Nachrichten aus der Sportwelt am Dienstag

Die deutsche Lena Dürr reagiert nach dem zweiten Lauf des Slaloms der Damen beim FIS Alpinen Skiweltcup in Schladming. Foto: epa/Christian Bruna
Die deutsche Lena Dürr reagiert nach dem zweiten Lauf des Slaloms der Damen beim FIS Alpinen Skiweltcup in Schladming. Foto: epa/Christian Bruna

Skirennfahrerin Dürr erneut auf dem Podest - Shiffrin siegt

SCHLADMING: Skirennfahrerin Lena Dürr hat beim letzten Slalom vor den Olympischen Spielen in Peking ihre Topform bestätigt. Die 30-Jährige vom SV Germering raste beim Nachtevent in Schladming am Dienstag auf Rang drei und damit schon zum dritten Mal in dieser Saison auf das Podest. Bereits in Levi war sie zweimal Dritte geworden. Dazu kommen in diesem Winter noch ein fünfter Platz in Killington und der vierte am vergangenen Wochenende in Kranjska Gora.

Der Sieg auf der Planai ging an die amerikanische Ausnahmefahrerin Mikaela Shiffrin, die nach dem ersten Durchgang noch auf Rang fünf gelegen hatte. Für Shiffrin war es bereits der 73. Weltcup-Erfolg und der 47. im Slalom - mehr schaffte in einer Einzeldisziplin niemand. Zweite wurde die slowakische Gesamtweltcupsiegerin Petra Vlhova, die sich damit bereits die kleine Kristallkugel im Torlauf sicherte. Die deutsche Nachwuchshoffnung Emma Aicher lag nach dem ersten Lauf aussichtsreich auf Rang zehn, schied dann aber aus. Das Rennen war coronabedingt von Flachau nach Schladming verlegt worden.


Alpine Skirennen in Kitzbühel mit 1000 Zuschauern geplant

KITZBÜHEL: Die alpinen Skirennen der Herren vom 21. bis 23. Januar in Kitzbühel sollen trotz steigender Corona-Zahlen vor Zuschauern stattfinden. Man müsse «ein Signal setzen», sagte der Präsident des Kitzbüheler Skiclubs, Michael Huber, der österreichischen Nachrichtenagentur APA. 1000 Besucher sollen zu den legendären Hahnenkammrennen zugelassen werden. Im vergangenen Winter hatten sie pandemiebedingt ohne Zuschauer stattgefunden.

«Es ist keine einfache Übung», sagte Huber. Doch man müsse «ein Zeichen setzen, einen Hoffnungsschimmer». Die Events in Tirol seien so etwas wie ein «nationales Kulturgut». Dennoch dürfe man «nichts ausreizen» und müsse mit «vernünftigem Hausverstand» agieren.

Auch die Trainings an den Tagen vor den Rennen sollen Fans zugänglich gemacht werden. Bei allen Veranstaltungen gelte die 2G-plus-Regelung und FFP2-Maskenpflicht. In Kitzbühel stehen am 21. und 22. Januar zwei Abfahrten und am 23. Januar ein Slalom an.


IOC: Olympia-Start von ungeimpften unter 18-Jährigen wird geprüft

FRANKFURT/MAIN: Das Internationale Olympische Komitee hat klargestellt, dass die Einreise und Teilnahme an den Winterspielen in Peking von ungeimpften unter 18 Jahre alten Athleten keinesfalls generell zugelassen wird. «Jeder Fall eines nicht geimpften Teilnehmers der Spiele, der nach Peking reisen will, muss von dem medizinischen Expertengremium geprüft werden», teilte das IOC am Dienstag auf dpa-Anfrage mit. Das Gremium bestehe aus internationalen und chinesischen Experten und werde von einem internationalen Experten geleitet.

Alexander Kogan, der Generaldirektor des russischen Eiskunstlauf- Verbandes, hatte der Nachrichtenagentur Tass gesagt, dass alle Eiskunstläufer unter 18 Jahren nicht gegen den Coronavirus geimpft werden müssten, bevor sie in die chinesische Hauptstadt fliegen würden. Sie hätten keine dreiwöchigen Quarantäne zu befürchten.

