritt auf die finanzielle Schieflage des Vereins und staatsanwaltschaftlichen Ermittlungen wegen möglicher Bilanzfälschung reagiert.


Weltmeisterin Hermann Zweite beim Skeleton-Weltcup in Park City

PARK CITY: Weltmeisterin Tina Hermann ist beim Skeleton-Weltcup in Park City auf Rang zwei gefahren. Auf der Olympia-Bahn von 2002 musste sie am Donnerstag nur der Kanadierin Mirela Rahneva den Vortritt lassen. Nach zwei Läufen hatte Hermann vom WSV Königssee eine Zehntelsekunde Rückstand. Die Junioren-WM-Zweite Susanne Kreher vom BSC Sachsen Oberbärenburg kam hinter der Britin Laura Deas auf Rang vier. Peking-Olympiasiegerin Hannah Neise aus Winterberg, die das Auftaktrennen vor einer Woche in Whistler gewann, landete auf Rang sechs.


SC Magdeburg holt Punkt beim FC Porto

PORTO: Der deutsche Handball-Meister SC Magdeburg hat im zweiten Champions-League-Duell gegen den FC Porto ein Remis geholt. Am Donnerstagabend kam das Team in Portugal zu einem 31:31 (16:12). Die Magdeburger verpassten nach schwachem Start in die zwei Hälfte noch den Sieg. Bester Schütze in der Mannschaft von Trainer Bennet Wiegert war Omar Ingi Magnusson mit sieben Toren. In der Tabelle liegt der SCM weiter auf Rang drei.


Löwen-Handballer schlagen Gummersbach - Göppingen holt einen Punkt

GUMMERSBACH: Die Rhein-Neckar Löwen haben den dritten Platz in der Handball-Bundesliga erfolgreich verteidigt. Die Mannschaft von Trainer Sebastian Hinze setzte sich am Donnerstag mit 32:29 (18:16) beim Aufsteiger VfL Gummersbach durch. In überragender Form zeigte sich dabei Juri Knorr. Der Nationalspieler kam auf 15 Treffer für die Gäste. Ganz stark beim VfL agierte Schlussmann Tibor Ivanisevic, der 20 Paraden zeigte. Markus Baur feierte derweil bei seinem Einstand als Trainer von Frisch Auf Göppingen einen Teilerfolg. Trotz eines 9:16 zur Pause holten die Schwaben noch ein 26:26 gegen den HSV Hamburg. Baur, der 2007 als Spieler Weltmeister war, hatte die Mannschaft erst am Mittwoch von Hartmut Mayerhoffer übernommen.

Alba Berlin setzt Niederlagenserie gegen Barcelona fort

Berlin (dpa) ­­- Alba Berlin hat seinen Negativlauf in der Basketball-Euroleague fortgesetzt und die achte Niederlage in Serie kassiert. Am Donnerstagabend unterlag der deutsche Meister daheim vor 8916 Zuschauern dem Favoriten FC Barcelona trotz großen Kampfes knapp mit 86:88 (46:45). Damit steckt Alba weiter im Tabellenkellerfest. Beste Berliner Werfer waren Tamir Blatt mit 17 und Jaleen Smith mit 15 Punkten.


Nationalmannschaft bei Fußball-WM ausgeschieden

AL-CHAUR: Die deutsche Fußball-Nationalmannschaft ist bei der WM in Katar schon nach der Gruppenphase ausgeschieden.

Das 4:2 (1:0) gegen Costa Rica am Donnerstag in Al-Chaur war für die DFB-Auswahl zu wenig für ein Weiterkommen.


Skirennfahrer Weidle und Dreßen in Übersee - Kombinierer in Norwegen

LAKE LOUISE: Deutschlands beste Abfahrerin Kira Weidle startet in ihren Weltcup-Winter. Im kanadischen Lake Louise steht für die Damen-Riege um Italiens Superstar Sofia Goggia am Freitag (20.00 Uhr/sportschau.de und Eurosport) die erste Schussfahrt der Saison an. Weidle wartet immer noch auf ihren ersten Sieg. Die deutschen Speed-Herren um Rückkehrer Thomas Dreßen wollen in Beaver Creek in den USA ihre nächsten Weltcup-Punkte sammeln.

