Nachrichten aus der Sportwelt am Donnerstag

Collage: DER FARANG
Collage: DER FARANG

Bayern-Profi Hernández nach Kreuzbandriss operiert

MÜNCHEN: Bayern-Profi Lucas Hernández ist nach seinem Kreuzbandriss im rechten Knie operiert worden.

Der Eingriff sei von Prof. Christian Fink in Innsbruck vorgenommen worden, teilte der Fußball-Bundesligist am späten Donnerstagabend mit. Der Abwehrspieler wird seine Reha in den nächsten Tagen in München aufnehmen. Hernández (26) hatte sich die schwere Verletzung am Dienstag im Auftaktspiel der französischen Nationalmannschaft bei der WM in Katar gegen Australien (4:1) zugezogen und wird den Bayern einige Monate fehlen.


Trotz Touchdowns von Amon-Ra St. Brown: Detroit verliert knapp in NFL

DETROIT: Trotz eines Touchdowns von Football-Profi Amon-Ra St. Brown haben die Detroit Lions ihr traditionelles Heimspiel am Thanksgiving-Feiertag in der NFL knapp verloren. Bei der 25:28-Niederlage der Lions gegen die Buffalo Bills am Donnerstag schaffte es St. Brown nach längerer Wartezeit wieder einmal, mit dem Ball die Endzone zu erreichen. Zuvor war dies dem Sohn einer Deutschen und eines Amerikaners sieben Spiele lang nicht mehr gelungen. Dennoch kassierte Detroit nach zuletzt drei Erfolgen die siebte Niederlage, weil die Bills wenige Sekunden vor Ende per Field Goal noch ihren achten Erfolg in dieser Saison sicherstellten.


EM-Qualifikation: Deutsche Basketballerinnen überzeugen gegen Bosnien

WEIßENFELS: Die deutsche Basketball-Nationalmannschaft der Frauen hat nach einer dominanten Vorstellung den zweiten Erfolg im dritten EM-Qualifikationsspiel geschafft. Am Donnerstag gewann die Auswahl von Bundestrainer Walt Hopkins in Weißenfels gegen Bosnien und Herzegowina mit 97:58 (49:39). In Satou Sabally stand die aktuell beste deutsche Basketballerin dem DBB-Team nicht zur Verfügung. Am Sonntag geht es für das deutsche Team mit einem Auswärtsspiel gegen Nordmazedonien weiter. Die restlichen beiden EM-Qualifikationsspiele finden im Februar 2023 statt. Eine deutsche Frauen-Nationalmannschaft hat zuletzt 2011 an einer EM teilgenommen.


Alba Berlin kassiert bei Olympiakos Piräus nächste Euroleague-Pleite

PIRÄUS: Alba Berlin hat seine Niederlagenserie in der Basketball-Euroleague fortgesetzt. Am Donnerstagabend unterlagen die Berliner beim Tabellenzweiten Olympiakos Piräus trotz einer guten Vorstellung mit 76:86 (59:61). Nach der siebten Euroleague-Niederlage in Serie steckt Alba im Tabellenkeller fest. Beste Berliner Werfer waren Maodo Lo und Jaleen Smith mit je zwölf Punkten.


Füchse Berlin siegen im Handball-Spitzenspiel bei Rhein-Neckar Löwen

MANNHEIM: Die Füchse Berlin haben das Spitzenspiel der Handball-Bundesliga für sich entschieden. Der Tabellenführer aus der Hauptstadt siegte am Donnerstagabend beim Dritten Rhein-Neckar Löwen dank einer starken zweiten Hälfte mit 34:32 (16:16). Die Füchse konnten damit ihre Führung in der Tabelle ausbauen. Beste Berliner Werfer waren Lasse Andersson und Hans Lindberg mit je acht Toren. Bei den Löwen ragte Juri Knorr mit elf Toren heraus, Patrick Groetzki, der vor der Partie seinen Vertrag bis 2026 verlängerte, gelangen sieben Treffer.


THW Kiel erkämpft 30:30 gegen den FC Barcelona - Sieg für Magdeburg

KIEL: Die Handballer des THW Kiel haben in der Champions League Titelverteidiger FC Barcelona den ersten Punktverlust in der Vorrunde zugefügt. Nach einer starken kämpferischen Leistung des THW in der zweiten Hälfte hieß es am Donnerstag am Ende 30:30. Vor 9421 Zuschauern erzielte Niclas Ekberg neun Treffer für Kiel. Für die Gäste waren Timothey N'Guessan und Blaz Janc je fünfmal erfolgreich. Der SC Magdeburg verbuchte beim 41:36 gegen den FC Porto seinen vierten Sieg im siebten Gruppenspiel.