Bei der am Mittwoch beginnenden Europameisterschaft in Estlands Hauptstadt Tallinn gehen Kamila Walijewa (15), Alexandra Trusowa (17) und Anna Scherbakowa (17) an den Start. Die EM gilt als Olympia-Qualifikation. «In Übereinstimmung mit den Empfehlungen und Vorschriften des Organisationskomitees der Spiele und gemäß den Gesetzen unseres Landes werden Minderjährige in der Nationalmannschaft nicht geimpft», sagte Kogan.

Das russische Gesundheitsministerium hatte erst im November die Verwendung eines neuen Impfstoffs gegen das Coronavirus (Sputnik M) für Kinder zwischen 12 und 17 Jahren genehmigt.


Olympia-Arzt Wolfarth: Teststrategie könnte Wettbewerb verzerren

LEIPZIG: Der leitende Arzt der deutschen Olympia-Mannschaft, Bernd Wolfarth, hält Manipulationen bei den Corona-Tests rund um die bevorstehenden Winterspiele in Peking (4. bis 20. Februar) für «eher unwahrscheinlich». Angesichts der strikten Einreisebedingungen in China hält er es aber «für gegeben, dass eine gewisse Wettbewerbsverzerrung entstehen kann.» Nämlich dann, «wenn Athleten und Athletinnen jetzt noch positiv getestet werden und aufgrund dieses Positiv-Tests nicht einreisen können.»

Der deutsche Alpinchef Wolfgang Maier hatte am Wochenende Befürchtungen geäußert, dass in Peking Manipulationen durch Corona-Tests möglich sein könnten. Gleichzeitig forderte er eine Vereinheitlichung von Kriterien wie dem CT-Wert. Die Vorgaben für eine Einreise seien «eigentlich sehr klar und nichts, was für Olympia neu gesetzt wurde, sondern Teil der Zero-Covid-Politik der chinesischen Regierung», sagte Wolfarth bei einer digitalen Presserunde des Instituts für Angewandte Trainingswissenschaft in Leipzig am Dienstag. «Bei der Einreise werden negative PCR-Tests abverlangt und dafür wurde der CT-Wert von 40 in den Raum gestellt.»

Es handele sich um eine «andere Herangehensweise als in Europa, sie wurde aber klar kommuniziert.» Der CT-Wert gibt theoretisch an, wie ansteckend ein Coronainfizierter ist. Je niedriger der Wert ist, als desto ansteckender gilt eine Person. In Deutschland gilt man ab einem Wert von über 30 als nicht mehr infektiös.

Da Tests eben auch nach Wochen noch leicht positiv, die betroffenen Personen aber nicht mehr ansteckend sein können, sei es wichtig, dass ein Gremium aus chinesischen und internationalen Fachleuten gebildet worden ist, so Wolfarth. Dieses soll derartige Fälle prüfen und über eine Einreise der Person nach China entscheiden. Test-Manipulationen vor Ort hält Wolfarth für «eher unwahrscheinlich». Es werde mehrfach getestet und gebe «immer nochmal die Möglichkeit, entsprechende Kontrolluntersuchungen zu beantragen». Das sei auch schon bei den Sommerspielen in Tokio im vergangenen August so gewesen.


Olympia-Kader: Deutscher Eishockey-Bund will noch keine Namen nennen

MÜNCHEN: Der Deutsche Eishockey-Bund will die Namen der Spieler des vorläufigen Olympia-Kaders noch nicht veröffentlichen. Erst wenn das endgültige, 25 Spieler umfassende, Aufgebot für die Winterspiele im Februar in Peking benannt werden muss, sollen auch Namen veröffentlicht werden. «Wir haben uns aufgrund der pandemischen Lage dazu entschieden, erst Ende Januar den finalen Kader öffentlich bekannt zu geben. Uns ist wichtig, dass die Spieler so lange wie möglich in Ruhe ihren Aufgaben in den Clubs nachgehen können», sagte DEB-Sportdirektor Christian Künast am Dienstag.