Für die Kombiniererinnen steht im norwegischen Lillehammer zunächst das Skispringen von der Normalschanze und ein Fünf-Kilometer-Langlaufrennen an. Die Loipen-Spezialisten sind ebenfalls in Lillehammer über zehn Kilometer gefordert. Die Bobfahrer stürzen sich in Park City in den Eiskanal.


Marathon-Weltrekordler startet in Boston

FRANKFURT/MAIN: Weltrekordler Eliud Kipchoge wird am 17. April 2023 beim Boston-Marathon an den Start gehen. Dies teilte sein Management am Donnerstag mit. Der Doppel-Olympiasieger hat das Ziel, alle sechs Majors-Marathons zu gewinnen. In Berlin, London, Chicago und Tokio hat er bereits Siege gefeiert. Es fehlen dem 38 Jahre alten Kenianer nur noch Erfolge in Boston und New York. Insgesamt gewann er in seiner Karriere 15 seiner 17 Marathonläufe.


Erster Arbeitstag: Max Eberl startet bei RB Leipzig

LEIPZIG: Max Eberl hat als Geschäftsführer Sport zwei Wochen eher als geplant seine Arbeit beim Fußball-Bundesligisten RB Leipzig aufgenommen. Der 49-Jährige wurde am Donnerstag von Florian Scholz, dem kaufmännischen Leiter Sport, offiziell empfangen. Beim Wiedersehen mit seinem ehemaligen Gladbacher Coach Marco Rose gab es ein längeres Vier-Augen-Gespräch, ehe Eberl die Geschäftsstelle und die Akademie am Cottaweg besichtigte. Zudem gab es ein erstes Treffen mit der Mannschaft inklusive Trainerteam und Betreuer.


VfB-Ehrenpräsident Staudt befürwortet externe Nachfolgelösungen

STUTTGART: Ehrenpräsident Erwin Staudt lehnt nach dem Aus von Sven Mislintat interne Nachfolgelösungen auf den zentralen Führungspositionen im sportlichen Bereich des VfB Stuttgart ab. «Es ist wichtig, externe Personen zu holen», sagte der 74-Jährige der Deutschen Presse-Agentur am Donnerstag über die zu besetzende Sportdirektoren- und Trainer-Stelle. «Der Verein musste handeln, denn er ist zum zweiten Mal in die Misere gerutscht.» Der Tabelle-16. der Fußball-Bundesliga und der bisherige Sportdirektor Mislintat hatten sich tags zuvor getrennt.


Leverkusener Paulinho zurück nach Brasilien

LEVERKUSEN: Fußball-Bundesligist Bayer Leverkusen plant von sofort an ohne Mittelfeldspieler Paulinho. Der 22 Jahre alte Offensivakteur wechselt bis zu seinem Vertragsende am 30. Juni 2023 auf Leihbasis zum brasilianischen Erstligisten Atlético Mineiro. Dies teilte Bayer am Donnerstag mit. Nach viereinhalb Jahren im Rheinland mit nur 79 Pflichtspieleinsätzen und neun Toren kehrt der Brasilianer damit zurück in seine Heimat.


Skirennfahrer Jocher fehlt nach Trainingssturz mehrere Wochen

BEAVER CREEK: Skirennfahrer Simon Jocher hat sich bei einem Trainingssturz im amerikanischen Beaver Creek eine Gehirnerschütterung sowie eine Lungen- und Rippenprellung zugezogen. Der 26 Jahre alte Sportsoldat vom SC Garmisch muss «mehrere Wochen» pausieren, wie der Deutsche Skiverband am Donnerstag mitteilte. Bei den Abfahrten und dem Super-G an diesem Wochenende wird der Oberbayer auf jeden Fall fehlen. Mitte Dezember in Gröden und kurz vor Silvester in Bormio stehen für die Schnellsten der Alpinen noch zwei weitere Rennwochenenden in diesem Jahr an.