BVB-Angreifer Haller: Zweite Operation gut verlaufen

DORTMUND: Der an Hodenkrebs erkrankte Dortmunder Torjäger Sébastien Haller hat nach eigenen Angaben seine zweite Operation gut überstanden. Dies schrieb der 28-Jährige am Donnerstag in den Sozialen Medien. Zuvor hatte Haller erklärt, der erneute Eingriff sei nötig, um den Tumor, der ihn vom Spielfeld fernhalte, endgültig zu beseitigen. Wann der ivorische Fußball-Nationalspieler auf den Platz zurückkehren kann, ist offen. Der BVB hatte Haller in diesem Sommer für die BVB-Rekordsumme von mehr als 30 Millionen Euro von Ajax Amsterdam verpflichtet. Während der Saisonvorbereitung war beim früheren Frankfurter dann ein Hodentumor diagnostiziert worden.


FC Barcelona zu stark: Bayern-Fußballerinnen unterliegen im Camp Nou

MÜNCHEN: Die Fußballerinnen des FC Bayern München haben im Champions-League-Spitzenspiel beim FC Barcelona ihre erste Niederlage in der Gruppenphase kassiert. Die Mannschaft von Trainer Alexander Straus bekam am Donnerstagabend beim 0:3 (0:0) vor der imposanten Kulisse von 46.967 Zuschauern in der zweiten Halbzeit ihre Grenzen aufgezeigt. Nach den Auftakterfolgen gegen den FC Rosengard und gegen Benfica Lissabon blieben die Münchnerinnen erstmals ohne Punkt. Spitzenreiter in Gruppe D ist Barça mit nun neun Punkten und dem beeindruckenden Torverhältnis von 16:1.


Otte verpasst Sieg und vorzeitige Entscheidung im Davis Cup

MÁLAGA: Tennisprofi Oscar Otte hat die Chance auf einen vorzeitigen Sieg des deutschen Davis-Cup-Teams im Viertelfinale gegen Kanada verpasst. Der 29-Jährige unterlag am Donnerstagabend in Málaga dem Weltranglisten-Sechsten Felix Auger-Aliassime mit 6:7 (1:7), 4:6. Damit gelang den Nordamerikanern der Ausgleich. Zuvor hatte sich Jan-Lennard Struff knapp mit 6:3, 4:6, 7:6 (7:2) gegen Denis Shapovalov durchgesetzt. Damit fällt die Entscheidung im Doppel. Für Deutschland treten die im Davis Cup bisher ungeschlagenen Kevin Krawietz und Tim Pütz an. Der Sieger trifft im Halbfinale am Samstag auf Italien.


Skirennfahrer Dreßen gibt Comeback in Kanada - Kombinierer starten

LAKE LOUISE/ RUKA: Deutschlands bester Abfahrer Thomas Dreßen kehrt nach über zweieinhalb Jahren in den Weltcup zurück. Der 29-jährige Speed-Spezialist feiert am Freitag (20.30 Uhr/Eurosport und sportschau.de) nach langer Verletzungspause im kanadischen Lake Louise sein Comeback. Hauruckaktionen seien allerdings nicht zu erwarten, er wolle nicht gleich alles riskieren, verriet Dreßen.

Der Deutsche Skiverband geht mit insgesamt sieben Athleten in die erste Abfahrt des Winters. 2019 holte Dreßen in den Rocky Mountains einen seiner fünf Weltcup-Siege.

Die Nordischen Kombinierer und Langläufer starten im finnischen Ruka ebenfalls in ihre Saison. Für die Kombinierer stehen zunächst das Skispringen von der Großschanze und ein Fünf-Kilometer-Langlaufrennen an. Die Loipen-Spezialisten sind in Sprintrennen gefordert.


Möglicher Deutschland-Gegner: Italien im Halbfinale beim Davis Cup

MÁLAGA: Die deutschen Tennis-Herren treffen im Falle eines Viertelfinal-Sieges gegen Kanada im Halbfinale des Davis Cups auf Italien. Ohne ihre Top-Spieler Matteo Berrettini und Jannik Sinner gewannen die Italiener am Donnerstag gegen die favorisierten US-Amerikaner mit 2:1. Den entscheidenden Punkt im Doppel holten Simone Bolelli und Fabio Fognini beim 6:4, 6:4 gegen Jack Sock und Tommy Paul. Das Halbfinale wird am Samstag gespielt. Das zweite Spiel der Vorschlussrunde bestreiten Australien und Kroatien bereits am Freitag.


