Nachrichten aus der Sportwelt am Dienstag

Leverkusens Julian Baumgartlinger. Foto: epa/Friedemann Vogel
Leverkusens Julian Baumgartlinger. Foto: epa/Friedemann Vogel

Bayer Leverkusen wieder monatelang ohne Baumgartlinger

LEVERKUSEN: Fußball-Bundesligist Bayer Leverkusen muss mehrere Monate auf Mittelfeldspieler Julian Baumgartlinger verzichten. Der österreichische Nationalspieler wurde am Montag am linken Knie operiert. Das teilten die Rheinländer am Dienstag mit. Baumgartlinger war bereits im Januar am Kreuzband operiert worden und dürfte nun die komplette restliche Hinrunde verpassen. Bayer rechnet mit dem 33-Jährigen, der in dieser Saison bislang nur zu drei Kurzeinsätzen in der Bundesliga und im Pokal gekommen war, erst wieder zum Rückrundenstart im Januar 2022.


Handball: Champions-League-Spiele wieder im Free-TV

BERLIN: Handball-Fans können ab der kommenden Saison wieder Spiele der Champions League ohne Zusatzkosten sehen. Der frei zu empfangende Sender ServusTV hat einen Kooperationsvertrag mit dem kostenpflichtigen Streamingdienst DAZN geschlossen und zeigt ausgewählte Partien. Auftakt ist nach Senderangaben am 15. September das Gastspiel des THW Kiel in Brest. DAZN hatte sich die Rechte an der europäischen Königsklasse im Handball im vergangenen Jahr für sechs Jahre gesichert und Sky abgelöst. ServusTV ist Teil des Unternehmens Red Bull Media House.


Australian Open laufen bis 2031 bei Eurosport

BERLIN: Die Übertragungen von den Australian Open können deutsche Tennisfans auch in den kommenden Jahren bei Eurosport sehen. Der Mutterkonzern Discovery verlängerte den Vertrag über die audiovisuellen Rechte mit Tennis Australia bis 2031. Das teilte der US-Konzern am Dienstag mit. Eurosport überträgt das Grand-Slam-Turnier seit 1995 und besitzt in Deutschland auch die Rechte für die French Open und die US Open. Wimbledon wird vom Pay-TV-Anbieter Sky übertragen.


Finanzierung aller Fußball-Fanprojekte bis Ende 2022 gesichert

MAINZ: Nach intensiven Gesprächen ist die Finanzierung aller Fußball-Fanprojekte bis Ende 2022 gesichert. Dies gab die Bundesarbeitsgemeinschaft der Fanprojekte am Dienstag zum Auftakt ihrer Jahrestagung in Mainz bekannt. «Das Thema ist in der Corona-Krise ganz oben auf die Agenda gerückt und hat uns lange begleitet», berichtete die 1. Vorsitzende Sophia Gerschel. Insgesamt fließen damit jährlich weiter rund 15 Millionen Euro in die soziale Arbeit mit Jugendlichen und jungen Erwachsenen. 50 Prozent kommen aus dem Fußball (DFB und DFL), jeweils 25 Prozent steuern der Bund und die Länder bei.


WM-Qualifikation der Frauen: Petermann, Hendrich und Marozsan zurück

FRANKFURT/MAIN: Bundestrainerin Martina Voss-Tecklenburg hat Lena Petermann (HSC Montpellier) und Kathrin Hendrich (VfL Wolfsburg) für die ersten WM-Qualifikationsspiele der Frauen-Nationalmannschaft nominiert. Nach einer Verletzungspause gehören sie dem 24-köpfigen Kader für die Partien gegen Bulgarien am 18. September (16.05 Uhr/ARD) in Cottbus und drei Tage später gegen Serbien in Chemnitz (16.00 Uhr/ZDF) an, teilte der Deutsche Fußball-Bund am Dienstag mit. Ebenfalls wieder dabei ist Dzsenifer Marozsan, die zuletzt aufgrund ihres Engagements für OL Reign (USA) fehlte. Die WM 2023 findet in Neuseeland und Australien statt.