Schweiz-Coach Yakin: Erkältete Sommer und Elvedi fit für Serbien

DOHA: Die Bundesliga-Profis Yann Sommer und Nico Elvedi stehen der Schweiz im letzten Gruppenspiel bei der Fußball-WM in Katar trotz leichter Erkältungen wohl zur Verfügung. «Sie hatten eine unruhige Nacht, aber sind für morgen fit», sagte Trainer Murat Yakin am Donnerstag. Im Training am Vormittag hatten der Torhüter und der Innenverteidiger von Borussia Mönchengladbach gefehlt. Auch Ex-Bayern-Spieler Xherdan Shaqiri (Chicago Fire) und Salzburgs Noah Okafor, die gegen Brasilien zuletzt angeschlagen ausgefallen waren, sind laut Yakin wieder einsatzbereit.

Die Schweizer kämpfen gegen Serbien am Freitag (20.00 Uhr/ZDF und MagentaTV) um den Einzug ins Achtelfinale. In den ersten beiden Vorrundenpartien gegen Kamerun (1:0) und Brasilien (0:1) spielten der 33-jährige Sommer und der 26-jährige Elvedi jeweils über die volle Distanz. Sollten sie gegen Serbien doch ausfallen, dürften Gregor Kobel von Borussia Dortmund im Tor und der frühere Hoffenheimer Fabian Schär (Newcastle United) in der Abwehr die ersten Alternativen sein.


Trainer wehrt sich gegen Kritik: «Für Serbien ist nichts verloren»

DOHA: Serbiens Trainer Dragan Stojkovic hat sich vor dem entscheidenden Vorrunden-Spiel gegen die Schweiz gegen die massive Kritik in der Heimat an den bisherigen Leistungen bei der Fußball-WM gewehrt. «Für Serbien ist hier nichts verloren. Ich weiß nicht, was die Leute von uns erwartet haben: Dass wir gegen Brasilien gewinnen und ins Finale durchmarschieren?», sagte der frühere Starspieler von Olympique Marseille und Roter Stern Belgrad am Donnerstag bei seiner Pressekonferenz zu diesem Spiel (Freitag, 20.00 Uhr/ZDF und Magenta TV).

Nach dem 0:2 gegen Brasilien und dem 3:3 gegen Kamerun brauchen die Serben gegen die Schweiz einen Sieg, um sich noch für das Achtelfinale zu qualifizieren. «Wir wussten seit der Auslosung, dass Brasilien in dieser Gruppe in einer anderen Liga spielt und dass wir, die Schweiz und Kamerun dahinter den zweiten Platz ausspielen. Das heißt: Was alle erwartet haben, ist jetzt eingetreten. Unser drittes Spiel gegen die Schweiz wird das entscheidende sein», sagte Stojkovic.

Sein von einer Fußverletzung gehandicapter Starstürmer Dusan Vlahovic von Juventus Turin könnte am Freitag zum ersten Mal bei dieser WM von Beginn an spielen. «Vlahovic ist bereit für das Spiel. Es geht ihm deutlich besser als an dem Tag, an dem wir in Doha ankamen», sagte der Trainer.


Ex-Weltmeister Felix Sturm kehrt in den Boxring zurück

STUTTGART: Der fünffache Box-Weltmeister Felix Sturm wird seine Laufbahn noch nicht beenden. Er wird am 18. Februar in Stuttgart in den Ring zurückkehren, verriet er am Donnerstag. Sein großes Ziel ist der sechste Titel. Im März hatte der 43-Jährige gegen Istvan Szili den Ausscheidungskampf verloren und somit die Chance auf einen weiteren WM-Titel verpasst. Es ist jedoch noch nicht klar, ob der Ungar einem Rückkampf zustimmen wird.