Zuvor hatte Bundestrainer Toni Söderholm einen großen Kader mit rund 70 Olympia-Kandidaten gemäß der Fristen des Deutschen Olympischen Sportbundes auf 35 Namen reduziert. «Mich freuen die vielen positiven Reaktionen in den persönlichen Gesprächen auf die Nominierung für den vorläufigen Kader. Das zeigt, dass die Spieler unbedingt beim olympischen Eishockeyturnier dabei sein wollen», sagte der Finne, der zuvor bei MagentaSport eingeräumt hatte, auch Absagen wegen der Corona-Situation und der strengen Corona-Regeln in China bekommen zu haben. Insgesamt habe er aber ungefähr «99 Prozent» der von ihm gewünschten Spieler auch nominieren können.

Vor allem in der Deutschen Eishockey Liga ist die Situation derzeit angespannt. Wegen zunehmender Infektionen waren zuletzt vier von 15 Teams nicht spielfähig. Sollten kurzfristig mehr als zehn Nationalspieler aus dem aktuell benannten Aufgebot wegen einer Corona-Infektion für Olympia ausfallen, könnten auch Spieler nachnominiert werden, die nicht mehr im aktuellen 35er Kader stehen.

«Gleichzeitig verlangt die aktuelle Situation von uns allen eine hohe Flexibilität bei den Planungen, was wir ganz offen untereinander kommuniziert haben», sagte Söderholm.


Struff beim ATP-Turnier in Adelaide in Runde eins gescheitert

ADELAIDE: Tennis-Profi Jan-Lennard Struff ist beim ATP-Turnier in Adelaide gleich in Runde eins gescheitert. Bei dem mit 430.000 Dollar dotierten Turnier in Vorbereitung auf die in der kommenden Woche beginnenden Australian Open unterlag der 31 Jahre alte Warsteiner am Dienstag dem Franzosen Corentin Moutet mit 2:6, 4:6.


«L'Equipe»: Coman vor Vertragsverlängerung beim FC Bayern

MÜNCHEN: Champions-League-Finaltorschütze Kingsley Coman steht beim FC Bayern vor einer Vertragsverlängerung. Wie die französische Sportzeitung «L'Equipe» berichtet, könnte die Unterschrift unter einen langfristigen Vertrag über 2026 hinaus in den kommenden Tagen erfolgen. Coman würde laut dem Bericht in den erweiterten Kreis der Topverdiener aufsteigen.


Fanbündnis fordert Verzicht auf Sportwetten-Anbieter als Sponsoren

FRANKFURT/MAIN: Das Fanbündnis «Unsere Kurve» hat Vereine und Verbände zum Verzicht auf Kooperationen mit Sportwetten-Anbietern aufgefordert. In einem am Dienstag veröffentlichten Positionspapier verlangte es von der Politik eine umgehend strengere Regulierung im Sinne des Jugend- und Spielenden-Schutzes. «Wir verdeutlichen darin, dass Fußball und Fankultur nicht als Plattform für das rücksichtslose Gewinnstreben einer zwielichtigen Branche missbraucht werden dürfen», hieß es.


«The Athletic»: Liverpool droht Ärger wegen Spielverlegung

LONDON/LIVERPOOL: Dem FC Liverpool droht wegen angeblich falscher Testergebnisse und einer womöglich unnötigen Spielverlegung Ärger durch den Liga-Verband. Wegen zahlreicher positiver Corona-Tests im Verein war Liverpools Halbfinal-Hinspiel im Ligapokal gegen Arsenal vergangene Woche verlegt worden - zum Unmut der Londoner. Später berichtete Liverpool-Coach Jürgen Klopp jedoch, dass sich fast alle positiven Testergebnisse als falsch herausgestellt hätten und die isolierten Spieler anschließend negativ getestet worden seien.