Cristiano Ronaldo absolviert erstes Training bei Manchester United

MANCHESTER: Superstar Cristiano Ronaldo steht vor seinem ersten Premier-League-Einsatz nach der Rückkehr zu Manchester United. Der 36-Jährige, der kurz vor der Länderspielpause überraschend von Juventus Turin zum englischen Rekordmeister gewechselt war, trainierte am Dienstag erstmals mit seinen neuen Teamkollegen. Er könnte am Samstag im Heimspiel gegen Newcastle United vor den eigenen Fans sein Comeback im Old Trafford geben. Weil Ronaldo für Portugals WM-Qualifikationsspiel gegen Aserbaidschan am Dienstag gesperrt war, durfte er früher von der Nationalmannschaft abreisen.


Michael Biegler neuer Handball-Nationaltrainer in der Ukraine

FRANKFURT/MAIN: Michael Biegler wird neuer Cheftrainer der ukrainischen Handball-Nationalmannschaft. Der 60-Jährige wurde vom Verband zum Nachfolger von Sergej Bebeschko ernannt, der die Osteuropäer in den vergangenen drei Jahren betreut hatte. Ab November soll Biegler die Mannschaft auf die EM 2022 in Ungarn und der Slowakei vorbereiten. In seiner langen Karriere trainierte Biegler von 2012 bis 2016 die polnische Männer-Auswahl sowie in der Bundesliga mehrere Vereine wie den VfL Gummersbach, den SC Magdeburg, den TV Großwallstadt, den HSV Hamburg und zuletzt 2018 den SC DHfK Leipzig. Von April 2016 bis Dezember 2017 war er Bundestrainer der deutschen Handballerinnen.


Götze zu möglichem Nationalteam-Comeback: «Immer besonders»

EINDHOVEN: Für Ex-Weltmeister Mario Götze wäre eine Rückkehr in die deutsche Fußball-Nationalmannschaft ein außergewöhnlicher Moment. «Ich weiß, dass es besonders ist, für die Nationalmannschaft zu spielen, für Deutschland zu spielen», sagte der 29 Jahre alte Offensivspieler dem TV-Sender Sky (Dienstag). «Die Freude ist da, aber mein Fokus liegt ganz klar hier auf den Leistungen, die ich beeinflussen kann.» Er habe im Nationalteam schon «einiges erlebt», aber für ein Comeback gehörten «im Endeffekt immer mehr dazu». Götze hatte am Montag seinen Vertrag beim niederländischen Club PSV Eindhoven bis 2024 verlängert.


Dressur-Team bei Europameisterschaft nur auf Rang zwei

HAGEN A.T.W.: Die deutschen Dressurreiterinnen sind bei der Heim-Europameisterschaft mit mäßigen Ergebnissen gestartet. Nach zwei von vier Paaren liegt die Gastgeber-Mannschaft in Hagen bei Osnabrück nur auf Rang zwei hinter Großbritannien und vor Dänemark. Helen Langehanenberg aus Billerbeck mit Annabelle und Dorothee Schneider aus Framersheim mit Faustus unterliefen am Dienstag zu viele Fehler. Am Mittwoch reiten für Deutschland Isabell Werth aus Rheinberg mit Weihegold. Den Abschluss machen Doppel-Olympiasiegerin Jessica von Bredow-Werndl aus Tuntenhausen und Dalera.


Goretzka: Vor WM-Vergaben mehr auf Themen wie Menschenrechte achten

REYKJAVIK: Nationalspieler Leon Goretzka hat angesichts der Debatten über den kommenden WM-Gastgeber Katar dafür plädiert, bei der Auswahl künftiger Schauplätze für Fußball-Großereignisse schon vorab mehr auf Themen wie Menschenrechte und Rahmenbedingungen zu schauen. «Ich glaube, dass bei der Vergabe in Zukunft mehr auf so etwas geachtet werden muss», sagte der 26 Jahre alte Profi des FC Bayern München am Dienstag in Stuttgart. Das Emirat Katar steht besonders wegen der Arbeitsbedingungen ausländischer Arbeiter auf den WM-Baustellen seit geraumer Zeit international in der Kritik.


Solheim Cup: Europas Golferinnen gewinnen erneut gegen US-Team

TOLEDO: Europas beste Golferinnen haben beim Kontinentalvergleich mit den USA den Solheim Cup erfolgreich verteidigt. Die Gäste mit der Deutschen Sophia Popov besiegten am Montag (Ortszeit) im Inverness Club in Toledo im US-Bundesstaat Ohio das US-Team mit 15:13. Für die Europäerinnen war es der siebte Triumph im 17. Kontinentalvergleich. Die Europäerinnen waren mit einer 9:7-Führung in die zwölf Einzel am Schlusstag gestartet. Den entscheidenden Punkt für die Titelverteidigerinnen holte unter großem Jubel Emily Pedersen aus Dänemark.


