Nachrichten aus der Sportwelt am Dienstag

Der deutsche Linus Strasser reagiert während des zweiten Laufs des Slalomrennens der Herren beim FIS Alpinen Skiweltcup. Foto: epa/Christian Bruna
Der deutsche Linus Strasser reagiert während des zweiten Laufs des Slalomrennens der Herren beim FIS Alpinen Skiweltcup. Foto: epa/Christian Bruna

Ski-Ass Straßer gewinnt Nachtslalom in Schladming

SCHLADMING: Skirennfahrer Linus Straßer hat dank eines famosen zweiten Durchgangs den Nachtslalom im österreichischen Schladming gewonnen. Der 29-Jährige vom TSV 1860 München siegte am Dienstag vor dem Norweger Atle Lie McGrath und feierte den dritten Weltcup-Erfolg in seiner Karriere.

Nach zuletzt durchwachsenen Ergebnissen setzte der Oberbayer kurz vor den Olympischen Winterspielen (4. bis 20. Februar) ein dickes Ausrufezeichen. Der Erfolg auf der Planai war der dritte Weltcup-Titel in Straßers Karriere und der Zweite in diesem Winter. Dritter wurde der Österreicher Manuel Feller.

Die übrigen Starter des Deutschen Skiverbandes hatten den zweiten Durchgang verpasst. Julian Rauchfuß und Alex Schmid, die beide in Peking an den Start gehen, schieden ebenso nach Fahrfehlern aus wie Fabian Himmelsbach und Anton Tremmel. David Ketterer kam zwar ins Ziel, war aber zu langsam.


Deutsche Snowboarder hoffen bei Olympia auf «zwei bis drei Medaillen»

MÜNCHEN: Die deutschen Snowboarder hoffen bei den Olympischen Winterspielen in Peking (4. bis 20. Februar) auf «zwei bis drei Medaillen». Dies kündigte Sportdirektor Andreas Scheid am Dienstag in einer virtuellen Presserunde an. «Die Vorleistungen, die waren herausragend. Mit so einer Wucht an tollen Ergebnissen und Top-8-Platzierungen sind wir noch nie zu Olympischen Spielen gereist.»

Insgesamt gehen 15 Snowboarder in Peking an den Start. «Das macht mich sehr stolz», sagte Scheid mit Blick auf den bisher größten Olympia-Kader. In allen Teildisziplinen seien die Athleten «stabil und konkurrenzfähig».

Vor allem im Parallel-Riesenslalom darf sich der Verband berechtigte Hoffnungen auf eine Medaille machen. Stefan Baumeister gehört als Zweiter des Gesamtweltcups ebenso zu den Gejagten wie Ramona Hofmeister, die 2018 in Pyeongchang Bronze geholt hatte. Im Snowboardcross zählt Martin Nörl zu den Favoriten.


Trotz Corona-Chaos: Europas Handball-Boss zufrieden mit EM

BRATISLAVA: Europas oberster Handball-Chef Michael Wiederer sieht trotz der zahlreichen Corona-Fälle in vielen Nationalteams den sportlichen Wettbewerb der EM nicht in Gefahr. «Wir werden am Ende ein vernünftiges sportliches Ergebnis haben», sagte der Präsident der Europäischen Handball-Föderation (EHF) im Interview der «Handballwoche» (Dienstag). «Corona hat diese EURO beeinflusst, ja. Jedoch wird niemand am Ende sagen, die eine oder andere Mannschaft steht im Ranking nur dort wegen Corona.»


Corona-Fälle: Drittliga-Spiel Viktoria Berlin gegen Halle fällt aus

BERLIN: Das Spiel von Viktoria Berlin beim Halleschen FC in der 3. Fußball-Liga ist wenige Stunden vor dem geplanten Anpfiff am Dienstag abgesagt worden. Wie der Hauptstadt-Club mitteilte, ordnete das zuständige Berliner Gesundheitsamt nach drei weiteren Corona-Fällen bei den Himmelblauen Kontaktpersonen-Quarantäne an. Viktoria standen somit weniger als 16 einsatzberechtigte Spieler zur Verfügung. Wann das Spiel nachgeholt werden soll, war noch nicht bekannt.


