Nachrichten aus der Sportwelt am Dienstag

Alexander Shustov aus Russland nimmt am Hochsprungwettbewerb der Männer teil. Archivfoto: epa/STEFFEN SCHMIDT
Alexander Shustov aus Russland nimmt am Hochsprungwettbewerb der Männer teil. Archivfoto: epa/STEFFEN SCHMIDT

Cas bestätigt vierjährige Dopingsperre für Hochspringer Schustow

LAUSANNE: Der ehemalige russische Hochsprung-Europameister Alexander Schustow ist mit dem Einspruch gegen seine vierjährige Dopingsperre vor dem Internationalen Sportgerichtshof Cas gescheitert. Wie aus einer Cas-Mitteilung vom Dienstagabend hervorgeht, bleibt der 37-Jährige damit rückwirkend vom 5. Juni 2020 bis zum 4. Juni 2024 gesperrt.

Schustow hatte im Juli vorigen Jahres Berufung gegen seine Sperre eingelegt. Seine Karriere hatte er bereits 2017 für beendet erklärt. Alle sportlichen Ergebnisse des früheren Leichtathleten vom 8. Juli 2013 bis 7. Juli 2017 wurden annulliert. Dem Russen wird der «Gebrauch einer verbotenen Substanz oder einer verbotenen Methode» zur Last gelegt. Schustow hatte 2010 in Barcelona EM-Gold im Hochsprung gewonnen.


Athletenvertretungen fordern unabhängiges Exekutivkomitee der Wada

BERLIN: Die Forderungen an Regierungen, bei der Welt-Anti-Doping-Agentur auf Reformen zu drängen, werden immer lauter. Vier Athletenvertretungen haben sich am Dienstag mit einem offenen Brief an alle Beteiligten - insbesondere in Regierungen - gewandt, die Forderung der Sportlerinnen und Sportler nach einem gänzlich unabhängigen Exekutivkomitee der Wada zu unterstützen. Hierzu gehören auch Mitbestimmungsrechte unabhängiger Athletenvertretungen. Die von der Wada vorgeschlagene Aufnahme einiger Athleten in ihre Governance-Struktur sei nicht mehr «als eine Nebelkerze. Statt tiefgreifende Reformen umzusetzen, versteckt sich die Wada weiterhin hinter plakativen Schlagwörtern».


Staatsanwaltschaft kündigt Abschlussentscheidung in Fall Jatta an

HAMBURG: Die Hamburger Staatsanwaltschaft will den Fall des Hamburger Fußball-Profis Bakery Jatta bald abschließen. «Es sollte in Kürze eine Abschlussentscheidung ergehen», sagte Generalstaatsanwalt Jörg Fröhlich dem «Hamburger Abendblatt» (Dienstag). Eine Abschlussentscheidung bedeutet, dass das Verfahren eingestellt oder Anklage erhoben wird. Auch eine Einstellung unter Auflagen ist möglich. Seit mehr als zwei Jahren werden Zweifel geäußert, ob es sich bei dem Spieler des Hamburger Zweitligisten HSV tatsächlich um Bakery Jatta oder doch um Bakery Daffeh handelt. Der Club hatte sich während der Ermittlungen immer hinter seinen Spieler gestellt.


Serie-A-Tabellenführer Neapel monatelang ohne Torjäger Osimhen

NEAPEL: Der SSC Neapel muss im Meisterschaftskampf der italienischen Serie A lange auf den im Gesicht verletzten Stürmer Victor Osimhen verzichten. Der beste Torschütze des Fußball-Traditionsvereins wurde am Dienstag im Bereich von Jochbein und Augenhöhle operiert, nachdem er am Sonntag im Topspiel bei Inter Mailand (2:3) durch einen Zusammenstoß mehrere Brüche erlitten hatte. Der Nigerianer (22) werde Napoli rund 90 Tage fehlen, teilte der Verein mit. Mit fünf Treffern ist er der torgefährlichste SSC-Profi.


