Nachrichten aus der Sportwelt am Dienstag

(L-R) - Der Schweizer Stürmer Cedric Itten, Remo Freuler, Christian Fassnacht und Mario Gavranovic feiern ihr viertes Tor an der Europa-Qualifikation Gruppe C zwischen Litauen und der Schweiz im LFF-Stadion in Vi... Foto: epa/Jean-christophe Bott
(L-R) - Der Schweizer Stürmer Cedric Itten, Remo Freuler, Christian Fassnacht und Mario Gavranovic feiern ihr viertes Tor an der Europa-Qualifikation Gruppe C zwischen Litauen und der Schweiz im LFF-Stadion in Vi... Foto: epa/Jean-christophe Bott

Nach Eriksen-Zusammenbruch: Dänemark erhält Fairplay-Preis

KOPENHAGEN: Vier Monate nach dem Zusammenbruch von Christian Eriksen ist Dänemarks Fußball-Nationalteam mit einem Fairplay-Preis geehrt worden. Kapitän Simon Kjaer nahm die Auszeichnung des Internationalen Fairplay-Komitees am Dienstagabend in Kopenhagen vor dem WM-Qualifikationsspiel gegen Österreich entgegen. «Wir sind natürlich froh, einen Preis zu gewinnen, der dafür vergeben wird, dass unsere Mannschaft zusammensteht und sich gegenseitig hilft», sagte Kjaer laut einer Mitteilung des dänischen Verbandes.

Eriksen war am 12. Juni in Kopenhagen während des EM-Gruppenspiels gegen Finnland auf dem Rasen zusammengebrochen und musste wiederbelebt werden. Kjaer und seine Teamkollegen hatten anschließend viel Lob für ihre Reaktion erhalten, weil sie unter anderem ihren Teamkollegen nach dessen Zusammenbruch abgeschirmt hatten.

«An diesem Tag haben wir gezeigt, wer wir sind und auf welchen Werten die Mannschaft basiert», sagte der 32 Jahre alte Abwehrspieler Kjaer. «Ich als Anführer bin stolz darauf.» Das Fairplay-Komitee begründete die Vergabe damit, dass Team habe in seiner Reaktion auf dem Rasen Respekt, Zusammenhalt und Fürsorge gezeigt.


Geschäftsführer Keller verlässt Jahn Regensburg nach gut acht Jahren

REGENSBURG: Geschäftsführer Christian Keller verlässt den Fußball-Zweitligisten SSV Jahn Regensburg Ende Oktober 2021. Der 42-Jährige könne aus persönlicher Sicht sagen, dass all jene Ziele, die er sich bei seinem Amtsantritt im Sommer 2013 für die Entwicklung des Vereins gesetzt habe, realisiert seien. «Ich sehe meine Aufgabe daher als erfüllt an», sagte Keller laut Mitteilung vom Dienstag. Demnach habe er sich bereits an Weihnachten 2019 dazu entschlossen, seine Zeit bei den Regensburgern in diesem Herbst zu beenden.


Deutsche Hockey-Auswahlteams unterstützen Aktion gegen Rassismus

HAMBURG: Die deutschen Hockey-Nationalteams der Damen und Herren werden bei den am Wochenende anstehenden Pro-League-Spielen in Belgien mit einem klaren Statement gegen Diskriminierung auf dem Trikot auflaufen. Wie der Deutsche Hockey-Bund (DHB) am Dienstag mitteilte, wollen beide Auswahlteams in Brüssel damit ein Zeichen gegen Rassismus und Gewalt in der Gesellschaft setzen.


Bewerber müssen bis März 2022 Interesse an EM 2028 anmelden

BERLIN: Mögliche Ausrichter-Länder für die Europameisterschaft 2028 müssen bei der Europäische Fußball-Union UEFA bis zum 23. März 2022 ihr Interesse anmelden. Am 5. April 2022 will die UEFA dann die Liste der möglichen Gastgeberländer offiziell bekanntgeben, wie der Kontinentalverband am Dienstag mitteilte. Im September 2023 soll der Ausrichter bestimmt werden. Auch gemeinsame Bewerbungen von Nachbarländern sind möglich. Russland hatte zuletzt ein mögliches Interesse an der Ausrichtung der EM 2028 oder 2032 angekündigt.


