Nachrichten aus der Sportwelt am Donnerstag

Das Spiel von Manchester United in Manchester. Foto: epa/Peter Powell
Das Spiel von Manchester United in Manchester. Foto: epa/Peter Powell

Man United will weniger auf dem Transfermarkt investieren

MANCHESTER: Der englische Fußball-Rekordmeister Manchester United will seine Ausgaben für neue Spieler in den kommenden Transferperioden reduzieren. Mit Ausgaben in Höhe von über 200 Millionen Euro hatte Man United zu den kaufkräftigsten Clubs des Sommers gehört. Für den Umbruch unter dem neuen Trainer Erik ten Hag waren unter anderem der Brasilianer Antony von ten Hags Ex-Club Ajax Amsterdam sowie dessen Landsmann Casemiro von Real Madrid verpflichtet worden. Der Club hat den Berichten zufolge für die Spielzeit 2021/22, während der in Ole Gunnar Solskjaer, kurzzeitig Michael Carrick sowie Ralf Rangnick drei Trainer angestellt waren, einen Verlust in Höhe von 130 Millionen Euro angegeben. 


Indien: Großer Andrang auf Kricket-Tickets - 20 Verletzte

NEU DELHI: In Indien sind bei einem Massenandrang auf Tickets für ein Kricket-Spiel gegen Australien nach Medienberichten rund 20 Menschen verletzt worden. Sieben seien am Donnerstag in ein Krankenhaus gebracht worden, berichtete «The Hindu» unter Berufung auf einen Krankenhausvertreter. Demnach wollten rund 30.000 Fans beim Verkauf in der Stadt Hyderabad eines der nur 3000 Tickets für das Spiel am Sonntag ergattern. Um die Menschenmenge unter Kontrolle zu bringen, hätten Polizisten Schlagstöcke eingesetzt. Kricket ist in der ehemaligen britischen Kolonie Indien etwa so wichtig wie Fußball in Deutschland.


Tschechien will russischen NHL-Spielern Einreise verweigern

BERLIN: Der russische Angriffskrieg in der Ukraine hat auch Auswirkungen auf die Spiele der nordamerikanischen Eishockey-Profiliga NHL in Europa. Die Nashville Predators und die San Jose Sharks werden am 7. und 8. Oktober in der Prager O2-Arena zwei Spiele der regulären Saison bestreiten, es sind die ersten Partien außerhalb Nordamerikas seit Beginn der Corona-Pandemie. Die russischen Spieler der Teams dürfen aber nach einem Beschluss des tschechischen Außenministeriums nicht einreisen, wie die Nachrichtenagentur AP am Donnerstag berichtete. Viele Spieler betrifft es aber nicht. Bei Nashville spielt der russische Stürmer Jakow Trenin und San Jose hat Alexander Barabanow im Kader sowie Jewgeni Swetschnikow, der sich mit einem Tryout-Vertrag im Trainingslager befindet.


SC Magdeburg gewinnt in Champions League gegen Zagreb 35:25

MAGDEBURG: Der deutsche Handball-Meister SC Magdeburg hat das erste Heimspiel in der Champions League seit 17 Jahren gewonnen. Gegen den HC PPD Zagreb siegte das Team von Trainer Bennet Wiegert am Donnerstagabend mit 35:25 (17:12), nachdem es am vergangenen Donnerstag bei Dinamo Bukarest im Auftaktspiel einen 30:28-Erfolg gab. Überragender Akteur beim SCM vor 3800 Zuschauern in der Getec-Arena war Tim Hornke mit elf Treffern.