Berrettini als erster Italiener im Australian-Open-Halbfinale

MELBOURNE: Nach einem Sieg in fünf Sätzen steht Wimbledonfinalist Matteo Berrettini als erster italienischer Tennisprofi im Halbfinale der Australian Open. Der 25 Jahre alte Weltranglisten-Siebte gab gegen den zehn Jahre älteren Franzosen Gael Monfils am Dienstag in Melbourne zwar eine 2:0-Satzführung her, setzte sich aber mit 6:4, 6:4, 3:6, 3:6, 6:2 durch. Im Kampf um den Einzug ins Endspiel fordert Berrettini nun am Freitag den 20-fachen Grand-Slam-Turniersieger Rafael Nadal heraus.


Berichte: Inter Mailand an DFB-Nationalspieler Gosens interessiert

MAILAND: Inter Mailand ist laut Medienberichten an einer Verpflichtung des deutschen Fußball-Nationalspielers Robin Gosens (27) interessiert. Der italienische Meister verhandle mit Gosens' derzeitigem Verein Atalanta Bergamo über einen Transfer, berichteten am Dienstag unter anderem die Tageszeitung «Gazzetta dello Sport» und der «Kicker». In Mailand soll der derzeit verletzte Profi auf der linken Außenbahn als Verstärkung geholt werden. Im Gespräch sei zunächst ein Leihgeschäft und ein finaler Transfer dann im Sommer.


Corona: Auch Handball-Präsident Michelmann positiv getestet

BRATISLAVA: Nun hat es auch den Präsidenten des Deutschen Handballbundes erwischt: Andreas Michelmann ist nach der Rückkehr von der Europameisterschaft in Ungarn und der Slowakei positiv auf das Coronavirus getestet worden. «Mir geht es soweit gut. Husten, Schnupfen - von allem ein bisschen, aber nichts Dramatisches. Ich bin ja auch geboostert», sagte der 62-Jährige am Dienstag dem Online-Portal «Sportbuzzer». Eine EM-Rückkehr zum Final-Wochenende in Budapest, wo der DHB am Samstag seine Pläne für die Heim- Europameisterschaft 2024 vorstellen will, schloss Michelmann aber aus.


«Sehr enttäuscht»: Grizzlys Wolfsburg kritisieren Olympia-Kader

WOLFSBURG: Die Grizzlys Wolfsburg aus der Deutschen Eishockey Liga haben auf mehreren Kanälen die Nicht-Nominierung ihres Torhüters Dustin Strahlmeier für das deutsche Olympia-Team kritisiert. «Wir alle, allen voran Dustin selbst, sind über diese Entscheidung sehr enttäuscht, müssen diese jedoch akzeptieren und respektieren», teilte der Club auf seinem eigenen Twitter-Account mit. «Entgegen anders lautender Spekulationen wäre Strahlie sehr gerne beim Olympischen Turnier dabei gewesen und hat alles dafür gegeben.»

Grizzlys-Manager Karl-Heinz Fliegauf sagte dem «Sportbuzzer» über die Entscheidung von Bundestrainer Toni Söderholm: «Das tut weh, mit Blick auf den Spieler und auf die Arbeit unserer Organisation, insbesondere der Torwarttrainer Ilari Näckel im Vorjahr und Jonas Forsberg in diesem. Strahlie spielt seit einem Jahr sehr stark, war ein Garant für den Gewinn des Deutschland Cups.»

Fliegauf ist einer der einflussreichsten Manager des deutschen Eishockeys, an der Adresse des Bundestrainers sagte er: «Ich schätze Toni Söderholm, aber in dieser Sache hätte ich mir mehr Fingerspitzengefühl gewünscht.» Fliegauf wirft dem Finnen vor, seit dem Deutschland Cup im November nicht mehr mit Strahlmeier gesprochen zu haben. Wenn man für Olympia nicht mit ihm plane, «hätte man ihm das früher mitteilen können», sagte der 61-Jährige.

Söderholm hatte am Vortag die drei Torhüter Mathias Niederberger (Eisbären Berlin), Felix Brückmann (Adler Mannheim) und Danny aus den Birken (Red Bull München) in den deutschen Kader für die Olympischen Winterspiele in Peking berufen. Insbesondere aus den Birken stand in dieser Saison schon mehrfach sportlich in der Kritik.


Spätere Anreise: Verletzte Goggia nicht mehr Fahnenträgerin Italiens

PEKING/ROM: Skirennfahrerin Sofia Goggia hat wegen ihrer Knieverletzung die Anreise zu den Olympischen Spielen verschoben und wird nicht wie geplant die italienische Fahne bei der Eröffnungsfeier in Peking tragen. Statt der Abfahrts-Olympiasiegerin von 2018 darf nun Michela Moioli, die vor vier Jahren in Pyeongchang im Snowboardcross ebenfalls Gold gewonnen hatte, die Flagge ins Stadion bringen, teilte Italiens Olympisches Komitee CONI am Dienstag mit. Moioli war eigentlich als Fahnenträgerin der Schlussfeier vorgesehen.