Japan landet wichtigen Sieg in WM-Quali - 2:1 gegen Australien

SAITAMA: Japans Fußball-Nationalmannschaft hat im Kampf um die Tickets für die WM 2022 in Katar einen wichtigen Sieg gefeiert. Das Team von Hajime Moriyasu setzte sich am Dienstag in Saitama mit 2:1 (1:0) gegen Australien durch und brachte dem direkten Rivalen die erste Niederlage in dieser Gruppenphase bei. Das Team um Wataru Endo und Yuya Osako profitierte dabei von einem Eigentor von Aziz Behich (85. Minute). Zuvor hatte Eintracht Frankfurts Ajdin Hrustic (70.) die frühe Führung der Japaner durch Ao Tanaka (8.) von Fortuna Düsseldorf gekontert.


Darmstadts Gjasula trotz vollständiger Impfung mit Corona infiziert

DARMSTADT: Fußballprofi Klaus Gjasula vom Zweitligisten SV Darmstadt 98 ist trotz vollständigen Impfschutzes positiv auf das Coronavirus getestet worden. Darüber informierten die Hessen und die albanische Nationalmannschaft, bei der sich Gjasula zuletzt befand, am Dienstagnachmittag via Twitter. Der 31 Jahre alte Mittelfeldmann wird den Lilien damit zunächst nicht zur Verfügung stehen. Beim 1:0-Sieg seines Teams in Ungarn am Samstagabend hatte Gjasula 90 Minuten im zentralen Mittelfeld gespielt.


Per Eilantrag: Union Berlin will 18.000 Zuschauer gegen Wolfsburg

BERLIN: Fußball-Bundesligist 1. FC Union Berlin will per Eilantrag die Zulassung von 18.000 Stadionbesuchern auf 3G-Basis für das anstehende Spiel gegen den VfL Wolfsburg erwirken. Das teilte der Club am Dienstag mit. Union hatte den Antrag am 4. Oktober bei der Senatsverwaltung für Inneres und Sport gestellt, bis Montag jedoch keine Entscheidung erhalten. Deshalb habe sich der Club per Eilantrag an das Berliner Verwaltungsgericht gewandt. Voraussetzung für den 3G-Status ist, dass die Besucher geimpft, genesen oder negativ getestet sein müssen.


Hertha BSC bestätigt Trennung von Geschäftsführer Schmidt

BERLIN: Fußball-Bundesligist Hertha BSC und Geschäftsführer Carsten Schmidt haben sich auf eine Vertragsauflösung geeinigt. Das teilte der Club am Dienstag mit. Zuvor hatte der «Tagesspiegel» berichtet, dass Schmidt den Verein nach nicht einmal einem Jahr aus persönlichen Gründen verlässt. Laut Hertha übernehmen Sportchef Fredi Bobic und Finanzchef Ingo Schiller die Aufgaben des 58-Jährigen, der am 1. Dezember 2020 zum Bundesligisten gestoßen war. «Es sind ausschließlich unauflösbare private Gründe aufgrund von Krankheit in meinem direkten familiären Umfeld, die mich zu diesem Schritt veranlassten. Die Arbeit für Hertha BSC hat mir zu jeder Zeit große Freude bereitet», wurde Schmidt in der Mitteilung zitiert.


Druck zu groß: Gruden tritt als Trainer der Las Vegas Raiders zurück

LAS VEGAS: Jon Gruden ist als Trainer des nordamerikanischen Football-Teams Las Vegas Raiders zurückgetreten. «Ich habe mein Amt als Head Coach niedergelegt», erklärte Gruden am Montag (Ortszeit) via Twitter. «Ich liebe die Raiders und möchte keine Belastung sein. Vielen Dank allen Spielern, Trainern, Mitarbeitern und Fans der Raiders. Es tut mir leid, ich wollte nie jemanden verletzen.» Vergangene Woche hatten Medien berichtet, dass Gruden vor zehn Jahren den früheren Washington-Funktionär Bruce Allen sowie den Geschäftsführer der Spielervereinigung, DeMaurice Smith, rassistisch beleidigt haben soll. Zuletzt gab es weitere Berichte über rassistische und sexistische Bemerkungen.


Weltmeisterin Hinze bei Bahn-WM zurück: Deutsches Team mit 21 Profis

ROUBAIX: Die dreifache Bahnrad-Weltmeisterin Emma Hinze kehrt zu den diesjährigen Titelkämpfen in Roubaix vom 20. bis 24. Oktober planmäßig zurück. Die 24-Jährige führt das 21-köpfige Aufgebot des Bundes Deutscher Radfahrer an, wie der Verband am Dienstag mitteilte. 2020 hatte Hinze im Velodrom von Berlin die WM-Titel im Sprint, Keirin und Teamsprint erobert. Nachdem es bei Olympia in Tokio eine Silbermedaille gab, hatte sie die Bahn-EM in Grenchen (Schweiz) zuletzt ausgelassen.