NFL-Team Carolina holt deutschen Kicker Eberle ins Trainingteam

CHARLOTTE: Der deutsche Kicker Dominik Eberle ist zurück bei den Carolina Panthers in der NFL. Der 25-Jährige gehöre dem Trainingsteam an, teilte die Mannschaft aus der National Football Team am Montag (Ortszeit) mit. «Wir fanden es gut, als Eberle bei uns war und angesichts von Covid ist es eine kluge Idee», sagte Panthers-Trainer Matt Rhule Medienberichten zufolge. Demnach ist Eberle vorerst als Ersatz für Kicker Ryan Santoso eingeplant. Sollte der Stammspieler ausfallen, könnte Eberle für offizielle Spiele aktiviert werden.


Handball-Geschäftsführer erwartet sehr komplizierte Bundesliga-Saison

BERLIN: Geschäftsführer Frank Bohmann von der Handball-Bundesliga GmbH rechnet mit Blick auf die Corona-Pandemie noch mit einem «sehr komplizierten» Jahr. «Wir haben immer noch mit sehr vielen Einschränkungen zu kämpfen. Melsungen darf zu 100 Prozent auslasten, andere Vereine dürfen nur 500 Zuschauer in die Halle lassen. Da haben wir noch eine große Diskrepanz», sagte Bohmann im «Morgenmagazin» des ZDF. Es werde darauf ankommen, in den Modellprojekten zu zeigen, dass es sicher sei, in die Hallen zu kommen. Zuletzt waren beim Supercup in Düsseldorf nur gut 3000 Zuschauer gekommen, obwohl 8000 Fans erlaubt gewesen waren.


Nagelsmann: Lucas Hernandez «voll da» und vor Comeback beim FC Bayern

MÜNCHEN: FC Bayern Münchens Innenverteidiger Lucas Hernandez steht nach einer auskurierten Knieverletzung vor der Rückkehr in die Mannschaft des Fußball-Bundesligisten. Der Franzose mache einen «sehr guten Eindruck» und sei auch körperlich wieder «voll da», bestätigte Trainer Julian Nagelsmann in einem Youtube-Livestream des Rekordmeisters am Montagabend. «Gegen Leipzig oder Barcelona werden wir ihn dann hoffentlich, wenn bis dahin alles gut geht, wieder auf dem Platz sehen», prognostizierte Nagelsmann. Für beide Spiele sei es noch zu früh. Hernandez hatte diesen Sommer bei der Europameisterschaft mit Frankreich einen Innenmeniskuseinriss im Knie erlitten, der ihn rund zwei Monate außer Gefecht setzte.


FIFA: Ablösesummen leicht gesunken - Deutschland bei Einnahmen top

ZÜRICH: In der abgelaufenen Transferperiode sind für internationale Wechsel im Männerfußball Berechnungen des Weltverbands FIFA zufolge insgesamt weniger Ablösesummen als im Vorjahr gezahlt worden. An Transferentschädigungen flossen im Zeitraum von Anfang Juni bis Ende August 3,72 Milliarden US-Dollar, wie die FIFA am Dienstag mitteilte. Im Sommer 2020 war die Zahl bereits vor allem aufgrund von Auswirkungen der Coronavirus-Pandemie auf rund vier Milliarden gesunken, 2019 war ein Höchstwert von 5,80 Milliarden erreicht worden.


Nationalteam ohne Reus und Baku nach Island - Havertz und Gosens fit

STUTTGART: Die deutsche Fußball-Nationalmannschaft reist ohne den angeschlagenen Offensivspieler Marco Reus und Außenverteidiger Ridle Baku zum WM-Qualifikationsspiel gegen Island nach Reykjavik. Die beim 6:0 gegen Armenien pausierenden Kai Havertz und Robin Gosens sind dagegen wieder einsatzfähig, berichtete Bundestrainer Hansi Flick am Dienstag nach dem Abschlusstraining noch in Stuttgart. BVB-Kapitän Reus fällt wegen leichter Knieprobleme aus, wie Bundestrainer Hansi Flick vor dem Flug nach Island sagte. Reus hatte bereits beim Training gefehlt. Der 32-Jährige soll aber nicht länger ausfallen. Flick äußerte sogar die Hoffnung, dass Reus am Samstag der Borussia im Auswärtsspiel gegen Bayer Leverkusen wieder zur Verfügung steht. Baku kehrt vorzeitig zum VfL Wolfsburg zurück, weil Flick auf Island nur 20 Feldspieler und drei Torhüter in den Kader nehmen darf.


