Nachrichten aus der Sportwelt am Dienstag

Jonas Hector von Köln in Aktion während der Bundesliga in Köln. Foto: epa/Sascha Steinbach
Jonas Hector von Köln in Aktion während der Bundesliga in Köln. Foto: epa/Sascha Steinbach

Flick: Thema Hector-Rückkehr «stellt sich aktuell nicht»

KÖLN: Bundestrainer Hansi Flick beschäftigt sich derzeit nicht mit einer Rückkehr von Jonas Hector in die Fußball-Nationalmannschaft. «Jonas hat in den vergangenen Wochen einen sehr guten Eindruck hinterlassen. Ich weiß auch, dass er in Köln aufgrund seiner Art und Spielweise sehr hoch angesehen ist. Aber aktuell stellt sich das Thema für mich nicht», sagte Flick nach seinem Stadion-Besuch beim 1:1 des 1. FC Köln gegen RB Leipzig dem «Express»: «Natürlich schauen wir permanent, was wir ändern könnten. Aber Robin Gosens macht das auf der Position gut, David Raum hat wieder eine gute Leistung gezeigt, Thilo Kehrer ist vielseitig.»


Formel-1-Vertragsverlängerung von Schumacher bei Haas steht bevor

SOTSCHI: Mick Schumachers Formel-1-Vertragsverlängerung beim US-Rennstall Haas steht unmittelbar bevor. «Mick sollte bald bestätigt werden. Warten wir noch ein paar Tage, hoffentlich klappt es dann», sagte Haas-Teamchef Günter Steiner dem Fernsehsender RTL. Das neue Arbeitspapier soll nach Möglichkeit bereits vor dem Rennen an diesem Sonntag im russischen Sotschi unterzeichnet werden. «Bis dahin wollen wir beide bestätigen», sagte Steiner.

Neben Schumacher (22) soll auch dessen russischer Teamkollege Nikita Masepin (22) im kommenden Jahr weiterhin für Haas fahren. Beide absolvieren derzeit ihre Premierensaison in der Motorsport-Königsklasse. Details und mögliche Laufzeiten der neuen Verträge wollte der 56-jährige Steiner auf Nachfrage nicht nennen.

Eine vertragliche Bevorzugung eines Fahrers bei den Amerikanern sei auch weiterhin nicht vorgesehen. «Das hat es noch nie gegeben. Und das wird es auch in Zukunft nicht geben», sagte Steiner.

Sowohl Schumacher als auch Masepin sind noch ohne WM-Punkte, der Sohn von Rekordweltmeister Michael Schumacher hinterließ im Saisonverlauf aber bislang einen insgesamt stärkeren Eindruck.


Streit wegen Transfer-Datums: Werder und Klaassen-Berater vor Gericht

BREMEN: Knapp ein Jahr nach dem Verkauf von Davy Klaassen an Ajax Amsterdam liefert sich Bundesliga-Absteiger Werder Bremen vor dem Bremer Landgericht einen ungewöhnlichen Rechtsstreit mit der Beratungsagentur des niederländischen Nationalspielers. Das bestätigte der für Personal- und Rechtsfragen zuständige Werder-Direktor Tarek Brauer dem Multimediaportal «Deichstube». Der Hintergrund: Im Profifußball endet die Sommertransferperiode für Spieler in der Regel am 31. August. Wechselt ein Spieler vor diesem Stichtag den Verein, erhält sein Berater von dem abgebenden Verein üblicherweise keine Provisionszahlungen für die dann bereits begonnene Saison mehr. Im Jahr 2020 wurde die Wechselfrist wegen des coronabedingt verspäteten Saisonbeginns jedoch ausnahmsweise bis zum 5. Oktober ausgedehnt.


Gericht in Madrid stellt UEFA im Streit um Superliga Ultimatum

MADRID: Der spanische Richter Manuel Ruiz de Lara hat der UEFA ein Ultimatum von fünf Tagen gestellt, um die Sanktionsdrohungen gegen die Gründungsmitglieder der umstrittenen Superliga zurückzunehmen. Dies müsse die Europäische Fußball-Union auf ihrer Internetseite offiziell mitteilen. Anderenfalls müsse UEFA-Chef Aleksander Ceferin mit einer Anklage wegen Nichtbeachtung eines richterlichen Urteils rechnen, berichtete die Sportzeitung «Marca» unter Berufung auf die Entscheidung des Handelsgerichts Nummer 17 in Madrid vom Montag.