Goggia hatte sich am Sonntag im Super-G von Cortina d'Ampezzo eine schwere Knieverletzung zugezogen: Kreuzbandanriss, Kniestauchung, «kleine Fraktur» im Wadenbein. Sie verzichtet auf eine Operation und hofft, mit physiotherapeutischen Behandlungen doch noch in Peking starten zu können. Die Abfahrt in China steht am 15. Februar an.

Der scheidende, italienische Staatspräsident Sergio Mattarella überbrachte der Ausnahmesportlerin Genesungswünsche, wie CONI-Chef Giovanni Malagò berichtete. «Ich drücke ihr die Daumen», habe der Politiker gesagt, für den derzeit ein Nachfolger gesucht wird.


Skirennfahrerin Hector gewinnt Olympia-Generalprobe am Kronplatz

KRONPLATZ: Die schwedische Skirennfahrerin Sara Hector hat den letzten Riesenslalom vor den Olympischen Winterspielen in Peking gewonnen. Die 29-Jährige siegte am Kronplatz am Dienstag vor der slowakischen Gesamtweltcupgewinnerin Petra Vlhova und der Französin Tessa Worley. Eine deutsche Athletin war auf der anspruchsvollen Piste in Südtirol nicht am Start.


99 Prozent aller Olympia-Starter erhalten Sporthilfe-Förderung

FRANKFURT/MAIN: Die Deutsche Sporthilfe hat rund 99 Prozent aller für die Olympischen Winterspiele in Peking nominierten Athleten im Verlauf ihrer Karriere gefördert oder unterstützt sie weiterhin. Unter den 149 Starterinnen und Startern im Team Deutschland sind 123 aktuell geförderte Athleten sowie 24 ehemals Geförderte, teilte die Stiftung am Dienstag mit. Nur zwei Sportler aus dem deutschen Eishockeyteam hätten keine Förderung erhalten.

Die Gesamtfördersumme aller deutschen Olympia-Teilnehmer betrage über alle Förderjahre hinweg rund 5,2 Millionen Euro, hieß es in einer Mitteilung. Im Schnitt würden die Sportler sieben Jahre und drei Monate von der Sporthilfe unterstützt, bevor sie in Peking an den Start gehen.

Am längsten gefördert werde Eisschnellläuferin Claudia Pechstein (49), die bereits 1991 erstmals unterstützt worden sei und «kumuliert auf über 23 Jahre Förderung zurückblicken» könne. Ebenfalls sehr lange Teil der Sporthilfe-Förderung seien die Rodel-Doppelsitzer Tobias Arlt (seit 22 Jahren) sowie Tobias Wendl (knapp 20 Jahre). «Diese Zahlen unterstreichen die wichtige Rolle der Deutschen Sporthilfe bei der Unterstützung der Athleten», sagte Thomas Berlemann, Vorstandsvorsitzender der Sporthilfe.


FC Bayern verlängert Vertrag mit Torwart-Talent Schneller

MÜNCHEN: Der FC Bayern hat den Vertrag mit Torwart-Talent Lukas Schneller vorzeitig verlängert. Wie die Münchner am Dienstag mitteilten, unterschrieb der 20 Jahre alte Schlussmann der Amateure einen neuen Kontrakt bis Ende Juni 2024.


Staatsanwaltschaft stellt Verfahren nach Spielabbruch in Duisburg ein

DUISBURG: Nach dem Abbruch des Fußballdrittligaspiels zwischen dem MSV Duisburg und dem VfL Osnabrück hat die Staatsanwaltschaft Duisburg das Ermittlungsverfahren eingestellt, das sie wegen des Verdachts der Beleidigung gegen einen Zuschauer eingeleitet hatte. Ein hinreichender Tatverdacht könne nicht begründet werden, teilte die Staatsanwaltschaft am Dienstag mit. Zuvor hatte bereits der Staatsschutz der Duisburger Kriminalpolizei die Untersuchungen gegen den Zuschauer beim Spiel am 19. Dezember mit dem Hinweis abgeschlossen, dass sich der Vorwurf einer rassistischen Beleidigung nicht bestätigt habe.