Khedira, Matthäus und Klinsmann in FIFA-Expertengruppe

ZÜRICH: Die deutschen Ex-Weltmeister Sami Khedira, Lothar Matthäus und Jürgen Klinsmann gehören einer Gruppe an, die sich in dieser Woche in Doha mit der Zukunft des Männerfußballs beschäftigt.

Unter Führung von FIFA-Direktor Arsène Wenger kommen mehr als 30 ehemalige Spieler bzw. Trainer zum zweitägigen Austausch zusammen. Dabei gehe es darum, den Fußball wirklich zu globalisieren und allen Talenten und Ländern eine Chance zu geben. Das teilte der Fußball-Weltverband am Dienstag mit. Mit dabei sind auch frühere Stars wie Roberto Carlos, Marco van Basten oder Didier Drogba.


Mercedes verpflichtet George Russell - Langfristiger Vertrag

BRACKLEY: Der Brite George Russell wird wie erwartet in der kommenden Formel-1-Saison neuer Teamkollege von Rekordweltmeister Lewis Hamilton bei Mercedes. Der 23-Jährige habe einen langfristigen Vertrag unterschrieben, teilte der Silberpfeil-Rennstall am Dienstag mit. «Heute ist ein besonderer Tag für mich, sowohl persönlich als auch beruflich. Gleichzeitig ist es aber auch ein Tag voller gemischter Gefühle», sagte Russell. Er übernimmt das Cockpit des Finnen Valtteri Bottas, der zum Alfa-Romeo-Team wechselt.


Regenbogen-T-Shirt in Ungarn: Vettel verteidigt seine Aktion

LONDON: Der viermalige Formel-1-Weltmeister Sebastian Vettel hat seine Aktion verteidigt, vor dem Großen Preis von Ungarn Anfang August ein T-Shirt in Regenbogenfarben mit der Aufschrift «Same Love» getragen zu haben. «Ich denke, es gibt Themen, da kann man sich nicht wegducken oder sagen: Das gehört hier nicht hin. Lasst uns nicht darüber sprechen. Manche Themen sind so groß, dass sie buchstäblich überall hin gehören, und jeder muss sich dessen bewusst sein», sagte Vettel dem Sender BBC.

Abseits der Strecke hatte der 34-Jährige eine Verwarnung für die Aktion kassiert. Vettel bleibt aber bei seinem Standpunkt: «Sprechen wir über Politik, wenn wir über Menschenrechte reden? Ich denke nicht so.» Titelverteidiger Lewis Hamilton hatte Vettel für das Tragen des Shirts gelobt. «Toll, das zu sehen», schrieb der Brite auf Instagram, «Seb unterstützt die LGBTQ+-Community. Liebe gewinnt immer.» Die englische Abkürzung LGBTQI+ steht für Lesben, Schwule, Bisexuelle, Trans-Menschen, queere sowie intergeschlechtliche Menschen.

Er habe sich gewundert, dass es eine so große Sache sei, sagte Vettel nun. «Idealerweise würde es keine Reaktion geben, weil es einfach normal ist.»


Formel-1-Team Alpha Tauri hält Fahrerduo Gasly und Tsunoda

MONZA: Pierre Gasly und Yuki Tsunoda bilden auch in der kommenden Saison das Fahrerduo beim Formel-1-Team Alpha Tauri. Diese Entscheidung gab der Rennstall am Dienstag vor dem Großen Preis von Italien bekannt. Der Franzose Gasly hatte das Rennen in Monza im vergangenen Jahr sensationell gewonnen und soll Alpha Tauri nun auch in die neue Saison führen, in der eine umfassende Regelreform ansteht. Der 25-Jährige fährt seit 2017 in der Formel 1 und ist derzeit WM-Achter. Der Japaner Tsunoda (21) bestreitet seine Debütsaison, er liegt in der Gesamtwertung auf Rang 13.