Mehr TV-Zuschauer für Fußball-Nationalmannschaft

KÖLN: Die Live-Übertragung vom Spiel der deutschen Fußball-Nationalmannschaft war am Montagabend die erfolgreichste TV-Sendung. Durchschnittlich 7,16 Millionen Menschen verfolgten den 4:0-Sieg gegen Nordmazedonien bei RTL und bescherten dem Sender einen hohen Marktanteil von 26,3 Prozent. Damit sahen den fünften Sieg unter Trainer Hansi Flick mehr Menschen als zuletzt am Freitagabend bei der Partie gegen Rumänien (6,86 Millionen).


Ex-Radstar André Greipel kritisiert BDR

KÖLN: Gut eine Woche nach seinem Karriereende hat André Greipel Details über sein belastetes Verhältnis zum Bund Deutscher Radfahrer (BDR) preisgegeben. «Das hat damit zu tun, dass ich kein Arschkriecher bin. Ich habe immer versucht, mit Leistung zu überzeugen. Wenn das dem BDR trotz guter Leistungen nicht gereicht hat, habe ich es gerade als junger Fahrer oft nicht verstanden», sagte Greipel dem Internetportal «Sportbuzzer». «Mir wurden oft Versprechungen gemacht, die dann nicht eingehalten wurden.»


Bayern-Profi Musiala zweitjüngster Torschütze im Nationaltrikot

SKOPJE: Der Münchner Jamal Musiala hat sich als zweitjüngster Torschütze im DFB-Trikot einen Platz in der Historie der deutschen Fußball-Nationalmannschaft gesichert (seit 1908). Der Offensivspieler traf am Montagabend in der WM-Qualifikation gegen Nordmazedonien in Skopje im Alter von 18 Jahren und 227 Tagen. «Es hat sich richtig gut angefühlt. Ein Tor für Deutschland ist eine Ehre», sagte Musiala in einem am Dienstag verbreiteten DFB-Video. Jünger als Musiala beim ersten Tor war nur Marius Hiller vor über einem Jahrhundert im Alter von 17 Jahren und 241 Tagen.


Vorwürfe gegen Schachbund: Nationalspieler Meier künftig für Uruguay

BERLIN: Der langjährige Nationalspieler Georg Meier will aus Verärgerung über den Deutschen Schachbund (DSB) künftig für Uruguay antreten. Das sagte der 34 Jahre alte Großmeister aus Baden-Baden der Deutschen Presse-Agentur. Er sprach unter anderem von Mobbing durch Mitspieler und Funktionäre. Uruguay ist das Heimatland der Mutter von Meier, der 2011 mit Deutschland Europameister wurde. DSB-Präsident Ullrich Krause ließ auf Anfrage das Bedauern des Verbands über den Weggang Meiers mitteilen.


Düsseldorf, Frankfurt/Main und München in Endauswahl für NFL-Spiel

BERLIN: Die NFL wird in den kommenden Jahren reguläre Ligaspiele in Deutschland austragen und hat dafür drei Städte in die engere Wahl als Spielorte genommen. Wie die National Football League am Dienstag mitteilte, wurden unter zahlreichen Bewerbern jetzt Düsseldorf, Frankfurt/Main und München ausgewählt. Die Städte würden an tiefer gehenden Gesprächen über die Austragung von Spielen in Deutschland teilnehmen.


Palästinensischer Fußballverband sagt Treffen mit FIFA-Präsident ab

JERUSALEM: Der palästinensische Fußballverband hat ein geplantes Treffen mit dem FIFA-Präsidenten Gianni Infantino aus Protest in letzter Minute abgesagt. Der Grund sei Infantinos Teilnahme bei einer Veranstaltung im Toleranz-Museum in Jerusalem, das auf einem muslimischen Friedhof erbaut worden sei, hieß es am Dienstag in einer Mitteilung des Verbands. Dies sei ein «totaler Affront gegen die Werte religiöser Toleranz und friedlicher Koexistenz», für die auch FIFA stehe.


Bezirksligist SC March benennt Stadion nach Matthias Ginter

FREIBURG: Fußball-Bezirksligist SC March hat sein Stadion nach Ex-Weltmeister Matthias Ginter benannt. Wie das Portal «Sport1» berichtet, gab dies der Verein am Sonntag vor der 0:5-Heimspielniederlage in der Bezirksliga gegen den FC Heitersheim 05 bekannt. March spielt ab sofort nicht mehr im Waldstadion, sondern im «Matthias-Ginter-Sportpark». Ginter war bei der Ehrung nicht vor Ort, da er bei der Nationalmannschaft weilte. Er schickte aber per Video Grüße an seinen früheren Verein und bedankte sich. Für den Club aus den Nähe von Freiburg schnürte der 27 Jahre alte Gladbach-Verteidiger in seiner Jugend von 1998 bis 2005 seine Schuhe.