Suns holen siebten Sieg in Serie und gewinnen auch gegen Utah Jazz

PHOENIX: Die Phoenix Suns sind in der NBA weiter das Team der Stunde und haben auch das Heimspiel gegen die Utah Jazz gewonnen. Das 115:109 am Montagabend (Ortszeit) war der siebte Sieg in Serie für den Spitzenreiter der Western Conference. In der Eastern Conference holten die Chicago Bulls ein 111:110 gegen die Oklahoma City Thunder.


Sturm mit drei Scorerpunkten bei deutlichem Sieg der Minnesota Wild

MINNEAPOLIS: Der Augsburger Nico Sturm hat den Minnesota Wild zu einem Kantersieg in der NHL verholfen. Beim 8:2 gegen das kanadische Eishockey-Team erzielte Sturm am Montagabend (Ortszeit) das 4:1 und bereitete zwei weitere Treffer seiner Mannschaft vor.


Australian Open: Pütz/Venus verpassen Halbfinale im Doppel

MELBOURNE: Tennisspieler Tim Pütz hat mit seinem Partner Michael Venus die Australier Thanasi Kokkinakis und Nick Kyrgios nicht stoppen können und den Halbfinaleinzug in der Doppel-Konkurrenz bei den Australian Open verpasst. Das Duo aus Frankfurt und Neuseeland verlor am Dienstag in Melbourne mit 5:7, 6:3, 3:6.


Ungarns Turn-Olympiasieger Csollany an Corona gestorben

BUDAPEST: Der ungarische Turn-Olympiasieger Szilvester Csollany ist an den Folgen einer Corona-Infektion gestorben. Der ungarische Turnverband bestätigte in der Nacht zum Dienstag den Tod des 51-Jährigen in einem Budapester Krankenhaus. Im vorigen Sommer hatte Csollany mit impfskeptischen Äußerungen aufhorchen lassen.


St. Pauli muss nach Afrika-Cup auf Mittelfeldmann Kyereh verzichten

HAMBURG: Der FC St. Pauli muss im Aufstiegsrennen vorerst auf den offensiven Mittelfeldspieler Daniel-Kofi Kyereh verzichten. Der 25 Jahre alte Ghanaer hat sich beim Afrika-Cup eine muskuläre Verletzung im rechten Oberschenkel zugezogen. Das teilte der Hamburger Fußball-Zweitligist am Dienstag mit.


Deutsche Handballer zum EM-Abschluss mit 14 Spielern gegen Russland

BRATISLAVA: Die deutschen Handballer haben vor dem abschließenden EM-Spiel gegen Russland am Dienstagabend keine weiteren Corona-Fälle zu beklagen. Dennoch stehen Bundestrainer Alfred Gislason für die Partie lediglich 14 anstatt der 16 möglichen Spieler zur Verfügung, wie der DHB mitteilte. Von den während der EM 15 positiv getesteten Nationalspielern befinden sich bis auf Rückraumspieler Hendrik Wagner auch die letzten auf der Heimreise.


Hertha BSC vor Verpflichtung von Stuttgarts Verteidiger Kempf

BERLIN: Fußball-Bundesligist Hertha BSC steht vor der Verpflichtung von Marc Oliver Kempf. Nach dem norwegischen Verteidiger Fredrik André Björkan soll auch Kempf vom Ligarivalen VfB Stuttgart die Abwehr der Berliner verstärken. Vorbehaltlich des Medizinichecks wird der 26-Jährige mit sofortiger Wirkung einen Vertrag bis 2026 unterschreiben, wie Hertha am Dienstag mitteilte.


Internet-Sportsender DAZN erhöht erneut die Preise

BERLIN: Der Internet-Sportsender DAZN erhöht erneut die Preise. Das Monatsabonnement des Streaminganbieters kostet ab dem 1. Februar 29,99 Euro statt 14,99 Euro, der günstigste Vertrag für ein Jahr 274,99 statt 149,99 Euro. Dieser Preisanstieg gilt nach DAZN-Angaben vom Dienstag für neue Kunden und jene, «die ihre beendete Mitgliedschaft reaktivieren». Bestehende Abonnenten zahlen zunächst noch bis zum 31. Juli den aktuellen Preis. Wie viel sie anschließend zahlen müssen, sei noch nicht geklärt, hieß es.


Hodgson kann's nicht lassen: Watford holt ehemaligen England-Trainer

LONDON: Der FC Watford hat übereinstimmenden Medienberichten zufolge nur einen Tag nach der Trennung von Coach Claudio Ranieri einen Nachfolger gefunden. Demnach kehrt der frühere englische Fußball-Nationaltrainer Roy Hodgson nach einem halben Jahr aus dem Ruhestand zurück. Der 74-Jährige soll die Hornets vor dem Abstieg retten.