Nach der Fahrer-Entscheidung bei Alpha Tauri, dem Schwesterteam von Red Bull, sind nur noch wenige Cockpits für das kommende Jahr offen. George Russell dürfte von Williams zu Mercedes wechseln und dort die Nachfolge von Valtteri Bottas antreten, der bei Alfa Romeo Kimi Räikkönen ersetzt. Offen ist noch, ob Antonio Giovinazzi bei Alfa weiterfahren darf. Bei Haas ist noch nicht verkündet, ob Mick Schumacher und Nikita Masepin nach ihren jüngsten Differenzen auch 2022 die Fahrerpaarung bilden. Auch Aston Martin hat Sebastian Vettel für das nächste Jahr noch nicht offiziell bestätigt.


IPC will neue Sportarten auf eigene Initiative in Paralympics holen

TOKIO: Das Internationale Paralympics Komitee will nach Aussage seines Präsidenten Andrew Parsons für die Paralympics 2028 in Los Angeles neue Sportarten auf eigene Initiative integrieren. Man werde die Art, wie man an neue Sportarten herangehe, für die Spiele in Los Angeles 2028 ändern, sagte der Brasilianer im Interview der «Frankfurter Allgemeinen Zeitung» (Dienstag). «Wir gehen gezielt auf Sportarten zu», erläuterte er.

Bislang können sich die internationalen Sportverbände um eine Aufnahme ins Paralympics-Programm bewerben. Neue Sportarten müssten globale Sportarten sein. Sie dürften nicht nur in fünf, sechs oder zehn Staaten der Welt existieren, sagte Parsons. «Zielgerichteteres Herangehen bedeutet in dem Fall, dass wir uns fragen: Können wir uns erlauben, eine dieser neuen Sportarten zu integrieren, auch wenn nicht alle Kriterien erfüllt werden?», erklärte der IPC-Chef.

Ob nach dem Erfolg von Skaten oder BMX-Freestyle bei den Olympischen Spielen in Tokio künftig auch das in einem Skatepark ausgetragene Rollstuhl-Cross (WCMX) Paralympics-Sportart wird, ließ Parsons offen. «Vom Erfolg der neuen Sportarten bei Olympia müssen wir lernen», sagte er. Er werde keinen konkreten Sport benennen, denn dann hieße es, dass das IPC diese Disziplin für die Spiele in Los Angeles bevorzuge. «Wir sind vor allem für Sportarten offen, die die Jugend erreichen», betonte Parsons.

Bei den am Sonntag in Tokio beendeten Paralympics waren Medaillen in 22 Sportarten vergeben worden. Laut einem Vertrag des IPC mit dem Internationalen Olympischen Komitee (IOC) dürfen 23 Sportarten ausgetragen werden.


Zverev nach Sieg gegen Sinner im Tennis-Viertelfinale der US Open

NEW YORK: Mit einem Sieg gegen den Südtiroler Jannik Sinner hat Tennis-Olympiasieger Alexander Zverev das Viertelfinale der US Open erreicht. Der 24 Jahre alte Hamburger entschied am Montag sein Achtelfinale gegen den vier Jahre jüngeren Italiener mit 6:4, 6:4, 7:6 (9:7) für sich. Im Kampf um den Einzug in das Halbfinale trifft der Weltranglisten-Vierte nun auf Lloyd Harris aus Südafrika. Für Zverev war es nach der Goldmedaille von Tokio und dem Titelgewinn in Cincinnati der 15. Erfolg nacheinander. Nach 2:25 Stunden verwandelte er seinen ersten Matchball gegen die Nummer 16 der Weltrangliste.


Ab kommender Woche: UEFA lässt im Europapokal wieder Gästefans zu

NYON: Die Europäische Fußball-Union will bei den Spielen im Europapokal ab kommender Woche wieder Gästefans zulassen. Darüber habe die UEFA bei einem Workshop mit allen beteiligten Clubs für die Champions League informiert, teilte Bundesligist Borussia Dortmund am Montag mit. Demnach soll in der Königsklasse für Gästefans ein Kontingent über fünf Prozent der Stadionauslastung erlaubt sein. Am Abend bestätigte die UEFA die Änderungen im «Rückkehr zum Spiel Protokoll». Der Ausschluss von Gästefans bei UEFA-Wettbewerben sei nicht verlängert worden, teilte der Verband mit. Der Verband verwies allerdings darauf, dass alle Lockerungen unter Vorbehalt der örtlichen Corona-Schutzmaßnahmen greifen.