Bayern-Fußballerinnen verpflichten norwegische Nationalspielerin

MÜNCHEN: Die Fußballerinnen des FC Bayern München haben die norwegische Nationalspielerin Tuva Hansen verpflichtet. Die 25 Jahre alte Verteidigerin kommt zum neuen Jahr von Meister SK Brann Kvinner und unterschreibt bei den deutschen Vizemeisterinnen einen Vertrag bis 2026, teilte der Club am Donnerstag mit. Hansen ist eine flexibel einsetzbare Abwehrspielerin und kann auf der rechten wie auch auf der linken Seite spielen.


Schröders Lakers erholen sich in NBA - Royaler Sieg für Celtics

LOS ANGELES: Die Los Angeles Lakers haben sich von ihrem Einbruch gegen die Indiana Pacers erholt und ihr Heimspiel gegen die Portland Trail Blazers in der NBA gewonnen. Angeführt von Superstar LeBron James holte das Team um Basketball-Nationalspieler Dennis Schröder am Mittwochabend ein 128:109. Zwei Tage zuvor hatte das Team im Schlussviertel eine 17-Punkte-Führung noch verspielt. Für die Lakers war es der achte Saisonsieg. James war mit 31 Punkten bester Werfer der Partie, Schröders Ausbeute waren sechs Punkte, fünf Vorlagen und ein Rebound. Moritz und Franz Wagner verloren mit den Orlando Magic schon zum 17. Mal in dieser Saison und kassierten ein 108:125 gegen die Atlanta Hawks. Franz Wagner war mit 22 Punkten bester Werfer seines Teams.


Draisaitl mit drei Scorerpunkten bei Oilers-Sieg in Chicago

CHICAGO: Angeführt vom Spitzen-Duo Leon Draisaitl und Connor McDavid haben die Edmonton Oilers in der NHL den dritten Sieg in Serie eingefahren. Beim 5:4 gegen die Chicago Blackhawks erzielte der Eishockey-Nationalspieler aus Köln am Mittwochabend (Ortszeit) seine Saisontore 14 und 15 und bereitete zudem den Treffer von McDavid vor, der seinerseits noch eine Vorlage hatte. Im Duell zweier deutscher NHL-Profis hatte JJ Peterka das bessere Ende für sich. Beim 5:4 seiner Buffalo Sabres vergab er im Penalty-Schießen zwar seinen Versuch, konnte im Gegensatz zu Moritz Seider von den unterlegenen Detroit Red Wings aber trotzdem jubeln. Tim Stützle verlor mit den Ottawa Senators unterdessen 1:3 gegen die New York Rangers.


Nach Präsidentenwahl: Grill wird ISSF-Generalsekretär

SHARM EL-SHEIKH: Willi Grill aus Vilshofen ist zum neuen Generalsekretär des Weltschießverbandes ISSF gewählt worden. Auf Vorschlag des neuen Präsidenten Luciano Rossi aus Italien wurde der erfahrene Sportfunktionär, der bereits seit vielen Jahren in der technischen Kommission mitarbeitet, auf der ersten Sitzung des Exekutivkomitees in Sharm El-Sheikh bestätigt. Der Italiener Rossi hatte sich zuvor in einer Kampfabstimmung beim ISSF-Kongress in Ägypten gegen den russischen Oligarchen und Amtsinhaber Wladimir Lisin knapp durchgesetzt und wurde zum Präsidenten gewählt.