Werder Bremen zahlt Ungeimpften in Corona-Quarantäne kein Geld

BREMEN: Fußball-Zweitligist Werder Bremen will seinen ungeimpften Beschäftigten im Falle einer Quarantäne ohne eigene Erkrankung vorübergehend kein Gehalt zahlen. Ein Werder-Sprecher bestätigte am Dienstag einen entsprechenden Bericht von Radio Bremen. Bei Werder seien allerdings nahezu alle Spieler und der Betreuerstab geimpft, teilte der Sprecher mit. Ausdrücklich gelte die Maßgabe aber auch für nicht-geimpfte Beschäftigte, die als Kontaktperson ohne Covid-19-Erkrankung in Quarantäne müssen. Auch sie erhalten für die Zeit der Isolierung kein Gehalt.


Interimstrainer positiv getestet: Brand übernimmt vorerst bei Werder

BREMEN: Die Spieler von Werder Bremen haben am Dienstag den dritten Trainer innerhalb von vier Tagen bekommen. Interimscoach Danijel Zenkovic wurde genauso wie Mittelfeldspieler Nicolai Rapp positiv auf das Coronavirus getestet und sofort in häusliche Quarantäne geschickt. Die Leitung des Trainings übernahm vorerst der U19-Coach und ehemalige Werder-Profi Christian Brand, teilte der Club am Dienstag mit. Unterstützt wird der 49-Jährige von Cedric Makiadi, der von 2013 bis 2015 ebenfalls für die Bremer spielte. Brand fungierte am Samstag bereits als Co-Trainer von Zenkovic beim Zweitliga-Spiel gegen den FC Schalke 04 (1:1).


Positive Corona-Tests: Leipzig ohne Marsch und Gulacsi nach Brügge

BRÜGGE: RB Leipzig muss in der Champions League beim FC Brügge auf Trainer Jesse Marsch und Kapitän Peter Gulacsi verzichten. Wie der Fußball-Bundesligist am Dienstag vor dem Abflug mitteilte, wurden beide trotz vollständiger Impfung positiv auf das Coronavirus getestet. Marsch befindet sich bereits in häuslicher Isolation, bei Gulacsi steht nach einem positiven Schnelltest die Bestätigung durch einen PCR-Test noch aus. Zudem liegt bei Co-Trainer Marco Kurth ein positiver Coronatest im familiären Umfeld vor, weshalb auch er auf die Reise verzichtet. Beim Spiel am Mittwoch (21.00 Uhr/DAZN) wird Achim Beierlorzer als Cheftrainer an der Seitenlinie stehen.


Eiskunstläuferin Schott erfüllt Olympia-Norm - DEU hofft auf Team

MÜNCHEN: Die fünfmalige deutsche Eiskunstlauf-Meisterin Nicole Schott hat die Qualifikationsnorm für die Olympischen Winterspiele vom 4. bis 20. Februar 2022 in Peking erfüllt. Wie die Deutsche Eislauf-Union am Dienstag mitteilte, konnte die in Oberstdorf trainierende Schott mit Platz vier bei einem Wettkampf am vergangenen Wochenende in Warschau die Olympia-Vorgabe deutlich übertreffen.

Damit haben die deutschen Eiskunstläufer bisher in drei Disziplinen - im Paarlauf, Eistanz und bei den Frauen - die Kriterien für den Start bei den Peking-Spielen erreicht. Bei den Herren schaffte Paul Fentz (Berlin) die Normerfüllung nicht.

Die DEU erhofft sich noch einen weiteren Olympia-Startplatz im Team-Wettkampf, der nur bei Olympischen Winterspielen ausgetragen wird. Die Entscheidung, welche Verbände sich dafür qualifizieren, wird nach dem Grand-Prix-Final am 12. Dezember in Osaka/Japan vom Eiskunstlauf-Weltverband ISU bekanntgegeben.


Stützle mit Torvorlage bei Comeback-Niederlage der Ottawa Senators

DENVER: Die Ottawa Senators um Nationalspieler Tim Stützle haben die erste NHL-Partie nach der Corona-Zwangspause für die ganze Mannschaft verloren. Gegen die Colorado Avalanche gab es in einem torreichen Spiel am Montagabend (Ortszeit) ein 5:7 mit allein sechs Treffern im letzten Drittel. Stützle bereitete zum Start in den letzten Abschnitt den Treffer zum 4:3 für Ottawa vor und verbucht damit seinen sechsten Assist der Saison. Doch auch eine erneute Führung zum 5:4 und der dritte Treffer von Zach Sanford reichte der Mannschaft aus Kanadas Hauptstadt nicht zum Sieg.