Brasilianische Fußball-Legende Pelé: Tumor am Darm entfernt

SÃO PAULO: Brasiliens Fußball-Legende Pelé ist ein Tumor am Darm entfernt worden. «Am Samstag wurde ich operiert, um eine verdächtige Läsion in meinem rechten Dickdarm zu entfernen. Der Tumor wurde bei den Tests festgestellt, die ich vergangene Woche erwähnt habe», hieß es in einer Veröffentlichung auf dem Instagram-Account Pelés am Montag (Ortszeit). Vergangene Woche war der 80-Jährige in ein Krankenhaus in der brasilianischen Metropole São Paulo gebracht worden. Ernsthafte gesundheitliche Probleme wurden da in einem Tweet aber zurückgewiesen. Er sei wegen Routineuntersuchungen, die er wegen der Corona-Pandemie vorher nicht habe machen können, im Hospital.


Topfavorit Novak Djokovic bei US Open im Viertelfinale

NEW YORK: Topfavorit Novak Djokovic hat bei den US Open das Viertelfinale erreicht. Der serbische Weltranglisten-Erste gewann am Montag (Ortszeit) gegen den Amerikaner Jenson Brooksby mit 1:6, 6:3, 6:2, 6:2 und hatte dabei nur am Anfang ein paar Probleme mit dem 20 Jahre alten US-Boy. Djokovic, der in New York seinen 21. Titel bei einem Grand-Slam-Turnier anstrebt, bekommt es jetzt mit Matteo Berrettini zu tun. Der Italiener hatte sich zuvor mit 6:4, 3:6, 6:3, 6:2 gegen den Kölner Qualifikanten Oscar Otte durchgesetzt. Holt Djokovic in New York den Titel, hat er alle vier Grand-Slam-Turniere in einem Tennis-Jahr gewonnen. Das schaffte zuletzt der legendäre Australier Rod Laver 1969.


Erste EM-Niederlage für deutsche Volleyballer

TALLINN: Ohne ihren Starspieler Georg Grozer haben die deutschen Volleyballer bei den Europameisterschaften ihre erste Niederlage kassiert. Beim 1:3 (29:31, 25:15, 22:25, 22:25) gegen Olympiasieger Frankreich leistete die zweite Garde des Deutschen Volleyball-Verbandes (DVV) am Montagabend im estnischen Tallinn zwar erheblichen Widerstand und dominierte den Goldmedaillengewinner von Tokio im zweiten Durchgang mit druckvollen Aufschlägen und starker Blockarbeit fast nach Belieben. Am Ende setzte sich aber die größere Routine des Gegners durch. Nächster Gegner ist an diesem Dienstag Lettland.


Franck Ribéry wechselt nach Salerno

SALERNO: Der französische Offensivspieler Franck Ribéry wechselt zum italienischen Erstliga-Neuling US Salernitana aus Salerno. Das gab der Verein am Montag bekannt. Danach unterschrieb der 38 Jahre alte Ex-Spieler des FC Bayern München einen Einjahresvertrag, der sich unter bestimmten sportlichen Bedingungen automatisch verlängert. Der Franzose hatte zuletzt zwei Jahre bei AC Florenz gespielt. Sein Vertrag mit dem Serie-A-Club wurde nicht verlängert.


Wegen Corona: Litauen auch gegen Italien ohne Trainer Ivanauskas

VILNIUS: Litauens Fußball-Nationalmannschaft muss auch im WM-Qualifikationsspiel gegen Italien auf Trainer Valdas Ivanauskas verzichten. Der 55 Jahre alte ehemalige Bundesliga-Profi des Hamburger SV ist nach Angaben des litauischen Fußball-Verbandes Anfang September positiv auf das Coronavirus getestet worden. Beim Gastspiel in Rom bei Europameister Italien wird daher am Mittwoch erneut Ivanauskas' Assistent Tomas Razanauskas an der Seitenlinie stehen - wie schon bei der 1:4-Heimpleite der Litauer gegen Nordirland und dem 0:1 in Bulgarien.

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