Nach tödlichem Unfall mit Radprofi Rebellin: Polizei sucht Lkw-Fahrer

MONTEBELLO VICENTINO: Nach dem tödlichen Unfall des ehemaligen Radprofis und Team-Gerolsteiner-Fahrers Davide Rebellin sucht die Polizei nach dem Fahrer des involvierten Lastwagens. Dieser hatte den bisherigen Erkenntnissen zufolge am Mittwochvormittag den 51-Jährigen überfahren - Rebellin starb noch an der Unfallstelle in der norditalienischen Gemeinde Montebello Vicentino. Zunächst wurde spekuliert, dass der Fahrer des Lastwagens den Unfall nicht bemerkt habe. Die italienische Nachrichtenagentur Ansa berichtete am Donnerstag aber, dass auf Videoaufnahmen der Überwachungskamera eines Restaurants gleich neben der Unfallstelle zu sehen sei, wie der Lkw nach der Kollision auf den Parkplatz fuhr und diesen über dieselbe Einfahrt wieder verließ. Die Behörden gingen deshalb davon aus, dass der Lenker des Lasters den am Boden liegenden Rebellin oder dessen zerstörtes Fahrrad gesehen haben müsste.


Basketballer spielen WM-Qualifikation gegen Schweden in Frankfurt

FRANKFURT/MAIN: Die bereits für die Weltmeisterschaft 2023 qualifizierten deutschen Basketballer bestreiten ihr letztes Heimspiel der Ausscheidung in Frankfurt/Main. Wie der Deutsche Basketball-Bund (DBB) am Donnerstag mitteilte, wird die Partie gegen Schweden am 24. Februar um 19.30 Uhr angepfiffen. Der EM-Dritte ist Tabellenführer der Qualifikationsgruppe J und hatte sich die Teilnahme am WM-Turnier vom 25. August bis zum 10. September 2023 in Indonesien, Japan und auf den Philippinen vorzeitig durch einen Heimsieg gegen Finnland gesichert. Zum Abschluss der Qualifikation spielt das Team von Bundestrainer Gordon Herbert am 27. Februar bei den aktuell punktgleichen Finnen.


Ironman-WM: Männer-Rennen 2023 nicht auf Hawaii

KAILUA-KONA: Das Männer-Rennen um die Ironman-Weltmeisterschaft wird 2023 nicht auf Hawaii stattfinden. Das kündigte der Veranstalter in der Nacht auf Donnerstag an und begründete den Entschluss mit den Erfahrungen aus der WM in diesem Jahr. Die Rennserie bricht damit mit einer weiteren Tradition, nachdem bereits in diesem Jahr erstmals die Rennen der Männer und der Frauen getrennt an zwei Tagen gestartet worden waren. Grund dafür waren die hohen Teilnehmerzahlen gewesen, nachdem es wegen der Corona-Pandemie 2020 und 2021 auf Hawaii keine WM gegeben hatte. Die WM von 2021 war im Mai dieses Jahres in St. George in den USA nachgeholt worden. 2023 wird es am Geburtsort des Ironman demnach am 14. Oktober nur das Rennen der Frauen geben. Wo die WM-Entscheidung der Männer über die 3,86 Kilometer Schwimmen, 180,6 Kilometer Radfahren und 42,2 Kilometer Laufen fallen wird, ist noch offen.


Reis ordnet Trainerstab neu: Büskens nicht mehr beim Profiteam

GELSENKIRCHEN: Chefcoach Thomas Reis hat beim FC Schalke 04 zum Start der Vorbereitung für den nächsten Saisonabschnitt in der Fußball-Bundesliga die Aufgabenverteilung im Trainerteam neu geordnet. Wie der Verein am Donnerstag mitteile, soll Mike Büskens, der den Revierclub in der Vorsaison als Trainer zurück in die Bundesliga führte und in dieser Spielzeit weiterhin dem Trainerstab angehörte, künftig die Partien der Lizenzmannschaft nicht mehr von der Seitenlinie aus begleiten. Demnach soll Büskens nunmehr als «Verbindungstrainer» fungieren und vermehrt bei der Betreuung von Nachwuchsspielern zum Einsatz kommen.