Fünf Corona-Fälle beim Zweitligaclub SC Paderborn

PADERBORN: Beim Fußball-Zweitligisten SC Paderborn haben Tests fünf Corona-Fälle ergeben. Die Infizierten sind in Quarantäne. Dies teilte der Club am Dienstag mit. Für den überwiegenden Teil der Mannschaft laufe der Trainingsbetrieb in geplanter Weise weiter.


Barty dominiert Tennis-Viertelfinale bei den Australian Open

MELBOURNE: Die Weltranglisten-Erste Ashleigh Barty hat zum zweiten Mal nach 2020 das Halbfinale der Australian Open erreicht. Barty besiegte am Dienstag in Melbourne mit 6:2, 6:0 die Amerikanerin Jessica Pegula. Im Halbfinale trifft sie auf Madison Keys, die zuvor die Tschechin Barbora Krejcikova mit 6:3, 6:2 besiegte.


Kollision mit Bus: Ex-Toursieger Bernal operiert

BOGOTÁ: Gebrochene Wirbelsäule, gebrochener Oberschenkel, offener Bruch der Kniescheibe: Das medizinische Bulletin nach dem schweren Sturz von Radprofi Egan Bernal liest sich wie ein Report des Schreckens und verdeutlicht, dass der frühere Sieger der Tour de France um die Fortsetzung seiner Karriere kämpft. Nach mehreren Operationen kam in der Nacht zu Dienstag immerhin eine leichte Entwarnung. Bernal sei stabil.


Nadal mit Sieg gegen Zverev-Bezwinger ins Melbourne-Halbfinale

MELBOURNE: Tennisstar Rafael Nadal hat zum siebten Mal das Halbfinale der Australian Open erreicht. Der 35 Jahre alte Spanier musste am Dienstag in Melbourne offenbar angeschlagen nach einer 2:0-Satzführung gegen Denis Shapovalov noch in den fünften Satz, kämpfte sich aber zu einem 6:3, 6:4, 4:6, 3:6, 6:3.


Bayern erlaubt wieder bis zu 10.000 Zuschauer im Profisport

MÜNCHEN: In der Fußball-Bundesliga darf in Bayern wieder vor bis zu 10.000 Zuschauern gespielt werden. Das Kabinett beschloss am Dienstag damit bis auf Weiteres das Ende der Geisterspiele. Die Regelung gilt auch für andere Profiligen. Neben der Obergrenze von 10.000 Personen gelten für die überregionalen Sportveranstaltungen weitere Einschränkungen, u.a. dürfen maximal 25 Prozent der Kapazitäten genutzt werden.


Nach Massenpanik: Viertelfinale des Afrika-Cups verlegt

JAUNDE: Nach der Massenpanik mit mindestens acht Toten ist ein Viertelfinale des Afrika-Cups in Kamerun in ein anderes Stadion verlegt worden. Patrice Motsepe, Präsident des Kontinentalverbandes CAF, sagte am Dienstag auf einer Pressekonferenz, dass das für Sonntag angesetzte Spiel im Stadion Ahmadou Ahidjo statt im Stade d'Olembé stattfinden werde. Beide Arenen liegen in der Hauptstadt Jaunde.


Wegen Corona-Fällen in der DEL: Spielervereinigung fordert Spielstopp

MÜNCHEN: Angesichts des Corona-Ausbruchs bei den Adler Mannheim und etlicher weiterer Fälle in der Deutschen Eishockey Liga fordert die Spielervereinigung SVE kurz vor den Olympischen Winterspielen in Peking einen Spielstopp der Liga. «Mit Blick auf das internationale Turnier, an dem unsere Nationalmannschaft für Eishockey-Deutschland im Sinne des olympischen Gedankens teilnimmt, sowie die geplanten Nachholspiele in der DEL gilt es jegliche Risiken in den kommenden Tagen auf ein Minimum zu reduzieren und die Möglichkeit der Spielerisolation bestmöglich zu optimieren», schrieb die SVE am Dienstag


Xi zuversichtlich über Winterspiele - Treffen mit IOC-Präsident Bach

PEKING: Trotz der Corona-Pandemie ist Chinas Staats- und Parteichef Xi Jinping zuversichtlich, dass die Olympischen Winterspiele in Peking «reibungslos» ausgerichtet werden können. Bei einem Treffen mit dem Präsidenten des Internationalen Olympischen Komitees (IOC), Thomas Bach, im Staatsgästehaus im Westen der chinesischen Hauptstadt versprach Xi Jinping am Dienstag «einfache, sichere und wunderbare» Spiele.