Brasilianer Ronaldo schafft mit Cruzeiro Erstliga-Rückkehr

BELO HORIZONTE: Gut neun Monate nach seinem Einstieg bei Cruzeiro Belo Horizonte hat der frühere brasilianische Fußball-Weltstar Ronaldo mit dem Traditionsclub die Rückkehr in die Erste Liga Brasiliens geschafft. Durch ein 3:0 gegen Vasco da Gama machte Cruzeiro den Aufstieg perfekt. Laut lokalen Medien hatte der Weltmeister von 1994 und 2002 im Dezember 2021 knapp 90 Prozent der Anteile für 400 Millionen Reais, umgerechnet etwa 79 Millionen Euro, erworben.


Frankreich wendet vorerst Abstieg ab - Oranje fast am Ziel

PARIS: Fußball-Weltmeister Frankreich hat den drohenden Abstieg aus der Nations League vorerst abgewendet, stattdessen muss nun Österreich mit Trainer Ralf Rangnick um den Verbleib in Liga A bangen. Die Franzosen kamen in Paris am Donnerstag im direkten Duell zu einem 2:0 (0:0). Die Alpenrepublik ist damit Letzter in Gruppe 1, Frankreich rückte vor auf Rang drei. Im Kampf um den Gruppensieg hat indes Kroatien die besten Karten. Der Vize-Weltmeister übernahm durch ein 2:1 (0:0) gegen Rivale Dänemark die Tabellenführung. In Gruppe 4 hat die Niederlande einen großen Schritt in Richtung Nations-League-Halbfinale gemacht. Nach dem 2:0 (1:0) in Polen verteidigte Oranje mit nun 13 Punkten den ersten Tabellenplatz erfolgreich. Verfolger Belgien wahrte durch ein 2:1 (2:0) gegen Wales seine Chance.


Letsch neuer Trainer des VfL Bochum

BOCHUM: Thomas Letsch ist neuer Trainer des Fußball-Bundesligisten VfL Bochum. Wie der Tabellenletzte am Donnerstag mitteilte, unterschrieb der 54 Jahre alte Fußball-Lehrer vom niederländischen Erstligisten Vitesse Arnheim einen Vertrag bis 30. Juni 2024. Damit ist der Revierclub bei der Suche nach einem Nachfolger für Thomas Reis, der nach dem historischen Bundesliga-Fehlstart mit sechs Niederlagen in sechs Spielen und 4:18-Toren am 12. September nach drei Jahren freigestellt worden war, schnell fündig geworden.


Fußball-Bundesligist VfL Bochum verpflichtet Letsch als neuen Trainer

BOCHUM: Fußball-Bundesligist VfL Bochum hat Thomas Letsch als neuen Cheftrainer verpflichtet.

Der 54-Jährige kommt von Vitesse Arnheim und unterschrieb einen Vertrag bis 2024, wie der Club am Donnerstag mitteilte.


Letzter Auftritt für Federer: Tennisstar im Doppel mit Nadal

LONDON: Roger Federer bestreitet an diesem Freitag das letzte offizielle Tennis-Match seiner Karriere. Beim Laver Cup in London steht der 41 Jahre alte Schweizer gemeinsam mit seinem langjährigen Rivalen Rafael Nadal im Doppel auf dem Platz. Das Duo bekommt es ab ca. 21.30 Uhr in London mit den beiden Amerikanern Jack Sock und Frances Tiafoe zu tun.

Beim Laver Cup spielt von Freitag bis Sonntag ein Europa-Team gegen eine Auswahl mit Spielern aus dem Rest der Welt. Federer hatte in der vergangenen Woche angekündigt, dass er seine Laufbahn nach drei Knie-Operationen beenden muss und der Laver Cup in London sein letztes Turnier sein wird. Der Schweizer gewann in seiner Karriere mehr als 100 Titel und feierte 20 Grand-Slam-Siege.


Mittelhandbruch: Stolle fehlt Handball-Frauen bei EM

DORTMUND: Deutschlands Handball-Frauen müssen bei der Europameisterschaft auf Rückraumspielerin Alicia Stolle verzichten. Die 26-Jährige vom ungarischen Topclub Ferencvaros Budapest hat sich am vergangenen Sonntag im Champions-League-Spiel gegen den deutschen Meister SG BBM Bietigheim die Mittelhand gebrochen und fällt für die Endrunde vom 4. bis 20. November aus. Stolle soll noch in dieser Woche operiert werden, teilte der Deutsche Handballbund mit.