Bronze im Zeitfahren: Juniorin Niedermaier holt erste WM-Medaille

BRÜGGE: Radsport-Juniorin Antonia Niedermaier hat dem Bund Deutscher Radfahrer (BDR) die erste Medaille bei den Weltmeisterschaften in Flandern beschert. Die 18-Jährige schaffte es am Dienstag im 19,4 Kilometer langen Einzelzeitfahren von Knokke-Heist nach Brügge auf Rang drei und sicherte sich damit Bronze. Auf die russische Weltmeisterin Alena Iwantschenko fehlten am Ende 25 Sekunden. Silber ging an Zoe Backstedt aus Großbritannien. Die zweite deutsche Athletin, Selma Lantzsch, kam nicht über Rang zwölf hinaus.


Weitsprung-Olympiasiegerin Mihambo wird «Sportlerin mit Herz»

FRANKFURT/MAIN: Weitsprung-Olympiasiegerin Malaika Mihambo wird beim 39. Deutschen Sportpresseball am 6. November in Frankfurt als «Sportlerin mit Herz» ausgezeichnet. Das gaben die Organisatoren bei einer Pressekonferenz am Dienstag im Veranstaltungsort Alte Oper bekannt. Man ehre damit das soziale Engagement der 27-Jährigen von der LG Kurpfalz, erklärte Jörg Müller, Geschäftsführer der Agentur Metropress, die das Event für den Verband Deutscher Sportjournalisten und den Verein Frankfurter Sportpresse organisiert.


DOSB-Wahlen: Keine Kampfabstimmung über Hörmann-Nachfolge gewünscht

FRANKFURT/MAIN: Die neue Führungskraft des Deutschen Olympischen Sportbundes soll auf der Mitgliederversammlung am 4. Dezember möglichst nicht in einer Kampfabstimmung gewählt werden. Diesen Wunsch bekräftigten die Vertreter der Spitzensportverbände, Landessportbünde und Verbände mit besonderen Aufgaben am Dienstag. Ziel sei es, eine Persönlichkeit zu finden, die von allen Interessengruppen des Sports getragen werde. Die Auswahl eines Nachfolgers oder einer Nachfolgerin von DOSB-Präsident Alfons Hörmann, der nach heftiger Kritik vorzeitig aus dem Amt scheidet, obliegt einer Findungskommission unter der Leitung des ehemaligen Bundespräsidenten Christian Wulff.


SC Magdeburg eröffnet IHF Super Globe gegen Sydney

MAGDEBURG: Handball-Bundesligist SC Magdeburg bestreitet am 5. Oktober ab 16.00 Uhr im saudi-arabischen Dschidda das Eröffnungsspiel des Turniers um den IHF Super Globe. Gegner des Teams von Trainer Bennet Wiegert, das sich durch den Gewinn der European League für das Turnier der besten Clubmannschaften der Welt qualifizierte, ist Sydney University HC aus Australien. Wie aus dem am Dienstag veröffentlichten Spielplan hervorgeht, trifft der Sieger dieser Partie bereits am 6. Oktober im Viertelfinale auf Al-Duhail SC Doha aus Katar. Die Halbfinals werden am 7. Oktober ausgetragen, das Finale sowie die Platzierungsspiele sind für den 9. Oktober angesetzt.


Rekord-Weltcupsieger Schlierenzauer beendet Skisprung-Karriere

INNSBRUCK: Rekord-Weltcupsieger Gregor Schlierenzauer beendet seine erfolgreiche Skisprung-Laufbahn. Dies gab der 31 Jahre alte Österreicher am Dienstag bekannt. «Meine aktive Karriere zu beenden ist mir nach all dem, was ich als Spitzensportler erleben durfte, nicht leicht gefallen - aber die Entscheidung fühlt sich ebenso wie der Zeitpunkt richtig an», sagte Schlierenzauer. Der 53-malige Weltcupsieger gewann in seiner Laufbahn insgesamt zwölf WM-Medaillen - sechs davon aus Gold.


US-Sportlerinnen kämpfen für Recht auf Abtreibung vor Supreme Court

WASHINGTON: Mehr als 500 Sportlerinnen haben sich in einer Sachverständigenerklärung an das Oberste Gericht der USA gewandt und die Bedeutung vom Recht auf Abtreibung betont. «Als Athletinnen und Menschen im Sport müssen wir die Macht haben, wichtige Entscheidungen über unseren Körper zu treffen und die Kontrolle über unsere Fortpflanzung haben», sagte Fußballstar Megan Rapinoe laut US-Medien in einer begleitenden Stellungnahme. Neben der 36 Jahre alten Weltmeisterin zählen 25 weitere Olympia-Teilnehmerinnen zu den Unterzeichnerinnen, die aus ihrer individuellen Perspektive argumentieren.

Der Supreme Court setzte am Montag die mündliche Verhandlung zu einem Rechtsstreit aus dem Bundesstaat Mississippi auf die Tagesordnung für den 1. Dezember. In dem Fall wird versucht, die wegweisende Entscheidung des Obersten Gerichts aus dem Jahr 1973 rückgängig zu machen, mit der Abtreibungen landesweit für rechtens erklärt worden waren.