Chinas Präsident zeigte sich zuversichtlich, dass die Gesundheit und Sicherheit aller Teilnehmer gewahrt werden könne, berichtete das Staatsfernsehen. Die Organisatoren konzentrierten sich auf die Sportler und unternähmen alle Anstrengungen, um gute Arbeit zu leisten, sagte Xi Jinping demnach.

Seit Ausbruch der Pandemie vor zwei Jahren hat Chinas Präsident solche persönlichen Treffen mit ausländischen Gästen möglichst vermieden und war auch nicht mehr im Ausland gereist. Der deutsche IOC-Präsident war am Samstag in Peking eingetroffen und hatte sich zunächst drei Tage in Isolation begeben.

Die Spiele vom 4. bis 20. Februar finden unter strengen Sicherheitsvorkehrungen statt, die noch weit über die Maßnahmen bei den Sommerspielen in Tokio hinausgehen. Alle Sportler und anderen Teilnehmer müssen sich in hermetisch abgeriegelten «geschlossenen Kreisläufen» bewegen, um zu verhindern, dass das Virus eingeschleppt wird. Auch werden sie täglich auf das Virus getestet.


149. Athlet im deutschen Team: Auch Skirennfahrer Rauchfuß zu Olympia

PLANEGG: Skirennfahrer Julian Rauchfuß ist für die kommenden Winterspiele in Peking nachnominiert worden. Das gab der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) am Dienstag bekannt. Der 27-Jährige profitiert davon, dass die Alpin-Riege des Deutschen Skiverbandes (DSV) vom Internationalen Olympischen Komitee (IOC) einen weiteren Quotenplatz für das Event in China erhalten hat. Damit umfasst das deutsche Aufgebot für die Winterspiele vom 4. bis 20. Februar nun insgesamt 149 Sportlerinnen und Sportler.

Die nationale Norm von einem Top-8- oder zwei Top-15-Ergebnissen in der laufenden Weltcup-Saison hat Rauchfuß nicht erfüllt. Beim bisher einzigen Parallelevent des Winters in Lech/Zürs war der Sportler von der RG Burig Mindelheim aber Neunter geworden. Er könnte deshalb nun ein Ersatzmann für den olympischen Teamwettbewerb werden.

Vergangene Woche hatten der Österreichische Skiverband (ÖSV) und andere Nationen darauf gedrängt, dass das IOC dem Vorschlag zustimmt, nicht genutzte Quotenplätze aus anderen Sportarten auf die Alpinen zu übertragen. Die Skirennfahrer aus Österreich bekamen daraufhin zwei weitere Olympia-Startplätze, Frankreich und Deutschland je einen.


Eishockey-Team mit zehn Silbergewinnern von 2018 zu Olympia

MÜNCHEN: Deutschlands Eishockey-Team reist mit zehn Silbermedaillengewinnern von 2018 zu den Olympischen Winterspielen nach Peking. Bundestrainer Toni Söderholm präsentierte bei der offiziellen Bekanntgabe des Kaders am Dienstag auch zwei große Überraschungen: Mit der erneuten Nominierung des Olympia-Keepers von 2018, Danny aus den Birken (36), sowie der von Sturm-Routinier Daniel Pietta (35) war nicht zu rechnen.


Erneut zwölf Corona-Fälle bei Anreise zu Winterspielen in Peking

PEKING: Unter den Anreisenden zu den Olympischen Winterspielen in Peking sind erneut zwölf Corona-Tests positiv ausgefallen. Wie die Organisatoren am Dienstag in der chinesischen Hauptstadt mitteilten, handele es sich allerdings nicht um Sportler oder Team-Funktionäre, sondern um andere Olympia-Beteiligte. Seit Beginn der Anreisewelle seien bis Sonntag 21 Infektionen bestätigt worden, darunter ein nicht genannter Sportler sowie ein Betreuer aus dem Team Deutschland.


Norwegens Biathleten in Bestbesetzung im ersten Olympia-Rennen

OSLO: Gold-Favorit Norwegen hat als erste Top-Nation das Aufgebot für das erste olympische Biathlonrennen benannt. In der Mixed-Staffel tritt das Weltmeister-Quartett am 5. Februar (Samstag, 10.00 Uhr) mit Marte Olsbu Röiseland, Tiril Eckhoff, Tarjei Bö und Johannes Thingnes Bö an. Das gab der norwegische Verband am Montagabend mit viel Vorlauf vor dem Auftakt-Wettbewerb im chinesischen Zhangjiakou nordwestlich von Peking bekannt.