Deutsche Biathletinnen feiern Staffel-Platz zwei hinter Schweden

KONTIOLAHTI: Die deutschen Biathletinnen sind im Auftakt-Staffelrennen auf das Podest gelaufen und haben Rang zwei belegt. Im finnischen Kontiolahti mussten sich die in dieser Besetzung noch nie gestarteten Anna Weidel, Sophia Schneider, Vanessa Voigt und Denise Herrmann-Wick nur Schweden geschlagen geben. Schlussläuferin Herrmann-Wick sicherte auf den letzten Metern mit einem energischen Schlussspurt den Erfolg. Rang drei ging an Norwegen. Die Deutschen brauchten am Donnerstag sechs Nachlader und hatten nach den 4x6 Kilometern 28,1 Sekunden Rückstand auf die Schwedinnen.


Gladbacher Sommer und Elvedi fehlen erkältet im Training der Schweiz

DOHA: Der Schweiz droht bei ihrem letzten Gruppenspiel bei der Fußball-WM in Katar der Ausfall von zwei defensiven Leistungsträgern. Torhüter Yann Sommer und Verteidiger Nico Elvedi vom Bundesligisten Borussia Mönchengladbach fehlten im Training am Donnerstag wegen einer Erkältung, wie die Eidgenossen mitteilten. Bei der Pressekonferenz am Nachmittag soll statt des ursprünglich vorgesehenen Sommer neben Trainer Murat Yakin der frühere Dortmunder Manuel Akanji Fragen beantworten.

Die Schweizer kämpfen gegen Serbien am Freitag (20.00 Uhr/ZDF und MagentaTV) um den Einzug ins Achtelfinale. In den ersten beiden Vorrundenpartien gegen Kamerun (1:0) und Brasilien (0:1) spielten der 33-jährige Sommer und der 26-jährige Elvedi jeweils über die volle Distanz. Im Tor dürfte Gregor Kobel von Borussia Dortmund die erste Alternative sein, in der Abwehr der frühere Hoffenheimer Fabian Schär (Newcastle United).


Ukrainischer Kanute versteigert olympische Goldmedaillen

LAGUNA NIGUEL: Der ukrainische Kanu-Olympiasieger Juri Tscheban versteigert seine Olympia-Medaillen zugunsten einer Hilfsorganisation für die südukrainische Stadt Mykolajiw. Auf der Online-Plattform des Auktionshaus SCP Auctions aus dem kalifornischen Laguna Niguel werden noch bis zum 10. Dezember die zwei Goldmedaillen von den Spielen 2012 in London und 2016 in Rio de Janeiro sowie die Bronzemedaille von 2008 in Peking angeboten. «Meine olympischen Medaillen spielen keine Rolle, wenn die Ukraine diesem Kampf für Freiheit und Unabhängigkeit nicht standhalten kann», erklärte der 36-Jährige schriftlich auf Anfrage der Nachrichtenagentur AP.

Für die Goldmedaillen ist ein Mindestgebot von 10.000 Dollar (ca. 9656 Euro) festgesetzt, für die Bronzemedaille die Hälfte. AP zufolge rechnet das Auktionshaus mit jeweils rund 75.000 Dollar für die Goldmedaillen. Der Erlös soll dann dem Olympic Circle Charity Fund und über diesen der Stadt Mykolajiw zugutekommen. «Im Moment sind friedliche ukrainische Städte ohne Strom, Krankenhäuser, Schulen, Geschäfte. Die Leute frieren in ihren eigenen Wohnungen und ein Teil meiner Familie versucht, unter diesen Bedingungen zu leben und zu arbeiten», sagte Tscheban.

Mit der Versteigerung seiner Medaillen möchte er nach eigener Aussage dazu beitragen, dass die Ukraine den Angriffskrieg Russlands beenden kann. Er sei «pessimistisch», dass der Sport allein die Angriffe auf die Ukraine stoppen könne. «Aber der Verkauf der Medaillen berühmter Athleten kann dazu beitragen, viele ukrainische Leben zu retten und die Armee mit der notwendigen Ausrüstung auszustatten», betonte er.

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