Ein Gesetz in Mississippi, das bisher von Gerichten blockiert wurde, verbietet Abtreibungen nach der 15. Schwangerschaftswoche. Der Bundesstaat verlangt inzwischen auch, die Supreme-Court-Entscheidung im Fall Roe v. Wade aus dem Jahr 1973 generell zurückzunehmen.

Mississippi verschärfte den Kurs, nachdem im vergangenen Jahr kurz vor der Präsidentenwahl die konservative Juristin Amy Coney Barrett ans Oberste Gericht berufen wurde. Mit ihr bekamen die Konservativen eine Mehrheit von sechs zu drei Stimmen im Supreme Court.


Holstein-Trainer Werner zurückgetreten - Bremser übernimmt

KIEL: Nach dem schwachen Saisonstart ist Trainer Ole Werner beim Fußball-Zweitligisten Holstein Kiel überraschend zurückgetreten. Das teilte der Club am Montagabend mit. Nach über 15 Jahren im Verein falle ihm dieser Schritt sehr schwer, er halte ihn dennoch für den richtigen und notwendigen, sagte Werner. Der 33-Jährige hatte zuvor das U23-Team der Kieler erfolgreich betreut, seit Mitte September 2019 war er Chefcoach. In der vergangenen Saison verpasste Kiel in der Relegation knapp den Bundesliga-Aufstieg. Vorläufiger Nachfolger wird Co-Trainer Dirk Bremser.


Nach 0:3 gegen die Bayern: Barca weiter in der Krise

BARCELONA: Der finanziell schwer angeschlagene FC Barcelona rutscht immer mehr in eine sportliche Krise. Sechs Tage nach dem 0:3 gegen den FC Bayern kam das Team um Nationaltorhüter Marc-André ter Stegen am Montag gegen den FC Granada gerade noch zu einem 1:1 (0:1) und findet sich mit acht Punkten nur im Tabellenmittelfeld wieder. Ronald Araujo rettete Barca mit seinem Ausgleichstor in der Schlussminute immerhin noch einen Punkt. Domingos Duarte hatte bereits in der zweiten Minute den Außenseiter aus Granada in Führung gebracht.


Nach Rot in Stuttgart: Leverkusen drei Spiele ohne Neuzugang Andrich

LEVERKUSEN: Bayer Leverkusen muss für drei Spiele in der Fußball-Bundesliga ohne Neuzugang Robert Andrich auskommen. Der vor der Saison von Union Berlin gekommene Mittelfeldspieler wurde am Tag nach dem 3:1 beim VfB Stuttgart wegen seiner Roten Karte vom Sportgericht des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) gesperrt. Zudem wurde Andrich, der in der 2. Minute das 0:1 erzielt hatte, mit einer Geldstrafe in Höhe von 15.000 Euro belegt. Verein und Spieler haben dem Urteil zugestimmt, es ist damit rechtskräftig.


Lens spielt nach Randale vor leeren Rängen, Lille ohne Auswärtsfans

PARIS: Nach Auseinandersetzungen zwischen Fans bei der Partie RC Lens und OSC Lille in der französischen Ligue 1 müssen die Clubs zunächst teilweise auf ihre Fans verzichten. Während Meister Lille seine Anhängerinnen und Anhänger beim nächsten Auswärtsspiel nicht mitnehmen darf, bleiben die Ränge im Stadion in Lens für die nächsten beiden Matches leer. Wie die Disziplinarkommission der Liga mitteilte, sind dies aber nur vorläufige Schritte. Eine endgültige Entscheidung über Sanktionen soll am 6. Oktober fallen. Am vergangenen Samstag hatten Fans der beiden Vereine das Spielfeld im Lenser Stade Félix Bollaert-Delelis gestürmt und sich geschlagen. Mehrere Personen wurden verletzt.


Schwimm-Olympiasiegerin Wilson mit Corona-Infektion im Krankenhaus

NEAPEL: Die australische Schwimm-Olympiasiegerin Madison Wilson befindet sich wegen einer Corona-Erkrankung im Krankenhaus. Das teilte die 27-Jährige, die komplett gegen das Virus geimpft ist, auf ihrem Instagram-Account mit. Ursprünglich wollte sie an der International Swimming League in Neapel teilnehmen. Sie sei zur weiteren Beobachtung ins Krankenhaus gebracht worden, so Wilson: «Ich nehme mir etwas Zeit zum Ausruhen und bin sicher, dass ich in kürzester Zeit wieder fit sein werde.» Wilson gehörte bei den Sommerspielen in Tokio der australischen 4x100-Meter-Freistil-Staffel an, die Gold gewann. Auch in Rio hatte sie mit dem Team Gold geholt.

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