Celtics mit drittem Sieg in Serie - Wagner mit 18 Punkten für Magic

BOSTON: Die Boston Celtics finden langsam zu ihrer erhofften Form und haben auch dank einer erneut guten Leistung von Dennis Schröder gegen die Houston Rockets gewonnen. Beim 108:90 - der bereits 15. Niederlage für die Rockets um Nationalspieler Daniel Theis - kam Schröder am Montagabend auf 18 Punkte. Theis hatte gegen seinen Ex-Club sieben Zähler für die Texaner, die mit nur einem Sieg in 17 Partien das schlechteste Team der Liga sind. Auf zumindest vier Siege kommen die Orlando Magic - beim 92:123 gegen Meister Milwaukee Bucks war das Team um die Berliner Franz und Moritz Wagner aber chancenlos. Zur Halbzeit stand es bereits 31:77. Die starke Ausbeute von 18 Punkten für Moritz Wagner war zwar der Bestwert in der Partie, aber nur ein kleiner persönlicher Erfolg. Bruder Franz blieb bei neun Versuchen komplett erfolglos und erstmals in seiner noch jungen NBA-Karriere ohne einen Korb.


NBA sperrt LeBron James für eine Partie - Doppelte Sperre für Stewart

LOS ANGELES: NBA-Superstar LeBron James ist nach der Auseinandersetzung mit seinem Gegenspieler Isaiah Stewart für eine Partie gesperrt worden und fehlt den Los Angeles Lakers damit beim Spiel gegen die New York Knicks im Madison Square Garden. Stewart bekam von der NBA eine Sperre von zwei Partien auferlegt und darf für die Detroit Pistons weder gegen die Miami Heat noch gegen die Milwaukee Bucks auflaufen. Die Entscheidungen gab die NBA am Montag bekannt. James hatte Stewart am Sonntagabend mit der geschlossenen Faust im Gesicht getroffen und war deswegen vom Platz geflogen. Stewart blutete und geriet derart in Rage, dass er mehrfach von vielen Leuten zurückgehalten werden musste.


Nur neun Wochen: Türkgücü München trennt sich von Trainer Hyballa

MÜNCHEN: Fußball-Drittligist Türkgücü München hat sich nach nur neun Wochen von Trainer Peter Hyballa getrennt. Nach der Freistellung mit sofortiger Wirkung von dem 45-Jährigen übernehmen «bis auf Weiteres» die Co-Trainer Alper Kayabunar und Nicolas Masetzky das Training. Einen Nachfolger hat der Verein noch nicht. Türkgücü München liegt nur auf Tabellenplatz 16. Hyballa hatte Ende September Petr Ruman abgelöst. In sieben Drittligapartien holte er nur sechs Punkte.


Weltcups der Kufensportler in Altenberg ohne Zuschauer

ALTENBERG: Nach der dynamischen Pandemieentwicklung in Sachsen werden die Weltcups im Bob, Skeleton und Rodeln in Altenberg ohne Zuschauer stattfinden. Das teilten der Veranstalter, die Wintersport Altenberg GmbH (WiA), sowie das Organisationskomitee am Dienstag mit. Nach der ab vergangenen Montag geltenden Corona-Notfallverordnung bleibt den Organisatoren nichts anderes übrig. Betroffen sind der Europacup im Bob an diesem Wochenende sowie die Weltcups Bob und Skeleton am ersten Dezember-Wochenende sowie der Rodel-Weltcup am dritten Advent.