Super-WM im Radsport 2027 in den Hochsavoyen - Montreal 2026 dran

WOLLONGONG: Die zweite Super-WM im Radsport wird 2027 im französischen Département Haute-Savoie stattfinden. Das teilte der Weltverband UCI nach seiner Sitzung am Rande der Titelkämpfe im australischen Wollongong am Donnerstag mit. Bei diesem Format werden insgesamt 19 Rad-Weltmeisterschaften an einem Ort vereint, darunter die Titelkämpfe auf der Straße, der Bahn, im Mountainbike und im BMX. Die erste Super-WM findet vom 3. bis 13. August 2023 in Glasgow statt. Die UCI vergab am Donnerstag außerdem weitere Titelkämpfe: 2026 wird die Straßenrad-WM im kanadischen Montreal ausgetragen. Die Weltmeisterschaften 2024 und 2025 waren bereits an Zürich und Ruanda vergeben worden.


Schiedsrichter Brych kündigt Entscheidung über weitere Zukunft an

BERLIN: Der deutsche Spitzenschiedsrichter Felix Brych will bald entscheiden, ob eine Fortsetzung seiner Karriere für ihn infrage kommt. Das kündigte der 47 Jahre alte Münchner in der «Bild» (Donnerstag-Ausgabe) an. Brych will zeitnah mit DFB-Schiedsrichter-Chef Lutz-Michael Fröhlich und der Schiedsrichter-Führung des Verbandes sprechen «und spätestens bis zur Winterpause eine Entscheidung treffen, damit beide Seiten Planungssicherheit haben». Fröhlich hatte zuvor erklärt, er könne sich eine Aufweichung der Altersgrenze für Schiedsrichter im deutschen Profifußball vorstellen und Brych eine Fortsetzung seiner Karriere in Aussicht gestellt.


Ter Stegen gegen Ungarn im Tor - Flick: Zwei Ziele beim WM-Probelauf

FRANKFURT/MAIN: Nach dem Ausfall von Kapitän Manuel Neuer wegen Corona wird Marc-André ter Stegen am Freitag (20.45 Uhr) im Nations-League-Spiel gegen Ungarn in Leipzig im Tor der deutschen Fußball-Nationalmannschaft stehen. Daraus müsse er «kein Geheimnis machen», sagte Bundestrainer Hansi Flick am Donnerstag nach dem Abschlusstraining, das noch in Frankfurt/Main auf dem DFB-Campus stattfand. Der 30 Jahre alte Torwart des FC Barcelona sei «die Nummer zwei» hinter Neuer, der am Mittwoch ebenso wie Bayern-Kollege Leon Goretzka nach einem positiven Test aus dem DFB-Quartier abgereist war.


Tumor im Hoden: Herthas Boetius muss operiert werden

BERLIN: Fußball-Bundesligist Hertha BSC muss auf Jean-Paul Boetius verzichten. Beim niederländischen Sommer-Neuzugang wurde bei einer urologischen Untersuchung am Mittwoch ein Tumor im Hoden diagnostiziert, wie der Verein am Donnerstag mitteilte. Der 28 Jahre alte Mittelfeldspieler wird am Freitag operiert. Boetius ist in der Bundesliga in der jüngeren Vergangenheit der vierte bekannte Fall nach Timo Baumgartl von Union Berlin, Hertha-Profi Marco Richter und Dortmunds Sebastien Haller mit dieser Diagnose.