«King Kohei» im Ruhestand: Turn-Champion Uchimura beendet Karriere

TOKIO: Der japanische Turn-«König» Kohei Uchimura beendet seine Karriere. Wie das Management des bislang erfolgreichsten Turners des Jahrhunderts am Dienstag bekannt gab, wird der 33 Jahre alte Rekord-Weltmeister, der in Turner-Kreisen nur «King Kohei» genannt wird, seine sportliche Laufbahn verletzungsbedingt beenden. Uchimura galt in seiner Karriere als der perfekteste Allround-Turner überhaupt. Er wurde 2012 und 2016 Mehrkampf-Olympiasieger, gewann 2012 zudem mit Japans Team Olympia-Gold und legte bei den Weltmeisterschaften eine Serie hin, die es zuvor noch nie gegeben hatte. Zwischen 2009 und 2015 wurde er sechsmal hintereinander Mehrkampf-Weltmeister und blieb insgesamt sieben Jahre ungeschlagen.


Handball-Dachverband: Sicherheit bei EM hat oberste Priorität

HAMBURG: Die Europäische Handball-Föderation (EHF) setzt trotz der weiter um sich greifenden Corona-Pandemie auf eine sichere Europameisterschaft in Ungarn und der Slowakei. «Die Methoden sind bekannt, die Ziele bleiben gleich: Die Sicherheit aller Beteiligten hat oberste Priorität», sagte EHF-Generalsekretär Martin Hausleitner vor dem am Donnerstag beginnenden Turnier in einem Interview der Fachzeitschrift «Handballwoche» (Dienstag).


Werder-Quartett aus Isolation entlassen - Füllkrug muss weiter warten

BREMEN: Werder Bremen kann im ersten Punktspiel des neuen Jahres gegen Fortuna Düsseldorf eventuell mit Marco Friedl, Milos Veljkovic und Manuel Mbom planen. Das am 2. Januar positiv auf das Coronavirus getestete Trio wurde durch das Bremer Gesundheitsamt aus der Isolation entlassen, wie der Fußball-Zweitligist am Dienstag mitteilte. Die drei Profis sollen nach einem medizinischen Check ebenso mit individueller Belastung beginnen, wie Mitchell Weiser, dessen 14-tägige Isolation auch beendet ist.


China will trotz Omikron «erfolgreiche» Winterspiele ausrichten

PEKING: Trotz der sich erstmals auch in China verbreitenden Omikron-Variante des Coronavirus sollen die Olympischen Winterspiele in Peking wie geplant über die Bühne gehen. «Auf welche Schwierigkeiten und Herausforderungen wir auch immer stoßen mögen, unsere Entschlossenheit, erfolgreiche Spiele wie geplant auszurichten, bleibt fest und unerschütterlich», sagte der Sprecher des Organisationskomitees, Zhao Weidong, am Dienstag. Durch die lokalen Omikron-Fälle, die am Wochenende in Tianjin registriert worden waren, soll sich laut der Planer an den ohnehin schon strengen Corona-Maßnahmen für die Spiele vorerst nichts ändern.


Regierungschefs Australiens und Serbiens sprechen über Fall Djokovic

MELBOURNE: Nach der Gerichtsentscheidung zu Gunsten von Tennis-Profi Novak Djokovic haben Australiens Premierminister Scott Morrison und seine serbische Amtskollegin Ana Brnabic ein Telefonat zu dem Fall geführt. Es handelte sich um ein «konstruktives» Gespräch, wie am Dienstag die australische Nachrichtenagentur AAP unter Berufung auf das Büro des Regierungschefs meldete. Darin habe Morrison die «nicht-diskriminierende» Grenzpolitik Australiens und ihre Rolle beim Schutz des Landes während der Corona-Pandemie erläutert. Die beiden hätten sich darauf geeinigt, in Kontakt zu bleiben und die bilateralen Beziehungen zu stärken.


Ermittlungen gegen Fünfkämpferin Schleu und Raisner eingestellt

POTSDAM: Die Potsdamer Staatsanwaltschaft hat Ermittlungen wegen Tierquälerei gegen die Moderne Fünfkämpferin Annika Schleu und Bundestrainerin Kim Raisner eingestellt. Die Beschuldigten hätten bei den Spielen in Tokio auf das Reitpferd nur kurzfristig eingewirkt und sich in einer physischen und psychischen Ausnahmesituation des olympischen Wettkampfs befunden, hieß es in einer am Dienstag auf der Internetseite der Behörde veröffentlichten Mitteilung.