Hannover 96 stellt 1000 Freikarten als Impfanreiz

HANNOVER: Mit 1000 Freikarten für das Heimspiel gegen Dynamo Dresden wollen Fußball-Zweitligist Hannover 96 und die Region Hannover einen weiteren Impfanreiz in der Coronakrise schaffen. Wer sich ab dem (heutigen) Dienstag für eine Erst- oder Booster-Impfung entscheidet, kann sich ab dem nächsten Montag mit seinem Impfpass zwei kostenlose Eintrittskarten für die Partie am 23. Januar im Fanshop der 96er abholen. Dabei ist es unerheblich, ob die Impfung von einem mobilen Impfteam oder einem niedergelassenen Arzt verabreicht wurde, teilte die Region am Dienstag mit.


Biathlon-Weltcupkader nominiert - Drei Routiniers fehlen

BERLIN: Die Routiniers Maren Hammerschmidt, Franziska Hildebrand und Karolin Horchler haben den Sprung ins deutsche Biathlon-Weltcupteam nicht geschafft. Die letzten offenen Plätze für den Saisonauftakt haben sich Juliane Frühwirth, Anna Weidel, Philipp Horn und Justus Strelow gesichert, wie der Deutsche Skiverband am Dienstag mitteilte. Denise Herrmann, Franziska Preuß, Janina Hettich, Vanessa Hinz, Vanessa Voigt, Benedikt Doll, Erik Lesser, Philipp Nawrath und Roman Rees waren für den Auftakt ab Samstag im schwedischen Östersund gesetzt. Die restlichen Plätze wurden nach Testrennen und Trainerentscheid vergeben. An diesem Samstag starten die Biathleten mit den Einzelrennen in den Olympia-Winter, ehe am Sonntag die Sprints folgen.


China fordert Ende der «bösartigen Unterstellungen» um Peng Shuai

PEKING: Chinas Regierung sucht ein Ende der Kontroverse um den längere Zeit verschwundenen Tennisstar Peng Shuai. «Einige Leute sollten ihre bösartigen Unterstellungen beenden und diese Sache nicht politisieren», sagte der Sprecher des Außenministeriums, Zhao Lijian, am Dienstag auf Fragen der Presse in Peking. Er wies darauf hin, dass die 35-Jährige einige Aktivitäten in der Öffentlichkeit unternommen habe. Auch erwähnte der Sprecher das Videotelefonat mit dem Präsidenten des Internationalen Olympischen Komitees (IOC), Thomas Bach. «Wir hoffen, dass betreffende Seiten aufhören, die Angelegenheit arglistig aufzubauschen.»


Kölner Torhüter Timo Horn fällt bis zur Winterpause aus

KÖLN: Fußball-Bundesligist 1. FC Köln muss im rheinischen Derby gegen Borussia Mönchengladbach am Samstag und für den Rest des Jahres auf Torhüter Timo Horn verzichten. Wie der Club am Dienstag mitteilte, hat sich der Keeper im Spiel beim FSV Mainz 05 am Sonntag eine Knieverletzung zugezogen. Dies ergab eine MRT-Untersuchung am Montag. Horn wurde in der Nachspielzeit der Bundesligapartie vom Mainzer Spieler Karim Onisiwo am Knie getroffen, konnte aber nach einer kurzen Behandlung zunächst weiterspielen. Der FC-Schlussmann hatte seit dem Aufstieg 2019 80 Bundesligaspiele in Serie für die Kölner absolviert und dürfte nun von Marvin Schwäbe vertreten werden.


Medien: Ole Werner soll neuer Werder-Trainer werden

BREMEN: Ole Werner ist mittlerweile der klare Favorit auf den Trainerposten und die Nachfolge von Markus Anfang bei Werder Bremen. Das berichten die «Bild»-Zeitung und die «Deichstube» am Dienstag übereinstimmend. Danach will der Bundesliga-Absteiger den 33-Jährigen noch in dieser Woche und damit vor dem Duell bei Werners langjährigem Club Holstein Kiel (Samstag, 20.30 Uhr/Sport1 und Sky) verpflichten. Letzte Unklarheiten bestehen offenbar noch bei der genauen vertraglichen Situation des Fußball-Lehrers. Der bisherige Werder-Coach Markus Anfang war am Samstag zurückgetreten, weil die Staatsanwaltschaft gegen ihn ermittelt. Der 47-Jährige soll einen gefälschten Impfpass benutzt haben, was er selbst zuvor jedoch in einer Mitteilung des Clubs bestritten hatte.