Nach nur einem Jahr: Liverpool-Sportdirektor hört zum Saisonende auf

LIVERPOOL: Der englische Pokalsieger FC Liverpool muss sich einem Medienbericht zufolge nach nur einem Jahr schon wieder nach einem neuen Sportdirektor umschauen. Julian Ward, der den Posten erst im vergangenen Sommer übernommen hatte, hört zum Ende der Saison auf. Das berichtete «The Athletic» am Donnerstag. Demnach will der 41-jährige Ward eine Auszeit vom Fußball nehmen. Er wird noch bis zum kommenden Mai als Sportdirektor weiterarbeiten, während Liverpool nach einem Nachfolger sucht.


SC Freiburg verlängert mit «Anker und Taktgeber» Höfler

FREIBURG: Der SC Freiburg hat den Vertrag mit Nicolas Höfler verlängert. Über die Inhalte des neuen Kontrakts machte der Fußball-Bundesligist in seiner Mitteilung am Donnerstag keine Angaben. Mittelfeldspieler Höfler bestritt bislang für den Tabellenzweiten und Europa-League-Achtelfinalisten, zu dem er als 15-Jähriger kam, 215 Erstliga- und 33 Zweitligaspiele. «Er ist seit vielen Jahren ein im wahrsten Sinne des Wortes zentraler Baustein unserer Mannschaft», sagte SC-Sportvorstand Jochen Saier über den 32 Jahre alten Höfler.


BVB gewinnt ersten Test auf Asien-Tour: 7:2 in Singapur

SINGAPUR: Borussia Dortmund hat das erste Testspiel während der Asien-Tour mühelos gewonnen. Auch ohne zahlreiche WM-Teilnehmer und verletzte Profis setzte sich der Fußball-Bundesligist am Donnerstag mit 7:2 bei den Lion City Sailors in Singapur durch. Auffälligster Spieler vor 6000 Zuschauern war Donyell Malen. Beim 1:0 in der 32. Minute beförderte Gegenspieler Amirul Adli eine Flanke des Niederländers ins eigene Tor, beim 2:0 und 3:0 war der BVB-Angreifer vor der Halbzeit aus kurzer Distanz zur Stelle. Nicht zum Einsatz kamen die angeschlagenen Führungsspieler Marco Reus und Mats Hummels.


Oilers torlos bei nächster Niederlage - Erfolge für Seider und Peterka

NEW YORK: Die Edmonton Oilers kommen in der NHL weiterhin nicht in Schwung und sind zum zweiten Mal in dieser Saison trotz der Top-Angreifer Leon Draisaitl und Connor McDavid ohne Treffer geblieben. Gegen die New York Islanders gab es am Mittwochabend (Ortszeit) ein 0:3 und damit die 9. Niederlage im 19. Spiel der nordamerikanischen Eishockey-Saison. Besser lief es für JJ Peterka, der mit einer Vorlage seinen Beitrag zum 6:2 der Buffalo Sabres gegen die St. Louis Blues leistete. Auch Moritz Seider verbuchte beim 3:0 der Detroit Red Wings gegen die Nashville Predators einen Sieg.


Route du Rhum: Segler Boris Herrmann erreicht Minimalziel

POINTE-À-PITRE/GUADELOUPE: Segelprofi Boris Herrmann hat das Ziel der Route du Rhum erreicht. Der Hamburger absolvierte den 3542 Seemeilen langen Transat-Klassiker von Saint-Malo in Frankreich über den Atlantik nach Guadeloupe in 14 Tagen, 15 Stunden, 21 Minuten und 41 Sekunden. Den karibischen Zielhafen Pointe-à-Pitre erreichte er in der Nacht zum Donnerstag (Ortszeit). Als 24. der Profiklasse Imoca war der 41-Jährige 2 Tage, 21 Stunden, 45 Minuten und 16 Sekunden langsamer als Sieger Thomas Ruyant aus Frankreich. Für den viermaligen Weltumsegler Herrmann spielte das Ergebnis bei seiner ersten Solo-Regatta nach der Zieldurchfahrt bei der Vendée Globe am 28. Januar 2021 aber nur eine untergeordnete Rolle. Sein Minimalziel hat er im laufenden Optimierungsprozess seines noch jungen Neubaus «Malizia - Seaexplorer» mit abgeschlossenem Rennen erreicht: die Qualifikation für seinen zweiten Vendée-Globe-Start 2024.