Vor vier Jahren in Pyeongchang hatte Norwegen hinter Frankreich Platz zwei belegt. Deutschland war als Vierter in Südkorea um nur 0,3 Sekunden an einer Medaille vorbeigeschrammt. In Laura Dahlmeier und Arnd Peiffer werden die beiden Top-Stars aus der damaligen deutschen Mannschaft bei den kommenden Spielen in Asien (4. bis 20. Februar) nach ihren Rücktritten allerdings nicht mehr dabei sein.


USA schicken 222 Sportlerinnen und Sportler zu Olympia nach Peking

COLORADO SPRINGS: Die USA schicken 222 Sportlerinnen und Sportler zu den Olympischen Winterspielen nach Peking. Die Nominierung am Montag (Ortszeit) machte die mehrheitlich bereits durch ihre Fachverbände erfolgten Nennungen offiziell. Nur vor vier Jahren in Pyeongchang war ein Aufgebot der USA bei Winterspielen größer. Deutschland schickt 148 Athletinnen und Athleten nach China. Die Winterspiele dort beginnen am 4. Februar und enden am 20. Februar.

Unter den US-Athleten ist wie erwartet auch Snowboard-Star Shaun White, einer von vier der nominierten Amerikanerinnen und Amerikaner mit der Erfahrung von bereits vier vorausgehenden Olympia-Teilnahmen. Er könnte nach Eisschnellläuferin Ireen Wüst aus den Niederlanden zudem die erst zweite Person mit Medaillen bei vier verschiedenen Olympischen Winterspielen werden.


Vorerst keine Rückkehr von Zuschauern in Stadien und Hallen

BERLIN: Eine verstärkte Rückkehr von Zuschauern zu Spielen der Fußball-Bundesliga und anderen deutschen Profiligen wird es wegen der steigenden Zahl an Corona-Infektionen vorerst nicht geben. Bei ihren Beratungen mit dem Bund beschlossen die Ministerpräsidentinnen und -präsidenten der Länder am Montag, dass die Chefs der Staats- und Senatskanzleien bis zum 9. Februar zumindest eine einheitliche Regelung für überregionale Großveranstaltungen vereinbaren sollen. Das geht aus dem nach der Videoschaltkonferenz von Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) mit den Regierungschefinnen und Regierungschefs der Länder veröffentlichten Papier hervor.


DFL-Chefin Hopfen: «Differenzierte Szenarien» wären wichtig gewesen

FRANKFURT/MAIN: Die neue DFL-Chefin Donata Hopfen hat den Verzicht von Bund und Ländern auf eine weitere Öffnung der Fußballstadien für Zuschauer kritisiert. «Die Eindämmung der Pandemie und der Schutz des Gesundheitssystems genießen selbstredend Priorität, erst recht angesichts der Omikron-Welle», wird die Geschäftsführerin der Deutschen Fußball Liga am Montagabend in einem DFL-Statement zitiert. «Im Sinne des gesamten Profisports wäre es dennoch wichtig gewesen, schon jetzt mit Blick auf die Zulassung von Fans Einigkeit über differenzierte Szenarien zu erzielen, die sich an der jeweiligen Pandemie-Lage orientieren.»


BVB-Boss Watzke kritisiert Corona-Beschlüsse: Prüfen Eilverfahren

DORTMUND: Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke vom Bundesligisten Borussia Dortmund hat den Verzicht von Bund und Ländern auf eine weitere Öffnung der Fußball-Stadien für Zuschauer mit deutlichen Worten kritisiert und erwägt sogar juristische Schritte. «Wir werden uns die Beschlüsse des Landes NRW genau anschauen und prüfen, ob wir sie im Eilverfahren kontrollieren lassen», sagte Watzke am Montag der Deutschen Presse-Agentur. Es sei «bitter, dass die Mehrheit der MPK-Teilnehmer nach zwei Jahren nur an Verbote denkt und nicht auch an ein Mindestmaß an Möglichkeiten und logischen Entscheidungen», erklärte Watzke.