Rennwagen-Nachbau von Niki Laudas Ferrari in Italien beschlagnahmt

COMO: Dem italienischen Zoll ist an der Grenze zur Schweiz ein gefälschter Nachbau des Formel-1-Rennwagens von Niki Lauda ins Netz gegangen. Die Beamten hätten den Transporter mit dem Ferrari F1 der österreichischen Rennfahrer-Legende im Ortsteil Ponte Chiasso westlich des Comer Sees gestoppt, teilte die Finanzpolizei am Dienstag mit. Die Ermittler zeigten den Exporteur am Ende wegen Fälschung, Handel und Verkauf mit falsch gekennzeichneten Produkten an. Den Wagen beschlagnahmten sie.

Weil der Rennwagen in den Papieren als «Show Car» aus Glasfaserkunststoff vermerkt war, kam bei den Polizisten nach eigenen Angaben der Verdacht auf, es könnte sich um eine Verletzung des Fälschungsgesetzes handeln. Stutzig machte sie auch der gering deklarierte Wert des Wagens und dass der Exporteur hauptsächlich im Baugewerbe tätig ist. Eine Untersuchung ergab, dass die italienische Automarke den Wagen nicht selbst hergestellt hatte. Der Simulator wies aber viele Ähnlichkeiten zum Original-Rennwagen auf, wie etwa den Ferrari-Schriftzug auf der Armatur.


Pen-Zentrum kritisiert Bach: Kein Olympia ohne Pressefreiheit

DARMSTADT: Das deutsche PEN-Zentrum hat das IOC und seinen Präsidenten Thomas Bach für ihre kritiklose Haltung zu Menschenrechtsverletzungen der chinesischen Regierung kritisiert. Man sei «fassungslos angesichts zahlreicher Berichte, dass ausländische Journalistinnen und Reporter von chinesischen Offiziellen beschimpft und bedroht werden», heißt es in einer am Dienstag veröffentlichten Mitteilung. Die Berichterstattung werde «unter dem Deckmantel einer strikten Null-Covid-Politik durch Einreise- und Zutrittsverbote erheblich eingeschränkt, ohne dass das Internationale Olympische Komitee dies verurteilen würde», kritisiert das Pen-Zentrum.

Dass die gebotene Kritik an Menschenrechtsverletzungen dem Kommerz geopfert wird, sei so wenig hinnehmbar wie die ständigen massiven Eingriffe des chinesischen Staates in die Meinungsfreiheit. «Wo die Freiheit des Wortes bedroht ist, gibt es auch kein sportliches Fair- Play». Wie könne es sein, dass die Winterspiele in einem Land stattfinden, in dem Todesurteile vollstreckt, Autorinnen und Blogger im Gefängnis sterben, ethnische Minderheiten brutal unterdrückt werden und «mit Peng Shuai eine weltbekannte Tennisspielerin zunächst verschwindet und dann unter mysteriösen Umständen wieder auftaucht?», fragte die deutsche Autoren-Vereinigung.

«Das duldsame bis affirmative Schweigen des IOC-Präsidenten Thomas Bach zu diesen Vorfällen ist zutiefst beschämend. Wer Sport uneingeschränkt als unpolitische Form der Völkerverständigung propagiert, offenbart seine grenzenlose politische Naivität und ordnet sich rückgratlos einem totalitären System unter», heißt es weiter. Bach verhöhne mit seinem Verhalten alle Opfer der staatlichen Repressionspolitik. Das Pen-Zentrum forderte die sofortige Freilassung inhaftierter Menschenrechtler und forderte alle Olympia-Sponsoren auf, ihr finanzielles Engagement bei den Winterspielen in Peking unverzüglich zu beenden.


«Tages-Anzeiger»: China und IOC wünschen Ruhe vor Olympia

ZÜRICH: Zum Verschwinden der chinesischen Tennisspielerin Peng Shuai schreibt der Zürcher «Tages-Anzeiger» am Dienstag:

«Wäre die Affäre nicht so tragisch und entlarvend, man könnte vielleicht darüber lachen. Was die Chinesen mit der anklagenden, vermissten und nun vorgeführten Peng Shuai aufführen, ist ein riesiges Kasperletheater. Nun hat eine neue Figur die Bühne betreten: IOC-Präsident Thomas Bach. Der durfte sich in einem Videocall mit der ehemals besten Tennisspielerin im Doppel davon überzeugen, dass es ihr gut geht.