Langläuferin Hennig über Wechsel zum Biathlon: Stand «nie zur Debatte»

RUKA: Skilanglauf-Olympiasiegerin Katharina Hennig kann sich keinen Wechsel zum populären Biathlon vorstellen. «Ich liebe den Langlauf und bin da tief verwurzelt, auch schon familiär», sagte die 26-Jährige vor dem Start der Weltcup-Saison der Langläuferinnen an diesem Freitag. «Das stand für mich noch nie zur Debatte, zum Biathlon zu wechseln und das wird auch nicht passieren.» Hennig vom WSC Erzgebirge Oberwiesenthal hatte bei den Olympischen Winterspielen im Februar in China zusammen mit Victoria Carl Olympia-Gold im Team-Sprint sowie die Silbermedaille mit der Staffel geholt.


THW-Handballprofi Johansson bricht sich Mittelhand

KIEL: Handball-Rekordmeister THW Kiel muss mehrere Wochen auf Rückraumspieler Eric Johansson verzichten. Der 22 Jahre alte Schwede hat einen Bruch der rechten Mittelhand erlitten. Das Malheur sei beim Abschlusstraining für das Champions-League-Spiel gegen den FC Barcelona am Mittwochabend passiert, teilte der Verein mit. Es handele sich zwar um keinen komplizierten Bruch, die Hand werde jedoch mit einer Schiene ruhig gestellt, sagte Mannschaftsarzt Frank Pries. Die Pause schätze er auf vier bis sechs Wochen.


Ex-Biathlon-Weltmeister Lesser vor Saisonstart: Vorfreude statt Wehmut

BERLIN: Der frühere Biathlon-Weltmeister Erik Lesser bereut seinen Abschied aus dem Leistungssport nicht. «Ich habe versucht, jede Minute, die mir jetzt mehr gegeben ist, für meine Familie zu nutzen und für meine Tochter da zu sein», sagte Lesser im «Sportschau-Wintersport-Podcast». Seine Laufbahn beendete der 34-Jährige im vergangenen März. Seit Oktober studiert Lesser an der Trainerakademie in Köln. Zudem wird er künftig auch in die Rolle des TV-Experten bei der ARD schlüpfen. Erstmals wird das beim Weltcup-Auftakt im finnischen Kontiolahti der Fall sein. Die Saison beginnt am kommenden Dienstag mit dem Einzel der Männer über 20 Kilometer in Finnland. Tags darauf starten die Frauen.


BVB-Chef Watzke zu Transferplänen: «Eigentlich genug Offensivspieler»

SINGAPUR: Vereinschef Hans-Joachim Watzke sieht trotz der bisher durchwachsenen Bundesliga-Bilanz von Borussia Dortmund keinen dringenden Bedarf, die Offensive in der Winterpause zu verstärken. «Grundsätzlich sehe ich das eher nicht. Eigentlich haben wir genug Offensivspieler. Jamie Bynoe-Gittens und Marco Reus kommen zurück. Dann haben wir schon unsere Möglichkeiten», sagte der Geschäftsführer des Tabellensechsten in einem Sky-Interview mit Bezug auf das nahe Comeback der beiden Angreifer. Das Team von Trainer Edin Terzic rangiert nach zuletzt zwei Niederlagen in Wolfsburg (0:2) und Mönchengladbach (2:4) als Sechster der Fußball-Bundesliga nicht mehr auf einem Champions-League-Platz.


«Hertha kann profitieren»: Windhorst präsentiert Käufer für Anteile

BERLIN: Lars Windhorst hat seine Anteile beim Fußball-Bundesligisten Hertha BSC an das Unternehmen 777 Partners mit Sitz in Miami veräußert. «777 Partners, ein strategischer Investor in Fußballclubs weltweit, und die Tennor Holding haben vereinbart, dass 777 Partners die Tennor-Anteile in Höhe von 64,7 Prozent an der Hertha BSC GmbH & Co KGaA übernehmen wird», so das schriftliche Statement von Tennor, dass der Deutschen Presse-Agentur vorliegt. Über die Verkaufssumme wurde nichts bekannt. «Hertha BSC kann von diesem neuen Gesellschafter sehr profitieren", erklärte Lars Windhorst, CEO Tennor Holding. 777 Partners ist auf dem Fußball-Markt kein Unbekannter. Zum Netzwerk-Portfolio gehören die Vereine Genua C.F.C. in Italien, Vasco da Gama in Brasilien, Standard Lüttich Belgien, Red Star FC Paris Frankreich, Sevilla FC in Spanien und Melbourne Victory in Australien.