«Eine Ehre»: Federer zum Abschied an der Seite von Nadal

LONDON: Tennisstar Roger Federer bekommt seinen großen Abschiedswunsch erfüllt: Der Schweizer darf wie erhofft beim Laver Cup in London am Freitag mit seinem langjährigen Rivalen Rafael Nadal aus Spanien im Doppel für Team Europa antreten. Das geht aus der am Donnerstag veröffentlichen Ansetzung hervor. Das Duell mit den US-Amerikanern Jack Sock und Frances Tiafoe in der Night Session wird das letzte offizielle Match in Federers einmaliger Karriere sein.


Formel 1: Tsunoda bleibt Stammpilot bei Alpha Tauri

FAENZA: Formel-1-Pilot Yuki Tsunoda fährt auch in der kommenden Saison für den Rennstall Alpha Tauri. Das Team bestätigte am Donnerstag die weitere Zusammenarbeit mit dem 22 Jahre alten Japaner, der seit dem Vorjahr für das Schwesterteam von Red Bull an den Start geht. Teamchef Franz Tost bescheinigte Tsunoda eine starke Entwicklung, obwohl der Jungpilot zuletzt erneut durch einige ungestüme Aktionen aufgefallen war. Mit elf Punkten liegt Tsunoda nach 16 Rennen in der Gesamtwertung auf Rang 16.


Bester Tennisprofi der Geschichte? Für Federer eine «alberne» Debatte

LONDON: Roger Federer hat die Debatte um den größten Tennisspieler der Geschichte als «albern» bezeichnet. «Wie kann man das vergleichen? Was ist besser? Zu gewinnen, wenn man alt oder jung ist? Ich habe keine Ahnung. Ist es besser, auf Sand oder Rasen zu gewinnen? Ich weiß es nicht. Ist es besser, über Jahre dominant zu sein oder nach einer Verletzung zurückzukommen? Ich weiß es nicht», sagte der Schweizer im Interview der Nachrichtenagentur AP: «Es ist unmöglich, das zu erfassen.»

Der 20-malige Grand-Slam-Turniersieger wird an diesem Wochenende beim Laver Cup in London sein letztes offizielles Tennismatch bestreiten. Geplant ist, dass er am Freitagabend im Doppel antritt. In London kommt es auch zur Wiedervereinigung der Großen Vier, die jahrelang das Welttennis dominiert haben und für Team Europa an den Start gehen: Federer, Rafael Nadal, Novak Djokovic und Andy Murray.

«Wir haben uns gegenseitig besser gemacht», sagte Federer. Er selbst habe «diese Herausforderungen» gebraucht, «und sie haben einen Herausforderer wie mich gebraucht». Dass Fans die Topstars gerne vergleichen, könne er verstehen. «Die Menschen mögen es immer, Vergleiche anzustellen. Ich sehe das jeden Tag bei meinen Zwillingen. Auch wenn man es nicht will, man vergleicht sie. Aber man sollte es nicht, niemals», sagte Federer.

In der vergangenen Woche hatte der 41-Jährige verkündet, dass er seine Karriere nach drei Knieoperationen beenden wird. Beim Laver Cup tritt ein Europa-Team gegen eine Auswahl mit Spielern aus dem Rest der Welt an.


Federer über Alcaraz und Co.: Zukunft des Tennis ist «strahlend»

LONDON: Tennis-Star Roger Federer glaubt an eine «strahlende» Zukunft seines Sports.

«Ich weiß, manchmal tendieren die Leute dazu, es nicht so zu sehen, oder so zu denken», sagte Federer bei einer Pressekonferenz in London am Mittwoch zum Ende seiner Karriere. Auch beim Abschied von Pete Sampras und Andre Agassi habe es Befürchtungen gegeben, es werde keine großen Stars mehr geben. Doch das habe sich als falsch erwiesen und so werde es auch dieses Mal sein. Besonders hob Federer den 19-jährigen US-Open-Sieger Carlos Alcaraz aus Spanien hervor. Er gehöre zu den «Superstars» des Tennis, die der Sport immer wieder hervorbringen werde, sagte der 41 Jahre alte Schweizer weiter.

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