Aber worüber sprach er in diesen 30 Minuten mit ihr? Haben sie auch über ihre Missbrauchsvorwürfe gegen Zhang Gaoli geredet, den Ex-Vizepremier? Wohl kaum. Peng wirke ganz entspannt, hieß es. Doch nun wünsche sie sich Ruhe. Aber wer wünscht sich diese tatsächlich? Die Chinesen und das IOC, denn am 4. Februar 2022 beginnen die Olympischen Spiele in Peking.»


Bernd Neuendorf erklärt Bereitschaft zur Kandidatur als DFB-Präsident

FRANKFURT/MAIN: Bernd Neuendorf will sich im März zur Wahl als Präsident des Deutschen Fußball-Bundes stellen. Seine Bereitschaft dazu erklärte der Präsident des Verbandes Mittelrhein (FVM) am Montag bei der Konferenz der Regional- und Landesverbandspräsidenten in Frankfurt/Main. «Ich habe in den letzten Wochen sehr viel Zuspruch erhalten. Das hat mich bestärkt, für dieses wichtige und verantwortungsvolle Amt zu kandidieren», sagte der 60-jährige Neuendorf, der umgehend Gespräche über sein Programm aufnehmen will, laut FVM-Mitteilung. Damit könnte es nun zu einer Kampfkandidatur zwischen Neuendorf und Peter Peters kommen.


IOC zu Videoschalte mit Peng Shuai: Nach dem Wohlergehen erkundigt

LAUSANNE: Das Internationale Olympische Komitee hat nach der Kritik an der Videoschalte mit der lange verschwundenen chinesischen Tennisspielerin Peng Shuai den Beweggrund für die Kontaktaufnahme bekräftigt. «Der Hauptzweck des Anrufs bestand darin, sich nach dem Wohlergehen und der Sicherheit von Peng Shuai zu erkundigen», hieß es in einer IOC-Mitteilung am Montag. Die Sportlervereinigung Global Athlete hatte hingegen das IOC und dessen Präsidenten Thomas Bach hart kritisiert. Die IOC-Mitteilung über eine Videoschalte Bachs am Sonntag mit der Chinesin mache «das IOC mitschuldig an der bösartigen Propaganda der chinesischen Behörden und deren mangelndem Interesse an grundlegenden Menschenrechten und Gerechtigkeit», hieß es in einer Mitteilung der Athleten-Union.


Leipzigs Olmo wieder verletzt: Kein Einsatz mehr für Spanier 2021

LEIPZIG: RB Leipzig muss schon wieder länger auf seinen Offensivspieler Dani Olmo verzichten. Wie der Fußball-Bundesligist mitteilte, zog sich der 23 Jahre alte Spanier erneut eine Muskelverletzung zu. «Dani Olmo wird mit einem Muskelfaserriss im linken Oberschenkel voraussichtlich bis zum Ende der Hinrunde ausfallen und dementsprechend in diesem Jahr nicht mehr zum Einsatz kommen», hieß es am Montag. Olmo hatte bereits im Oktober länger wegen einer ähnlichen Verletzung pausieren müssen.


Einbrecher während Liga-Spiel im Haus von Barça-Jungstar Ansu Fati

BARCELONA: Einbrecher sind während eines Ligaspiels in das Haus des Barça-Jungstars Ansu Fati bei Barcelona eingestiegen. Der zurzeit verletzte 19-Jährige war am Samstag zum Spiel seines Clubs gegen Espanyol (1:0) im Stadion Camp Nou in Barcelona. Der oder die Einbrecher hätten einen Zugang im Obergeschoss des Hauses in der Stadt Sant Cugat bei Barcelona aufgehebelt, während Mitglieder von Ansus Familie das Spiel im Erdgeschoss im Fernsehen verfolgten, berichtete die Zeitung «La Vanguardia» am Montag. Ansu meldete der Polizei den Diebstahl von Bargeld, Schmuck und Uhren. Der Wert des Diebesguts wurde nicht genannt.