Schweiz mit gelungenem WM-Start: Sieg gegen Kamerun

AL-WAKRA: Die Schweiz hat bei der Fußball-WM in Katar einen gelungenen Start in die Gruppenphase hingelegt.

Die Eidgenossen setzten sich am Donnerstag in ihrem ersten Spiel bei dieser Endrunde gegen Kamerun mit 1:0 (0:0) durch. Das Siegtor vor 39.089 Zuschauern im Al-Dschanub-Stadion erzielte der frühere Bundesligaprofi Breel Embolo in der 48. Minute. Weitere Gegner in der Gruppe G sind Titelanwärter Brasilien und Serbien. Beide Teams treffen am Donnerstagabend (20.00 Uhr/ZDF und Magenta TV) aufeinander.


Schweiz mit fünf Bundesliga-Spielern gegen Choupo-Motings Kamerun

AL-WAKRA: Mit fünf von sieben Bundesliga-Spielern geht die Schweiz in ihr Auftaktspiel bei der Fußball-WM in Katar. In der Defensive versuchen Torhüter Yann Sommer von Borussia Mönchengladbach, sein Clubkollege Nico Elvedi als Innenverteidiger und Außenverteidiger Silvan Widmer vom FSV Mainz 05 Torjäger Eric Maxim Choupo Moting vom FC Bayern als einzigen Bundesliga-Spieler Kameruns zu stoppen. Zudem stehen auch der Frankfurter Djibril Sow und Ruben Vargas vom FC Augsburg beim Anpfiff auf dem Platz.

Zudem haben fünf der anderen sechs Startelf-Spieler eine Vergangenheit in der Bundesliga. Lediglich Remo Freuler spielte nie in Deutschland. Von den aktuellen Bundesliga-Profis sitzt neben Ersatztorhüter Gregor Kobel von Borussia Dortmund der Mainzer Edmilson Fernandes zunächst auf der Bank. Bei Kamerun gilt dies für Gael Ondoua vom Zweitligisten Hannover 96 und den Ex-Mainzer Pierre Kunde.


Neue Schweizer Nationaltrainerin Grings: «Will anders spielen lassen»

ZÜRICH: Der bevorstehende Wechsel von Inka Grings zum Schweizer Fußball-Verband als Frauen-Nationaltrainerin ist nicht bei allen Spielerinnen ihres bisherigen Vereins FC Zürich gut angekommen. «Ich habe es ihnen am vergangenen Samstag gesagt. Viele von ihnen haben es schon vermutet und sich die Ohren zugehalten, als ich meine Entscheidung verkündet habe», sagte die 44-Jährige im Interview mit dem Fachmagazin «Kicker». «Grundsätzlich haben sie sich aber gefreut und mir gratuliert.» Sie hatte die Züricher Frauen in der vergangenen Saison zum Meister-Titel und zum Pokal-Sieg geführt.

Die ehemalige deutsche Nationalspielerin und zweimalige Europameisterin übernimmt den Posten beim Verband am 1. Januar und wird Nachfolgerin des Dänen Niels Nielsen. Ihre erste Aufgabe wird die Vorbereitung auf die WM im Sommer in Australien und Neuseeland sein. Dort treffen die Schweizerinnen in der Gruppenphase auf die Philippinen, Norwegen und Co-Gastgeber Neuseeland.

Sie habe den Vorteil, «dass ich alle Spielerinnen schon persönlich kenne, zum Teil spielen sie ja auch beim FCZ», sagte Grings. «Sportlich wird's natürlich eine Herausforderung, da ich anders spielen lassen will. Trotzdem bin ich zuversichtlich. Wir werden die kurze Zeit gut nutzen.» Bis zu ihrem Dienstantritt als Nationaltrainerin wird sie den FC Zürich noch weiter betreuen.