Ungeimpfte Snowboard-Olympiasiegerin tritt dreiwöchige Quarantäne an

PEKING: Die Schweizer Snowboarderin Patrizia Kummer wird schon diese Woche nach China reisen und sich im Vorfeld der Olympischen Winterspiele dort in eine 21-tägige Quarantäne begeben. Die 34-Jährige hat sich aus persönlichen Gründen bislang nicht gegen das Coronavirus impfen lassen. Für eine Teilnahme an den Spielen vom 4. bis 20. Februar ist die Isolation vorab für sie daher erforderlich. «Ich respektiere die Regelungen der Behörden und des IOC», sagte Kummer, die bei den Winterspielen im russischen Sotschi 2014 Gold im Parallel-Riesenslalom gewonnen hat.


«Tages-Anzeiger»: Melbourne drohen Tennis-Tumulte

ZÜRICH: Der Zürcher «Tages-Anzeiger» kommentiert am Dienstag das Urteil im Streit um die Einreise von Tennisstar Novak Djokovic nach Australien:

«Dass Novak Djokovic das Australian Open gemäß Richter Anthony Kelly nun doch bestreiten kann, ist für viele, allen voran die australische Regierung, ein Schlag ins Gesicht. Der Entscheid bedeutet für Melbourne und das nächsten Montag beginnende Grand-Slam-Turnier eine brandgefährliche Entwicklung. Der Stadt und dem Turnier drohen nun Tumulte zwischen serbischen Fans, die zu den aggressiveren der Tennisszene gehören, sowie der riesigen Fraktion der Anti-Djokovic-Hardliner.

Der Weltranglistenerste ist zum Symbol der Egozentrik, der Uneinsichtigkeit, der Ungleichheit und zu einem weltweiten Anführer der Impfgegner geworden. Dass er mit fragwürdigen Belegen und der Spitzfindigkeit teurer Juristen eine Impfbefreiung durchstieren (durchsetzen, schweizerisch) kann, während Hunderttausende von Australiern wegen des Virus monatelang praktisch eingesperrt waren, wird die schon letzte Woche riesige Wut gegen ihn neu aufflammen lassen. Sollte er tatsächlich als Spieler in die Rod Laver Arena schreiten, ist ein Aufruhr garantiert.»


«NZZ»: Großer Imageschaden für Australien

ZÜRICH: Zur gerichtlich verfügten Erlaubnis der Einreise von Tennisstar Novak Djokovic nach Australien meint die «Neue Zürcher Zeitung» am Dienstag:

«Ob eine Ausnahmeregel für ungeimpfte Tennisspieler dem Volk zumutbar ist oder nicht, hätten sich die Verantwortlichen allerdings im Voraus überlegen müssen. Und nicht erst, als sie sahen, dass die Volksseele wegen Djokovic kocht.

Als die Grenzschutzbehörden Djokovics Visum annullierten und ihn in Auslieferungshaft steckten, twitterte Premierminister Scott Morrison: «Regeln sind Regeln - vor allem, wenn es um unsere Grenzen geht. Niemand steht über diesen Regeln.» Der Premierminister glaubte, so bei den Wählern punkten zu können und von seinem eigenen Versagen in der Pandemiebekämpfung ablenken zu können. Das war billigster Populismus. (...)

Theoretisch kann der Immigrationsminister Alex Hawke das Visum von Djokovic trotz dem Richterspruch erneut annullieren. Seine Befugnisse diesbezüglich sind fast uneingeschränkt. Doch er tut gut daran, dies sein zu lassen. Der Imageschaden für Australien ist schon groß genug. Wer in einem Loch steckt, sollte aufhören zu graben.»


Pekinger sollen sich bei Unfällen von Olympia-Teilnehmern fernhalten

PEKING: Aus Angst vor der Verbreitung des Coronavirus haben die Behörden der chinesischen Hauptstadt die Bevölkerung dazu aufgerufen, sich im Falle eines Verkehrsunfalls von Teilnehmern der Olympischen Spiele fernzuhalten und ihnen auch nicht zu helfen.