Matthäus-Appell in der Impfdebatte: Lasst Kimmich in Ruhe

BERLIN: Fußball-Experte Lothar Matthäus hat in der weiter verschärften Impfdebatte um Verständnis für den ungeimpften Bayern-Profi Joshua Kimmich geworben. «Wenn da einer mit extremen Druck auf mich einwirkt oder mich gar zwingt, erreicht er genau das Gegenteil. Und so scheint es auch bei Kimmich und den anderen Menschen zu sein. Ich plädiere dafür, Kimmich in Ruhe zu lassen», forderte der deutsche Rekord-Nationalspieler in seiner Sky-Kolumne «So sehe ich das» (Montag).


VfL Wolfsburg mit Josuha Guilavogui beim FC Sevilla

WOLFSBURG: Der VfL Wolfsburg kann im Champions-League-Spiel beim FC Sevilla auf Josuha Guilavogui zurückgreifen. Der 31 Jahre alte Abwehrspieler hat seine Wadenverletzung rechtzeitig wieder überwunden und steht dem Fußball-Bundesligisten am Dienstagabend (21.00 Uhr/Amazon Prime) in Andalusien zur Verfügung. Auch der am Samstag in Bielefeld früh ausgewechselte Paulo Otavio wird auf jeden Fall im Kader stehen. Fehlen wird dagegen der positiv auf das Coronavirus getestete Torwart Koen Casteels. Für den Belgier wird Pavao Pervan zwischen den Pfosten stehen.


Nada mit Berufung gescheitert: Lehmann-Dolle gewinnt vor dem Cas

LAUSANNE: Der ehemalige Eisschnellläufer Robert Lehmann-Dolle ist vor dem internationalen Sportgerichtshof Cas erneut von allen Dopingvorwürfen freigesprochen. Wie sein Sportrechts-Anwalt Rainer Cherkeh am Montag mitteilte, wurde die Berufung der Nationalen Anti-Doping-Agentur Nada gegen den Entscheid des Deutschen Sportschiedsgerichts Dis vom 13. August 2020 am Montag mit dem Cas-Schiedsspruch abgewiesen. Die Nada war wegen des Doping-Freispruchs für den ehemaligen Olympia-Teilnehmer aus Erfurt vor den Cas gezogen und musste nun eine Niederlage einstecken.


THW Kiel verärgert über Handhabung von coronabedingten Spielabsagen

KIEL: Handballmeister THW Kiel beklagt in der Bundesliga eine Ungleichbehandlung. Die jüngsten Spiele der Rivalen SC Magdeburg und SG Flensburg-Handewitt waren wegen mehrerer Corona-Fälle abgesagt worden. Der THW Kiel musste jedoch vor wenigen Wochen trotz zweier positiver Fälle und der anschließenden 14-tägigen Quarantäne für die Spieler alle Partien bestreiten. «Wir mussten weiterspielen und haben es teuer bezahlt», sagte Trainer Filip Jicha den «Kieler Nachrichten» (Montag). Ohne die Nationalspieler Sander Sagosen und Steffen Weinhold büßte der THW in der Liga Punkte in Lemgo (21:21) und gegen den SC Magdeburg (27:29) ein und kam auch in der Champions League gegen Szeged (32:32) nicht zum Erfolg.


Deutsche Basketballer Schoormann und Bleck nachnominiert

NÜRNBERG: Basketball-Bundestrainer Gordon Herbert hat Frankfurts Aufbauspieler Len Schoormann und Fabian Bleck von den Crailsheim Merlins für die Nationalmannschaft nachnominiert. Dies teilte der Deutsche Basketball Bund nach den Ausfällen von Kenneth Ogbe (Covid-19) und Philipp Herkenhoff (persönliche Gründe) am Montag auf Twitter mit. Die deutschen Basketball-Männer spielen am Donnerstag (19.00 Uhr) in der WM-Qualifikation in Nürnberg gegen Estland.

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