Skifahrer Sander drückt «Reset-Knopf»: Maximum noch nicht erreicht

LAKE LOUISE: Skirennfahrer Andreas Sander hat seine Leistungsgrenze nach eigener Einschätzung noch nicht erreicht. «Ich bin zu der Antwort gekommen, dass ich noch viel verbessern kann. Dass ich gefühlt noch nicht mein Maximum gezeigt habe», sagte der 33 Jahre alte Speed-Spezialist vor der ersten Weltcup-Abfahrt an diesem Freitag im kanadischen Lake Louise.

Die vergangene Saison, die für den Vizeweltmeister von 2021 mit lediglich zwei Top-Ten-Ergebnissen und ohne Podestplatz geendet hatte, will Sander schnellstmöglich vergessen machen. «Die Abfahrten waren sehr schlecht. Im Mentalen versucht man da, so eine Art Reset-Knopf zu drücken», erklärte der Routinier.

Grund für den Leistungseinbruch in der Vorsaison sollen auch gesundheitliche Probleme gewesen sein. «Das habe ich nicht öffentlich gemacht, aber nach der zweiten Corona-Impfung konnte ich nicht mehr intensiv trainieren», berichtete der Deutsche. Sein Konditionstraining habe er damals komplett zurückgeschraubt. «Ich war einfach nicht bei 100 Prozent. Mir hat die letzte Spritzigkeit gefehlt.»

Mittlerweile fühlt sich Sander wieder «sehr gut». Bis zum WM-Highlight in Frankreich Mitte Februar will sich der Deutsche in der Abfahrt kontinuierlich vorarbeiten. «Wenn die WM da ist, werde ich sicherlich auch noch mal an die Emotionen von vor zwei Jahren denken», sagte der 33-Jährige.


Skifahrer Schwaiger will in die Top-Ten: «Harakiri» mit Köpfchen

LAKE LOUISE: Skirennfahrer Dominik Schwaiger will sich im bevorstehenden Weltcup-Winter unter den besten Zehn etablieren. «Der nächste Schritt ist, bei der Weltspitze mitzufahren. Podium wäre natürlich auch cool», sagte der Speed-Spezialist vor der ersten Abfahrt an diesem Freitag im kanadischen Lake Louise. Drei Top-Ten-Ergebnisse hat der Berchtesgadener in seiner Karriere bislang erreicht - ein Podestplatz fehlt noch.

Seine «Wilder-Hund»-Einstellung will der 31-Jährige, der bei den Olympischen Spielen im Februar bei 128 km/h schwer gestürzt war, beibehalten. Gleichzeitig habe er sich vorgenommen, in manchen Passagen «mit mehr Kopf» zu fahren. «Nicht hirnlos drüberfahren, sondern das Ganze fokussiert angehen. In den Passagen, die es zulassen, kann man dann auch mal Harakiri runterfahren», sagte Schwaiger. Bei Abfahrern sei es schließlich normal, «dass jeder einen kleinen Schuss im Kopf hat».


Coach Yakin selbstbewusst: Eines der besten Schweizer Teams jemals

DOHA: Trainer Murat Yakin und das Schweizer Nationalteam gehen die Fußball-WM in Katar voller Selbstvertrauen an. «Wir treffen hier eine der besten Schweizer Nationalmannschaften an, die es je gegeben hat», sagte der 48 Jahre alte Coach vor dem ersten Gruppenspiel gegen Kamerun an diesem Donnerstag (11.00 Uhr/MagentaTV).

Viele seiner Spieler um Kapitän Granit Xhaka vom FC Arsenal, der früher für Borussia Mönchengladbach spielte, seien Leistungsträger in ihren Vereinen. «Ich bin absolut überzeugt, dass wir eine gute WM spielen werden», betonte Yakin. «Wir möchten Geschichte schreiben, nicht nur mitspielen. Wir versuchen, jedes Spiel zu gewinnen und so weit wie möglich zu kommen.» Der frühere Bundesliga-Profi des VfB Stuttgart und des 1. FC Kaiserslautern fordert von seiner Mannschaft gegen Kamerun daher «druckvollen, dominanten Fußball».

Bei den vergangenen beiden Weltmeisterschaften war für die Schweizer jeweils im Achtelfinale Schluss. Zum bislang letzten Mal das Viertelfinale erreichten sie beim Turnier 1954 im eigenen Land. In Katar sind neben Kamerun noch Brasilien und Serbien die Gegner in der anspruchsvollen Gruppe G.

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