«Halten Sie bei einem Verkehrsunfall bitte einen Sicherheitsabstand ein, und kommen Sie nicht mit dem Fahrzeug und Personen im Fahrzeug in Kontakt», hieß es in einer von Staatsmedien verbreiteten Mitteilung des Pekinger Verkehrsbüros, das dazu aufrief, auf professionelle Helfer zu warten, sollte es einen Unfall mit einem der Olympia-Fahrzeuge geben.

Hintergrund der ungewöhnlichen Warnung ist, dass die Winterspiele in Peking ab dem 4. Februar in einer abgeschotteten Blase stattfinden sollen. China verfolgt eine strikte Null-Corona-Politik. Daher soll verhindert werden, dass die aus aller Welt anreisenden Teilnehmer der Spiele in direkten Kontakt mit Bewohnern der chinesischen Hauptstadt kommen.

Athleten, Journalisten und andere Olympia-Teilnehmer dürfen sich nur an designierten Orten wie Hotels und Wettkampfstätten aufhalten. Zwischen ihnen kommen spezielle Pendelbusse und Schnellzüge zum Einsatz.


1:0 gegen Aston Villa: Manchester United im FA Cup weiter

MANCHESTER: Auch ohne den verletzten Superstar Cristiano Ronaldo hat Manchester United als letzte Mannschaft die vierte Runde im englischen FA Cup erreicht. Der von Ralf Rangnick trainierte Fußball-Traditionsclub mühte sich am Montagabend beim Drittrunden-Abschluss zu einem 1:0 (1:0) gegen den Premier-League- Konkurrenten Aston Villa. Den Siegtreffer für Man United im Old Trafford erzielte Mittelfeldspieler Scott McTominay per Kopfball in der 8. Minute. Beim vermeintlichen Ausgleich der Gäste stand Aston-Routinier Danny Ings knapp im Abseits (51.).


Greuther Fürth verpflichtet schwedischen Torhüter Linde

FÜRTH: Die SpVgg Greuther Fürth will mit der Verpflichtung des Schweden Andreas Linde ihre Schwierigkeiten auf der Torhüterposition beheben. Wie der Tabellenletzte aus der Fußball-Bundesliga am Montag mitteilte, unterschrieb der 28-jährige Linde einen Vertrag bis zum Sommer 2024. Marius Funk (26) fällt nach einer schweren Knieverletzung bis zum Saisonende aus. Sascha Burchert (32) steht Trainer Stefan Leitl daher als einziger erfahrener Profi-Schlussmann zur Verfügung. Linde absolvierte 138 Erstliga-Spiele in Norwegens erster Liga und 30 im europäischen Wettbewerb.


Nach Corona-Fällen bei Alba Berlin: Euroleague-Spiele verschoben

BERLIN: Nach elf Corona-Fällen bei Alba Berlin sind auch die Euroleague-Partie des deutschen Basketball-Meisters bei Maccabi Tel Aviv und Fenerbahce Istanbul verlegt worden. Das teilte Alba am Montag mit. Eine Entscheidung über einen neuen Termin steht noch aus. Die Partie in Tel Aviv war für Mittwoch angesetzt, in Istanbul sollten die Berliner am Freitag antreten. Zuvor war schon die Austragung des Bundesliga-Spiels der Berliner bei den Braunschweig Lions am Sonntag nicht möglich gewesen. Bereits am Montag vergangener Woche war das Euroleague-Spiel gegen Panathinaikos Athen wegen Corona-Fällen im Team der Griechen abgesagt worden.


Drei NFL-Teams trennen sich von Cheftrainern, zwei von Managern

NEW YORK: In der NFL haben drei Teams nach dem Ende der Hauptrunde personelle Konsequenzen gezogen. Die Miami Dolphins, die Chicago Bears und die Minnesota Vikings trennten sich am Montag alle von ihren Cheftrainern, bei den Vikings und den Bears mussten zudem auch die General Manager gehen. Alle drei Football-Teams verpassten die am Wochenende beginnenden Playoffs. Die Dolphins trennten sich von Brian Flores nach drei Spielzeiten und obwohl das Team sieben der letzten acht Saisonspiele gewonnen hatte. Matt Nagy war vier Jahre bei den Chicago Bears und kam in dieser Zeit zwei Mal in die Playoffs. Mike Zimmer musste bei den Vikings nach acht Jahren gehen.

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