DOSB-Betreuer in China positiv auf Coronavirus getestet

FRANKFURT/MAIN: Ein Betreuer aus dem Team Deutschland für die Olympischen Winterspiele in Peking ist in China positiv auf das Coronavirus getestet worden. Wie der Deutsche Olympische Sportbund am Montag mitteilte, ist der Befund am Sonntag nach einem PCR-Test in der Skiregion Zhangjiakou festgestellt worden. Der Betreuer sei symptomfrei und befinde sich aktuell in einem Quarantäne-Hotel, hieß es in einer Mitteilung. Die Abläufe vor Ort hätten den im Playbook beschriebenen Vorgaben entsprochen, die Kommunikation zwischen dem medizinischen Personal des Organisationskomitees vor Ort und dem DOSB sei sehr gut und kooperativ gewesen.

Afrika-Cup: Gastgeber Kamerun und Gambia im Viertelfinale

Yaoundé/Bafoussam (dpa ) - Gastgeber Kamerun und das Überraschungsteam aus Gambia sind beim Afrika-Cup ins Viertelfinale eingezogen. Mit Fußballprofi Eric-Maxim Choupo-Moting vom FC Bayern München gewann Kamerun am Montagabend in Yaoundé seine Achtelfinalpartie gegen den mutigen Cup-Neuling Komoren mit 2:1 (1:0). Für den Favoriten und Sieger der Vorrundengruppe A trafen Lyon-Profi Toko Ekambi (29. Minute) und Vincent Aboubakar (70.). Youssouf M'Changama verkürzte nur noch (81.). Zuvor hatte Gambia durch ein 1:0 (0:0) gegen Guinea in Bafoussam das Viertelfinale erreicht. Den entscheidenden Treffer erzielte Musa Barrow (71.).


FC Watford trennt sich nach nur 16 Wochen von Coach Ranieri

LONDON: Der FC Watford hat sich nach nur 16 Wochen wieder von Trainer Claudio Ranieri getrennt. Dies bestätigte der Tabellenvorletzte der Premier League am Montagabend via Twitter. Ranieri war erst Anfang Oktober 2021 verpflichtet worden. Unter Leicesters früherem Meistertrainer hatte Watford aber nur sieben Punkte holen können. Das Team gewann beim FC Everton mit 5:2 und feierte einen spektakulären 4:1-Heimsieg gegen Manchester United im November. Nach dem Überraschungserfolg gewannen die Hornets mit dem italienischen Fußballtrainer allerdings kein Liga-Spiel mehr und holten nur einen einzigen Zähler bei einem Remis gegen das ebenfalls abstiegsgefährdete Newcastle United.


Balotelli erstmals seit 2018 wieder in die Squadra Azzurra berufen

ROM: Mario Balotelli steht zum ersten Mal seit September 2018 wieder im Kader der italienischen Fußball-Nationalmannschaft. Auswahltrainer Roberto Mancini nominierte den 31-Jährigen am Montag überraschend in sein 35-köpfiges Aufgebot für ein dreitägiges Trainingscamp vor der WM-Relegation der Italiener Ende März. Der eigenwillige Stürmer hat in bislang 36 Länderspielen für die Squadra Azzurra 14 Tore erzielt. Im Juli 2021 war Balotelli zum Süper-Lig- Aufsteiger Adana Demirspor in die Türkei gewechselt und unterschrieb dort laut Vereinsangaben einen Dreijahresvertrag.


Dänemark als erstes Team im Halbfinale der Handball-EM

BUDAPEST: Weltmeister Dänemark hat als erste Mannschaft das Halbfinale der Handball-Europameisterschaft erreicht. Die Mannschaft des ehemaligen Bundesliga-Trainers Nikolaj Jacobsen setzte sich am Montagabend in Budapest souverän mit 35:23 (21:12) gegen die Niederlande durch. Olympiasieger Frankreich befindet sich wie Dänemark ebenfalls auf Kurs in Richtung Halbfinale. Die Franzosen besiegten Montenegro problemlos mit 36:27 (16:12). Im abschließenden Hauptrunden-Spiel am Mittwoch gegen die Dänen reicht den Franzosen nun ein Remis, um den Halbfinal-Einzug perfekt zu machen.


Nächste Spielabsage wegen Corona in der Deutschen Eishockey Liga

NEUSS: Die Corona-Pandemie hat für die nächste Spielabsage in der Deutschen Eishockey Liga gesorgt. Die für diesen Dienstag angesetzte Partie der Adler Mannheim gegen die Krefeld Pinguine kann wegen einer «Isolations- und Quarantäneanordnung für das gesamte Team der Adler Mannheim» nicht stattfinden. Das teilte die DEL am Montagabend mit. Ein Nachholtermin steht noch nicht fest. Die steigende Anzahl von Corona-Infektionen wirbelt den DEL-Spielplan damit weiter durcheinander.

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