Bierhoff nach gelöstem WM-Ticket: «Sind an einem guten Punkt»

SKOPJE: DFB-Direktor Oliver Bierhoff ist «sehr stolz», dass sich die deutsche Fußball-Nationalmannschaft als weltweit erstes Team neben dem gesetzten Gastgeber Katar für die WM 2022 qualifizieren konnte. «Wir sind an einem guten Punkt», sagte der 53 Jahre alte Bierhoff nach dem 4:0 am Montagabend in Skopje gegen Nordmazedonien, mit dem sich Deutschland Platz eins in Gruppe J vorzeitig sicherte. «Das Ergebnis braucht man in der Gruppe auch nicht überzubewerten», sagte der Manager in einem am Dienstag veröffentlichten DFB-Video angesichts der international nicht erstklassigen Gegner.


«Schweres Eis» in der Olympia-Halle der Eisschnellläufer

PEKING: Das Eis in der eigens für die Olympischen Winterspiele 2022 in Peking gebauten «Ice Ribbon» Arena wird an die Eisschnellläufer im kommenden Februar hohe Anforderungen stellen. So sieht es zumindest der niederländische Nachwuchs-Cheftrainer Peter Kolder, der mit einigen Talenten am vergangenen Wochenende bei den einzigen Testwettkämpfen die Gelegenheit nutzte, die Olympia-Anlage kennenzulernen.

«Es ist eine tolle Halle mit viel Platz im Inneren. An das schwere Eis mussten wir uns noch gewöhnen», übte der Chef des niederländischen Teams beim Internetportal «schaatsen.nl» vorsichtige Kritik. «Mark Messer, der auch Eismeister im Olympic Oval in Calgary ist, experimentiert noch damit. Wir haben ihm Feedback gegeben», sagte Kolder.

«Die Eisbahn sieht toll aus. Sie ist sehr gepflegt», sagte Eisschnellläuferin Isabel Grevelt aus Alkmaar. Beeindruckt waren die Athleten von den Lichtshows im Außenbereich und der Größe der Halle. Deutsche Athleten waren beim Testevent nicht am Start.

Im «Ice Ribbon» sollten schon im vergangenen Februar die Weltmeisterschaften der Eisschnellläufer als Olympia-Test ausgetragen werden, wegen der Corona-Pandemie und den damit verbundenen Einreis-Problemen waren die Titelkämpfe nach Heerenveen verlegt worden. Die Arena soll laut Bewerbungsbuch 12.000 Zuschauern (6800 permanente und 5200 temporäre Sitzplätze) Platz bieten.


Sebastian Vettel will nicht Formel 1-Reporter werden

BERLIN: Ex-Weltmeister Sebastian Vettel macht sich Gedanken um seine Zukunft nach der Karriere in der Formel 1. «Ich bin nicht sicher, ob Politik das Richtige für mich wäre. Schauen Sie auf mein Alter, ich werde keine zehn Jahre mehr fahren. Ich denke natürlich darüber nach, was nach der Formel 1 kommt», sagte der vierfache Weltmeister im Interview der «Neuen Osnabrücker Zeitung» (Dienstag).

«Der einfachste Weg wäre, Reporter bei einem Fernsehsender zu werden und sich für die nächsten Jahre wieder an demselben Platz zu finden wie bisher. Da sehe ich mich nicht», sagte Vettel, der in dieser Saison für Aston Martin fährt. Aber er liebe den Sport und werde ihm nicht komplett den Rücken zudrehen.

Vettel gilt unter den Formel 1-Piloten als Vorreiter beim Thema Klimaschutz. «Die Formel 1 ist nicht grün, keine Frage. Wir leben aber in einer Zeit, in der wir Techniken und Möglichkeiten haben, die Formel 1 grüner zu machen, ohne dabei das Spektakel oder die Leidenschaft zu verlieren», sagte er.

«Es wird gerade über einiges gesprochen, das die Zukunft der Formel 1 verändern könnte. Das wäre wichtig. Sonst bin ich nicht sehr optimistisch. Wenn sich nichts ändert, könnte es sein, dass die Formel 1 verschwindet», sagte der 34 Jahre alte Heppenheimer.

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